Shimano Cardiff 301A: Wurfgewicht und Testbericht

Die Shimano Cardiff 301A ist eine beliebte Baitcast-Rolle, die oft für das Jerkbait-Angeln empfohlen wird. Viele Angler nutzen sie ab einem Wurfgewicht von 50g, ohne negative Auswirkungen festzustellen.

Technische Details der Shimano Cardiff A

Die Cardiff A ist eine günstige und kompakte, schwere Baitcaster, ideal für Einsteiger in die Hechtangelei mit der Baitcaster. Hier sind die technischen Details der 201er und 301er Versionen:

  • Gewicht: 230 Gramm (201er) bzw. 252 Gramm (301er)
  • Schnurfassung: 255m/0,25mm (201er) bzw. 235m/0,30mm (301er)
  • Übersetzung: 5,8:1 (201er) bzw. 5,8:1 (301er)
  • Schnureinzug: 61 cm (201er) bzw. 61 cm (301er)
  • Bremskraft: 5kg (201er) bzw. 5 kg (301er)

Im Vergleich dazu gibt es auch die Corvalus, die noch etwas preiswerter ist und in 301er und 401er Größe erhältlich ist. Laut Katalog ist sie die "Ideale Rolle für Anfänger und Fortgeschrittene".

  • Gewicht: 309 Gramm (301er)
  • Schnurfassung: 245m/0,30mm (301er)
  • Schnureinzug: 64 cm (301er)
  • Bremskraft: 5 kg (301er)

Alternativen für Bigbaits

Für das Werfen von Bigbaits bis zu 200g stellt sich die Frage, ob es bessere Alternativen zur Shimano Cardiff gibt. Eine Option ist die Shimano Tranx, die speziell für große Köder entwickelt wurde und eine hohe Bremskraft bietet.

Neben der Cardiff gibt es eine Vielzahl von Baitcast-Rollen im Shimano-Sortiment, darunter:

  • Calcutta Conquest: Eine hochwertige Rolle, erhältlich als 201er und 301er Version.
  • Curado K: Eine robuste und vielseitige Rolle mit Hagane-Features.
  • Metanium MGL: Eine leichte und gutmütige Rolle für mittlere Wurfgewichte.

Einstellung der Fliehkraftbremse

Die Shimano Cardiff 301A verfügt über eine Fliehkraftbremse, die für die Wurfweite und Vermeidung von Verwicklungen entscheidend ist. Die Verstellung der Fliehkraftbremse kann anfangs etwas knifflig sein, ist aber mit etwas Übung schnell erledigt.

So justieren Sie die Fliehkraftbremse:

  1. Öffnen Sie die Abdeckung auf der Kurbelseite, indem Sie die drei Rändelschrauben lösen.
  2. Nehmen Sie die Spule heraus und stellen Sie die kleinen grauen Kappen (Pins) ein. Hochstellen aktiviert den Pin, Runterdrücken deaktiviert ihn.
  3. Beginnen Sie mit drei aktivierten Pins und passen Sie die Einstellung je nach Bedarf und Erfahrung an.
  4. Bauen Sie alles wieder zusammen und achten Sie darauf, dass die silberne Nase auf 3 Uhr steht, um eine korrekte Funktion der Freigabetaste zu gewährleisten.

Im Normalfall ist es aber nicht nötig die Fliehkraftbremse am Wasser zu verstellen. Die Fliehkraftbremse ist bei mir zum Beispiel an der Cardiff immer mit nur 1 Pin eingestellt. Wenn man bisschen werfen kann und die Ködergewichte nicht brutal schwanken (für leichte Köder is die Cardiff eh nicht gebaut) oder brutaler Gegenwind vorherrscht brauch man da eh nichts zu verstellen.

Die Sternbremse ist die Drillbremse und ohne Funktion, wenn die Spule zum Werfen ausgekoppelt ist. Neben der Sternbremse befindet sich noch eine Justierschraube, mit der man seitlich auf die Spulenachse Druck ausüben kann, daran kann man am Wasser notfalls etwas justieren.

Bei höheren Wurfgewichten kann man die Schleif- und Fliehkraftbremsen ruhig etwas stärker einstellen, um am Anfang Perrücken zu vermeiden. Und den Daumen einsetzen! Das ist immer noch die wichtigste Wurfbremse. Gerade am Ende der Flugbahn.

Tipps und Tricks zum Werfen mit der Baitcaster

Das Angeln mit der Baitcaster kann anfangs frustrierend sein, aber mit der richtigen Technik und Einstellung lassen sich gute Ergebnisse erzielen. Hier sind einige Tipps:

  • Einstellungen: Fliehkraftbremse und Magnetbremse auf Maximum, Spulenbremse so einstellen, dass der Köder langsam fällt.
  • Wurftechnik: Ruckartige Bewegungen vermeiden, gleichmäßige Beschleunigung.
  • Daumenbremse: Kritische Punkte sind der Start und die Landung des Köders.
  • Schnurmenge: Spule nicht bis zum Rand füllen.
  • Ködergewicht: Beginnen Sie mit Ködern ab 10 Gramm.

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