Shimano 105 Scheibenbremse Einstellen: Eine Anleitung für Optimale Bremsleistung

Moderne Shimano Scheibenbremsen am Fahrrad - egal, ob Citybike, Trekkingrad oder MTB - sollten optimal bremsen: Wohl dosiert, aber auch kraftvoll. Unabhängig vom Wetter, z.B. bei Schnee oder Regen oder auf schlammigem Untergrund müssen die Bremsbeläge der Shimano Fahrradbremsen immer gleich und vor allem zuverlässig greifen.

Einbremsen neuer Bremsbeläge

Wenn Sie neue Shimano Scheibenbremsen an Ihrem Bike haben bzw. die Shimano Bremsbeläge neu sind, achten Sie darauf, diese ab dem 1. Tag nach dem Austausch passend „einzubremsen“ bzw. „einzufahren“. Beim Einschleif- bzw. Einbremsprozess passen sich der Bremsbelag und die Shimano Bremsscheibe (auch Disc Brake genannt) perfekt aneinander an. Dabei werden kleinste mikroskopische Unebenheiten auf beiden Bauteilen perfekt weggeschliffen. Ganz schnell liegt dann der Bremsbelag beim Bremsen plan auf der Bremsscheibe, was sehr wichtig ist.

So finden dann künftig bei verschiedenen Bremsvorgängen diese beiden Komponenten optimal Kontakt und die Geschwindigkeit am Laufrad wird reduziert. Noch dazu finden beim kräftigen Einbremsen neuer Bremsbeläge vom namhaften Hersteller Shimano chemische Prozesse statt. Diese sind sehr wichtig, da der Belag ab Werk noch sehr weich ist und beim Bremsen der Bremsbelag stark erhitzt wird. Das Material gast dabei aus und der ehemals weiche Belag härtet aus, ist temperaturresistent und kann seine optimale Bremswirkung hervorragend entfalten.

Wenn Sie den Einbremsprozess nicht durchführen, findet kein Aushärten der Bremsbeläge statt und diese sind weiterhin weich. Dann verschleißen diese extrem schnell und müssen entsprechend früher auch gewechselt werden. Sie sehen, der Einbremsprozess der Shimano Scheibenbremsen-Beläge ist unabdingbar - ein Unterlassen geht mit einem unnötig erhöhten Kostenaufwand und deutlich verminderter Sicherheit im Straßenverkehr einher.

Gemäß Shimano Herstellerangaben sollte beim Einbremsen das Fahrrad auf 30 km/h beschleunigt werden, um dann die nötigen 30 (manchmal auch mehr) Vollbremsungen durchzuführen. Dies ist auf jede Bremse bezogen, also 30 x vorne, 30 x hinten. Folgen Sie der Anleitung zum Einfahren bzw. Diesen Brems-Vorgang wiederholen Sie je 30 Mal vorne und auch 30 Mal hinten, wenn die Bremsbeläge von Shimano neu sind. Nach und nach merken Sie eine zunehmend bessere Bremswirkung (meist ist dies ab ca.

Wichtiger Tipp bei organischen Bremsbelägen: Unbedingt nach dem Einbremsen die Bremsbeläge noch richtig heiß bremsen, um so das sogenannte Ausgasen der Lösungsmittel im Material hervorzurufen. Lassen Sie hierzu am besten auf einer steilen Abfahrt die Bremsen einzeln schleifen bis diese richtig heiß sind. (Bei sinter-metallischen Bremsbelägen ist dies nicht nötig, da hier meist nur wenig bzw. Auch wenn Sie das Gefühl haben, dass der Einbremsprozess etwas zeitaufwändig und kräftezehrend ist, führen Sie ihn unbedingt durch und vernachlässigen das Prozedere nicht.

Erste Nutzung und wichtige Hinweise

Denke vor deiner ersten Tour daran, einen Reifendruck zu wählen, der zu den Wetterbedingungen und deinem Gewicht passt. Vor der ersten Fahrt musst du die Bremsbeläge einbremsen. Für ein optimales Einbremsen empfehlen wir dir 20- bis 30-mal bei über 25 km/h zu bremsen, ohne das Laufrad vollständig zu blockieren. Zwischen den Bremsvorgängen sollte nicht angehalten werden, um zu verhindern, dass die Bremsbeläge "vereisen" und an den Scheiben klebenbleiben.

Beachte die vorgegebenen Drehmomente genau, insbesondere für Vorbau und Lenker (siehe Gebrauchsanweisung), da es bei unsachgemäßem Festziehen zu Stürzen kommen kann. Bei deinen Touren solltest du stets ein Multitool oder einen Bund Innensechskantschlüssel dabeihaben, um die Sitzposition bei Bedarf anpassen zu können.

Pflege & Wartung

Die Wartung ist entscheidend, damit du lange Freude an deinem Fahrrad hast. Sie beginnt mit der regelmäßigen Reinigung von Rahmen und Antrieb.

Schritte zur Reinigung:

  1. Trage Entfetter auf die Antriebsgruppe auf. Decke die Bremsscheiben dabei mit einem Tuch ab, damit sie vor dem Entfetter geschützt sind.
  2. Säubere die Antriebsgruppe mit einer Bürste. Trage ein geeignetes Reinigungsmittel auf den Rahmen auf.
  3. Trocknen des Fahrrads und Schmieren der Antriebsgruppe.

Für eine effiziente Instandhaltung des Fahrrads benötigst du geeignetes Werkzeug. Der Reifen ist das einzige Bauteil mit Kontakt zum Boden, weshalb das Risiko eines Haftungsverlusts möglichst minimal gehalten werden sollte. Hierzu ist es entscheidend, den passenden Reifentyp wählen zu können und den Druck an die getroffene Wahl anzupassen. Dein EDR ist mit Tubeless Ready-Reifen ausgestattet. Unsere Tipps dazu findest du unter folgendem Link: Einstellen und Festziehen der Sattelstütze Für eine perfekte Einstellung muss die Sattelstütze richtig festgezogen werden.

Sonst kann sie beim Fahren verrutschen. Ist die Sattelstütze dagegen zu fest angezogen, kann das Fahrrad beschädigt werden. Am besten eignet sich ein Drehmomentschlüssel zum Befestigen der Sattelstütze. Das empfohlene Drehmoment liegt bei 6 bis 7 Nm. Vorsicht: Der auf der Sattelstütze angegebene Höchstwert darf nicht überschritten werden.

Wann solltest du die Kette wechseln?

Die Kette ist eine entscheidende Antriebskomponente deines Fahrrads - Du kannst anhand mehrerer Anzeichen erkennen, dass der Zeitpunkt zum Wechseln der Kette gekommen ist:

  • Die Kette springt ab.
  • Die Kette ist über 5.000 km gefahren worden.
  • Die Schaltung ist schwergängig.

Wann solltest du die Bremsbeläge wechseln?

Mehrere Anzeichen können darauf hindeuten, dass die Bremsbeläge gewechselt werden sollten:

  • Die Bremsen reagieren nicht mehr so gut wie am Anfang und es fehlt an Biss.
  • Beim starken Bremsen sind auffällige Geräusche hörbar.
  • Die Stärke der Bremsbeläge beträgt weniger als 0,5 mm.

Damit der Rahmen möglichst lange hält, sollten die Lager und alle Stellen des EDR, die Reibung ausgesetzt sind, regelmäßig geschmiert werden. Achte dabei besonders auf folgende Komponenten:

  • Tretlager
  • Gabelschaft
  • Lager der Laufräder
  • Sattelstütze

Schaltungsprobleme

Wenn deine Schaltung zu laut ist und/oder die Gänge sich nicht richtig schalten lassen, musst du das Schaltwerk neu einstellen. Im folgenden Video erfährst du, wie das geht:

Es gibt keine allgemeine Kilometervorgabe für den Austausch der Schaltzüge. Der Zeitpunkt zum Wechseln hängt unter anderem davon ab, ob du Rennen oder vor allem RTFs bzw. Freizeittouren fährst. Aber auch dein Schaltverhalten, d. h. ob du eher häufig oder selten schaltest, hat einen Einfluss.

Die ersten Anzeichen von Abnutzung sind: Beim Schalten wechselt die Kette nicht wie gewünscht das Ritzel? Obwohl du die Zugspannung neu eingestellt hast, ist das Problem nicht behoben? Das bedeutet, dass du deine Züge tauschen solltest, bevor sie dich während einer Tour ganz im Stich lassen. Auch ausfranste Zughülsen oder Züge solltest du umgehend austauschen.

Häufige Probleme und Lösungen

In diesem Abschnitt werden die häufigsten Probleme beim EDR beschrieben. Um die Lebensdauer der Komponenten zu verlängern, ohne sich selbst die Hände schmutzig machen zu müssen, empfehlen wir Folgendes: Wartung/Reinigung des Fahrrads Um die Lebensdauer aller Komponenten deines Fahrrads und der Antriebsgruppe zu erhöhen, müssen die Komponenten regelmäßig gereinigt werden.

Die Verschleißteile deines Fahrrads müssen nach einer bestimmten Laufleistung ausgetauscht werden. Eine längere Nutzung kann den Verschleiß anderer Komponenten beschleunigen oder zu einem Bruch der Teile führen.

Komponente Empfohlene Laufleistung
Kette 5.000 km
Kassette 10.000 km
Kettenblätter und Schaltröllchen Regelmäßige Kontrolle auf Abnutzung

Zur Vermeidung einer Überbeanspruchung der Komponenten deines NCR solltest du die von uns empfohlenen Drehmomentangaben einhalten. Zu hohe Drehmomente können ein Brechen von Komponenten oder Stürze verursachen.

Weitere Anleitungen:

  • Wechseln der Pedale: Beachte, dass das Gewinde beim linksseitigen Pedal verkehrtherum verläuft, d. h. das Pedal wird gegen den Uhrzeigersinn festgeschraubt. Das rechte Pedal hat hingegen ein normales Gewinde.
  • Wie wechselst du einen Reifen? Befolge unsere Videoanleitung, um im Fall einer Reifenpanne den Schlauch zu wechseln.
  • Wie wechselst du das Lenkerband? Das Lenkerband verschleißt mit der Zeit. Denk also daran, es zu wechseln, wenn es abgenutzt ist.

Die Bremsen sind nicht mehr effektiv

Wenn du bemerkst, dass deine Bremsen an Leistung einbüßen, gibt es mehrere Lösungen:

  • Reinige die Bremsscheibe mit einem Bremsenentfetter.
  • Überprüfe den Verschleiß der Bremsbeläge.
  • Prüfe den Bremszug auf korrekte Spannung.

Weitere Anleitungen:

  • Wie wechselst du deine Bremsbeläge? Deine Bremsbeläge sind abgenutzt? Du möchtest sie austauschen? Hier findest du eine Video-Anleitung.
  • Deine Scheibenbremse gibt Geräusche von sich?
    • Überprüfe, ob das Laufrad richtig zentriert ist. Löse es dazu und ziehe es dann wieder fest.
    • Prüfe die Einstellung des Bremssattels.
    • Prüfe den Abnutzungsgrad der Bremsbeläge.
    • Prüfe die Spannung der Bremszüge.
  • Wie wechselst du die Bremszüge und Bremszughüllen? Du möchtest deine Bremszüge und/oder Bremszughülsen wechseln? Folge unserem Tutorial.

Schaltungsprobleme und Lösungen:

  • Die Gänge springen: Überprüfe den Abnutzungsgrad der Antriebsgruppe und die Spannung der Schaltzüge.
  • Das Schaltauge deines Fahrrads ist verbogen oder gebrochen? Ein verbogenes oder gebrochenes Schaltauge muss ausgetauscht werden.
  • Wie wechselst du die Kassette deines Fahrrads? Der Antrieb ist abgenutzt? Du willst die Größe einzelner Ritzel deiner Kassette verändern? Schau dir unsere Videoanleitung zum Wechseln deiner Kassette an. Achtung: Die maximale Kassettengröße liegt bei diesem Fahrrad bei 11-28.
  • Wie wechselst du die Kettenblätter? Deine Kettenblätter sind abgenutzt? Du willst die Anzahl der Zähne ändern? Kettenblätter können ganz einfach gewechselt werden. Dazu musst du lediglich die Schrauben, mit denen sie fixiert sind, mit einem Innensechskantschlüssel lösen. Anschließend montierst du die neuen Kettenblätter. Die Mindest-Kettenblattgröße liegt bei diesem Fahrrad bei 36 Zähnen.
  • Schaltwerk wechseln: Schau dir das folgende Video an, wenn du dein Schaltwerk austauschen willst.

Einstellen des Leerwegs bei Shimano-STI Bremshebeln

Wenn Du den Hebel zu weit ziehen muss, bevor die Beläge richtig an der Scheibe liegen und Bremswirkung erzielen, hat der Hebel selbst zu viel Leerweg. Diesen stellt man bei Shimano-STI ganz einfach ein: Händlerbetriebsanleitung -> dort Seite 62: "Einstellen des Leerwegs" - Fertig! Wenn Du also die GRX 810-Bremse hast (Hebel ST-RX810-R), ist das 'ne Sache von zwei Minuten.

Diese Einstellschraube für den Leerweg macht nichts anderes, als dem System etwas "Vor-Druck" mitzugeben und dadurch die Beläge am Sattel etwas weiter zur Scheibe zu bringen (hier geht es um Millimeter-Bruchteile!). Dazu muss man nichts entlüften, nichts öffnen, um Öl einzufüllen, nichts auseinander oder zusammen drücken - einfach die Schraube nach Anleitung etwas eindrehen. (Geht nicht mit Bremshebel ST-RX400/ST-RX600/BL-RX600/BL-RX812!)

Diese Leerweg-Verstellung hat den Vorteil, dass unterschiedliche Bremsscheiben-Stärken ausgeglichen werden können. Wenn man dickere Scheiben montiert, können die Beläge schleifen - dann nimmt man die Leerweg-Verstellung etwas zurück - schon läuft die Scheibe frei (oder anders herum). Das alles vernünftig eingestellt werden kann, setzt voraus, dass bei der Erstmontage nicht geschlampt wurde.

Alle Bremsen haben die Griffweitenverstellung (Shimano: Reach) zur Anpassung an die Handgröße. Dabei wird meist der Betätigungsstempel im Hebel, der auf den Geberkolben drückt, rein bzw. raus geschraubt. Die Funktion ist meist von außen sichtbar und leicht zu verstehen. Einige (teure) Bremsen haben zusätzlich noch die sogenannte Druckpunktverstellung (Shimano: Free stroke). Natürlich kenne ich nicht alle Bremsen, aber mMn wird hier die mechanische Hebelübersetzung geändert, also die Übersetzung zwischen Hebelweg und Geberkolbenweg. Verkleinert man die Übersetzung, dann bewegt sich der Geberkolben mit der Hebelbetätigung weiter. Also weniger Hebelweg, um den Geberkolben vorzuschieben. Das führt aber zu höheren Handkräften.

Entlüften von Shimano Rennrad-Bremsen

Richtig eingestellte Scheibenbremsen sind grundlegend für die Sicherheit Ihres Fahrrads. Denn: Auf die Bremsen muss Verlass sein - ob Sie lange Touren fahren oder nur kurz ums Eck wollen. Korrekt eigestellte Scheibenbremsen verleihen Sicherheit und Kontrolle über Bremsweg und Bremskraft.

Schwierigkeitsgrad für die Schrauberarbeiten an der Rennrad-Scheibenbremse: für begabte Hobbymechaniker

Benötigtes Werkzeug:

  • Innensechskant
  • Drehmomentschlüssel
  • Schraubendreher
  • Spitzzange
  • Entlüftungs-Set
  • Lenkerhalter

Material & Hilfsstoffe:

  • vom Hersteller freige­gebene Bremsflüssigkeit
  • saugfähige Lappen
  • Plastiktüte

Wichtige Tipps:

  • PRÜFEN: Ziehen Sie die Bremshebel nach dem Entlüften und grundsätzlich vor jeder Fahrt. Es muss sich sofort ein solider Druckpunkt einstellen. Der Hebel darf sich nicht bis zum Lenker durchziehen lassen. Müssen Sie pumpen, bis der Hebel allmählich nach etwa einem Drittel des Weges Druck aufbaut, sollten Sie nicht fahren. Entlüften Sie das System.
  • FLÜSSIGKEIT: Die Flüssigkeit variiert von Hersteller zu Hersteller. Shimano verwendet Mineralöl, SRAM eine DOT-Flüssigkeit. Verwenden Sie grundsätzlich nur freigegebene Flüssig­keiten. Beachten Sie, dass DOT-Flüssigkeit aggressiv zu Haut, Kleidung und Lacken ist. Tragen Sie immer aus­reichende Schutzkleidung, zumindest Arbeitshandschuhe, Brille und alte Bekleidung.
  • ANLEITUNG: Bremsen sind nicht genormt, sie unterscheiden sich in ­Aufbau und Handhabung. Das gilt auch für den Entlüftungsvorgang. Legen Sie bei der Demontage alle Einzelteile stets so ab, dass Sie beim Zusammenbau die richtige Reihenfolge einhalten.
  • HELFER: Bremsen zu entlüften erfordert oft die berühmte "dritte Hand". Am sinnvollsten ist ein Helfer, der assistiert, wenn zugleich der Bremshebel am Lenker gezogen, der Bremssattel festgehalten und die Entlüftungsschraube geöffnet werden muss.
  • KONTROLLE: Kontrollieren Sie den Sitz der Schrauben nach 100 bis 300 Kilometern Fahrt und danach alle 2.000 Kilometer. In diesem Intervall sollten Sie auch prüfen, ob alle Anschlüsse und Leitungen dicht sind. Ziehen Sie dazu die Bremshebel und halten Sie diese ein paar Sekunden fest.

Schritt-für-Schritt Anleitung zum Entlüften:

1. Sicherung Bremsbeläge entfernen

Hängen Sie das Fahrrad mit fixiertem Lenker in einen Montageständer. Lösen Sie die Bremsleitung von der Gabel und schrauben Sie die Bremse lose. Demontieren Sie die Bremse, ziehen Sie den Splint vom Belagshalter und schrauben Sie den Belagshalter heraus.

2. Bremsbeläge entnehmen

Entnehmen Sie die Bremsbeläge und drücken Sie mit dem Kunststoff-Zwischenstück aus dem Entlüftungs-Set die Bremskolben gefühlvoll in ihre Endstellung zurück. Führen Sie das Zwischenstück ein und befestigen Sie es mit dem nur leicht einzudrehenden Belagshalter. Hängen Sie den Bremssattel sachte nach unten.

3. Abdeckung entfernen

Ziehen Sie den Bremshebel leicht und drehen Sie die Befestigungsschraube der Abdeckung komplett heraus. Halten Sie den Hebel weiter gezogen, lösen Sie die Abdeckung unten nach vorne weg und nehmen Sie diese nach oben hin ab.

4. Trichter am Bremshebel anbringen

Lösen und nehmen Sie die Entlüftungsschraube zusammen mit dem Dichtungs-O-Ring ab. Drehen Sie den Trichter vorsichtig und nur leicht ein, er sollte senkrecht stehen, achten Sie auf den sauberen Sitz des O-Rings am Stutzen. Stellen Sie den geöffneten Behälter der Ersatz-Bremsflüssigkeit auf die Arbeitsplatte.

5. Spritze befüllen

Ziehen Sie die Spritze mit dem Entlüftungsschlauch zu mindestens zwei Dritteln mit Bremsflüssigkeit auf. Dann: Spritze umdrehen, Flüssigkeit erst vollständig in den Kolben ziehen und anschließend die Luft aus Spitze und Schlauch vollständig herausdrücken.

6. Schlauch am Bremssattel anbringen

Setzen Sie den passenden Ring- oder Maulschlüssel auf den Sechskant der Entlüftungsschraube. Schieben Sie den gefüllten Schlauch auf die Entlüftungsschraube des Bremssattels. Sichern Sie den Schlauch mit der Halterung, damit er nicht abrutscht.

7. System entlüften

Öffnen Sie die Entlüftungsschraube maximal eine viertel Umdrehung. Drücken Sie den Kolben der Spritze langsam und gleichmäßig ein. Öl tritt nun oben am Trichter aus. Drücken Sie so lange, bis keine Luftblasen mehr austreten. Achtung: Nicht am Bremshebel der Rennrad-Scheibenbremse ziehen!

8. Entlüftungsbohrung schließen

Sind keine Blasen mehr im Trichter, schrauben Sie die Entlüftungsbohrung wieder zu. Lassen Sie den Schlauch an der Entlüftungsschraube und nehmen Sie die Spritze ab. Führen Sie den Entlüftungsschlauch in eine durchsichtige Plastiktüte und befestigen Sie diese mit einem Gummiring.

9. Bremsflüssigkeit austreten lassen

Halten Sie den Bremssattel fest und öffnen Sie die Entlüftungsschraube. Bremsflüssigkeit tritt aus. Ziel ist, dass keine Luftblasen mehr in der Flüssigkeit sind.

10. Bremsflüssigkeit nachfüllen

Wenn im Trichter der Pegel sinkt, schließen Sie die Entlüftungsschraube unten und füllen Bremsflüssigkeit nach. Dies löst eventuell anhaftende Bläschen. Kommen keine Blasen mehr, schließen Sie die Entlüftungsschraube.

12. Bremshebel ziehen für letzte Luftbläschen I

Ziehen und halten Sie den Bremshebel. Öffnen und schließen Sie die Entlüftungsschraube zwei- bis dreimal für einen kurzen Moment. Ziehen Sie danach den Bremshebel noch mehrfach, damit die letzten Bläschen in den Trichter steigen können. Der Druckpunkt muss nach etwa einem Drittel des theoretischen Hebelwegs stabil sein.

13. Bremshebel ziehen für letzte Luftbläschen II

Drehen Sie das Rad so, dass der Trichter leicht nach hinten geneigt wird, und anschließend auch in die Gegenrichtung. Ziehen Sie immer wieder am Bremshebel, um möglicherweise noch enthaltene Bläschen entweichen zu lassen. Der Druckpunkt muss nach etwa einem Drittel des theoretischen Hebelwegs stabil sein.

14. Ölstopper abdichten

Passt alles, dichten Sie den Anschluss des Öltrichters mit dem Ölstopper ab, an dem ein Dichtring befestigt ist. Schrauben Sie den Öltrichter mit gut sitzendem Ölstopper ab.

15. Öltrichter abschrauben

Halten Sie einen saugfähigen Lappen bereit, um eventuell austretende Bremsflüssigkeit aufzunehmen. Saubere Bremsflüssigkeit können Sie wiederverwenden. Milchig verfärbte Flüssigkeit sollten Sie fachgerecht über eine Sammelstelle entsorgen.

16. Schraube am Bremshebel einschrauben

Drehen Sie die Verschlussschraube gefühlvoll mit 0,3 bis 0,5 Newtonmeter an. Achten Sie auf sauberen Sitz des dichtenden O-Rings. Dabei tritt etwas Bremsflüssigkeit aus, das ist erwünscht.

17. Hebel von Bremsflüssigkeit säubern

Wischen Sie den Bereich trocken. Nehmen Sie am Bremssattel den Schlauch samt Beutel ab. Schließen Sie die Kappe der Entlüftungsschraube. Wischen Sie auch den Bremssattel sauber. Zu viel ausgetretene Bremsflüssigkeit entfernen Sie mit etwas Bremsenreiniger.

18. Bremshebel zurückbauen

Hängen Sie den Zierdeckel oben ein und kippen Sie ihn nach unten. Schrauben Sie den Deckel fest. Stülpen Sie den Griffgummi nach vorne und hängen Sie diesen in alle Ecken und Kanten ein.

19. Bremsbeläge wieder einbauen

Lösen Sie den Befestigungsbolzen und entnehmen Sie das Kunststoff-Zwischenstück. Sichern Sie die Beläge mit dem Bremsbelagsbolzen und schieben Sie den Sicherungssplint auf.

20. Bremssattel ausrichten

Setzen Sie gegebenenfalls das ausgebaute Laufrad wieder ein. Kontrollieren Sie den Verlauf der Bremsleitung und positionieren Sie den Bremssattel an der Gabel. Drehen Sie die Schrauben zunächst nur leicht an, der Bremssattel muss noch verschiebbar sein. Fixieren Sie den Bremsschlauch an der Gabel.

21. Bremssattel festziehen

Ziehen Sie den Bremshebel, damit sich der Bremssattel mittig ausrichten kann. Drehen Sie die Schrauben bis zum vorgeschriebenen Drehmoment an. Drehen Sie das Laufrad und bremsen Sie ab. Lösen Sie den Hebel, drehen Sie das Rad erneut: Die Scheibe darf nicht schleifen.

Einstellen der Bremshebelweite bei Shimano STIs

So kannst du die Bremshebelweite der Shimano Bremsgriffe mit wenigen Handgriffen verringern. Wer kleine Hände hat kennt das sicherlich: Will man mit den Shimano Rennrad STIs bremsen, bekommt man zu wenig Druck auf die Bremsbacken. Lockert man die Bremsen, damit sie etwas später greifen, braucht man etwas länger um die volle Bremskraft zu entfalten.

Die Shimano STIs (Schalt- und Bremshebel) werden in den neueren Generationen immer besser und feiner einstellbar! Aktuelle Modelle verfügen in der Regel eine Möglichkeit die Bremshebelweite mit nur einer kleinen Schraube nachzujustieren. Beim Shimano Ultegra 6800 STI könnt ihr den Bremshebel ganz einfach mit einer Schraube oberhalb des Bremshebels anpassen. Dreht ihr sie im Uhrzeigersinn rein, dann verringert sich der Hebel. Aber Vorsicht: Die Schraube ist aus sehr weichem Gummi und nicht sehr robust.

Beim Shimano 105 5800 Bremshebel sieht das ganze sehr ähnlich zum Ultegra 6800 Hebel aus. Auch hier befindet sich die Schraube oberhalb des Schalthebels und muss im Uhrzeigersinn gedreht werden, um den Bremshebel zu verkleinern. Ob diese Schraube robuster als die des Ultegra Hebels ist, wage ich zu bezweifeln. Beim Ultegra R8000 Bremshebel kann man die Bremshebelweite auch von oben einstellen.

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