Motorrad Scheinwerfer Arten: Ein umfassender Überblick

Im Straßenverkehr ist es besonders wichtig, von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden. Um das zu vermeiden, solltest du dein Motorrad mit einer ausreichenden Beleuchtung ausstatten. Allerdings kann es, gerade bei schlechten Wetterverhältnissen, schnell passieren, dass du von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen wirst. Sinnvoll ist es, einen hellen Scheinwerfer und eventuell Zusatzscheinwerfer sowie Nebelscheinwerfer zu befestigen, um auch bei Nebel oder im Dunkeln wahrgenommen zu werden. Wir empfehlen dir ebenfalls, Kleidung mit Reflektoren anzuziehen oder zusätzliche Reflektoren an deinem Motorrad zu befestigen.

Aufgrund ihrer Funktion bestehen Motorrad Scheinwerfer aus drei Arten von Bauteilen. Neben den Bauteilen, die das Licht erzeugen und verteilen, ist ein wichtiger Teil das Lampengehäuse, das den Innenraum vor Beschädigungen schützt. Dabei ist die Scheinwerferabdeckung von besonderer Bedeutung. An der Vorderseite der Lampe positioniert, muss der Lampenschirm den Scheinwerfer während der Fahrt vor Schmutz, Regen und sogar vor dem Aufprall von Gegenständen schützen, aber dennoch einen ausreichenden Lichtstrom und eine gute Ausleuchtung der Straße vor dem Motorrad ermöglichen.

Scheinwerferblenden

Scheinwerferblenden sind die vorderen, transparenten Schutzelemente von Scheinwerfern. Die raumabschließende Scheinwerferblende schützt die Glühbirne und das Innere der Lampe vor Schmutz, Witterung und mechanischen Beschädigungen während der Fahrt. Ein angemessener Lichtfluss hängt nicht nur von der Durchlässigkeit des Lampenschirms ab, sondern auch von seiner Form, einschließlich der Konvexität. Unzureichende Parameter leuchten den Raum vor dem Motorrad nicht effektiv aus oder lenken das Licht nicht ausreichend auf die Bedürfnisse des Fahrers.

Bei älteren Einradtypen hat die Form des Lampenschirms einen noch größeren Einfluss auf die Leistung der Lampe. Im Gegensatz zu modernen, flachen Lampenschirmen hat der vordere Lampenschirm der WSK 125 eine Reihe von Vertiefungen im inneren Teil. Eine beschädigte Scheinwerferabdeckung hat aufgrund ihrer Funktion eine Reihe von negativen Auswirkungen auf das Fahrzeug und seine Insassen. Schon ein kleiner Riss im Diffusor kann unter dem Einfluss von Vibrationen und Stößen während der Fahrt dazu führen, dass die Lampe undicht wird und Schmutz oder Feuchtigkeit eindringt.

Noch größere Folgen haben beschädigte Scheinwerferblenden bei älteren Motorrädern. Hier beeinträchtigt schon die falsche Montage des Lampenschirms die Ausleuchtung der Straße und den Schutz vor Blendung anderer Verkehrsteilnehmer. Neben der Gefahr beim Fahren drohen bei beschädigten Scheinwerfern auch rechtliche Konsequenzen bei der Überprüfung des Motorrads.

Gesetzliche Vorgaben für Motorradbeleuchtung

In Deutschland gibt es einige Vorgaben, die du beim Einbau von neuer Motorrad Beleuchtung beachten solltest. Bei einem Motorrad Scheinwerfer sind zum Beispiel nur Leuchtmittel mit weißem Licht erlaubt. Im Gegensatz dazu muss es sich beim Rücklicht um rote Beleuchtung handeln. Gelbes Licht hingegen darf nur an den Seiten (also beim Blinker zum Beispiel) verbaut werden.

Beachte auch, dass nur Beleuchtung montiert werden darf, die entweder gesetzlich vorgeschrieben oder gesetzlich zusätzlich erlaubt ist. In der EU ist die sogenannte E-Zertifizierung, auch E-Prüfzeichen genannt, für Beleuchtung gesetzlich vorgeschrieben. Achte also beim Kauf eines neuen Scheinwerfers, der neuen Motorrad Blinker oder eines Zusatzscheinwerfers, darauf das eine E-Zertifizierung vorliegt. Ansonsten ist die Beleuchtung nicht für den Straßenverkehr zulässig. In unserem Online Shop findest du natürlich einige Scheinwerfer und Motorrad Zusatzscheinwerfer mit einer E-Zulassung.

Arten von Motorradscheinwerfern

Bei der Beleuchtung an Motorrad gibt es zwei gängige Varianten - Halogen und LED Scheinwerfer.

Halogen Scheinwerfer

Halogen ist eine eher ältere Technik, die aber viele Motorradhersteller noch verwenden. Im Grunde genommen ist ein Halogen Scheinwerfer vereinfacht gesagt die Weiterentwicklung einer herkömmlichen Glühbirne. Dabei punktet diese Technik vor allem mit ihrem günstigen Preis und wird genau deshalb von vielen Herstellern als Standardausstattung verwendet. Die einfache Installation ist ein weiterer Pluspunkt eines Halogen Scheinwerfers.

LED Scheinwerfer

LED Beleuchtung wird immer beliebter und auch einige Hersteller verbauen mittlerweile serienmäßig LED Scheinwerfer an den neuen Motorrad Modellen. Die LED Technik ist zwar etwas teurer als die herkömmlichen Halogenlampen, hat aber entscheidende Vorteile. Zwei der wohl wichtigsten Vorteile sind die lange Lebensdauer und die starke Leuchtkraft von Motorrad LED Scheinwerfern. Außerdem sind sie deutlich platzsparender, haben einen geringen Energieverbrauch und sind robuster als die Halogen-Variante.

Einbau eines neuen Motorradscheinwerfers

Der Einbau eines neuen Motorrad Scheinwerfers ist in der Regel relativ einfach. Mit nur wenigen Handgriffen kannst du bereits deinen neuen Motorrad LED Scheinwerfer einbauen. Falls du zum ersten Mal einen Scheinwerfer wechselst, empfehlen wir dir ein Foto von den Kabeln zu machen, um diese später richtig anzubringen. Wichtig ist es auch, dass du die vorhandenen Kabel nicht durchschneidest.

Bei der Auswahl der Beleuchtung am Motorrad kannst du dich grundsätzlich austoben. Achte dabei auf die gesetzlichen Vorgaben, wie zum Beispiel die Pflicht für Motorrad Blinker. Für maximale Sicherheit an deinem Motorrad, empfehlen wir dir ausreichend LED Beleuchtung an deinem Motorrad anzubringen. Die große Auswahl an Licht Sets, die speziell für dein Fahrzeug Modell hergestellt sind, ermöglichen es dir das Passende für dich und dein Bike zu finden. Um nur Produkte angezeigt zu bekommen, die für dein Motorrad geeignet sind, kannst du ganz einfach unseren Bike-Finder verwenden. Einfach Marke, Modell und Baujahr angeben und schon zeigt dir unser Shop nur noch Produkte für dein Motorrad an.

Motorrad Scheinwerfer Größen

Die Größen von Motorrad Scheinwerfer werden in der Regel in Zoll angegeben und auch dort gibt fast keine Grenzen. Wir führen vorrangig Scheinwerfer in 4" - 4 1/2" - 5 3/4" und 7", da dies aus Erfahrung die gängigsten Größen bei Motorrädern sind. Aber natürlich muss man nicht die Originalgröße nehmen, sondern kann auch einen kleineren oder größeren Scheinwerfer am Motorrad verbauen soweit die Voraussetzungen am Motorrad selbst es zulassen. Wenn der Scheinwerfer nicht mehr an die originale Halterung passt, gibt es natürlich als Zubehör die entsprechenden Scheinwerferhalter.

Scheinwerfer Zulassung

Doch auch wie bei Blinker und Rückleuchten gilt für Motorrad Scheinwerfer die Pflicht, dass diese über eine gültige E-Zulassung verfügen. Bei der Scheinwerfer E-Zulassung gibt es jedoch auch nochmals Besonderheiten. Diese müssen nicht nur eine E-Zulassung besitzen, sondern auch für den entsprechenden Einsatzzweck am Motorrad über die passende Kennzeichung verfügen.

Hier ein Auszug der Scheinwerfer Kennzeichung:

  • A - Begrenzungslicht
  • B - Nebellicht
  • C - Abblendlicht
  • R - Fernlicht
  • CR - Fern- und Abblendlicht
  • C/R - Fern- oder Abblendlicht
  • HC - Halogen Abblendlicht
  • HR - Halogen Fernlicht
  • HCR - Halogen Fern- und Abblendlicht
  • HC/R - Halogen Fern- oder Abblendlicht
  • DC - Xenon Abblendlicht
  • DR - Xenon Fernlicht
  • DC/R - Bi-Xenon
  • MB - Fern- und Abblendlicht für Motorräder

Daher bitte vor jedem Motorrad Scheinwerfer Umbau auch genau prüfen, für welchen Zweck man(n) den Scheinwerfer möchte und ob er dann über die entsprechende E-Zulassung verfügt.

Motorrad Scheinwerfer Kabelbelegung

Achtung! Dies gilt vor allem für unsere Scheinwerfer und kann von anderen Herstellern auch deutlich abweichen.

  • Schwarz = - Standlicht
  • Braun = + Standlicht
  • Weiß = + Abblendlicht
  • Grün = - Fernlicht/Ablendlicht
  • Blau = + für Fernlicht

Weitere Aspekte der Fahrzeugbeleuchtung

Die Beleuchtung am Auto spielt eine entscheidende Rolle für die Sicherheit im Straßenverkehr. Gute Auto Scheinwerfer sind ein wesentliches Sicherheitsmerkmal. Während viele ältere und preisgünstige Modelle mit Halogen-Scheinwerfern ausgestattet sind, gewinnen Xenon- und LED-Scheinwerfer zunehmend an Bedeutung aufgrund ihrer helleren Leuchtkraft.

Lichthelligkeit und Reichweite

Die Helligkeit der Scheinwerferlampen sorgt für eine große Reichweite des Lichts. Je heller das Licht, desto besser und früher können unerwartete Situationen im Straßenverkehr erkannt werden. Gerade für ältere Menschen ist eine ausreichende Lichthelligkeit wichtig, da sich bei jedem Menschen die Linsen in den Augen etwas eintrüben. Das führt einerseits zu mehr Streulicht im Auge und damit zu einem stärkeren Blendempfinden. Andererseits verschlechtert sich die Lichtempfindlichkeit, d.h. man benötigt mehr Licht, um genauso gut sehen zu können wie in jungen Jahren.

In der Regel kann das Fernlicht eines Autos bis zu 100 Meter oder weiter reichen, abhängig von den Straßen- und Sichtverhältnissen.

Nachrüstung mit LED-Scheinwerfern

Immer mehr Kfz, die über herkömmliche H4- oder H7-Halogenlampen verfügen, werden mit LED-Scheinwerfern nachgerüstet. Der Vorteil: Der tageslichtähnliche Leuchtkegel fällt wesentlich weiter, sie verfügen über eine längere Lebensdauer und verbrauchen nicht so viel Strom wie Glüh- oder Halogenlampen.

TÜV NORD Tipp: Prüfen Sie im Vorfeld, ob Ihr Fahrzeug für LED-Scheinwerfer geeignet ist und lassen Sie nach Einbau die Lichteinstellung in einer Fachwerkstatt überprüfen. Erwerben Sie nur Umrüstsätze, für die ein Teilegutachten, eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) oder Teiletypgenehmigung (TTG) vorliegen. So können Sie sicher sein, dass die Scheinwerfer eine gültige Bauartgenehmigung haben. Der zugehörigen Einbauanleitung können Sie entnehmen, welche Umbauarbeiten am Fahrzeug neben der eigentlichen Scheinwerferumrüstung erforderlich sind. Wichtig: Vergessen Sie nicht, die allgemeine Bauartgenehmigung für die LED-Lampen stets im Fahrzeug mitzuführen.

Verschiedene Scheinwerfertechnologien

Es existieren verschiedene Arten von Autoscheinwerfern. Nach wie vor sind Halogen-Scheinwerfer am weitesten verbreitet. Moderner, leistungsstärker, aber auch kostspieliger sind Xenon- oder LED-Leuchten. Diese sind oft nicht Teil der Serienausstattung, sondern können als Zusatzausstattung gegen Aufpreis erworben werden.

Halogen-Scheinwerfer

Die Halogen-Technologie ist die älteste der aktuellen Autoscheinwerfer-Arten. Ähnlich wie klassische Glühlampen funktionieren Halogen-Scheinwerfer, da sie mit Halogengas (meist Jod) gefüllt sind. Ein Draht aus Wolfram wird durch Strom erhitzt, um Licht zu erzeugen. Im Vergleich zu Glühlampen wird der Draht bei Halogenlampen deutlich heißer, wodurch das Jodgas verhindert, dass der Draht zu schnell verbraucht wird.

LED-Scheinwerfer

In der Oberklasse haben sich LED-Scheinwerfer mittlerweile als Standard etabliert. LED steht für Licht emittierende Dioden. Bei LED-Scheinwerfern werden die einzelnen Dioden gebündelt. Es kann vorkommen, dass einzelne LED im Scheinwerfer ausfallen. Generell gilt ein LED-Scheinwerfer als nicht mehr funktionsfähig, wenn ein Drittel der Lampen ausfällt. Um zu vermeiden, dass Sie andere Verkehrsteilnehmende blenden, sollten Sie regelmäßig die Lichteinstellung und Leuchtweite Ihrer LED-Scheinwerfer überprüfen und bei Beladung entsprechend anpassen.

Tagfahrlicht

Bedenken Sie, dass Tagfahrlicht zwar die Sichtbarkeit am Tag erhöht, bei schlechten Sicht- und Lichtverhältnissen jedoch mehr als doppelt so stark blendet wie Abblendlicht. Bei einsetzender Dämmerung oder schlechten Sichtverhältnissen am Tag muss das Tagfahrlicht durch das Abblendlicht ersetzt werden.

Scheinwerfereinstellung

Beim Einstellen der Scheinwerfer am Auto gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:

  • Korrekte Höhe: Die Scheinwerfer sollten so eingestellt sein, dass sie die Straße optimal ausleuchten, ohne den Gegenverkehr zu blenden.
  • Gleichmäßige Ausrichtung: Beide Scheinwerfer sollten auf gleicher Höhe und in die gleiche Richtung leuchten, um eine gleichmäßige Ausleuchtung zu gewährleisten.
  • Beladung beachten: Bei beladenem Fahrzeug kann sich die Ausrichtung der Scheinwerfer ändern, daher ist es wichtig, diese entsprechend anzupassen.
  • Herstellervorgaben: Beachten Sie die genauen Einstellanweisungen des Fahrzeugherstellers, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Automatische Leuchtweiteregulierung

Die automatische Leuchtweiteregulierung verwendet Sensoren, um die Neigung des Fahrzeugs sowie Veränderungen in der Beladung zu erfassen. Anhand dieser Informationen passt das System die Ausrichtung der Scheinwerfer an, um sicherzustellen, dass sie stets auf die richtige Höhe eingestellt sind.

In der EU müssen alle neuen Fahrzeugtypen mit leuchtstarken Xenon-Scheinwerfern (über 2.000 Lumen) mit einer automatischen Leuchtweitenregulierung ausgestattet sein. Dies gilt auch für Fahrzeuge, die mit adaptiven Frontscheinwerfern ausgestattet sind.

Dynamische Leuchtweitenregulierung

Die dynamische Leuchtweitenregulierung passt die Ausrichtung der Scheinwerfer in Echtzeit an die Fahrsituation an. Dies geschieht in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren wie Lenkwinkel, Geschwindigkeit, Wetterbedingungen und Umgebungshelligkeit. Das System erkennt beispielsweise Kurven und passt die Ausleuchtung entsprechend an, um die Sicht des Fahrers bzw.

Die dynamische Leuchtweitenregulierung verwendet Sensoren, um Daten über die Fahrzeugdynamik, die Straßenverhältnisse und die Umgebung zu sammeln. Anhand dieser Informationen steuert das System die Ausrichtung der Scheinwerfer, um eine optimale Ausleuchtung der Fahrbahn zu gewährleisten und gleichzeitig andere Verkehrsteilnehmende nicht zu blenden.

Zusatzscheinwerfer

In Deutschland sind bestimmte Zusatzscheinwerfer am Auto erlaubt, sofern sie den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Dazu gehören:

  • Nebelscheinwerfer: Diese dürfen nur bei Sichtweiten unter 50 Metern eingeschaltet werden. Sie müssen gelb oder weiß leuchten und dürfen nur zusammen mit Abblendlicht oder Fernlicht verwendet werden.
  • Fernscheinwerfer: Zusätzliche Fernscheinwerfer sind erlaubt, sofern sie mit dem Fernlicht gekoppelt und korrekt eingestellt sind. Sie dürfen nur außerhalb geschlossener Ortschaften und bei ausreichend Sichtweite verwendet werden.

Zusatzscheinwerfer müssen an PKW oder LKW immer paarweise angebracht werden. Werden nicht genehmigte "lichttechnische Einrichtungen" verwendet, erlischt die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs und ein Bußgeld droht. Zudem ist die Haftpflichtversicherung gefährdet. Bei einem Unfall kann die Versicherung die Zahlungen verweigern oder Regressansprüche geltend machen, wenn der Unfall auf das Tuning zurückzuführen ist. Bei der Hauptuntersuchung werden Autos mit nicht genehmigten Lampen, Leuchten, Scheinwerfern oder nicht genehmigungsfähigen Umbauten an den lichttechnischen Einrichtungen grundsätzlich als erheblicher Mangel eingestuft.

Abbiegelicht und Kurvenlicht

Das Abbiegelicht leuchtet bei niedrigen Geschwindigkeiten den seitlichen Bereich unmittelbar vor dem Fahrzeug aus. Es ist stets mit dem aktiven Abblendlicht verbunden und wird entweder durch Betätigung des Blinkers oder ab einem bestimmten Lenkwinkel aktiviert. Mit Hilfe des Abbiegelichts können insbesondere innerorts Personen am Fahrbahnrand früher erkannt werden. Zudem verbessert es die Sicht bei nächtlichen Fahrten außerhalb von Ortschaften erheblich während des Abbiegens.

Beim Kurvenlicht schwenken die Scheinwerfer in den Kurven mit und leuchten den Straßenverlauf deutlich weiter aus als herkömmliche Scheinwerfer. Dies geschieht durch die Anpassung der Scheinwerfer in Abhängigkeit von Lenkwinkel, Geschwindigkeit und/oder Fahrtrichtung. Durch diese Anpassung können Kurven und Biegungen besser ausgeleuchtet werden, was die Sicht verbessert und so die Fahrsicherheit erhöht. Kurvenlichtsysteme können entweder durch schwenkbare Scheinwerfer oder durch adaptive Frontscheinwerfer realisiert werden.

Adaptive Scheinwerfer

Adaptive Scheinwerfer passen sich automatisch an die Fahrsituation an. Diese Scheinwerfersysteme können sich in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren wie Lenkwinkel, Geschwindigkeit, Wetterbedingungen und Umgebungshelligkeit verstellen. Dadurch können adaptive Scheinwerfer beispielsweise in Kurven die Ausleuchtung verbessern oder bei niedriger Geschwindigkeit den Bereich vor dem Fahrzeug breiter ausleuchten. Für Fahrten in städtischen Gebieten, auf Landstraßen, Autobahnen oder bei schlechten Sichtverhältnissen steht jeweils die passende Ausleuchtung zur Verfügung.

Fernlichtassistent

Viele Autofahrende vergessen oft, das Fernlicht zu nutzen, um ihre Sicht bei fehlendem Gegenverkehr zu verbessern. In den letzten Jahren wurden Systeme entwickelt, die das Fernlicht automatisch ein- und ausschalten.

Der statische Fernlichtassistent erkennt vorausfahrende und entgegenkommende Fahrzeuge mithilfe einer Kamera und steuert das Fernlicht entsprechend. Der dynamische Fernlichtassistent ermöglicht es, das Fernlicht bei Dunkelheit kontinuierlich zu nutzen, ohne andere Verkehrsteilnehmende zu blenden. Dies geschieht durch hochauflösende Frontkameras, die das Vorhandensein und die genaue Position anderer Verkehrsteilnehmender erfassen. Diese Informationen werden an die Scheinwerfersteuerung weitergeleitet, welche die entsprechenden Bereiche im Lichtkegel ausspart oder abschattet. Dadurch wird das Licht um andere Fahrzeuge und Verkehrsteilnehmende herumgeleitet, während ihr Umfeld weiterhin ausgeleuchtet bleibt.

Mit hochauflösenden Matrix-Scheinwerfern ist es heute möglich, die Lichtverteilung so präzise zu steuern, dass nicht nur ein, sondern eine Vielzahl von Objekten gezielt und äußerst exakt vom eigenen Lichtkegel ausgenommen werden können. Dadurch bemerkt der Fahrende kaum noch, dass Teile des Fernlichts nicht aktiv sind.

Automatisches Abblendlicht

Das automatische Abblendlicht, auch bekannt als Lichtautomatik, unterstützt den Fahrenden, indem sie das Abblendlicht automatisch ein- und ausschaltet. Dadurch wird verhindert, dass der Fahrende das Einschalten des Lichts bei Dämmerung vergisst. Automatisches Abblendlicht ist heutzutage entweder serienmäßig in modernen Fahrzeugen verfügbar oder zumindest als Sonderausstattung erhältlich.

Adaptives Bremslicht

Das adaptive Bremslicht ist ein Fahrerassistenzsystem, das bei einer Bremsung, insbesondere einer Notbremsung, aktiv wird. Im Falle einer starken Verzögerung über 6 m/s und einer Geschwindigkeit von mehr als 50 km/h blinken die Bremslichter mehrmals pro Sekunde. Nachdem das Fahrzeug zum Stehen gekommen ist, schaltet sich die Warnblinkanlage ein und das Bremslicht leuchtet dauerhaft. Diese Funktion ist in Neufahrzeugen Pflicht und dient dazu, den nachfolgenden Verkehr frühzeitig zu warnen, um die Reaktionszeit zu verkürzen und Auffahrunfälle zu vermeiden.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0