Der Böhmerwald - auf Tschechisch Šumava - ist ein 120 km langer Gebirgszug im Grenzgebiet zu Bayern, der mit seinen urigen Wäldern ein perfektes Naherholungsgebiet bildet. Viele Urlauber kommen hierher, um die Natur zu Fuß, mit der Pferdekutsche oder dem Fahrrad zu erkunden. Mit Ihrem MTB finden Sie im Böhmerwald eine Vielzahl aufregender Strecken, z. B. am höchsten Berg der Region, dem Großen Arber, oder am Plöckensteiner See.
Mountainbike-Touren im Böhmerwald
Im Böhmerwald finden sich zahlreiche Möglichkeiten für Mountainbike-Touren. Hier eine Auswahl:
- Plöckensteiner See
- Nova Pec
- Moldau-Stausee-Runde
- Mountainbiken an der Svetla-Brücke
- Plesnè jezero: die Dreisessel-Runde
- Hochwald Mountainbike-Strecke
- Zu den Quellen der Warmen Moldau
- Witiko-Runde
- Besuch auf dem Mittagsberg
- Polom-Radweg mit Arberblick
Plöckensteiner See
Ein Klassiker unter den Mountainbike-Touren im Böhmerwald ist die grenzübergreifende Route um den Plöckensteiner See. Sie fahren am Parkplatz in Schöneben los und folgen zu großen Teilen dem Schwarzenbergischen Schwemmkanal. Hier geht es hauptsächlich über Forst- und Feldwege voran. Bisweilen kommen Sie hoch hinaus: Bis zu 1.088m werden erreicht. Insgesamt ist die Strecke 47km lang. Sie benötigen knapp 4h zu ihrer Vollendung. Die Runde beginnt in Ulrichsberg und endet auch dort.
Nova Pec
Auch diese fast 50km lange Tour kommt am Schwarzenberger Schwemmkanal auf tschechischer Seite vorbei. Sie beginnen Ihren Tag in der Gemeinde Nové Údolí und begeben sich zunächst zur Kalten Moldau. Nova Pec am Lipno-Stausee ist mit seinen Landschaften und dem dortigen Ausflugsrestaurant eines der großen Highlights auf dem Weg. Für die komplette Runde sollten Sie 3 bis 4h einplanen, in denen Sie ca. 500 Höhenmeter überwinden.
Moldau-Stausee-Runde
Der Moldau- bzw. Lipno-Stausee ist eine der großen Attraktionen im Böhmerwald. Rund um das Gewässer gibt es dabei hervorragende Optionen, um mit dem Mountainbike zu fahren. So lohnt sich so der Weg nach Baureith und nach Rosenhügel am Schwarzenbergischen Schwemmkanal. Diesen überquert, kommen Sie zum Moldaustausee, der sich perfekt für einen Zwischenstopp eignet. Etwas anspruchsvoller sind die Wege zum Vorderglöckel- und Glöckelberg sowie zum Sonnenwald. Planen Sie für die 42km etwa 4h ein. Der Höhenunterschied beträgt knapp 300m. Ausgangs- und Endpunkt ist die Gemeinde Aigen-Schlägl.
Mountainbiken an der Svetla-Brücke
Diese Rad- und Mountainbikestrecke beginnt in der Gemeinde Stožec. Die Rundtour von fast 24km legen Sie mühelos innerhalb von knapp 2h zurück. Dabei ist eine Höhe von 400m zu überwinden. Entlang der Strecke gibt es mehrere Rasthütten und Ausflugsrestaurants. Im KulturLandschaftsMuseum Haidmühle erfahren Sie mehr über die Region. Der Untergrund besteht überwiegend aus Erdwegen, Kies und Asphalt.
Plesnè jezero: die Dreisessel-Runde
Die Dreisesselrunde im Dreiländereck von Tschechien, Bayern und Österreich beginnt in der kleinen Gemeinde Bříza. Von hier aus starten Sie die ca. 42km lange Tour, die sich innerhalb von 3,5h meistern lässt. Dabei steigen Sie über 900m in die Höhe und wieder hinab. Von den Höhenlagen genießen Sie einen unvergesslichen Blick auf den Moldaustausee. Der spiegelglatte Plesnè-See verlockt wiederum zu einer kleinen Erfrischungspause. Das Ziel der Tour ist der Ausgangspunkt Bříza.
Hochwald Mountainbike-Strecke
Auch diese Route führt Sie in das Dreiländereck und bietet von oberösterreichischen Schwarzenberg aus herrliche Entdeckungsmöglichkeiten inmitten der Wälder. Wer Lust hat, kann nach 15km zur Felsformation Teufelsschüssel abbiegen. Von der technischen Seite her ist es vorteilhaft, ein wenig Erfahrung im Mountainbiken mitzubringen. Dennoch eignet sich die 20km lange Tour auch für Einsteiger. Nach ungefähr 2,5h sind Sie in der Regel wieder zurück in Schwarzenberg am Böhmerwald.
Zu den Quellen der Warmen Moldau
Der Besuch an den Quellen der Warmen Moldau verlangt fortgeschrittene Technikkenntnisse im Mountainbikefahren. Sie dürfen sich auf eine 23km lange Strecke mit traumhaften Waldlandschaften freuen. Dabei fahren Sie fast 400m nach oben und wieder hinab ins Tal. 90min bis 2h sollten für die gesamte Tour genügen. An vielen Stellen geht es über spektakuläre Single Trails quer durch die Wälder und unter den wohlduftenden Tannenwipfeln hindurch. Eine kleine Auswahl an Restaurants garantiert Ihnen die Versorgung mit Essen und Getränken. Der Anfangs- und Endpunkt ist die Siedlung Borová Lada.
Witiko-Runde
Diese grenzüberschreitende Tour bringt Sie auf einer Länge von 48km nach Tschechien und Österreich. Den Einstieg finden Sie in der Ortschaft Helfenberg. Die österreichische Gemeinde im oberen Mühlviertel ist gleichzeitig das Ziel der Strecke. Nach ca. 8km befinden Sie sich bereits auf der tschechischen Seite, wo Sie die Ruine Wittinghausen - Tschechiens höchstgelegene Burg - besichtigen können. Anspruchsvoll ist der Abstieg durch den Sternwald bei Piberschlag. Insgesamt sollten Sie einplanen, 6h lang auf der Strecke zu sein. Diese wird überwiegend als schwer eingeschätzt, was auch an den relativ steilen Anstiegen liegt.
Besuch auf dem Mittagsberg
Die mittelschwere Mountainbike-Tour startet in Modrava und führt über mehr als 33km durch den Böhmerwald. Dabei ist ein Höhenunterschied von 730m zu überwinden. Nach etwa 3h sind Sie zurück am Ausgangspunkt. Bereits zu Beginn geht es durch urige Hochmoorlandschaften, bevor Sie nach ca. 15km den Polednik erklimmen. Auf dem „Mittagsberg“ wartet bereits der markante Aussichtsturm auf Sie.
Polom-Radweg mit Arberblick
Wenn Sie auf Ihrer MTB-Tour den Arber erblicken möchten, sind Sie auf dem Polom-Radweg genau richtig. Dieser hat seinen Ausgangspunkt in Čachrov, von wo aus es zunächst zum malerischen Lakasee mit seinen Uferwäldern geht. Anschließend erreichen Sie den bezaubernden Ahornberg beim Dorf Haidl und erkennen schließlich den Großen Arber am Horizont. Mit 36km und einem Höhenunterschied von 710m gehört diese Route zur mittelschweren Kategorie.
Die Tour kann am grossen Parkplatz in Schöneben begonnen werden oder aber man folgt der Strasse hinab Richtung Grenzübergang, um dann kurz davor rechts nach Sonnenwald abzubiegen. Hier kann gut geparkt werden und die Tour kann gleich hier beginnen. Wir treffen sogleich auf den Schwarzenberger Schwemmkanal.
Eine detailierte Beschreibung und weitere Informationen über den Schwarzenberger Schwemmkanal ist rechts auf dieser Seite zu finden. Locker geht es die ersten 14 Kilometer immer mit leichten Gefälle am Kanal entlang durch den Wald. Abwechselnd gibt es am Schwemmkanal Schleusen zu bewundern und Informationstafeln. Dabei überqueren wir die Strasse, welche von Oberhaag herführt und erreichen alsbald eine grosse Kreuzung auf einer Lichtung. Rechts würde es nach St. Oswald gehen, scharf links direkt zum Moldaustausee, halblinks der steile aufstieg nach Svaty Tomas (siehe Tour 62) und geradeaus unsere Strecke nach Pasecna.
Eine sehr schlechte Schotterstrasse führt uns einsam tief in den Wald, zum Teil bergab und mit vielen Kurven geht es durch fast menschenverlassenes Gebiet. Sanft erheben sich die Hügelketten auf der östereichischen Seite und begleiten uns jetzt auf unseren langen und zähen Aufstieg auf groben alten Teerschotter. Sieben Kilometer kämpfen wir uns bergauf bis wir das kleine Dorf Pasecna (Reiterschlag) erreichen und wieder auf eine gute Teerstrasse treffen.
Bevor wir auf den grössten uns längsten Anstieg der Tour treffen, können wir uns bei ein paar kurzen Talfahrten erholen und Kraft schöpfend. Steil geht es nächsten 100 Höhenmeter hinauf bis wir auf 920 Meter Meerespiegel vor einer grandiosen 2 Km langen Abfahrt stehen. 200 Höhenmeter im fast “freien Fall” treffen wir in der Ortschaft Frydava auf den Moldaustausee. Ein kleines Stück nach rechts und wir finden einige Restaurants zur Stärkung und auch die Fähranlegestelle hinüber nach Frymburk.
Eine kleine Rast um die Schönheit des Moldaustausee zu geniesen lohnt sich hier besonderst. In nordöstlicher Richtung führt unser Weg immer dicht am See entlang weiter.
Fast ohne nenneswertes Gefälle oder Steigungen, immer mit tollen Blicken auf den See, führt die Strasse durch Wälder und über Wiesen. An der Stelle wo eine Brücke über den Stausee führt, befindet sich links die sogenannte Bayrische Au, ein Naturschutzgebiet auf österreichischer Seite das bis zum Moldaustausee heranreicht. Die Grenzschilder sind hier am Seeufer zu erkennen. Weiter, leicht hügelig geht es über Weideland bis wir eine grösse Steigung erreichen und kommen so nach Predni Zvonkova, wo wir uns rechts halten.
Die letzten Höhenmeter geht es zurück zu unseren Ausgangsort. Wer jetzt noch eine Stärkung braucht, kann Hunger und Durst auf der Terasse der Pension Marie rechts oben stillen. Auch rechts der Strasse befindet sich das alte Dorf Glöcklberg, wo die historische und zerstörte Kirche wieder errichtet worden ist. Hier lohnt sich für alle kulturinteressierten ein Abstecher.
Wir treffen hier auch wieder auf den Schwemmkanal und folgen ihm nach links und nach einen Kilometer sind wir wieder an unseren Ausgangsort der Mountainbike Tour angelangt. Losgeradelt sind wir am Grenzübergang Haidmühle wo wir unser Auto kostenlos parken konnten.
Wir fuhren den Rundkurs gegen den Uhrzeigersinn, zuerst also Richtung "Schwarzenberger Schwemmkanal" Am Anfang nach dem Grenzübergang geht es eine kurze Steigung hinauf aber sobald man am Schwemmkanal angelangt ist geht es nur noch gerade bzw. minimal bergab. Wir passieren verschiedene Schleusen und Hirschbergentunnel und weiter nach Jeleni eine kleine Ortschaft am Kanal. Nach knappen 2 Stunden bei ca. Km 29,5 verlassen wird den Schwemmkanal und fahren in Richtung Lipno-Stausee zur Fähre, die dann übersetzt nach Horni-Plana.
Am Markplatz fanden wir ein Restaurant wo wir sehr gut und günstig zu Mittag gegessen haben. Nach der Pause fuhren wir am uns relativ neu erscheinenden Radweg entlang der Bahnstrecke zurück zum Ausgangspunkt. Ab Horni-Plana könnte man auch den Zug zurück zum Grenzübergang Haidmühle nehmen und dadurch die Strecke abkürzen. Sehr schöne und ruhige Radtour mit wenig Steigungen. Das meiste der Strecke verläuft auf Asphalt der rest auf gut geschotterten Waldwegen. Ideal auch für Familien mit KIndern.
Da es entsprechend wenig Anstiege auf der Strecke, sondern lediglich ein Gefälle von 0,2 Prozent gibt, lässt sich der Radweg mit der Nummer 888 über 51,8 Kilometer sehr bequem fahren.
Hierfür kannst du mit der Mühlkreisbahn nach Aigen-Schlägl fahren und kannst anschließend am Bahnhof in Richtung Haidmühle umsteigen. Hierbei kannst du den Radtransfer nutzen, welcher erst kürzlich neu eingeführt wurde und für alle Radler sehr praktisch ist. Dieser bringt dich dann zum Ausgangspunkt der Schwemmkanalroute. Allerdings erfolgt dies nur freitags zwischen dem 1. Mai und dem 26.
Im Grenzland zwischen Österreich, Böhmen und Deutschland, an den Hängen von Dreisesselberg, Plöckenstein und Hochficht, hat seit 1789 ein Verkehrsweg seinen Ursprung, der nach 60 Kilometern in die Donau endet. Der “Krumau-Holzschwemm-Kanal” beginnt in Böhmen in 924 Metern Höhe, durchschneidet einen Sattel mit einem der ersten Tunnel Mitteleuropas, überquert die europäische Haupt-Wasserscheide und senkt sich auf österreichischem Gebiet in einem beeindruckenden Steilabfall zur Großen Mühl. Er wurde zu keinem anderen Zweck errichtet, als um Brennholz nach Wien zu bringen.
Diese Tour führt exakt entlang am Schwarzenbergischen Schwemmkanal, dessen freigelegte und restaurierte Abschnitte im Nationalpark Böhmerwald einen der schönsten Wege Mitteleuropas bilden.
Nach der einzigen längeren Steigung auf der gesamten Strecke kreuzt der Anfang des Schwemmkanals. Rechts der Strasse (ca. 50m) befindet sich das Denkmal vom Erbauer mit dem ersten Schleuseneinlauf.
Jetzt geht es den kleinen Pfad entlang, bis wir, immer dem Kanal folgend, auf eine grosse Forststrasse stossen. Von hier aus kann auch die Auffahrt zum Plöckensteinsee gestartet werden. Tourenbeschreibung hierzu wird demnächst folgen.
Am historischen Tunnel des Schwemmkanal bis nach Jeleni, hier hat man die Möglichkeit links nach Nova Pec zum Moldaustausee abzubiegen (andere Touren zweigen hier ab), aber wir halten uns links und folgen dem Kanal bis nach Glöcklberg. Ideale Einkehr bei der Pension Maria hier. Kurz nach der Kirche könnte man rechts abbiegen zum Grenzübergang nach Österreich (Schöneben). Wir bleiben immer gerade aus am Kanal und kommen auch hier nach ein paar Kilometern nach Österreich. Vorbei am Bärnstein bis nach kurz vor Sankt Oswald.
Hier geht der Kanal wieder weiter über die sehenswerten Steilstufen bis Morau, wo der Kanal offiziell endet. Wir fahren aber direkt nach St.
Einmal quer durch Europa? Nein, natürlich nicht! Aber auf einer Tour gleich drei Länder miteinander zu verbinden hat schon etwas Außergewöhnliches an sich! Diese Einmaligkeit durch den Bayerischen Wald, dem tschechischen Böhmerwald zu radeln und dann auch noch ins österreichische Mühlviertel zu schnuppern, gibt dieser Tour ein besonderes Flair. Ausgangspunkt ist der Grenzübergang in Haidmühle. Von dort radeln wir bergan bis wir an den Schwarzenberger Schwemmkanal ankommen und dieser wunderschönen, ebenen Strecke über 15 km weit folgen.
Der Belag fein, die Wälder imposant und die Beanspruchung unserer Muskulatur nur mäßig: Ein wahrer Genuss für jeden Radler, der die Natur gleichzeitig bestaunen und regelrecht "erfahren" will. Wer sich ein weiteres Highlight gönnen will, der biegt in Hucina nicht nach links weiter entlang des Schwemmkanales ab, sondern strampelt 3,5 km nach rechts bergauf zum Plöckensteinsee: anstrengend aber eine Naturschönheit sonders gleichen!
Die Tour führt weiter nach Jeleni. Dort bestaunen wir das imposante Tunnelportal und halten uns weiter entlang des Schwemmkanales. Nach knapp 23 km haben wir aber nun den schwersten Teil der Tour vor uns: Hoch hinauf geht es nun zum Grenzübergang Rossbach und oben auf der Kuppe angekommen, überqueren wir an einer kleinen Blockhütte die Grenze zwischen Tschechien und Österreich.
Immer noch durch die grandiose Waldlandschaft gelangen wir zur Talstation des Skigebietes Hochficht. Dort nochmals nach rechts bergan und dann weiter auf der Schotterstrecke bis zur Asphaltstraße oberhalb von Schwarzenberg.
So gerne wir die Abfahrt in einem Braus nehmen möchten, so sehr fasziniert uns aber auch die wunderschöne Fernsicht in das weite Mühlviertel, zur Donauebene und bei Föhn bis in die Alpen, die dann zum Greifen nahe erscheinen. Also: Zeit lassen, bremsen und genießen.
In Schwarzenberg kehren wir am besten zuerst einmal gemütlich im Hotel "Adalbert-Stifter-Hof" direkt an der Hauptstraße ein. Der Topfenstrudel hier ist nämlich ein Gedicht und wir haben uns diesen Zwischenstopp redlich verdient!
Die Pause tut uns sichtlich gut, denn bereits nach knapp 500 Metern sind letztmals unsere strammen Wadeln gefordert. Hinauf nach Oberschwarzenberg, immer der Beschilderung Nr. 53 folgend, überwinden wir nochmals ca. 150 Höhenmeter auf den nächsten 2 km. Aber auch hier sollten wir es nicht versäumen und den Blick zurück auf das beeindruckende Panorama werfen.
Die Grenze nach Bayern, überqueren wir bei einem schmalen Grenzbach der den bezeichnenden Namen "Furth" (im Sinne einer Überfahrt) trägt. Die nächsten 11 km tragen den Namen "alte und neue Ewigkeitsstraße" - ein langatmiger, aber immer eben oder leicht bergab führender Streckenabschnitt. Ein aussichtsreicher und nicht sehr bekannter Punkt liegt nur 300 Meter abseits dieses Schotterstrecke: Der Klausgupf - unbedingt sehenswert!
In Frauenberg angekommen halten wir uns an der Staatsstraße kurz nach links um bei der nächsten Gelegenheit in den Adalbert-Stifter Geh- und Radweg nach rechts einzubiegen.
Das Radwege-Signet (Europaflagge, Nr. 13) bezieht sich auf den Iron Curtain Trail (EuroVelo 13), der wechselseitig des Eisernen Vorhangs verläuft (Gesamtlänge 10 400 km). Die Staatsgrenze zur Tschechischen Republik kann von EU-Staatsangehörigen seit dem 1.1.2008 mit einem gültigen Reisedokument überquert werden. Vom geeinten Europa und dessen erleichterten Reisebedingungen profitieren grenzüberschreitende Radfahrer in besonderem Maß.
Radfahrer und Fußgänger können die Grenze zwar ohne Kontrollen passieren, dennoch ist ein Ausweis mit zu führen.
Die Straße windet sich 4 km durch bewaldetes Gebiet nach Stožec. In Stožec (780 m) im Tal der Kalten Moldau befindet sich für Radfahrer eine wichtige Weggabelung. Der kleine Ort mit 200 Einwohner ist für Radtouristen eine wichtiges Radwegekreuz.
Vom Tal der Moldau bestehen mehrere Verbindungen hinauf zum Schwarzenberger Schwemmkanal (u.a. Nr. 54). Im Mittelalter verlief hier der Goldene Steig (Handelsweg Passau - Bischofsreut - Volary -Prachatice).
Bis zum Grenzort Strážný nahe Phillipsreut haben sich die Anstiege auf 250 hm kumuliert.
Von der Stille und Ursprünglichkeit der Natur geht es ansatzlos mitten hinein in den Touristenrummel, wo Vietnamesenmärkte, Casinos und zahlreiche Bars das geschäftige Ortsbild bestimmen. Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs entwickelte sich ein reger Grenztourismus.
Eine unscheinbare Forststraße zweigt kurz vor Ortsende in Strážný rechts ab. Bis Bucina (Buchwald) - Ortsteil der Gemeinde Kvilda - schraubt man sich im Nationalpark Šumava auf der 14 km langen Passage nach oben. Raus aus dem quirligen Grenzort hinein in die stille Natur. Die homogene Steigung macht es leicht, seinen Tritt-Rhythmus zu finden.
Nach dem 10% Schlussanstieg ist der zweithöchste Streckenpunkt der Route (1168 m) an der Wegkreuzung erreicht. Die Route führt links an der Kapelle des hl.
Der Böhmerwald ist unter Wanderern äußerst beliebt. So läuft z.B. der Europäische Pilgerweg - VIA NOVA - von Vilshofen an der Donau kommend über Mauth nach Kvilda und Príbram.
Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs setzte das letzte Jahrzehnt in Buèina ein regelrechter Radfahrer- und Wanderer-Boom ein.
Eine Gedenkstätte erinnert an die Nachkriegszeit des Eisernen Vorhangs. Das Mahnmal besteht aus einem T-Zaun, Hochspannungszaun, Spurenstreifen, eine Wachturmkabine und am oberen Ende des Zauns steht ein typischer Stahlwachturm.
Nach dem 400 hm - Anstieg hat man sich eine Pause und Energienachschub redlich verdient.
Auch wenn am Abzweig kurz vor der Grenze ein Radverbotsschild angebracht ist gilt zu beachten, dass in der Nationalparkregion generell ein Fahrverbot für Zweiräder abseits von Straßen bzw. ausgewiesenen Wege besteht (selbst wenn kein Schild explizit darauf hinweist).
| Tour | Länge | Dauer | Höhenmeter | Schwierigkeit |
|---|---|---|---|---|
| Plöckensteiner See | 47 km | ca. 4h | 1.088 m | Mittel |
| Nova Pec | ca. 50 km | 3-4h | ca. 500 m | Mittel |
| Moldau-Stausee-Runde | 42 km | ca. 4h | ca. 300 m | Mittel |
| Svetla-Brücke | 24 km | ca. 2h | 400 m | Leicht |
| Dreisessel-Runde | ca. 42 km | ca. 3,5h | ca. 900 m | Mittel |
| Hochwald Mountainbike-Strecke | 20 km | ca. 2,5h | Einsteiger | |
| Zu den Quellen der Warmen Moldau | 23 km | 90min - 2h | ca. 400 m | Fortgeschritten |
| Witiko-Runde | 48 km | ca. 6h | Schwer | |
| Besuch auf dem Mittagsberg | 33 km | ca. 3h | 730 m | Mittelschwer |
| Polom-Radweg mit Arberblick | 36 km | 710 m | Mittelschwer |
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