Shimano 105 Schaltwerk 8 Fach im Test: Ein umfassender Überblick

Die Shimano 105-Gruppe erfreut sich großer Beliebtheit und ist bekannt für ihre Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit. In diesem Artikel werfen wir einen detaillierten Blick auf das Shimano 105 Schaltwerk mit 8 Fach und beleuchten seine Leistung, Vor- und Nachteile.

Einleitung

Die Shimano 105 ist eine etablierte Komponentengruppe, die sich durch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnet. Sie ist sowohl für Einsteiger als auch für ambitionierte Hobbyfahrer eine gute Wahl. Das 8-fach Schaltwerk der 105-Gruppe bietet eine solide Performance und ist besonders für ältere Fahrräder oder Einsteiger-Modelle geeignet.

Shimano 105 R7000 im Test

Was ist neu an der Shimano 105

Die neuen Hebel für hydraulische Scheibenbremsen sind deutlich kleiner geraten. Der Test der neuen Gruppe in beiden Versionen - mit Disc- und Felgenbremse - soll zeigen, wie es um deren Qualitäten steht. Und um den Glamour-Faktor. Die Voraussetzungen der neuen 105 stimmen jedenfalls: Die Schaltgruppe bietet dank der zusätzlichen Kettenblattkombination 52/36 mehr Gangabstufungen denn je, kommt mit gruppenzugehöriger Hydraulik-Disc inklusive ergonomisch und optisch attraktiven Brems-/Schalthebeln, obendrein gibt’s für die Shimano 105 R7000 exklusiv ein Brems-/Schalthebel-Pärchen für Fahrer/innen mit kleinen Händen.

Optik und Verarbeitung

Ein weiterer Punkt auf der Habenseite der neuen 105: Optisch wirken die getesteten mattschwarzen Teile sehr wertig - fast schon wie eine mattierte Version der Dura-Ace. Die aktuelle Ultegra R8000 kann sich im direkten Vergleich kaum davon absetzen - fanden die Tester. Kurz: Die "kleine Schwarze" gefällt - und passt zu fast jedem Rahmen. Optional gibt’s die R7000 zudem, ganz klassisch, in Silber. Aber auch unabhängig vom Finish überzeugt die R7000. Im Praxistest mussten die Tester spürbare Unterschiede zur Ultegra schon gezielt suchen.

Schaltperformance

Bei der vorigen 105-Generation (5800) konnte der Eindruck entstehen, Shimano habe ihr absichtlich Innovationen der teuren Ultegra (6800) vorenthalten, um die preisliche Differenz mit technischem Abstand zu rechtfertigen. Ganz anders bei der neuen R7000: Sie steht fast auf der gleichen Innovationsstufe wie die Ultegra R8000.

Schaltwerk: So funktioniert die neue Shimano 105

Bei der Schaltung bleibt die neue 105 schön übersichtlich: Es gibt einen Umwerfer, einen Kurbelsatz sowie ein Schaltwerk mit langem Käfig (Version "GS", für Kassetten mit großem 28er- bis 34er-Ritzel) und eines mit kurzem ("SS") das maximal ein 30er-Ritzel bedient. Das 105-Schaltwerk setzt dabei auf die "Shadow RD"-Technologie: Es steht zentral unter dem Ritzelpaket und wandert nicht mehr so weit nach rechts (in Fahrtrichtung, 33 statt bisher 45 mm) und ist so besser geschützt.

Kurbelsatz

Der Kurbelsatz bietet die Kettenblattkombinationen 53/39, 50/34 und, jetzt neu, die Semi-Kompaktabstufung 52/36 - dadurch sind mehr Gangabstufungen möglich als bei früheren 105-Ensembles. Am jeweils großen Kettenblatt der 105 zeigt sich der größte Unterschied zu Ultegra und Dura-Ace: Bei den teureren Gruppen ist das große Blatt aus zwei Teilen zusammengeklebt und hohl, diese kostenaufwendige Verarbeitung spart sich Shimano bei der R7000. Deshalb wiegt der Kurbelsatz, je nach Variante, knapp 50 Gramm mehr als bei der aktuellen Ultegra. Kombinieren lassen sich die drei Kettenblattabstufungen mit folgenden Kassetten-Abstufungen: 11-25, 11-28, 11-30, 11-32 oder 11-34.

Bremsen

In den Brems-/Schalthebeln für Disc- und Felgenbremsen steckt die gleiche, komplett neu entwickelte Schaltmechanik, die auch bei Ultegra und Dura-Ace Verwendung findet. Sie sorgt für kürzere Hebelwege und klareres Feedback bei jedem Gangwechsel. Trotz der neuen Technik haben die Schaltkomponenten in Summe auch noch knapp 40 Gramm abgespeckt.

Bremsleistung auf der Straße

Egal ob man schaltet oder bremst, jede Interaktion mit der neuen R7000-Gruppe ist erst mal eine neue Erfahrung: Im Vergleich zur Vorgängerin 5800 funktioniert die neue 105 deutlich spürbar besser. So greift sich die neue Shimano 105 R7000Die Brems-/Schaltgriffe der neuen 105 liegen so gut in der Hand, wie man das von der aktuellen Ultegra kennt. Form und Ergonomie (mit noch größerem Verstellbereich der Griffweite) sind identisch: Der etwas kompaktere Griff "passte" für alle Tester und liegt gut in der Hand. Das gilt für beide R7000-Griff-Varianten: Zwischen Disc- und Felgenbremse lassen sich keine Unterschiede ausmachen. Das bedeutet für Freunde der Scheibenbremse eine riesigen Fortschritt gegenüber den doch recht klobigen ST-RS505-Hebeln, die Shimano der 5800 in der Disc-Option zur Seite stellte. Damit präsentieren sich die wichtigsten Kontaktpunkte am Rennrad mit der neuen Gruppe auf zeitgemäßem Niveau - egal ob mit Disc- oder Felgenbremse.

Bremsverhalten

Die neue 105-Disc arbeitet auf dem Niveau der Ultegra-Disc. Sie packt sehr kraftvoll zu, die Bremskraft steigt mit zunehmendem Bremshebelweg schnell an. Dennoch zeigt sich die kraftvoll zupackende Bremse dabei berechenbar und zuverlässig dosierbar. Probleme - etwa mit Hitze - traten im Test nicht auf, auch ohne die zusätzlichen Kühlrippen der Ultegra-Disc. Allerdings war keiner der Tester schwerer als 80 Kilo, und die Testrunden fanden nicht im alpinen Bereich statt. Bei den Felgenbremsen gab’s bereits zur Version 5800 gravierende Veränderungen: die Reifenfreiheit bis 28 mm etwa oder der Doppel-Drehpunkt für mehr Bremspower - daran ändert sich auch bei der R7000-Variante nichts. Neu sind der Bremshebel (siehe oben) und das griffgünstigere Hebelchen zum Öffnen der Bremszange beim Laufradwechsel.

Schaltverhalten

Dass alle Schaltkomponenten neu sind, spürt man deutlich: Gangwechsel gehen bei der R7000 direkter und schneller von der Hand. So gut wie die aktuellen Shimano-Umwerfer arbeitet kein anderes mechanisches System, das gilt endlich auch für die 105. Auch das neue Schaltwerk folgt präziser als bislang. So macht die neue 105 in Sachen Schaltung einen gewaltigen Schritt nach vorn, fanden die Tester.

Shimano 105 oder Ultegra?

Bei der Shimano 105 R7000 steht am Ende immer nur diese eine Frage: Ist sie gut genug, oder muss es doch die Shimano Ultegra sein? Bisher war die Antwort: Ja, aber ... Bei der neuen R7000 ist es einfacher. Wer auf das Prestige (und eine Elektronik-Schaltung) verzichten kann, fährt mit der neuen 105 bestens. Sie liegt technisch und funktional deutlich näher an der Ultegra, als es bei den Vorgänger-Gruppen der Fall war. Bleibt der Gewichtsunterschied zur Ultegra: Die rund 140 Gramm Mehrgewicht der 105 mit Felgenbremse sind gut zu verkraften; die fast 300 Gramm Mehrgewicht R7000 in der Disc-Version wiegen im Wortsinn schwerer.

Alternativen zu Shimano

Wettbewerber SRAM konzentriert sich beim Rennrad voll auf Elektronik und bietet mit der Rival lediglich eine mechanische Schaltung, die aber für Gravelbikes konzipiert ist und beim Bedienkonzept nicht mit Shimano mithalten kann. Die Produkte von Campagnolo spielen preislich in einer ganz anderen Liga und sind an Kompletträdern kaum zu finden.

Die Komponenten einer Schaltgruppe

Wer ein neues Rennrad kauft, muss neben dem Fahrrad selbst auch eine Schaltgruppe auswählen, die das gute Stück zieren darf. Und die Auswahl an verschiedenen Arten von Shimano Schaltgruppen für Rennräder ist riesig; die Shimano Tiagra-, Shimano 105- und Shimano Ultegra-Gruppe sind nur einige Beispiele. Aber wie gut sind all diese Shimano Schaltgruppen und was sind die Unterschiede zwischen den Shimano Gruppen? Zunächst ist es hilfreich zu wissen, welche Teile deines Rennrads eigentlich Teil einer Schaltgruppe sind. Das ist nicht so kompliziert. Dies sind natürlich in erster Linie die Schalthebel und deine Umwerfer. Alles, was zum Antrieb deines Rennrads gehört, ist in der Schaltgruppe enthalten. Und schlussendlich gehören auch deine Bremsen zur Gruppe. Aber überraschenderweise gehören Scheibenbremsen an Disc-Rennrädern nicht zur Gruppe selbst.

Bei den Herstellern der Gruppen werden glücklicherweise die gleichen Namen ziemlich konsequent für die eigenen Schaltgruppen verwendet. Dieses BMC Bike mit der Shimano Dura Ace Di2 12-fach-Schaltgruppe ist eines der echten Top-Modelle. Viele Leute denken, dass wirklich nur das allerbeste gut genug für sie ist. Wer jetzt mit der preiswertesten Gruppe von Shimano fährt, fährt sozusagen mit einer Qualität, die mit der der Profis vor 10 oder 15 Jahren vergleichbar ist. Es ist ein Missverständnis zu glauben, dass du mit der billigsten Schaltgruppe keine Qualität erhältst. Der Unterschied liegt hauptsächlich in der Qualität der verwendeten Materialien und dem Gewicht der Schaltgruppe.

Shimano Schaltgruppen im Vergleich

Klar ist, je teurer eine Schaltgruppe ist, desto besser und leichter ist sie auch. Doch muss es natürlich nicht immer eine XT oder XTR Schaltung sein. Für die/den Durchschnittmountainbiker:rin reicht auch eine Alivio oder Deoreschaltung völlig aus, um sportliche Touren zu machen oder Spaß auf den Trails zu haben. Auch diese Schaltungen haben sich lange bewährt und garantieren lang anhaltenden Fahrspaß. Oftmals kommt in den günstigeren Schaltgruppen die gleiche Technik zum Einsatz, lediglich das Material unterscheidet sich. Und wie der Name „Gruppe“ schon vermuten lässt: Eine Schaltgruppe besteht meist aus Schaltwerk (hinten), Umwerfer (vorne), Kurbelgarnituren, Kassetten, Kettenblätter, Schalthebeln, Bremshebeln und den dazugehörigen Scheibenbremsen. Manchmal werden vom Hersteller des Fahrrads aber auch Komponenten ausgetauscht, sodass die Teile nicht alle der gleichen Gruppe angehören.

Shimano Tourney

Shimano Tourney ist für den Einsatz auf Einsteiger- und Freizeit-Fahrrädern konzipiert ist. Sie bietet eine einfache Schaltung mit ausreichend Gängen und ist in der Regel preisgünstiger als andere Schaltgruppen von Shimano. Die Schaltung ist robust und zuverlässig, aber nicht ganz so leistungsstark und präzise wie höherwertige Schaltgruppen.

Shimano Altus

Die Shimano Altus Schaltgruppe ist eine der Einstiegs-Schaltgruppen von Shimano und bietet eine solide Leistung zu einem erschwinglichen Preis. Mit der Acera-Schaltung kannst du erste Erfahrungen im Gelände sammeln.

Shimano Alivio

Die Shimano Alivio Schaltgruppe ist eine hochwertige Komponentengruppe, die für Alltagsfahrten und leichtes Gelände geeignet ist. Sie zeichnet sich durch reibungslose und präzise Schaltvorgänge aus. Die Alivio Schaltgruppe verfügt auch über ein stilvolles und modernes Design. Im Vergleich zur Acera Schaltgruppe bietet die Alivio Schaltgruppe eine höhere Qualität.

Shimano Deore

Die Shimano Deore ist eine hochwertige und leistungsstarke Schaltgruppe, die für den Einsatz im Gelände und für Mountainbike-Touren geeignet ist. Sie zeichnet sich durch ihre Robustheit und Zuverlässigkeit aus, die auch bei schwierigen Bedingungen und rauem Gelände eine hervorragende Leistung bietet. Die Deore Schaltgruppe verfügt auch über ein aktuelles, zeitloses Design. Im Vergleich zu günstigeren Shimano Schaltgruppen bietet die Deore Schaltgruppe eine noch höhere Qualität und Leistung.

Shimano SLX

Die Shimano SLX Schaltgruppe bietet viele Vorteile für Mountainbiker:innen. Zum Beispiel ist sie sehr langlebig und zuverlässig, sodass du dich auf sie verlassen kannst, wann immer du unterwegs bist. Sie ist leicht und kompakt, was sie zu einer sehr guten Wahl macht. Darüber hinaus ist sie sehr präzise und bietet ein reibungsloses Schaltverhalten, sodass du immer mit der richtigen Übersetzung unterwegs bist.

Shimano Deore XT

Die Shimano Deore XT Schaltgruppe ist eine hochwertige Komponentengruppe für Mountainbikes, die sich durch ihre zuverlässige Schaltleistung, ihre präzisen Gangwechsel und ihre robuste Bauweise auszeichnet. Sie bietet auch ein breites Übersetzungsverhältnis, sodass du in jeder Situation einen passenden Gang findest.

Shimano XTR

Die XTR Schaltgruppe ist für Fahrer entwickelt, die höchste Anforderungen an die Leistung ihres Mountainbikes stellen. Sie bietet eine schnelle und präzise Schaltung und eignet sich für anspruchsvolle Trail-Sessons oder auch den beliebten Alpencross. Mit dieser Ausstattung stehen dir alle Möglichkeiten offen.

Shimano Claris

Shimano Claris ist die erste echte Schaltgruppe für Rennräder. Rennräder mit einer Shimano Claris-Schaltgruppe sind sehr gut für Einsteiger geeignet. Die Shimano Claris-Gruppe ist bei den Einsteigerrennrädern häufig zu sehen. Und das macht Sinn. Es ist eine relativ preiswerte Gruppe, die dennoch sehr langlebig und gut schaltbar ist.

Shimano Sora

Die Shimano Sora-Gruppe ist die letzte der Einsteiger-Schaltgruppen. Dank dem 9-Gang Dreifach- oder Zweifachschaltwerk kannst du dich für einen sehr großen Schaltbereich entscheiden.

Shimano Tiagra

Mit der Shimano Tiagra-Gruppe kommst du zu den Schaltgruppen für die erfahreneren Rennradfahrer. Du kannst hier eine größere Kassette mit bis zu 10 Kränzen montieren. Du siehst Shimano Tiagra viel auf den teureren Rennrädern des mittleren Segments. Dies ist auch die letzte Schaltgruppe, in der du noch die Auswahl zwischen einem Zweifach- oder Dreifachschaltwerk hast, sodass du entweder 20 oder 30 Gänge haben kannst.

Shimano 105

Die Shimano 105-Gruppe ist die beliebteste Schaltgruppe von Shimano. Eine Shimano 105-Gruppe kann hinten 11 Kränze haben und vorne bekommt man zwei Kettenblätter. Also insgesamt 22 Gänge. Darüber hinaus wurde die Shimano 105-Gruppe 2018 umfassend überarbeitet. Jetzt kannst du dich auch für hydraulische Scheibenbremsen entscheiden.

Shimano Ultegra

Mit der Shimano Ultegra-Schaltgruppe erhältst du eine echt professionelle Schaltgruppe für dein Rennrad. Alles ist aus leichten und sehr langlebigen Materialien gefertigt. Das Schalten funktioniert wie es sich gehört, leise und praktisch reibungslos. Hier kannst du auch kein Dreifachschaltwerk mehr nehmen. Natürlich gibt es bei Shimano Ultegra auch eine Variante mit hydraulischen Scheibenbremsen. Suchst du Komponenten für eine Shimano Ultegra-Gruppe? Eine sehr schöne Option ist, dass du dich ab Ultegra für eine Gruppe mit elektronischer Schaltung entscheiden kannst. Dies hat den Vorteil, dass du dich nie wieder mit einer schleifenden Kette rumschlagen musst. Mit einer Ultegra Di2-Gruppe kannst du elektronisch schalten. Das elektronische Schalten mit einer Shimano Ultegra Di2 11-fach-Schaltgruppe ist nicht kabellos. Du musst also immer noch kleine elektronische Kabel durch deinen Fahrradrahmen verlegen. Natürlich benötigst du auch einen Ultegra-Akku, um die ganze Elektronik mit Strom zu versorgen.

Shimano Dura Ace

Shimano Dura Ace ist die beste Schaltgruppe von Shimano. Hier bekommst du wirklich das Beste vom Besten. Shimano Dura Ace ist wirklich das Beste vom Besten. Die gesamte Dura Ace-Gruppe ist so optimiert, dass du wirklich jedes bisschen Kraft, das du in sie steckst, in Geschwindigkeit umwandelst. Und natürlich ist die Schaltung sehr präzise und super zuverlässig. Entscheidest du dich für die Version mit hydraulischen Scheibenbremsen? Hole dir dann auch sofort die Dura Ace-Bremsscheiben. Möchtest du noch ein bisschen besser schalten? Dann ist Shimano Dura Ace Di2 11-fach die elektronische Version, die du brauchst. Wenn die normale Dura Ace noch nicht gut genug ist, kannst du dich auch für Shimano Dura Ace Di2 entscheiden. Der Vorteil ist, dass beim Schalten keine Probleme mehr entstehen durch ein ausgeleiertes Kabel. Willst du dich bei Shimano Schaltkomponenten wirklich für das Beste vom Besten entscheiden? Dann solltest du die neuesten und fortschrittlichsten Ergänzungen der Shimano-Gruppen wählen: Die Shimano 12-fach Ultegra R8100 Di2 und die Shimano 12-fach Dura Ace R9200 Di2! Abgesehen davon, dass es sich bei diesen Schaltgruppen um 12-fach-Gruppen handelt und nicht, wie bei ihren Vorgängern, um 11-fach-Gruppen, wurden die Schaltgeschwindigkeit und die Qualität der Ultegra und Dura Ace Di2 12-fach erheblich verbessert. Daher bieten diese Gruppen ein unvergleichliches Schalterlebnis bei jeder Belastung.

Vor- und Nachteile der Shimano 105 8-fach

  • Vorteile:
    • Solide Schaltperformance
    • Hohe Zuverlässigkeit
    • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
    • Einfache Wartung
  • Nachteile:
    • Weniger präzise als höherwertige Gruppen
    • Begrenzte Gangauswahl im Vergleich zu modernen 11- oder 12-fach Schaltungen

Technische Details

Die Shimano 105 8-fach Schaltgruppe ist mit verschiedenen Kassetten und Kurbelgarnituren kompatibel, was eine individuelle Anpassung an die eigenen Bedürfnisse ermöglicht. Die präzisen Schaltvorgänge und die robuste Konstruktion machen sie zu einer zuverlässigen Wahl für den täglichen Gebrauch und längere Touren.

Montage und Wartung

Die Montage und Wartung des Shimano 105 8-fach Schaltwerks sind unkompliziert und können auch von Hobby-Mechanikern durchgeführt werden. Regelmäßige Reinigung und Schmierung sorgen für eine lange Lebensdauer und optimale Schaltperformance.

Test und Erfahrungen

Für den Radtest haben wir uns dieses Mal fachfremde Hilfe ins Boot geholt. Ein Wort zu den vier Herstellern im Test: Egal ob Author, Schwinn, Wheeler oder Bulls, keiner ist ein „Billighersteller“. Sie verfügen lediglich über eine Produktpalette, die am unteren Ende eben nicht - wie bei vielen anderen - bei 1000 oder 1500 Euro endet. Sie gehen davon aus, dass man auch für 699 Euro noch ein gutes Rad zusammenbauen kann. An mangelnder Erfahrung kann es im Falle schwacher Ergebnisse bei keinem der Hersteller gelegen haben. Die Firma Schwinn beispielsweise gibt es seit über 100 Jahren. Sie gehört damit zu den Zweiradpionieren und sollte wissen, was ein gutes Rad ganz allgemein ausmacht.

  • Subjektive Eindrücke: Ob das Rad eine 105er oder eine Sora besitzt, war unserem Testfahrer erst mal egal. Die Auswahl des ersten Rades für eine Testfahrt fiel auf das Sport Fastback von Schwinn. Die Farbe hatte es ihm angetan. Und uns wurde ein wichtiges erstes Entscheidungsmerkmal wieder einmal vor Augen geführt. Der optische Auftritt spielt gerade in den unteren Preisklassen eine wichtige Rolle. Die Testfahrten hielten dann unverhältnismäßig viele Überraschungen bereit. Egal bei welchem Rad, die Sitzposition war zu sportlich. Unser Testkandidat hätte gerne aufrechter gesessen, allerdings scheiterte die Oberlenkerposition an der weiten Entfernung der Hände zu den Bremshebeln. Ein enormes Sicherheitsbedürfnis ließ ihn den Unterlenker fassen und die Finger fast ständig die Bremshebeln touchieren. Ebenfalls wenig überraschend war, dass der teuerste Sattel am schlechtesten abgeschnitten hat. Wenngleich der schnittige „Selle Italia“ am Bulls unserem Tester am besten gefallen hat, im Nachhinein würde er die weicheren Sitzgelegenheiten der anderen Hersteller bevorzugen. Vor allem auf dem Modell am Einsteiger von Author fühlte er sich sehr wohl. Wir glauben allerdings, dass unser Testfahrer, wenn er Gefallen an der Sportart finden sollte, schon bald eine etwas härtere Variante bevorzugen wird. Wie gesagt, nicht ungewöhnlich.
  • Schaltperformance im Test: Der Knüller ist, dass unser Testfahrer wider Erwarten mit der Schalteinheit Sora von Shimano deutlich besser zurechtkam als mit dem teureren großen Bruder, der 105er. Der Schaltvorgang mit einem Knopf und einem Hebel wie bei der Sora, war für ihn schnell zu begreifen und einfacher zu handhaben. Zum einen empfand er die räumliche Trennung der beiden Schaltvarianten durch Knopf und Hebel angenehmer als das System der 105er mit zwei hintereinander liegenden Schalthebeln. Zum anderen leuchtete der Schaltvorgang bei der Sora auch besser ein: Knopf drücken, Kette fällt nach unten, Hebel seitlich nach oben, die Kette klettert hinauf. Die große Zahl der Übersetzungsmöglichkeiten, die ein drittes Kettenblatt ermöglicht, leuchteten unserem Tester rasch ein, allein an der Umsetzung haperte es. Häufig lag die Kette viel zu schräg. Entweder entschied er sich für das große Kettenblatt in Kombination mit einem ganz großen Ritzel im Heck oder für das kleine Kettenblatt mit einem der kleinsten Ritzel des Zahnkranzes. Das Ergebnis bleibt gleich: Die Kette läuft sehr schräg und schleift am Umwerfer. Justierversuche beförderten die Kette sofort auf das mittlere Kettenblatt. Hier gefiel ihm die 105er mit nur zwei Kettenblättern zunächst besser. Allerdings nur bis zum ersten Anstieg: Schnell lag die Kette im Heck auf dem Ritzel mit den meisten Zähnen, das dritte Kettenblatt wurde jetzt schmerzlich vermisst.
  • Bremsleistung im Test: „Die Bremsen am Bulls sind klar die besten!“ war der Testfahrer, nachdem er mit allen Rädern unterwegs war, überzeugt. Und da geben wir ihm Recht. Die 105er-Ausstattung am Bulls gewinnt beim Bremsvergleich deutlich gegen die Konkurrenz, die durchweg mit einer Kombination aus Sora-Bremshebeln und Tektro-Bremsen ausgestattet ist. Vor allem bei harten Bremsvorgängen schneidet das Duo schlecht ab und verzögert zu langsam. Es ist der beste Einsteiger. Dabei spielt allerdings die hochwertigere Ausstattung eine eher untergeordnete Rolle.

Fazit

Als Resümee können wir sagen, dass elektronisches Schalten natürlich komfortabler bleibt. Doch die neue mechanische 105 wird all jene begeistern, die mit mechanischen Schaltsystemen kein Problem haben und eine preiswerte, langlebige und sorglose Alternative zu Elektroschaltungen suchen.

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