Spätestens seit der Corona-Pandemie haben die Deutschen ihre Liebe fürs Radfahren entdeckt. Trotzdem klagen Radfahrer häufig über Schmerzen in der Schulter. Die Schulter hat keine Gelenkpfanne wie andere Gelenke. Muskeln, Sehnen und Bänder halten den Kopf des Oberarmknochens in der richtigen Position - das kann zu Problemen führen.
Ursachen von Schulterschmerzen beim Radfahren
Schulterschmerzen beim Biken können unterschiedlichste Ursachen haben. Dabei spielt es eine große Rolle, dass die Schulter das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers ist. Es gibt keine Gelenkpfanne, wie bei vielen anderen Gelenken. Bei der Schulter halten Muskeln, Sehnen und Bänder den Kopf des Oberarmknochens in der richtigen Position. Erfüllen diese ihre Aufgabe nur unzureichend, sind oft Schulterschmerzen die Folge.
Ob man bei oder nach dem Radfahren Schulterprobleme spürt, liegt weniger an der Radgattung als an der Sitzposition, am entsprechenden Druck auf Arme und Hände, an Länge und Art der zurückgelegten Strecken, am Trainingszustand der Muskeln im Schulterbereich und nicht zuletzt an der Kleidung. Wichtig ist, dabei zu unterscheiden: Welche Symptome stammen aus dem Alltag und treten erst beim Fahrradfahren auf, und welche Schmerzen haben ihren Ursprung auf dem Rad.
Eine gesunde Schulter sollte selbst mehrere Stunden auf dem Fahrrad ohne Beschwerden und Überlastung überstehen - wenn das Rad optimal auf den Menschen eingestellt ist! Und damit ist deutlich mehr als nur die Sattelhöhe gemeint. Das Schultergelenk wird zwar oft dem Kugelgelenk an der Hüfte gleichgesetzt, ist aber trotz seiner Beweglichkeit in jede Richtung deutlich anders aufgebaut.
Der Gelenkkopf der Schulter sitzt hier nicht umhüllt von einer Gelenkpfanne, sondern wird gegen eine unterdimensionierte, leicht gewölbte Fläche gezogen. Das sieht etwa so aus, als würde ein Basketball auf einer Teeuntertasse rotieren. Diese Bauweise ergibt maximale Bewegungsfreiheit zum Oberkörper in alle Richtungen inklusive der Rotation im Gelenk. Allerdings ist dieses Konstrukt auch recht fragil, denn der Gelenkkopf wird nur durch einige kräftige Bänder und die umgebenden Muskeln beziehungsweise Sehnen auf der Gleitfläche gehalten. Je nach deren Trainingszustand kann eine Schulter schnell labil werden. Je weniger Muskelmasse und Muskelspannung hier das Gelenk sichern, desto anfälliger ist es für Fehlbelastungen, Schmerzen und Verletzungen. Frauen mit durchschnittlich weniger Muskelmasse müssen hier noch mehr auf deren Trainingszustand achten.
Gleichzeitig sind diese Muskeln um das Gelenk herum sehr unterschiedlich stark, und je nach Armstellung müssen teils sehr dünne Muskelbündel hohe Kräfte aufbringen. In dieser partiellen Überlastung liegt der Grund für viele Schulterprobleme. In den meisten Fällen wird der Oberarmkopf ohne ausreichende Haltekräfte von unten gegen das Schulterdach gedrückt und klemmt dabei Sehnen, den Schleimbeutel und sogar Muskeln du Nerven ein, diese Verengung ist als Impingement-Syndrom recht bekannt. Das Anheben des Arms ist spätestens ab der Waagerechten dann sehr schmerzhaft. Dehn- und Kräftigungsübungen schaffen hier wieder mehr Platz.
Beschwerden an Nacken und Schultern sind bei Radfahrern weit verbreitet. Zu den häufigsten zählt das schmerzhafte Impingement-Syndrom, auch als Engpass-Syndrom bezeichnet. Bei dieser Erkrankung treten vorwiegend bewegungsabhängige Schmerzen in der Schulterpartie auf, möglicherweise aber auch im Ruhezustand.
Akute Schmerzen lassen sich zunächst mit rezeptfreien Medikamenten aus der Apotheke lindern, z.B. Schulterschmerzen nach dem Radfahren vermutet man hauptsächlich unter ambitionierten Mountainbiker*innen, die auf der Downhill-Hatz hunderte harte Schläge vom Lenker mit reiner Armkraft und dem Oberkörper abfangen müssen. Fahrer*innen von Trekkingrädern mit ihrer eher aufrechten Sitzhaltung hat man hier eher nicht im Blick. Zu Unrecht.
Gerade für längere oder ruppige Tage im Fahrradsattel ist es deshalb logisch, eher die starken und ausdauernden Partien der Schultermuskeln zu nutzen. Das passiert in ergonomisch gut eingestellter Sitzposition fast automatisch, man muss also nicht dauerhaft auf seine Haltung oder die Stellung der Gelenke achten. Auf einem schlecht eingestellten Rad, eventuell sogar in der unpassenden Rahmengröße und mit falschem Lenkersetup und unergonomischer Sattelhöhe, verändert sich die Körperhaltung zwar nicht extrem, aber Arme, Beine, Handgelenke, Knie und Becken arbeiten nicht mehr in den optimalen, effizienten Winkeln.
Ein Beispiel zur Verdeutlichung wäre der klassische Rundrücken bei zu kleinem Abstand zum Lenker. Er fällt optisch kaum auf, verursacht auf Dauer aber immense Nackenschmerzen. Genauso verhält es sich mit der Schulter. Wenn die Arme einen rechten Winkel zum Oberkörper bilden und die Hände den Lenker etwas weiter als schulterbreit packen, tragen der Trizeps-Muskel auf der Rückseite des Oberarms, der Latissimus-Muskel (latissimus dorsi) von der Schulter seitlich entlang des Brustkorbes und der große Brustmuskel (musculus pectoralis major) den Großteil der Last.
Für den Pectoralis, der als größter und stärkster Muskel an Bewegungen im Schultergelenk beteiligt ist, ist die oben aufgezeigte Haltung die effizienteste Stellung. Das gilt auch für das Abfangen von Schlägen vom Vorderrad. Seine volle Wirkung kann der Pectoralis entfalten, wenn die Ellbogen nach außen zeigen. Wann immer also große Haltekraft gefordert ist, sollte man die Arme um 80 oder 90 Grad auswärts rotieren, um die Schulter optimal einzusetzen.
Haltungsfehler Nummer eins auf dem Fahrrad sind durchgedrückte Ellenbogen. Die Arme dienen dem Körper beim Radfahren unter anderem als zusätzliche Stoßdämpfer. Stehen Unterarm und Oberarm aber senkrecht aufeinander, geht die Kraft geradlinig durch bis in die Schultern. Und wie gesagt, dort müssen ausschließlich Muskelstränge und Bänder diesen Stoß ungefiltert abfangen.
Die Bänder der Schulter verlaufen übrigens nicht parallel vom Arm zu Schulterblatt und Schulterblatthöhe, daran befindet sich die kleine Gelenkpfanne. Die Schulterbänder sind als sogenannte Rotatorenmanschette um das Gelenk gewunden. Je weiter man den Arm hebt, desto weniger diagonal und damit stabil verläuft die Manschette. Das ist tatsächlich so.
Gerade bei Strecken mit Anstiegen und Abfahrten wechseln sich Phasen des Schwitzens und der Zugluft ab. Besonders die im Wind exponierten Schultern kühlen sehr schnell aus. Außerdem ist es eine unwillkürliche Reaktion des Körpers, bei Frieren, die Schultern hochzuziehen. Das macht unter anderen der vom Hals sichtbar seitlich abwärts verlaufende Anteil des großen Trapezmuskels. Ausgekühlt durch Wind und überlastet bis verkrampft vom fortwährenden Heben schmerzt dieser Muskel im Allgemeinen als erstes. Gegenmaßnahmen sind schnell trocknende Radbekleidung aus Kunstfasern und falls nötig das Anlegen einer Windjacke bei jeder Abfahrt. Ist das nicht möglich oder reicht es nicht aus, kann man sich auf den Abfahrten bewusst zwingen, eben nicht wegen der Kälte zu verkrampfen.
Die Schulter ist ein recht weitläufiges Areal. Sie besteht nicht nur aus dem Gelenk, das den Oberarm bewegt, sondern auch aus dem Schulterblatt, dessen rein muskulärer Verbindung zum Rumpf sowie den Muskelsträngen, die zur Mitte des Rückens, seitlich an den Rippen und in die Halswirbelsäule ausstrahlen. Deshalb sind auch mögliche Ursachen für Schmerzen in der gesamten Schulterpartie sehr vielfältig.
Handhaltung: Durch verdrehen des Lenkers entsteht manchmal die Situation, dass Griffe vom Daumen nach außen aufwärts stehen. Die ausgelöste Innenrotation in den Armen veranlasst Radfahrer*innen häufig, wie oben beschrieben die Schulter Richtung Ohren zu ziehen und halten.
Lenkerbreite: Wie gesagt liegt die biomechanisch ideale Stützweite bei Schulterbreite plus etwa eine Handbreit auf jeder Seite. Extreme offroad-Pisten oder Downhills benötigen aber mehr Lenkkraft und damit mehr Hebel durch deutlich breitere Lenker. Breiten über 60 bis teils 80 Zentimeter sind aber wieder zum Greifen ungünstiger (sehr breiter Liegestütz). Also nur, wer das Extra an Hebelkraft zum Halten des Lenkers braucht, sollt breiter als 60 Zentimeter greifen.
Die Dropbar-Lenker an Rennrädern und Gravelbikes sind nur zwischen 38 und 46 Zentimeter breit und damit ergonomisch gut, dafür sind die Hände darauf in Standardhaltung um 90 Grad rotiert (Daumen in Fahrtrichtung). Das bringt die Ellenbogen zum Körper und die Schulter in weniger optimale Funktion.
Oberkörperneigung: Je höher der Lenker, desto schonender die Körperhaltung, das stimmt so leider nicht und vor allem die Übertreibung bis hin zur Rücklage ist wieder sehr kontraproduktiv. Montiert man den Lenker sehr hoch, entsteht der gleiche Effekt wie bei den aufwärts gerichteten Griffen.
Lenkerform: Wer die Schultern bei Rädern mit Flatbar nicht hochzieht, sondern dauerhaft nach vorne schiebt, kompensiert damit meist eine zu langgestreckte Sitzposition mit zusätzlich recht breiter Handhaltung. Das führt zu früher Ermüdung der Schultern. Eine schnelle Lösung sind Lenker mit gemäßigtem Backsweep, also einer Krümmung nach hinten.
Sitzposition: Ist die Sitzlänge, also der Abstand zwischen Griffen und Sattel, zu kurz, verfällt man schnell in einen Katzenbuckel. Die vorgekrümmte Brustwirbelsäule beugt sich vorwärts und man neigt sich unweigerlich über Lenker und Hände. Um der Tendenz, über den Lenker zu kippen, entgegenzuwirken, müssen eher kleine Muskeln in der Schulter den Arm nach vorne oben rotieren, quasi gegenhalten. Das ergibt meistens ein Brennen in Schultern und Nacken.
Kopfhaltung: Eng mit diesem Malheur ist eine falsche Kopfhaltung verbunden. Die falsche Sitzlänge, und zwar zu groß wie zu klein, kann zu Schmerzen im Nacken führen, die den kompletten Hals entlang bis in die Schulterblätter und den Rücken strahlt. Die Linie des Rückens muss gerade sein und sich bis in den Kopf fortsetzen. Das heißt: Selbst bei sportlicher Sitzposition sollte der Kopf nicht dauerhaft senkrecht gehalten werden, als würde man weit in die Ferne oder nach oben sehen.
Beckenposition: Auch eine ungünstige Neigung des Beckens kann sich über den Rücken bis in den Schultergürtel übertragen. Wenn man den Verdacht hat, die Probleme entstammen der Sitzposition, sollte man auf Nummer sicher gehen und ein Bikefitting durchführen, also alles von Grund auf neu einstellen.
Umgreifen: Was unterwegs gut hilft gehen schmerzende Schultern bis hin zu Taubheitsgefühlen im Nacken und den Extremitäten sind Positionswechsel. Das betrifft sowohl die Hände am Lenker als auch das regelmäßige aus dem Sattel gehen, und sei es nur für wenige Sekunden.
Vorausschauen: Bereits erwähnt wurde die mechanische Belastung der Schulter durch ruppige Untergründe und Schlaglöcher beziehungsweise Hindernisse. Wenn es möglich ist, sollte man die frühzeitig erkennen und einfach umfahren. Je nach Disziplin geht das nicht oder diese Hindernisse sind sogar Teil des Sports. Trotzdem bleibt das vorausschauende Fahren wichtig, damit man sich rechtzeitig in Position - Ellenbogen deutlich gebeugt, nach außen rotiert, Arme 90 Grad zum Körper - begeben und die Muskulatur im richtigen Moment weich machen kann.
Lasten vermeiden: Fahrradrucksäcke sind beim Mountainbiken fast immer dabei. Schlecht sitzende Tragesysteme und zu viel unnötiger Ballast drücken aber auf die seitlich aufsitzenden Schultermuskeln (musculus trapezius descendens). Außerdem zwingen nicht ergonomische Rucksäcke Fahrer*innen oft in unnatürliche und ungewohnte Haltungen auf dem Fahrrad.
Was tun gegen Schulterschmerzen am Körper?
Zur Vorbeugung des Impingement-Syndroms, aber auch im akuten Fall empfehlen Schulter-Experten gezielte Übungen zur Stärkung der Rotatorenmanschette. Stärken Sie Ihre Rotatorenmanschette. Am besten verwenden Sie dazu ein Theraband, um den Widerstand zu regulieren. Auch hier sollten Sie dreimal in der Woche neben Beweglichkeitsübungen die Manschette mit Rotations- und Zugbewegungen stärken. Damit die Übungsqualität deutlich zunimmt, eignet sich (besonders bei schon langfristig anhaltenden Problemen) der Gang zum Physiotherapeuten.
Die gezeigten Kräftigungs- und Dehnübungen für die Schulter können Sie zudem einfach in Ihren Alltag einbauen. Bei Schmerzen im Nacken sollten Sie eine Pause einlegen. Bei der Weiterfahrt die Arme leicht anwinkeln, den Lenker um 1 bis 2 Zentimeter nach oben stellen. Weder Arme noch Beine ganz durchstrecken: Ein Winkel zwischen Armen und Rücken von 90 Grad ist ideal. Die Handgelenke nicht abknicken!
Was tun gegen Schulterschmerzen am Bike?
Eine nach vorne gebeugte Sitzposition auf dem Fahrrad belastet die Schultern enorm. Mit einer geänderten Sattelstellung oder einer höheren Lenkerposition können Sie jedoch rasch Abhilfe schaffen. Achten Sie auf die richtige Breite des Lenkers! Zu schmal lässt die Schultern einknicken und schränkt die Leitfähigkeit der Nerven ein; zu breit strapaziert auf Höhe der Schulterblätter die Rückenmuskeln.
Eine gesenkte Sattelspitze geht ebenfalls zu Lasten der Schulterpartie. Vermeiden Sie eine Rundrücken-Haltung! Die Nacken- und Schultermuskulatur kann sonst verkrampfen. Ellenbogen immer leicht anwinkeln! So können Erschütterungen auf unebener Straße besser von den Armen abgefedert werden.
Prüfen Sie Ihre Sitzlänge und Überhöhung. Je länger Sie sitzen, desto größer wird der Winkel zwischen Oberarm und Brustkorb. Dadurch steigt der Druck auf das Schulterdach. Ein kürzerer Vorbau kann schnell Abhilfe schaffen - besonders, wenn die Probleme erst kürzlich aufgetreten sind. Eine zu hohe Überhöhung provoziert ebenfalls zu viel Druck auf die Schulter, da mehr Haltearbeit geleistet wird.
Achten Sie darauf, dass Ihr Sattel waagerecht steht. Eine gesenkte Sattelspitze führt ebenfalls zu mehr Haltearbeit in der Schulterregion.
Van Raam bietet die Lösung zum Fahrrad fahren mit Schulterproblemen
Wenn der Radfahrer Probleme mit seinen Schultern hat oder wenn er Beschwerden hat, mit denennicht mehr auf einem herkömmlichen zweirädrige Fahrrad fahren kann, können wir von Van Raam Hilfe anbieten. In dem Van Raam Sortiment gibt es verschiedene Fahrräder, so dass das Radfahren noch möglich ist. Nachfolgend sind verschiedene Lösungsmöglichkeiten aufgeführt:
Option 1: Balance Tiefeinsteiger Rad
Das Balance Zweirad-Komfortfahrrad hat einen niedrigen Einstieg, sodass der Fahrer leicht auf das Fahrrad steigen kann. Der Sattel befindet sich direkt hinter dem Tretlager. Dadurch ist die Sitzposition etwas niedriger als beim serienmäßigen zweirädrigen Fahrrad und der Fahrer kann mit beiden Füßen auf dem Boden leicht den Boden erreichen. Diese Sitzposition entlastet Schultern, Arme, Nacken und Gelenke.
Option 2: Easy Go Elektromobil Dreirad
Das Easy Go Elektromobil-Dreirad kann als Mobilitätsroller, Dreirad und als Dreirad mit Pedalunterstützung verwendet werden. Genau wie beim Balance befindet sich die Sitzposition hinter dem Tretlager, so dass der Fahrer etwas niedriger sitzt ist als beim serienmäßigen Zweiradrad. Diese Position entlastet Schultern, Arme, Nacken und Gelenke des Easy Go.
Option 3: Easy Rider Dreirad
Das Easy Rider hat eine stabile niedrige Sitzposition. Das Lenkrad des Easy Rider sitzt vor dem Fahrer, so dass die Arme und Schultern ruhen können. Da sich die Arme hinter dem Rad befinden, anstatt sich darauf zu stützen, gibt es wenig Druck auf die Schultern, Arme, Hals und Gelenke. Die Steuerung ist leichter als beim serienmäßigen zweirädrigen Fahrrad, so dass keine zusätzliche Kraft erforderlich ist und die Gelenke entlastet werden. Für kleinere Erwachsene und Kinder bietet Van Raam auch eine kompakte Variante dieses Fahrrads an: den Easy Rider Compact.
Option 4: Easy Sport Liegedreirad
Der sportliche Easy Sport ist dem Easy Rider ähnlich. Genau wie beim Easy Rider gibt es eine stabile niedrige Sitzposition. Der Unterschied liegt in der Lenkung. Der Easy Sport hat ein Untersteuern. Auf beiden Seiten des Sattels befindet sich ein Lenker, mit dem das Fahrrad gesteuert werden kann. Dadurch können sich die Arme und Schultern entspannen, so dass sie nicht belastet werden. Auf diese Weise gibt es praktisch keinen Druck auf Schultern, Arme, Hals und Gelenke. Für Kinder und kleinere Erwachsene gibt es von Van Raam auch das Modell Easy Sport Small.
Option 5: Van Raam Specials
Wenn die Van Raam-Reihe kein passendes Fahrrad für Sie enthält, kann ein Van Raam Special eine Option sein. Dieses "Special" ist speziell für den Fahrer entwickelt und nach Maß gefertigt, so dass die Person trotz ihrer Einschränkungen Rad fahren kann. Beispiele für die Van Raam Specials sind ein Fahrrad, das mit den Schultern/Torso gesteuert werden kann, ein stehendes Dreirad oder ein Handbike.
Vorbeugung von Schulterproblemen durch richtige Einstellung des Van Raam Bikes
Die Position des Fahrrads und die Einstellung des Fahrrads sind sehr wichtig. Wenn Sie keine Schulterprobleme haben, aber während und nach dem Radfahren Schmerzen in den Schultern, Armen, Nacken oder Gelenken auftreten, ist es möglich, dass das Fahrrad nicht richtig eingestellt ist. Die Symptome können auftreten, weil z.B. der Sattel oder der Lenker nicht auf der richtigen Höhe ist und somit die Sitzposition nicht gut ist. Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Van Raam Fahrrad nicht richtig eingestellt ist? Wenden Sie sich dann über die Händlerübersicht an Ihren lokalen Händler.
Weitere Ursachen und Behandlungen von Schulterschmerzen
Schmerzen im Schulterbereich können analog zu den Schmerzen im unteren Rücken verschiedene Ursachen haben. Fast immer ist eine falsche Sitzposition schuld an den Beschwerden. Im Wesentlichen musst du dir zwei Bereiche genau anschauen: zum einen den Lenker bzw. die Arm- und Handposition, zum anderen den unteren Bereich mit Sattel, Knie und Pedalen.
Viele Radfahrer klagen über eingeschlafene Finger oder Hände. Man spricht dabei auch von der Radlerlähmung oder dem Karpaltunnelsyndrom. Als Erstes musst du deinen Lenker und dessen Position in Ordnung bringen. Sprich hierzu mal mit einem unserer Bikefittingpartner. Ein Bikefitter kann sich dann nämlich auch die zweite potenzielle Ursache deiner Schulterbeschwerden anschauen. Diese ist - so unwahrscheinlich es auch klingen mag - in der Einstellung des Sattels bzw. einer potenziellen Beinlängendifferenz zu finden. Die Verspannungen, die sich durch den Beckenschiefstand ergeben, ziehen sich durch deinen gesamten Körper und machen sich neben den Knie- und Hüftgelenken auch im unteren Rücken und der Schulterpartie bemerkbar. Die richtige Achse zwischen Hüfte und Knie und im weiteren Verlauf zwischen Knie und Fuß ist ein Hauptthema.
Schmerzen in der Schulter können durch einen Unfall oder degenerative Prozesse bedingt sein. Degenerativ bedeutet, dass es über den altersbedingten Verschleiß hinaus Abnutzungserscheinungen gibt. Sportler sind besonders häufig von Schulterbeschwerden betroffen. Diese können zudem in Zusammenhang mit einer anderen Grunderkrankung stehen. Dabei strahlen Schmerzen aus umliegenden Strukturen in den Schulterbereich ab. Bereits leichte Verspannungen der Muskeln können zu starken Beeinträchtigungen führen, insbesondere dann, wenn eine Vorerkrankung vorliegt. In der Folge von Stürzen und Unfällen - vor allem bei Fahrradunfällen - sind Ausrenkungen, Sehnenrisse und weitere Verletzungen an der Schulter keine Seltenheit. Eine umgehende ärztliche Abklärung ist erforderlich, damit es nicht zu bleibenden Schäden kommt.
Die Schulterausrenkung wird fachsprachlich als Schultergelenkluxation oder Schulterluxation bezeichnet. Nicht nur Unfälle können eine Luxation der Schulter auslösen, auch die genetische Veranlagung kann eine Rolle spielen. Manche Menschen leiden per se an einer Instabilität der Schulter. Ein gesunder Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung kommt auch der Gesundheit der Schultergelenke zugute.
Symptome von Schulterschmerzen
Die vorhandenen Symptome geben Aufschluss über die Ursache der Schulterschmerzen. Beschwerden können sich langsam und schleichend entwickeln oder akut beispielsweise infolge eines Unfalls auftreten. Beeinträchtigungen der Schulterbeweglichkeit sind immer ein wichtiges Indiz. Bei vollständig erhaltener Beweglichkeit des Schultergelenks können die Schmerzen konservativ behandelt werden. Oftmals reicht eine Änderung des Lebensstils aus.
Schwellungen und Blutergüsse nach einem Unfall geben Hinweise auf die Art der Erkrankung. Hilfreich für die Diagnose und die nachfolgende Behandlung kann das Führen eines Schmerztagebuches sein. Darin wird festgehalten, zu welcher Tages- und Nachtzeit die Schmerzen auftreten und wie ausgeprägt sie sind. Stehen sie beispielsweise mit einer Belastung in Zusammenhang oder zeigen sie sich in Ruhephasen? Andauernde oder plötzlich auftretende starke Schmerzen sollten immer ärztlich abgeklärt werden. In den Kliniken ist die Unfallchirurgie rund um die Uhr besetzt. Die Behandlung von Schulterverletzungen gehört dort zur Routine. Bei entzündlichen Prozessen im Schultergelenk sollte eine orthopädische Praxis aufgesucht werden. Die Entzündung macht sich durch eine lokal wahrnehmbare Erwärmung bemerkbar, zudem kommt es häufig zu Flüssigkeitsansammlungen im Gelenk. Diese führen dazu, dass die Beweglichkeit des Arms eingeschränkt ist. Fieber und Schmerzbildung in weiteren Gelenken können Hinweise auf Infektionen und Autoimmunerkrankungen sein.
Verletzungen und Diagnosen bei Schulterschmerzen
Weit verbreitet und vom Laien nur selten erkannt, verbirgt sich hinter Schulterschmerzen das sogenannte Impingement-Syndrom. Diese Erkrankung trägt auch den Namen Schulterengpasssyndrom. Mit dieser Bezeichnung wird das Leiden nahezu bildhaft dargestellt, denn sie gibt zu verstehen, dass es unter dem Schulterdach zu eng geworden ist. Es kommt zu einer Reizung der unter dem Dach liegenden Schleimbeutel und Sehnen. Die Schmerzen zeigen sich schleichend und zunächst nur unter Belastung. Bei Verdacht auf das Impingement-Syndrom kann die Diagnose durch ein MRT (Magnetresonanztomografie) abgesichert werden.
Eine der häufigsten Erkrankungen am Schultergelenk ist die Rotatorenmanschettenruptur. Dabei handelt es sich um einen oder mehrere Risse im Bewegungsapparat des Schultergelenks. Die Rototorenmanschette ermöglicht die vielfältigen Drehbewegungen der Schulter. Ein Riss der Sehnen oder Muskeln im Bewegungsapparat schränkt die Funktionalität des Gelenks stark ein. Zudem kommt es zu einer Schmerzbildung bereits bei alltäglichen Bewegungen wie Haare bürsten oder Taschen tragen. Aufgrund der ähnlichen Symptome wird die Rotatorenmanschettenruptur gelegentlich mit der Kalkschulter verwechselt. Hier kommt es durch minimale Verletzungen zu Kalkablagerungen an den Sehnen. Die Behandlung der beiden Krankheitsbilder ist verschieden.
Die Impingement-Erkrankung und auch die Kalkschulter gelten als altersbedingte Erscheinungen und sind zudem stark belastungsabhängig. Degenerative Prozesse können außerdem zu Abnutzungserscheinungen an den Gelenkknorpeln führen. Infolge verschmälert sich der Gelenkspalt zwischen den Gelenkpartnern so stark, dass die Gelenkflächen gegeneinander reiben. Es kommt zu Entzündungen, die wiederum Schmerzen hervorrufen.
Therapie bei Schulterschmerzen
Die vielen Ausprägungen von Schulterschmerzen machen auch eine Vielzahl an Therapien erforderlich. Aus einer genauen Diagnose lässt sich die passende Therapie individuell ableiten. Leichte Schulterbeschwerden werden zumeist mit schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten behandelt. Der Heilungsprozess wird durch krankengymnastische Übungen unterstützt. Instabilitäten des Gelenks können durch eine gut trainierte Muskulatur aufgefangen werden. Im Bereich der Schulter gibt es außer dem Schultergelenk keine weiteren Knochen, die die Schulter entlasten können. Daher ist das Training des Bewegungsapparats wichtig.
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