Im Jahre 1789 brach in Frankreich die Revolution aus; das Königtum wurde hinweggefegt und die Republik ausgerufen. Nach der französischen Revolution begann ein langjähriger Krieg.
Der Zweite Koalitionskrieg und die Ausgangslage
Die französische Armee war Österreich und Bayern in mehreren Koalitionskriegen überlegen und gewann zahlreiche Schlachten. Auch der Zweite Koalitionskrieg endete also mit dem Sieg Frankreichs. Général en chef Moreau war mit seiner Rheinarmee im 2. Ende 1800 rückte Hohenlinden in den Mittelpunkt der europäischen Geschichte.
Die französische Armee, 70.000 Mann stark, stand auf dem Plateau zwischen Isar und Inn bei Rosenheim und Ampfing. Die Österreicher und Bayern, über 60.000 Mann, verfolgten die französischen Streitkräfte in der irrigen Annahme, diese seien auf dem Rückzug. Die Kaiserlichen hatten zwei Tage zuvor den Gegner bei Ampfing zurückgeschlagen. Weil sie bei ihrem Vordringen nur in kleinere Gefechte verwickelt wurden, vermuteten sie, die Franzosen seien immer noch auf dem Rückzug.
Der kaiserliche Hofkriegsrat hatte den Bruder des Kaisers Franz, den unerfahrenen 18-jährigen Erzherzog Johann, zum Oberbefehlshaber der österreichischen Armee in Deutschland ernannt, was sich als entscheidender Fehler erweisen sollte.
Der Verlauf der Schlacht
Am 03.12.1800 erlitten die alliierten österreichisch - bayerischen Truppen unter Johann von Österreich eine schwere Niederlage gegen die französischen Truppen der Rheinarmee unter General Moreau. Bei dichtem Schneefall am frühen Morgen trafen die verbündeten Österreicher und Bayern nach Durchquerung des Haager Forstes am 3. Dezember auf die gesamte französische Militärmacht, die am Ende des Forsts strategisch günstige Kampfpositionen bezogen hatten.
Als sie hierbei das Waldgebiet zwischen Hohenlinden und Maitenbeth in drei Marschkolonnen durchzogen, wurden sie am Morgen des 3. Dezember von Moreau angegriffen. Die Hauptmacht des Feindes war jedoch bei Hohenlinden in Stellung gegangen. Gegen 5 Uhr früh brachen die vereinigten bayerisch-österreichischen Verbände auf.
Im Schneesturm blieben zwei Kolonnen unter Baillet-Latour und Feldmarschall Ries weit zurück. So zog die Hauptkolonne ohne Flankensicherung weit auseinandergezogen durch das enge Waldtal gegen Westen und stieß bei Birkach auf den Gegner. Da die habsburgischen Feldherren glaubten, es nur mit der feindlichen Nachhut zu tun zu haben, versäumten sie es, ihre Truppen zur rechten Zeit zu konzentrieren.
Die Franzosen hatten in der Zwischenzeit auf Seitenwegen über Ebersberg, Steinhöring und St. Christoph das Gefechtsfeld erreicht. In der Zwischenzeit gelang es General Richepance, sich von St. Christoph aus nach Maitenbeth durchzukämpfen und in den Rücken der österreichischen Kolonne im Zentrum zu kommen. Die Kaiserlichen waren in eine Falle geraten, da sie ihre Streitkräfte nicht entwickeln konnten.
Verlustreiche Gefechte, an denen auch bayerische Truppen beteiligt waren, begannen; aber am Ende waren die französischen Truppen im Zentrum der Schlacht bei Kreith und Birkach siegreich. General Wrede eilte mit seinen Truppen zu Hilfe, wurde aber von der feindlichen Infanterie unter schweren Verlusten zurückgeschlagen und entkam nur knapp. Unter Hilfe bayerischer Truppen konnte Erzherzog Johann knapp der Gefangennahme entgehen und sich zurückziehen.
Das Bild von Rugendas zeigt im Vordergrund den Angriff der blau gekleideten französischen Truppen im hügeligen Gebiet um Hohenlinden. Mit Artillerieunterstützung attackieren sie zu Fuß und zu Pferd die Kolonnen der Österreicher.
Die Folgen der Schlacht
Nach dieser Niederlage war das österreichische Heer nicht mehr in der Lage, den französischen Vormarsch aufzuhalten. In der Schlacht von Hohenlinden erlitt das österreichisch-bayerische Heer eine vollständige Niederlage gegen die französische Armee unter General Moreau. Insgesamt verloren die kaiserlichen Verbände fast 12.000 Mann und 50 Geschütze, von den 5.000 Bayern wurden 1.850 getötet, verwundet oder gerieten in Gefangenschaft. Die Franzosen, deren Verluste zwischen 1.300 und 2.500 Mann lagen, erbeuteten 24 bayerische Geschütze. Die Kaiserlichen verloren bei dieser Schlacht 12.000 Mann, davon 7.000 Gefangene. Daran erinnert auch die steinerne Gedenktafel am Geschäftshaus Hauptstraße 7 in Hohenlinden.
Kaiser Franz II. sah sich gezwungen, am 25. Kaiser Franz II. musste im Anschluss einen Waffenstillstand schließen, der neun Monate später in den Frieden von Lunéville mündete. Im Separatfrieden von Lunéville am 9. Februar 1801 verlor Österreich alle Länder auf dem linken Rheinufer und damit seine Vormachtstellung in Deutschland.
Bayern allerdings profitierte vom neuen Bündnis mit Napoleon. Es verlor zwar die linksrheinischen Gebiete, aber Franken und Schwaben wurden fast gänzlich Teil des Kurfürstentums und des späteren Königreichs Bayern.
Hohenlinden heute
Die Gemeinde Hohenlinden ist eine Rodungssiedlung des 14. Jahrhunderts, deren Name auf einen ehemaligen Lindenbestand hinweist. Das Gemeindegebiet ist nahezu vollständig vom Wald (Ebersberger Forst, Großhaager Forst, Mittbacher Au und Lindacher Wald) umgeben. Die Verkehrsbedeutung Hohenlindens dürfte der Grund gewesen sein, weshalb Kurfürst Ferdinand Maria den Ort im Jahre 1676 zur Hofmark erhob. In der Zeit der Postkutschen machten täglich bedeutende Persönlichkeiten hier Station. Unter dem Decknamen eines Reichsgrafen von Falkenstein übernachtete hier anno 1777 Kaiser Josef II. von Österreich, woran eine Gedenktafel erinnert. Am 26. April 1782 fuhr Papst Pius VI. durch Hohenlinden und am 02. Das bedeutendste geschichtliche Ereignis, um dessentwillen der Ort in die große Geschichte eingegangen ist, war die Schlacht bei Hohenlinden am 03.
Ziel der sportlichen Radtour über knapp 100 Kilometer, sind die Denkmäler in Hohenlinden, welche zur Erinnerung an die „Schlacht von Hohenlinden“ während der napoleonischen Kriege im Jahre 1998 errichtet wurden.
| Partei | Verluste (Mann) | Geschütze |
|---|---|---|
| Österreichisch-Bayerische Armee | ca. 12.000 | 50 |
| Französische Armee | 1.300 - 2.500 | - |
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