Schweizer Motocross Fahrer im Fokus: Motocross der Nationen

Das Motocross of Nations findet dieses Jahr am 5. und 6. Oktober im englischen Matterley Basin statt. Die Schweiz geht die Dinge anders und bedächtig an.

Im vergangenen Frühjahr hat der CEO von Swiss Moto, Rolf Enz, ein erstklassiges Team vorgestellt, das die Schweizer Mannschaft in diesem Jahr betreuen wird. Mat Rebeaud (Teammanager), Diego Clément und Fabian Tellenbach werden die Piloten für die Ausgabe 2024 begleiten. Das hochmotivierte Betreuungs-Kader arbeitet fokussiert auf die bevorstehende Veranstaltung, damit die Fahrer nahtlos an die Erfolgswelle 2023 anknüpfen können.

So wurde vorerst eine Vorauswahl von fünf Fahrern für das Motocross der Nationen getroffen. Die fünf Fahrer haben sich durch ihre Leistungen auf internationaler und nationaler Ebene hervorgetan. Beim diesjährigen MXGP of Switzerland gab es nicht nur aufregende Rennen, sondern auch Neuigkeiten aus dem Lager der Schweizer Nationalmannschaft: Teammanager Mat Rebeaud stellte das vorläufige Fahreraufgebot für das renommierte Motocross der Nationen (MXoN) vor.

Die Schweizer Fahrer im Detail

  • Jeremy Seewer: Aktuell auf dem 5. Platz in der MXGP Weltmeisterschaft, fährt er dieses Jahr im Team von ex. Formel 1 Fahrer Kimi Räikkönen.
  • Valentin Guillod: In den Top 10 der Königsklasse ist Valentin eine feste Grösse im internationalen Rennzirkus. Seinen Aufschwung aus der vergangenen Saison kann er 2024 mitnehmen und sich weiter nach vorne orientieren. Auch ein heftiger Sturz in Tschechien konnte den 9. in der diesjährigen MXGP-Meisterschaft nicht stoppen.
  • Arnaud Tonus: Ein erfahrener und leidenschaftlicher Fahrer, seit Kurzem Vater geworden, ist er bekannt für seine hervorragende Technik und seine immense Erfahrung im MXGP mit mehreren Podiumsplätzen in seiner Karriere. Tonus hat mehrere Teilnahmen an den vergangenen MXoN's auf seinem Palmares zu verzeichnen und dominiert derzeit (nach dem Titel 23') die Schweizer Meisterschaft in der Königsklasse. Er beweist einmal mehr, dass er einer der besten Fahrer des Landes ist.
  • Nico Greutmann: Den Youngster Cup des ADAC MX Masters mischt Nico in diesem Jahr auf und findet seinen Namen bei der Meisterschaftswertung nach mehreren Laufsiegen ganz oben auf der Liste. Das Red Plate gehöre zu seinen Kindheitsträumen. Verdient hat er sich dieses definitiv, der Titel ist mit seiner Cat Moto Bauerschmidt Husqvarna in greifbarer Nähe.
  • Kevin Brumann: In der Königsklasse der Weltmeisterschaft sammelt Kevin in diesem Jahr fleissig Punkte. Auf seiner Sixty-Seven Husqvarna macht er weiterhin Fortschritte und darf sich bereits 34 Meisterschaftspunkte auf seinem Konto gutschreiben lassen.

MXoN: Mögliche Taktiken und Aufstellungen

Die Auswahl der Schweizer Piloten mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen. Mit Nico Greutmann gibt es lediglich einen klassischen MX2-Fahrer im Team, was die Frage aufwirft, wer die Schweiz in dieser Klasse vertreten wird. Ist das ein cleverer Schweizer Präzisionsplan oder eine gewagte Taktik?

Einige spekulieren, dass Arnaud Tonus, der kürzlich Vater geworden ist, auf das kleinere Bike wechseln könnte. Auch Kevin Brumann könnte beim MXoN in Matterley Basin überraschend in die MX2-Klasse zurückkehren. Dieser Schachzug würde dem Team zusätzliche Flexibilität geben und könnte sich als kluger strategischer Zug erweisen. Was gegen diesen Move sprechen würde ist die Tatsache, dass Brumann ein Bike von seinem jetzigen Team zur Verfügung gestellt werden müsste. Advantage Nico Greutmann.

In der MXGP- und Open-Klasse sind die Schweizer mit Jeremy Seewer und Valentin Guillod hervorragend aufgestellt. Seewer, der zur absoluten Weltspitze gehört, und Guillod, der in dieser Saison mehrfach beeindruckende Leistungen zeigte, bilden ein starkes Duo.

Mat Rebeaud hat angekündigt, dass die drei Fahrer, die die Schweiz beim MXoN am 5. und 6. Oktober vertreten werden, in den nächsten zwei Wochen offiziell bekannt gegeben werden. Gesetzte Ziele für die diesjährige Austragung werden bei der Bekanntgabe des offiziellen Teams kommuniziert.

Die Stimmung im Schweizer Team ist optimistisch, vor allem bei Willy Läderach, dem Initiator des MXGP of Switzerland. Er ist überzeugt, dass die Schweizer Fahrer in ihren rot-weißen Trikots aufs Podium fahren können und die Schweizer Flagge ganz oben wehen wird.

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