Raus aus dem Alltag, rein in die Natur! Ein Mountainbike (MTB) ist die ideale Wahl, um abseits befestigter Straßen die Umgebung zu erkunden, Berge zu bezwingen und gleichzeitig fit zu bleiben. Ob für den Wochenendausflug oder sportliche Herausforderungen - mit dem richtigen Rad sind Sie schnell, sicher und komfortabel unterwegs. Die Vielfalt an Mountainbikes ist jedoch enorm. Dieser umfassende Mountainbike Test hilft Ihnen, das passende Modell für Ihre individuellen Bedürfnisse zu finden.
Die Entwicklung des Mountainbikes
Vor etwa 20 Jahren war der Fahrradmarkt noch überschaubar. Ein Mountainbike Test wäre kaum möglich gewesen, da es hauptsächlich schwere Stahlräder mit 26-Zoll-Reifen gab. Doch das hat sich geändert. Mittlerweile ist das Bike-Segment vielfältiger geworden, was die Wahl des passenden Bikes erschwert.
Grundsätzlich sollte ein solides MTB Fahrrad einen stabilen Rahmen, geländegängige Reifen, eine zuverlässige Schaltung und leistungsfähige Bremsen haben. Der Fahrradrahmen ist meist aus leichtem und stabilem Aluminium gefertigt. Die Vordergabel sollte über eine einstellbare Feder verfügen.
Hardtail vs. Fully: Welcher MTB-Typ passt zu Ihnen?
Die Entscheidung für den richtigen MTB-Typ hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Full Suspension Bikes (Fullys) und Hardtail Bikes. Beim Hardtail Mountainbike verfügt nur das Vorderrad über eine Federung. Es ist in der Regel leichter als ein komplett gefedertes Geländerad, wodurch die Instandhaltungskosten geringer sind. Ein Hardtail Mountainbike bleibt auch bei hoher Geschwindigkeit spurstabil und überträgt die Energie des Fahrers effizient auf den Untergrund. Full Suspension Mountainbikes sind allerdings besser zu fahren und außerdem sicherer.
Fullys verfügen über Federn an beiden Rädern, was sich häufig auch im Preis widerspiegelt. Sie bieten eine sehr gute Hinterradhaftung und somit eine bessere Traktion. Dadurch können höhere Geschwindigkeiten erreicht werden und das MTB verfügt zudem über mehr Bewegungsfreiheit. Fullys sind zwar in der Regel schwerer, dafür lassen sich Anstiege leichter als mit einem Hardtail bewältigen. Bergab ist das Fully MTB sicherer und bietet trotzdem jede Menge Fahrspaß.
Im Anschluss sehen sie verschiedene Grundmerkmale der MTB-Arten im Überblick auf Basis des Mountainbike Test.
Die verschiedenen MTB-Typen im Überblick
Der Mountainbike Markt bietet eine Vielzahl an Modellen, die sich für unterschiedliche Einsatzbereiche eignen:
- All Mountain: Dieses Modell ist für unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten geeignet, von einfachen Touren auf flachem Untergrund bis hin zu Alpen-Cross Ausflügen. Die Federwege liegen meist zwischen 120 mm und 160 mm und die Reifen sind breiter mit stärkerem Profil.
- Cross Country: Cross Country Modelle sind für Touren im Bereich unbefestigter Straße vorgesehen, eignen sich jedoch eher nicht für schweres, unwegsames Gelände. Meist handelt es sich hier um ein Hardtail Mountainbike.
- Downhill: Schnelle Abfahrten und Fahrten durch schweres Gelände bewältigt man vorzugsweise mit einem Downhill Mountainbike. Sie sind äußerst stabil, voll gefedert und haben einen großen Federweg von bis zu 250 mm.
- Enduro: Auch ein Enduro Mountainbike ist oft voll gefedert, mit einem Federweg von 150 bis maximal 180 mm. Die Reifen sind sehr breit und besitzen ein extremes Profil.
- Fatbike: Fatbikes sind die eindrucksvollste Erscheinung, mit nahezu riesigen Reifen, die speziell für schnelles Vorankommen und viele Höhenmeter entwickelt wurden.
- Dirtbike: Dirtbikes sind sehr robuste Mountainbikes mit kleinerem Rahmen und Laufradgrößen von 24 oder 26 Zoll, ideal für Sprünge und ausgestattet mit einer leistungsfähigen Federgabel.
Unterschiede zwischen Damen- und Herren Mountainbikes
Optisch sind sich Damen- und Herren Mountainbikes ziemlich ähnlich. Aufgrund der unterschiedlichen Körpergröße sind Mountainbikes für Damen allerdings meist etwas kleiner und leichter. Manche Hersteller gehen bei der Produktion davon aus, dass Frauen einen kürzeren Oberkörper, dafür aber längere Beine als Männer haben. Auch Kinder haben beim Fahren mit dem Geländerad jede Menge Spaß. Mountainbikes für Kinder sind natürlich leichter und kleiner.
Die richtige Rahmengröße und Reifengröße finden
Ein Bike, das Spaß machen soll, muss die richtige Rahmen- und Laufradgröße haben. Das Bike muss dabei immer unbedingt zu ihren körperlichen Voraussetzungen, sprich Körpergröße und Beinlänge passen. Stimmen die Verhältnisse, müssen noch Sitz und Sattel entsprechend korrekt eingestellt werden. Verwenden Sie beim Einsatz in unwegsamem Terrain lieber ein MTB Fahrrad mit kleinerem Rahmen und bei Rennfahrten oder langen und anspruchsvollen Touren ein Modell mit größerem Rahmen. Full Suspension Mountainbikes bieten eine Auswahl von 4 Rahmengrößen. Bei Hardtail Mountainbikes sind es sogar noch 2 mehr, also 6.
Die Reifengrößen variieren zwischen 26, 27,5 und maximal 29 Zoll. Die größeren Reifen laufen ruhiger als die kleinen Reifen, dafür sind die kleineren Reifen wendiger. In Europa sind vor allem die sogenannten „Twentyniner“, also die Reifen mit der Größe 29 Zoll sehr beliebt. Männer, die größer als 1,75 m sind können problemlos darauf zurückgreifen. Kleinere Personen unter 1,75 m Körpergröße sollten keine 29 Zoll Variante wählen, sondern kleiner.
Komponenten und Ausstattung
Neben Rahmen und Reifen spielen auch die Komponenten eine entscheidende Rolle für den Fahrkomfort und die Sicherheit. Der Lenker sollte rutschfeste Griffe haben und stabil sein. Moderne MTB Rahmen werden aus Carbon, Aluminium oder Stahl gefertigt. Rahmen aus Carbon sind dabei qualitativ besonders hochwertig und gleichzeitig sehr leicht.
Bremsen
Der Trend geht ganz klar zur hydraulischen Scheibenbremse. Sie sind leistungsstark und zuverlässig. Bei billigeren MTB Modellen werden häufig mechanische Scheibenbremsen verbaut, die jedoch wartungsintensiver sind. Hydraulische Scheibenbremsen sind hochwertiger, gleichzeitig leistungsstärker und leichter instand zu halten. Scheibenbremsen gibt es in zwei unterschiedlichen Versionen - als mechanische und als hydraulische Variante.
Im Fall der mechanischen Scheibenbremse erfolgt die Übertragung der Bremskraft mit Hilfe eines Seilzuges. Diese Systeme sind meist an günstigeren Rädern zu finden, da sie in der Anschaffung relativ günstig sind. Hydraulische Scheibenbremsen kennen diese Problematik nicht. Hierbei handelt es sich um ein System welches geschlossen arbeitet. Die Funktionalität gewährleisten dabei ein spezielles Öl oder eine Hydraulikflüssigkeit. Diese Bremsen sind weniger wartungsintensiv und die Bremskraft kann exakt dosiert werden.
Dabei ist die Bremskraft immer abhängig vom Durchmesser der Scheibe. Der Mountainbike Test zeigt, dass in diesem Bereich häufig 180er Scheiben oder sogar 200er Scheiben verbaut werden. Zum Vergleich: Im Tourenbereich liegen die Durchschnittsgrößen der Bremsscheiben bei 140 bzw.
Schaltung
Am weitesten verbreitet ist nach wie vor die Kettenschaltung. Je nach Schaltungsmodell ist die Gangzahl unterschiedlich hoch. Mittlerweile findet man am häufigsten Drehgriffschalter bei Mountainbikes vor. Sogenannten Daumen- oder Fingertaster sind eher selten. Eine Kettenschaltung ist leicht, Ersatzteile sind im Schadensfall problemlos verfügbar.
Pflege und Wartung
Eine Bike-Tour stellt hohe Ansprüche an den Fahrer und die Ausrüstung. Daher ist es absolut empfehlenswert das Fahrrad nach der Rückkehr sofort zu reinigen. Reinigen Sie Kette, Zahnkranz und Schaltrollen mit Fahrradreiniger, Bürste und Lappen. Anschließend etwas Fett in die Lager und Öl auf die Kette. Überschüssiges Öl mit einem Tuch entfernen.
Die besten Mountainbikes 2024: Eine Auswahl
Möchten Sie Ihr Fahrrad wechseln, Ihr erstes Mountainbike kaufen oder einfach nur auf dem Laufenden bleiben, was derzeit in der Welt der Mountainbikes am besten ist? Dann sind Sie hier genau richtig. Hier eine Auswahl der besten Mountainbikes 2024:
Top 5 Hardtail Mountainbikes 2024
Hardtail MTBs sind mit einer einzelnen Vorderradfederung ausgestattet und werden für moderat unwegsames Gelände empfohlen. Sie sind leichter und günstiger als vollgefederte Mountainbikes und eignen sich gut für Freizeitzwecke.
- BH Spike 2.5: Speziell für unebenes und steiniges Gelände entwickelt, mit 29-Zoll-Laufrädern und einem leichten Rahmen aus 6061er Aluminium.
- Mondraker Chrono Spe SX: Ausgestattet mit 29-Zoll-Rädern und einer Sram SX Eagle 12S Gruppe.
- Cannondale Scalpel HT Carbon Crb 1: Mit einem hochwertigen Carbonrahmen, einer Lefty Ocho-Gabel und einem SRAM XO Eagle T-Type 1×12-Gang-Antrieb.
- BMC Twostroke AL One: Mit einem SRAM NX Eagle Schaltwerk, einer raffinierten Ästhetik und einem leichten Gewicht.
- Orbea Occam H20 2024: Ausgestattet mit einer Shimano SLX 12-Gang-Gruppe und einer Fox 36-Federung mit 150 mm Federweg.
Top 5 Full Suspension Mountainbikes 2024
Full Suspension Bikes verfügen über eine vordere Federungsgabel und einen hinteren Dämpfer. Sie bieten Komfort, Grip und gute Manövrierfähigkeit auf sehr unwegsamem Gelände und eignen sich für sportliches Fahren oder den Wettkampf.
- Orbea Oiz 2024: Das Spitzenmodell von Orbea im Bereich MTB Fullys, mit optimierter Federung und einem dreistufigen Schalthebel Squid Lock.
- Commencal Clash Origin: Ein ultravielseitiges Modell, geeignet für Bike-Park, Enduro und vieles mehr, mit einem Aluminiumrahmen mit 170 mm Federweg und Sram Guide T Scheibenbremsen.
- Orbea Occam H20 2024: Ausgestattet mit einer Shimano SLX 12-Gang-Gruppe und einer Fox 36-Federung mit 150 mm Federweg.
- Cannondale Scalpel SE Ultimate: Ein hochmodernes Cross-Country-Mountainbike, das Schnelligkeit und Agilität in den Bergen vereint.
- BH Lynx Trail Carbon: Mit nahezu allen besten Komponenten (eine Fox 36-Gabel, das Beste von Fox im Enduro-Bereich, eine Shimano XT 8100-Gruppe).
Trail-Bikes im Vergleichstest 2025
Jahr für Jahr werden die spannendsten Trail-Bikes auf dem Markt getestet und es gibt weiterhin wichtige Entwicklungen. Erstmals hat sich das Testfeld in zwei Lager gespalten und gezeigt, wie unterschiedlich Hersteller moderne Trail-Bikes interpretieren. Doch wo liegen die wirklichen Unterschiede?
Gelegentliche Bikepark-Besuche oder Rides in anspruchsvollen Gebieten verleiten viele dazu, auf überdimensionierte Bikes zu setzen. Und das, obwohl der Großteil der Runde eigentlich auch mit weniger potenten Bikes kein Problem ist, sogar mehr Spaß macht und den Uphill erleichtert. Denn die modernen Geometrien, ausgefeilten Fahrwerke und robusten Komponenten von aktuellen Trail-Bikes bieten Reserven, die für die meisten von uns völlig ausreichend sind.
Dank der technologischen Fortschritte sind Trail-Bikes für wilde Trails, größere Sprünge und hohe Geschwindigkeiten bestens gerüstet - ohne dabei an Stabilität und Sicherheit einzubüßen. Und selbst unter hoher Belastung zeigen sich Rahmen und Komponenten zuverlässig und robust. Und das Beste: Trotz der verbesserten Abfahrts-Performance sind die Räder weiterhin super effizient im Uphill.
Die besten Trail-Bikes 2025
Hier eine Übersicht der spannendsten Trail-Bikes im Vergleichstest 2025:
- Atherton S.150
- Canyon Spectral
- Canyon Spectral:ONfly
- Orbea Rise LT
- MERIDA eONE-SIXTY SL
- IBIS HD6
- Santa Cruz Bronson
- Santa Cruz Hightower
- Norco Optic
- Pivot Switchblade
- RAAW Jibb V2
- Rocky Mountain Instinct
- Specialized Stumpjumper 15
- Transition Sentinel
- Trek Top Fuel
- YT JEFFSY
E-Mountainbikes im Test 2025
Die E-MTB-Welt steht vor krassen Veränderungen mit neuen Playern, neuen Technologien und Trends. Alles nur ein Hype oder hat das Substanz? Für den größten Vergleichstest unserer Geschichte haben wir 30 heiße E-Mountainbikes getestet, liefern Nerd-Daten, Entwicklungsempfehlungen für die Hersteller und klare Erkenntnisse. Was ist das beste E-Mountainbike 2025?
Die wichtigsten Fragen vor dem E-MTB-Kauf
- Was willst du mit deinem E-Mountainbike machen?
- Welches E-Bike-Motor-Konzept passt am besten zu dir?
- Wie viel Akkukapazität brauchst du wirklich?
- Wie wichtig ist ein entnehmbarer Akku für dich?
- Welche Fahreigenschaften erwartest du von deinem Bike?
- Welche Features brauchst du wirklich am Bike?
Preis und Leistung
Einsteiger fahren bereits ab 500 Euro ziemlich gut. Die Materialien sind in Ordnung, die Verarbeitung ist für die Preisklasse solide. Mehr aber auch nicht. Für ein ansprechendes MTB Modell müssen Sie unter Umständen 1.500 bis 2.000 Euro investieren. Modelle aus der Kategorie All Mountain liegen sogar bei etwa 3000 Euro. Ein Modell mit Carbon-Rahmen, einer Schaltgruppe der Spitzenklasse und zusätzlichen Extras kann schnell sogar 4000 Euro und mehr kosten. Allerdings sind Investitionen in diesen Größenordnungen nur interessant, wenn Sie das Material auch wirklich regelmäßig intensiv nutzen.
| MTB-Typ | Preisspanne | Einsatzbereich |
|---|---|---|
| Einsteiger-MTB | 500 - 1.500 € | Leichtes Gelände, Freizeit |
| All Mountain | 3.000 € + | Vielseitig, von Touren bis Alpenüberquerungen |
| Carbon-MTB mit Top-Ausstattung | 4.000 € + | Regelmäßige, intensive Nutzung |
Es gibt auch Firmen, die uns überrascht haben. Das Rockrider All Mountain 100s, Canyons günstigstes Neuron, das Rose Ground Control und Lapierres Zesty überzeugen in der Preisklasse bis 2000 € alle drei Bikes haben einen hochwertigen Alu Rahmen und Teleskopstützen. Das fördert den Spaß im Singletrail. Bei der Ausstattung gibt es noch etwas Verbesserungspotential.
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