Shimano 10-fach Schaltwerk Test: Ein umfassender Überblick

Shimano ist ein führender Hersteller von Fahrradkomponenten, und seine 10-fach-Schaltwerke sind bei vielen Radfahrern beliebt. Dieser Artikel bietet einen detaillierten Test und Vergleich verschiedener Shimano 10-fach Schaltwerke, um Ihnen bei der Auswahl des richtigen Produkts für Ihre Bedürfnisse zu helfen.

Shimano Schaltgruppen im Überblick

Eine Schaltgruppe besteht in der Regel aus Schaltwerk (hinten), Umwerfer (vorne), Kurbelgarnituren, Kassetten, Kettenblätter, Schalthebeln, Bremshebeln und den dazugehörigen Scheibenbremsen. Manchmal werden vom Hersteller des Fahrrads aber auch Komponenten ausgetauscht, sodass die Teile nicht alle der gleichen Gruppe angehören. Klar ist, je teurer eine Schaltgruppe ist, desto besser und leichter ist sie auch.

Doch muss es natürlich nicht immer eine XT oder XTR Schaltung sein. Für den Durchschnittmountainbiker reicht auch eine Alivio oder Deore Schaltung völlig aus, um sportliche Touren zu machen oder Spaß auf den Trails zu haben. Auch diese Schaltungen haben sich lange bewährt und garantieren lang anhaltenden Fahrspaß. Oftmals kommt in den günstigeren Schaltgruppen die gleiche Technik zum Einsatz, lediglich das Material unterscheidet sich.

Hier ein Überblick über einige der gängigsten Shimano Schaltgruppen:

  • Shimano Tourney: Konzipiert für Einsteiger- und Freizeit-Fahrräder.
  • Shimano Altus: Eine der Einstiegs-Schaltgruppen von Shimano, die eine solide Leistung zu einem erschwinglichen Preis bietet.
  • Shimano Acera: Ermöglicht erste Erfahrungen im Gelände.
  • Shimano Alivio: Eine hochwertige Komponentengruppe, die für Alltagsfahrten und leichtes Gelände geeignet ist.
  • Shimano Deore: Eine hochwertige und leistungsstarke Schaltgruppe, die für den Einsatz im Gelände und für Mountainbike-Touren geeignet ist.
  • Shimano SLX: Bietet viele Vorteile für Mountainbiker, wie Langlebigkeit, Zuverlässigkeit, geringes Gewicht und präzises Schaltverhalten.
  • Shimano Deore XT: Eine hochwertige Komponentengruppe für Mountainbikes, die sich durch ihre zuverlässige Schaltleistung, ihre präzisen Gangwechsel und ihre robuste Bauweise auszeichnet.
  • Shimano XTR: Für Fahrer entwickelt, die höchste Anforderungen an die Leistung ihres Mountainbikes stellen.

Shimano GRX: Die Gravelgruppe im Test

Shimano hat mit der GRX-Gruppe eine spezifische Gravelgruppe am Rennradmarkt etabliert. Shimano kombiniert unter dem Label GRX bewährte Rennrad- und Mountainbike-Technologien zu spezifischen Gravelkomponenten. Erhältlich sind gleich mehrere Versionen: Die neue Shimano GRX kommt wahlweise als elektronische oder mechanische Ausführung, mit 1- oder 2-fach Kurbeln und 10- und 11-fach Schaltwerken. Die GRX-Gruppe kommt in vielen Ausführungen: 1- oder 2-fach vorne, 10- oder 11-fach hinten und mechanisch oder elektronisch.

Besondere Merkmale der Shimano GRX

  • Kurbel und Umwerfer: Die Shimano GRX Kurbeln sind speziell für den Gravel-Einsatz konzipiert. Die Kurbel sind etwas breiter und die Kettenlinie wandert um 2,5mm nach außen, um für mehr Reifenfreiheit am Hinterrad zu sorgen. Bis zu 42mm Reifenbreite sind möglich.
  • Übersetzungs-Bandbreite: Die 2-fach GRX Kurbel kommt mit 48-31 Kettenblättern (11-fach) bzw. 46-30 Kettenblättern (10-fach). Das ist ein Unterschied von 17 (bzw. 16) Zähnen zwischen den beiden Kettenblättern.
  • Schaltwerk: Um auch hinten an der Kassette möglichst viele Übersetzungen abzudecken, gibt es die elektronischen und mechanischen GRX-Schaltwerke in zwei Käfiglängen. Bis 34 Zähne gibt es ein Schaltwerk mit kurzem Käfig. Wer bis zu 42 Zähne auf dem größten Ritzel nutzen möchte, sollte das GRX Schaltwerk mit langem Käfig wählen.
  • Schalthebel: Auch die Schalthebel unterscheiden sich in einigen Details von den Brems-Schalthebeln der Rennrad-Gruppen. Um für mehr Bremskraft auf Schotterabfahrten zu sorgen, wurde der Drehpunkt der Bremshebel nach oben versetzt. So erhöht sich die Hebelkraft des Bremshebels.
  • Bremsen: Die GRX Gruppe gibt es nur mit hydraulischen Scheibenbremsen.
  • Laufräder: Die GRX Laufräder sind Tubeless ready, kommen mit 21,6mm Maulweite und in den Größen 28 Zoll und 650B.

Praxistest der mechanischen Shimano GRX

Im Praxistest gab es kein Kettenschlagen, keine -abwürfe, -klemmer oder anderen Probleme. Im Gegenteil: Der Antrieb arbeitete präzise, geräuscharm - und schaltete etwas knackiger als die gewohnten Straßenkomponenten. Die hydraulischen Bremsen zeigten sich gut dosierbar, auf Schotter aber fast etwas bissig. Sehr positiv fielen die Schaltbremsgriffe auf: Sie sind deutlich breiter und bieten mehr Auflagefläche für die Finger. Zudem wurde die Oberfläche der Hebel leicht "gummiert", um ein Abrutschen zu vermeiden.

Praxistest der elektrischen GRX Di2

Im Dauertest gab es nicht einen Kettenklemmer oder -abwurf! Mit stoischer Präzision wuchtet der Umwerfer die Kette hin- und her - maximal verlässlich, untermalt vom typischen Geräusch des E-Motors. Auch das Schaltwerk funktionierte stets geschmeidig und präzise, Kettenschlagen unterbindet es verlässlich.

Shimano-Schaltwerk Vergleich 2025

Hier ist ein Vergleich verschiedener Shimano-Schaltwerke, basierend auf einem Test aus dem Jahr 2025:

Modell Kompatibilität Anzahl der Gänge Größe der Zahnräder Käfigtyp Gewicht
Shimano Deore RD-M592 MTB | Trekkingbike 9-fach 11 bis 36 Zähne SGS 300 g
Shimano Deore 9V MTB | Trekkingbike 9-fach 11 bis 34 Zähne SGS 381 g
Shimano Acera RD-M360 MTB 7- bis 8-fach 11 bis 34 Zähne SGS 200 g
Shimano Deore XT RD-M781 MTB 10-fach 11 bis 36 Zähne SGS 400 g
Shimano Deore XT RD-M8000 MTB 11-fach 11 bis 40 Zähne SGS 275 g
Shimano Deore XT Trekking RD-T8000 Trekkingbike 10-fach 11 bis 36 Zähne SGS 253 g
Shimano Deore 12s RD-M6100-SGS MTB 12-fach 13 bis 51 Zähne SGS 100 g
Shimano Altus RD-M310 MTB 7- bis 8-fach 11 bis 34 Zähne GS keine Herstellerangabe

Shimano Deore Trekking T6000

Shimano stellt jetzt den Nachfolger der Deore Trekking-Gruppe vor. Sie erbt einige Merkmale der Top-Gruppe Shimano XT, bleibt aber beim bewährten 3×10-Standard. Wesentliche Neuerungen der 2018er Deore-Gruppe mit dem Kürzel T-6000 sollen ein Schaltwerk im Shadow-Design wie bei den MTB-Gruppen sein sowie für den Trekkingeinsatz optimierte Scheibenbremsen mit 3-Finger-Bremshebeln.

Besondere Merkmale der Deore Trekking T6000

  • Schalthebel: Geschaltet wird bei der neuen Deore mit Rapidfire-Plus-Hebeln für vorne und hinten. Sie kommen standradmäßig mit Optislick-Zügen die nach RADtouren-Erfahrung für lange reibungsarme und fehlerfreie Schaltfunktion sorgen.
  • Bremsen: Die neuen hydraulischen Scheibenbremsen wurden laut Shimano speziell für die spezifischen Anforderungen im Trekking-Einsatz optimiert. Dazu erhielten sie einen langen und komfortabel zu bedienenden 3-Finger-Bremshebel (BL-T6000).
  • Kurbel: Für einen breiten Überetzungsbereich setzt Shimano auf die Hollowtech II-Kurbel mit 48-36-26 Zähnen im 4-Arm-Design.
  • Schaltwerk: Das 10-fach Schaltwerk (RD-T610) besitzt eine für den Trekking-Einsatz optimierte Federspannung, die gewohnt geringe Bedienkräfte ermöglicht. Neu ist das SHADOW RD Design, das bis zum vorletzten Jahr ausschließlich den Mountainbike-Grup-pen vorbehalten war.

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