Shimano 105 Kassette CS Test: Schalten auf höchstem Niveau

Shimano hat mit der neuen mechanischen 105 12-fach-Schaltgruppe Feinmechanik auf höchstem Niveau vorgestellt. Die Entscheidung der Japaner, dass es keine mechanischen Ultegra- und Dura-Ace-Gruppen mit zwölftem Ritzel geben soll, wird so nachvollziehbarer. Viele gute Gründe zur Vorfreude auf neue Kompletträder mit Shimanos aktueller 105.

Die neue Shimano 105 im Detail

Die Shimano CS-HG710 ist die passende 12-fach Kassette zur neuen 105 Di2 R7100 Gruppe. THE SCIENCE OF SPEED: Shimano 105 12-fach Kassette CS-HG710-12 Die neue Generation der SHIMANO 105 mit Di2 baut auf der Designphilosophie The Science of Speed auf und bietet neuen Schwung, Komfort und Kontrolle. Mit dieser Schaltung bist du bereit für die Straßen, die vor dir liegen und die unendlichen Möglichkeiten, die sich dir bieten. Erlebe deine Fahrten jetzt noch intensiver.

Mit der neuen SHIMANO 105 steht die Di2 Schaltung jetzt erstmals einer großen Vielfalt an Rennradfahrern zur Verfügung. Mit den von DURA-ACE und ULTEGRA übernommenen Funktionen präsentiert sich SHIMANO 105 als die Essenz jahrelanger Forschung und Entwicklungsarbeit. Dank der gemeinsamen Di2 Plattform, der überlegenen Ergonomie, den für SHIMANO 105 optimierten Gangkombinationen und ihrem herausragenden Bremssystem markiert die neue SHIMANO 105 eine völlig neue Ära der kostengünstigen Performance.

Features der Shimano 105 CS-HG710-12

  • Überarbeitete 12-fach-Abstufung für erstklassige Effizienz und optimale Beschleunigung in allen Situationen
  • Kompatibel mit HG Spline L2 Rennrad 12-fach und HG Spline L Rennrad 12/11-fach Freilaufkörper
  • Einsatzbereich: Rennrad
  • Gruppe: 105 Di2 R7100
  • Modell: CS-HG710-12
  • Typ: HG Spline L2 Rennrad 12-fach / HG Spline L Rennrad 12/11-fach Freilaufkörper
  • Schaltstufen: 12-fach
  • Empf. Kette: CN-M7100 HG 12-fach
  • Material Ritzelträger: Aluminium
  • Ritzel: Stahl
  • Sicherungsring: Stahl

Abstufung

  • 11-36 (11-12-13-14-15-17-19-21-24-28-32-36 Zähne)

Die Shimano 105 im Praxistest

Die neue mechanische Shimano 105 12fach-Schaltgruppe wurde in der Praxis ausprobiert und lässt die mechanische Ultegra gar nicht vermissen.

Ein kurzes Fingertippen mit wenig Kraft, ein Klick - und schon liegt die Kette auf dem nächsten Ritzel. Und das so leise, dass man bei kleinen Gangsprüngen schon mal einen Blick nach hinten riskiert, um zu sehen, ob die neue Shimano 105 wirklich geschaltet hat. Und was die Schaltperformance angeht, gibt’s bei der neuen 105 nix zu meckern. Das neue, komplett überarbeitete Shadow-Schaltwerk erlaubt die bereits erwähnten extrem geschmeidigen Gangwechsel, und auch der Umwerfer hebt die Kette selbst unter Last klag- und problemlos auf das jeweils andere Kettenblatt.

Am Cockpit gefällt die verbesserte Ergonomie der STIs, die sehr angenehm in der Hand liegen und viele Griffvarianten erlauben. Ein weiteres Highlight sind die neuen Kassetten: Die 105 gibt es neben dem bekannten 11-34er-Paket nun auch mit 11-36er-Kassette. Gerade diese erlaubt es zusammen mit einer 50/34-Kompaktkurbel auch, steile Rampen mit kniefreundlich hoher Trittfrequenz in Angriff zu nehmen.

Auf langen Pässetouren werden wohl die meisten Hobbyfahrer die leichtere Übersetzung durchaus zu schätzen wissen. Und das Beste dabei: Dank dem zusätzlichen Ritzel geht nichts von der bekannten, ausreichend feinen Gangabstufung verloren. Das 36er-Rettungsringritzel kommt quasi als Bonus.

Weiterhin profitiert die neue 105 von verbesserten Bremsen. Dank des größeren Abstands zwischen Bremsbelägen und -scheiben (wie schon bei der Ultegra Di2 und Dura-Ace Di2) neigt sie weniger zum Schleifen, lässt sich aber dennoch sehr gut dosieren und gefällt mit ihrem präzisen Druckpunkt.

Weitere Aspekte der Shimano 105

Ergonomie

Eine erste positive Überraschung erleben wir aber schon, ohne einen Meter gefahren zu sein: In Sachen Ergonomie sind die neuen Hebel der 105 der Konkurrenz weit überlegen. Die Hände finden eine üppige Auflagefläche auf den Griffgummis; gleichzeitig sind die Griffkörper schlank genug, damit auch kleine Hände sie gut umgreifen können.

Auch in Bremsgriffhaltung ist der Bremshebel sehr gut erreichbar und bietet eine große Fläche für die Finger. Auch eine Griffweiteneinstellung ermöglicht der Hebel, wegen der ausgefeilten Form ist sie aber eigentlich gar nicht notwendig.

Schaltperformance

Mit den zur Seite leicht ausgestellten Hebeln können auch mehrere Gänge gleichzeitig gewechselt werden, ohne sich groß die Hände zu verrenken. Es fühlt sich an wie das Umlegen eines hochwertigen Schalters - bis auf ein vernehmbares “Klick” fast lautlos, ohne Schleifen, ohne Klemmen, egal, wie viel Druck auf dem Pedal lastet.

Auch umgekehrt fällt die Kette stets sicher. Die Gänge hinten wechseln etwas weniger definiert, aber, wie von Shimano gewohnt, geschmeidig und tadellos.

Reibung

Die angesprochene Leitungsintegration scheint für die mechanische Shimano 105 indes kein Problem darzustellen. An unseren Testrädern sind, wenn überhaupt, nur marginale Unterschiede im Schaltverhalten auszumachen. Die Bedienkräfte sind bei allen niedrig und auch die sensible Schaltung hinten arbeitet über alle zwölf Ritzel präzise und ohne Verzögerungen.

Auch reibungsarm beschichtete Innenzüge sind bei der neuen 105 nicht mehr notwendig. Eine geänderte Zugführung am Schaltwerk, an dem der Zug jetzt einen größeren Bogen beschreibt, scheint die Verluste wieder aufzufangen.

Gewicht und Übersetzungen

Die Gruppe bringt ansonsten alle Stärken und Schwächen mit, die auch für die Di2-Variante gelten. Kräftige und sehr gut dosierbare Scheibenbremsen sowie ein gutes Verschleißverhalten verbucht sie auf der Habenseite. Die Kette ist von der Mountainbike-Gruppe SLX entliehen und als haltbar und preiswert bekannt, ebenso wie die große 11-36-Kassette. Ankreiden könnte man ihr das vergleichsweise hohe Gewicht, denn gegenüber der Vorgängerin sind fast alle Teile ein wenig schwerer geworden.

Mit den Kassetten 11-34 und 11-36 bietet Shimano zwar viel Spielraum für steile Anstiege und zielt auf wenig trainierte Freizeitsportler. Allerdings sind beide Kassetten etwas grob abgestuft. Wer nur im Flachland unterwegs ist und feinere Sprünge sucht, muss auf Ultegra-Kassetten ausweichen, die, wie beschrieben, nicht ganz reibungslos funktionieren und mehr kosten.

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