Shimano Steps E8000 Schnellladegerät im Test: Kompakt, Leicht und Schnell

Das neue Ladegerät von Shimano strotzt vor Superlativen und ist ein perfekter Begleiter auf Mehrtagestouren.

Kompaktes Design und geringes Gewicht

Mit 450 Gramm spart der Winzling ganze 498 Gramm gegenüber dem Standardladegerät EC-E6000 (948 Gramm).

Beeindruckende Ladegeschwindigkeit

Die Ladegeschwindigkeit ist ebenfalls beeindruckend.

Von Null auf 80 Prozent schafft es der Neuling in nur zweieinhalb Stunden.

Nach viereinhalb Stunden zeigt das Display die volle Ladung an.

Zum Vergleich: Das Steps EC-E6000 braucht fünf Stunden für eine Akku-Ladung.

Robustes Gehäuse

Das kompakte Gehäuse ist zudem stoß- und spritzwassergeschützt, was das Ladegerät zum perfekten Begleiter auf Mehrtages-Touren macht.

Weitere Aspekte rund um E-Bike Akkus und Ladung

Es gibt auch Überlegungen zum Laden externer Akkus per Solar auf einem Fahrradanhänger.

Dabei werden Solarladeregler und 36V Solarmodule eingesetzt, um den Akku im Anhänger zu laden.

Ein Nutzer hat sich ein mobiles 12-24V Ladegerät mit einem Stepup gebaut, um den Akku immer mit 4A zu laden.

Ein anderer Nutzer lädt einen 60V Akku direkt solar mit einem faltbaren 120W Panel und nutzt den CTK300-II, der zuverlässig ist und eine hohe Effizienz aufweist.

Firmware und Kompatibilität

Mit der Vorstellung einer neuen Firmware ermöglicht Shimano künftig die Kombination von Rennrad-Di2-Komponenten und Shimano Steps E-Bike-Systemen.

Die Firmware sorgt dafür, dass mit den elektronischen Di2-Tasten an den kombinierten Brems- und Schaltgriffen für Rennräder künftig auch die Unterstützungsmodi der Shimano Steps-Motoren ausgewählt und gewechselt werden können.

Dies erweitert die Möglichkeiten, die sich mit den aus E-City-, E-Trekking- und E-Mountainbikes bekannten Shimano-Steps-Systemen realisieren lassen in Richtung E-Renner.

Shimano nennt hier außerdem Tourenräder, Gravelbikes und schnelle Commuter-E-Bikes.

Vorteile für E-Rennradfahrer

Der größte Vorteil für den Fahrer ergebe sich daraus, dass er bei der Verwendung eines Rennradlenkers zur Bedienung des E-Bike-Systems die Hände nicht vom Lenker lösen muss, um etwa den Unterstützungsmodus zu wechseln.

„Besondere Bedeutung kommt diesem Umstand natürlich im Gravel-Bereich zu, wo Hindernisse oder Geländeunebenheiten ungeübtere Fahrer leicht aus der Bahn werfen können, wenn der Griff am Lenker nicht fest genug ist“, schreibt Shimano.

Gerade in Unterlenkerposition müsse nun nicht umgegriffen werden, außerdem erlaube der Wegfall von MTB-typischen Oberlenkerschaltern ein cleaneres, aufgeräumteres Cockpit.

„Dieser technologische Fortschritt wird möglich durch die neue E-Tube-Firmware, die Verbindung zwischen den elektronischen Di2-Schalt-Tasten und der Antriebseinheit des Shimano Steps-Systems herstellt.“

Diese neue Firmware, die deutlich Richtung E-Renner zielt, wird Fahrradherstellern ab 8.

Kompatibel seien Shimanos existierende Ultegra-Di2-Schalt- und Bremshebel, die damit geeignet sind für entsprechende E-Renner und E-Gravel-Bikes.

Bereits im nächsten Modelljahr 2020 werde es solche Räder mit Shimano-Motoren geben, versichert der japanische Traditionshersteller.

Weitere neue E-Bike-Komponenten

Neben der neuen Firmware wird Shimano später im Jahr weitere neue E-Bike-Komponenten in den Markt bringen: Einen 160-mm-Kurbelarm, der das bisherige Lineup mit 175, 170 und 165 mm nach unten abrundet.

Die 160-mm-Version ermöglicht mehr Bodenfreiheit und dadurch eine geringere Gefahr, mit dem Pedal an Hindernissen anzustoßen.

Zudem ist sie speziell für kleinere Fahrer geeignet.

Ab Mai 2019 gibt es zwölffach-Komponenten für E-Bikes, inklusive Mountainbike-spezifischen Kettenblättern mit 34, 36 und 38 Zähnen sowie ein zwölffach-Kettenblatt mit 42 Zähnen für E-Trekking-Räder.

Schnellladegerät für Outdoor-Einsatz

Ein neues, kompaktes und transportables Shimano Steps Ladegerät mit vier Ampere und IPX5 Wasserfestigkeit, die insbesondere den Outdoor-Einsatz ermöglicht, kommt im September 2019 auf den Markt.

Das Ladegerät lädt zweimal so schnell wie das bisherige Shimano-Steps-Ladegerät, sodass laut Shimano von 0 auf 80 Prozent Aufladung gerade einmal zweieinhalb Stunden vergehen.

Bis zur Volladung dauere es viereinhalb Stunden.

Erfahrungen und Probleme mit Shimano E-Bike Systemen

Einige Nutzer berichten von Problemen mit dem Einschalten des Bikes und dem Leuchten des Einschaltknopfes.

Es gibt auch Diskussionen über die Restlichtdauer und Lichtleistung in verschiedenen Firmwareversionen.

Einige Nutzer empfehlen die E-Tube Software zur Konfiguration des Systems.

Shimano MTB-Steps E8000 im Test

Erstmalig konnten wir in einem Stevens E-Scope+ den neuen Shimano MTB Steps E-Antrieb (E8000) ausgiebig testen.

Im Stevens Hardtail mit Plus-Bereifung quälten wir den Antrieb über Stock und Stein.

Die Verbesserungen liegen im Detail und im Fahrtest zeigt sich, dass Shimano bei der Abstimmung sehr vieles richtig gemacht hat.

Zunächst sticht die äußerst kompakte Bauform ins Auge.

Im Vergleich zu einigen Konkurrenz-Antrieben besitzt der MTB-Steps schlanke Abmessungen.

Das hat zwei große technische Vorteile: Die Rahmenbauer bekommen mehr Raum.

Dieser lässt sich an E-Mountainbikes für Optimierungen der Hinterbaukinematik nutzen und ermöglicht kürzere Kettenstreben.

Für den Fahrer reduziert sich der Q-Faktor, also der horizontale Abstand der Pedale auf 175 mm (Herstellerangabe).

Außerdem nimmt der Antrieb weniger prominent Einfluss auf die Bike-Optik.

Handling und Bedienung

Der Schalter zum Wechsel der Fahrstufen ist einem Shifter nachempfunden und lässt sich sehr angenehm bedienen.

Das Display beim MTB-Steps E8000 ist klein und findet rechts vom Vorbau Platz.

Es lässt sich mit nur einem Knopf bedienen.

Der Einschalt-Knopf für das System sitzt am Akku.

Ein kleines Display neben dem Vorbau gibt Auskunft über die eingelegte Fahrstufe und aktuelle Geschwindigkeit.

Per Ein-Knopf-Bedienung lassen sich außerdem Reichweite, Durchschnittsgeschwindigkeit, Distanz und maximale Geschwindigkeit einsehen.

Der Wechsel der Fahrstufen erfolgt vom Lenker aus per Firebolt-Daumenshifter.

Das Handling des MTB-Steps läuft intuitiv ab, der Schalter ist klar gerastert.

Fahreigenschaften

Schon beim ersten Tritt in die Pedale fällt die geringe Geräuschentwicklung des Systems auf.

Auch unter Last und bei höheren Drehzahlen stört kein hochfrequentes Pfeiffen.

Dennoch begleitet ein sanftes Brummen die Fahrt.

Auf höchster Unterstützungsstufe fielen leichte Vibrationen auf, wenn der Motor im Teillastbereich arbeitet - also nicht die volle Leistung abgibt.

Der Shimano-Motor hat Power und die Kraftenfaltung wirkt sehr ausgewogen.

Auch auf losem Schotter ist Anfahren kein Problem.

Die ersten beiden Fahrstufen „Eco“ und „Tour“ liegen relativ eng beieinander.

In der Tour-Einstellung muss der Fahrer immer noch ordentlich Eigenleistung beisteuern.

Der Boost-Modus wird seinem Namen gerecht.

Er schiebt sehr kräftig nach vorn.

Der Krafteinsatz erfolgt spontan und bleibt dabei gut kontrollierbar.

Es genügt ein kurzer Druck aufs Pedal, um die Unterstützung zu aktivieren.

Die Kraftentfaltung erfolgt in allen Modi sehr harmonisch, so dass auch im steilen Gelände auf losem Untergrund die Traktion nicht abreißt.

Lediglich das Abschalten des Antriebs, also wenn der Fahrer zu treten aufhört, geht noch etwas hackelig vonstatten und wird vom Bike jeweils mit einem kurzen Ruck quittiert.

Der Motor zeigt sich drehfreudig und kommt auch mit einer hohen Trittfrequenz gut zurecht.

Lediglich in nierigen Trittfrequenzen scheint die Leistung geringfügig schwächer.

Auf diese Weise fühlt sich der Antrieb sehr durchzugsstark an.

Systemintegration

Natürlich nutzt Shimano die Möglichkeiten eines eigenen Elektro-Antriebs zur Systemintegration: Shimano 10- und 11-fach Kassetten sind nutzbar und auch die elektronische Schaltung Di2 lässt sich mit dem Antrieb kombinieren.

Eine eigene Kettenführung hält die Kette in Position.

Einstellungen am System können via Bluetooth oder ANT-Standard über die Software E-Tube mit Smartphone, Tablet oder PC vorgenommen werden.

Test-Fazit zum Shimano MTB-Steps E8000

Der MTB-Steps E8000 -Antrieb von Shimano macht eine sehr gute Figur.

Das gesamte System lässt sich hervorragend am Bike integrieren und besticht duch sein einfaches und ergonomisches Handling.

Auf dem Trail schiebt es kräftig an, wobei die Kraftenfaltung sehr harmonisch wirkt.

Damit dürfte dieser Antrieb eine echte Alternative zu den aktuellen Systemen von Bosch, Brose & Co. sein.

Victoria eAdventure 8.9 mit Shimano Steps E8000

Der Shimano-Antrieb Steps E8000 hat - das zeigen die Ergebnisse auf dem Prüfstand - seinen eigenen Charakter.

Ausgesprochen stark beim U-Faktor (3,2) und mit schwächelnder Reichweite (59 Kilometer) präsentiert sich das Victoria-Rad.

Übersetzt heißt dies: Das Rad hat mächtig Dampf, ihm geht aber schnell die Puste aus.

In der Praxis spürt man wenig von der unbändigen Kraft des Bikes.

Die Sitzposition ist entspannt, auch wegen des hoch aufbauenden Vorbaus, auf den 27,5-Zöllern rollt man gemütlich dahin - vom Sprinter wenig zu spüren.

Den Rest schluckt die Federgabel mit völlig ausreichendem Federweg auch noch weg.

Anders als bei vielen aktuellen E-Trekkingbike-Modellen ist der Akku des Victoria nicht ins Unterrohr integriert.

Dadurch. kann er leicht entnommen worden.

Für weiteren Komfort, etwa beim Ausflug ins Grüne, sorgt das große Shimano-Display, das großzügig mit Daten versorgt.

Wenn man etwas an diesem Rad bemängeln kann, dann die fehlende Akku-Integration und die für ein moderndes E-Trekkingrad etwas altbackene Farbe.

Wertung: Victoria eAdventure 8.9

Bewertung Sterne
Reichweite ★★★☆☆
U-Faktor ★★★★½
Bremsleistung ★★★★★
Stresstest ★★★★½
Ausstattung ★★★★☆
Fahrspaß ★★★★☆
Design ★★★½☆
Summe (Sterne) 28,5
Mittelwert 4,07
Note sehr gut

Das Victoria hat uns gut gefallen.

Anders als das Flyer Goroc1 6.50 etwa wird es sportliche Fahrer nicht glücklich machen.

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