Der ultimative Test: Die schnellsten Dreiradroller auf dem Markt

Nasses Herbstlaub, Kies, Ölflecken, eisiger Reif frühmorgens und ähnliche Rutschgefahren auf unseren Straßen - sie alle verlieren ihre Schrecken, wenn der motorisierte Zweiradfahrer aufs Dreirad umsteigt. Inzwischen gibt es mehrere Anbieter der ungewöhnlichen Roller. Und aus Italien stammt auch die Idee, mit einem Dreirad-Scooter die Grenzen der Physik auszutricksen.

Was macht Dreiradroller so besonders?

Die Breite der zweirädrigen Vorderachse und ein Fuß-Bremspedal rechts machen ihn offiziell zum Mehrspurfahrzeug. Deshalb darf man das Frischluft-Fahrzeug mit dem Autoführerschein Klasse B bewegen - wenn man mindestens 21 Jahre alt ist. Fragt sich nun, ist das nur eine Option für Nicht-Biker, die auch mal Fahrtwind genießen wollen? Oder ist das Dreirad eine Alternative zu Roller und Motorrad, wenn man auf Nummer sicher gehen möchte?

Sicherheit und Komfort

Hersteller versprechen "Fahrsicherheit, Fahrkomfort und Fahrspaß". Unsere Testfahrten haben alle drei Punkte mit leichten Einschränkungen bestätigt. Zunächst zum Komfort: Der beginnt beim Abstellen des Rollers, der mit einem roten Hebel fixiert wird - so steht das Schweizer Gefährt umfallsicher. An der Ampel fühlt sich der Scooter auch mit Sozius sehr stabil an. Dazu kommen Stauraum in kleinen Fächern und unter der Sitzbank sowie guter Wind- und Wetterschutz durch die Verkleidung.

Wichtiger noch ist das Thema Sicherheit: Die zweirädrige Vorderachse liegt ungewöhnlich satt auf der Straße und bewegt sich nahezu unbeirrbar durch enge Kurven oder um Ecken. Zumindest für Roller-Neulinge ist das ein atemberaubender Wert. Wer aber den Vergleich zum konventionellen Zweirad nicht ziehen kann, wird sich daran nicht stören, sondern stattdessen die Vorzüge genießen. Denn ist der erst einmal in Schräglage, dann lässt er höheres Kurventempo zu und bietet höhere Sicherheitsreserven.

Die Top-Modelle im Vergleich

Mittlerweile stehen einige Modelle in verschiedenen Preis- und Leistungsklassen zur Wahl. Hier ein Überblick über einige der beliebtesten Dreiradroller:

Piaggio MP3

Der Urvater dieser illustren Dreiradbande ist ein Italiener: MP3 heißt der bereits 2006 erstmals angebotene Roller von Piaggio. Über Jahre ist der MP3 gereift und vor allem stärker geworden. Mittlerweile gibt es ihn als 300er und 500er mit einer Leitungsspanne von 26 PS bis maximal 44 PS. Technisch haben die Modelle einige aufzuweisen, wie zum Beispiel einen Rückwärtsgang für das 275 Kilogramm schwere Topmodell 500 hpe Sport Advanced. Entsprechend ist es nach wie vor ein großes Vergnügen, in kräftiger Schräglage mit einem MP3 um Ecken zu wetzen, vor denen die Fahrer von Einspur-Rollern Manschetten haben.

Quadro QV3

Eine interessante Alternative zu den Platzhirschen ist der derzeit gut 7000 Euro günstige QV3 von Quadro. Hinter Quadro steckt der Zweiradtechnik-Zulieferer Marabese Design, der einst an der Entwicklung der Parallelogramm-Aufhängung der Vorderachse des ersten MP3 beteiligt war. Mittlerweile heißt der Dreirad-Scooter QV3. Der mit 220 Kilogramm leichteste Vertreter in seiner Hubraumklasse wird von einem 29 PS starken Einzylinder angetrieben. Auch ihn zeichnet ein agiles und stabiles Verhalten in Kurven aus, welches selbst bei Schräglagen von 40 Grad noch sichere Haftung garantiert, da die Hydraulik die Räder auf die Straße presst.

Peugeot Metropolis

Ein weiterer Klassiker der Dreirad-Szene ist der Metropolis des mittlerweile zu Mahindra gehörenden Zweiradherstellers Peugeot Motorcycles. Der rund 260 Kilogramm schwere "Franzose" wird von einem Einzylinder mit 400 Kubikzentimeter Hubraum und 36 PS angetrieben. Wie seine ähnlich starken Mitbewerber ist auch der Metropolis mit 135 km/h Topspeed absolut autobahntauglich. Wie ein moderner Pkw strotzt der Peugeot-Scooter zudem vor innovativen Ausstattungsdetails, die vom schlüssellosen Smart Key über eine elektrisch betätigte Feststellbremse bis zum kompletten Cockpit mit Reifendruckkontrollsystem reichen.

Yamaha Tricity

Ein noch junger Herausforderer dieser drei Europäer ist der aus Japan stammende Tricity, den Yamaha 2014 in einer vergleichsweise bescheidenen 125er-Version ins Rennen geschickt hat. Wesentlich erwachsener, stärker und komfortabler ist der gänzlich neue Tricity 300. Neben 28 PS Motorleistung bietet er außerdem ein Standing-Assist-System, weshalb man hier im Gegensatz zum 125er-Bruder, an der Ampel die Füße auf dem Trittbrett lassen kann.

Doohan iTank und iTango

Anders als die zuvor genannten Vertreter mit Verbrennungsmotor werden die Dreirad-Roller iTank und iTango des chinesischen Herstellers Doohan rein elektrisch angetrieben. Dank Neigetechnik sollen die Stromer ein ähnliches Schräglagengefühl wie klassische Zweiräder erlauben, mit allerdings erhöhter Stabilität und kurzen Bremswegen. Bessere Fahrleistungen ermöglicht der iTank, der in einer auf 45 km/h beschränkten Variante sowie in Kombination mit einer 5,7 PS starken Bosch-Maschine 70 km/h erreicht.

KYMCO CV3 550i ABS

Der KYMCO CV3 ist der erste dreirädrige Scooter in der KYMCO Flotte. Zuverlässig geschmeidigen Vortrieb liefert der 550er Zweizylinder-Viertakt-Reihenmotor. Außerdem bietet das Dreirad ein Windschild, Heizgriffe sowie ein Keyless-System.

Technische Daten im Überblick

Hier eine Tabelle mit den technischen Daten ausgewählter Modelle:

Modell Motor Leistung Gewicht Höchstgeschwindigkeit Führerschein
Quadro QV3 Einzylinder-Viertaktmotor 21 kW/29 PS 220 kg 125 km/h B
Piaggio MP3 500 Einzylinder-Viertaktmotor Bis zu 44 PS 275 kg 145 km/h B
Peugeot Metropolis Einzylinder-Viertaktmotor 36 PS 260 kg 135 km/h B
Yamaha Tricity 300 Einzylinder-Viertaktmotor 28 PS K.A. K.A. B

Elektromobilität auf drei Rädern

Der neue Trend der Elektromobilität bringt auch neue Möglichkeiten und Elektroroller Modelle mit sich. Es entstehen ‚unterhalb‘ des Autos jetzt laufend neue Fahrzeugtypen. Sahen früher die Leichtkraftkräder eher gleich aus, so rollen jetzt coole E Chopper, E Cruiser und E Scooter, ausgestattet mit modernster Technik, durch die Straßen.

Evyvo 45er Elektroroller

Der Evyvo 45er Elektroroller bietet den Vorteil eines herausnehmbaren Doppelakkus mit einer tollen Reichweite von 90 Km. Der 3000 Watt Motor bietet eine hohe Steigfähigkeit. Die Technik und die Bauteile sind viel hochwertiger. Fahrkomfort und die Sicherheit bekommen im Test eine Bestnote! Und es gibt einen guten Bundesweiten Service! Der Evyvo sieht auch noch unverschämt gut aus.

Rolektro E City 45 Elektroroller

Die Leistung und Qualität stimmt hier und im Fahrtest bewies er ein ausgezeichnetes Fahrverhalten und Sicherheit. Der Rolektro E City gehört bei uns mit zu den Preis-Leistungssiegern, weil er neben den technischen Leistungsdaten, wie 70 Km Reichweite, einem 2000 W starken Motor auch eine umfangreiche technische Ausstattung und gute Verarbeitung bietet. Das spiegelt sich in einem hohen Fahrkomfort und Sicherheit wieder. Abgesehen davon ist der Rolektro e City besonders formschön.

Blu:s XT2000 Elektroroller

Günstig und gut ist der Blu:s XT2000 Elektroroller. Es gibt den Blu:s Elektroroller in 2 Modellvarienaten in blau, rot und schwarz. Die Reichweite ist mit über 70 Km im Vergleich zu anderen Elektroroller Marken in diesem Preissegment höher. Das Fahrverhalten ist mit der hydraulischem Teleskopgabel vorne und einem Hydraulischem Federbein hinten gut und sicher.

Luxxon E3000 Elektroroller

Auch der Luxxon E3000 gehört mit zu den besten 10 Elektrorolller, weil er trotz eines günstigen Preises sogar 3000 W auch eine annehmbare Steigfähigkeit bietet. Wir haben den Luxxon E3000 gewählt, weil er das beste Preis- Leistungsverhältnis der Luxxon bietet. Die Reichweite geht zwar nur bis 65 Km - das reicht für die meisten Elektroroller schon - aber die Motorleistung mit 3000 W und die Ausstattung ist sehr gut. Zudem gibt es einen Gepäckträger und ein Topcase für serienmäßig dazu.

Futura Angry Hawk Elektroroller

Wir empfehlen Euch den Futura in der Kategorie Elektroroller mit 80 Km/h! Zum einen bekommt Ihr beim Futura Angry Hawk da gute Leistungen, wo es drauf ankommt: Die Motorleistung beschleunigt bis 4000 Watt und schafft höhere Steigungen. Die Reichweite liegt mit 100 Km auch klar über dem Durchschnitt.

GreenStreet Seed Elektroroller

Der Greenstreet Elektroroller ist mit nur 67 Kg leicht und ab 16 Jahren leicht zu fahren. Dank eines Doppelakkusystems (Lithium Ionen) könnt Ihr entscheiden, ob Ihr das Modell mit 50 (im Ecomodus auch 80 Km) oder 100 Km Reichweite kauft. Der Bosch Motor hat zwar nur 1200 Watt, aber ist qualitativ gut und von der Beschleunigung ausreichend - auch zu zweit.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Es gibt beim Kauf einiges, auf das Ihr achten müsst: Motorleistung, Beschleunigung, Steigkraft, Reichweite oder auf die Ausstattung etc. Ist der E Roller für zwei Personen zugelassen? Welches zulässige Gesamtgewicht verträgt er? Die Wartung eines Elektroroller ist im Vergleich zum Verbrenner recht simpel und weniger Kostenaufwendig in der Unterhaltung.

Sicherheitsaspekte und Fahrdynamik

Unser Tipp: Gerade weil der Quadro QV 3 und seine dreirädrigen Rivalen mit hoher Fahrdynamik glänzen, sollte man unbedingt ein Fahrtraining absolvieren.

Die Idee, sich an Autofahrer zu richten, macht wohl kauf ein Dreirad-Roller besser als der Peugeot Metropolis. Bereits in der Optik ist das zu erkennen: Lichtelemente und Armaturen ähneln jenen der Peugeot Autosparte stark.

Konzeptvergleich: Dreiräder

MOTORRAD hat an fünf Konzepten geprüft, ob dieses alte Vorurteil noch Bestand hat. Oder ob innovative Dreiradlösungen mittlerweile genauso viel Spaß bringen wie das klassische Zweirad.

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