Unser Schwarzwald ist das größte und höchste Mittelgebirge der Republik. Als Motorradgebiet lässt der Schwarzwald so gut wie keine Wünsche offen. Kurvige Straßen, urige Bikertreffs, malerische Aussichten und sehenswerte Städte und Orte sind überall zu finden. Das Kurvenangebot ist traumhaft, alle denkbaren Schräglagenerlebnisse sind möglich. Dazu immer Fernblick und Pausenstopps an malerischen Orten.
Da der Schwarzwald zum sonnigen Südwesten Deutschlands gehört, streckt sich die Motorradsaison recht lange. Von Mitte/Ende März bis in den Oktober hinein, kann man an sonnigen und bewölkten Tagen das Fahrerlebnis genießen. Etwas Vorsicht ist in den Frühlings- und Herbstmonaten geboten: da der Schwarzwald das höchste Mittelgebirge Deutschlands ist, kann es durchaus auch im April noch bzw. im Oktober schon mal schneien. Bei Regen kann es gerade im Herbst auf den Waldstrecken rutschig werden. Außerdem sollte immer eingeplant werden, dass es in den Höhenlagen des Schwarzwalds ca. Von Motorradfahrern frequentiert sind die Schwarzwaldstraßen vor allem im Frühjahr und im Sommer, hauptsächlich an den Wochenenden. An manchen Tagen kommt man vor lauter Grüßen fast nicht mehr mit der linken Hand an den Lenker. Es gibt aber zum Glück auch Routen, die weniger befahren sind.
Viele »schnellere« Strecken sind mittlerweile aus Sicherheitsgründen auf 70 km/h oder gar 60 km/h beschränkt. Die bekannte, ehemalige Schauinsland-Bergstrecke hinter Freiburg-Günterstal zur Passhöhe ist an Samstagen, Sonn- und Feiertagen für Motorräder gesperrt. An Freitagen wird dann gerne noch geblitzt. Leider sind auch immer wieder mal Straßen wegen Bauarbeiten gesperrt.
Die Regionen des Schwarzwaldes
Der Schwarzwald ist eine der geographisch vielfältigsten Regionen Deutschlands und bietet eine beeindruckende Mischung aus hohen Bergen, tiefen Tälern, dichten Wäldern und klaren Seen.
Der Nordschwarzwald
Zwischen Pforzheim und Offenburg finden sich die waldreichsten und gleichzeitig am wenigsten besiedelten Ecken des Schwarzwaldes. Bewaldete Hügellandschaften mit steilen Flanken, durchzogen von engen, tiefen Flusstälern charakterisieren den Norden des Schwarzwaldes. Lange Flusstäler, steile Bergauffahrten, Panoramastrecken auf den Höhen und kurvige Talfahrten.
Der Mittlere Schwarzwald
Zwischen Offenburg und Freiburg kann man die klimatischen Unterschiede im Schwarzwald am besten erfahren. Von Osten her durch die kühler und höher gelegenen Orte Alpirsbach, Schramberg, Baiersbronn, Triberg und Wolfach erreicht man die Flusstäler von Kinzig, Murg und Hausach.
Der Hoch- und Südschwarzwald
Zwischen Freiburg und Schaffhausen lockt der gleichzeitig hohe und sonnig südliche Schwarzwald. Enge, steile und herausfordernde Kurven führen zu den höchsten Gipfeln des Mittelgebirges und zu den Seen. An den Rändern finden sich das Markgräfler Land, sowie der Hotzenwald und das Wiesental.
Bekannte Motorradstrecken im Schwarzwald
Im Grunde genommen ist es eine einzige Berg- und Talfahrt entlang aussichtsreicher Hügelketten und durch romantische und waldreiche Schluchten, die Schräglagenerlebnisse in ungeahnter Fülle bietet. Bei der Planung kann man nur einen Fehler machen: sich zu wenig Zeit für die "Hochburg" unter Deutschlands Motorradrevieren zu nehmen.
Schwarzwaldhochstraße
Die Schwarzwaldhochstraße ist die wohl bekannteste Panoramastraße des Schwarzwaldes. Auf 60 Kilometern Länge bietet sie grandiose Ausblicke auf das Mittelgebirge und über die Rheinebene hinüber bis zu den nahegelegenen Vogesen. Wasserfälle, Seen und schmucke Ortschaften machen die Straße auch für Besucher interessant, die gerne mal vom Mopped steigen.
Ihren Ausgangspunkt nimmt die Schwarzwaldhochstraße in Baden-Baden, der internationalen Kur- und Bäderstadt. Hinter Baden-Baden steigt die Straße steil und kurvenreich an und erreicht auf der Bühlerhöhe schon bald ihren Kamm. Bei klarem Wetter kann man von hier aus über die Rheinebene bis zu den Vogesen blicken. Unterhalb der Hornisgrinde erreicht die Straße den kreisrunden Mummelsee, einen Karsee, der in der letzten Eiszeit entstanden ist. Es geht die Sage um, dass nachts im Mondlicht Nixen, auch Mümmlein genannt, aus dem See auftauchen. Tagsüber ist der See ein ebenso beliebtes wie belebtes Ausflugsziel.
Über den Höhenzug des Schliffkopfs führt die gut ausgebaute Straße weiter in die Siedlung Kniebis, die am gleichnamigen Bergrücken liegt, wo bei gutem Wetter die Gleitschirmflieger ihre Herausforderung suchen. Von Kniebis aus gehts weiter nach Freudenstadt, dem anerkannten Kneippkurort, der den größten bebauten Marktplatz Deutschlands besitzt.
Schwarzwald-Panoramastraße
Über rund 70 Kilometer führt die Schwarzwald-Panoramastraße von 263 auf 1.493 m.ü.NN von Waldkirch im Elztal über den Kandel oder alternativ von Denzlingen durch das Glottertal nach St. Peter, Von dort über St. Märgen, Thurner, Hinterzarten, Titisee und Bärental zum Ort Feldberg am Feldberg.
Schwarzwald-Bäderstraße
In einem weiten Rundkurs mit insgesamt 270 km Strecke durchzieht die Schwarzwald-Bäderstraße den nördlichen Schwarzwald. Sie startet südlich von Karlsruhe in Waldbronn und führt nach Süden durchs Nagoldtal nach Bad Liebenzell und Bad Teinach bis Bad Rippoldsau, wo sie dann nach Norden dreht und über Bad Wildbad und Bad Herrenalb schließlich in Baden-Baden endet. Dabei geht es durch tief eingeschnittene Täler und vorbei an malerischen Bergen.
Schwarzwald-Tälerstraße
Bereits seit 1960 schlängelt sich die Schwarzwald-Tälerstraße durch die wilden Täler von Murg und Kinzig. Über eine Strecke von mehr als 100 Kilometer führt sie von Rastatt in der Rheinebene über Gaggenau, Gernsbach, Weisenbach und Forbach die Murg flussaufwärts nach Baiersbronn, wo sie das Murgtal verlässt. Über Freudenstadt geht es weiter auf der B294 hinunter ins Kinzigtal über Loßburg nach Alpirsbach. Die Landschaft ist geprägt von den Bergen, Wäldern, Wiesen und Flussläufen. In vielen Orten lohnt sich ein Zwischenstopp. Offiziell endet die Schwarzwald-Tälerstraße in Alpirsbach.
Weitere Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele
Es wird ja immer wieder nach Ausflugszielen, Einkehrmöglichkeiten und schönen Strecken im Schwarzwald gefragt.
Nagoldtalsperre
Auch unter dem Namen »Erzgrube« bekannt, darf sich die Nagoldtalsperre zu den größten Stauseen in Baden-Württemberg zählen. Er ist 250 Meter breit und bis zu 35 Meter tief. Dabei teilt sich die Talsperre in den Vor- und Hauptsee auf. Beide Seen dienen sowohl dem Hochwasserschutz als auch der Aufhöhung des Niedrigwassers im Nagoldtal. Erbaut wurde die Talsperre von 1965 bis 1970.
Schwarzenbachtalsperre
Ungefähr 12 Kilometer von Baden-Baden entfernt befindet sich die Schwarzenbachtalsperre, ein beliebter Biker-Treff. Sie liegt in 668,5 Metern über dem Meeresspiegel zwischen der Schwarzwaldhochstraße und dem Murgtal. Das Wasser des Stausees dient zur Stromgewinnung für ein Industrie-Unternehmen in Forbach. Eine vollständige Entleerung des Sees dauert übrigens zweieinhalb Monate.
Der Bau der Staumauer ist in die Geschichte eingegangen: Sie war die erste Gussbetontalsperre Deutschlands. Mit einem Volumen von 285.000 Kubikmetern ist sie auch heute noch die größte Talsperre des nördlichen Schwarzwalds. Um dieses Wunderwerk zu vollbringen, arbeiteten von 1922 bis 1926 bis zu 2000 Arbeiter Tag für Tag an der Talsperre. Die massive Mauer besteht zum Großteil aus Granitsteinen, die aus den umliegenden Steinbrüchen im Nordschwarzwald gewonnen wurden.
Allerheiligen Wasserfälle
Zu Füßen des Büttenkopfes ergießen sich die Allerheiligen Wasserfälle rund 90 Meter ins Tal. Sie sind die größten naturbelassenen Wasserfälle im Nordschwarzwald.
Der Lierbach stürzt sich hier über sieben Stufen ins Tal. Früher gehörten die Wasserfälle zu einem Kloster, dessen Ruine wenige hundert Meter nördlich zu einem Besuch einlädt. Eingerahmt von Schliffkopf, Hundskopf und Schwabenkopf bahnt sich der Lierbach einen Weg durch eine malerische Schlucht. Seit 1840 erschließt ein Weg die Wasserfälle. Zahllose Treppen und Brücken lassen Besucher dieses Naturschauspiel hautnah erleben. Die Gischt kann dabei durchaus auch für Tropfen auf den Besuchern sorgen, was in der warmen Jahreszeit eine willkommene Erfrischung ist. Die Wasserfälle und das Kloster sind frei zugänglich.
Triberger Wasserfälle
Die Triberger Wasserfälle stellen die wohl bekanntesten Wasserfälle ganz Deutschlands dar. Das liegt einerseits an ihrer Schönheit, andererseits aber auch daran, dass man hier besonders früh damit begonnen hat, sie touristisch zu erschließen. Sie sind die meistbesuchten Wasserfälle Deutschlands. Zu den höchsten zählen sie natürlich auch.
Die Gutach, welche sich bei Triberg von den Anhöhen stürzt, speist sich aus vielen kleinen Bächen, von denen es in dieser Region im Schwarzwald eine Menge gibt.
Mummelsee
Der Mummelsee ist ein Karsee, gebildet aus Gletscherwasser und genährt vom moorigen Wasser, das vom Hornisgrinde herabfließt. Er liegt direkt an der Schwarzwaldhochstraße und ist vor allem am Wochenende ein Magnet für Besucher. Man nennt ihn deshalb auch spöttisch »Rummelsee«.
Der Mummelsee hat keine Fische. Was in nostalgischen Zeiten zu vielen Sagen und mystischen Vermutungen geführt hat, kann heute ganz einfach erklärt werden. Das Moorwasser ist sauer-torfig und nicht geeignet für Fische. Dennoch halten sich die Geschichten von Nixen hartnäckig.
Vom See führt der circa drei Kilometer lange Grindenpfad durch das Hochmoor zum Hornisgrindeaussichtsturm auf den Gipfel bei 1.164 Höhenmetern, der einen wunderschönen Rundumblick bietet.
Schluchsee
Der größte See des Schwarzwaldes ist umgeben von den immergrünen Wäldern des Mittelgebirges und liegt auf etwa 1.200 Metern. Neben einem natürlichen Zufluss wird der See über verschiedene Kraftwerksstufen mit Wasser aus dem Rhein befüllt. Die 63,5 Meter hohe Staumauer wurde zwischen 1929 und 1932 durch Notstandsarbeiter errichtet. Zum Bau dieser Gewichtsstaumauer musste der Natursee zunächst um 13 Meter abgesenkt werden. Dazu sprengte man im Jahre 1930 einen Stollen in den Fels. Dabei fand man auch einen Einbaum, durch dessen Untersuchung man mittlerweile nachweisen konnte, dass der Schluchsee bereits um das Jahr 650 befahren wurde.
Wegen der Höhenlage ist das Wasser auch im Sommer relativ kühl. Der Schluchsee ist vor allem bei Badegästen und Seglern beliebt. Im Gegensatz zum Titisee hat er fast überall gut zugängliche Ufer, weshalb der Schluchsee im Sommer stark frequentiert wird.
Titisee
Wer den Hochschwarzwald durchquert, kommt an einem Ausflug zum Titisee wohl nicht vorbei. Er bedeckt eine Fläche von 1,07 km² und ist durchschnittlich 20 m tief. Seine Entstehung verdankt er dem Feldberg-Gletscher. Am Nordufer liegt der gleichnamige Kurort, der Teil der Stadt Titisee-Neustadt ist. Nach einer alten Überlieferung befindet sich der Titisee an der Stelle einer in den Fluten versunkenen Stadt, die untergegangen ist zur Strafe dafür, dass ihre Bewohner Brotfrevel begingen.
Feldberg
Der Feldberg im Südschwarzwald ist mit 1.493 Metern die höchste Erhebung des Mittelgebirges und ist damit der höchste Berg Deutschlands außerhalb der Alpen. Alleine deshalb ist er neben dem Kaiserstuhl im Hochschwarzwald ein beliebtes Ziel für Ausflüge und Touren.
Tourenvorschläge
Die Streckenauswahl fällt selbst bei mehrtägigen Aufenthalten im Schwarzwald nicht leicht. Denn das Straßennetz bietet für alle Tourenansprüche eine enorme Bandbreite, und Motorradfahrer finden überall lohnende Straßen und Traumkurven, die sich durch die landschaftliche Idylle schlängeln.
Motorradtour Nordschwarzwald
Bewaldete Hügellandschaften mit steilen Flanken, durchzogen von engen, tiefen Flusstälern charakterisieren den Norden des Schwarzwaldes. Diese Rundtour mit Start in Freudenstadt über Baden-Baden, Bad Liebenzell und Calw nutzt die großen Höhenunterschiede aus und bietet jede Menge Kurven und grandiose Ausblicke auf einer Strecke von rund 256 Kilometern im Motorradrevier Nordschwarzwald.
Die ersten Kilometer der Schwarzwald-Tour versprechen Panoramen der Extraklasse. Über Zwieselberg und Bad Rippoldsau geht es zur Alexanderschanze. Für etwa zwei Kilometer folgt die Route der Schwarzwaldhochstraße B500, ehe sie für einen sensationellen Kurventanz Richtung Oppenau links abzweigt. Hier, wo die Berge Roßbühl, Rotenkopf und Melkereikopf in die Höhe ragen, nimmt die Motorradtour erst richtig Fahrt auf. Zügig ist der auf 900 Metern liegende Ruhestein erreicht.
Abwechslungsreiche Kurvenkombinationen führen quer durch die hügelige Landschaft des Nationalparks Schwarzwald in die Ferienregion Baiersbronn, vorbei an der tiefblauen Schwarzenbach-Talsperre. Im Murgtal folgt die Route den Schwüngen des kleinen Flusses. Ausgedehnte Waldflächen begleiten nun die Fahrt zurück zur Schwarzwaldhochstraße, wo ein Abstecher zu den Gertelbach-Wasserfällen oder zum Geroldsauer Wasserfall schöne Fotomotive verspricht. Auf dem Weg nach Oberbeuern prägen großflächige Wiesen und Hügelketten das Landschaftsbild. Anschließend wird die Straße zunehmend kurviger und führt wieder bergauf. Von einer Aussichtsplattform neben der Route reicht der Blick weit über das Murgtal und zum Kleinen Matterhorn. Hinab ins Murgtal geht der Kurvenrausch weiter. In Gernsbach wird der Blinker rechts Richtung Käppele-Pass gesetzt.
Bei Höfen an der Enz erreicht diese Schwarzwald-Motorradtour ihren nördlichsten Punkt. Der Verlauf der Enz gibt nun die Route in den Süden vor. Über Schömberg geht es weiter nach Bad Liebenzell.
Auf der Etappe von Bad Liebenzell bis Freudenstadt führt die Landstraße in sanften Bögen an der romantischen Klosterruine Hirsau vorbei nach Calw. Ein Boxenstopp am Marktplatz der heimeligen Fachwerkstadt Calw lohnt sich, bevor abwechslungsreiche Kurvenschwünge über Nagold und Altensteig zurück nach Freudenstadt, dem Endpunkt dieser traumhaften Schwarzwald-Tour, führen.
Nordschwarzwald: kürzere Alternative
Wer die Schleife im Norden und damit den Tourentag etwas abkürzen möchte, kann diese nicht weniger kurvenreiche Alternative nachfahren. Die Route gleicht der oben beschriebenen Strecke von Freudenstadt bis Hilpertsau und biegt dann östlich Richtung Reichental ab, von wo aus eine passähnliche Straße mit grandiosen Aussichten nach Kaltenbronn führt. Über Altensteig geht es schließlich zurück nach Freudenstadt. Bad Liebenzell, Calw und Nagold werden auf dieser Strecke ausgelassen.
Motorradtour im Südschwarzwald
Schräglagenerlebnisse im Südschwarzwald: Freiburg, Schauinsland, Schluchsee, Titisee, Kurven über Kurven und immer wieder Kuckucksuhren. Diese Tour durch den milden Südschwarzwald hat für Motorradtouristen viel zu bieten: Selten liegen quirliger Tourismus und einsame, kurvige Bikerpisten so nahe beieinander.
Ausgangsort dieser beeindruckenden Motorrad-Rundtour im Süden des Schwarzwaldes ist die charmante Stadt Freiburg mit ihrem badischen Flair. Inzwischen ist die Schauinslandstraße vom 1. April bis 1. November an Samstagen, Sonn- und Feiertagen für Motorräder gesperrt. Wer an diesen Tagen reist, kann die Tour alternativ über Kirchzarten und Oberried zur Passhöhe Notschrei starten - diese Route steht ebenfalls als GPX-Datei zum Download für Navigationssysteme zur Verfügung. An Werktagen zieht der Schauinsland Schräglagenfans an, die sich von einer Kurve in die nächste werfen. Atemberaubend schön ist neben der perfekten "Wedelstrecke" auch der Rundum-Ausblick über die herrliche Landschaft des Breisgaus.
Vom malerischen Wiesental bis zum Südhang des Feldbergmassivs erstreckt sich nun die Bergwelt Todtnau auf einer Höhe zwischen 600 und 1386 Metern. Bei Geschwend schwenkt die Motorradroute nach Westen und führt in hügeligem Auf und Ab mit sagenhaftem, weitem Blick auf kleinen Sträßchen nach Münstertal.
Bei der Weiterfahrt bleibt der Berg Belchen mit 1414 Metern Höhe lange im Blick. Nach Badenweiler geht es ab ins Kandertal, wo eine enge und verwundene Kurvenstrecke, wie man sie in Deutschland kaum noch findet, Fahrspaß pur verspricht.
Wiesen, Wälder, eine sanft hügelige Landschaft und Kurven über Kurven prägen den Weg vorbei an Kandern, über den St.-Antoni-Pass und Wacht zum Äulemer Kreuz, der letzten Passhöhe, bevor die tiefblaue Wasserfläche des Schluchsees durch die Bäume glitzert. Der größte See des Schwarzwalds und die gleichnamige Ortschaft laden auf einen Zwischenstopp ein. Durch seine Höhenlage bietet der Schluchsee auch im Sommer Abkühlung.
Am Titisee vorbei führt die Strecke nun etwas gemächlicher auf der gut ausgebauten Schwarzwaldhochstraße B500 Richtung Norden über den aussichtsreichen Thurnerpass nach Furtwangen, der höchstgelegenen Stadt Baden-Württembergs. Kurvenreich geht es weiter nach St. Georgen im Schwarzwald, Tennenbronn und Lauterbach, wo die Motorrad-Rundtour allmählich ihren nördlichsten Punkt in Fohrenbühl erreicht.
Auf kurvig schnellen Streckenabschnitten führt die Motorradstrecke wieder süd-östlich Richtung Hornberg. In der romantischen Landschaft des oberen Gutachtales laden die Triberger Wasserfälle und das Schwarzwaldmuseum in Triberg zum Verweilen ein.
Vorbei am Natur- und Landschaftsschutzgebiet Yacher Zinken geht es in munteren Kurvenkombinationen weiter nach Oberprechtal, Elzach und Waldkirch, bevor der letzte besonders kurvenreiche Abschnitt über den Pass Kandel und St. Peter so ziemlich jedem Motorradfahrer ein Lächeln unter dem Helm ins Gesicht zaubert. Die Kurvenjagd im Südschwarzwald nimmt zurück in Freiburg im Breisgau ein Ende - was bleibt, ist die Erinnerung an ein sagenhaftes Tourenerlebnis in einer der schönsten Motorradregionen Deutschlands, mitten im Herzen des Schwarzwaldes.
Schwarzwald Motorradtour zum Rheinfall
Verwunschene Seen und Täler, tiefe Schluchten, mächtige Wasserfälle, malerische Städte und nicht zuletzt hohe Berge prägen das Landschaftsbild und garantieren besonders abwechslungsreiche und reizvolle Motorradtouren. Durch den Südwesten der Republik führt diese kurvige Motorradtour quer durch die "Toskana Deutschlands", die Schwarzwaldtäler Wiesen- und Wehratal und macht einen Abstecher zum Rheinfall im Schweizer Neuhausen.
Kurvenfahren - der wahrscheinlich schönste Grund, auf ein Motorrad zu steigen. An spaßigen Kurven mangelt es dieser Motorradtour nicht. Unser Touren-Tipp hat seinen Ausgangspunkt in Schönau im Süden der Motorradregion Schwarzwald. Nach einem kurzen Warm-up beginnt wenige Kilometer nach Schönau im Schwarzwald der Kurventanz auf zwei Rädern: Die Strecke von Tegernau ins Kandertal begeistert mit verwinkelten Kurven, die sich bergauf und bergab in die Landschaft schrauben. Kurz vor Kandern erreicht die Route ihren westlichsten Punkt und schlängelt sich bis nach Schlächtenhaus durch die dicht bewaldete Hügellandschaft.
Über die Ortschaften Steinen, Minseln und Dossenbach geht es weiter Richtung Wehr. Dort angekommen folgt die Straße den Windungen der Wehra Richtung Todtmoos. Der Fluss schneidet hier eine bis zu 400 Meter tiefe Schlucht in den Südwestabfall des Schwarzwaldes. In engen Kehren geht es durch das Wehratal, eines der spektakulärsten Schwarzwald-Täler. Besonders eindrucksvoll sind die teilweise bis zu 100 Meter hohen bewaldeten Felssteilhänge.
Vor Todtmoos wird der Blinker rechts gesetzt: Auf einer Nebenstraße geht es in einem munteren Bergauf-Bergab nach Mutterslehen und von dort aus ins südlich gelegene Tiefenstein. Es folgt ein Kurvenvergnügen entlang der Alb. Kurz nach Niedermühle zweigt die Motorradroute nach Osten Richtung Weilheim ab. Ab Bürglen folgt eine kurvenreiche Fahrt im Schlücht-Tal bis Ühlingen-Birkendorf.
Über Untermettingen und Lauchringen machen wir uns auf den Weg zum größten Wasserfall Europas, dem Rheinfall in Neuhausen in der Schweiz. Die Rheinfallbesucher erwartet ein grandioses Naturschauspiel: tosende, imposante Wassermassen können hautnah erlebt werden. Ein ausgedehnter Zwischenstopp bietet sich hier bestens an. Ein kostenloser Motorradparkplatz steht vor Ort zur Verfügung und ist in der GPX-Datei als Zwischenziel gekennzeichnet.
Von Neuhausen führt die Motorradroute aus der Schweiz hinaus, auf direktem Weg zum rund 50 Kilometer entfernten Schluchsee, dem größten See des Schwarzwaldes mit zahlreichen umliegenden Sehenswürdigkeiten, wie dem sogenannten "Schwarzwälder Dom" in St. Blasien mit seiner beeindruckenden Kuppel (abseits der Route). Über das Äulemer Kreuz auf 1138 Metern geht es kurvig weiter zum Rotes-Kreuz-Pass. Die Strecke von Weierle Richtung Todtmoos ist eine schöne Verbindung abseits viel befahrener Schwarzwald-Routen.
Der schöne Streckenverlauf von Strick über Präg glänzt durch extreme Kurven und bietet für Sportler einen wahren Kurvenrausch, während Cruiser fantastische Ausblicke bis zum Belchen genießen können. Weiter geht es über Geschwend auf die B317 bis schließlich Schönau im Schwarzwald erreicht wird, wo die erlebnisreichen Schräglagentänze dieser Motorradtour ein Ende finden.
Veranstaltungen und Treffen für Motorradfahrer
Im Schwarzwald gibt es zahlreiche Veranstaltungen und Treffen für Motorradfahrer, die eine großartige Gelegenheit bieten, Gleichgesinnte zu treffen und Erfahrungen auszutauschen.
- Schwarzwald-Biker-Treffen in Freudenstadt: Dieses jährliche Treffen zieht Motorradfahrer aus ganz Deutschland und darüber hinaus an. Neben gemeinsamen Ausfahrten gibt es auch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Live-Musik, Grillen und vielem mehr.
- Motorradtreffen in St. Peter: Dieses Treffen findet jedes Jahr im Sommer statt und bietet neben gemeinsamen Ausfahrten auch ein buntes Rahmenprogramm mit Musik, Essen und Trinken.
- Motorradtreffen Eschen: Dieses Treffen findet jedes Jahr Sommer statt.
- Schwarzwald Bikerweekend: Fahrerinnen und Fahrer aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland treffen sich zum gemeinsamen Tourenfahren und Feiern in Wolfach.
Kultur und Geschichte
Der Schwarzwald ist nicht nur für seine atemberaubenden Landschaften und hervorragenden Motorradrouten bekannt, sondern auch für seine reiche Kultur und Geschichte.
- Freilichtmuseum Vogtsbauernhof: Dieses Museum in Gutach gibt einen Einblick in das ländliche Leben im Schwarzwald in den vergangenen Jahrhunderten.
- Kloster Alpirsbach: Dieses ehemalige Benediktinerkloster aus dem 11. Jahrhundert ist heute ein Museum und eine Brauerei.
- Schloss Hohenzollern in Hechingen: Dieses beeindruckende Schloss auf einem Berggipfel bietet einen atemberaubenden Blick auf die umliegende Landschaft.
- Triberger Wasserfälle: Sie sind die höchsten Wasserfälle Deutschlands und ein beliebtes Ausflugsziel.
- Baden-Baden: Diese elegante Kurstadt ist bekannt für ihr Casino, ihre Thermen und ihre Kunst- und Kulturszene.
Wichtige Hinweise für Motorradfahrer
Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer sind im Schwarzwald grundsätzlich herzlich willkommen. Auch auf der Seite der Schwarzwald Tourismus GmbH wird diese Zielgruppe direkt angesprochen.
Doch leider sind auch im Schwarzwald einzelne Strecken von Streckensperrungen oder Wochenendfahrverboten betroffen. Achtet auf einen rücksichtsvollen Fahrstil und reduziert in bewohnten Gebieten den Lärmausstoß soweit wie möglich!
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