Shimano 600 Bremse Einstellen: Eine Anleitung

Richtig eingestellte Scheibenbremsen sind grundlegend für die Sicherheit Ihres Fahrrads. Auf die Bremsen muss Verlass sein - ob Sie lange Touren fahren oder nur kurz ums Eck wollen. Korrekt eigestellte Scheibenbremsen verleihen Sicherheit und Kontrolle über Bremsweg und Bremskraft.

Grundlagen der Bremseneinstellung

Bei der Bremse handelt es sich um eine Shimano 600, die gerne neu eingestellt werden soll. Wenn die Bremse nicht mehr zurückgeht, dann sollte man zunächst auf schwergängige Bremszüge tippen. Die wären im Zuge einer Restauration eh fällig. Es könnte aber auch sein, das eine Seite der Spannfeder aus dem Gegenhalter raus ist. Wenn man beide Seiten der Feder aus den Gegenhaltern aushängt, sollte man die Leichtläufigkeit beider Bremsarme kontrollieren. Läuft die Bremse dann nicht frei, muss man sie auseinander nehmen, da die Reibscheiben gefressen haben.

Das Prinzip der ersten 600er ist noch das der Seitenzugbremse. Diese kann man justieren, in dem die Achse leicht verstellt wird. Im Moment scheint die Rückholfeder in der Bremse nicht genug Kraft zu haben, um die Reibungskräfte im Zug oder in der Bremse selber zu überwinden. Möglich ist auch, dass sich die Bremsschuhe oder einer davon an der Felge verklemmen.

Die Rückholfedern halten lang. Es ist meistens so, dass die Bremszüge schwergängig sind oder etwas anderes die Funktion behindert.

Felgenbremsen und Zangenbremsen

Zangenbremsen sind Felgenbremsen. Die meisten Probleme mit Felgenbremsen werden durch exzessive Reibung oder schlechte Montage der Züge verursacht. Schlechte Einstellung oder Bremsen geringer Qualität sind zumeist keine Gründe.

Zangenbremsen lassen sich in zwei generelle Typen aufteilen:

  • Zangenbremsen sind selbsttragende Mechanismen, die am Fahrradrahmen (oder der -gabel) mit einer einzelnen Schraube je Bremse befestigt werden. Die Bremsarme reichen von oberhalb des Reifens abwärts.
  • Bremsen zur Montage an Anlötsockeln, werden an beiden Seiten des Rahmens (oder der Gabel) separat befestigt. Sie benötigen spezielle angelötete oder geschmiedete Sockel am Rahmen bzw. an der Gabel. Die Bremse besteht je Laufrad aus zwei getrennten Armen, die beide individuell am Rahmen bzw.

Funktionsweise und Reichweite

Beide Bremsarme schwenken um eine zentrale Schraube, die die Bremse mit dem Rahmen oder der Gabel verbindet. Die Bremsschuhe von Eingelenk-Bremsen bewegen sich nur wenig (abwärts) während sie verschleißen und folgen auch gut verzogenen Felgen. Jedoch kann das Zentrieren schwierig sein, da jeder Arm einzeln von einer Feder zurückgezogen wird.

Die Bremsenzughülle ist an einem Bremsarm befestigt und der innenliegende Zug ist am anderen Arm befestigt. Der Mechanismus ist asymmetrisch aufgebaut. Ein Arm schwingt um die zentrale Schraube und ein Arm um ein Gelenk, dass sich dem Zug gegenüber oberhalb des Reifens befindet.

Eine Kupplung verbindet die beiden Arme, so dass sich immer um den gleichen Weg in entgegengesetzter Richtung bewegen. Wenn man eine Bremse mit hoher Reichweite und die Bremse eine hohe Steifigkeit hat, ist die hohe mechanische Übersetzung dieses Bremstyps eine erwünschte Eigenschaft. Zweigelenk-Seitenzugbremsen lassen sich wegen der Kupplung zwischen den Bremsarmen sehr leicht zentrieren.

An der Kupplung kann sich eine Zentrierschraube befinden. Wenn dieser Bremsentyp eine verzogenen Bremse folgen muss, rotiert sie um die zentrale Schraube und tendiert dazu, diese zu lockern. Jeder Bremsarm rotiert um ein Gelenk auf seiner Seite oberhalb des Laufrads. Mittelzugbremsen waren in den 1960er und 1970er verbreitet und sind weiterhin recht beliebt bei Fahrrädern, die eine große Bremsenreichweite benötigen.

Diese Bremsen haben einen Querzug und setzen einen Zuganschlag voraus, der an Rahmen oder Gable montiert ist. Reichweite ist die effektive Länge der Arme einer Zangenbremse. Diese wird vom der Mitte der Befestigungsschraube diagonal bis zur Mitte der Bremsschuhe gemessen. Die Größenordnungen für die reichweite gehen von 39 mm bis 108 mm.

Die notwendige Bremsenreichweite hängt von der Rahmenkonstruktion (wie niedrig ist das Befestigungsloch für die Bremse) und dem Felgendurchmesser ab. Im Allgemeinen funktionieren Bremsen mit kurzer Reichweite besser, da ihr Potenziel sich zu verbiegen recht gering und ihre Hebelübersetzung sehr hoch ist. Bremsen mit hoher Reichweite benötigen eine stabilen Konstruktion und haben lange Ausleger unterhalb der Gelenke und zur Zugbefestigung, um diesem Problem entgegenzuwirken.

Manche Leute sprechen von "kurzer Reichweite", "normaler Reichweite" und "langer Reichweite". Das ist jedoch Grundlage für einige Verwirrung und sollte vermieden werden. Durch die modische Entwicklung sind aus "normalen" Bremsenreichweiten von 47-57 mm inzwischen "lange" Reichweiten geworden. Derzeit haben Bremsen mit kurzer Reichweite 39-49 mm. Das ist inzwischen de-facto Standard bei Rennradbremsen und kann inzwischen als "normal" angesehen werden.

Wenn man eine Bremse mit langer Reichweite benötigt, kann man diese mit einem Drop Bolt erhöhen. Bei den meisten moderneren Bremsen ist die Reichweitenangabe auf der Rückseite eingestanzt.

Montage und Befestigung

Zangenbremsen haben einen zentralen Gewindebolzen mit 6 mm (bzw. 1/4 Zoll) Durchmesser, die durch ein entsprechendes Loch in der Gabelkrone oder der Bremsbrücke des Rahmens. Klassische Bremsen haben Gewindebolzen, die so lang sind, dass sie komplett hindurchpassen und mit Unterlegscheiben und Sechskantmuttern festgeschraubt werden können.

Bei der Befesitigung am Rohr der Bremsbrücke, das einen sehr kleinen Durchmesser hat, muss man wegen der starken Rundung des Rohrs gekrümmte Unterlegscheiben benutzen, damit man nicht die Bremsbrücke zerstört. Falls die Montagefläche der Bremse nicht passend zur Gabelkrone gekrümmt ist, benötigt man gekrümmte Unterlegscheiben, um unnötige Kräfte auf den Gewindebolzen zu vermeiden.

Die vordere Bremse sicher zu montieren ist sehr wichtig. Eine lose Vorderradbremse erkennt man am Klappern. Falls sich die Bremse löst, wird die Vorderradbremse mit dem Reifen mitgerissen und verfängt sich in den Speichen. Der Bremszug wird gespannt und reißt den Lenker plötzlich in eine Richtung.

Die meisten neueren hochqualitativen Fahrräder mit Zangenbremsen haben versenkte Bremsenbefestigungen, um Gewicht zu sparen und ein eleganteres Aussehen zu erzielen. Zangenbremsen für versenkte Befestigung haben einen deutlich kürzeren Gewindebolzen, die nicht vollständig durch Rahmen- bzw. Gabelbohrung verlaufen. Rahmen für versenkte Befestigung haben abgestufte Bohrungen (6 mm vorne und 8 mm hinten).

Weitere Tipps und Tricks

Ältere Seitenzugbremsen lassen konventionell eine Positionsänderung der Zugklemmschraube und Zugeinstellschraube zu. Viele neuere Bremsen haben die Zugeinstellschraube direkt in den oberen Arm geschraubt. Bei diesen Bremsen kann eine aufgeschraubte Zuggegenhalter die Zugklemmschraube am unteren Arm ersetzen.

Bei einer Mittelzugbremse kann man den Zug von unten heranführen, indem man die Zugeinstellschraube am Querzugträger befestigt. Der innere Draht muss in der Seat Cluster Gegend mit einer Zugklemmschraube befestigt werden. Das macht man bequem an einem Sitzstrebenzuggegenhalter.

Bei einer Zugführung von unten kann Regenwasser in die Zughülle von oben eindringen und sich sammeln. Im Winter kann das Wasser einfrieren und so die Bremse außer Betrieb setzen.

Züge von unten an den Zuggegenhalter am oberen Ende des Steuerrohrs heranzuführen kann bei vorderen Mittelzugbremsen oder Cantilever Bremsen eines Faltrads notwendig sein, so dass man genug Zuglänge zur Verfügung hat, um den Lenker und den Vorbau herauszunhehmen und entlang des Rahmens abzulegen.

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