Shimano 9-fach Kurbel: Ein umfassender Test und Vergleich

Viele Radfahrer stehen vor der Frage, ob sie eine neue Kurbel für ihr Mountainbike (MTB) benötigen und welche die richtige Wahl ist. Oftmals fällt die Entscheidung auf eine XT Kurbel. Dabei stellt sich die Frage nach der Kompatibilität zwischen 9-fach und 10-fach Systemen. Viele sind mit ihren 27 Gängen zufrieden und sehen keine Notwendigkeit, auf den neuesten Stand der Technik zu sein, da 10-fach Systeme scheinbar nur eine feinere Abstufung bieten.

Es gibt die Überlegung, eine XT Kurbel für 10-fach zu kaufen, da 10-fach beim MTB möglicherweise irgendwann Standard wird. Shimano gibt jedoch an, dass die XT 10-fach Kurbel nur mit einer superschmalen 10-fach Kette betrieben werden kann/darf. Aktuell wird ein Sram x9 Schaltwerk mit 9-fach Kassette 11-34 gefahren, und es besteht keine Absicht, dies vor dem Verschleiß zu tauschen.

Kompatibilität und Kettenfragen

Die Schlüsselfragen sind:

  • Kann eine XT 10-fach Kurbel mit einer 9-fach Kassette einwandfrei betrieben werden?
  • Muss die Kette (HG-superschmal 9-fach) gegen eine spezielle 10-fach Kette getauscht werden und funktioniert diese dann gut mit der 9-fach Kassette hinten?

Es gibt unterschiedliche Meinungen zur Kompatibilität von 9-fach und 10-fach Schaltungen am MTB. Viele bevorzugen es, einfach die gewöhnliche 9-fach XT Kurbel zu kaufen, um nicht jeden Trend mitmachen zu müssen, möchten sich aber auch nicht in einem Jahr ärgern.

Erfahrungen und Meinungen

Die Erfahrungen der 10-fach Umstellung beim Rennrad zeigen, die 10fach Ketten sind stabiler als die 9fach Ketten und die 10fach Kette läuft ohne Probleme auf der 9fach Kassette. ABER die 10fach Kette ist schmaler und wenn die Schaltung nicht 100% exakt eingestellt ist, dann macht die mehr Lärm.

Es gibt auch die Aussage, dass eine 10-fach Kette auf einer 9-fach Kassette laufen müsste, aber nicht umgekehrt. Es wird angenommen, dass die Ritzelstärke gleich ist, nur der Abstand zwischen den Ritzeln jetzt schmaler ist.

Die Jungs von World of Mountainbiking haben Kurbeln getestet und dabei auch 9- und 10- fach Systeme gemischt. Fazit: Wurscht!

Bei der neuen Shimano 10fach DynaSys Kette ist es nicht egal ob hinten ein alter 9fach Kranz drauf ist oder ein neuer 10fach. Die neue Kette ist außerdem Laufrichtungsgebunden und die Steighilfen an der neuen DynaSys Kurbel laufen dadurch einfach ruhiger und springen auch seltener ab. Am Kranz verhält sich das ähnlich. Alle DynaSys Bauteile (XTR/XT/SLX) können gemischt werden. Aber nicht mit 9fach.

Es gibt jedoch auch die Erfahrung, dass gemischte Gruppen nie perfekt hinzubekommen sind, selbst wenn die Räder so gut wie möglich eingestellt wurden.

Viele Bewertungen fallen unterschiedlich aus. Wahrscheinlich versteht einfach jeder etwas anderes unter einer gut gehenden Schaltung.

Kurbeltypen im Vergleich

Früher war alles ganz einfach, zumindest bei den Rennradschaltungen. Eine richtige "Männerkurbel" mit 53er- und 39er-Blättern sowie ein Ritzelpaket mit strammer Abstufung waren allen Rennern gemein - aber so ein Antrieb bringt nur Profis mit Anstand über die Berge.

Heute gibt es Übersetzungen, die genauer auf die Bedürfnisse von Rennradfahrern zugeschnitten sind - ob Hobbyradler oder Profi. Aber die Frage nach dem passenden Antrieb überfordert viele Rennradfahrer, denn zur Auswahl stehen mittlerweile drei Kurbelsysteme:

  1. Die Standardkurbel mit 39 und 53 Zähnen.
  2. Kürzer übersetzte Kompaktkurbeln mit 50 und 34 oder 36 Zähnen.
  3. Kurbeln mit drei Kettenblättern.

Kombinieren lassen sich mit allen drei Kurbeln Kassetten von sportlichen 11 bis 19 Zähnen bis hin zu angenehmen 13 bis 29 Zähnen - in der Summe eine unübersichtliche Vielfalt an Möglichkeiten, bei der manche verzweifeln. Dabei bedeutet dieses breite Angebot große Freiheit beim Antrieb. Egal ob Einsteiger, Tourenfahrer, Rennfahrer oder Alpinist, jeder kann die perfekte Abstufung der Gänge finden.

Als vor rund zehn Jahren Kurbeln mit drei Kettenblättern aus dem Mountainbike-Bereich Einzug bei den Rennrädern hielten, machten die Rennradfahrer ihrem konservativen Ruf zunächst alle Ehre: Die Mehrheit blieb bei der Standardkurbel. Ähnlich argwöhnisch wurde anfangs die Kompaktkurbel beäugt, die dank kleinerem 110-mm-Lochkreis ein 50er- und minimal ein 34er-Blatt beherbergt.

Mittlerweile haben aber viele Rennradfahrer den Segen der Auswahl erkannt - und die Nachteile, die sich Hobbysportler mit Standardkurbeln definitiv einhandeln. Die Standardkurbeln orientieren sich nämlich am Leistungsvermögen von Rennfahrern. Selbst das kleine Kettenblatt mit 39 Zähnen bedeutet einen Übersetzungsbereich, der auf Dauer am Berg Profi-Wattzahlen verlangt.

Die überwältigende Mehrheit der Rennradbegeisterten ist aber an Anstiegen selbst bei der Übersetzung 39/25 (das bedeutet ein Übersetzungsverhältnis von 1:1,56) nicht in der Lage, die mindestens 75 Umdrehungen pro Minute zu treten, auf welche sich die Wissenschaft als Untergrenze für einen gelenk- und muskelschonenden Tritt geeinigt hat.

Anders sieht es bei Kompaktkurbeln aus. Kombiniert mit einem 27er-Ritzel bieten sie ein Übersetzungsverhältnis von immerhin 1:1,25 - deutlich, nämlich beinahe 25 Prozent, erträglicher. Für Shimano-Fahrer ist beim 27er-Ritzel allerdings Schluss, mehr Zähne bieten die Japaner nicht an, ihre Schaltwerke sind dafür nicht freigegeben. Sram-Kunden finden immerhin Kassetten mit 28er-Ritzel im Angebot der Amerikaner. Campagnolo bietet gar ein 29er-Ritzel an.

Hier muss allerdings ein Campagnolo-Schaltwerk mit mittellangem Käfig montiert werden - die Ritzelpakete der italieni­schen Traditionsmarke sind allerdings nicht kompatibel zu Sram oder Shimano. Wer noch kleinere Übersetzungen will, kann eine Kompaktkurbel mit 34er-Kettenblatt auch mit einer Mountainbike-Kassette fahren, braucht dann aber auch ein MTB-Schaltwerk, das mit den Brems-/Schalthebeln kompatibel ist - und erhält so eine 1:1-Übersetzung.

Dreifachkurbel

Shimano brachte einst mit der Dreifachkurbel für Rennradgruppen diese Möglichkeit auch ohne Anleihe aus dem MTB-Bereich in greifbare Nähe - mit Shimanos größtem erhältlichem 27er-Ritzel ergibt sich eine Übersetzung von nur 1:1,1. So lassen sich steile Anstiege erträglich meistern - ein Grund, warum passionierte und clevere Alpinisten vorn dreifach fahren.

Stilisten allerdings verwehren sich gegen dreifach, und auch technische Argumente sprechen gegen die Option auf drei Kettenblätter. Etwa das höhere Gewicht von rund 150 Gramm oder die um 1,5 Millimeter nach außen versetzte Kettenlinie. Zudem treten sich Dreifachkurbeln breiter, haben also einen höheren Q-Faktor (Abstand zwischen den beiden Außenkanten der Pedalgewinde).

Nicht unproblematisch ist auch die richtige Justage des speziellen dreifachtauglichen Umwerfers - Shimano weist im technischen Handbuch darauf hin, dass es bei gewissen Rahmenformen zu Schaltproblemen kommen kann -, bei Kurbeln mit zwei Blättern kaum ein Thema. Schließlich erfordert das dritte Kettenblatt selbst bei perfekt justierter Schaltung mehr Aufmerksamkeit beim Schalten, um einen Kettenschräglauf zu vermeiden. Einsteiger sind da oft überfordert.

Folgerichtig erleben Kompaktkurbeln derzeit enormen Zulauf als sinnvoller Kompromiss. Sie funktionieren problemlos mit herkömmlichen Umwerfern, obwohl manche Hersteller auch spezielle Kompakt-Umwerfer anbieten. Außerdem erfordert "kompakt" kein großes Mitdenken beim Schalten und erlaubt mit einem möglichst großen letzten Ritzel ordentliche Berg-Übersetzungen. Nur wirklich große Übersetzungen - für Hochgeschwindigkeitssprints oder Attacken bergab - klammert das 50er-Blatt aus.

Darum empfiehlt RoadBIKE nicht nur Einsteigern, sondern jedem Freizeitsportler diese Lösung. Nur wer rennorientiert in die Pedale tritt, braucht Standardkurbeln. Der Umstieg von Standard auf Kompakt ist technisch problemlos, allein die Kettenlänge muss angepasst, zudem der Umwerfer etwas tiefer montiert werden, damit er sauber über den etwas kleineren Blättern der Kompaktkurbel steht.

Der Umstieg auf Kompakt bringt neben einem leichteren Tritt zudem einen Nebeneffekt, der jeden freut: Das Rad wird leichter, bei Kurbeln des gleichen Modells um rund 50 Gramm. So ist der Umstieg auf eine neue Kurbel nicht nur funktionales und optisches Tuning, sondern speckt den Renner auch ab - wie ein Blick auf die von RoadBIKE gewogenen Kurbeln zeigt.

Bei den Top-Modellen liegen zwischen Campagnolos samt Lagerschalen nur 695 Gramm schwerer Record und Truvativs Noir satte 93 Gramm. Auch Shimanos Klassiker Dura-Ace rangiert 72 Gramm hinter Camapagnolos Leichtbauwunder. In der Mittelklasse liegt Shimanos neue Ultegra SL mit 802 Gramm Set-Gewicht vorn, hier haben sich die Japaner richtig ins Zeug gelegt und am Gewicht der Lager und Kettenblätter gefeilt.

Messwerte vergleichen

Aber auch Sram markiert mit der neuen Rival OCT, die dank spezieller Alu-Legierung leichter wurde, einen sehr guten Wert. Erfreulich bei allen genannten Modellen: Trotz des niedrigen Gewichts erreichen sie durchweg Steifigkeitswerte, die auch schweren Fahrern problemlos standhalten. RoadBIKE vermisst im Testlabor beide Kurbelarme separat, da die Antriebsseite konstruktionsbedingt bei jedem Modell steifer ist. Aber auch die schwächeren linken Arme liegen bei fast allen Kurbeln im Testfeld über 80 N/mm. Analog zu den Tretlagersteifigkeiten von Rahmen ist dies der Wert, der für jedes Fahrergewicht uneingeschränkt zu empfehlen ist.

Signifikant unter dieser Grenze liegen die Modelle SL-K von FSA, Force von Sram und Fast Foot von Tune. Deren Steifigkeiten unter 70 N/mm bedeuten zwar für einen Fahrer um 75 Kilo noch keinen deutlichen Nachteil - eine vergleichsweise im selben Rahmen montierte, richtig steife Kurbel fühlt sich beim harten Antritt aber direkter an und trägt so ihren Teil zum Gefühl von sattem Vortrieb bei. Spannend wird sein, ob die Kurbel aus Srams neuer Red-Gruppe die Steifigkeitswerte der Force überbieten kann.

Allerdings ist die Kurbel noch nicht serienreif - genauso wie die neue Dura-Ace-Carbon-Kurbel von Shimano. Eine Sonderstellung im Testfeld nimmt Tunes Fast Foot ein. Die leichteste Kurbel im Test ist auch deutlich die weichste und deshalb nur für leichte Fahrer bis maximal 75 Kilo zu empfehlen.

Kurbelgarnitur Vergleich 2025

Die besten Kurbelgarnituren: Wählen Sie Ihren persönlichen Testsieger aus der Bestenliste.

Shimano Acera FC-M361

Shimano Acera Trekking FC M361 sichert sich einen der Spitzenplätze im Vergleich. Die gute Verarbeitung und die Einsteiger-Schaltgruppen von Shimano begeistern uns und die austauschbaren Kettenblätter halten wir zudem für sehr praktisch.

Dioche Speed Kurbelgarnitur

Die Dioche-Speed-Fahrrad-Kurbelgarnitur wurde eigens für den Einsatz an Rennrädern konzipiert und bietet neben einem moderaten Preis-Leistungs-Verhältnis auch eine robuste Verarbeitung sowie eine leichte Montage. Ausgestattet ist dieses Modell mit einem zweifachen Kettenblatt und mit 45 bis 47 Zähnen.

SHIMANO Tourney FC-A070 Kurbelgarnitur

Die Shimano Tourney Kurbelgarnitur für Rennräder überzeugt uns durch ihre hervorragende Verarbeitungsqualität, das hochwertige Design und die qualitativ sehr gute Verarbeitung. Mit dieser Kurbelgarnitur können wir auf eine zuverlässige und langlebige Komponente zählen, die unseren Ansprüchen an ein Rennradzubehör gerecht wird.

Greliving Vierkant-Kurbelgarnitur

Die Greliving Vierkant-Kurbelgarnitur bietet eine robuste und leichte Lösung für Mountainbikes und Rennräder. Hergestellt aus 6061-Aluminiumlegierung, überzeugt sie uns durch hohe Festigkeit und geringes Gewicht. Mit einer Kurbelarmlänge von 170 mm ist sie kompatibel mit 7-12-fach Ketten, was sie flexibel für verschiedene Fahrradtypen macht. Im Vergleich zu ähnlichen Modellen punktet sie durch ihr stilvolles Design und die solide Verarbeitung, insbesondere das 38Z/42Z Kettenblatt. Die mitgelieferten Kettenblattschrauben runden das Set praktisch ab. Eine vielseitige Option für Radfahrer, die auf Qualität setzen.

Shimano Altus FC-M311

In unserer Vergleichstabelle fällt schnell auf, dass es sich bei der Shimano Altus FC-M311 um eine Kurbelgarnitur handelt, die laut Kundenerfahrungen mit einer sehr hochwertigen Verarbeitung punkten kann. Mit einer dreifachen Kettenschaltung inklusive Kettenschutz werden genug Gänge für Mountainbikes und eine hohe Sicherheit geboten, sodass wir sie für diesen Anwendungszweck empfehlen können.

Cysky Pro-Lite 53T

In unserem Vergleich überzeugt die Single Speed Kurbelgarnitur von Cysky. Das Produkt ist speziell für Single Speed Bikes und Rennräder konzipiert. Sie verfügt über eine robuste Kurbel aus Aluminium. Dazu ist sie mit einem Vierkant-Innenlager kompatibel. Die integrierte Schutzabdeckung gewährleistet zusätzliche Sicherheit und macht diese Kurbelgarnitur zu einer praktischen Wahl für Fahrradliebhaber.

Shimano Tourney FC-TY301

Die Shimano-Tourney-Fahrrad-Kurbel stellt im Vergleich eine gute Option dar. Sie ist sehr gut verarbeitet, was uns gut gefällt und das Innenlager beeindruckt uns. Die Hyperglide-Technologie und der Dual-SiS-Index stellen zudem ein nützliches Feature dar.

SHIMANO Tourney FC-TY501

Die Shimano Kurbelgarnitur, geeignet für Trekkingräder und Mountainbikes, überzeugt durch ihre gute Verarbeitung. Sie gehört zu den Einsteiger-Schaltgruppen von Shimano und bietet im Vergleich eine zuverlässige Leistung für verschiedene Fahrradtypen.

SHIMANO FC-T4010 Kurbelgarnitur

Die SHIMANO FC-T4010 Kurbelgarnitur kombiniert langlebige Materialien mit einer durchdachten Konstruktion, um eine optimale Performance zu bieten. Mit einer 3-fach-Kettenblattkombination von 44-32-22T deckt die SHIMANO FC-T4010 ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten ab. Das 44er-Kettenblatt sorgt für hohe Geschwindigkeiten auf der Ebene, während das 22er-Kettenblatt für steile Anstiege und anspruchsvolles Gelände ausgelegt ist. Die SHIMANO FC-T4010 wurde speziell für Fahrräder mit 9-fach-Schaltungen entwickelt und lässt sich perfekt in bestehende Antriebssysteme integrieren.

Die Kurbelarme der FC-T4010 bestehen aus leichtem, aber stabilem Aluminium, das eine hervorragende Kombination aus Festigkeit und geringem Gewicht bietet. Die Kettenblätter sind aus Stahl gefertigt und bieten dadurch eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Abnutzung. Die Kurbelgarnitur wurde für eine einfache Installation und eine wartungsarme Nutzung entwickelt. Mit dem bewährten SHIMANO-Design lässt sich die FC-T4010 schnell montieren und problemlos einstellen.

Neben ihrer technischen Stärke punktet die SHIMANO FC-T4010 mit einem schlichten und modernen Design, das perfekt zu Trekkingrädern und Citybikes passt.

Shimano CUES FC-U6000-1

Die Shimano CUES FC-U6000 1 x 9/10/11-fach 2-PIECE Kurbel bietet hervorragende Kettenhalt und ausgezeichnete Kraftübertragung für Fahrspaß in rauem Terrain.

Features

  • 2-PIECE CRANKSET erhöht die Steifigkeit der Kurbelgarnitur bei geringerem Gewicht und sorgt für effiziente Übertragung der Pedalkraft
  • DYNAMIC CHAIN ENGAGEMENT+

Technologien

  • LINKGLIDE erlaubt ein sanftes Schalten und Pedalieren, beides verlängert die Lebensdauer.
  • 2-PIECEIntegration von Kurbelarm und Innenlager mit erhöhter Steifigkeit bei weniger Gewicht.
  • DYNAMIC CHAIN ENGAGEMENT+ Spezielle Zahnfunktion SHIMANOs DYNAMIC CHAIN ENGAGEMENT+ ist ein spezielles Zahnprofil für Einfach-Kettenblätter in den Einsatzbereichen XC, Enduro und Trail.

Analyse der Kettenblatt-Kompatibilität

Beim Austausch von Kettenblättern stellt sich oft die Frage nach der Kompatibilität verschiedener Modelle, insbesondere zwischen 9-fach und 10-fach Systemen. Ein Vergleich von Kettenblättern für Shimano XT Kurbeln zeigt interessante Details.

Fallbeispiel: 9-fach vs. 10-fach Kettenblatt

Ein Nutzer stand vor dem Problem, dass das bisher verwendete Kettenblatt FC-M 770 für eine Shimano XT Kurbel nicht mehr verfügbar war. Stattdessen wurden Alternativen angeboten, darunter ein Blatt, das stark an ältere 8-fach Räder erinnerte, und ein anderes, das explizit für 10-fach Systeme ausgeschrieben war.

Die Frage war, welches der beiden Blätter am besten geeignet ist. Das 10-fach Blatt ähnelte optisch dem zuvor verbauten und wurde wegen seiner Kunststoff-Steighilfe bevorzugt.

Erfahrungen und Lösungsansätze

Einige Bastler empfahlen, nicht auf die explizite Kennzeichnung (8-fach, 9-fach, 10-fach) zu achten, sondern die Kompatibilität anhand der Geometrie zu beurteilen. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Zahnmittellinie nicht immer den gleichen Abstand zum Kettenblatt-Anschlag haben muss. In solchen Fällen können Unterlegscheiben (Passscheiben) verwendet werden, um Unterschiede auszugleichen.

Es wurde auch gewarnt, zu viele Passscheiben zu stapeln, da dies die Stabilität beeinträchtigen kann.

Empfehlungen

  • Das 10-fach Blatt sollte nicht an einer klassischen 9-fach Kurbel verwendet werden, da es wahrscheinlich nicht passt.
  • Alternativ können Kettenblätter von Drittherstellern wie T.A. Specialites Chinook verwendet werden, die eine breite Palette an Größen und Kompatibilitäten bieten.

Vermessung und Vergleich

Um die Kompatibilität zu prüfen, wurden ein gebrauchtes 9-fach Kettenblatt und das neue 10-fach Kettenblatt vermessen. Dabei ergab sich, dass die Materialstärke beider Blätter identisch war (2 mm). Der einzige Unterschied lag in einer Nut beim 9-fach Blatt, die als Gegenstück zur Kettenblattschraube dienen sollte. Zudem waren die Steighilfen beim 10-fach Blatt ausgeprägter.

Fazit: Das 10-fach Blatt könnte grundsätzlich passen, wird aber erst bei der nächsten Wartung eingebaut und getestet.

Ein weiteres Detail betraf die „lichte Weite“ der Kettenblätter. Es wurde festgestellt, dass ältere STX/RC-Kurbeln (Vierkant-Anschluss) möglicherweise nicht mit neueren Blättern kompatibel sind, da das mittlere Blatt zwischen den Vorsprüngen des Vierkant-Anschlusses sitzt.

Es wurde auch darauf hingewiesen, dass die Kunststoff-Steighilfen an den neuen Modellen dazu führen können, dass die Kette daran schleift. In diesem Fall könnte man das Plastik abschleifen.

Zusammenfassung

Die Kompatibilität von 9-fach und 10-fach Kurbeln und Kettenblättern ist ein komplexes Thema mit vielen Meinungen und Erfahrungen. Es ist wichtig, die spezifischen Anforderungen des eigenen Systems zu berücksichtigen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Der Markt bietet eine Vielzahl von Optionen, sowohl von Originalherstellern als auch von Drittherstellern, die eine individuelle Anpassung ermöglichen.

Kurbelgarnituren-Kaufberatung

So wählen Sie das richtige Produkt aus dem obigen Kurbelgarnituren Test oder Vergleich

Position Modell Preis Verarbeitungsqualität mit Kettenblatt (Anzahl Zähne) Lieferzeit
Platz 1 Shimano Acera FC-M361 ca. 39 € gut 3-fach (42-32-22) Lieferbar in wenigen Tagen
Platz 2 Dioche Speed Kurbelgarnitur ca. 43 € hervorragend 2-fach (45-47) Sofort lieferbar
Platz 3 SHIMANO Tourney FC-A070 Kurbelgarnitur ca. 54 € hervorragend 2-fach (5-34) Lieferbar in wenigen Tagen
Platz 4 Greliving Vierkant-Kurbelgarnitur ca. 31 € sehr gut 1-fach (42) Sofort lieferbar
Platz 5 Shimano Altus FC-M311 ca. 30 € hervorragend 3-fach (48-38-28) Lieferbar in wenigen Tagen

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