Die Wahl der richtigen Schaltung für ein Fahrrad oder E-Bike ist oft unterschätzt. Ob klassische Kettenschaltung, wartungsarme Nabentechnik oder modernes Getriebe: Die Auswahl ist groß, und jede Variante hat ihre Stärken. In diesem Artikel werden die Unterschiede zwischen den Systemen erläutert, ihre Vor- und Nachteile im Alltag aufgezeigt und die Frage beantwortet, welche Schaltung am besten zu Ihrem Fahrstil passt.
Kettenschaltung: Der Klassiker
Die Kettenschaltung ist der Klassiker schlechthin und existiert seit bald 100 Jahren. Sie besteht aus mehreren Zahnkränzen und einem Schaltwerk, das die Kette je nach Gangposition umlegt. Die Kettenschaltung punktet mit einem großen Übersetzungsbereich und ist besonders bei sportlichen Fahrern beliebt - braucht aber etwas mehr Pflege und Know-how.
Vorteile:
- Riesengroße Auswahl, von günstig bis teuer
- Bewährte, mit etwas Pflege langlebige Technik
- Sehr hohe Gang-Bandbreiten
Nachteile:
- Benötigt regelmäßige Wartung und Pflege
- Mitunter teuer im Unterhalt, besonders bei High-End-Modellen
- Defektanfälligkeit besonders bei Stürzen
Typische Modelle:
- MTB: Shimano Deore, XT, XTR, Sram NX, SX, GX, X01, XX1
- Rennrad: Shimano 105, Ultegra, Dura Ace, Sram Apex, Rival, Force, Red
- Trekking-Räder: Shimano Tourney, Deore, Cues, Essa, Alivio
Die Kettenschaltung ist ein guter Kompromiss und nicht ohne Grund auch nach bald 100 Jahren nicht kleinzubekommen.
Nabenschaltung: Die Unauffällige
Die Nabenschaltung ist der stille Star im Stadtverkehr. Statt offener Technik versteckt sich hier alles in der Hinterradnabe. Ob 3, 5, 7 oder 14 Gänge - geschaltet wird intern, oft sogar im Stand. Das macht sie perfekt für alle, die einfach nur losfahren wollen, ohne sich mit Schaltwerken, Kettenschrägstand oder öligen Fingern rumzuschlagen. Besonders beliebt ist sie bei City- und Alltagsrädern - und bei Menschen, die ihr Fahrrad einfach nutzen wollen, ohne viel nachzudenken.
Vorteile:
- Unauffällig in der Nabe integriert
- Tolle Schaltperformance, Rücktritt möglich
- Weitestgehend wartungsfrei
Nachteile:
- Limitierte Gangbandbreite
- Schaltperformance unter Last
- Bei Defekten aufwendig zu reparieren
Typische Modelle:
- Shimano Nexus, Alfine, 3x3 Nine, Rohloff Speedhub, Enviolo
Bei der Nabenschaltung steckt die Technik geschützt im Hinterrad. Sie ist ideal für Stadt- und Alltagsradler, die Wert auf Komfort und Langlebigkeit legen - bietet aber meist weniger Gänge und ein höheres Gewicht.
Getriebeschaltung: Das nächste Ding?
Fahrradgetriebe wie das Pinion- oder das Rohloff-System bringen Hightech ins Tretlager oder die Nabe. Komplett gekapselt, extrem langlebig und mit bis zu 18 Gängen bieten sie eine Schaltperformance, die selbst unter Last (meist) butterweich funktioniert. Kein offenes Schaltwerk, kein drohender Kettensalat, kaum Wartung. Ideal für Vielfahrer, Weltreisende und Technikfans, die beim Radfahren gern alles unter Kontrolle haben.
Vorteile:
- Quasi wartungsfrei, besonders mit Riemenantrieb
- Extrem hohe Bandbreiten möglich
- Auch mit E-Motor in einem Gehäuse kombiniert
Nachteile:
- Oft vergleichsweise teuer
- Besonders in Bio-Bikes vergleichsweise schwer
- Verhältnismäßig exotisch
Typische Modelle:
- Pinion C, P oder MGU, Rohloff Speedhub, Effigear, Kindernay
Die Getriebeschaltung sitzt im Tretlager und kombiniert die Vorteile beider Systeme. Sie bietet viele Gänge, ist extrem robust und braucht kaum Pflege.
Shimano-Schaltwerk Vergleich
Im Folgenden werden einige Shimano-Schaltwerke verglichen, um einen Überblick über die verschiedenen Modelle und ihre Eigenschaften zu geben:
| Modell | Kompatibilität | Anzahl der Gänge | Größe der Zahnräder | Käfigtyp | Gewicht |
|---|---|---|---|---|---|
| Shimano Deore RD-M592 | MTB | Trekkingbike | 9-fach | 11 bis 36 Zähne | SGS (langer Käfig) | 300 g |
| Shimano Deore 9V | MTB | Trekkingbike | 9-fach | 11 bis 34 Zähne | SGS (langer Käfig) | 381 g |
| Shimano Deore XT RD-M781 | MTB | 10-fach | 11 bis 36 Zähne | SGS (langer Käfig) | 400 g |
| Shimano Deore XT Trekking RD-T8000 | Trekkingbike | 10-fach | 11 bis 36 Zähne | SGS (langer Käfig) | 253 g |
| Shimano Deore 12s RD-M6100-SGS | MTB | 12-fach | 13 bis 51 Zähne | SGS (langer Käfig) | 100 g |
| Shimano Acera RD-M360 | MTB | 7- bis 8-fach | 11 bis 34 Zähne | SGS (langer Käfig) | 200 g |
| Shimano Deore XT RD-M8000 | MTB | 11-fach | 11 bis 40 Zähne | SGS (langer Käfig) | 275 g |
| Shimano Altus RD-M310 | MTB | 7- bis 8-fach | 11 bis 34 Zähne | GS (mittellanger Käfig) | keine Herstellerangabe |
Kundenbewertungen zur Shimano Alivio
Die Shimano Alivio Schaltgruppe ist eine hochwertige Komponentengruppe, die für Alltagsfahrten und leichtes Gelände geeignet ist. Sie zeichnet sich durch reibungslose und präzise Schaltvorgänge aus. Die Alivio Schaltgruppe verfügt auch über ein stilvolles und modernes Design. Im Vergleich zur Acera Schaltgruppe bietet die Alivio Schaltgruppe eine höhere Qualität.
Ein Kunde schrieb am 25.01.2019:
"Einfache, schnelle Montage, P E R F E K T E Funktion, und das alles für schlappe 25 €. Besser geht es kaum."
Ein anderer Kunde schrieb am 19.06.2018:
"Das Schaltwerk ist gut verarbeitet und läuft sehr ruhig. Lässt sich einwandfrei montieren und einstellen. Bei korrekter Einstellung sind die Schaltvorgänge butterweich. Die Alivio-Gruppe befindet sich im mittleren Bereich des Trekking-Sortiments. Der Artikel wurde gekauft zur Komponenten-Hochrüstung eines CUBE-Bike."
Shimano Alivio im Detail
Die Shimano Alivio Schaltgruppe ist eine hochwertige Komponentengruppe, die für Alltagsfahrten und leichtes Gelände geeignet ist. Sie zeichnet sich durch reibungslose und präzise Schaltvorgänge aus. Die Alivio Schaltgruppe verfügt auch über ein stilvolles und modernes Design. Im Vergleich zur Acera Schaltgruppe bietet die Alivio Schaltgruppe eine höhere Qualität.
Die Shimano Alivio-Komponentenserie war bis heute dem Trekking-Sektor vorbehalten. Für dieses Jahr hat man jedoch die Gruppe neu aufgelegt und präsentiert neben der Deore XT, der SLX und der Deore auch diese in zwei Ausführungen. Das erste, was an der Alivio Mountainbike Gruppe auffällt, ist das neue, frische Design. Im Vergleich zu ihren Vorgängerinnen zeichnen sie der deutlich aggressiverer Look und flachere Profile der einzelnen Komponenten aus - kein Wunder, muss die Alivio MTB doch nunmehr keinerlei Kompromisse mit Rücksicht auf den Trekkingeinsatz mehr machen.
Doch auch technologisch hat sich einiges getan. So kommt am Schaltwerk nun Shimanos Shadow- Technologie zum Einsatz. Bei höherwertigen Gruppen wie SLX oder Deore schon seit vielen Jahren im Einsatz, spielen Shadow-Schaltwerke gerade bei aggressiverem Fahrstil ihre ganze Stärke aus. Ein integrierter Schalt-/Bremshebel erleichtert bei der neuen Alivio die Bedienung spürbar und soll darüber hinaus für ein sauberes, cleanes Cockpit sorgen, indem Bremsleitung und Schaltzug eng nebeneinander und parallel abgeführt werden.
Dank der ebenfalls neuen optischen Ganganzeige erkennt der Fahrer stets auf einen Blick, in welchem Gang er sich gerade befindet. Alternativ bietet man jedoch auch einzelne Schalthebel an. Passend zu diesen Hebeln bringt die Alivio Mountainbike Gruppe hydraulische Scheibenbremsen mit One-Way-Bleeding und einfacher, sauberer Trichterentlüftung mit.
Seit vielen Jahren ist Shimanos Alivio auch an unzähligen Trekkingrädern ein verlässlicher Partner. Wo bislang aber zugunsten der Mountainbike-Fähigkeiten Abstriche gemacht werden mussten, zeigen sich die neuen Alivio Trekking Komponenten nun als lupenreine Vertreter ihrer Art. Im Vergleich zur Mountainbike-Version legten die Entwickler bei den Trekking-Komponenten insbesondere auf einfache Handhabung mit geringen Bedienkräften, Ergonomie und ein rundes, sauberes Design größten Wert.
Das Schaltwerk zeigt diese spezifische Ausrichtung auf den Einsatzbereich mit am deutlichsten, verzichtet man hier zugunsten minimaler Bedienkräfte doch bewusst auf die Shadow-Technologie und bringt ein Doppelservo-Pantograph-Schaltwerk zum Einsatz. Die Kurbelgarnituren mit wahlweise 48-36-26 oder 44-32-22 Zähnen sind jeweils mit und ohne Hosenschutzring erhältlich und durchweg für die Verwendung von Kettenkästen geeignet.
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