Shimano Bremsbeläge E-Bike Test: Ein umfassender Vergleich

Die Wahl der richtigen Bremsbeläge ist entscheidend für die Sicherheit und Leistung Ihres E-Bikes. Angesichts der höheren Geschwindigkeiten und des zusätzlichen Gewichts von E-Bikes ist eine zuverlässige Bremsanlage unerlässlich. In diesem Artikel vergleichen wir verschiedene Bremsbeläge, insbesondere von Shimano, und geben Ihnen eine Kaufberatung, damit Sie die beste Wahl für Ihre Bedürfnisse treffen können.

Die besten Scheibenbremsbeläge: Wählen Sie Ihren persönlichen Testsieger aus der Bestenliste

Hier ist eine Übersicht einiger der besten Scheibenbremsbeläge, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind:

Tektro E10.11

Der Tektro E10.11 ist ein Vergleichssieger mit sehr guter Bewertung. Das Produkt überzeugt durch seine herausragende Qualität und eine Pad-Zusammensetzung mit halbmetallischem, mitteldichtem Charakter. Die E10.11 Scheibenbremsbeläge von Tektro zählen zu den wenigen Bremsbelägen aus der Vergleichstabelle, die mit vielen Bremssystemen kompatibel sind.

Technische Details:
  • Modell: Tektro E10.11
  • Material Bremsbelag: Semi-metallisch
  • Bremskraft: Sehr hoch
  • Vorteile: sehr hohe Bremskraft, geringer Verschleiß, geringe Wärmeleitung, mit sehr vielen Bremssystemen verwendbar
  • Nachteile: vergleichsweise hoher Verschleiß

Die E10.11 Scheibenbremsbeläge sind mit Bremssystemen wie Shimano Deore, Altus, SLX, XT, XTR, Saint Tektro Auriga, Orion, Draco, Draco 2, Aquila und Dorado kompatibel.

Tektro P20.11

Das Tektro P20.11 Hochleistungsscheiben-Pad enthält zwei Sets mit metallisch-keramischer Mischung und ist in der Farbe Rot erhältlich. Mit hochwertigen Eigenschaften bietet es die gewünschte Leistung und Qualität für optimale Bremsanforderungen.

Technische Details:
  • Modell: Tektro P20.11
  • Material Bremsbelag: Semi-metallisch
  • Bremskraft: Sehr hoch
  • Vorteile: sehr hohe Bremskraft, geringer Verschleiß, geringe Wärmeleitung, mit sehr vielen Bremssystemen verwendbar
  • Nachteile: vergleichsweise hoher Verschleiß

Die Scheibenbremsanlage P20.11 von Tektro ist mit Orion- und Auriga Pro-Anlagen kompatibel.

Miles Racing MI-MET-65

Die semi-metallischen Scheibenbremsbeläge begeistern in unserem Vergleich mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei einem vergleichsweise geringen Verschleiß bieten sie dennoch eine hohe Bremskraft, was uns besonders wichtig ist.

Technische Details:
  • Modell: Miles Racing MI-MET-65
  • Material Bremsbelag: Semi-metallisch
  • Bremskraft: Besonders hoch
  • Vorteile: längere Nutzungsdauer, bessere Wärmebeständigkeit, TÜV Süd geprüft / EN 14802
  • Nachteile: vergleichsweise hohe Wärmeleitung

Die Scheibenbremsbeläge von Miles Racing bestehen aus organischen Reibstoffen sowie Eisen-, Kupfer und Kevlarzusätzen, die per Resin miteinander verklebt werden. Sie erfüllen somit den Standard EN 14802, der eine starke Belastung bestätigt.

Miles Racing Fahrrad-Scheibenbremsbeläge

Die Miles Racing Fahrrad Scheibenbremsbeläge sind im Vergleich zu anderen Bremsbelägen eine überzeugende Wahl. Uns gefällt die hohe Temperaturbeständigkeit und die zuverlässige Bremskraft, die durch die spezielle Belags-Mischung mit hohem Eisen- und Kupferanteil gewährleistet wird. Zudem bieten sie perfekte Kontrolle bei allen Wetterverhältnissen und eine lange Lebensdauer.

Technische Details:
  • Modell: Miles Racing Fahrrad-Scheibenbremsbeläge
  • Material Bremsbelag: Semi-metallisch
  • Bremskraft: Besonders hoch
  • Vorteile: temperaturbeständig, zuverlässiges Bremsen, sehr vielseitig
  • Nachteile: vergleichsweise hohe Wärmeleitung

Laut den Angaben des Herstellers sind die Miles Racing Fahrrad-Scheibenbremsbeläge für Touring, Mountainbiking und Downhill geeignet.

Miles Racing MI-MET-25

Die MI-MET-25 von Miles Racing sind gute semi-metallische Scheibenbremsbeläge, die eine hohe Bremsleistung bei allen Wetterverhältnissen bieten. Sie gelten als robust und temperaturbeständig, was uns überzeugt hat.

Technische Details:
  • Modell: Miles Racing MI-MET-25
  • Material Bremsbelag: Semi-metallisch
  • Bremskraft: Besonders hoch
  • Vorteile: perfekte Kontrolle, hohe Passform, Rennsport getestet
  • Nachteile: vergleichsweise hohe Wärmeleitung

Grundsätzlich sind die Scheibenbremsbeläge für Mountainbikes geeignet, aber es kann eine Einschränkung durch verschiedene Fahrradtypen von Shimano geben. Die Scheibenbremsbelägen haben einen hohen Kupfer- und Eisenanteil, sodass sie gegenüber höheren Temperaturen widerstandsfähig sind.

Shimano Bremsbeläge B01S

Bei den Shimano Bremsbelägen B01S handelt es sich unserer Auffassung nach um ein sehr gutes Produkt, da sie in sehr vielen Bremssystemen verwendet werden können und sich durch eine geringe Wärmeleitung auszeichnen. Ihr Nachteil ist der relativ schnelle Verschleiß.

Technische Details:
  • Modell: Shimano Bremsbeläge B01S
  • Material Bremsbelag: Resin - organisch
  • Bremskraft: Hoch
  • Vorteile: mit sehr vielen Bremssystemen verwendbar, sehr geringe Wärmeleitung
  • Nachteile: vergleichsweise hoher Verschleiß

Die Bremsbeläge B01S der Marke Shimano sind mit Shimano Deore, Altus, SLX, XT, XTR, LX, Acera, Nexavave sowie vielen weiteren Fahrradprofilen kompatibel.

Reverse 01853

Wir sind überzeugt, dass das Reverse Scheibenbremsbelag organisch für Avid Elixir im Vergleich zu anderen Alternativen eine hervorragende Wahl darstellt. Seine organische Zusammensetzung und die spezifische Ausrichtung auf Avid Elixir machen ihn zu einer passgenauen und qualitativ hochwertigen Option, die unsere Anforderungen an Bremsleistung und Produktqualität erfüllt.

Technische Details:
  • Modell: Reverse 01853
  • Material Bremsbelag: Resin - organisch
  • Bremskraft: Hoch
  • Vorteile: mit vielen Bremssystemen verwendbar, sehr geringe Wärmeleitung
  • Nachteile: ...

MTB-Bremsbeläge für Shimano Stopper

Die Reibflächen der Bremsbeläge entscheiden im Ernstfall über Wohl oder Wehe. Idealerweise dürfen die Beläge nur wenig Hitze an den Bremssattel übertragen, damit die Bremsleistung nicht abfällt.

  • Dosierbarkeit: 20 Prozent der Endnote
  • Standfestigkeit: 30 Prozent der Endnote
  • Verschleißbild: 20 Prozent
  • Bremskraft (trocken): 20 Prozent
  • Bremskraft (nass): 10 Prozent

Unser Test zeigt, dass sich "Weisheiten" über die Belagmischungen nicht immer verallgemeinern lassen.

Bremsbeläge im Test: Details und Ergebnisse

Hier ist eine Zusammenfassung der getesteten Bremsbeläge mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen:

Kool-Stop D160

  • Vorteile: Top Verschleiß
  • Nachteile: Leichtes Fading bei hohen Temperaturen, etwas schwache Nasswertung

Kool-Stop D160S

  • Vorteile: Höchste Bremskraft bei Nässe, keine Schwäche bei extremen Temperaturen
  • Nachteile: Kann laut werden

Magura 7.C

  • Vorteile: Starke Bremswerte, sicher bis in höchste Temperaturbereiche
  • Nachteile: Relativ hoher Verschleiß

Magura 7.P

  • Vorteile: Genauso stark, aber besserer Verschleiß als der hauseigene 7.C
  • Nachteile: Bei extremer Hitze etwas früher an der Grenze

Swissstop Disc 30

  • Vorteile: Starker, bissiger Belag
  • Nachteile: Zu frühes, leichtes Fading, nur durchschnittliche Laufleistung

Swissstop Disc 30 E

  • Vorteile: Guter E-Bike-Belag
  • Nachteile: Verliert mehr Material auf der Magura MT6, Temperaturgrenze von 300 °C

Reverse Air-Con

  • Vorteile: Guter Systembelag mit separater, gut funktionierender Kühlplatte, gute Bremskraft
  • Nachteile: Leichtes Initial-Fading

Reverse Disc Organic

  • Vorteile: Noch gute Bremskraft
  • Nachteile: Starkes Fading, hoher Verschleiß an der XT-Scheibe

Shimano G02A

  • Vorteile: Sehr niedriger Verschleiß, höchste Bremskraft auf der XT mit Ice-Tech-Scheibe
  • Nachteile: Leichtes Fading ab 300 °C

Shimano J02A

  • Vorteile: Bärenstark und langlebig wie der G02A-Belag
  • Nachteile: Ähnliches Initial-Fading ab 300 °C wie der Bruder

Besonderheiten bei E-Bikes

Bei E-Bikes steigen die Systemgewichte, und die Fahrgewohnheiten ändern sich. Um den hohen Ansprüchen gerecht zu werden, empfehlen wir generell den Einsatz von großen 203mm Bremsscheiben am Vorder- und 180mm Discs am Hinterrad. Beim Bremsbelag gibt es drei Arten: Organische, Semimetall und Sintermetall.

  • Organische Beläge: Vorteile in Geräuschentwicklung, Dosierbarkeit, Einbremszeit und Hitzeschirmung
  • Sintermetallbeläge: Oft besser beim Verschleiß und der Hitzebeständigkeit

Wichtige Faktoren beim Kauf von Bremsbelägen

Beim Kauf von Bremsbelägen sollten Sie folgende Faktoren berücksichtigen:

  • Material: Organisch, semi-metallisch oder gesintert
  • Kompatibilität: Passend für Ihr Bremsmodell
  • Bremskraft: Abhängig von Ihrem Fahrstil und den Streckenbedingungen
  • Verschleiß: Wie schnell nutzen sich die Beläge ab?
  • Wärmeleitung: Wie gut leiten die Beläge Wärme ab?

Es ist ratsam, einen Fachhändler aufzusuchen oder sich für genau die Beläge zu entscheiden, die Sie austauschen möchten. Sofern man mit der Bremsleistung zufrieden war, spricht nichts dagegen, dieselben Bremsbeläge wieder zu verbauen. Beim Tausch der Bremsbeläge sollte immer die gesamte Bremse untersucht werden.

Tabelle: Vergleich ausgewählter Bremsbeläge

Bremsbelag Material Trägerplatte Material Bremsbelag Bremskraft Verschleiß Wärmeleitung Kompatibilität Geeignet für
Tektro E10.11 Stahl Semi-metallisch Sehr hoch Geringer Verschleiß Geringe Wärmeleitung Sehr hoch Viele Fahrprofile
Tektro P20.11 Stahl Semi-metallisch Sehr hoch Geringer Verschleiß Geringe Wärmeleitung Sehr hoch Viele Fahrprofile
Miles Racing MI-MET-65 Stahl Semi-metallisch Besonders hoch Sehr geringer Verschleiß Geringe Wärmeleitung Sehr hoch Performance-Bereich: MTB, Downhill
Shimano B01S Stahl Resin - organisch Hoch Relativ hoher Verschleiß Sehr geringe Wärmeleitung Hoch Viele Fahrprofile

Hinweis: Einige Bremsscheiben sind nur für den Einsatz von Sintermetall oder organischen Belägen konzipiert. Hier sollte man sich an die Herstellerangabe des Bremsscheibenherstellers halten.

Einbremsen der Bremsbeläge

Wer seine Bremsbeläge gewechselt hat, egal ob für Scheibenbremsen oder die Bremsschuhe für die V-Brake bzw. Felgenbremse, der sollte die neuen Bremsen einbremsen. Das hat den Hintergrund, dass die Beläge und Bremsschuhe nicht immer einwandfrei plan und glatt sind. Auch kann die Felge oder die Bremsscheibe durch die die alten Beläge minimale Veränderungen aufweisen.

Beim Einbremsen werden erste Unebenheiten von den neuen Bremsbelägen „abgebremst“ und an die Bremsscheibe bzw. die Felge angepasst. So wird sichergestellt, dass die Bremse um Ernstfall ihre volle Bremsleistung entfalten kann.

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