Funktionstüchtige Bremsen sind das A und O bei der Handhabung Ihres Fahrrads! Wer bei seinem Drahtesel zum Thema Sicherheit gelangt, landet früher oder später immer bei den Fahrradbremsen. Gerade, wenn Sie mit Ihrem Mountainbike oder Rennrad bei hohen Geschwindigkeiten unterwegs sind, müssen Sie sich auf Ihre Bremsen verlassen können. Doch beim Thema Bremsen und Schaltungen wird es dem Laien meist zu kompliziert.
Die häufigst gestellten Fragen bleiben: Wie wirkt meine Fahrradbremse? Welche Bremse ist die richtige für meinen Radtyp? Hier den Überblick zu bewahren ist nicht ganz einfach. Doch im Rausch der Geschwindigkeiten müssen Sie verstehen, wie die Bremse wirkt und wie sie ihre Wirkung entfaltet. In unserem Fahrradbremsen Test erfahren Sie, welche Bremstypen auf dem Markt existieren und welche Vor- und Nachteile diese haben. Außerdem beantworten wir wichtige Fragen zu Ihrer Fahrradbremse, bspw. ob Sie diese einbremsen müssen oder wie oft Sie die Bremsen checken sollten.
Warum gute Bremsen wichtig sind
Warum Sie an Ihrem Fahrrad eine Bremse verbauen lassen sollten, müssen wir Ihnen natürlich nicht explizit erklären. Doch es ist ganz interessant zu erfahren, wie die derzeitige Situation auf dem „Bremsenmarkt“ ist. Denn dort herrscht nie Stillstand, sondern neue und bessere Methoden werden gesucht. Neue Einbauteile verändern und verbessern die bestehenden Bremsen. Das ist auch gut und richtig so, denn auch die Fahrräder an sich verändern sich ständig. Fahrradbremsen entscheiden im Endeffekt darüber, wie sicher und bequem Sie durch die Straßen Ihrer Stadt kommen. Sie entscheiden, wie Sie auf Gefahren im Straßenverkehr reagieren, z. Bsp. plötzlich auftauchende Fußgänger oder bremsende PKWs. Zudem sind Sie der entscheidende Punkt, wie schnell Sie auf diese veränderten Zustände reagieren können.
Achtung: Eine schlechte oder schlecht gewartete Bremse gefährdet dabei nicht nur Sie, sondern im Härtefall auch die Leben anderer Verkehrsteilnehmer.
Verschiedene Bremstypen im Überblick
Beide Bremstypen haben dabei natürlich ihre Vor- und Nachteile. Innerhalb dieser Kategorien gibt es jedoch noch viele verschiedene Bremsarten: Ob V-Brakes, Scheibenbremsen oder Felgenbremsen - Die Auswahl in Fachläden ist heutzutage riesengroß. Felgenbremsen sind auf heutigen Fahrrädern am häufigsten verbaut. Sie erreichen ihre Wirkung allein dadurch, dass die Bremsbeläge auf die Felgenflanken des Laufrads aufdrücken. Die Bremswirkung entsteht durch die dabei entstehende Reibung. Alle Bremsbeläge bei Felgenbremsen bestehen großteils aus einer Gummimischung. Innerhalb aller Felgenbremsen unterscheiden wir von Profirad nochmals sogenannte Cantilever-Bremsen und Zangenbremsen. Je nach Montageart und Bauform gibt es auf dem Radmarkt daher zahlreiche unterschiedliche Felgenbremsen.
Felgenbremsen
Felgenbremsen sind auf heutigen Fahrrädern am häufigsten verbaut. Sie erreichen ihre Wirkung allein dadurch, dass die Bremsbeläge auf die Felgenflanken des Laufrads aufdrücken. Die Bremswirkung entsteht durch die dabei entstehende Reibung. Alle Bremsbeläge bei Felgenbremsen bestehen großteils aus einer Gummimischung. Innerhalb aller Felgenbremsen unterscheiden wir von Profirad nochmals sogenannte Cantilever-Bremsen und Zangenbremsen. Je nach Montageart und Bauform gibt es auf dem Radmarkt daher zahlreiche unterschiedliche Felgenbremsen.
Cantilever-Bremsen
Eine Cantilever-Bremse (von englisch: Cantilever, ~ „Kragarm“) ist vom Prinzip her eigentlich auch eine Zangenbremse. Im Gegensatz zu letzterer besitzen Cantilever-Bremsen aber zwei separate Bremsarme auf jeweils einer Seite der Felge. Um diese Bremse an Ihrem Fahrrad verbauen zu lassen, benötigen Sie einen „Canti-Sockel“. Diese entsprechende Halterung am Rahmen des Bikes ermöglicht es, solche Bremsen einzubauen.
V-Brake
Eine V-Brake wird seit den 1990er-Jahren auf den allermeisten Fahrrädern verbaut. Sie besitzt einen separaten Querzug und hat somit eine höhere Hebelwirkung. Das Besondere: Der Bremszug kommt bei V-Brakes von der Seite herunter, nicht von der Mitte!
U-Brake
Die U-Brake könnte man als Vorläufer der V-Brakes bezeichnen. Sie ist aber, im Gegenzug zu letzterer, eine Mittelzugbremse und wurde vor allem in den 1980er-Jahren an Mountainbikes verbaut. Die beiden Aufhängepunkte am Sockel sind jeweils überhalb der Felge montiert.
Mittelzug-Bremse
Ja, U-Brakes sind auch Mittelzugbremsen, aber unterscheiden sich in einem wichtigen Punkt von „klassischen“ Mittelzugbremsen. Die Aufhängepunkte am Sockel sind bei klassischen M-Bremsen unterhalb der Felge montiert. Sonst wird hier noch ganz klassisch, wie bei der U-Brake, der Bremszug in der Mitte des Fahrrads nach unten geführt.
Roller-Cam-Bremse
Noch ein Vorläufer gefällig? Roller-Cam-Bremsen waren einst die Vorläufer der U-Brakes und benutzen - Achtung, es wird kompliziert! - dreiseitige Exzenter mit gebogenen Seiten, an dessen flachen Enden der Bremszug befestigt wird. Heißt im Endeffekt aber nichts anderes, als dass diese Bremsen eine höhere Hebelübersetzung erlauben.
Das war jetzt relativ viel Input über diese Bremsen in kurzer Zeit. Im Endeffekt können Sie sich merken: Heutzutage werden fast nur noch V-Brakes verbaut, da diese durch den seitlichen Bremszug eine höhere Hebelwirkung als klassische Mittelzugbremsen (also auch U-Brakes) haben. Bei jeder Cantilever-Bremse sollten Sie jedoch bedenken, ob diese auf Ihrem Bike verbaut werden kann.
Zangenbremsen
Klassische Zangenbremsen besitzen dagegen, wie der Name schon vermuten lässt, einen zangenartigen Mechanismus. Hier wird der Bremsschuh nach innen zur Felge hin bewegt. Die ganze Bremse bildet an sich eine Einheit, die sich als „ein Teil“ bewegt. Häufig fällt für diese Bremsen auch der Begriff „Seitzugbremsen“. Bei Seitzugbremsen müssen die Bremsarme lang genug sein, um um den ganzen Rahmen herum zu reichen. Meist sind Sie an einem zentralen Gelenk befestigt, können sich aber auch um mehrere Gelenke drehen.
Nabenbremsen
Im Gegensatz zu Ihrem „Bruder“, den Felgenbremsen, sind Nabenbremsen an heutigen Fahrrädern (noch) seltener verbaut. Diese Bremsen heißen so, wie sie es tun, weil der Bremsmechanismus nahe an der Nabe des Laufrads stattfindet. Wenn wir von Nabenbremsen sprechen, meinen wir meistens Scheibenbremsen. Diese neuere Entwicklung hat einiges an Bewegung in den Radmarkt gebracht. Aber auch Rücktrittsbremsen an Ihrem Kinderfahrrad fallen theoretisch in die Kategorie der Nabenbremsen.
Scheibenbremsen
Die Scheibenbremsen sind, wie schon einmal erwähnt, eine eher jüngere Entwicklung im Bereich der Bremsen, haben sich dafür aber bereits erstaunlich schnell etabliert. Vor allem im Mountainbike-Bereich sind Scheibenbremsen nicht mehr aus den Läden wegzudenken. Hier werden im Prinzip die Bremsbeläge gegen die auf der Nabe liegende Bremsscheibe gedrückt (daher auch Nabenbremse!).
Festsattelbremse
Die Festsattelbremse ist die ältere der zwei Bauarten, die wir von Profirad Ihnen vorstellen. Der Sattel ist dabei mit den Kolben fest in der Radaufhängung verbunden, daher auch der Name.
Schwimmsattelbremse
Im Gegensatz zur Festsattelbremse schwimmt diese Bremse quasi in der Radaufhängung. So ist nämlich nur die Belagführung, nicht aber der Bremszylinder mit eben jener verbunden. Sie kommen daher auch nur mit einem einzigen Kolben aus. Dieser drückt bei Betätigung der Bremse auf den Bremsbelag auf einer Seite der Bremsscheibe.
Wie wir bereits am Anfang des Fahrradbremsen Test erwähnt hatten, treffen wir bei Bremsen grundsätzlich die Unterscheidung zwischen „mechanisch“ und „hydraulisch“. Denn hydraulische Scheibenbremsen arbeiten mit zwei Bremskolben, welche die Bremsscheibe von beiden Seiten symmetrisch anbremsen. Mechanische Scheibenbremsen werden dagegen mechanisch mit einem Bowdenzug gebremst.
Angeberwissen für Sie: Es gibt auch semihydraulische Bremsen, bei denen die Bremswirkung eine Mischung aus Bremsflüssigkeit und Bowdenzug ist.
Rücktrittsbremse
Die Rücktrittsbremse wird bei uns in Deutschland ziemlich belächelt, sie gilt als technisch ausgelastet und veraltet. Tatsächlich erfreut sie sich gerade in Skandinavien oder aber auch in Deutschland an Kinderrädern oder Citybikes noch großer Beliebtheit. Es handelt sich hierbei, wie Ihnen allen wohl bewusst ist, um eine Bremse am Hinterrad des Fahrrads, die sich durch eine Rücktrittbewegung des Fußes betätigen lässt.
Das Walzen-Prinzip
Ähnlich einer Trommelbremse werden hier zwei Sperrkörper radial in den Nabenkörper gepresst.
Welche Bremse für welches Bike?
Jetzt wissen Sie, warum Sie unbedingt auf einen guten Zustand Ihrer Bremsen achten sollten und sind wahre Experten, was die Funktionsweise der verschiedenen Bremstypen angeht. Doch eine zentrale Frage bleibt: Welche Bremse nehme ich für welches Bike? Und überhaupt: Wie oft muss ich meine Bremse überprüfen (lassen) und muss ich die Bremsen einbremsen?
Letztlich kann man diese Frage nicht eindeutig beantworten. Welche Bremse Sie auf welchem Bike verbauen wollen, ist immer noch Ihre Entscheidung.
- City- und Trekkingbereich: Gerade hier bietet sich der Gebrauch von V-Brakes an. Sie sind laut unserem Fahrradbremsen Test sehr solide und robust und falls doch mal etwas passieren sollte, können Sie diese Bremsen ganz einfach reparieren.
- Mountainbike-Bereich: Wie schon einmal erwähnt, bietet sich für sportliche Mountainbiker eine Scheibenbremse an. Diese bietet Ihnen optimale Bremsleistung im Gefälle und einen niedrigeren Verschleiß an der Felge (dafür einen höheren an der Bremsscheibe!).
Info: Grundsätzlich sollten Sie aber im Hinterkopf behalten, dass die Felgenbremsen immer mehr von Scheibenbremsen verdrängt werden, da letztere einfach mehr Vorteile für den Biker von heute bieten.
Wartung und Pflege
Sie sollten Ihre Scheibenbremsen mindestens ein Mal im Jahr kontrollieren (lassen). Treffen Sie auch hier die Unterscheidung zwischen mechanischer und hydraulischer Bremse.
Bremsen einbremsen
Gerade Scheibenbremsen müssen Sie unbedingt einbremsen, bevor Sie damit auf den Straßen Ihrer Stadt unterwegs sind. Beachten Sie dabei bitte folgendes: Beim Einbremsen verwenden Sie immer nur eine Bremse und lassen die andere im Ruhezustand! Lassen Sie sich von einem leichten Quietschgeräusch nicht aus der Ruhe bringen oder Ihren letzten Nerv rauben. Laut unseres Fahrradbremsen Test liegt die Ursache meist in etwas Schmutz, der auf die Bremsbeläge gelangt ist. Am besten entfernen Sie diesen mit etwas Sandpapier vorsichtig. Achten Sie außerdem darauf, dass kein Kettenöl auf die Beläge gelangt.
Gesetzliche Vorschriften
Was ist laut StVZO hinsichtlich der Bremsen vorgeschrieben? Laut Straßenverkehrsordnung (StVO) muss jedes Fahrrad auf deutschen Straßen zwei voneinander unabhängige Bremsen besitzen - völlig unabhängig von Bauart, Beschaffenheit oder Wirksamkeit.
Materialien und Eigenschaften von Bremsbelägen
Grundsätzlich unterscheiden wir in diesem Beitrag zwischen zwei der verschiedenen Arten von Fahrradbremsen: Felgenbremsen (V-Brakes, Seitenzugbremsen, Cantilever-Bremsen) und Scheibenbremsen. Beide Bremsarten haben Bremsbeläge, die von außen sichtbar sind und bei denen man den Verschleiß optisch erblicken kann. Die klassische Felgenbremse ist dabei oftmals die einfachere Variante, wenn es um den Austausch von Bremsbelägen geht. Scheibenbremsen sollte man, sofern man sich selbst als Laie sieht, in einer Fachwerkstatt wechseln lassen. Der Austausch von Bremsschuhen bei V-Brakes ist oftmals auf für Laien umsetzbar.
Werden die Bremsschuhe oder Bremsbeläge erneuert, so sind immer beide Seiten auszutauschen. Selbst wenn der Verschleiß einseitig stärker sein mag, sollten beide Bremsbeläge aus dem selben Material bestehen und den selben Härtegrad aufweisen. An dieser Stelle der Hinweis, ist ein Bremsbelag merklich stärker abgenutzt, ist die Bremse evtl. nicht korrekt eingestellt oder Defekt. Es sollte, sofern der Mangel nicht selbst erkannt und behoben werden kann, ein Fachmann konsultiert werden.
Es kann bei den Bremsbelägen ebenfalls eine „linke“ und eine „rechte“ Seite geben. Wird dies auf dem Belag angegeben, ist darauf zu achten, dass dies bei der Montage und dem Wechsel beachtet wird. Die meisten Bremsschuhe weisen eine leichte Krümmung auf und signalisieren damit ein „Oben“ und „Unten“, diese Krümmung wird bei der Montage an die Rundung der Felge angelegt. Passen die Rundungen zusammen, sind die Bremsbeläge korrekt positioniert.
Ähnlich wie es bei Fahrradreifen der Fall ist, können Bremsbeläge auch einen unterschiedlichen Härtegrad aufweisen. Alleine durch Temperaturunterschiede können die Materialien im Winter wesentlich härter sein als im Sommer. Die Bremswirkung wird bei der Felgenbremse durch Reibung ausgelöst. Je nach Reibungswiderstand hält das Rad schneller oder nicht so schnell an. Verringert sich die Reibung, dauert ein Bremsvorgang bei sonst gleichen Bedingungen, länger. Bei der Montage ist darauf zu achten, dass die Bremsschuhe exakt auf der Felge sitzen und mit der gesamten Fläche die Felge berühren.
Verschiedene Materialien bei Scheibenbremsen
Bei den Scheibenbremsen kommen, wie auch bei einem Auto, die Bremsscheibe selbst und dazugehörige Bremsbeläge zum Einsatz. Hierbei gibt es Unterschiede beim Material und damit auch bei der Bremswirkung und der Eigenschaft.
Organische Bremsbeläge
Organische Bremsbeläge zum Beispiel aus Carbon, Glas oder anderen Fasern haben die positive Eigenschaft, dass die Wärme, die beim Bremsen entsteht, nicht so stark abgegeben wird und der Kolben nicht so warm wird. Die Bremsleistung kann oftmals besser dosiert werden. Der Nachteil ist hingegen, dass diese Bremsbeläge schneller verschleißen.
Sintermetall Bremsbeläge
Sintermetall Bremsbeläge bestehen aus einem Granulat, dass aus verschiedenen Materialen bestehen kann. Es wird dabei gepresst und erhitzt und wird zu einem Bremsbelag gepresst. Die Vorteile sind eine höhere Hitzeresistent und ein geringerer Verschleiß als bei organischen Bremsbelägen. Der Nachteil ist gleichzeitig jedoch auch eine höhere Hitzeentwicklung und die metallischen Beläge neigen zum Bremsen-Quietschen.
Semimetall Bremsbeläge
Eine Mischung aus beiden Varianten ist der Semimetall Bremsbelag. Hier werden Metallelemente mit organischen Anteilen gemischt. Es wird ein geringerer Verschleiß bei einer höherer Hitzebeständigkeit erwartet.
Trägerplatten für Scheibenbremsen
Bei den Trägerplatten können Materialien wie Stahl, Aluminium und Titan zum Einsatz kommen. Teilweise können die Bremsbeläge Kühlrippen aufweisen. Dies ist jedoch im normalen Alltagsfahren kaum notwendig und eher etwas für alle, die sportlich und bei Wettkämpfen unterwegs sind. Die Trägerplatte ist der Halter für den Bremsbelag selbst. Gebremst wird jedoch nur mit dem Belag. Hier wird auch der Verschleiß der Bremse abgelesen.
Wer oft und regelmäßig auch Abfahrten von Bergen durchführt und dabei die Bremse immer ein wenig schleifen lässt, der sollte auf verschleißärmere Sintermetall-Bremsbeläge zurückgreifen.
Hinweis: Einige Bremsscheiben sind nur für den Einsatz von Sintermetall oder organischen Belägen konzipiert. Hier sollte man sich an die Herstellerangabe des Bremsscheibenherstellers halten. Eine Weiche Scheibe kann durch harte Sinterbeläge sehr schnell abnutzen, warm werden und ggf. die Bremswirkung nicht korrekt ausüben.
Die unterschiedlichen Hersteller der Bremsen haben teilweise andere Bauarten der Trägerplatte. Somit passt nicht jeder Belag auf jede Bremse bzw. Beim Kauf sollte in der Produktbeschreibung darauf geachtet werden, dass der Bremsbelag zur entsprechenden Scheibenbremse des vorhandenen Herstellers passt. Es ist daher die Bezeichnung der Bremse abzulesen, diese ist entweder auf dem Bremssattel bzw. der Bremse zu finden oder im Datenblatt des Fahrrads / E-Bikes.
Hersteller geben eigene Namen für die Unterschiede zwischen Organischen- und Sinterbelägen an:
| Hersteller | Bezeichnung | Material |
|---|---|---|
| Shimano | Resin | Organisch |
| Shimano | Metall | Sinter |
| Magura | Endurance | Sinter |
| Magura | Performance | Sinter |
| Trickstuff | Kein Unterschied | Nur organische |
| Swiss Stop | Kein Unterschied | Organische Mischungen |
Bremsschuhe für die Felgenbremse
Auch Das Material für die Bremsschuhe für die Felgenbremse, V-Brake oder U-Brake kann unterschiedlich hart sein. Auch hier kommt auf die eigenen Bedürfnissen und Ansprüchen an, dazu spielt jedoch das Material der Felge ebenfalls eine Rolle. Nicht jeder Bremsschuh ist für Stahl und Aluminiumfelgen geeignet. Hier gilt es die Beschreibung zu lesen.
Bremsschuhe mit unterschiedlichen Materialien sollen verschiedene Eigenschaften miteinander kombinieren. So können die Klötze aus weichem und hartem Material bestehen. Maserungen oder Schlitze können dafür sorgen, dass Feuchtigkeit beim Anpressen der Klötze an die Felge, verdrängt werden kann und der Bremsschuh nicht auf einem Wasserbett gleitet.
Abnutzung der Bremsschuhe
Der Verschleiß ist bei Felgenbremsen oft besser zu sehen als bei Scheibenbremsen. Da das Prinzip von Bremsen denkbar einfach ist, bleibt es nicht aus, dass die Bremsbeläge abnutzen. Durch mechanische Kraft wird ein Material an das andere Gedrückt. Durch die entstehende Reibung wird ein Abbremsen verursacht. Je dreckiger die Felge und der Bremsbelag ist, umso mehr Material wird dabei von der Felge und von dem Bremsbelag gerieben. Der Bremsbelag sollte daher auch immer weicher als das Material der Felge sein, dies ist wiederum der Grund, wieso nicht alle Bremsschuhe gleichermaßen für jede Felge geeignet ist. Verschmutze Felgen und Bremsen sollten regelmäßig gereinigt und von Dreck und Öl befreit werden.
Fahrrad Bremsbeläge 2025
Hier eine Übersicht von Fahrrad Bremsbelägen aus dem Jahr 2025:
| Bild | Produkt | Typ | Material | Preis | Anbieter |
|---|---|---|---|---|---|
| Shimano B01S | Scheibenbremse | Resin | 14,50 € | Amazon | |
| Magura 7.P | Scheibenbremse | Sintermetall | 22,46 € | Amazon | |
| Tr!ckstuff Power 830 | Scheibenbremse | organisch | 26,90 € | Amazon | |
| Decareta | Felgenbremse | Gummi | 17,86 € | Amazon | |
| XLC BS-C04 | Felgenbremse | Gummi | 4,49 € | Amazon | |
| XLC BS-C02 | Felgenbremse | Gummi | 5,52 € | Amazon | |
| Shimano M70T4 | Felgenbremse | Gummi | 13,72 € | Amazon |
Stand: 29. August 2025
Neue Bremsen einbremsen
Wer seine Bremsbeläge gewechselt hat, egal ob für Scheibenbremsen oder die Bremsschuhe für die V-Brake bzw. Felgenbremse, der sollte die neuen Bremsen einbremsen. Das hat den Hintergrund, dass die Beläge und Bremsschuhe nicht immer einwandfrei plan und glatt sind. Auch kann die Felge oder die Bremsscheibe durch die die alten Beläge minimale Veränderungen aufweisen. Beim Einbremsen werden erste Unebenheiten von den neuen Bremsbelägen „abgebremst“ und an die Bremsscheibe bzw. die Felge angepasst. So wird sichergestellt, dass die Bremse um Ernstfall ihre volle Bremsleistung entfalten kann.
Im Idealfall sucht man sich dazu eine leicht abschüssige Stelle, an der man gezielt und kontrolliert langsam auf dem Rad rollt und die Bremse betätigt.
Fahrradbremsen für E-Bikes
Grundsätzlich gibt es für E-Bikes keine besonderen oder speziellen Bremsbeläge. Da mit einem E-Bike oftmals schneller und weiter gefahren wird, kann der Verschleiß etwas höher sein im Vergleich zum normalen Fahrrad in Abhängigkeit der Zeit. Auch bei E-Bikes gelten alle Hinweise und Tipps gleichermaßen.
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