Shimano 105 RD-5701 GS Schaltwerk Test: Eine umfassende Analyse

Bei der Konstruktion des ersten Fahrrads kann es vorkommen, dass bei der Schaltung ein Fehler gemacht wird. Wenn die Lenkerendschalthebel von CNC stammen und nur für Rennradschaltungen geeignet sind, kann es passieren, dass man mit dem Schaltwerk nur bis zum 8. Ritzel hochkommt. In solchen Fällen ist es wichtig, eine kostengünstige Lösung zu finden, möglicherweise durch den Umstieg auf Rapidshift oder ähnliches.

Die beste Lösung: Rennradschaltwerk mit langem Käfig

Die naheliegendste Lösung ist ein Rennradschaltwerk mit langem Käfig. Radplan Delta kann unter Umständen die Kapazität noch etwas erhöhen. Das Problem bei Shimano 10-fach MTB-Schaltwerken ist, dass sie einen anderen Seileinzugweg haben.

Alternative Schaltwerke im Test

Es wurden auch andere Schaltwerke getestet, um eine passende Lösung zu finden. Ein SRAM x9 Schaltwerk wurde probeweise getestet und funktionierte gut.

Ein altes Deore XT-Schaltwerk wurde ebenfalls ausprobiert und funktionierte einwandfrei.

Fahrrad-Schaltwerk Vergleich

Ein Vergleich verschiedener Fahrrad-Schaltwerke zeigt die Vielfalt und die unterschiedlichen Einsatzbereiche der einzelnen Modelle:

ModellEinsatzbereichKompatibilitätAnzahl der GängeKäfiglängeVorteile
Shimano Deore RD-M592Mountainbikes, Trekkingbikes11 bis 36 Zähne9-fachLanger KäfigFlache Bauform, leichtes Schalten
Shimano Deore XT RD-M8000Mountainbikes11 bis 40 Zähne11-fachLanger KäfigSehr leichtes Schalten, Schaltrollen mit hochwertigem Kugellager
Sram Schaltwerk NXMountainbikes, Trekkingbikes11 bis 34 Zähne9-fachLanger KäfigAus langlebigen Materialien gefertigt, leicht zu installieren
Shimano Deore XT Trekking RD-T8000Mountainbikes, TrekkingbikesBis 32 Zähne11-fachLanger KäfigHohe Lebensdauer, leicht zu installieren
Shimano Acera RD-M360Alle Straßenräder11 bis 34 Zähne7- bis 8-fachLanger KäfigGrößerer Abstand der Lagerpunkte für mehr Steifigkeit und Stabilität
Sram Gx Eagle AxsMountainbikes, Trekkingbikes11 bis 52 Zähne12-fachMittellanger KäfigRobustes Material, wasserdicht, sehr leichtes Schalten
Shimano Alivio RD-M3100-SGSMountainbikes, Trekkingbikes11 bis 34 Zähne9-fachMittellanger KäfigLeicht zu installieren, hohe Lebensdauer

Shimano Deore 9V

Die Shimano Schaltung Deore mit neun Gängen überzeugt durch ihren leichten Schaltaufwand und die präzise Kettenbewegung. Diese Schaltung bietet eine reibungslose und zuverlässige Performance, was besonders beim Radfahren in verschiedenen Geländearten wichtig ist.

  • Anzahl der Gänge: 9-fach
  • Käfiglänge: Langer Käfig
  • Vorteile: leichter Schaltaufwand, präzise Kettenbewegung
  • Nachteile: hohes Gewicht

Shimano Deore RD-M592

Das Shimano s23526 Schaltwerk besitzt eine flache Bauform und verfügt über die überzeugende Eigenschaft, dass es sich leicht schalten lässt. Das liegt teilweise auch an der starken Rückstellfeder des Schaltwerks.

  • Anzahl der Gänge: 9-fach
  • Käfiglänge: Langer Käfig
  • Vorteile: flache Bauform, leichtes Schalten durch stärkere Rückstellfeder
  • Nachteile: nicht für alle Straßenräder geeignet

Shimano Deore XT RD-M8000

Im Vergleich hat uns das Shimano Schaltwerk Deore XT RD-M8000 besonders überrascht. Das für Mountainbikes geeignete Schaltwerk verfügt über Schaltrollen mit hochwertigem Kugellager, die ein einfaches Schalten ermöglichen. Mit einem Gewicht von 275 g ist es besonders leicht und erhöht so kaum das Gesamtgewicht des Fahrrades.

  • Anzahl der Gänge: 11-fach
  • Käfiglänge: Langer Käfig
  • Vorteile: sehr leichtes Schalten, leicht, Schaltrollen mit hochwertigem Kugellager
  • Nachteile: nicht für alle Straßenräder geeignet

Sram Schaltwerk NX

Das Schaltwerk NX von SRAM ist für Mountain- und Trekkingbikes geeignet. Besonders gefällt, dass es aus langlebigen Materialien gefertigt und leicht zu installieren ist.

  • Anzahl der Gänge: 9-fach
  • Käfiglänge: Langer Käfig
  • Vorteile: aus langlebigen Materialien gefertigt, leicht zu installieren
  • Nachteile: hohes Gewicht

Shimano Deore XT Trekking RD-T8000

Das Shimano Deore XT Trekking RD-T8000 Fahrrad-Schaltwerk ist einfach zu installieren und kann auch von Laien angebracht werden. Die hohe Lebensdauer ist im Vergleich positiv aufgefallen, ebenso wie das stabile Material. Ein Produkt für alle, die das Fahrradfahren regelmäßig betreiben.

  • Anzahl der Gänge: 11-fach
  • Käfiglänge: Langer Käfig
  • Vorteile: hohe Lebensdauer, leicht zu installieren
  • Nachteile: hohes Gewicht

Shimano Acera RD-M360

Bei unserem Vergleich verschiedener Fahrrad-Schaltwerke hat uns das Modell Acera RD-M360 von Shimano dank des großen Abstands zwischen den Lagerpunkten mit seiner Steifigkeit und Stabilität angesprochen. Wir empfehlen das robuste Schaltwerk bei einem Gewicht von 281 g für alle Straßenräder.

  • Anzahl der Gänge: 7- bis 8-fach
  • Käfiglänge: Langer Käfig
  • Vorteile: größerer Abstand der Lagerpunkte für mehr Steifigkeit und Stabilität
  • Nachteile: geringe Anzahl der Gänge

Sram Gx Eagle Axs

Das Sram GX Eagle AXS Schaltwerk bietet eine moderne und leistungsstarke Lösung für 12-fach-Antriebe. Besonders geschätzt wird die X-Horizon-Cage-Lock-Technologie, die den Käfig verriegelt und Radwechsel vereinfacht, sowie die Overload-Clutch, die das Schaltwerk bei Stößen schützt. Die Schutzklasse IP69K macht das Schaltwerk staub- und wasserdicht und sorgt so für eine lange Lebensdauer. Mit seinem leichten Aluminiumgehäuse und der drahtlosen AXS-Technologie sorgt dieses Schaltwerk für eine zuverlässige und präzise Schaltleistung.

  • Anzahl der Gänge: 12-fach
  • Käfiglänge: Mittellanger Käfig
  • Vorteile: robustes Material, wasserdicht, sehr leichtes Schalten
  • Nachteile: hohes Eigengewicht

Shimano 105: Wie ein Uhrwerk

Zuverlässige Technik, einwandfreies Schaltverhalten, Top-Ergonomie: Mit der 105-Gruppe bietet Shimano eine preiswerte Alternative zu teurer Elektronik.

Eine durchsichtige Mechanik hat bestechende Vorteile. Sie ist unabhängig von Akkus oder Batterien und man kann sehen und fühlen, was passiert. Wenn doch etwas hakt, lässt sich meist leicht erkennen, woran es liegt. Kein Wunder also, dass die rein mechanisch betätigte Kettenschaltung am Rennrad auch im Zeitalter elektronisch angetriebener Schaltwerke und Umwerfer noch eine Menge Fans hat. Die können seit Kurzem aufatmen: Shimano bringt die mechanische Version der 105 als Getriebe auf dem neuesten technischen Stand auf den Markt, das ohne Akkus, Funksignale und sonstigen elektronischen Firlefanz funktioniert.

Neuester technischer Stand heißt: Mit zwölf Ritzeln am Hinterrad bietet sie ein Gängespektrum, das bislang deutlich höherpreisigen Rädern vorbehalten und fast flächendeckend von Elektroschaltungen geprägt ist. Inwieweit das Ensemble eine Alternative für moderne Rennräder sein kann, klärt unser erster Test.

Knackpunkt Zugführung

Neu an der Gruppe sind genau genommen nur wenige Teile: Schalthebel, Schaltwerk und Umwerfer. Antrieb und Bremsen entsprechen der 2022 vorgestellten 105 Di2, die als elektronisch betätigter Zwilling im Shimano-Portfolio bleibt. Dennoch waren wir auf das Update aus mehreren Gründen besonders gespannt: Zum einen ist es Tradition, dass Shimano technische Verbesserungen zunächst in den teuersten Gruppen einführt und später an die günstigeren weiterreicht. Da die teureren Ultegra- und Dura-Ace-Schaltungen aber schon seit spätestens 2017 nur noch als elektronische Varianten entwickelt wurden, gibt es im Grunde kein “Vorbild”, und es wird zur spannenden Frage, ob Shimano der Mechanik überhaupt noch Verbesserungen entlocken kann.

Zum anderen hat sich das Rennrad seit der letzten Generation der Shimano 105, die 2018 auf den Markt kam, stark verändert. Kabel und Leitungen verlaufen heute auch bei preiswerten Rennrädern fast ausschließlich an oder im Cockpit und von dort direkt in den Rahmen. Solche verwinkelten Leitungsführungen können die Funktion von Bowdenzügen aber erfahrungsgemäß stark beeinträchtigen. Auf die reibungslose Funktion der Schaltung haben wir deshalb auch bei den Fahrten mit unseren Testrädern besonders geachtet.

Ergonomie der Shimano 105

Eine erste positive Überraschung erleben wir aber schon, ohne einen Meter gefahren zu sein: In Sachen Ergonomie sind die neuen Hebel der 105 der Konkurrenz weit überlegen. Die Hände finden eine üppige Auflagefläche auf den Griffgummis; gleichzeitig sind die Griffkörper schlank genug, damit auch kleine Hände sie gut umgreifen können. Zwischen Hebel und Lenker ist am oberen Ende viel Platz und im Wiegetritt stört keine Kante; weiter unten nähert sich der Bremshebel schwungvoll dem Unterlenker und auch kurze Finger können ihn dort gut fassen. Auch in Bremsgriffhaltung ist der Bremshebel sehr gut erreichbar und bietet eine große Fläche für die Finger. Auch eine Griffweiteneinstellung ermöglicht der Hebel, wegen der ausgefeilten Form ist sie aber eigentlich gar nicht notwendig.

Schnelle und präzise Gangwechsel

Auch von den Testfahrten können wir überwiegend Gutes berichten. Mit den zur Seite leicht ausgestellten Hebeln können auch mehrere Gänge gleichzeitig gewechselt werden, ohne sich groß die Hände zu verrenken. Vor allem das Schaltverhalten des vorderen Umwerfers finden wir im positiven Sinne bemerkenswert: Beim Wechsel aufs große Kettenblatt muss zunächst ein angenehm definierter Widerstand überwunden werden - danach geht alles rasend schnell und die Kette rastet in Sekundenbruchteilen sauber auf dem benachbarten Blatt ein. Es fühlt sich an wie das Umlegen eines hochwertigen Schalters - bis auf ein vernehmbares “Klick” fast lautlos, ohne Schleifen, ohne Klemmen, egal, wie viel Druck auf dem Pedal lastet.

Auch umgekehrt fällt die Kette stets sicher. Die Gänge hinten wechseln etwas weniger definiert, aber, wie von Shimano gewohnt, geschmeidig und tadellos - zumindest, sofern die korrekte Kassette montiert ist. Für die mechanische Variante musste Shimano die 105-Kassette gegenüber der Di2-Version leicht anpassen, erkennbar ist sie an der Bezeichnung R7101 (statt R7100). Ansonsten ist optisch kein Unterschied auszumachen, doch man sollte sich an die Empfehlung halten. An einigen Testrädern war, vermutlich aufgrund von Lieferproblemen, die Di2-Kassette CS-R7100 montiert. Sie tendiert unter viel Kettenspannung zu etwas lauteren, knackenden Schaltgeräuschen beim Wechsel auf größere Ritzel, funktioniert ansonsten aber reibungslos. Das dürfte auch bei Kassetten aus den anderen Zwölffach-Gruppen Dura-Ace und Ultegra der Fall sein.

Shimano 105: Reibung

Die angesprochene Leitungsintegration scheint für die mechanische Shimano 105 indes kein Problem darzustellen. An unseren Testrädern sind, wenn überhaupt, nur marginale Unterschiede im Schaltverhalten auszumachen. Die Bedienkräfte sind bei allen niedrig und auch die sensible Schaltung hinten arbeitet über alle zwölf Ritzel präzise und ohne Verzögerungen. Das ist insofern bemerkenswert, als wir noch vor wenigen Jahren von der Kombination aus mechanischen Schaltgruppen und innenverlegten Zügen eher abraten mussten: In vielen Fällen war die Reibung so hoch, dass das Schaltwerk nur verzögert reagierte und sich die Schaltung nicht sauber einstellen ließ.

Auch reibungsarm beschichtete Innenzüge sind bei der neuen 105 nicht mehr notwendig. Sie arbeitet mit den mitgelieferten einfachen, unbeschichteten Zügen völlig fehlerfrei. Eine geänderte Zugführung am Schaltwerk, an dem der Zug jetzt einen größeren Bogen beschreibt, scheint die Verluste wieder aufzufangen.

Shimano 105: Starke Leistung, hohes Gewicht

Die Gruppe bringt ansonsten alle Stärken und Schwächen mit, die auch für die Di2-Variante gelten. Kräftige und sehr gut dosierbare Scheibenbremsen sowie ein gutes Verschleißverhalten verbucht sie auf der Habenseite. Die Kette ist von der Mountainbike-Gruppe SLX entliehen und als haltbar und preiswert bekannt, ebenso wie die große 11-36-Kassette. Ankreiden könnte man ihr das vergleichsweise hohe Gewicht, denn gegenüber der Vorgängerin sind fast alle Teile ein wenig schwerer geworden.

Rennräder unter 8,5 Kilogramm sind nur mit viel Aufwand drin, die meisten Kompletträder bewegen sich eher Richtung neun Kilogramm. Auch die eingeschränkten Übersetzungsoptionen könnten bei der neuen Generation manchen Interessenten stören: Mit den Kassetten 11-34 und 11-36 bietet Shimano zwar viel Spielraum für steile Anstiege und zielt auf wenig trainierte Freizeitsportler.

Außerdem passen diese großen Ritzelpakete auf Laufräder mit Elffach-Freilauf, sodass bei einem Umbau keine neuen Laufräder angeschafft werden müssen. Allerdings sind beide Kassetten etwas grob abgestuft. Wer nur im Flachland unterwegs ist und feinere Sprünge sucht, muss auf Ultegra-Kassetten ausweichen, die, wie beschrieben, nicht ganz reibungslos funktionieren und mehr kosten. Doch diese Pillen werden Kritiker der Elektronik am Rennrad schlucken.

Alternativen und Vergleiche

Es gibt verschiedene Alternativen und Vergleiche zu beachten:

  • Shimano GRX vs. 105: Beide Schaltwerke bieten Stärken, allerdings mit unterschiedlichen Zielgruppen. Die GRX ist robuster und zuverlässiger für leichten Geländeeinsatz, während die 105 filigraner und für Straßeneinsätze konzipiert ist.
  • Gänge: Shimano 105 bietet bis zu 24 Gänge, während die GRX maximal 22 Gänge hat.
  • Schaltung: Während die Shimano 105 nur mechanische Gangwechsel ermöglicht, ist bei der Shimano GRX optional eine elektrische Schaltung (Di2) möglich.
  • Übersetzungsverhältnisse: Das GRX Schaltwerk bietet breitere Übersetzungsverhältnisse als die 105er Gruppe.
  • Ergonomie: Die GRX-Schaltgruppen haben ergonomische Verbesserungen im Vergleich zur 105.
  • Kettenführung: Die GRX verfügt über eine bessere Kettenführung und Kettenstabilisierung.

Shimano GRX vs. Shimano 105: Detaillierter Vergleich

  • Aussehen: Das Shimano GRX hat einen massiveren Look.
  • Material: Das Shimano GRX ist aus hochwertigem Aluminium und Kunststoff gefertigt.
  • Gewicht: Das Shimano GRX ist insgesamt leichter als das Shimano 105.
  • Schaltmechanismus: Der "Shadow Plus" Schaltmechanismus des Shimano GRX ermöglicht ein besonders präzises und schnelles Schalten.
  • Gang-Konfigurationen: Das Shimano GRX ist in 1x11- und 2x11-Gang-Konfigurationen erhältlich, während das Shimano 105 2x11- und 3x11-Gang-Konfigurationen bietet.

Umbau auf 10-fach: Was wird benötigt?

Für den Umbau auf 10-fach werden folgende Komponenten benötigt:

  • Brems-/Schalthebel 10-fach
  • Schaltwerk
  • Kette
  • Ritzelpaket

Gesamtkapazität: Was bedeutet das?

"Gesamtkapazität: 39 Zähne (GS)" bezieht sich auf die Differenz zwischen dem größten und kleinsten Kettenblatt vorne plus der Differenz zwischen dem größten und kleinsten Ritzel hinten. Wenn man vorne 52-39-30 und hinten 11-27 hat, ergibt das 52-30 + 27-11 = 38 Zähne.

Das RD-5701-GS in der Praxis

Das RD-5701-GS könnte Groß-Groß schalten, muss aber nicht. Es hängt von der verwendeten Kettenlänge ab, an welchem Ende (groß groß oder klein klein) das Problem auftaucht. Entweder ist die Kette bei groß groß so stark gespannt, dass etwas nachgibt, oder sie ist bei klein klein so locker, dass sie schlackert und springt. Also Kette lang genug wählen, klein klein schaltet man bewusst sowieso nicht und wenn es doch passiert, hängt die Kette etwas durch, sollte aber in der Regel nicht gleich etwas kaputt machen.

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