Die Shimano Alivio Schaltgruppe ist eine hochwertige Komponentengruppe, die für Alltagsfahrten und leichtes Gelände geeignet ist. Sie zeichnet sich durch reibungslose und präzise Schaltvorgänge aus. Die Alivio Schaltgruppe verfügt auch über ein stilvolles und modernes Design. Im Vergleich zur Acera Schaltgruppe bietet die Alivio Schaltgruppe eine höhere Qualität.
Shimano aus Japan ist bei Fahrradschaltungen die Nummer eins. Einer der Gründe dafür: Ob Einsteiger, Freizeitradler oder Amateur- und Profibiker - für alle Zielgruppen gibt es das passende Angebot. Ein Überblick.
Shimano Schaltgruppen: Einordnung und Überblick
Bei den unteren Gruppen des Shimano-Lineups herrscht allerdings häufig Verwirrung. Deswegen hier noch einmal im Klartext: Altus, Acera, Alivio, Deore, SLX, XT und XTR das ist die Reihe von unten nach oben. Die Einsteigergruppen Shimano Altus, Acera und Alivio gehören nicht gerade zu den Stars an hochwertigen Bikes. Für 2018 spendiert Shimano den Schaltungen einige wichtige funktionelle Updates.
Klar ist, je teurer eine Schaltgruppe ist, desto besser und leichter ist sie auch. Doch muss es natürlich nicht immer eine XT oder XTR Schaltung sein. Für die/den Durchschnittmountainbiker:rin reicht auch eine Alivio oder Deoreschaltung völlig aus, um sportliche Touren zu machen oder Spaß auf den Trails zu haben. Auch diese Schaltungen haben sich lange bewährt und garantieren lang anhaltenden Fahrspaß. Oftmals kommt in den günstigeren Schaltgruppen die gleiche Technik zum Einsatz, lediglich das Material unterscheidet sich.
Und wie der Name „Gruppe“ schon vermuten lässt: Eine Schaltgruppe besteht meist aus Schaltwerk (hinten), Umwerfer (vorne), Kurbelgarnituren, Kassetten, Kettenblätter, Schalthebeln, Bremshebeln und den dazugehörigen Scheibenbremsen. Manchmal werden vom Hersteller des Fahrrads aber auch Komponenten ausgetauscht, sodass die Teile nicht alle der gleichen Gruppe angehören.
Für gewöhnlich bietet Shimano seine Systeme als Komplettgruppe an, in der alle Bauteile enthalten sind: Kettenblätter, Tretkurbeln, Ritzelpaket und Kettenspanner, die Kette selbst sowie der Umwerfer, das Schaltwerk und die Schalthebel. Die Gruppen werden zum Teil in mehreren Versionen angeboten (Gangvielfalt, Lieferumfang etc.) und enthalten vereinzelt weitere Tools wie Pedale, Laufräder, Naben und Bremsen, zudem ist im Falle eines Defekts jedes Bauteil fast immer auch separat erhältlich.
Teilen wiederum lässt sich das Portfolio anhand zweier Kriterien: dem Einsatzzweck und der Qualität. So finden sich auf der Homepage grob die Kategorien MTB/Trekking und Straße (Rennrad etc.) und in beiden Kategorien bietet Shimano Systeme für Einsteiger und Freizeitradler sowie für Biker mit gehobenen Ansprüchen an.
Einsteiger und Freizeitbiker
Die einfachsten Gruppen von Shimano schonen das Budget (ca. 200 EUR) und reichen für den normalen Alltagsgebrauch aus. Alerdings muss man natürlich qualitativ Abstriche machen. Die Bauteile etwa sind relativ schwer, aber trotzdem nicht allzu robust, zudem mangelt es den Systemen oft an Präzision, etwa bei großen Gangwechsels oder wenn es ruppig zugeht. Beispiele sind etwa die Gruppen Acera oder Alivio und im Rennradsegment das System Sora.
Anspruchsvollere Biker
Anspruchsvollere Biker im MTB- und Trekkingbereich spricht Shimano mit den Schaltungen Deore oder Deore XT und - für Rennräder - dem System Tiagra an. Das Preisniveau liegt hier etwas höher, dafür nutzen sich die Bauteile nicht so schnell ab. Zudem ist der Schaltvorgang meist sicherer und komfortabler.
Amateure und Profis
Für Amateure mit Wettkampfeifer sowie für ausgewiesene Profibiker reserviert Shimano das Beste vom Besten. Leichtes Gewicht, hohe Robustheit, ergonomische Schalthebel, schnelle Reaktionszeiten, dazu selbst bei großer Belastung präzise Gangwechsel - die Systeme bieten letztlich alles, was man von einer hochwertigen Schaltung erwartet. Die Konditionen erreichen dabei meist den hohen drei-, teilweise gar den vierstelligen EUR-Bereich. Insofern ist klar, welche Zielgruppe Shimano hier im Blick hat.
Funktionsweise einer Mountainbike-Schaltung
Eine Mountainbike-Schaltung ist in der Regel eine Kettenschaltung. Indem die Kette in Fahrtrichtung über verschiedene Kombinationen von Kettenblättern und Ritzeln geführt wird, ergeben sich verschiedene Übersetzungsverhältnisse. An der Kurbel sind ein bis drei Kettenblätter montiert, während sich an der Hinterradnabe eine Ritzelkassette befindet mit meist 10 bis 12 Ritzel. Beim Schalten zieht oder hebt der Umwerfer die Kette auf das gewünschte Kettenblatt. Das Schaltwerk hingegen ist dafür zuständig, die Kette auf eines der Ritzel zu leiten. Je größer das Kettenblatt und je kleiner das Ritzel, über das die Kette läuft, desto größer ist die Übersetzung. Ein Ritzel am Hinterrad, das größer ist als das Kettenblatt, bewirkt dagegen eine Untersetzung.
Um die Übersetzung zu berechnen, teilt man die Anzahl der Zähne des Kettenblatts durch die Anzahl der Zähne des Ritzels. Das Ergebnis gibt an, wie viele Umdrehungen das Hinterrad bei einer Kurbelumdrehung macht.
Für einen schnellen Schaltvorgang sind die Teile der MTB-Schaltung wie Kette, Ritzel und vor allem Schaltwerk und Umwerfer aufeinander abgestimmt. Außerdem sorgen Umwerfer und Schaltwerk im optimalen Zusammenspiel für präzise Schaltvorgänge, bei denen auch Gänge übersprungen werden können. Spitzengruppen können dies unter widrigsten Bedingungen und lassen sich zudem an Vorlieben oder ergonomische Besonderheiten des Fahrers anpassen.
Mechanisch oder Elektrisch?
Für die Betätigung von Schaltwerk und Umwerfer gibt es derzeit zwei Systeme, die hauptsächlich bei einer Schaltung eingesetzt werden:
- mechanisch
- elektronisch
Bei Mountainbikes ist die mechanische Schaltung noch am weitesten verbreitet. Hier sind die Schalter über Schaltzüge mit Schaltwerk und Umwerfer verbunden. Durch Betätigung des Schaltgriffs wird der Schaltzug um eine bestimmte Länge verkürzt oder freigegeben. Dies führt zu einer horizontalen Bewegung der Schaltkomponenten, die die Kette in die gewünschte Position bringt.
Shimano (Rapid Fire) und SRAM (Trigger) bieten Schalthebel an, die während der Fahrt leicht zu bedienen sind. Sie können mit Daumen und/oder Zeigefinger bedient werden. Eine andere Variante sind Drehschalter wie bei der Grip Shift von SRAM oder Revoshift von Shimano. Bei diesem System wird durch Drehen des Griffes um den Lenker geschaltet. Dadurch wird der Schaltzug auf- oder abgewickelt, was zum Gangwechsel führt.
Beide Hersteller haben auch elektronische Schaltungen im Sortiment, bei der die die Schaltimpulse elektronisch an die Schaltkomponenten übertragen. Kleine Motoren sorgen dann für die nötige Bewegung. Während Shimano seine beiden Spitzengruppen in einer elektronischen DI2-Variante anbietet, gibt es Srams AXS-System bereits in der Einstiegsgruppe. Zudem hat Sram in Deutschland eine elektronische Steuereinheit entwickelt, die mit einem Servomotor und eigenem Akku den Schaltimpuls direkt per Funk überträgt, Shimano setzt weiterhin auf Kabel.
Clutch-Technologie
Shimano und SRAM setzen seit einigen Jahren auf die sogenannte Clutch-Technologie. Was bei Shimano „Shadow Plus“ und bei SRAM „Type 2“ bzw. „Type 3“ heißt, beschreibt eine erhöhte Federspannung, bei der der Schaltwerkkäfig durch eine zusätzliche Feder nach hinten gezogen und die Kette auf höherer Spannung gehalten wird. Kettenschlagen und ungewollte Schaltsprünge können so deutlich reduziert werden.
Die Clutch-Technologie findet sich bei Mountainbikes, die für den sportlichen Einsatz konzipiert sind. Bei SRAM sind alle Schaltwerke ab der X7 Gruppe in der Type 2 Version erhältlich. Shimano konstruiert die Schaltwerke ab der Deore Gruppe als Shadow Plus (siehe Gruppenhierarchie unten).
Die Schaltungen von Shimano und SRAM im Überblick
Der Schaltungsmarkt ist groß und manchmal unübersichtlich. Das liegt daran, dass die beiden großen Schaltungshersteller Shimano und SRAM mittlerweile nicht nur Schaltungen in unterschiedlichen Qualitätsstufen anbieten, sondern ihre Gruppen auch auf verschiedene Einsatzbereiche im Mountainbikesport abgestimmt haben. Die richtige Schaltgruppe für das eigene Bike zu finden, ist meist gar nicht so einfach.
Die folgende Übersicht gibt dir einen Überblick über die verschiedenen Gruppen und ihre Position in der Schaltungshierarchie der beiden Hersteller. Die Reihenfolge orientiert sich dabei von der hochwertigsten und auch teuersten Schaltung hin zu den preiswerteren Varianten.
Doch was zeichnet nun eine teure High-End-Gruppe aus, die ein Vielfaches einer günstigeren Schaltung kostet? Die Funktion des Gangwechsels wird letztlich von allen Schaltungen erfüllt. Unterschiede gibt es bei:
- Übersetzungsbereich
- Materialien
- Anpassung an Fahrer und Einsatzgebiet
- Kompatibilität bzw. Kombination mit anderen Gruppen
- Steuerung und Bedienbarkeit
- Gewicht
- Genauigkeit
- Leichtgängigkeit
- Abstufung der Gänge untereinander
Die teuren, hochwertigen Gruppen sind in jedem Fall deutlich leichter als die preiswerteren. Das liegt an der Menge und Masse der verwendeten Materialien, außerdem gibt es mehr Anpassungsmöglichkeiten an Fahrer und Einsatzzweck. Hochwertige Antriebe erreichen auch einen wesentlich größeren Über- und Untersetzungsbereich.
Wo bei preiswerten Gruppen Druckguss und einfache Kunststoffe anzutreffen sind, finden sich bei den höherwertigen Gruppen verschiedenste Legierungen in aufwendigen Fertigungstechniken verarbeitet. Wo bei den preiswerten Modellen Aluminiumlegierungen zum Einsatz kommen, sind es bei den höherwertigen Schaltungen sogar Legierungen aus Titan, Magnesium und Kohlenstoff. Diese werden beispielsweise im von Shimano selbst entwickelten Hollowtech-Schmiedeverfahren hergestellt.
Dies bedeutet jedoch nicht, dass immer alle Teile der Schaltgruppen benötigt werden. Vielmehr ist es sinnvoll, die Schaltgruppe dem Einsatzzweck anzupassen. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass Du statt einer teuren SRAM XX1 Eagle mit 1x12 Gängen eine günstigere Deore mit 2x10 Gängen verwendest. Pendler und Vielfahrer können z.B. auf feine Abstufungen verzichten, wollen aber einen möglichst geringen Verschleiß. Der Cross-Country-Racer hingegen kann sich alles außer Gewicht leisten und wird sich über die Dauer eines Rennens keine Gedanken über Verschleiß machen müssen.
Shimano MTB Schaltgruppen im Detail
Shimano Tourney ist für den Einsatz auf Einsteiger- und Freizeit-Fahrrädern konzipiert ist. Sie bietet eine einfache Schaltung mit ausreichend Gängen und ist in der Regel preisgünstiger als andere Schaltgruppen von Shimano. Die Schaltung ist robust und zuverlässig, aber nicht ganz so leistungsstark und präzise wie höherwertige Schaltgruppen.
Die Shimano Altus Schaltgruppe ist eine der Einstiegs-Schaltgruppen von Shimano und bietet eine solide Leistung zu einem erschwinglichen Preis. Mit der Acera-Schaltung kannst du erste Erfahrungen im Gelände sammeln.
Die Shimano Deore ist eine hochwertige und leistungsstarke Schaltgruppe, die für den Einsatz im Gelände und für Mountainbike-Touren geeignet ist. Sie zeichnet sich durch ihre Robustheit und Zuverlässigkeit aus, die auch bei schwierigen Bedingungen und rauem Gelände eine hervorragende Leistung bietet. Die Deore Schaltgruppe verfügt auch über ein aktuelles, zeitloses Design. Im Vergleich zu günstigeren Shimano Schaltgruppen bietet die Deore Schaltgruppe eine noch höhere Qualität und Leistung.
Die Shimano SLX Schaltgruppe bietet viele Vorteile für Mountainbiker:innen. Zum Beispiel ist sie sehr langlebig und zuverlässig, sodass du dich auf sie verlassen kannst, wann immer du unterwegs bist. Sie ist leicht und kompakt, was sie zu einer sehr guten Wahl macht. Darüber hinaus ist sie sehr präzise und bietet ein reibungsloses Schaltverhalten, sodass du immer mit der richtigen Übersetzung unterwegs bist.
Die Shimano Deore XT Schaltgruppe ist eine hochwertige Komponentengruppe für Mountainbikes, die sich durch ihre zuverlässige Schaltleistung, ihre präzisen Gangwechsel und ihre robuste Bauweise auszeichnet. Sie bietet auch ein breites Übersetzungsverhältnis, sodass du in jeder Situation einen passenden Gang findest.
Die XTR Schaltgruppe ist für Fahrer entwickelt, die höchste Anforderungen an die Leistung ihres Mountainbikes stellen. Sie bietet eine schnelle und präzise Schaltung und eignet sich für anspruchsvolle Trail-Sessons oder auch den beliebten Alpencross. Mit dieser Ausstattung stehen dir alle Möglichkeiten offen.
Abfahrtsorientierte Gruppen von Shimano
Im abfahrtsorientierten Bereich des Mountainbikesports, Freeride und Downhill, sind die Anforderungen an die Schaltung dadurch definiert, dass man auch in den ruppigsten Passagen die Kette nicht „verlieren“ möchte und auch bei hohen Abfahrtsgeschwindigkeiten noch schalten und beschleunigen kann. Dementsprechend ist hier keine große Übersetzungsbandbreite erforderlich.
Shimano bietet mit den Gruppen „Saint“ und „Zee“ Gruppen an, die diesen Anforderungen gerecht werden.
Shimano Saint
Die Shimano Saint ist eine Freeride- und Downhillgruppe auf XTR-Niveau. Sie ist für 1x10 Gänge ausgelegt. Die Gruppe ist mit einer Kettenführung ausgestattet, die ein Abspringen der Kette verhindert.
Shimano Zee
Stürze und Defekte gehören im Gravity-Bereich zum Alltag. Die Zee-Gruppe mit ihrem guten Preis-Leistungs-Verhältnis ist daher eine gute Wahl, wenn du von deinen Komponenten hohe Leistung zu einem fairen Preis erwartest. Von der Qualität und vom Preis her ist die Zee-Gruppe mit der SLX-Gruppe vergleichbar. Sie schaltet ebenfalls 1x10 Gänge.
SRAM MTB Schaltgruppen
SRAM XX1
Die SRAM XX1 wurde durch die XX1 Eagle als Spitzengruppe im Cross Country und Marathon-Bereich abgelöst, wird aber immer noch gebaut. Es handelt sich um eine 1x11-Gangschaltung.
SRAM X1
Mit der SRAM X1 begann SRAMs Erfolgsgeschichte im Bereich der 1-fach Schaltungen. Auch sie schaltet 1x11 Gänge und ist prädestiniert als Einsteigermodell. Dank der “Mix and Match”-Philosophie von SRAM lässt sich die X1 später gut aufrüsten.
SRAM NX
Die SRAM NX Schaltung ist der günstigste Einstieg in die Welt der 1x11-fach Schaltungen von SRAM. Dennoch ist sie sehr robust und verfügt über eine ausreichende Übersetzungsbandbreite. Sie wird daher gerne an drehmomentstarken Pedelecs und e-MTBs eingesetzt.
SRAM XX
Die XX-Gruppe ist die Spitzengruppe für den Marathon- und Cross-Country-Einsatz. Jedes „X“ steht - wie im Römischen - für eine „10“. Somit stehen dem Fahrer 2x10 Gänge zur Verfügung.
SRAM X0
SRAM X0 ist wie im 1-fach-Segment das eher abfahrtsorientierte Pendant zur SRAM XX für den Gravity-Bereich. Hier können die 10 Ritzel hinten mit 1-3 Kettenblättern vorne kombiniert werden.
Die Übersetzung: 1-, 2- oder 3-fach?
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die Einfachschaltung mit elf Ritzeln und einem Kettenblatt durchgesetzt hat. Der moderne Ein-Gang-Antrieb bietet Gewichtsvorteile, da er ohne Umwerfer und ohne zweite Gangschaltung auskommt. So hat der Fahrer die linke Hand für die wichtige Vorderradbremse frei und kann sich auf die Strecke und das Schalten konzentrieren.
Wo Licht ist, ist auch Schatten - beim Ein-Gang-Antrieb ist es die Abstufung der Gänge. Im Vergleich zu 2- und 3-fach-Schaltungen liegen die Gänge weiter auseinander, was für Umsteiger gewöhnungsbedürftig ist. Der ambitionierte Fahrer gleicht dies durch die Wahl des richtigen Kettenblattes aus. So kommen bei Enduro- und Trailbikes meist 30er oder 32er Kettenblätter zum Einsatz. XC- und Marathonfahrer greifen gerne auf ein 34er oder 36er Kettenblatt zurück. Wer sich hier unsicher ist, kann getrost auf die Werkseinstellung vertrauen und bei Bedarf auf ein anderes Kettenblatt umrüsten.
Bremsen: Kurzer Überblick
Eine hydraulische Scheibenbremse findet sich an jedem guten Mountainbike. Generell kann gesagt werden, dass es kaum schlechte Bremsen gibt. Viel entscheidender sind der Einsatzbereich, die Fahr- bzw. Bremstechnik und der Fahrstil. So wäre eine “kleine und leichte” Bremse für XC und Marathon am Downhiller unterdimensioniert und eine Bremse aus dem Gravity-Bereich (Downhill, Freeride) sicherlich überdimensioniert.
Shimano bietet zu jeder Schaltgruppe auch eine Bremse an. Sram hat drei Bremsen im Programm. Beide Hersteller ermöglichen eine individuelle Abstimmung durch verschiedene Bremsbeläge, Bremsscheiben und Bremsgriffe. In den oberen Gruppen können zudem Ansprechverhalten, Druckpunkt und sogar der Hebelweg an die Vorlieben des Fahrers angepasst werden.
Unterschiede gibt es vor allem bei der Bremsleistung. Obwohl beide über kräftige Vierkolbenbremsen verfügen, ist die Bremswirkung unterschiedlich. Wer sich gerne an den Bremspunkt herantastet und immer einen Finger am Hebel hat, ist mit Sram gut beraten. Shimano hat den etwas festeren Biss, allerdings sollte man nicht zu lange mit schleifender Bremse fahren.
Ein weiterer Unterschied zwischen Shimano und Sram ist die Befestigung des Schalthebels am Bremsgriff. Bei Shimano ist dies ab der SLX-Gruppe der Fall. Sram hat hier eine Klemme für alle, man kann also eine einfache Schaltung mit der Top-Bremse an einer Klemme kombinieren.
Updates und Innovationen der Shimano Alivio
Als erstes auf der Innovationsliste standen die Kurbeln und Naben. Die neuen Kurbeln von Altus, Acera und Alivio wurden designtechnisch auf den Stand der Zeit gebracht, Kettenblätter sollen sich jetzt außerdem wesentlich leichter wechseln lassen, sollte die Übersetzung doch einmal überhaupt nicht passen. Und die Naben gibt es jetzt endlich auch im Boost-Format mit 148 Millimeter Breite am Hinterrad und 110 Millimetern am Vorderrad. Das ermöglicht zum einen steifere Laufräder und vergrößert auch die Kompatibilität mit anderen neuen Komponenten.
Auch Kassetten und Schaltwerke wurden überarbeitet. Die Gangwechsel sollen dadurch schneller und präziser geworden sein - die Shadow-Technik bleibt jedoch weiterhin den höherwertigen Shimano-Gruppen vorbehalten. Als ein echter funktionaler Vorteil könnte sich aber der neue Umwerfer der Zweifach-Alivio herausstellen. Der soll nämlich nicht nur besser schalten, sondern auch eine wesentlich bessere Reifenfreiheit als vorher bieten, sodass Kettenstreben kürzer konstruiert und breitere Reifen verbaut werden können als vorher. Gerade im Einsteigerbereich ein großer Vorteil.
Last but not least wurden auch die Bremshebel überarbeitet. So darf man sich jetzt endlich auch in den günstigen Gruppen von Shimano über die vielgelobte Ergonomie von XT- und XTR-Hebeln freuen, die mit einem Finger bedient werden können und sehr gut in der Hand liegen. Gerade Fahrer mit kleinen Händen kommt diese Entwicklung entgegen. Die Hebel können um ganze 2,5 Zentimeter in der Griffweite verstellt werden, damit sollten auch Kinder und Jugendliche keine Armkrämpfe beim Bremsen mehr bekommen.
So kommt am Schaltwerk nun Shimanos Shadow- Technologie zum Einsatz. Bei höherwertigen Gruppen wie SLX oder Deore schon seit vielen Jahren im Einsatz, spielen Shadow-Schaltwerke gerade bei aggressiverem Fahrstil ihre ganze Stärke aus. Ein integrierter Schalt-/Bremshebel erleichtert bei der neuen Alivio die Bedienung spürbar und soll darüber hinaus für ein sauberes, cleanes Cockpit sorgen, indem Bremsleitung und Schaltzug eng nebeneinander und parallel abgeführt werden. Dank der ebenfalls neuen optischen Ganganzeige erkennt der Fahrer stets auf einen Blick, in welchem Gang er sich gerade befindet. Alternativ bietet man jedoch auch einzelne Schalthebel an.
Shimano Alivio für Trekking
Seit vielen Jahren ist Shimanos Alivio auch an unzähligen Trekkingrädern ein verlässlicher Partner. Wo bislang aber zugunsten der Mountainbike-Fähigkeiten Abstriche gemacht werden mussten, zeigen sich die neuen Alivio Trekking Komponenten nun als lupenreine Vertreter ihrer Art. Im Vergleich zur Mountainbike-Version legten die Entwickler bei den Trekking-Komponenten insbesondere auf einfache Handhabung mit geringen Bedienkräften, Ergonomie und ein rundes, sauberes Design größten Wert.
Das Schaltwerk zeigt diese spezifische Ausrichtung auf den Einsatzbereich mit am deutlichsten, verzichtet man hier zugunsten minimaler Bedienkräfte doch bewusst auf die Shadow-Technologie und bringt ein Doppelservo-Pantograph-Schaltwerk zum Einsatz. Die Kurbelgarnituren mit wahlweise 48-36-26 oder 44-32-22 Zähnen sind jeweils mit und ohne Hosenschutzring erhältlich und durchweg für die Verwendung von Kettenkästen geeignet.
Neben der Alivio hat man bei Shimano auch den restlichen Trekking-Sektor aufgefrischt. Die Nexus Inter 8 hat ein komplettes Facelift bekommen und so ist die Getriebenabe in Schwarz und Silber zu haben. Der dazu passende Nabendynamo liefert 1,5 Watt. Auch die Nabendynamos der Deore XT wurden überarbeitet.
Kundenbewertungen
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Beispielhafte Kundenbewertungen:
- Roger M. am 25.01.2019 (verifizierter Kauf): Artikel: schwarz/11 Zähne einfache, schnelle Montage, P E R F E K T E Funktion, und das alles für schlappe 25 €. Besser geht es kaum.
- Frank K. am 19.06.2018 (verifizierter Kauf): Artikel: schwarz/11 Zähne Das Schaltwerk ist gut verarbeitet und läuft sehr ruhig. Lässt sich einwandfrei montieren und einstellen. Bei korrekter Einstellung sind die Schaltvorgänge butterweich. Die Alivio-Gruppe befindet sich im mittleren Bereich des Trekking-Sortiments. Der Artikel wurde gekauft zur Komponenten-Hochrüstung eines CUBE-Bike.
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