Nox Cycles, ein Unternehmen mit Berliner Wurzeln und Sitz in Österreich, hat in den letzten Jahren an Aufmerksamkeit gewonnen. Mit der Verpflichtung des 15-fachen Deutschen Downhill-Meisters Marcus Klausmann und der Präsentation des neuen DHR-Downhill-Bikes stehen die Berliner wieder im Rampenlicht.
Die DHR-Serie: Race-Bikes für den Gravity-Bereich
Nox meldet sich mit dem DHR 8.0 Team Expert eindrucksvoll im Gravity-Bereich zurück. Das DHR 8.0 Team Expert ist die günstigere Version für 4.499 Euro. Als Interessent hat man die Möglichkeit, in einer der vier deutschlandweiten Stationen die Räder zu sehen bzw. zu testen. Der direkte Vertriebsweg bringt Vorteile bei der Preisgestaltung und die Spec-Liste liest sich wie das Who is Who der Gravity-Parts.
Ausgestattet ist das DHR 8.0 Team Expert unter anderem mit:
- RockShox Boxxer WorldCup Gabel
- Vivid RC Federbein
- Sram X01 DH Siebenfach Schaltgruppe
- Sram Guide Ultimate Bremse
- Sun Ringle ADD Pro Laufradsatz
- Maxxis Reifen
Das Bike ist renntauglich, und das Fahrwerk bietet angemessenes Feedback vom Untergrund. Das Verhältnis aus Oberrohrlänge/Reach und Hinterbaulänge ist gut getroffen und ausbalanciert. Außerdem kann das Bike gut im rauen und offenen Gelände fahren. Während sich das Fahrwerk bei kleinen Schlägen recht passiv verhält, sorgt es bei größeren und härteren für die nötige Ruhe und Sicherheit.
Allerdings sollte man ein paar Kleinigkeiten anpassen, bevor man an die Startlinie rollt.
EPIUM Enduro: Light-E-MTB mit europäischer Produktion
Das EPIUM Enduro ist das neue Prestigeprojekt bei NOX und soll demonstrieren, dass sich sportlich, modern, traditionsbewusst und lokal nicht gegenseitig ausschließen müssen. Dafür werden nicht nur die Carbonrahmen in Portugal produziert, sondern auch die Alu-Hardware kommt aus Deutschland, genauso wie die ganze Entwicklungsarbeit in Europa stattfindet.
Seit 2016 baut NOX nur noch E-Bikes, und die vornehmlich mit Motoren von deutschen Herstellern: BMZ (ehemals Sachs), Brose und - wie am EPIUM Enduro - FAZUA geben sich bei NOX die Klinke in die Hand.
Das von uns getestete NOX EPIUM Enduro 7.1 Pro geht für 9.299 Euro über die Ladentheke und bringt 20,78 kg auf die Waage. Zusammengebaut werden die Europa-Reisenden dann noch im heimischen idyllischen Zillertal, von wo aus sie sich auf weitere Reisen in die Welt begeben. NOX verlegt die Züge über Kabelports im Steuerrohrbereich durch den Rahmen. Am Hinterbau wird die Kettenstrebe mit einem umfangreichen Schutz aus weichem Gummi geschützt.
An der Front sorgt die massive FOX 38 Performance-Gabel für Kontrolle und Dämpfung, lässt sich aber dank der einfacheren GRIP-Kartusche nicht so fein einstellen. Am Heck gibt es den passenden FOX DHX-Stahlfederdämpfer. Eine FOX Transfer-Sattelstütze komplettiert das FOX-Trio im Aufbau des NOX EPIUM Enduro 7.1. Bremsen und Schaltwerk stammen beide aus der SLX-Reihe des japanischen Komponenten-Riesen Shimano.
Die Laufräder in Mullet-Konfiguration mit 29”-Vorderrad und 27,5”-Hinterrad kommen von DT Swiss. Die aufgezogenen Reifen dagegen eher weniger. Vorne wie hinten kommt hier ein Continental Argotal-Reifen zum Einsatz. Neben dem von uns getesteten NOX EPIUM Enduro 7.1 Pro gibt es noch die beiden Ausstattungsvarianten Core und Ultra.
Das Pro-Modell stellt mit 9.299 Euro in Sachen Preis die mittlere Ausstattungsvariante dar. Bei der Core-Ausstattung für 8.699 Euro kommt statt des FOX DHX-Dämpfers ein Stahlfederdämpfer von Marzocchi zum Einsatz. In der Ultra-Ausstattung für 10.999 Euro kommt das Highend-Fahrwerk von FOX zum Einsatz, bestehend aus 38 Factory-Gabel und DHX2-Stahlfederdämpfer - beides inklusive der edlen goldenen Kashima-Beschichtung.
Geometrie und Fahrverhalten
Die Kettenstreben liegen mit 453 mm auf der längeren Seite und wachsen nicht mit. Geht es in Richtung Trails, nimmt man auf dem NOX EPIUM Enduro 7.1 Pro eine entspannte und aufrechte Sitzposition ein. Dabei fühlt man sich allerdings etwas oben auf und nicht so richtig ins Bike integriert. Über grobes Geläuf panzert das NOX EPIUM Enduro 7.1 Pro einfach drüber und Wurzelteppiche und Steinfelder verschwinden im Federweg.
Dafür bietet es leider wenig Gegenhalt und rauscht zügig durch den Federweg. Das äußert sich schnell in Durchschlägen genauso wie darin, dass Fahrerimpulse wie Pushen oder Abziehen im üppigen Federweg ohne Rückmeldung verpuffen.
Möchte man das Bike in Kurven zirkeln, zeigt es sich von seiner stelzigen Seite. Man steht hoch auf dem Bike und hat nicht das Gefühl, eine Einheit mit dem Bike zu bilden.
Das NOX EPIUM Enduro 7.1 Pro ist ein Bike für Liebhaber des Gedankens Made in Europe, die Wert auf ein nachhaltiges, langlebiges und lokales Produkt legen.
Nox Hybrid: E-Bikes für Tour und Enduro
Nox bietet auch Hybrid-Modelle an, die sowohl für den Alltag als auch für anspruchsvolle Trails geeignet sind.
Nox Hybrid Enduro 7.1
Das Nox Hybrid Enduro 7.1 ist ein Kraftpaket für Offroad-Abenteurer. Mit seinem Sachs RS Motor und erstklassigen Fahrwerkskomponenten setzt dieses Bike neue Maßstäbe.
- Sachs RS Motor: 112 Nm Drehmoment für kraftvolles Fahrerlebnis
- 650Wh Akku: Für ausgedehnte Offroad-Abenteuer (bis zu 100 km)
- Perfekt ausbalancierte Fahrwerkskomponenten: Für herausragende Kontrolle und Fahrstabilität
Die präzise Abstimmung von Federweg und Dämpfung gewährleistet nicht nur eine geschmeidige Fahrt über raue Terrainabschnitte, sondern stellt auch sicher, dass bei jeder Abfahrt ausreichend Restfederweg bereitsteht.
Nox Hybrid 5.1 Tour
Mit dem Nox Hybrid 5.1 Tour hatten wir ein hochwertiges SUV E-Bike im Test. Mit seinen 130 mm Federweg vorn und hinten verspricht es viel Komfort und sogar etwas Trail-Tauglichkeit, ohne dabei den Alltag aus den Augen zu verlieren.
Im Herzen des Aluminiumrahmens schlägt der bärenstarke Sachs RS Motor. Versorgt wird der Motor von einem im Unterrohr integrierten Akku mit 650 Wh Kapazität. Das Nox Hybrid Tour 5.1 in der Top-Variante „Expert“ kostet knapp 6.000 Euro. Das Fahrwerk besteht aus RockShox 35 Gold an der Front und Deluxe Select+ Dämpfer im Heck. Auf den langlebigen DT Swiss Laufrädern sind griffige Reifen von Continental aufgezogen. Die Magura MT5 Bremsen packen in Kombination mit den großen Scheiben jederzeit kräftig zu. Nicht weniger überzeugend ist die Sram GX Eagle 12-fach Schaltung und das ergonomisch gelungene Cockpit von Reverse.
Das Komponentenpaket weiß in jeglicher Hinsicht zu überzeugen: Schön, dass die hochwertigen Schutzbleche selbst im Gelände nicht klappern und das Anbringen von Seitentaschen am Racktime Träger ohne Probleme möglich ist und genügend Platz bleibt, dass man nicht während des Tretens hängenbleibt.
EDF 6.7 Hybrid
Im Modelljahr 2016 erweiterte Nox Cycles sein Portfolio um ein motorisiertes Bike, das auf den Namen EDF 6.7 Hybrid hört. Ziel war es, ein Bike ins Leben zu rufen, das in der Optik nicht auf den ersten Blick als E-Bike entlarvt wird und bergauf wie bergab den Spaßfaktor an oberste Stelle rückt.
Unter der Obhut von Marcus Klausmann wurde das Bike ausgiebig getestet. Als Antrieb wählte man den Mittelmotor von Brose. Der leistungsstarke 580 Wh Akku ist komplett im Unterrohr integriert und sorgt so für die aufgeräumte Optik und zusätzlichen Schutz im Falle eines Sturzes.
Die Geometrie ist dem normalen Enduro Bike von Nox Cycles ähnlich. Der Lenkwinkel des EDF 6.7 Hybrid ist um 0,5 Grad steiler und der Sitzwinkel um 1,5 Grad flacher als im unmotorisierten EDF 6.7 Pro. An der Front kommt eine RockShox Lyrik RCT3 mit 170 Millimeter Federweg zum Einsatz. Eine RockShox Reverb Stealth Variostütze mit 125 Millimeter Hub gehört wie die Sram GX 11-fach-Gruppe zur Standard-Ausstattung.
Fazit
Nox Bikes bietet eine vielfältige Palette an Fahrrädern, von Downhill- und Enduro-Modellen bis hin zu E-Bikes für Tour und Alltag. Die Marke setzt auf hochwertige Komponenten und innovative Technologien, um ein optimales Fahrerlebnis zu gewährleisten. Besonders hervorzuheben ist das Engagement für eine europäische Produktion, die Nachhaltigkeit und Qualität in den Fokus stellt.
Verwandte Beiträge:
- Basso Bikes im Test: Enthüllte Erfahrungen & ehrliche Testberichte, die du kennen musst!
- R RAYMON Bikes Testberichte: Die ultimative Analyse für dein nächstes Traumrad!
- Silverback Synergy Fat & Kamikaze Bike Games im Mammoth Bikes Test – Ultimative Performance & Fahrspaß!
- Cone Bikes Test: Die besten Modelle, Erfahrungen & top Ausstattung im Vergleich!
- Bike Mike Alpenüberquerung: Unvergessliche Erfahrungen & Profi-Tipps für Deine Traumtour
- Peugeot Dreirad Roller fahren: Alle Führerschein Voraussetzungen in Deutschland im Überblick!
Kommentar schreiben