Schicker Fahrradhelm Herren Test: Sicherheit, Komfort und Stil im Vergleich

Der Markt für Fahrradhelme ist vielfältig, und die Auswahl kann überwältigend sein. Dieser Artikel fasst die Ergebnisse verschiedener Tests zusammen und gibt Empfehlungen für den Kauf des richtigen Helms, wobei besonderes Augenmerk auf Sicherheit, Komfort und Design gelegt wird.

ADAC Fahrradhelm Test: City- und Urban-Helme im Fokus

Der ADAC hat gemeinsam mit der Stiftung Warentest elf City- und Urban-Fahrradhelme sowie drei S-Pedelec-Helme in den Kategorien Sicherheit, Komfort, Handhabung und Schadstoffgehalt getestet. Dabei wurden 14 Helme zwischen 15 und 149 Euro untersucht. Mit Ausnahme des Testverlierers erzielten alle Produkte erfreulicherweise eine ausreichende Schutzwirkung bei einem Stoß gegen den Fahrradhelm. Den besten Unfallschutz im Vergleich bot der Testsieger von Uvex.

Ergebnisse des ADAC Tests im Überblick

Hier ist eine Zusammenfassung der Ergebnisse des ADAC Tests von City- und Urban-Fahrradhelmen:

Hersteller/ModellMittlerer Preis in EuroADAC UrteilHandhabung & KomfortUnfallschutzSchadstoffe
Uvex Urban Planet LED1302,01,82,31,0
Alpina Gent MIPS1302,21,92,51,0
Limar Torino902,21,92,51,0
Lazer Codax KinetiCore1652,62,62,71,0
Lidl Crivit - Fahrradhelm mit Rücklicht152,61,92,91,9
Giro Fixture Mips II1102,82,52,91,0
Abus HUD-Y1203,02,83,01,0
Decathlon / B´Twin City 540 Bowl153,12,93,11,0
Prophete ECO Urban153,12,43,21,9
Cube Fleet153,22,63,22,0
Casco E.Motion 21205,51,95,51,6

Details zu ausgewählten Modellen

  • Uvex Urban Planet LED: Dieses Modell erhielt Bestnoten beim Unfallschutz und in der Handhabung. Da der Helm zudem keine Schadstoffe aufwies, kam er mit der Gesamtnote 2,0 auf Platz eins. Der Anschaffungspreis des Urban Planet LED liegt mit 130 Euro im oberen Bereich des Testfeldes.
  • Lidl Crivit: Mit einer Gesamtnote von 2,6 kann sich der Crivit-Fahrradhelm von Lidl im Vergleichsfeld behaupten. Sein Preis von gerade einmal 15 Euro ist um den Faktor acht günstiger als beim Testsieger von Uvex und beweist, dass ein Kopfschutz beim Radfahren nicht teuer sein muss.
  • Casco E.Motion 2: Hier wurde im Fahrradhelm-Test zusätzlich zur Normprüfung nach vorne auch die Möglichkeit des Abstreifens nach hinten geprüft. Diese wurde beim E.Motion 2 von Casco nicht erfüllt, da bei der Abziehprüfung das Gurtschloss brach. Aufgrund dieses Mangels musste der Fahrradhelm abgewertet werden und erhielt das ADAC Urteil mangelhaft.

Tragekomfort und Sichtbarkeit

Wie gerne ein Helm benutzt wird, hängt auch davon ab, wie komfortabel er sich tragen lässt. Hier punkten Uvex und Casco mit einem Netz an der Helminnenseite. In Kombination mit einem höhenverstellbaren Gurtband, das sich leicht und einfach bedienen lässt, ist in Sachen Komfort so bereits die halbe Miete erreicht. Drücken sollte ein Fahrradhelm beim Tragen allerdings nicht. Im Test reicht die Ergebnisspanne von "gar nicht vorhanden" bis hin zu Reflektoren inklusive einer aktiven Beleuchtung am Fahrradhelm. Bessere Ergebnisse erzielten dagegen die Helme von Uvex, Limar und Lidl.

Immer öfter werden LED-Rücklichter auf der Hinterseite des Fahrradhelms integriert. Einige sind sehr schick und bieten einen zusätzlichen Sicherheitsgewinn. Diese Norm wurde in Holland selbst entwickelt, da aktuell keine EU-Norm für S-Pedelec-Helme existiert.

S-Pedelec-Helme im Vergleich

Im Vergleich mit den herkömmlichen Fahrradhelmen stellte sich allerdings heraus, dass die drei S-Pedelec-Helme keinen besseren Unfallschutz bieten als die City- und Urban-Helme im Test. Selbst wenn die S-Pedelec-Modelle mit den Stoßdämpfungskriterien der normalen Helme getestet werden, erreichen sie nur einen Platz im Mittelfeld.

Bauarten von Fahrradhelmen

Wie im Fahrradhelm-Test von 2021 waren zwei unterschiedliche Bauarten von Helmen vertreten. Beim In-Mold-Verfahren wird die Polycarbonat-Außenschale des Helmes zusammen mit der Innenschale aus expandiertem Polysterol-Schaumstoff (EPS) in einem einzigen Arbeitsschritt hergestellt und miteinander verschweißt. Das Ergebnis ist ein sehr leichter und stabiler Helm. Hartschalenhelme haben hingegen eine dicke Außenschale aus hartem Plastik. Ihre Herstellung erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren, bei dem die äußere Schale mit der inneren Schale aus EPS verklebt wird.

Helm-Tragequote

Damit ein Fahrradhelm im Falle eines Unfalls seine schützende Wirkung überhaupt entfalten kann, muss er auch getragen werden. Nach den aktuellen Zahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) aus dem Jahr 2022 tragen 40,3 Prozent aller Radfahrer und -fahrerinnen einen Fahrradhelm. Betrachtet man die steigenden Unfallzahlen in den letzten Jahren, stimmt die Erhebung besonders bedenklich. Denn gerade das Tragen eines Schutzhelms kann bei einem Sturz lebensbedrohliche Kopfverletzungen stark abmildern oder sogar vermeiden.

Empfehlungen für Hersteller und Verbraucher

  • Empfehlungen an die Hersteller: Die Anforderungen der geltenden Norm müssen eingehalten werden. Die Helme sollten in Sachen Stoßdämpfungseigenschaften verbessert werden. Die Anpassungen am Kopf müssen einfach, gut und sicher durchgeführt werden können. Sichtbarkeit bedeutet Sicherheit. Daher sollten die Fahrradhelme zumindest mit Reflektoren ausgestattet sein.
  • Tipps für Verbraucher: Da sich jede Kopfform individuell darstellt, ist es empfehlenswert, den Helm vor dem Kauf anzuprobieren. So lassen sich Passform und Einstellmöglichkeiten des Wunschhelms prüfen und ein Fehlkauf vermeiden. Nehmen Sie am besten auch Ihre Brille zum Probetragen mit. Die Pflege des Helmes entscheidet über die Dauer der Einsatzfähigkeit. Um eine möglichst gute Sichtbarkeit zu gewährleisten, sollte der Helm mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet sein. Die ADAC Unfallforschung belegt, dass ein Helm beim Sturz effektiv vor vielen Kopfverletzungen schützen kann.

Uvex Fahrradhelme im Test

Ob Mountainbike-, Allround- oder Kinderhelm, im wichtigsten Punkt, die Schutzwirkung, schneiden Helme von Uvex in den Tests mit mindestens zufriedenstellendem Urteil ab - selbst bei sehr strengen Prüfinstitutionen wie der Stiftung Warentest. Auch ADAC, Öko-Test und das Fachmagazin Mountainbike unterziehen die Helme einer umfassenden Sicherheitsprüfung und gelangen zu ähnlichen Ergebnissen. Sie gelten als gut belüftet, leicht an die eigene Kopfform anpassbar und bequem. Erfreulich: Fast alle Uvex-Helme kommen mit gutem oder sehr gutem Ergebnis aus dem Labor.

Smarte Fahrradhelme

Ein smarter Fahrradhelm schützt nicht nur den Kopf. Er bietet im besten Fall außerdem Bluetooth, SOS-Notfallfunktion, Licht, Blinker und Lautsprecher. Einige Helme können mehr als „nur“ den Kopf schützen. Sie leuchten, blinken, spielen Musik, eignen sich zum Telefonieren und senden bei einem Unfall automatisch eine Nachricht an den hinterlegten Notfallkontakt.

Beispiele für smarte Fahrradhelme

  • Sena R1 Evo: Ein smarter Fahrradhelm, der vor allem mit dem Mesh-Intercom ein sehr nützliches Feature bietet. Die Verarbeitung ist hochwertig, die Passform lässt sich flexibel anpassen.
  • Livall Evo 21: Ein guter Helm mit besonders gut sichtbarem Licht, Blinker und SOS-Funktion.
  • Hövding 3: Ein Fahrrad-Airbag, der sich wie eine Haube über den Kopf des Fahrers legt.

Weitere Aspekte beim Kauf eines Fahrradhelms

Neben den bereits genannten Punkten sollten Sie beim Kauf eines Fahrradhelms auch auf folgende Aspekte achten:

  • Passform: Der Helm sollte fest am Kopf sitzen, ohne zu drücken.
  • Belüftung: Achten Sie auf ausreichend Lüftungsschlitze, um einen Hitzestau zu vermeiden.
  • Sicherheit: Prüfen Sie, ob der Helm ein CE-Prüfsiegel besitzt und den Sicherheitsanforderungen entspricht.
  • Gewicht: Ein leichter Helm ist angenehmer zu tragen, besonders auf längeren Strecken.
  • Sichtbarkeit: Achten Sie auf Reflektoren und LED-Lichter, um im Dunkeln besser sichtbar zu sein.

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