Der Markt für Bikepacking-Taschen wächst kontinuierlich. Dabei zeigt sich: Nicht nur die Klassiker überzeugen, auch neue Anbieter bringen frische, innovative Ideen ein. Die von den Herstellern angebotenen Lösungen sind so vielfältig, dass wir uns bei der Testprodukt-Auswahl vorab auf einige wenige Punkte fokussiert haben.
Die Vielfalt der Bikepacking-Taschen
Der Reiz des Bikepackings liegt in seiner Einfachheit: kein sperriger Gepäckträger, keine komplizierten Montagehilfen. Stattdessen werden die Taschen direkt am Fahrradrahmen und am Lenker befestigt, was sie ideal für den Einsatz am Rennrad oder besonders am Gravelbike macht. Dieses schlanke Setup ermöglicht es, leicht und effizient unterwegs zu sein, ohne auf wichtige Ausrüstung wie Kleidung, Proviant oder eine Campingausstattung verzichten zu müssen.
Lenkertaschen
Lenkertaschen werden zwischen den Lenkerenden befestigt, entweder vor oder unter dem Oberlenker. Die Modellvielfalt ist - wie im gesamten Bikepacking-Taschen-Bereich - inzwischen enorm: Es gibt kleinere und eher flache Taschen mit einem Zugang von oben, etwa für Snacks, eine Windweste, das Smartphone et cetera. Auch Tonnenformen wie beim Molekühl-Modell Harry sind beliebt. Andere Taschen ähneln einer Art dickem Schlauch, der beidseitig zu öffnen ist. An vielen Modellen lässt sich auch problemlos ein Zelt, eine Isomatte oder ein Schlafsack befestigen. Die Aero Bag von Cyclite ist speziell für Aero-Auflieger konzipiert. Sie punktete im Test mit ihrem großen Volumen und der umlaufenden Öffnung oben.
Rahmentaschen
Alle Rahmentaschen in diesem Testfeld werden an der Unterseite des Oberrohrs angebracht. Häufig bieten die Hersteller Schablonen an, um zu überprüfen, ob die Tasche in das Rahmendreieck des eigenen Rades passt. Achten sollte man auf genügend Abstand zu den Trinkflaschen am Rahmen. Rahmentaschen sind innen oft zweigeteilt, mit einem großen Haupt- und einem flacheren Nebenfach. Praktisch sind Schlauch- beziehungsweise Kabelöffnungen für eine Trinkblase, Kopfhörer oder eine Powerbank.
Canyon kooperiert bei seiner Load-Serie mit dem Magnet-Spezialisten Fidlock: Die Taschen, angepasst an die Rahmengröße, werden mittels speziellen Magnethaltern am Rahmen fixiert.
Satteltaschen
Bei den Satteltaschen ist die Größenauswahl enorm. Die meisten Hersteller geben in den Informationen ein Minimalmaß an, das benötigt wird, damit die Taschen nicht den Reifen berühren. Die Taschen lassen sich in der Regel auch an Dropper Seatposts befestigen.
Befestigung und Sicherheit
Die Befestigung: Die meisten Testmodelle werden mittels Klett- und Zurrgurten befestigt. Vor der Montage gilt es aber auch den Rahmenschutz zu beachten. Hersteller wie Evoc liefern spezielle Rahmenschutz-Sticker gleich mit. Andere Optionen sind gummierte Kletts oder Schaumstoff-Bumper wie bei Ortlieb. Riemen und Gurte sollten variabel angebracht werden können, wie beim Framepak von Camelbak. Manche Taschen und Packsäcke verfügen über ein Luftventil, wodurch diese Modelle stärker komprimierbar sind und zu 100 Prozent luft- und wasserdicht verschlossen werden können.
Auch das Thema Sicherheit beziehungsweise Sichtbarkeit ist eines unserer Testfaktoren. Fast alle Taschen bieten mehr oder weniger große Reflektor-Elemente - das Handlebar Pack von Camelbak besteht aus einem komplett reflektierenden Material. Befestigungsmöglichkeiten für Lampen befinden sich dagegen nicht an jeder Tasche.
Regenschutz und Gewicht
Der Faktor Regenschutz: Die meisten getesteten Modelle sind wasserabweisend und halten einem Regenschauer zuverlässig stand. „Wasserdicht“ bedeutet in den meisten Fällen, dass das Innere auch bei lang andauerndem heftigem Regen und Spritzwasser von unten trocken bleibt. Es heißt aber nicht, dass das Interieur auch einen Tauchgang unbeschadet übersteht. Das liegt zum einen daran, dass die Rollverschlüsse nicht komplett wasserdicht sind. Auch bei offiziell wasserdichten Reißverschlüssen ist das so. Zum anderen muss auch das Material beziehungsweise müssen die Stoffbahnen wasserdicht zusammengesetzt sein.
Beim Verhältnis von Gewicht zu Volumen unterscheiden sich die getesteten Modelle nur geringfügig. Taschen mit robusteren Stoffen wie bei Evoc oder mit speziellen Features wie dem Seat-Lock-System von Ortlieb sind etwas schwerer. Leichter und auf den Renneinsatz ausgerichtet sind die Modelle von Cyclite und Canyon.
Vor dem Kauf beachten
Dieser Vergleichstest deckt nur einen Teil des mittlerweile breiten Marktes für Bikepacking-Taschen ab. Wie oft im Jahr bin ich unterwegs und wie weit? Wie lange bin ich unterwegs? Was packe ich wohin? Den Schlafsack nach vorne oder hinten? Das Zeltgestänge ins Rahmendreieck? Das sollte man vor dem Kauf wissen.
Welche Taschen passen an mein Rad? Das ist oftmals eine Frage für kleinere Fahrer mit eher kleinen Rahmen. Da kann eine Oberrohrtasche durchaus zu wuchtig sein oder den Zugang zu den Trinkflaschen versperren.
Satteltaschen: Eine detaillierte Betrachtung
Unsere unabhängige Redaktion hat für Sie die besten Satteltaschen zusammengestellt. Die Bestenliste berücksichtigt nur aktuelle Produkte. Testergebnisse und Kundenmeinungen bieten Ihnen einen objektiven Überblick über die Produktqualität. Wir arbeiten unabhängig und neutral. Satteltaschen haben zwei Vorteile. Einerseits sind sie leicht, handlich und für jedermann einfach zu befestigen. Und andererseits schonen sie das Budget. Günstige Exemplare gibt es bereits ab zehn EUR.
Vor- und Nachteile von Satteltaschen
In der Regel bietet eine Satteltasche nur wenig Platz. Üblich ist ein Stauraum von knapp einem Liter, das reicht für einen Ersatzschlauch, etwas Werkzeug und einen Energieriegel. Im Gegenzug punktet das handliche Design und die Taschen sind meist so leicht, das sie - etwa in Kurven oder auf hügeliger Strecke - nicht das Fahrverhalten beeinträchtigen. Man bemerkt im Grunde gar nicht, dass überhaupt etwas montiert ist.
Natürlich gilt das nicht für alle Modelle. Vereinzelt finden sich Taschen mit bis zu sechs Litern Stauraum - genügend Platz, um neben den üblichen Tourtools noch Ersatzkleidung einzupacken. Äußerlich erreichen entsprechende Taschen eine Länge von 30 bis 40 Zentimetern, das Gewicht liegt ohne Inhalt meist bei 400 oder 500 Gramm. Heißt: Selbst wenn die Tasche nicht komplett gefüllt ist, verändert sich das Bike-Handling deutlich.
Befestigung und Ausstattung
Befestigt werden die handlichen Modelle meist per Klicksystem, die großen Exemplare hängt man für gewöhnlich in einen Metall- oder Aluminiumrahmen ein. Dabei ist ein Höchstmaß an Stabilität und Robustheit unverzichtbar. Andernfalls berührt die Tasche im Worst Case den Hinterreifen - was etwa bei hohem Speed zu Stürzen führen kann. Sowohl die kleinen als auch die großen Exemplare sollten weiterhin aus wasserfesten Materialien bestehen und über Reflektoren verfügen. Die Ausstattung beinhaltet indes nur bei Letzterne einige Extras.
Kriterien für eine gute Fahrradtasche
Die Stiftung Warentest formuliert eine simple Formel: Eine gute Fahrradtasche kann Regen ab, trumpft mit leichter Handhabung und bringt ein gutes Maß an Sicherheit mit. Tipp: Grelle Farben müssen nicht sein, wenn die Tasche mit Reflektoren bespickt ist.
Gepäckträgertaschen im Test
Hinterradtaschen, Gepäckträgertaschen, Packtaschen - es kursieren auch bei den Herstellern verschiedene Begriffe für die Fahrradtaschen, die sich (meist als Paar eingesetzt) beidseitig am Gepäckträger befestigen lassen. Getestet haben wir neun Taschen, von denen acht einen Rollverschluss haben: Sie werden durch mehrmaliges Einrollen des oberen Randes und anschließender Fixierung mit einer oder mehreren Schnallen geschlossen. So ein Rollverschluss ist zwar im Handling etwas komplizierter als ein einfacher Deckel, dafür schützt er in der Regel besser gegen Spritzwasser, das während der Fahrt im Regen gern von allen Seiten kommt. Auch sorgt er für eine gewisse Flexibilität: Bei einer nur halb gefüllten Tasche wickelt man einfach ein oder zwei Runden mehr, bei Überbeladung eine Runde weniger als üblich.
Die Taschen in unserem Test haben Volumina zwischen 18 und 26 Litern und tragen etwa 9 bis 12,5 Kilogramm. Bei zwei Modellen reichen die rund 40 Liter und etwa 20 Kilogramm für kurze Reisen genauso aus wie für große Einkäufe. Einige unserer Testtaschen gibt es auch in kleinen Versionen für Frontgepäckträger, sodass man mit insgesamt vier Taschen unterwegs sein kann. Auch lassen sich einige Hinterradtaschen mit einer zusätzlichen, oben aufliegenden Einzeltasche kombinieren, um das Volumen zu vergrößern.
Befestigungssysteme
Alle getesteten Taschen werden an einer Strebe eines Gepäckträgers mit zwei Klemmen befestigt. Unten verhindert ein kleiner Arm, dass sie in Kurven vom Gepäckträger weg schwenken. Alle Taschen im Test eignen sich für Standardgepäckträger. Probleme kann es mit unterschiedlich dicken Gepäckträgerstreben geben. Adapter für verschiedene Strebenstärken liegen einigen Modellen bei. Ortliebs neues System von 2025 lässt sich ohne Adapter an unterschiedliche Durchmesser anpassen.
Durch Verschieben der Klemmen respektive des stabilisierenden Arms können die Taschen so an die meisten Gepäckträger angepasst werden, dass sie während der Fahrt nicht nach vorn oder hinten wandern. Wichtig ist dabei, dass sie so weit hinten positioniert werden, dass man sie beim Fahren nicht mit der Ferse berührt. Einige der getesteten Modelle verfügen innen oder außen über kleine Fächer. Will man den Inhalt sortieren oder besser schützen, kann man Inlays kaufen. Ortlieb und Vaude bieten so etwas passend für einige ihre Taschen an. Sie eignen sich je nach Modell eher für die Radreise oder für das Büropendeln. Die Back Roller von Ortlieb sind für Radreisende immer noch das Maß der Dinge. Sie liegen bei der Verarbeitung und der Materialqualität vorn. Mit dem neuen Schloss hat Ortlieb auch bei der Halterung zu Vaude aufgeschlossen. Wobei Vaudes Aqua Backs mit ihrer robusten Verarbeitung eine echte Alternative zu Ortliebs Back Rollern sind. Andere Taschen mögen Vorteile beim Design oder der Ausstattung haben. So ist ein Inlay für den Notebooktransport bei Ortlieb nur gegen Aufpreis zu bekommen, bei einigen anderen einfach dabei.
Einzelne Modelle im Fokus
Die Shield von Thule ist eine klassische Gepäckträgertasche mit Rollverschluss. Das Besondere: Es gibt sie in vier Größen mit Volumina von 13, 17, 22 und 25 Litern. Wir haben das größte Modell getestet, das etwa ein Kilo wiegt. Es enthält, wie die kleineren Modelle, Täschchen für Papiere und Kleinkram. Ein Notebook passt hinein, aber gepolstert ist das Fach nicht, und entnehmen lässt es sich auch nicht.
Thule setzt bei dem Befestigungssystem auf eine Eigenentwicklung. Die verstellbaren Haken greifen in den Gepäckträger und müssen von Hand verriegelt werden. Mir erschließt sich nicht, warum keine Federn verbaut sind, um die Taschen einfacher und sicherer zu befestigen. Bei einer Testfahrt über Schlaglöcher ist mir eine Tasche abgefallen, weil ich sie nicht ordentlich verriegelt hatte.
Der Rollverschluss wird auf beiden Seiten der Tasche mit je einer Steckverbindung geschlossen. Das ist einfacher als etwa bei den Aquabacks von Vaude und sorgt für einen ordentlichen und windschnittigen Look, lässt aber keinen Spielraum: Man muss den Rollverschluss immer exakt zweimal umschlagen, sonst kann man ihn nicht schließen. Die Shield ist also - unabhängig vom tatsächlichen Füllstand - immer gleich groß.
Die Thule-Taschen sind vorn und hinten mit reflektierenden Elementen bestückt und verfügen über Schlaufen für Steckrücklichter. Einen Schultergurt liefert Thule ebenfalls mit, weist aber darauf hin, dass er während der Fahrt abgenommen werden sollte. Besser ist das, aber bei kurzen Fahrten habe ich die Gurte auch mal flattern lassen.
Die Infinity Urban Sidebag von SKS ist eine Pendlertasche. Sie besteht außen aus einer Mischung aus glattem Kunststoff und Mesh-Gewebe. Anders als bei den meisten Konkurrenzmodellen ist die Innenseite zum größten Teil mit einem Futter aus glattem Stoff versehen. Der Vorteil: Gegenstände gleiten leichter an den Wänden der Taschen entlang und lassen sich ohne Widerstand herausziehen. Innen auf der Rückseite gibt es ein dick gepolstertes Laptopfach. Entfernen kann man es nicht.
Geschlossen wird die Infiniy Urban Sidebag zweistufig: Erst wird oben der Reißverschluss geschlossen, dann wird der obere Bereich aufgerollt und mit einer magnetisch einrastenden Schnalle geschlossen. Eigentlich nicht schlecht, aber das Kunststoffmaterial ist so glatt, dass sich die eingerollten Bereiche von allein wieder aufrollen. Ich musste den Gurt im Test daher gelegentlich nachziehen.
Die Pannier Pack von Aevor wendet sich mit ihrem Design an ein sportliches Publikum. Sie besteht aus einem dünnen Mesh-Gewebe, das auf der Innenseite geglättet ist. Ein gepolstertes Notebook-Fach mit zwei kleineren Täschchen für Zubehör ist nicht entnehmbar.
Die Tasche mit einem Fassungsvermögen von 21 Litern wird zum Schließen oben eingerollt, mit einer Lasche fixiert und die beiden Enden der Rolle mit einer Schnalle zusammengesteckt. Dann ist sie sicher verschlossen und macht am Rad eine gute Figur, finde ich.
Die Back Roller sind der Packtaschen-Klassiker schlechthin: Ortlieb gilt als Erfinder des Fahrradtaschen-Rollverschlusses und brachte die Back Roller erstmals vor rund 35 Jahren auf den Markt. Wir haben die Free-Version getestet, die PVC-frei, aber ebenso haltbar und wasserdicht wie das Original sein soll. Sie wird wie alle Ortlieb-Taschen in Deutschland gefertigt.
Die Halterung für die Taschen hat Ortlieb regelmäßig überarbeitet, das aktuelle System für Standardgepäckträger heißt Quick Lock 2.2. Es schnappt zu, wenn man die Tasche einsetzt und löst sich, sobald man an einem kleinen Trageband zieht. Anders als früher ist es (mit etwas Mühe) ohne Werkzeug an den eigenen Gepäckträger anpassbar. Die aktuelle 2.2-Version lässt sich an verschiedene Rohrdurchmesser anpassen.
Neu und optional erhältlich ist das Schloss QL2 Lock, mit dem man die Taschen an den Gepäckträger anschließen kann. Es wird neben den Haken auf die entsprechende Leiste an den Taschen geschoben.
Für wen eignet sich die Tasche? Menschen, die ein langlebiges, unkompliziertes Produkt ohne »Schnickschnack« wollen.
Das »Plus« im Namen verweist auf die zusätzlich aufgenähte Tasche mit Rollverschluss. Sie bringt zwar nur rund einen Liter Gepäckvolumen (insgesamt sind es 25,5 Liter), ist aber wegen des Schnellzugriffs praktisch: Ohne Suchen findet man Werkzeug, Handschuhe oder was auch immer man dort unterbringen möchte.
Optisch erinnert die Aqua Back Plus an das Set von Ortlieb. Allerdings ist das Material steifer, weshalb es sich nicht ganz so geschmeidig aufrollen lässt. Auch die Vaude-Tasche ist PVC-frei und wird in Deutschland produziert. Vaude gibt darüber hinaus an, dass die Produktion klimaneutral sei.
Die Pannier Drybag ist dünn und mit 786 Gramm sehr leicht. Sie ist ausschließlich in Anthrazit/Schwarz und den Größen 15 (vorn) und 20 Liter (hinten) lieferbar. Topeak hat ein eigenes Befestigungssystem entwickelt, das einfach zu handhaben ist (reingreifen, hochheben, löst sich), aber nicht so flexibel wie die Systeme der Konkurrenz.
Sam heißt die 19-Liter-Tasche von Feuerwear, einem Kölner Anbieter, der ausgediente Feuerwehrschläuche zu allen möglichen Taschen und Accessoires umarbeitet. Robust und einzigartig, denn jedes Stück Schlauch gibt es mit den jeweiligen Aufdrucken so nur einmal. Allerdings ist nur die Front von Sam aus dem kräftigen Schlauchgewebe, der Rest der Tasche ist ein ebenfalls stabiles, aber neuwertiges schwarzes Gewebe.
Fahrradtaschen für unterschiedliche Anforderungen
Nicht jeder, der eine Tasche für sein Fahrrad sucht, möchte damit zum Einkaufen fahren. So ergeben sich unterschiedliche Bedürfnisse über die unterschiedlichen Einsatzgebiete. Wer täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt und dabei z.B. Akten und Dokumente transportiert, der legt Wert darauf, dass diese Dinge nicht knicken. Die Fahrradtasche sollte also starr und hart sein. Gleichzeitig sollte die Fahrradtasche wasserdicht, sich auch regendicht schließen lassen und auch von außen kein Wasser durchlassen. Im Idealfall hat die Fahrradtasche noch ein paar Fächer, in denen man unterschiedliche Dinge verstauen kann. Oftmals befindet sich hier auch ein Fach als Laptoptasche.
Diese Fahrradtaschen sind meist aus Textil oder Stoff, aber nicht immer zu 100% wasserdicht. Wer in der Tasche lediglich etwas Essen und Getränke transportiert, der kann auch auf eine flexible Fahrradtasche aus LKW-Plane zurückgreifen. Zum Einkaufen bietet es sich an, wenn die Taschen einen Schultergurt oder einen vernünftigen Tragegurt haben. Den Fahrradurlaub macht man im Idealfall auch mit wasserdichten, leichten und kompakten Fahrradtaschen.
Fahrradtaschen Test: Ergebnisse
Hier ist eine Übersicht von Fahrradtaschen Testergebnissen:
| Tasche | Typ | Ergebnis | Preis € | Anbieter |
|---|---|---|---|---|
| Vaude Aqua Back Plus | Hinterradtasche | sehr gut | 134,04 € - 190,00 € | Amazon |
| Valkental 3in1 Choice of the Month | Hinterradtasche | gut | 55,92 € - 89,99 € | Amazon |
| Vaude Aqua pro Back | Hinterradtasche | sehr gut | 59,99 € - 80,00 € | Amazon |
| Ortlieb Back-Roller | Hinterradtasche | Top Qualität, sehr gut | 143,72 € | Amazon |
| Ortlieb Classic | Hinterradtasche | Top Qualität, sehr gut | 124,99 € | BOC24 |
Ortlieb Fahrradtaschen oder Vaude Fahrradtaschen gehören mit zu den bekanntesten Produkten, die eine hochwertige Qualität aufweisen und auch bei uns im Test einen guten Eindruck gemacht haben.
Befestigung der Fahrradtaschen am Fahrrad
Die meisten Fahrradtaschen werden mit einem Klippsystem am Fahrrad befestigt. Diese Klipps kann man entweder am Fahrradgepäckträger aufhängen oder an extra dafür vorgesehene horizontale Streben. Damit sich die Taschen in Kurven nicht vom Fahrrad abwenden, können gute Gepäckträgertaschen noch mit einer Klemme an den Gepäckträgerstreben befestigt werden. So entsteht eine Drei-Punkt-Befestigung. Alternativ gibt es dazu noch Klettverschlüsse. Diese findet man jedoch meist nur bei Fahrrad Rahmentaschen oder Lenkertaschen. Alle haben den Vorteil, dass man sie schnell lösen und vom Fahrrad abnehmen kann.
Wichtig: Wer eine Tasche am Fahrrad befestigt, sollte darauf achten, dass diese möglichst eng am Fahrrad liegt und die Tasche innerhalb der Halterungen kaum bis keinen Spielraum aufweist. Fährt man über unebene Wege, sollte die Tasche möglichst wenig „hüpfen“. Schwere Ladung hüpft ebenfalls und kann die Last auf die Nähte und Befestigungen der Halterungen aufsummieren und erhöhen. Generell sollte die Ladung möglichst fix in der Tasche sein. Dies gilt auch bei einer Gepäckträgertasche.
Fahrradtaschen für hinten / Fahrradtaschen für Gepäckträger
Die hinteren Fahrradtaschen (Fahrradtaschen für Gepäckträger) haben in den meisten Fällen keine großen Auswirkungen auf den Schwerpunkt vom Fahrrad. Je nach Zuladungsgewicht und Fassungsvermögen (Volumen) kann das Fahrrad zwar im Stand kippen, beim Fahren selbst macht sich dies aber kaum bemerkbar. Gerade wenn man zwei Fahrradtaschen nutzt und sich das Gewicht durch eine optimale Verteilung ausgleicht stellt dies kein Problem dar.
Die Taschen werden, wie oben bereits geschrieben, oft an dafür vorgesehene horizontalen Streben befestigt. Aufgrund ihrer Position wird diese Taschenart auch Gepäckträgertasche genannt.
Die Gepäckträgertasche sollte fest sitzen
Beim Installieren der Fahrradtaschen sollte man vor allem darauf achten, dass diese nicht zu weit nach vorne rutschen und zu dicht an die Fahrradpedalen kommen. Beim Treten der Pedalen sollte man nicht mit dem Fuß an die Fahrradtasche für den Gepäckträger stoßen.
Fahrradtaschen für vorne
Die wenigsten Fahrräder haben standardmäßig Halterungen für vordere Fahrradtaschen installiert. Damit man die Fahrradtaschen an der Vorderachse befestigen kann, benötigt man eine besondere Halterung, einen sogenannten Lowrider; dieser wird entweder mit an der Achsschraube oder an der Fahrradgabel befestigt.
Belädt man die vorderen Taschen zu stark, kann sich dies merkbar auf das Fahrverhalten auswirken. In Kurven auf sandigem Untergrund kann das Vorderrad leicht wegrutschen. Auch kann sich, je nach Zuladung, das Lenkverhalten ändern, jedoch ist dies eher zu vernachlässigen.
Fahrradtaschen für den Rahmen
Es gibt Fahrradtaschen, die befestigt man im Rahmen. Diese Taschen sind vom Fassungsvermögen her eher klein gehalten und bieten Platz für ein Schloss, eine Luftpumpe oder ein wenig Fahrradwerkzeug; größere Sachen kann man damit nicht transportieren.
Man unterscheidet hierbei solche Fahrrad Rahmentaschen, die sich innerhalb des Fahrradrahmens befinden und die, die man auf der Querstrebe, der obersten Stange, verankert. Befestigt werden diese Taschen meist mit einem starken Klettverschluss.
Fahrrad Satteltaschen
Den Abschluss bilden die Fahrrad Satteltaschen, diese werden hinten, unter dem dem Sattel befestigt. Diese Helfer gibt es in verschiedenen Größen um z.B. nur das Fahrrad Flickzeug mitzuführen oder die ganze Regenkleidung (Fahrrad Regenjacke und Fahrrad Regenhose) inklusive Trinkflasche.
Fahrradtaschen für den Lenker
Die Lenkertaschen sieht man immer wieder bei Fahrradurlaubern, die in ihnen die Fahrradkarte der jeweiligen Region platzieren. Befestigt wird die Lenkertasche häufig per Klettverschluss.
Vom Fassungsvermögen ist es eine eher kleine Tasche, in der man problemlos mal eine Getränkeflasche transportieren kann und auch das Handy und der Fotoapparat einen Platz finden, damit ist das Volumen doch oftmals schon ausgereizt. Den Deckel bildet meistens eine durchsichtige Folie, hinter der man - vor Regenwasser geschützt - Straßenpläne und Fahrradkarten verstauen kann.
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