Shimano Bremsen Tabelle: Übersicht und Kaufberatung

Klar ist, je teurer eine Schaltgruppe ist, desto besser und leichter ist sie auch. Doch muss es natürlich nicht immer eine XT oder XTR Schaltung sein. Für den Durchschnittsmountainbiker reicht auch eine Alivio oder Deore Schaltung völlig aus, um sportliche Touren zu machen oder Spaß auf den Trails zu haben. Auch diese Schaltungen haben sich lange bewährt und garantieren lang anhaltenden Fahrspaß. Oftmals kommt in den günstigeren Schaltgruppen die gleiche Technik zum Einsatz, lediglich das Material unterscheidet sich.

Und wie der Name „Gruppe“ schon vermuten lässt: Eine Schaltgruppe besteht meist aus Schaltwerk (hinten), Umwerfer (vorne), Kurbelgarnituren, Kassetten, Kettenblätter, Schalthebeln, Bremshebeln und den dazugehörigen Scheibenbremsen. Manchmal werden vom Hersteller des Fahrrads aber auch Komponenten ausgetauscht, sodass die Teile nicht alle der gleichen Gruppe angehören.

Shimano Schaltgruppen im Überblick

  • Shimano Tourney: Für Einsteiger- und Freizeit-Fahrräder konzipiert, bietet sie eine einfache Schaltung mit ausreichend Gängen und ist preisgünstiger. Die Schaltung ist robust und zuverlässig, aber nicht so leistungsstark und präzise wie höherwertige Schaltgruppen.
  • Shimano Altus: Eine der Einstiegs-Schaltgruppen von Shimano, die eine solide Leistung zu einem erschwinglichen Preis bietet.
  • Shimano Acera: Mit der Acera-Schaltung kannst du erste Erfahrungen im Gelände sammeln.
  • Shimano Alivio: Eine hochwertige Komponentengruppe, die für Alltagsfahrten und leichtes Gelände geeignet ist. Sie zeichnet sich durch reibungslose und präzise Schaltvorgänge aus und verfügt über ein stilvolles und modernes Design. Im Vergleich zur Acera Schaltgruppe bietet die Alivio Schaltgruppe eine höhere Qualität.
  • Shimano Deore: Eine hochwertige und leistungsstarke Schaltgruppe, die für den Einsatz im Gelände und für Mountainbike-Touren geeignet ist. Sie zeichnet sich durch ihre Robustheit und Zuverlässigkeit aus, die auch bei schwierigen Bedingungen und rauem Gelände eine hervorragende Leistung bietet. Die Deore Schaltgruppe verfügt auch über ein aktuelles, zeitloses Design. Im Vergleich zu günstigeren Shimano Schaltgruppen bietet die Deore Schaltgruppe eine noch höhere Qualität und Leistung.
  • Shimano SLX: Die Shimano SLX Schaltgruppe bietet viele Vorteile für Mountainbiker. Zum Beispiel ist sie sehr langlebig und zuverlässig, sodass du dich auf sie verlassen kannst, wann immer du unterwegs bist. Sie ist leicht und kompakt, was sie zu einer sehr guten Wahl macht. Darüber hinaus ist sie sehr präzise und bietet ein reibungsloses Schaltverhalten, sodass du immer mit der richtigen Übersetzung unterwegs bist.
  • Shimano Deore XT: Die Shimano Deore XT Schaltgruppe ist eine hochwertige Komponentengruppe für Mountainbikes, die sich durch ihre zuverlässige Schaltleistung, ihre präzisen Gangwechsel und ihre robuste Bauweise auszeichnet. Sie bietet auch ein breites Übersetzungsverhältnis, sodass du in jeder Situation einen passenden Gang findest.
  • Shimano XTR: Die XTR Schaltgruppe ist für Fahrer entwickelt, die höchste Anforderungen an die Leistung ihres Mountainbikes stellen. Sie bietet eine schnelle und präzise Schaltung und eignet sich für anspruchsvolle Trail-Sessons oder auch den beliebten Alpencross. Mit dieser Ausstattung stehen dir alle Möglichkeiten offen.

MTB-Bremsen: Aktuelle Entwicklungen und Kaufberatung

Heutzutage kommen quasi alle Serien-Bikes mit seriösen Scheibenbremsen in den Handel. Sogar im "Billigsegment" gibt es Stopper wie Shimanos MT520, die in Sachen Bremskraft und Standfestigkeit jeden Hobby-Mountainbiker erst mal zufriedenstellen dürften. Dennoch gilt wie immer: Das Bessere ist der Feind des Guten. Und wer sich auf seine Stopper zu 100 Prozent verlassen kann, bremst nicht nur besser, der fährt auch besser.

Checkliste für den MTB-Bremsenkauf

  1. Was für ein Bike habe ich? Eine Downhill-Bremse an ein artgerecht eingesetztes XC-Racebike zu schrauben ist so sinnvoll wie Traktorenreifen am Formel-1-Boliden. Umgekehrt gilt das noch viel mehr: Leichte XC-Stopper haben an einem Enduro oder gar einem E-MTB nix verloren. Gar nix!
  2. Wo fahre ich? Als friesischer Deichfahrer bremst vermutlich schon der Gegenwind genug, in den bayrischen, österreichischen, Schweizer oder Südtirol-Alpen haben unsere Leser aber nicht selten 1500 und mehr Tiefenmeter vor dem Stollenreifen. Ist also maximale Standfestigkeit gefragt (lange Abfahrten!), dann gibt es nur ein Rezept, keine Diskussionen: dicke Bremsen, große Scheiben.
  3. Was wiege ich? Ein 60-Kilo-Flo kann mit einer 180/160-mm-Scheibenkombi und einer Zwei-Kolben-Bremse auch am Trailbike glücklich werden, ein gestandenes 90-Kilo-Mannsbild (Klamotten, Rucksack und Hüttenjause nicht mitgerechnet) wird mit so einer Bremse auch zum Stillstand kommen. Aber dort lange verweilen, um die überhitzten Bremsen zu beruhigen. Also, sei’n Sie ehrlich zu sich.
  4. Was mag ich? Wer es gefühlvoll liebt, greift zu Stoppern mit feinster Modulation, wer stets im letzten Moment in die buchstäblichen Eisen geht, nimmt die Brachialbremse. Hier lohnt auch Detail-Tuning, etwa bei den Belägen.

Bremsscheiben: Welche Bremsscheibengröße brauche ich?

Je größer die Scheibe, desto höher die Bremskraft. Im Mittel aller unserer Bremsentests erreichte eine 180-mm-Disc nur 86 Prozent der Bremskraft einer 200-mm-Scheibe. Bei 160 mm sind es 77 Prozent. Einige Hersteller bieten noch größere Rotoren mit noch mehr Durchmessern (um 220mm) an, die noch giftiger zubeißen sollen. Gleichzeitig gelten sie als standfester bei schweren Fahrern oder massiven E-Mountainbikes in langen Abfahrten.

Bremsbeläge: Welcher Belag ist für meinen Einsatzzweck am MTB ideal?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen organischen und metallischen Bremsbelägen. Diese haben bei verschiedenen Herstellern unterschiedliche Namen wie "gesintert", "metallisch" oder eine Typenbezeichnung.

  • Organische Bremsbeläge nutzen sich schneller ab, weil sie etwas weicher sind, bieten meist aber auch eine bessere Bremsperformance.
  • Metallische Beläge bremsen dementsprechend nicht ganz so bissig, halten aber auf langen Abfahrten besser durch.
  • Semi-metallische Bremsbeläge bieten gute Bremskraft bei verbesserter Haltbarkeit.

XC/Marathon-Bremsen

Im Cross-Country- und Marathon-Rennsport kommt es auf jedes Gramm an, daher fallen Race-Bremsen entsprechend leicht aus. Nur zwei Kolben pro Bremssattel, wenig "Fleisch" an Nehmer und Geber sowie teure Materialien wie Carbon (am Hebel) und Titan (als Hardware) stehen auf dem Diätplan. Auch viele Tourenbiker schwören auf die leichten Stopper - aber ob sich da die Grammfuchserei wirklich lohnt?

Beispiele für XC-Bremsen:

  • Shimano XTR BR/BL M9100: Maximale feine Dosierbarkeit, hohe Standfestigkeit, extrem geringen Wartungsaufwand. Hebelweg und Reaktionszeit sollen um 30 Prozent geringer sein als bei der Vorgängerin. Wiegt 204 g.
  • SRAM Level: Vereint exzellente Modulation mit solider Bremskraft. Das Gewicht mit ungekürzter 95-cm-Bremsleitung beträgt 242g.
  • Magura MT8 SL: Superleichtes SL Modell serienmäßig mit dem HC-Carbonbremshebel ausgestattet. Das drückt das Gewicht: 450g wiegt das Paar mit langen 2200mm Leitungen.
  • Trickstuff Piccola Carbon: Dieser Hauch von einer Bremse wiegt mit 70-cm-Kevlarleitung nur 158 g. Dennoch brillierte die Eloxalschönheit in unserem Langzeittest mit richtig Power und erstaunlicher Standfestigkeit.

Trail/All-Mountain-Bremsen

Im riesigen Segment von der Tour bis zum leichten Enduro-Einsatz fühlen sich 80 Prozent unserer Leser zu Hause. Um sich dort auch wohlzufühlen, braucht es eine potente Bremse. Schließlich werden die Bikes mit 120- 150 mm Federweg immer besser - und ihre Besitzer entsprechend mutiger. Dominierten in der Klasse einst Zwei-Kolben-Bremsen, sind jetzt Stopper mit vier Kolben Standard. Und statt zu 180/180- oder gar 180/160-mm- Rotoren greifen Trailjunkies jetzt zu 200/180 mm.

Beispiele für Trail/All-Mountain-Bremsen:

  • Shimano XT BR/BL M8100: Standfest, kräftig, ergonomisch, sorglos - genau das, was Trailbiker wünschen. Die Vier-Kolben-Variante names M8120 ist sehr empfehlenswert und hochperformant.
  • SRAM G2: Dosierbarkeit, Ergonomie, Power, Standfestigkeit - alles prima.
  • Magura MT Trail SL: Vorne Hard, hinten Softcore: Die Schwaben verbauen bei der MT Trail an der Gabel den bockstarken VierKolbenSattel der MT5/MT7 und heckwärts den leichten Nehmer der MT6/MT8 (zwei Kolben).

E-Mountainbike, Enduro und Downhill-Bremsen

Wer ein schweres, dem Bergabradfahren zugeneigtes Bike sein Eigen nennt, der sollte bei der Bremse keine Kompromisse eingehen: Kraft, Standfestigkeit, Dosierbarkeit, Ergonomie - hier zählt nur das Beste vom Besten. Auch am E-MTB sind diese Verzögerer klar die beste Wahl.

Beispiele für E-Mountainbike, Enduro und Downhill-Bremsen:

  • Trickstuff Maxima: Trotz ihrer brutalen Verzögerungskraft ist die Bremse brillant dosierbar - wenn man sich an die progressive Hebelübersetzung gewöhnt hat.
  • Formula Cura 4: Die massiven Cura-4-Stopper, die es auch gold eloxiert oder silber poliert gibt.
  • Magura MT7 Pro: Die massiven Vier-Kolben-Anker vermengen extraordinäre Bremskraft, gelungene Modulation und geringen Wartungsaufwand zu einer Bremse der Extraklasse.

Verglaste Scheiben-Bremsbeläge von Shimano richten

Ein Quietschen der Shimano Bremsen beim Betätigen ist immer ein Warnsignal. Gehen Sie dann umgehend auf Fehlersuche, denn eine optimal eingestellte und passend funktionierende Scheibenbremse von Shimano sollte keine Geräusche von sich geben. Bauen Sie dazu die Shimano Bremsbeläge aus und schauen diese genau an. Bei einem verglasten Bremsbelag fühlt sich die Oberfläche um einiges glatter an und schimmert ein wenig, wenn das Licht darauf fällt.

Wie entsteht das Verglasen von Shimano Scheibenbremsen?

  1. Die Bremsbeläge der Scheibenbremsen wurden zumeist nicht korrekt eingebremst.
  2. Es wurde über einen längeren Zeitraum selten und mit nur sehr wenig Druck gebremst wurde und das dauerhaft. Es wurde also eher oft „schleifend“ gebremst, anstatt „stotternd“ bzw. kraftvoll.

Verglaste Scheiben-Bremsbeläge von Shimano richten bzw.

Am besten ist es eigentlich verglaste Disc-Beläge auszutauschen und die neuen dann auch wie vorgegeben gut einzubremsen. Nur dann gehen Sie wirklich auf Nummer sicher, dass die Bremsen immer optimal und sicher greifen. Wenn Sie die Bremsbeläge jedoch - aus Zeit- und / oder Kostengründen - nicht wechseln möchten, dann können Sie mit etwas handwerklichem Geschick die Bremsbeläge wieder richten und voll funktionsfähig bekommen.

Anleitung zur Reparatur verglaster Bremsbeläge:

  1. Versuchen Sie als erstes die verglaste Schicht von den Bremsbelägen „abzubremsen“.
  2. Wenn das „Abbremsen“ nicht hilft, dann ist es nötig, die verglaste Schicht manuell zu entfernen.
  3. Legen Sie dann Schleifpapier (mit Körnung 100 bis 150) auf eine glatte Oberfläche, wie z.B. Tisch, Werkbank etc., und gehen mit den Bremsbelägen dann vorsichtig einige Male kreuzweise drüber.
  4. Die Bremsschuhe von Shimano werden dann wieder eingebaut und Sie können sich aufs Fahrrad setzen, um gut 20 bis 30 Vollbremsungen (moderat!) mit der Bremse durchzuführen.

Wichtige Aspekte bei der Auswahl von MTB-Bremsen

Nicht nur bei Mountainbikes, sondern auch bei Autos ist die Bremse als "sicherheitsrelevantes Bauteil" eingestuft. An dieser Stelle solltest Du also auf keinen Fall sparen! Genauso, wie Du vor jeder Fahrt den Druck Deiner Reifen kontrollierst, solltest Du ebenfalls den Zustand Deiner Bremsbeläge, die Dichtigkeit von Bremszylindern und -schläuchen sowie den Druckpunkt Deiner Bremse prüfen.

Abgefahrene Bremsbeläge können Deine Bremsscheibe beschädigen und, natürlich, zu Bremskraftverlust führen. Undichte Hydraulikleitungen verlieren Öl, was nach gewisser Zeit zu einem Komplettausfall Deiner Bremsanlage führen kann.

Auswahl der Bremsbeläge

Der Unterschied bei Fahrrad-Bremsbelägen ist recht einfach. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen organischen und metallischen Bremsbelägen.

  • Wer vor allem gute Bremskraft möchte oder eher im Nassen unterwegs ist, sollte zu organischen Bremsbelägen greifen.
  • Metallische Beläge gibt es von jeder Marke und auch von Drittherstellern.
  • Wer sich etwas mehr Bremspower aber auch langlebige Bremsbeläge wünscht, kann auf die semi-metallischen Bremsbeläge zurückgreifen.

Austausch der Bremsbeläge

Dein Mountainbike verschleißt Bremsbeläge genauso wie Reifen. Manche halten dabei länger, manche kürzer. Wichtig ist, sie in regelmäßigen Abständen zu tauschen.

  1. Das jeweilige Rad muss ausgebaut werden, um bequem an die Bremsbeläge zu kommen.
  2. Nun wird die Belagssicherung entfernt, oft handelt es sich hierbei um eine Schraube, die Beläge und Bremszange verbindet.
  3. Alte Beläge raus, neue Beläge rein und alles so einsetzen, wie zuvor.
  4. Festziehen, Rad einbauen und dann die Brems auf gerader Strecke einbremsen.

Bremsscheiben

Welchen Bremsscheibendurchmesser hast Du? Brauchst Du vorne statt der kleineren 180mm Scheibe vielleicht eine 200mm große für mehr Bremspower und Widerstand gegen Fading? Auch wichtig ist die Montage. Hier unterscheidet man hauptsächlich zwischen 6-Loch und Centerlock.

Montage der Bremse

Natürlich bleibt alles Theorie, wenn Du die Bremse nicht an Dein Mountainbike montierst. Dafür musst Du die Bremsleitungen an oder in Deinem Rahmen verlegen. Von vielen Herstellern gibt es gerade für die interne Verlegung Montagekits, sodass Du nicht Stunden damit verbringst.

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