Shimano Alivio Umwerfer Montage und Einstellung: Eine detaillierte Anleitung

Ein recht unbekanntes und unscheinbares Bauteil am Fahrrad ist der sogenannte Umwerfer. Dieses Teil ist recht knifflig: Es steuert im vorderen Fahrrad-Bereich den Übergang der Fahrradkette zwischen den jeweiligen einzelnen Kettenblättern mit unterschiedlicher Zähneanzahl. Wenn der Umwerfer nicht korrekt eingestellt ist, kommt es automatisch zu Problemen bei der Schaltung. Dies macht sich zumeist durch ein unangenehmes Schleifgeräusch bemerkbar. Daher immer Ohren auf bei Fahrradfahren.

Im Normallfall sollte an Ihrem Bike bereits ein entsprechender Umwerfer eingebaut sein; so dass dieser jetzt nur noch richtig eingestellt bzw. korrigiert werden muss, damit ein präziser Schaltvorgang gewährleistet ist. Bei einem Sturz könnte es beispielsweise schnell zum Verstellen des Umwerfers und daraufhin zu Problemen mit der Schaltanlage kommen.

Nachfolgend erläutern wir, wie der Umwerfer von Shimano am Fahrrad korrekt positioniert und eingestellt werden soll. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die du ihnen bereitgestellt hast oder die sie im Rahmen deiner Nutzung der Dienste gesammelt haben.

Vorbereitung und Grundlagen

Bevor Sie den Umwerfer einstellen, sollten Sie überprüfen, ob das äußere Leitblech des Umwerfers parallel zum großen Kettenblatt steht. Das äußere als auch das innere Leitblech des Umwerfers, zwischen denen die Kette durchläuft, müssen unbedingt parallel zu den Zahnrädern und im gleichmäßigen Abstand zur Fahrradkette verlaufen. So kann ein etwaiges Berühren während des Schaltvorganges vermieden werden.

Es ist sehr wichtig, einmal alle für eine korrekte Schaltung notwendigen Bauteile (z.B. Fahrradkette selbst und auch einzelne Zahnräder) auf eventuellen Verschleiß hin zu checken und ggf. direkt auszutauschen.

Im Handel sind unterschiedliche Zugführungsarten bei den Shimano-Fahrrad-Umwerfern erhältlich. Außerdem gibt es auch Dual-Pull-Varianten, bei denen eine Zugführung in Abhängigkeit der Rahmenart von oben oder aber von unten stattfindet. So ist eine Verlegung des Schaltzuges am Ober- bzw.

Umwerfer-Standards von Shimano

Allein bei Shimanos Dauerbrenner XT gibt es 18 verschiedene Varianten. Darauf müssen Sie achten:

  • Top Swing/Low Clamp: Diese Variante wird kurz oberhalb des Innenlagers geklemmt und verlangt ebenfalls ein klassisch rundes Sitzrohr. Den Durchmesser gleichen bei Shimano Spacer aus.
  • Down Swing/High Clamp: Diese Version ist für die Montage an runden Sitzrohren geeignet. Bei Shimano werden verschiedene Rohrdurchmesser durch die beiliegenden Spacer ausgeglichen.
  • E-Type: Der E-Type-Umwerfer wird über eine Montage-Platte auf das Innenlager geschraubt. Dafür fällt ein Distanzring auf der Montage-Seite weg. Vor allem bei ungewöhnlichen Rahmenformen, aber nur bei BSA Lagern geeignet.
  • Direct Mount Low/Top Swing: Dieser Shimano-Umwerfer wird ohne Schelle direkt am Rahmen montiert. Die Umwerfer sind an verschiedene Kettenblattabstufungen (36, 38, 39, 42 Zähne) angepasst.
  • Direct Mount High/Down Swing: Diese Umwerfer-Variante wird ohne Schelle am Rahmen montiert, jedoch schwenkt der Schaltkäfig nach unten. Die Klemmung verfügt über einen kleinen Verstellbereich. Achten Sie aber beim Kauf auf die Kapazität beim großen Zahnkranz.

Einstellen des Umwerfers in sechs Schritten

Zur perfekten Einstellung sind nur wenige Schritte nötig.

Schritt 1: Leitblech kontrollieren

Bevor Sie den Umwerfer einstellen, sollten Sie überprüfen, ob das äußere Leitblech des Umwerfers parallel zum großen Kettenblatt steht.

Gute Voraussetzung: das äußere Leitblech des Umwerfers steht parallel zum großen Kettenblatt.

Schritt 2: Abstand Leitblech zum Kettenblatt messen

Der Abstand zwischen der Unterkante des äußeren Leitblechs und den Zähnen des großen Kettenblatts, sollte 1-3 Millimeter betragen (im Bild zu groß). In dem abgebildeten Fall ist der Abstand vom Leitblech zu den Zähnen zu groß.

Ferner muss auch noch die Höhe vom Fahrradumwerfer präzise eingestellt werden. So sollten zwischen äußerem Leitblech sowie den Zähnen des größten Kettenblattes im Idealfall nur ca.

Schritt 3: Modus-Wandler anpassen

An der Unterseite aktueller Shimano-Schalthebel befindet sich der sogenannte Modus-Wandler. Je nach Art der Kurbel sollte er auf 2- oder 3-fach eingestellt sein. Die Wandler-Schraube für Zweifach- oder Dreifach-Schaltungen sitzt an der Unterseite der Schalthebel.

Schritt 4: Einstellen der unteren Begrenzung

Schalten Sie zur Einstellung der unteren Begrenzung aufs kleine Kettenblatt und größtes Ritzel. Dann stellen Sie mit der L-Schraube das innere Leitblech so ein, dass es die Kette gerade nicht berührt.

Der Schwenkbereich des Käfigs wird mit der L-Schraube nach innen begrenzt; so wird verhindert, dass die Kette Richtung Innenlager fallen könnte. Um den unteren Anschlag einzustellen, sollte erst einmal vorne auf das kleinste und im hinteren Bereich auf das größte Kettenblatt geschaltet werden. Danach können Sie über eine Drehbewegung der L-Schraube nach links oder auch nach rechts den Shimano-Umwerfer zum Rahmen hin oder auch weg von diesem bewegt werden - solange bis die perfekte Position gefunden ist.

Zur Info: Der untere Anschlag sollte nicht weiter als ca.

Zum Einstellen der unteren Begrenzung muss die L-Schraube am Umwerfer soweit gedreht werden, dass die Kette das innere Leitblech gerade nicht berührt.

Schritt 5: Einstellen der oberen Begrenzung

Schalten Sie aufs große Kettenblatt und kleinstes Ritzel. Justieren Sie nun mit der H-Schraube die äußere Begrenzung des Umwerfers. Die Kette soll einen minimalen Abstand zum äußeren Leitblech aufweisen.

Die zweite Schraube - die sogenannte H-Schraube - grenzt den äußeren Schwenkbereich ein; ein Abwerfen der Kette über das große Kettenblatt kann so vermieden werden. Hier müssen Sie erst einmal vorne auf das größte und hinten auf das kleinste Ritzel schalten. Für die Drehrichtung bei der H-Schraube ist das gleiche System anzuwenden wie bei der L-Schraube. Wenn der Abstand zwischen Fahrradkette und dem Anschlag nicht mehr als ca.

Mit der H-Schraube den Abstand der Kette zum äußeren Leitblech einstellen.

Schritt 6: Zugspannung einstellen

Als letztes stellen Sie die Zugspannung an der entsprechenden Schraube am Schalthebel ein. Drehen Sie hierfür die Zugspannungsschraube so weit, dass die Kette das Außenleitblech gerade nicht berührt.

Sind beide Anschläge sowie die Höhe millimetergenau eingestellt, sollte im Anschluss unbedingt auch die Spannung des Schaltzuges überprüft werden. Um zu sehen, ob die Fahrradkette präzise und störungsfrei zwischen den unterschiedlichen Kettenrädern hin- und herwandert, werden die einzelnen Gänge rauf- bzw. runtergeschaltet. Über die am Schalthebel befindliche Einstellschraube kann die Zugspannung gelockert bzw. erhöht werden, was ganz einfach werkzeugfrei per Hand erledigt werden kann.

Im letzten Schritt wird an der Schraube am Schalthebel die Zugspannung justiert.

Zusätzliche Hinweise und Tipps

Mit einer gut eingestellten Schaltanlage macht auch die nächste Fahrt mit Gefälle und Steigung auch wieder richtig Spaß!

Wenn die Kettenschaltung des Fahrrads nicht mehr richtig arbeitet, ist häufig der Umwerfer schuld. Ihn wieder richtig zu justieren, ist gar nicht so schwer.

Da Du beim Justieren immer wieder Schalten musst und sich das Hinterrad dafür frei drehen können muss, empfehlen wir Dir, Dein Bike in einen Montageständer zu hängen. Ein Ständer, der nur das Hinterrad anhebt, tut es natürlich auch.

Beim Einstellen des Umwerfers ist es auch nötig, hinten zu schalten. Das Schaltwerk solltest du darum also schon eingestellt haben.

Wichtige Komponenten und ihre Funktionen

Im Grunde geht es nur um drei Schrauben:

  • Die Einstellschraube für die Zugspannung: Sie befindet sich am Schalthebel, häufig auf der linken Seite des Lenkers.
  • Die H-Schraube: Mit ihr wird die obere Begrenzung justiert, sodass die Kette nicht vom größten Kettenblatt fällt (oberen Anschlag einstellen).
  • Die L-Schraube: Mit ihr stellt man die untere Begrenzung des Umwerfers ein, sodass die Kette nicht vom kleinsten Kettenblatt fällt (unteren Anschlag einstellen).

Die H-Schraube begrenzt den Schwenkbereich des Umwerfers nach rechts, sodass die Kette nicht über das große Kettenblatt nach außen fallen kann. Die L-Schraube beschränkt den Aktionsradius des Umwerfers nach innen. Dadurch wird verhindert, dass die Kette beim Schalten über das kleine Kettenblatt hinaus Richtung Innenlager fällt.

Troubleshooting: Was tun bei Problemen?

Du hast alle Einstellungen vorgenommen und geprüft, aber Dein Umwerfer macht trotzdem noch Probleme? Hier eine Liste, woran es liegen könnte und was Du dann tun kannst:

  • Ist das Leitblech des Umwerfers verbogen oder hat deutliches Spiel, dann solltest Du einen neuen verbauen.
  • Sind Kette oder Kettenblätter verschlissen, kann das die Schaltqualität beeinflussen.
  • Einzelne Zähne an den Kettenblättern sind verbogen: Dann kannst Du vorsichtig versuchen, sie mit einer Zange geradezubiegen. Das ist aber eher eine Notlösung - ein neues Kettenblatt wird früher oder später dennoch fällig.
  • Der Schalthebel lässt sich nur mit viel Kraft betätigen? Überprüfe den Zustand des Schaltzuges und der Hülle und wechsle sie gegebenenfalls.
  • Das genügt nicht? Prüfe, ob sich der Umwerfer von Hand bewegen lässt. Reinige ihn bei Bedarf und schmiere die Drehpunkte mit etwas Öl.
  • Der Schalthebel greift nicht oder hakt: Nach einiger Zeit kann die Schmierung in der Mechanik verharzen. Sprühe etwas Kriechöl hinein und lasse es einwirken. Oft genügt das schon.
  • Es kann sein, dass Du die Zugspannung nach einigen Schaltvorgängen noch einmal nachstellen musst. Neue Zughüllen und Endkappen können sich noch setzen.

Falls Du weiterhin Probleme beim Einstellen hast und nicht weiter kommst, melde Dich immer gerne bei unserem Service-Team.

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