Die Shimano CUES Schaltung ist eine 11-fach oder 10-fach Gruppe für einen Einsatzbereich zwischen spaßorientiertem Trail Mountainbiken oder sportlichen Alltagsfahrten. Es ist konzipiert für intuitive und leichtgängige automatische Schaltvorgänge die dafür sorgen das du dich voll auf die Fahrt konzentrieren kannst. Dabei wurde der Hauptaugenmerk auf die Zuverlässigkeit und Haltbarkeit gelegt um den Ansprüchen der Biker zu genügen.
Die Komponenten der Schaltung lassen sich nahtlos in das System der Antriebseinheiten EP600 und EP801 von Shimano integrieren. CUES Di2 ermöglicht allen eBikern sportlichen Fahrspaß im Zusammenspiel mit den neuen Funktionen AUTO SHIFT und FREE SHIFT.
Auto Shift und Free Shift Funktion
Die Auto Shift Funktion sorgt in Kombination mit einem elektronischen Schaltwerk für einen automatischen Schaltvorgang, sodass du immer im optimalen Gang unterwegs bist. Free Shift ist bei eMTB Fahrten die perfekte Unterstützung, wenn du in Kurvenreichen Trails unterwegs bist. Diese Funktion sorgt dafür, dass der Schaltvorgang ohne pedalieren erfolgt und du voll Konzentration auf das planen und halten deiner Linie legen kannst.
Shimano LINKGLIDE Technologie
Extra langlebige Haltbarkeit durch Shimanos LINKGLIDE Technologie. Diese Fähigkeit ist entscheidend für drehmomentstarke e-Bikes um den Schaltkomponenten eine gewisse Haltbarkeit zu gewährleisten.
Mit der Linkglide-Technik reagierte Shimano auf die zunehmend höheren Belastungen von E-Bikes. Mehr Material und ein Gang weniger sollen eine bessere Zuverlässigkeit bringen. Auch Alltagsbiker ohne E profitieren von der größeren Langlebigkeit der neuen Ketten und Kassetten.
Linkglide und Cues: Shimano räumt auf im Portfolio
Die neue Technik war für Shimano DIE Gelegenheit, endlich im Portfolio aufzuräumen. Statt Sora, Altus, Claris, Alivio und Acera wird es in Zukunft nur noch eine einzige Produktfamilie geben: Die Cues.
Cues ist nicht gleich Cues
Spezial-Schaltungen für High-End-Räder und darunter für alle nur noch Shimano Cues? Ganz so simpel ist es leider nicht. Denn auch die Cues gibt es in mindestens drei verschiedenen Ausführungen mit teils extrem unterschiedlicher Wertigkeit. Wer sich für ein Bike mit der neuen Allround-Schaltung interessiert, muss hier also genau hinschauen. So ist das Topgruppe Cues U8000 mehr als doppelt so teuer, wie die Einstiegsgruppe Cues U4000.
Leider macht es Shimano Bikern nicht gerade leicht, die verschieden wertigen Schaltungen voneinander zu unterscheiden. Ob Premium-Klasse oder Einsteiger-Ware wird nur an den etwas kryptischen Zahlenkombinationen in der Modellbezeichnung ersichtlich - U4000, U6000, U8000. Und selbst innerhalb der Gruppen gibt es noch Unterschiede. Zehn oder elf Gänge, mit oder ohne Shadow Plus, das sorgt gerade bei der Cues U6000 für Verwirrung.
Das offensichtlichste Unterscheidungsmerkmal der drei Schaltgruppen ist trotzdem erstmal die Anzahl der Gänge. Die Einsteigergruppe Cues U4000 schaltet nur neun Ritzel am Hinterrad. Die Mittelklasse Cues U6000 hat schon zehn oder sogar elf Ritzel hinten. Die Topgruppe Cues U8000 schaltet immer elf Gänge im Heck und ist sogar als Di2-Variante mit elektronischer Ansteuerung verfügbar.
Für Experten: Die Zahlenlogik der Cues folgt ungefähr den Mountainbike-Schaltungen. Die 6000er entspricht in etwa dem Deore-Zwölffach-Niveau, die 8000er der XT. Die 4000er liegt darunter.
So fährt sich die Shimano Cues Gangschaltung
Alle modernen Shimano-Schaltungen abseits der allergünstigsten Varianten liegen funktional auf einem sehr hohen Niveau. Das gilt auch für alle Varianten der Cues. Sauber eingestellt wechseln sie die Gänge schnell und zuverlässig. Ist das nicht der Fall, liegt’s fast immer an verschlissener oder falsch eingestellter Hardware - da kann die Schaltung selbst nicht viel dafür. Fakt ist schlicht: Die Technologien der einstigen Top-Gruppen sind längst auch im Einsteigermarkt angekommen.
Shimano Cues U4000 - Die Einsteigergruppe
Mit neun Gängen am E-Bike ist die 4000er Cues von Shimano eindeutig im Einsteigersegment unterwegs. Die UVP für das Schaltwerk liegt nur knapp über 50 Euro. Das größte Manko der “kleinen” Cues ist die wenig feine Gangabstufung. Um mit nun neun Gängen eine große Bandbreite zu erreichen, muss man gerade am E-Bike zur Kassette mit 11 bis 46 Zähnen greifen.
Die Gangsprünge fallen hier bei den kleinen Gängen recht groß aus. Am Berg fehlt dadurch manchmal der passende Gang für die ideale Trittfrequenz. Ansonsten funktioniert auch die günstig Cues zuverlässig und kann Alltagsnutzer durchaus glücklich machen.
Typisch für Schaltungen mit der Linkglide-Technik: Die Schaltvorgänge sind sehr weich aber nicht so schnell wie man es von den klassischen Modellen mit Hyperglide-Technik gewohnt ist. Außerhalb vom Racing-Kontext dürfte das kaum stören, für den Alltag ist die Schaltgeschwindigkeit locker ausreichend.
Die niedrigen Preise merkt man der 4000er Cues aber an anderer Stelle an. Die Kurbel ist nicht hohlgeschmiedet und schwer, die Hebel wirken lieblos und billig. Auf rauem Untergrund klappert die Kette deutlich.
Anders als bei den günstigen Deore-Schaltungen verzichtet die günstige Cues nämlich auf die Geländeoptimierte Schaltwerksdämpfung Shadow Plus. Am (E-)Mountainbike würden wir die Cues 4000 daher nicht empfehlen.
Shimano Cues U6000 - Solide Mittelklasse
Optisch wie haptisch ist die Shimano Cues 6000 ein Upgrade. Gerade die etwas teurere Elffach-Variante bietet deutlich definiertere Gangwechsel, als die 4000er Cues. Mit zehn beziehungsweise elf Gängen lassen sich auch mit Einfach-Kurbel vorne relativ homogene Gangsprünge bei großer Bandbreite realisieren.
Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Nur die teureren Varianten der Cues 6000 kommen ab Werk mit Shimanos Shadow-Technologie gegen Kettenklappern. Erkennbar ist das an dem kleinen On-Off-Hebel für die zusätzliche Dämpfung am Schaltwerk. Diese Varianten können wir auch anspruchsvollen Nutzern und Trail-Fans klar empfehlen. Die günstigeren 6000er Cues ohne Schaltwerksdämpfung passen eher zu Trekking- und Alltagsrädern.
Shimano Cues 8000 - Seltene High-End-Option
Von der Wertigkeit und vom Schaltgefühl liegt die Cues 8000 sehr nah an der beliebten XT-Gruppe. Allerdings gilt das auch für den Preis. Die teure Cues wird daher nur sehr selten verbaut. Lieber greifen die Hersteller im Zweifel zum XT-Label. Der “Haben-Wollen”-Faktor ist hier einfach größer.
Wie die günstigeren Cues-Schaltungen setzt auch die Cues 8000 auf die haltbaren Linkglide-Kassetten. Die Schaltgeschwindigkeit ist daher etwas gedrosselt. Dafür sollen die Linkglide-Gruppen nicht so anfällig sein. Selbstverständlich kommt die 8000er Cues standardmäßig mit dem starken Shadow-Plus-Dämpfer gegen Kettenklappern.
Shimano Cues, Deore, GRX, XT: Welche Gangschaltung ist besser für wen?
Eigentlich wollte Shimano mit der Cues das Portfolio aufräumen. Das gelingt bislang noch nicht ganz. Erstens stiften die vielen verschiedenen Cues-Varianten neue Verwirrung. Und zweitens gibt es aktuell noch einige offensichtliche Überschneidungen im Portfolio, wenn man rein auf die Wertigkeit der verschiedenen Antriebe schaut.
Trekking- und Alltagsradler können bei der Cues mit Linkglide-Kassetten bedenkenlos zuschlagen. Die Cues 4000 bietet hier eine angenehm günstige Option. Die Cues 6000 ist solide Mittelklasse. E-Mountainbikern würden wir auch zu Linkglide-Schaltungen raten. Dann aber mindestens zur 6000er Cues mit der Shadow-Plus-Schaltwerksdämpfung. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift gleich zu Deore Linkglide und XT Linkglide.
Sportliche Biker ohne Motor sind nach wie vor mit den Hyperglide-Gruppen am besten aufgehoben. Sie sind etwas leichter als die Linkglide-Pendants und bieten mehr Gänge und damit eine feinere Gang-Abstufung über die Bandbreite hinweg. Gerade die Deore-Zwölffach sticht hier mit guter Funktion und günstigem Preis positiv heraus.
Vorsicht beim Nachrüsten: Wegen unterschiedlicher Kettenlinien sind nicht alle Gruppen miteinander kompatibel. Speziell bei MTB-Gruppen und Cues erstmal checken, ob der Rahmen mit dem jeweils anderen System kompatibel ist.
BIKE-Fazit zur Shimano Cues Gangschaltung
Günstig und gut? Die Shimano Cues liefert eine solide Funktion. Gerade auch die günstigeren Gruppen sind aus unserer Sicht ein Fortschritt gegenüber Acera und Altus. Der Linkglide-Ansatz für mehr Haltbarkeit passt gut zum Rad als Fortbewegungsmittel für Sport und Alltag. Kann man bedenkenlos kaufen!
Schade, dass das Portfolio so verwirrend ist. Speziell die besseren Modelle mit Shadow-Plus-Hebel können auch anspruchsvolle Biker überzeugen. Ob so ein Modell verbaut ist, wird aus dem Datenblatt allein leider häufig nicht ersichtlich.
Shimano Cues: Schalt-Brems-Griffe für Dropbars entwickeln
Der Grund, warum die Shimano Cues-Komponenten bisher nicht an Fahrrädern mit Dropbars zu sehen sind, liegt vor allem daran, dass die Japaner noch keine passenden Schalt-Brems-Hebel vorgestellt hat. Offiziell sind derzeit nur Schalthebel und Bremsgriffe für Flatbars verfügbar. Die neuen Schalt-Brems-Hebel mit der Modellbezeichnung ST-U6030 sind (noch) nicht im Sortiment der Japaner zu finden.
Bisherige Rennlenker-Hebel, wie etwa aus den Tiagra- oder Sora-Gruppen des Herstellers, sind mit den neuen Cues-Komponenten nicht kompatibel. Ein linker Bremshebel ohne Schalteinheit für Einfach-Antriebe ohne Umwerfer, wie sie bei Gravelbikes immer beliebter werden, ist bisher nur für die teurere GRX-Gravel-Gruppe erhältlich.
Die Zweifach-Kurbel (FC-U6030-2) am besagten Conway wird mit einer Kettenblatt-Kombination von 46/32 Zähnen geliefert, die Shimano bereits letztes Jahr für 2x11-Schaltungen eingeführt hat. In Kombination mit einer 11-39-Kassette (CS-LG300-10) ermöglicht sie eine deutliche Untersetzung im leichtesten Gang für Bergfahrten.
Ein größeres Ritzel wird jedoch vom Schaltwerk (RD-U6020), das ebenfalls bereits im Sortiment ist, nicht unterstützt. Sollte Shimano das Baukasten-System beibehalten, könnten auch Gravel-typische Einfach-Varianten möglich werden.
Die hydraulische Bremsanlage trägt die Modellbezeichnung BR-U6030 und scheint eine Neuentwicklung zu sein. Am Conway Gravelbike ist sie mit großen Bremsscheiben aus der Deore-Serie kombiniert.
Canyon Endurace AllRoad
Das Endurace AllRoad basiert auf einem anderen Aluminiumrahmen als das bekannte Endurace AL und wird von Canyon als Allrounder für gemeinsame Ausfahrten, Pendelfahrten, Granfondos oder Bikepacking-Touren positioniert. Bis zu 40 Millimeter breite Reifen passen hinein, womit auch leichtes Gelände drin ist, serienmäßig sind 35er-Schwalbe-Reifen mit leichtem Profil aufgezogen.
Der Rahmen ist sehr schlicht verarbeitet, was die Silberpfeil-Lackierung aber geschickt kaschiert. Insgesamt wirkt das Rad deutlich teurer als es ist. Trotz Carbongabel und moderner Optik ist das Rad jedoch schwer: Knapp elf Kilogramm zeigt unsere Waage an, das ist das Niveau günstiger Gravelbikes. Entsprechend träge wirkt es im Antritt.
Davon abgesehen ist das Fahrverhalten tadellos. Die Sitzposition ist sehr komfortabel, die Kontaktpunkte Lenker und Sattel sind sogar sehr bequem. Dass Rahmen und Gabel wenig Federkomfort bieten, merkt man, wenn man die Reifen etwas härter aufpumpt. Dann rollen die einfachen Schwalbe-Pneus zwar ordentlich, aber Stöße schlagen nahezu ungefiltert auf den Körper durch und das Rad neigt bei Unebenheiten zum Springen.
Besser fährt es sich auch auf der Straße mit etwas niedrigerem Druck; ein Tuning-Tipp sind geschmeidigere Reifen. Als robustes Rennrad mit günstigen Verschleißteilen, beispielsweise für tägliche Pendelwege, eignet sich das Canyon definitiv, zumal sich Schutzbleche und Gepäckträger anbringen lassen.
Am Endurace ist die sportlichste Übersetzungsvariante verbaut, mit einer 50/34-Abstufung und einer 11-39-Zehnfach-Kassette. Mit dem bergtauglichen, aber auch recht grob abgestuften Ritzelpaket sehen wir das Rad eher auf Touren, in der Stadt und auf Reisen. Betont sportliche Ambitionen kommen auch aufgrund des hohen Gewichts kaum auf. Alle anderen Übersetzungs-Konfigurationen sind eher auf Fahrten abseits des Asphalts oder im Gelände ausgerichtet.
Somit wird man die Cues-Teile mehr an günstigen, komfortabel abgestimmten Gravelbikes und kaum an sportlichen Straßenrennrädern sehen. An den Gedanken, dass geländegängige Gravel- und Allroadbikes wie das Canyon zukünftig der günstigste Einstieg in den Radsport sind, wird man sich wohl gewöhnen müssen.
Canyon Endurace AllRoad: Key Facts
- Preis: 999 Euro
- Gewicht: 10,8 Kilogramm
Preiswerte sportliche Räder sind heutzutage überwiegend Gravelbikes. Shimano hat daher die preiswerten Straßen-Gruppen Sora und Tiagra aus dem Programm genommen. Allein wegen der fehlenden günstigen Komponenten dürfte der Einstiegspreis für ein modernes Straßenrennrad damit auf etwa 2000 Euro anziehen. Werden elektrische Schaltungen und Carbonrahmen irgendwann alternativlos, was angesichts sichtbarer Tendenzen nicht mehr abwegig erscheint, kommt noch mal ein Tausender hinzu.
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