Gerade wenn der Akku des eigenen E-Bikes schon einige Zeit auf dem Buckel hat, drängt sich nach und nach die Frage in den Vordergrund: Wie gut geht es ihm noch? Wenn man das wüsste, ließe sich besser abschätzen, wie lange er noch eine akzeptable Reichweite bieten wird und wann es Zeit für einen Ersatzakku ist.
Diagnose des Akkus per App
Für zahlreiche Belange unseres täglichen Lebens existieren heutzutage passende Apps. E-Bike Vision geht diesen Trend mit und ermöglicht euch die Diagnose des Akkus per App. Ursprünglich für Händler entwickelt, gibt er seine AV-Toolbox auch für Privatpersonen frei. Mit wenigen Klicks erfahrt ihr so entscheidende Details zum technischen Zustand des Akkus- Zudem lässt sich mithilfe der App die Software des Akkus aktualisieren. Anhand dieser Informationen erhaltet ihr ein recht detailliertes Bild zum Zustand des jeweiligen Akkus.
In der App wird er Zustand der Akkuzellen mit dem Begriff „Gesundheit“ wiedergegeben. Darunter versteht der Hersteller den Alterungszustand des Akkus. Umgerechnet auf einen Wert zwischen null und hundert drück er aus, wie sehr sein Leistungsvermögen noch dem eines neuen Akkus entspricht. Für leichte Verwunderung könnte die Angabe der Anzahl der Ladezyklen sorgen. Das liegt daran, dass die App nicht jeden einzelnen begonnenen Ladezyklus zählt. Stattdessen fasst sie Teilzyklen zu vollständigen Zyklen zusammen. Ein voller Zyklus entspricht dabei dem einmaligen kompletten Laden und Entladen des Akkus.
Nutzung der AV-Toolbox
Wollt ihr die AV-Toolbox nutzen, könnt ihr sie euch ab sofort aus Apples App Store oder dem Google Play Store herunterladen. Nach der Installation folgt eine kurze Registrierung. Für eine Diagnose nehmt ihr den Akku aus dem E-Bike heraus und verbindet ihn per Bluetooth mit der App. Dazu klickt ihr auf dem Startbildschirm der App auf das unten rechts positionierte Lupen-Symbol.
Sobald ihr den Akku einschaltet oder an Ladegerät anschließt, sollte er wenig später von der App gefunden werden. Sie erscheint dann in der Liste von Geräten standardmäßig mit der Bezeichnung „Battery_GoBT“. Ist die Verbindung etabliert, wechselt ihr über das Menü unten in der App auf die Seite „Daten“. Dort erscheinen dann die bereits erwähnten Informationen zum Zustand des Akkus. Sie lassen sich wahlweise grafisch oder als Tabelle anzeigen. Ganz rechts im Menü unten findet ihr die Seite „Aktualisieren“.
Zu Beginn der Diagnose muss die AV-Toolbox euren Akku erkennen. Schlägt das fehl, könnte es an einem zu geringen Ladestand des Akkus liegen. In dem Falle schließt ihr ihn an das dazugehörige Ladegerät an und probiert es einfach erneut. Ein anderer Grund könnte der Typ des Akkus sein. Handelt es sich ein Modell, das kompatibel zu dem Bosch-Antriebssystem aus den Jahren 2019-2020 ist, braucht der Bluetooth-Chip des Akkus vermutlich ein Update.
Kalibrierung des E-Bike Akkus
Die Kalibrierung deines E-Bike Akkus gehört zur Pflege deines Fahrrades dazu. Den Akku neu zu kalibrieren heißt, das Bike den eigentlichen Akkustand wieder deutlich anzeigen zu lassen. Bei der E-Bike Akku Pflege gehört das Kalibrieren des Akkus dazu. Zur Kalibrierung nutzt du den Memory-Effekt des BMS (Batterie-Management-System), um die Anzeige des Displays mit der Kapazität zu synchronisieren. Nach korrekter Durchführung erreichst du für längere Zeit einen schonenden Effekt auf den Motor, Antrieb und die Batterie.
Fährst du regelmäßig mit dem Fahrrad, aber der Akku wird nie wirklich leer gefahren, so kann das auf die Akkuqualität Einfluss nehmen. Es ist schwer einzuschätzen, was die Lebensdauer des Akkus ist, wenn der angezeigte Ladestand schon falsch ist. Wenn du nur bis zu 20 Prozent Ladezustand fährst, bevor du deinen E-Bike-Akku wieder auflädst, so erkennt die Elektronik (BMS) diese 20 Prozent Restenergie nicht mehr. Der Akku wird als leer deklariert. Sowohl die Akkustand-Anzeige als auch die Restreichweiten-Anzeige auf dem Display sind somit nicht mehr zuverlässig.
Nach einer längeren Phase der Inaktivität braucht das E-Bike eine neue Kalibrierung, um wieder zur höchsten Kapazität zu kommen. Entlade zuerst den Akku des E-Bikes. Beim Laden ist zu beachten, dass die Spannung in Volt oder der Energiegehalt in Wh nicht beeinträchtigt werden. Erst nach dieser Kalibrierung erreicht der Pedelec-Akku wieder die maximale Reichweite. Die korrekte Pflege deines E-Bike Akkus ist wichtig. Solltest du weiterhin Probleme mit der Ladung oder dem Ladevorgang haben, dann suche deinen Fahrradhändler auf.
Reset des E-Bike Akkus
Der Reset eines E-Bike-Akkus kann in verschiedenen Situationen nützlich sein, besonders wenn Probleme mit der Akkuleistung oder -anzeige auftreten. Ein Reset des E-Bike-Akkus ist ein Vorgang, bei dem der Akku auf seine ursprünglichen Werksparameter zurückgesetzt wird. Die genaue Vorgehensweise kann je nach Akku und E-Bike-Modell variieren.
Reset-Prozess
Bei einigen Modellen muss eine spezielle Tastenkombination gedrückt oder eine Option im Menü ausgewählt werden. Ein Reset ist nicht immer die beste Lösung. Ein Akku-Reset kann eine effektive Methode sein, um die Leistung und Lebensdauer Ihres E-Bike-Akkus zu verbessern. Allerdings sollte dieser Schritt mit Vorsicht und unter Berücksichtigung der Herstelleranweisungen durchgeführt werden. Bei Unsicherheiten ist es immer ratsam, sich an einen Fachmann zu wenden.
E-Bike Akku Kapazität messen
Der E-Bike-Akku ist das Herzstück eines jeden E-Bikes, ist jedoch nicht unendlich leistungsfähig. Tatsächlich wird jedem E-Bike-Akku nur eine bestimmte Maximalmenge an Ladezyklen zugestanden. Doch bereits davor verringert sich die Akku-Leistung allmählich - selbst wenn der E-Bike-Akku pfleglich behandelt, richtig gelagert oder vielleicht sogar gar nicht benutzt wird. Deshalb kann es sich von Zeit zu Zeit lohnen, die E-Bike-Akku Kapazität zu messen. Dadurch erhält man einen guten Eindruck davon, wie leistungsstark der Akku noch ist.
Wenn ein E-Bike-Akku in die Jahre kommt, verliert er an Leistung. Neben typischem Verschleiß ist auch die rein kalendarische Alterung ein Grund für die nachlassende Power der Fahrradbatterie. Damit Sie mit Ihrem Bike jederzeit verlässlich unterwegs sind, kann es hilfreich sein, die E-Bike-Akku Kapazität zu messen. Sinkt die Kapazität unter einen bestimmten Wert, sollten Sie darüber nachdenken, ob es Zeit für einen E-Bike-Akku Zellentausch oder gleich einen komplett neuen Akku wird.
Der Kapazitätszustand des E-Bike-Akkus kann Ihnen aber auch dabei helfen, Schwachstellen bei der Lagerung, beim Laden oder der sonstigen Benutzung zu erkennen. Last but not least: Viele Hersteller geben mittlerweile auch auf ihre Akkus eine zweijährige Garantie. Büßt der Akku während dieser Zeit unverhältnismäßig viel an Leistung ein, haben Sie unter Umständen Anspruch auf einen neuen Akku.
Tipp: Sie spielen mit dem Gedanken einen gebrauchten E-Bike-Akku zu kaufen? Auch in diesem Fall kann es sinnvoll sein, vor dem Kauf die Kapazität der Batterie zu messen bzw. prüfen zu lassen. Am besten bei einem externen Anbieter, der ein entsprechendes Zertifikat inklusive der erhobenen Messwerte ausstellt.
Möglichkeiten zum Messen der Kapazität
Die E-Bike-Akku Kapazität selbst zu messen, ist etwas kompliziert - vor allem, wenn man sich besonders präzise Messergebnisse wünscht. Das Problem: Um die Kapazität zu messen, müsste man den vollständig aufgeladenen Akku unter kontrollierten Bedingungen leerlaufen lassen. Kontrollierte Bedingungen bedeutet in diesem Fall, dass ein fest definierter Widerstand gegeben sein muss.
Die einfachste Lösung: Den Akku voll aufladen und danach leerfahren - dann sieht man schließlich direkt, wie weit man kommt. Doch so einfach ist es nicht. Denn schon kleine Veränderungen und Einflüsse, wie zum Beispiel Temperatur oder Windstärke, können die Ergebnisse verfälschen.
Viele moderne E-Bike-Akkus zeigen nicht nur den aktuellen Ladezustand und die Reichweite an, sondern haben auch eine Anzeige für die Kapazität integriert. Bei manchen Modellen lässt sich sogar prüfen, wie viele Ladezyklen bereits durchlaufen wurden. Wie genau es möglich ist, an einem E-Bike-Akku die Kapazität messen bzw. Bei vielen Modellen funktioniert die Anzeige jedoch über die LED-Anzeige des Akkus. Also über die LEDs, die normalerweise den Ladezustand des Akkus wiedergeben. Drückt man die Power-Taste kurz, sieht man den Ladezustand. Hält man die Power-Taste für ein paar Sekunden gedrückt, erlöschen die Lichter.
Wichtig: Diese Variante, beim E-Bike-Akku die Kapazität zu messen, funktioniert nicht bei allen Modellen. Ob eine solche Kapazitätsmessung bei Ihrem E-Bike-Akku vorgesehen ist bzw. unterstützt wird, sollten Sie immer separat in der Bedienungsanleitung nachprüfen bzw.
Eine weitere Möglichkeit, um einen groben Eindruck von der Kapazität des E-Bike-Akkus zu erhalten, bietet die genaue Kontrolle des Ladevorgangs. Die Vorgehensweise ist einfach: Angenommen Ihr Ladegerät lädt den E-Bike-Akku mit einer Geschwindigkeit von 2 Ampere. Nach einer Ladezeit von 6 Stunden sollte der E-Bike-Akku also über die Power von 12 Ah verfügen. Je nachdem, wie die maximale Leistung des E-Bike-Akkus ist, können Sie also überprüfen, ob der Akku ausreichend schnell oder zu langsam lädt.
Wichtig: Online finden sich zahlreiche Anleitungen zum Messen der Kapazität eines E-Bike-Akkus. Einige sind sehr abenteuerlich und erklären, dass für die Messung das Gehäuse des E-Bike-Akkus geöffnet werden soll. Hiervon können wir nur abraten! Zum einen verlieren Sie beim Öffnen des E-Bike-Akkus Ihren Garantieanspruch, zum anderen sind die Zellen im Inneren der Batterie sehr empfindlich.
Um genauere Informationen über den Zustand der Kapazität eines E-Bike-Akkus zu erhalten, muss man die Leistungsfähigkeit der Batterie nicht unbedingt selbst überprüfen. Bei vielen Fachhändlern gehört der E-Bike-Akku Kapazitätscheck zum Standardprogramm bei Wartung und Inspektion. Alternativ gibt es mittlerweile viele Anbieter, die mithilfe von modernen Geräten die E-Bike-Akku Kapazität messen. Hierbei führen sie eine kontrollierte Entladung der Batterie durch, um festzustellen, wie es um die Leistung steht. Bei diesen Anbietern erhalten Sie einen ausführlichen Messbericht, der genauen Aufschluss über die aktuelle Leistungsfähigkeit des Geräts gibt.
Um bei einem E-Bike-Akku die Kapazität zu messen, stehen Bikern verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Am einfachsten ist es, die Kapazitätsanzeige des Herstellers am Akku selbst oder über das Display auszulesen. Ist diese Funktion nicht verfügbar, kann auch die Ladezeit Aufschluss über den Zustand des Akkus liefern. Wer es noch genauer wissen möchte, wendet sich an einen erfahrenen Fachexperten. Viele Werkstätten, die Checks und Inspektionen für E-Bikes anbieten, können die E-Bike-Akku Kapazität messen.
Akku über Bluetooth auslesen
Es gibt eine Möglichkeit Infos zum Akku über eine App auszulesen. Die eTuning APP ist entweder über Iphone, Ipad oder Android verfügbar.
In der iPad Version der eTube App gibt es einen zusätzlichen Menüpunkt, den es in der iPhone App nicht gibt. Das funktioniert nicht mit allen Akkus, z.B. Focus Akkus werden nicht erkannt.
Es ist möglich, mit dem Interface auszulesen, wann der Akku zuletzt geladen wurde.
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