Ortlieb Fahrradtaschen im Test: Ein umfassender Überblick

Die Wahl der richtigen Fahrradtasche kann entscheidend für den Komfort und die Sicherheit auf Radtouren sein. Es ist sehr wichtig, dass Du darauf achtest, wie Du es bepackst. Jede Tasche hat ihren eigenen Zweck und jedes Pack hat seine individuellen Stärken. Zum Beispiel ist es nicht sinnvoll, zu schwere Dinge im Seat-Pack zu verstauen, da dieser dann unnötig wippt. Auch solltest Du das Zelt nicht zuunterst in der Rahmentasche verstauen, da Du es ja täglich brauchst, und alles ausräumen ist gerade bei Regen ungünstig. Im Folgenden werden verschiedene Modelle von Ortlieb und anderen Herstellern detailliert betrachtet, um einen umfassenden Überblick zu bieten.

Testkriterien für Fahrradtaschen

Die Stiftung Warentest formuliert eine simple Formel: Eine gute Fahrradtasche kann Regen ab, trumpft mit leichter Handhabung und bringt ein gutes Maß an Sicherheit mit.

Tipp: Grelle Farben müssen nicht sein, wenn die Tasche mit Reflektoren bespickt ist.

Wir nutzen zwei Säulen, um einen vollständigen und objektiven Überblick über die Qualität eines Produktes zu geben: die Tests der Fachmagazine und die Erfahrungen von Kundinnen und Kunden.

Überblick über getestete Marken

Pro Hersteller haben wir eine Lenkertasche, eine große Tasche für die Sattelstütze und eine Rahmentasche getestet. Bei den Lenker- und den Satteltaschen gibt es Systeme mit Direktbefestigung und andere mit einem Holster. In letzterem Fall nimmt man bei der Ankunft beim Hotel oder Campingplatz nur den Packsack heraus. So muss man morgens nicht alles neu befestigen, sondern nur einschieben. Bei den Rahmentaschen haben wir uns auf Modelle konzentriert, die einen Teil des Rahmendreiecks freilassen, damit man einen Flaschenhalter verwenden kann.

Folgende Hersteller wurden getestet:

  • Cyclite (Herstellerpreis für die drei Taschen: 424,70 Euro)
  • Restrap (Herstellerpreis für die drei Taschen: 389,97 Euro)
  • Topeak (Herstellerpreis für die drei Taschen: 244,80 Euro)
  • Capsuled (Herstellerpreis für die drei Taschen: 399,97 Euro)
  • Ortlieb (Herstellerpreis für die drei Taschen: 445 Euro)

Die Ortlieb Taschen im Detail

Lenkertasche: Handlebar Flex

Die Handlebar Flex wird mit dem weitverbreiteten Klickfix-System am Lenker angebracht. Von Ortlieb gibt es einen Lenkeradapter, der mit Spanngurten arbeitet und nach einer Bikepacking-Tour leicht wieder entfernt werden kann. Allerdings musste ich für dessen Montage einen langen Blick in den Beipackzettel werfen. Je nachdem, wie Bowdenzüge und Bremsleitungen am Fahrrad verlegt sind, kann es eng werden. Bei vollständiger Beladung ist die Lenkertasche breit und passt gerade noch in meinen Gravelbike-Lenker. Hoch ist sie auch: Mein Stecklicht kann nicht darüber leuchten.

Rahmentasche: Framepack RC

Die Rahmentasche Framepack RC hat einen Rollverschluss. Sie fasst vier Liter und wird an drei Punkten mit Klettband am Oberrohr sowie mit zwei weiteren an Unter- und Sitzrohr befestigt. Eine Trinkflasche passte bei meinem Rad immer noch gut darunter. Der Rollverschluss wird mit drei Spannbändern geschlossen. Auf Dauer ist das nervig, weil - anders als bei Reißverschlüssen - der Rollverschluss immer komplett geöffnet werden muss, auch wenn man nur mal kurz das Smartphone herausziehen will. Das bedeutet jedes Mal: Drei Spannbänder lösen und danach wieder einrollen und schließen.

Satteltasche: Seat-Pack QR

Die Seat-Pack QR hat einen Schnellverschluss für das Sattelgestänge. Hat man den einmal mit Werkzeug eingestellt, muss die 13 Liter fassende Satteltasche nur noch eingehängt und mit einem breiten Klettgurt an der Sattelstütze fixiert werden. Eine feine Sache. Weil die Seat-Pack sehr flach ist, passt sie auch an kleine Fahrräder. Zieht man die Spannbänder fest, sitzt sie sicher und wackelt nicht.

Die drei Taschen von Ortlieb sind gut verarbeitet und wasserdicht. Sie sitzen fest und sicher am Rad und lassen sich dennoch schnell lösen und wieder anbringen. Der Rollverschluss der Rahmentasche hat mich genervt.

Weitere getestete Taschen und Sets

Cyclite

Cyclite setzt auf geringes Gewicht: Das komplette Set aus den drei Taschen bringt nur 700 Gramm auf die Waage. Dennoch fasst es mehr als 28 Liter. Alle drei Taschen werden direkt an den Lenker, den Rahmen und die Sattelstütze gebunden. Das Set kostet beim Hersteller 425 Euro.

Am Lenker

Die Rolltasche Roll Bag 01 wird mit dünnen Gurtbändern an den Lenker gebunden und mit zwei weiteren an der Gabel fixiert. Das macht die Montage aufwendig, sorgt aber auch bei Geländefahrten für einen festen Sitz. Wir hatten sie an einem Gravelbike in XS mit schmalem Lenker im Einsatz. Kein Problem, denn mit Spanngurten kann man die aufgerollten Enden der Tasche nach innen ziehen und so die Roll Bag 01 kompakt zusammenbinden.

Im Rahmen

Die Rahmentasche Frame Bag 01 bleibt mit ihrer steifen Bauweise auch ohne Gepäck in Form. Sie hat rechts einen Reißverschluss für den Zugang zum Hauptfach, links einen weiteren für ein flaches Smartphone-Fach. Befestigt wird sie mit drei Klettbändern am Oberrohr, ein weiteres stabilisiert am Unterrohr.

Am Sattel

Die Saddle Bag 01 wird mit Klettband an der Sattelstütze und mit dünnen Gurten etwas umständlich am Sattelgestänge befestigt. Das führte im Test frühmorgens vor einem Hotel zu mehrminütigen Montagearbeiten, die von gelegentlichen Flüchen begleitet wurden. Schön: Die Tasche lässt sich flach packen und passt auch an das kleine Fahrrad in XS, wenn auch nur knapp.

Fazit: Das Set ist wasserfest, leicht und passt an nahezu alle Fahrräder.

Restrap

Beim britischen Hersteller Restrap haben wir uns für ein Set mit insgesamt 27,5 Litern Kapazität entschieden. Da die Rahmen- und Satteltaschen in verschiedenen Größen und zudem größere Lenkertaschen erhältlich sind, lässt das System auch mehr oder weniger Fassungsvermögen zu. Die drei getesteten Taschen bringen zusammen fast 1300 Gramm auf die Waage. Beim Hersteller kostet ein solches Komplettpaket knapp 390 Euro.

Am Lenker

Mit zehn Litern Kapazität ist die Bar Pack von Restrap kleiner als die Lenkertaschen der Konkurrenz. So stört sie auch bei schmalen Rennradlenkern nicht beim Schalten. Der Nachteil: Die Tasche ist so hoch, dass ein am Lenker montiertes Akkulicht nicht darüber hinwegleuchten kann. Abgesehen davon hat sie mir gut gefallen. Sie lässt sich mit Schnellverschlüssen einfach anbringen und hat neben dem Hauptfach ein kleines Fach für Smartphone und Co. sowie eine Halterung für ein Bügelschloss. Das Öffnen und Schließen geht leicht von der Hand.

Am Rahmen

Das Testmodell Frame Bag in der Größe M fasst 3,5 Liter. Der Reißverschluss rechts öffnet das Hauptfach, der linke ein schmales Fach für ein Smartphone. Obwohl beide Reißverschlüsse abgedichtet sind, kommt bei Starkregen etwas Feuchtigkeit durch. Am Oberrohr lässt sich die Tasche unkompliziert mit Klettbändern befestigen, die nötige Spannung erhält die Tasche durch drei weitere Gurte am Unter- und Sitzrohr, die etwas umständlicher anzubringen sind.

Am Sattel

Da hat man es mit der Saddle Bag leichter. Sie besteht aus deinem Holster und einem Packsack, der sich nach dem Lösen einer magnetisch arretierten Schnalle herausziehen lässt. Hier fehlt lediglich ein Ventil, um den Sack vor dem Einsetzen besser komprimieren zu können. Das Holster sitzt schön stabil an der Sattelstütze. Über zwei Gurte kann man es nachspannen und auch im Wiegetritt baumelt die Saddle Bag kaum. Im Einsatz hatte ich das Modell mit 14 Litern Kapazität.

Fazit: Alle drei Restrap-Taschen machen einen soliden Eindruck. Die Rahmen- und die Lenkertasche eignen sich auch für Tagestouren. Alle drei sitzen sicher am Rad. Während der Fahrt habe ich die Taschen kaum bemerkt.

Topeak

Das Set-up von Topeak fasst insgesamt 28 Liter. Die Taschen für Lenker, Rahmen und Sattelstütze wiegen zusammen mit einem Stabilisator 1450 Gramm und kosten rund 245 Euro.

Am Lenker

Der Frontloader von Topeak hat zwölf Liter Fassungsvermögen und besteht aus einem Holster sowie einem Packsack mit Rollverschlüssen. Ebenso wie das Holster für die Satteltasche habe ich es einmal angebracht und die folgenden Tage am Rad gelassen. Den Packsack kann man abends am Hotel einfach abnehmen, muss dafür nur zwei Gurte lockern.

Im Rahmen

Der Midloader hat ein Fach, das von beiden Seiten mit Reißverschlüssen zugänglich ist. Die getestete Variante fasst sechs Liter, passt aber nur an große Rahmen. Zwei kürzere Modelle mit 4,5 und 3 Litern Kapazität sind ebenfalls erhältlich. Zwar kann der Midloader einfach mit Klettband am Oberrohr befestigt werden, aber das Abspannen an dem Unter- bzw. Sitzrohr erfolgt mit umständlich zu lösenden Gurten. Ich hatte nie Lust, ihn vor dem Hotel abzumontieren, habe ihn stattdessen für die Nacht ausgeräumt und am Fahrrad gelassen.

Am Sattel

Der Backloader X besteht aus Holster und Packsack. Auch hier ist der Sack mit einem Ventil versehen, was das Komprimieren erleichtert. Wie die Modelle der Konkurrenz wird der Backloader an der Sattelstütze und mit je einem Gurt am Sattelgestell befestigt. So richtig stabil sitzt er - voll beladen - nicht. Das gilt für das getestete Modell mit zehn Litern Volumen, aber die Variante mit 15 Litern dürfte noch anfälliger sein. Für Abhilfe sorgt der Wishbone, ein kleines Gestell, das von unten an das Sattelgestell geschraubt wird und mit Stangen links und rechts das Wackeln des Backloaders verhindert. Schöner Nebeneffekt des Wishbone: An den stabilisierenden Stangen können Trinkflaschenhalter angebracht werden.

Fazit: Vorn und hinten lassen sich Packtaschen schnell entnehmen oder ansetzen. Während der Fahrt sitzt der Backloader X nur mit dem Halter Wishbone richtig stabil. Für schmale Rennradlenker ist die breite Lenkertasche ungeeignet.

Capsuled

Von Capsuled kommt ein Set, dessen Taschen mit Sichtfenstern ausgerüstet sind. So erspart man sich gelegentlich das Herumkramen in den Taschen. Es gibt sie nur in einer Größe, die bei einem Gesamtgewicht von 930 Gramm ein Fassungsvermögen von insgesamt 24 Litern hat. Der vom Hersteller empfohlene Preis liegt knapp unter 400 Euro.

Am Lenker

Capsuled setzt für die Befestigung der Handlebar Bag auf ein Riemensystem mit je zwei übereinanderliegenden Gurten: Links und rechts wird zunächst ein Band mit Klettverschluss über den Lenker gezogen, danach stellen Gurte mit Schnalle den nötigen Druck her. Den Abstand zwischen Tasche und Lenker justiert man über die Anzahl der Abstandhalter aus Gummi. Ich musste am Gravelbike alle verwenden, um die bei moderater Beladung mindestens 44 Zentimeter breite Tasche so weit nach unten zu bekommen, dass ich weiterhin bequem schalten konnte.

Am Rahmen

Die Triangle Bag hat die Form eines fast gleichschenkeligen Dreiecks und wird im Rahmen am Ober- und Sitzrohr mit drei Klettbändern befestigt. Im Test passte sie sowohl an Gravelbikes als auch an ein Hardtail-Mountainbike. Raum für die Trinkflasche blieb in beiden Fällen. Unterschiedliche Winkel zwischen Sitz- und Oberrohr werden über eine Faltung in der Tasche ausgeglichen.

Am Sattel

Die Saddle Bag wird mit Klettbändern an der Sattelstütze und mit zwei Gurten am Sattelgestänge befestigt. Im Wiegetritt neigt sie etwas zum Wackeln. Rund 14 Liter nimmt sie maximal auf. Dabei ist sie vorn schmal und hoch. Das dient der Stabilität an der Sattelstütze, führt allerdings dazu, dass an kleinen Fahrrädern nicht ausreichend Raum zwischen Hinterrad und Tasche bleibt. Die Saddle Bag hat einen Rollverschluss, an dessen Enden sich zwei Schnallen zum Fixieren befinden. Im simulierten Dauerregen kam etwas Feuchtigkeit durch.

Fazit: Das Set hinterlässt einen gemischten Eindruck: Es ist leicht und hat mit dem Sichtfenster ein Alleinstellungsmerkmal. An kleine Rennräder und Gravelbikes passt es allerdings nicht.

Ortlieb Seat-Pack QR im Fokus

Mit wasserdichten Taschen "Made in Germany" ist Ortlieb seit Jahren eine feste Größe in der Bikepacking-Szene. Jetzt kommt eine neue, spannende Satteltasche aus Mittelfranken. Damit reiht sich das neue Seat-Pack QR in Sachen Abmessungen und Fassungsvermögen zwischen seinen beiden Geschwistern ein. Mit seinem Preis von 160 Euro ist es zehn Euro teurer als das Seat-Pack 16.5 L und 20 Euro teurer als die kleine 11-Liter-Version. Vor allem aber ist es mit seinen 620 Gramm deutlich schwerer.

Das wohl auffälligste Merkmal des Seat-Pack QR ist das namensgebende Befestigungssystem: QR steht für „Quick Release“, es handelt sich auf Deutsch gesagt also um einen Schnellverschluss. Dieser basiert auf einer stabilen Kunststoffplatte mit einem cleveren Verschlussmechanismus. Doch lohnt sich das zusätzliche Gewicht? Wir antworten hier mit einem ganz klaren „Ja!“, denn das neue Befestigungssystem ist genial.

Vorteile des Seat-Pack QR

  • Schnellverschluss: Lässt sich in Sekundenschnelle anbringen und abnehmen.
  • Kompatibilität: Per mitgeliefertem Adapter auch an absenkbaren Sattelstützen nutzbar.
  • Schutz: Schutzplatte verhindert Beschädigungen durch Reibung am Reifen.
  • Stabilität: Sitzt bombenfest am Heck des Gravelbikes, selbst im Wiegetritt.

Handhabung und Packvolumen

Je nach Sattelposition und Versatz der Sattelstütze muss das QR-System weiter hinten oder vorne justiert werden, wodurch sich die maximal zulässige Zuladung zwischen drei und fünf Kilogramm verändert. Dabei gilt: je weiter vorne, desto geringer die Zuladung. Beim Beladen selbst sind uns vor allem zwei Dinge aufgefallen: Erstens lässt sich das Ortlieb Seat-Pack QR auch dann ziemlich problemlos befüllen, wenn es schon am Gravelbike hängt. Und zweitens geht ordentlich was rein.

Fertig beladen, wird die Tasche ähnlich wie ein Dry-Bag hinten eingerollt und dann per Klickverschluss geschlossen. Anschließend wird das Seat-Pack QR per Gurtband hinten sowie vier Gurten an den Seiten komprimiert. Damit die Luft dabei aus der wasserdichten Tasche entweichen kann, setzt Ortlieb, wie bei den beiden anderen Seat-Packs, auch hier auf das praktische Entlüftungsventil.

Einsatz im Gelände

Das Ortlieb Seat-Pack QR sitzt bombenfest am Heck des Gravelbikes. Selbst im Wiegetritt oder in richtig technischen Passagen schaukelt sie überhaupt nicht zur Seite. Auf dem Sattel sitzend, nimmt man sie genau genommen eigentlich gar nicht wahr. Selbst unsere Mitfahrer:innen waren immer wieder beindruckt davon, wie stabil die Tasche am Rad hängt.

Wasserdichtigkeit

Genau wie ihre Geschwister, bewahrt die neue Bikepacking-Tasche ihren Inhalt nach dem IP-Schutzgrad 64 vor Staub und Regen.

Weitere Ortlieb Taschen im Test

Ortlieb Back-Roller Classic

Die Ortlieb Back-Roller Classic ist eine schlichte Fahrradtasche, die durch eine sehr gute Verarbeitung punkten kann. Sie bietet ein Haupt- und ein Innenfach und wird einfach und ohne den Einsatz vom Fahrradwerkzeug an das Fahrrad angepasst. Der Verschluss ist gut, die Gurte erfüllen alle ihren Zweck. Lediglich der Griff zum normalen Tragen könnte etwas dicker/kräftiger sein. Die Tasche ist einzeln als auch im Doppelpack gut für den täglichen Einsatz zum Einkaufen als auch für Fahrradtouren geeignet.

Für uns ist die Ortlieb Classic Back-Roller eine solide Tasche „Made in Germany“. Lediglich der Griff kostet ein paar Punkte bei unserer Bewertung.

Es gibt zum einen das Hauptfach und im Hauptfach noch ein Innenfach. Der Hersteller gibt bei einem Paar das Volumen mit 40 Litern an, demnach ist eine Tasche mit 20 Litern Volumen durchaus in der Lage den kleinen Einkauf zu laden.

Damit die Back-Roller vernünftig am Fahrrad befestigt werden kann, müssen die Halterungen (Quick-Lock2.1-Aufhängesystem) auf den Gepäckträger oder die Streben eingestellt werden. Dazu wird Werkzeuglos gearbeitet. Um die Tasche bei Neigungen am Fahrrad oder E-Bike zu halten, gibt es unten, an der Hinterseite noch einen verschiebbarer und drehbaren Arretierungshaken.

Ortlieb Bikepacking Taschen

Die Bikepacking-Taschen sind nämlich aus ganz robustem, wasserdichtem Material gefertigt und trotzdem relativ leicht. Als ich dann auch noch erfahren habe, dass die Taschen in Deutschland produziert werden, war mir klar: diese Taschen kommen mit auf den Bikepacking-Trip!

Jährlich werden laut ORTLIEBmehr als 18.000 Reparaturen durchgeführt. Dabei sind die Reparaturen, die von den Vertriebspartnern und Händlern durchgeführt werden, noch nicht einmal mitgezählt. Diese werden sogar von ORTLIEB in der Durchführung von Reparaturen geschult, sodass defekte Taschen nicht bis nach Deutschland geschickt werden müssen, sondern in der Nähe repariert werden können.

Satteltasche (Seat-Pack)

Die Satteltasche von ORLTLIEB bietet ein Packvolumen von 8 bis 16,5 Litern und eignet sich daher ideal für Kleidung, den Schlafsack und andere voluminöse Gegenstände. Schnallen, Haken, Riemen und Ösen; alles sieht gleichermaßen solide aus. Und jeder Gurt ist mit einer elastischen Schlaufe ausgestattet, um lose Enden zu sichern. Es wurde zudem ein cleveres kleines Ventil eingebaut, das es ermöglicht, nach dem Verschließen überschüssige Luft abzulassen.

Rahmentasche (Frame-Pack)

Mit einem von bis zu vier Litern eignet sich das Frame-Pack ideal für schwere und größere Gegenstände. Wie die anderen Taschen besteht auch die Rahmentasche aus einer Kombination von robustem Nylongewebe in den Bereichen, in denen Festigkeit erforderlich ist, und leichterem Ripstop-Nylon an den Seiten. Die Tasche hat einen langen wasserdichten Reißverschluss. Ein praktischer kleiner Klettstreifen im Inneren sorgt dafür, dass die Wände zusammengehalten werden und sich nicht unnötig ausbeulen oder an den Knien reiben.

Accessory-Pack

Diese kleine Tasche ist unglaublich praktisch für Dinge, die man immer schnell zur Hand haben möchte. Selbstverständlich ist auch das Accessory-Pack wasserdicht. Mit dem Schnallensystem lässt sich dieser kleine Alleskönner einfach auf der Lenkertasche oder bei mir auch mal am Zelt (das bei mir am Lenkrad hängt) befestigen. Außerdem kann die Tasche auch separat verwendet werden.

Fuel-Pack

Ich liebe diese Tasche, sowohl beim Bikepacking als bei Tagestouren. Der Grund dafür: sie ist super einfach zugänglich. Die Fuel-Pack ist wasserdicht (abgesehen vom Deckel selbst) und besteht aus dem für ORTLIEB-Bikepacking-Ausrüstung typischen Nylongewebe. Innen ist sie in zwei Fächer unterteilt: ein Hauptfach und ein schmales Fach an der linken Seite, das durch einen leichten Stoff vom Hauptfach getrennt ist. Das Besondere ist der magnetische Verschluss, der intuitiv und sehr fest schließt, wodurch eine einhändige Bedienung möglich ist.

Zusammenfassung der wichtigsten Eigenschaften

Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Eigenschaften der getesteten Taschen zusammenfasst:

Marke Modell Volumen (Liter) Gewicht (Gramm) Preis (Euro) Besondere Merkmale
Ortlieb Handlebar Flex Variabel Unbekannt Ca. 100 Klickfix-System, wasserdicht
Ortlieb Framepack RC 4 Unbekannt Ca. 80 Rollverschluss, wasserdicht
Ortlieb Seat-Pack QR 13 620 160 Schnellverschluss, wasserdicht
Cyclite Gesamtset 28+ 700 425 Leichtgewicht, wasserfest
Restrap Gesamtset 27.5 1300 390 Robust, vielseitig
Topeak Gesamtset 28 1450 245 Preiswert, stabilisator
Capsuled Gesamtset 24 930 400 Sichtfenster, leicht
Ortlieb Back-Roller Classic (Paar) 40 (20 pro Tasche) Unbekannt 110-120 Wasserdicht, robust, Made in Germany

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