Ein Shimano Bowdenzug unterliegt im Laufe der Jahre einem normalen Verschleiß. Je höher die Beanspruchung, desto mehr verlängert sich der Zug - irgendwann ist er dann nicht mehr präzise genug einzustellen; dadurch leidet irgendwann das Bremsverhalten. Da der Shimano Zug im Inneren durch die Reibung abgenutzt wird, unterliegt auch die äußere Schutzhülle (Außenhülle) dem Verschleiß: Die Hüllen werden schwergängiger - die Bremse lässt sich schwerer bedienen.
In unserem großen und günstigen Fahrradteile-Online-Bestellshop finden Sie neben verschiedenen Bremszügen und Shimano Bremszüge-Sets (Bremszugsätze), auch Fahrrad-Zubehörteile wie Kabelführungen (Brakepipes), Kabelstopper, Innenzugendkappen, Bremskappen für Bremshüllen, Bremszug-Führungsröhrchen, Schmutzschützer, Zugverbinder, Bremsleitungshalter und einiges mehr.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Wechseln des Bremszugs
Mit dieser Anleitung zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie an Ihrem Fahrrad die Bremszüge bzw. Bowdenzüge selbständig wechseln können. Dieses spart den Weg zur Fahrradwerkstatt und ist auch für Laien recht schnell und einfach erledigt.
- Lösen Sie zuerst den alten Bremszug: Bauen Sie diesen aus.
- Neuen Bremszug einhängen: Hängen Sie den neuen Bremszug in den Bremshebel ein und führen Sie ihn durch die Einstellschraube.
- Außenhülle aufschieben: Nun wird die zugeschnittene neue Außenhülle über den Shimano Bremszug geschoben und durch die Bremshalterung geführt. Es kann sein (je nach Modell), dass Sie noch eine kleine Gummi-Schutzhülle (Schmutzschutz) aufschieben müssen.
- Bremszug sichern: Wenn Sie den Shimano Bremszug durch die Schraube sichern, halten Sie den Bremshebel dabei leicht angezogen. Dabei müssen Sie dem Bremszug mit der Hand etwas an Länge nachlassen.
- Festziehen: Jetzt wird mittels dem Innensechskantschlüssel der Bremszug mit der Feststellschraube festgezogen.
- Bremsbeläge justieren: Falls ein Bremsbelag weiter von der Felge absteht als der andere, müssen Sie diesen mit der kleinen Einstellschraube auf der gegenüberliegenden Seite an der Bremsaufnahme nachstellen.
- Feinjustage: Wenn der Shimano Bremszug nachgestellt werden muss, drehen Sie die Einstellschraube am Griffstück etwas heraus. So können Sie es mit etwas Feinjustage noch im Detail einstellen.
- Bremszug kürzen: Zum Abschluss kürzen Sie den Bremszug von Shimano mit einem Seitenschneider oder alternativ mit einer Kabelschneidezange auf ca. 7 cm ein.
Wichtig: Testen Sie dann unbedingt die Funktion der Bremse.
Allgemeine Tipps zur Montage
- Lassen Sie sich nicht von auffälligen Lenker-Bremsgriff-Konstellationen der Profis irritieren.
- Wenn Sie sich mit der Position von Lenker, Griffen und Zügen nicht sicher sind, machen Sie eine Probefahrt ohne Lenkerband.
- Verwenden Sie bei Lenkern aus glattem Aluminium und Carbon Montagepaste von Dynamics im Bereich der Klemmschelle und der Auflage des Griffkörpers.
- Klappen Sie zur Vorbereitung der Montage die Gummimanschetten an den Griffen zurück.
- Die Außenhüllen der Bremszüge werden direkt, also ohne Hülse in den Griff geschoben. Achten Sie darauf, dass die Außenhüllen rechtwinklig abgelängt sind. Die Außenhüllen der Schaltzüge werden mit Endhülse verbaut.
Wartung und Pflege der Bremszüge
Leichtgängige Schalt- und Bremszüge sind enorm wichtig für die Funktion des Rennrades. Verschlissene oder beschädigte Züge sollten deshalb ausgetauscht werden.
Bowdenzug kontrollieren
Prüfen Sie die Züge regelmäßig auf Beschädigungen, besonders in der Nähe der Anschläge. Quetschungen, Knicke, eingerissene Enden oder Schmutz in den Hüllen erhöhen die Reibung; Schaltung und Bremsen werden dann schwergängig und unpräzise.
Bowdenzug gut schmieren
Das beste Schmiermittel für Bowdenzüge ist Fett. Es dichtet die Enden gleichzeitig gegen Wasser und Schmutz ab. In Hülsen und Zuganschlägen schützt es vor Korrosion und Knackgeräuschen. Ziehen Sie den gut eingefetteten Zug mehrmals in der Hülle hin und her, damit sich das Fett gut verteilt.
In Qualität der Bowdenzüge investieren
Es lohnt sich, für hochwertige Züge etwas mehr Geld auszugeben. Die beschichteten Shimano-Züge verbessern die Performance aller Shimano-Schaltgruppen enorm. Auch die originalen Campagnolo-Züge sind gut. Von speziellen, abgedichteten Zug-Sets fürs Rennrad raten wir ab, weil sie die Reibung eher erhöhen.
Schalt- und Bremszüge nicht verwechseln
Schalt- und Bremszüge sind verschieden und dürfen nicht verwechselt oder gemischt werden. Schalt-Innenzüge sind dünner als Brems-Innenzüge und haben einen kleineren Kopf. Achtung: Hier gibt es unterschiedliche Versionen von Shimano und Campagnolo! Die Shimano-Köpfe sind geringfügig größer und können sich in Campagnolo-Schalthebeln festfressen. Schalt-Außenzüge sind etwas schlanker als Brems-Außenzüge und in Längsrichtung verstärkt, damit sie beim Schalten nicht gestaucht werden. Brems-Außenzüge haben eine spiralförmige Verstärkung, das macht sie etwas flexibler beim Verlegen.
Werkzeug und Hilfsmittel
- 5-mm- Innensechskant
- Klebeband
- Bowdenzugzange
- Feile
- Seitenschneider oder Kabelschneidezange
- Endkappen
- Montagepaste von Dynamics
Profi-Tipps für die Zugverlegung
- Vermeiden Sie beim Verlegen der Züge enge Biegungen; die Züge sollten in weichen Bögen verlaufen, damit die Reibung so gering wie möglich bleibt.
- SRAM schreibt einen verhältnismäßig großen Bogen am Schaltwerk vor, damit die Schaltung perfekt funktioniert.
- Für mechanisch betätigte Scheibenbremsen empfehlen sich spezielle druckstabile Brems-Außenhüllen. Sie vermitteln einen definierteren Druckpunkt und erhöhen die Bremsleistung.
- Die mit PTFE beschichteten Shimano-Züge (ab 105 aufwärts) verbessern die Funktion aller Shimano- und SRAM-Schaltungen.
Tipps zur Integration von Zügen
Wenn die Leitungen durch Lenker und Vorbau verlaufen, muss die Länge auf den Millimeter passen. Wenn möglich, lassen Sie bei den Arbeiten die Außenhüllen und Bremsleitungen am Lenker montiert. Müssen sie getauscht werden, merken Sie sich ihren genauen Verlauf und die Reihenfolge und Orientierung der Einzelteile, insbesondere des Steuersatzes.
Kürzen Sie die Leitungen, wenn der Lenker in höchster Stellung steht. So bleibt etwas Spielraum, um später die Höhe zu verändern.
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