Viele Radfahrer kennen das Problem: Unter dem Fahrradhelm wird es warm, und man beginnt zu schwitzen. Doch was sind die Ursachen dafür, und was kann man dagegen tun? Dieser Artikel beleuchtet die Gründe für das Schwitzen unter dem Helm und bietet Lösungen, um dieses Problem zu minimieren.
Die Ursachen für Schwitzen unter dem Fahrradhelm
Die Grunderkenntnis ist: frischer Schweiß stinkt nicht. Schuld für den Gestank sind Bakterien, die natürlich auf der menschlichen Haut vorkommen. Genauer gesagt sind es zwei Vertreter der Arten Firmicutes und Actinobacteria. Sie verstoffwechseln die Schweißmoleküle in der Fahrradbekleidung und scheiden dann stinkende Gase aus. Schweiß an sich ist geruchsneutral. Für den Gestank in der Fahrradbekleidung sind Bakterien zuständig. Zwei Exemplare konnten wir als maßgebliche Übeltäter entlarven:
- Staphylokokken: Kugelförmige Zellen mit einer Größe von 0,5 bis 1,5 μm, die in weintraubenähnlichen Haufen als Hautbakterien vorkommen. Ihr Temperaturoptimum liegt zwischen 30 und 37 Grad. Die Staphylokokken-Arten, die auf der menschlichen Haut und auf den Schleimhäuten vorkommen, haben in der Regel keine Krankheitsbedeutung und sind ungefährlich.
- Corynebacterium: Diese keulenförmigen Bakterien sind zwischen 3 und 5 μm lang. Bestimmte Vertreter der Gattung können, durch Bakteriophagen infiziert, Diphterie auslösen. Die Vertreter, die sich auf der menschlichen Haut und auf den Schleimhäuten befinden, sind in der Regel jedoch nicht krankheitserregend.
Materialien und Mittel gegen Geruchsbildung
Um Gerüchen vorzubeugen, werden verschiedene Materialien und Mittel eingesetzt. Unterwäsche mit Silberionen gehören seit vielen Jahren zu den populärsten Geruchshemmern bei Sportbekleidung auf dem Markt. Die antimikrobielle Ausrüstung soll die Zellstruktur der Bakterien verändern und so ihr Wachstum unterbinden. Das natürliche Pendant dazu: Merinowolle. Der Wolle des Merinoschafes haftet der Ruf an, geruchshemmend zu wirken. Über die genaue Wirkungsweise ist bisher jedoch nur wenig bekannt.
Silberionen
Die keimtötende Wirkung von Silber kannte man übrigens schon in der Antike. Heute wird Mikrosilber in Deos, Kosmetika und vor allem auch in Funktionsbekleidung eingesetzt. Die Silberionen dringen in die Bakterien ein, verändern deren Zellstoffwechsel und stoppen so ihre Vermehrung. Die Anwendung ist allerdings umstritten. Die Göteborger Umweltbehörde hat in einem Test neu gekaufte und zehnmal gewaschene Kleidungsstücke untersucht. Das Ergebnis: Alle Textilien geben in der Wäsche Silberionen ab, die so in den Wasserkreislauf gelangen können. Forschungsergebnisse des Hohenstein Instituts legen zumindest nahe, dass die Silberionen nicht der natürlichen Hautflora schaden, aber auch hier liefern andere Untersuchungen widersprüchliche Ergebnisse. Der Nutzen der Silberausrüstung für den sportlichen Gebrauch scheint begrenzt zu sein. Offensichtlich schafft es das Produkt nicht, alle Bakterien zu “entschärfen”. Somit könne man auch auf die Ausrüstung verzichten.
Merinowolle
Auch die Wirkungsweise der Merinowolle lässt sich mit unserem Laborversuch nicht sicher belegen. Auf der Probe des zehnmal gewaschenen Shirts wachsen ebenfalls Bakterienkolonien. Die Wirkung der Merinowolle liegt eher in ihrer Faserstruktur. Hierzu haben die Hohenstein-Wissenschaftler eine spannende Entdeckung gemacht: Wolle bindet die Geruchsmoleküle stärker und länger an sich als beispielsweise Polyester - und fängt daher auch erst später an zu stinken. Von den Kunstfasern können sich die Moleküle, die für den Geruch verantwortlich sind, scheinbar leichter lösen und in unsere Nasen vordringen.
Für welches Produkt man sich bei der Sportbekleidung letztlich entscheidet: Allein durch das Bekleidungsmaterial oder eine antimikrobiotische Ausrüstung, wie Silberionen oder Merino, wird man die Stinktierchen nicht los.
Methoden zur Entfernung von Bakterien aus Sportbekleidung
Spezialwaschmittel, Chemie oder Kälte-Schock. Wir wollten wissen, welche Methode Bakterien am effektivsten aus der Bekleidung entfernt. Bereits in der 40-Grad-Wäsche lösen Hygienespüler, Sportwaschmittel und Waschsoda nahezu alle Bakterien aus den Textilproben. Waschen hilft also! Trotzdem wird das Waschen bei niedrigen Temperaturen mit normalem Waschmittel nicht immer ausreichen, um Keime abzutöten, warnt die Expertin vom Hohenstein Institut. Je nach Textil kann sich obendrein ein unangenehmer Geruch in der Fahrradbekleidung festsetzen. Mit ein Grund, warum ältere Funktions-Shirts oft schon beim Reinschlüpfen ranzig riechen. Hier könnte es helfen, gelegentlich eine 60-Grad-Wäsche zu riskieren. Einfrieren könne man sich getrost sparen, schmunzelt die Forscherin. Sobald die Bakterien wieder aus ihrem Winterschlaf erwacht sind, futtern sie munter weiter und produzieren ihre übelriechenden Düfte.
Wirksamkeit verschiedener Waschzusätze
Im Vergleich zu den ersten vier Proben sind die Testplättchen der Waschzusätze leergefegt wie die Straßen am Neujahrsmorgen.
- Hygienespüler: Im Test entfernt der Hygienespüler nahezu rückstandslos alle Mikroben. Er wirkt wie ein Desinfektionsmittel, bricht die Zellwände auf und zerstört so die Bakterienzellen. Fraglich ist allerdings noch, ob und wie schädlich Sagrotan für die Fasern der Funktionsbekleidung und als Rückstand im Abwasser ist.
- Sportwaschmittel: Im Test arbeitet das Textile Wash von Holmenkol ähnlich gut wie Sagrotan. Aufgrund der enthaltenen Stoffe wirkt das Sportwaschmittel wie eine Chlor-Essig-Behandlung, also ähnlich einem Säurebad, in dem die Bakterien abgetötet werden. Auf der Agarplatte (Nährmedium) sind nur noch geringe Bakterienrückstände zu sehen, erkennbar an den beiden gelben Pünktchen am Probenrand.
- Waschsoda: Im Wasser gelöst ist Waschsoda stark alkalisch und löst auch hartnäckigen Schmutz und Fette. Im Test zeigt das Produkt von Holste im Vergleich mit den beiden anderen Waschmitteln eine gute, aber geringere Wirkung. Auf dem Nährmedium lassen sich noch einige Bakterienkulturen nachweisen. Für Textilien aus tierischen Fasern ist Soda übrigens nicht geeignet, da es die Fasern zum Aufquellen bringt.
- Einfrieren: Das beliebte Hausmittel ist ein Mythos. Die Bakterien fallen bei -20 Grad quasi in den Winterschlaf. Sobald die Temperatur wieder steigt und Nährstoffe vorhanden sind, nehmen die Bakterien ihre Arbeit wieder auf und verstoffwechseln den Schweiß. Vermutlich sterben zwar auch einige Bakterien ab, weil ihre Zellwände zerstört werden. Der Großteil überlebt jedoch. Zudem bleiben die Bakterien im Stoff der Sportbekleidung, weil sie nicht wie bei den anderen Methoden mechanisch aus der Faser ausgewaschen werden.
Tipps zur Vorbeugung von Gerüchen
Auch wenn es die Werbung vielleicht verspricht, noch gibt es keine absolut geruchsresistenten Funktionstextilien. Wir haben dennoch ein paar Tipps, wie sie in Zukunft die dicke Luft im Spind etwas verdünnen können und Gerüche in der Fahrradbekleidung mindern.
- Trikots trocknen: Hängen Sie Ihre Fahrradbekleidung direkt nach der Fahrt zum Trocknen auf. Hautbakterien lieben warme und feuchte Verhältnisse und gedeihen so besonders gut. Wenn Sie Ihre Klamotten also erst mal feucht auf einem Haufen liegen lassen, ist der Gestank quasi vorprogrammiert. Auch Kälte hilft. Bakterien arbeiten nur bei ihrem Temperaturoptimum auf Hochtouren. Allerdings wird das Wachstum der Bakterien so nur verzögert.
- Nach jeder Ausfahrt waschen: Vor allem Sportbekleidung aus Kunstfasern sollten Sie nach jedem Mal Tragen in die Wäsche geben. Ziehen Sie ein bereits getragenes Teil bei der nächsten Ausfahrt wieder an, wird den Bakt...
Die Wahl des richtigen Fahrradhelms
Es ist wichtig, den richtigen Helm zu wählen, um Komfort und Sicherheit zu gewährleisten. Viele moderne Helme sind super leicht und luftdurchlässig und bringen dich daher selbst bei höheren Temperaturen nicht unnötig ins Schwitzen.
Fahrradhelm-Typen
Es gibt verschiedene Arten von Fahrradhelmen, die für unterschiedliche Einsatzbereiche geeignet sind:
- Allroundhelme / Cityhelme: Robuste Allrounder zu attraktiven Preisen. Abstriche müssen bei Belüftung und Gewicht gemacht werden.
- Rennradhelme: Sportliche Leichtgewichte mit ausreichend Belüftung. Etwas weniger Schutz im hinteren Kopfbereich.
- Gravelhelme: Vereint die Vorteile von City und Rennradhelm und das bei akzeptablem Gewicht.
- MTB-Helme: Weitreichender Schutz für den Einsatz im Gelände. Visier und gute Belüftung sorgen für Komfort, auch unter rauen Bedingungen.
- Fullface-Helme: Rundum Schutz für extreme Situationen. Einschränkungen beim Sichtfeld und ein hohes Gewicht.
- E-Bike-Helme: Starker Schutz bei hohen Geschwindigkeiten mit Komfort und Features. Jedoch verhältnismäßig schwer und etwas eingeschränkter Belüftung.
Helmgröße und Passform
Am Anfang steht die Wahl der richtigen Passform. Der Helm muss bequem auf deinen Kopf passen und darf gleichzeitig nicht verrutschen. Eine Helmgröße für alle gibt es nicht. Stattdessen ist dein Kopfumfang wichtig.
Um diesen zu messen, nimmst du ein Maßband und legst es an der Stirn an: etwa zwei Fingerbreit oberhalb der Augenbrauen. Führe es knapp über den Ohren um den Kopf herum und versuche, möglichst gerade zu messen. Anschließend vergleichst du den gemessenen Kopfumfang mit den Angaben des Herstellers. Die meisten Helme stehen in zwei, drei oder vier Größen zur Verfügung. Meist erfolgt die Einteilung in Schritten von 2 bis 6 cm.
Beispiel: Dein Kopfumfang beträgt 60 cm und du möchtest einen Helm von Abus kaufen. Dann ist die Größe L (59-60 cm) für dich geeignet. Beachte, dass es sich nur um Näherungswerte handelt. Eine Garantie für optimalen Sitz gibt es nicht. Vor allem, wenn du zwischen zwei Größen schwankst, solltest du den Helm vor dem Kauf anprobieren.
Fahrradhelme richtig einstellen
Ein Fahrradhelm schützt dich nur, wenn er richtig eingestellt ist. Dafür gehst du folgendermaßen vor:
- Die vordere Kante sollte sich etwa zwei Fingerbreit über den Augenbrauen befinden. Achte darauf, dass der Helm links und rechts auf gleicher Höhe ist.
- Dreh nun am Rädchen, um den Helm enger zu stellen. Er muss auch ohne geschlossenen Kinngurt ausreichend festsitzen und darf nicht wackeln. Bewege deinen Kopf in alle Richtungen, um das zu testen.
- Zuletzt stellst du den Kinngurt ein. Ziehe ihn so fest, dass noch zwei Finger zwischen Kinn und Gurt passen. So vermeidest du unangenehmen Druck und bekommst genug Luft. Die Y-Stücke führen an den Ohren vorbei, ohne sie einzuklemmen.
Worauf muss man beim Helmkauf achten?
DEN perfekten Helm für alle Anforderungen gibt es nicht. Stattdessen kommt es auf das Einsatzgebiet an. Wer lediglich zur Arbeit fährt, kann auf bestimmte Features verzichten. Der Helm muss dann weder besonders leicht noch aerodynamisch sein. Auch die Belüftung spielt eine geringe Rolle. Anders sieht es auf langen Bikepacking-Touren aus. Mit der Zeit macht sich jedes Gramm bemerkbar und ohne Lüftungsschlitze kommst du unweigerlich ins Schwitzen. Ein sportlicher Helm bietet hier mehr Komfort als ein City-Helm für die Stadt.
Außerdem gilt: Je riskanter die Sportart, desto besser solltest du deinen Kopf schützen. Fullface-Helme wären im Alltag sicher übertrieben. Doch bei Downhill-Fahrten werden Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h erreicht. Ein offener Helm würde dich im Fall eines Sturzes kaum noch retten.
MIPS und andere Sicherheitssysteme
Bei einem Sturz trifft der Kopf selten gerade, sondern in einem Winkel auf das Hindernis. Die Folge: Er dreht sich im Helm. Erst vor kurzem erkannten Forscher, wie gefährlich die dabei entstehenden Rotationskräfte sind. Sie erhöhen die Gefahr einer schweren Gehirnerschütterung beträchtlich.
Abhilfe schafft das sog. MIPS-System. Es handelt sich um eine zusätzliche Schicht, die im Helm integriert ist. Sie bewegt sich bei einer Kollision um wenige Zentimeter mit. So wird die Aufprallenergie vom Kopf weggeleitet. Dass MIPS funktioniert, zeigen nicht nur Tests des Herstellers. Auch externe Prüfstellen haben das System unter die Lupe genommen. Ihr Ergebnis: Helme mit MIPS bieten einen besseren Schutz als Helme ohne MIPS. Vor allem MTB-, Rennrad- und Downhill-Fahrer profitieren davon.
MIPS wird von zahlreichen Herstellern eingesetzt und in Helme integriert. Doch die Technologie ist nicht konkurrenzlos. Auch SPIN, WaveCel und Kineticore schützen vor Rotationskräften. WaveCel setzt z. B. auf eine Wabenstruktur, die sich verformt und Stöße intern weiterleitet. Dagegen kommen für Kineticore kegelförmige Schaumstoffblöcke zum Einsatz.
Leider fehlt ein einheitlicher Vergleichs-Standard und im Labor können Stürze nie 100 % genau simuliert werden. Welche Technologie am besten schützt, lässt sich daher nicht eindeutig sagen.
Verstellmöglichkeiten
Jeder Fahrradhelm besitzt ein Drehrädchen, mit dem du ihn enger oder weiter stellen kannst. Dieses Rädchen sollte nicht nur stabil, sondern auch leichtgängig sein. So benötigst du zum Verstellen wenig Kraft. Ideal ist eine einfach erreichbare Position. Achte außerdem auf die Größe. Fällt das Drehrädchen zu klein aus, lässt es sich evtl. nur schwer mit Handschuhen bedienen.
Belüftung und Aerodynamik
Lüftungsschlitze im Helm sorgen dafür, dass du nicht so schnell ins Schwitzen kommst. Bergab lassen sie den Wind einströmen; bergauf kann die angestaute Hitze entweichen. Wer beim Fahren weniger ins Schwitzen kommen möchte, sollte daher auf große Öffnungen achten.
Einen anderen Ansatz verfolgen sog. Aero- oder Zeitfahrhelme. Sie besitzen eine geschlossene Form, die den Luftwiderstand reduziert. Profiradler kommen so schneller und kraftsparender voran. Natürlich hat diese Effizienz ihren Preis. Zeitfahrhelme sind nicht nur teurer als ihre regulären Pendants. Auch die Belüftung fällt bauartbedingt schlechter aus. Wer nicht gerade Bestzeiten aufstellen möchte, sollte deshalb über einen halb offenen Aerohelm nachdenken. Hier halten sich Aerodynamik und Belüftung die Waage.
Ausstattung und Features
- Visier: Vor allem bei rasanten Bergab-Fahrten solltest du deine Augen vor Wind und Insekten schützen. Das funktioniert entweder mit einer Fahrradbrille; oder du kaufst einen Fahrradhelm mit Visier. Wird dieses gerade nicht gebraucht, kannst du es nach oben klappen und in der Helmschale verstauen. Neben transparenten Visieren stehen getönte Varianten bereit, die als Sonnenschutz dienen. Bei manchen Helmen lässt sich das Visier sogar wechseln.
- Reflektoren und LEDs: Ein Rücklicht ist unverzichtbar, wenn du abends unterwegs bist. Doch im Stadtverkehr wird dieses Rücklicht oft von Autos verdeckt. Um die Sichtbarkeit zu verbessern, bieten sich Reflektoren am Helm an. Noch besser ist eine Beleuchtung. Im einfachsten Fall besitzt der Helm am Hinterkopf eine Lampe. Es gibt aber auch Varianten mit umlaufenden LEDs. Damit wirst du von allen Seiten gut gesehen.
- Sensoren: Sensoren wie Tocsen, Abus Quin und ANGi werden direkt am Helm angebracht. Dort registrieren sie die Beschleunigung und senden bei Stürzen automatisch einen Notruf. Auch deine Position wird durchgegeben. Tocsen-Sensoren alarmieren sogar andere Nutzer in der Umgebung, damit du schnell Hilfe erhältst. Beachte: Du musst den Sensor mit deinem Smartphone verbinden und benötigst Handy-Empfang. In abgelegenen Gegenden funktioniert diese Lösung daher nicht. Überprüfe außerdem dein Smartphone. Manche Modelle wie das iPhone 14 verfügen bereits über eine integrierte Sturzerkennung. In diesem Fall kannst du dir den Kauf eines Sensors sparen.
- Kamera: Wer spektakuläre Abfahrten filmen möchte, hat zwei Möglichkeiten: Zum einen könntest du eine Action Cam am Helm befestigen. Doch dann musst du sicherstellen, dass das gute Stück nicht abfällt. Mehr Komfort bieten Fahrradhelme mit integrierter Kamera. Diese können heutzutage in Full HD (1080p) filmen und Aufnahmen auf einer Micro SD-Karte speichern. Modelle wie der Road Helmet One erlauben es sogar, Aufnahmen Live zu streamen. Ein weiterer Vorteil: Die Bedienung der Kamera funktioniert über Knöpfe direkt am Helm.
- Regenschutz: Lüftungsschlitze im Helm sind praktisch - doch nur so lange, bis es zu regnen beginnt. Auch dafür sorgen die Hersteller vor. ABUS bietet z. B. Helme mit Regenhaube an. Bei Bedarf lässt sich diese Haube schnell überstreifen.
- Zopf-Aussparung: Viele Bikepacker und Bikepackerinnen mit langen Haaren bevorzugen einen Zopf beim Fahren. So kann deine Haartracht nicht eingeklemmt werden. Achte jedoch auf die Bauart. Die Aussparung zwischen Helm und Drehrädchen muss groß genug sein, damit der Zopf hindurchpasst. Geschlossene Helme bieten hier selten genug Platz.
Fahrradhelme - die wichtigsten Sicherheitsnormen
Sicherheitsnormen garantieren, dass ein Helm im Ernstfall auch wirklich schützt. Manche davon sind vorgeschrieben - andere optional:
- EN 1078: Alle Fahrradhelme, die in der Europäischen Union verkauft werden, müssen die Norm EN 1078 erfüllen. Dafür ist folgender Test vorgesehen: Im Inneren des Helms steckt ein Kopf-Dummy. Nun prallt der Helm mit 5,42 m/s auf einen Metallambos. Sensoren messen die auf den Kopf wirkenden Aufprallkräfte. Sie dürfen 250 G nicht überschreiten. Getestet wird an mehreren Stellen: oben, hinten, vorne und seitlich. Die Tester stellen sicher, dass auch UV-gealterte Helme noch ausreichend schützen. Außerdem werden hohe und niedrige Temperaturen berücksichtigt. Die Norm EN 1078 stellt noch zwei weitere Anforderungen: Das Sichtfeld darf durch den Helm nicht eingeschränkt sein. Die Gurte sind so designet, dass der Helm bei Kollisionen auf dem Kopf bleibt. Beachte, dass lediglich Geschwindigkeiten von 5,42 m/s (19,5 km/h) simuliert werden. Im Stadtverkehr mag das realistisch sein. Downhill bist du aber deutlich schneller unterwegs. Wie gut dich der Helm dann schützt, verrät die Norm nicht.
- NTA 8776: Strenger ist die niederländische Norm NTA 8776. Sie wurde speziell für S-Pedelecs entwickelt - also Fahrräder, die bis 45 km/h unterstützen. Im Vergleich zur Norm EN 1078 gibt es folgende Besonderheiten: Simuliert wird eine 20 % höhere Geschwindigk...
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