Vor allem E-Mountainbikes verlangen Ketten und Ritzeln einiges ab. Nicht nur Dreck und Matsch, sondern auch die Mehrbelastung durch E-Bike-Motoren treiben den Verschleiß von Kette und Ritzel in die Höhe.
Shimano LinkGlide: Eine verstärkte Lösung für Mountainbiker
Shimano bietet nun für Mountainbiker eine verstärkte Version der Deore- und Deore XT-Schaltgruppe an, die bis zu dreimal länger halten soll als herkömmliche Ketten und Ritzel. LinkGlide richtet sich an alle, die mehr Wert auf Haltbarkeit legen als auf ein möglichst geringes Gewicht und doch die gewohnte Schaltperformance nicht missen wollen.
Vor allem Einsteiger-E-MTBs sollen zukünftig mit den LinkGlide-Komponenten von Shimano ausgerüstet werden. Shimano bietet die LinkGlide-Technik beim 1x10 Deore (M5130-Serie) und beim 1x11 Deore XT Antrieb (M8130-Serie).
Unterschiede und Kompatibilität
Shimanos Deore 1x10 und Deore XT als 1x11-Version sind Dauerbrenner, vor allem bei günstigeren E-Bikes. Es liegt also nahe, dass diese Antriebsgruppen als erstes verstärkt werden. Der Unterschied zu den 12fach-Versionen der Deore und Deore XT liegt im Materialaufwand. Stärkere Kette, stärkere Ritzel und ein stärkeres Kettenblatt sollen für die höhere Haltbarkeit sorgen.
Damit wird die Schaltgruppe aber nicht nur schwerer, sondern es ändern sich auch die Übersetzungsverhältnisse. So sind LinkGlide-Komponenten nicht mit den herkömmlichen Deore- und Deore XT-Teilen kombinierbar. Wer also auf LinkGlide wechseln möchte, der muss die komplette Schaltgruppe samt Schalthebel tauschen. Lediglich Ketten, die als „E-Bike Rated“ erkennbar sind, sind mit den LinkGlide-Komponenten kombinierbar.
Der XT-Schalthebel soll 120 Gramm wiegen und kann entweder per Klemmung oder via I-Spec-Schelle montiert werden. LinkGlide-Komponenten sind an dem kleinen LinkGlide-Logo erkennbar und es lassen sich maximal zwei Gänge mit einem Daumendruck schalten.
Mehr Material, mehr Gewicht, weniger Verschleiß
Durch den erhöhten Materialaufwand sollen LinkGlide-Ketten und -Kassetten dreimal länger halten als die der herkömmlichen Shimano-Komponenten. Doch neben der Haltbarkeit erhöht sich auch das Gewicht. Mit 780 Gramm soll die LinkGlide Deore-XT-Kassette ungefähr 369 Gramm mehr wiegen als eine Deore XT 11fach-Kassette. Die neue 10fach Deore-Kassette soll 634 Gramm auf die Waage bringen.
LinkGlide ist ausschließlich für die 1x10 Deore und die 1x11 Deore XT zu haben. Die 12fach-Varianten dieser MTB-Antriebe sind auf geringes Gewicht getrimmt und sollen laut Shimano vorerst nicht als LinkGlide-Versionen kommen.
Auch die neuen LinkGlide-Kassetten von Shimano verfügen für einen leichtgängigen Gangwechsel über Steig- und Fallhilfen. Durch Steig- und Fallhilfen soll die Schaltgeschwindigkeit und -geschmeidigkeit der LinkGlide-Version genauso gut sein wie die der regulären Deore und Deore XT. Außerdem verfügen auch die neuen Schaltwerke über die bekannte Shadow Plus-Dämpfer. Der Reibungsmechanismus hält die Kette auch in ruppigen Steinfeldern zuverlässig auf Ritzel und Kettenblatt.
Sowohl der XT- als auch der Deore-Schalthebel werden mit einer Klemme am Lenker befestigt. Der XT-Schalthebel kann außerdem mittels I-Spec-Schnelle mit der Bremsenklemmung kombiniert werden. Als Kette kommt bei beiden Antrieben die LG500-Version mit 257 Gramm zum Einsatz. Die Kette ist auch mit anderen 11fach-Antrieben von Shimano kompatibel.
Die Preise für die LinkGlide-Gruppen sind noch nicht bekannt. Sie werden preislich wohl auf dem Niveau der herkömmlichen Elffach bzw. Zehnfach-Gruppen liegen.
Shimano Deore M6100, M5100 und M4100: Die 12-, 11- und 10-fach Varianten
Der japanische Fahrradteilehersteller stellt mit der DEORE M6100 das neueste Mitglied der 12-fach MTB Komponentenfamilie her und präsentiert parallel dazu eine 11-fach DEORE M5100 sowie die 10-fach-Variante M4100, die ebenfalls den klangvollen Namen SHIMANO DEORE trägt.
Die M6100 Serie basiert auf der DNA der SHIMANO Top-MTB-Gruppen XTR, DEORE XT und SLX. Zum Einsatz kommt dieselbe DYNAMIC CHAIN ENGAGEMENT+ Technologie wie bei den XTR, DEORE XT und SLX Kurbeln, die mit ihren speziell geformten Zähnen gleichermaßen den Rückhalt der Kette auf dem Kettenblatt wie den reibungslosen und leisen Lauf garantiert.
Zur Wahl stehen Kubelarmlängen von 170 mm oder 175 mm, Kettenblätter mit 30 oder 32 Zähnen (wobei die größeren oder kleineren Kettenblätter der SLX, XT oder XTR auch mit der DEORE Kurbel genutzt werden können und das Spektrum entsprechend erweitern) sowie Versionen mit drei verschiedenen Q-Faktoren: 172 mm (für 142/148 mm O.L.D.), 178 mm (148 mm O.L.D.) und 181 mm (O.L.D. 157 mm).
Kassette & Kette
Die SHIMANO DEORE 12-fach MICROSPLINE Kassette (CS-M6100) besteht aus 12 haltbaren Edelstahl-Ritzeln und hat eine Übersetzung von 10-51 Zähnen. Und zwar selbst unter hoher Last. Die SHIMANO DEORE 12-fach HG Kette (CN-M6100) ermöglicht eine leise und leichtgängige Kraftübertragung und zugleich besseren Rückhalt auf Ritzeln und Kettenblätter.
Schaltwerk & Schalthebel
Das DEORE 12-fach-Schaltwerk (RD-M6100-SGS) garantiert schnelle und präzise Schaltvorgänge über die gesamte Bandbreite von 10-51 Zähnen. Der rechte 12-fach-Schalthebel der DEORE (SL-M6100-IR) profitiert von denselben Technologien wie seine Geschwister auf XTR, DEORE XT und SLX Niveau, unter anderem von I-Spec EV.
Bremsen
Die DEORE M6100 Bremsen kommen in zwei Versionen auf den Markt - mit XC-spezifischem Zwei-Kolben-Bremssattel (BR-M6100) oder mit einem Vier-Kolben-Bremssattel für den Trail/Enduro-Einsatz (BR-M6120). Dazu sind die Bremshebel mit SHIMANOs bewährter SERVO WAVE Technologie ausgestattet, die mit dem ersten Teil des Hebelwegs die Beläge schnell nahe an die Scheiben führt und im zweiten Teil viel Hebelweg für den eigentlichen, leistungsstarken und gut kontrollierbaren Bremsvorgang zur Verfügung stellt.
Ein optionaler Auslösehebel für versenkbare Sattelstützen (SL-MT500) komplettiert nach Wunsch das DEORE Cockpit. Mit diesem Hebel lassen sich Dropper-Posts betätigen, ohne den festen Griff am Lenker lockern zu müssen.
DEORE 11-fach und 10-fach
Die DEORE, die neben der neuen 12-fach-Linie auch eine neue 11-fach-Serie sowie weiterhin eine 10-fach Serie enthält, erhöht die Vielseitigkeit und das Einsatzspektrum dieser Gruppe um ein Vielfaches.
Im Gegensatz zur 12-fach DEORE, haben diese beiden Serien auch eine 2-fach Option (2×11, 2×10) im Line-up. Wer sich für ein 11-fach-System entscheidet, hat die Wahl, entweder die 10-51Z HG Kassette (CS-M5100) mit einer 1-fach Kurbel (FC-M5100) mit 30 oder 32 Zähnen oder die 11-42Z HG Kassette mit einer 2-fach Kurbel mit Standard- (FC-M5100-2) oder Boost-Einbaubreite (FC-M5100-B2) und 36-26 Zähnen zu kombinieren.
Die Schaltwerke sind jeweils von der Wahl des Antriebsstrangs abhängig. So ist das SHIMANO SHADOW RD+ Schaltwerk RD-M5100-SGS für den Einsatz mit einem 1×11-fach-Antrieb vorgesehen. Es kommt spielend mit der großen Bandbreite der 11-51Z-Kassette zurecht.
Das RD-M5120-SGS Schaltwerk weist ebenfalls das für SHIMANO SHADOW RD+ typische flache Profil auf und ist auf Kassetten bis 42 Zähne (2×11/2×10-fach) bzw. bis 46 Zähne (1×10-fach) ausgelegt.
Die DEORE Umwerfer (FD-M5100/M4100) garantieren leichtgängige, leise und reibungslose Schaltvorgänge vorne und bieten zugleich ausreichend Freiraum für breite Reifen (bis zu 2,3“) auf breiten Felgen.
Sowohl für 1-fach- als auch für 2-fach-Systeme bieten die zugehörigen Schalthebel (SL-M5100-IL/IR) mittels I-SPEC EV die Möglichkeit, Schalt- und Bremshebel bzw. bei 1-fach auch einen Auslösehebel für versenkbare Sattelstützen integriert mit den Bremshebeln an einer gemeinsamen Schelle zu montieren.
Dies ermöglicht ein cleanes Cockpit-Design und lässt viele Freiheiten für eine ergonomische Positionierung der Bedienelemente. Auf der linken Seite kommt bei den 2-fach-Schalthebeln die RAPIDFIRE PLUS MONO Technologie zum Einsatz, bei der mit nur einem Hebel hoch- wie heruntergeschaltet wird, was eine schnelle, direkte und vor allem intuitive Bedienung ermöglicht.
Passend zu den 10-fach- und 11-fach-Versionen der DEORE sind Scheibenbremssysteme verfügbar, bei denen der Bremshebel BL-M4100 wahlweise mit einem Zwei- oder einem Vier-Kolben-Bremssattel kombiniert wird. Auch der BL-M4100 ist wie seine großen Geschwister zusätzlich am Lenker abgestützt und so signifikant steifer als Vorgängermodelle. Zudem weist auch er einen kürzeren Leerweg auf.
Die Shimano Deore Gruppe im Detail
Die Shimano Deore Gruppe ist bereits seit den Achtziger Jahren eine feste Größe im Portfolio des Marktführers. Sie bildete seit jeher den Einstieg in die Shimano MTB-Komponenten. In Punkto Wertigkeit oberhalb der Deore liegen heute die Gruppen SLX, XT und XTR. Die untere Position der Deore ist jedoch keineswegs negativ behaftet. Ganz im Gegenteil. Denn wenn man bei Shimano Komponenten eines garantieren kann, dann ist es ihre reibungslose, ja im Grunde sogar perfekte Funktion über alle Preisklassen hinweg.
Im Zuge der Upgrades, die Shimano seinen Komponenten fast jährlich spendiert, werden die Gruppen immer hochwertiger und nähern sich einander an. So hat Shimano der Deore Gruppe im Modelljahr 2021 zahlreiche Premium-Technologien implementiert, die kaum einen Wunsch offen lassen. Deshalb ist die Deore durchaus nicht nur für Einsteiger, sondern auch für ambitioniertere Biker interessant.
In Zeiten, wo Antriebe mit einem einzelnen Kettenblatt langsam aber sicher zum Standard am MTB werden, stehen Kurbeln und Schaltungen natürlich besonders im Fokus. Zu Recht, denn gerade in diesem Punkt hat Shimano die Deore auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Bisher lediglich mit Doppel- oder Dreifach-Kettenblatt erhältlich, gibt es die Deore Kurbel jetzt auch in einer Einfach-Version. Das Kettenblatt wahlweise mit 30 oder 32 Zähnen.
Die eingesetzten Technologien wie das Dynamic Chain Engagement (speziell geformte Zähne für sicheren und leisen Lauf der Kette) und Direct-Mount (zentrale Befestigung an der Kurbel) sind dieselben, wie bei den Top-Gruppen bis hinauf zur XTR. Parallel dazu sind die 11- und 10-fach Versionen der Deore weiterhin im Shimano Programm (alternativ mit Ein- oder Zweifach-Kurbel).
Passend zur neuen 1-fach Kurbel hat Shimano eine Kassette mit 12 Edelstahl-Ritzeln entwickelt, mit der der Abstufung 10 bis 51 Zähne. Die bewährte Hyperglide Technologie mit speziell geformten Zähnen und Steighilfen sorgt in Kombination mit der 12-fach HG Kette für Schaltperformance auf Top-Niveau.
Das neue 12-fach Schaltwerk kann mit seiner elegant-schwarzen Farbe nicht nur optisch überzeugen. Die bei den modernen 1×12 Antrieben üblichen, extremen Größenunterschiede der Ritzel erfordern beim Schaltwerk spielfreie Lagerpunkte und höchste Präzision. So reduzieren große Leit- und Spannrollen mit 13 Zähnen Laufgeräusche. Außerdem sorgt der robuste Käfig für hohe Kettenspannung und hält damit die Kette auch in holprigem Gelände im Zaum.
Auch der rechte 12-fach Schalthebel profitiert von den Technologien der höher positionierten Gruppen SLX, XT und XTR. Beispielsweise ermöglicht I-Spec EV einen deutlich größeren Einstellbereich der Montagepunkte am Lenker als bisher. Was die individuelle Cockpit-Ergonomie auf ein neues Level hebt.
In Kombination mit weiteren Features wie Rapidfire Plus und Two-Way-Release lässt sich mit den neuen Deore Schalthebeln schneller, präziser und komfortabler denn je in beiden Richtungen durch die Kassette schalten.
Mit Präsentation des neuen 4-Kolben-Sattels stellt Shimano klar, dass die Deore Gruppe jetzt auch für sportlich-ambitionierte Biker eine interessante Option ist. Denn wer in Richtung Enduro unterwegs ist und stets nach den steilsten Abfahrten sucht, für den ist eine kraftvolle 4-Kolben-Bremse zumindest am Vorderrad Pflicht. Ob 2- oder 4-Kolben-Version - beide Bremsanlagen teilen sich denselben Bremshebel. Dessen neue, zusätzliche Abstützung am Lenker sorgt für eine steifere Konstruktion und damit bessere Kraftübertragung von den Fingern ins System.
Zudem sind die Bremshebel mit der bewährten Servo Wave Technologie ausgestattet: Im ersten Teil des Hebelwegs werden die Beläge schnell nahe an die Scheiben führt. Im zweiten Teil stellt das System dann viel Hebelweg für den eigentlichen Bremsvorgang zur Verfügung. Der Vorteil: Mehr Leistung bei verbesserter Kontrolle.
Um das neue Deore-Cockpit perfekt zu machen, bietet Shimano nun auch einen Remote-Hebel für Teleskop Sattelstützen an.
Kettenverschleiß und Haltbarkeit
Durch Reibung wird Material abgetragen. Mit ein bisschen Zuwendung, vor allem regelmäßiger Schmierung, verrichtet die Kette ihre Arbeit in der Regel unauffällig. Man bekommt dabei kaum mit, dass sich der Gliederstrang langsam, aber sicher längt. Dies geschieht, weil beim Ein- und Ausschwenken der Kette in die Zahnräder Reibung zwischen den Bolzen der Kette und den Kettenlaschen auftritt und Material abgetragen wird.
An diesen kleinen Gleitlagern nagt der Zahn der Zeit. Besonders dann, wenn das Rad im Alltagsbetrieb bei jedem Wetter oder im Gelände bewegt wird und Dreck in die Gelenke dringt. Radeln mit Motor fördert den Verschleiß ebenfalls, denn E-Bikes bringen mehr Power auf die Kette als die Waden.
Die angeschlissene Kette ändert ihre sogenannte Teilung. Die Abstände von Bolzen zu Bolzen, im Neuzustand gleichmäßig, ändern sich zu kurz- lang-kurz. Das wiederum stresst die Ritzel und Kettenblätter und sorgt auch dort für verstärkten Verschleiß.
Eine gelängte Kette verändert die Zahnprofile aber so, dass eine neue Kette darauf irgendwann nicht mehr läuft. Dann wird der Service teuer, weil neben der Kette auch Kettenblatt (vorn) und Ritzel (hinten) ausgetauscht werden müssen.
Bei hochwertigen Rädern empfiehlt es sich daher, die Kette rechtzeitig zu wechseln, dann halten die Zahnräder zwei bis vier Ketten lang. Die absoluten Kilometerleistungen können dabei gewaltig schwanken. Ein sportlich betriebenes E-Bike kann eine Kette auf 1000 Kilometer hinrichten. Am gepflegten Schönwetterrad hält die gleiche Kette auch 7000 Kilometer und mehr.
Welche Kette ans E-Bike?
Sollte man am E-Bike also besondere Ketten mit dem Zusatz „E“ verwenden? Und lohnt es sich, etwas tiefer in die Tasche zu greifen und die Top-Modelle zu kaufen? Der Test auf dem Prüfstand fördert erhebliche Unterschiede im Verschleißverhalten zutage. Während manche Exemplare nach dem Testmarathon noch nicht austauschpflichtig wären, sind andere schon extrem gelängt.
Auffällig ist, dass zwei ausgewiesene E-Bike-Ketten im Test - von KMC und von Miché - besonders schlecht abschneiden. Extrem haltbar sind hingegen alle Shimano-Ketten, auch die ganz günstigen, sowie die KMC X10. Auch die Wippermann-Ketten zeigen eine ordentliche Performance, fallen aber durch stärkeren Rollenverschleiß auf. Die teurere Edelstahlkette längt sich dabei etwas weniger als die einfacheren Modelle. Auch bei SRAM ist die teurere PC 1071 deutlich haltbarer als die billige PC 1031.
Unterm Strich lernen wir, dass das Attribut „E-Bike-tauglich“ keine Qualitätsaussage ist. Auch der Preis gibt nur bedingt Auskunft über die Qualität einer Kette. Durch die Bank glänzend sind die Ergebnisse der Shimano-Ketten. Auch die günstigste, die HG 54, schneidet sehr gut ab. Punktabzug gibt es nur durch das umständliche Handling mit dem Verschlussbolzen. Den Testsieg holt sich KMC mit der günstigen X10, die mit einem Kettenschloss montiert wird.
Die schlechtesten Fahrradketten im Test verschlissen siebenmal schneller als die Top-Modelle. Wie lange Ketten insgesamt halten, hängt auch von der Pflege ab. Regelmäßig gereinigte und geölte Ketten halten deutlich länger als verschmutzte.
Kettenverschleiß - So wurde getestet
Den Verschleiß der Ketten haben wir auf einer Prüfmaschine bestimmt. Dazu wurden je sieben Kettenabschnitte zu einer Prüfkette zusammengesetzt, die auf dem Prüfstand verspannt wurde. 80 Stunden lang wurde die Kette mit 300 N Spannung und 75 U/min bewegt. Weitere 30 Stunden mit einer auf 750 N erhöhten Last, wie sie fürs E-Biken repräsentativer ist. Alle 20 Stunden wurde feiner, aggressiver Quarzsand auf die Kette gerieselt, die mit einfachem Motoröl geschmiert wurde. Am Ende jedes Zyklus wurde die Längung der Gelenke mit Messschiebern unter Vorlast ermittelt. Zusätzlich haben wir den Rollenverschleiß erfasst und mit einer Kettenmesslehre überprüft, ob ein Austausch anstünde.
Ein Referenzkettenabschnitt wurde in beiden Prüfketten verwendet.
Die Grafik zeigt, wie sehr sich die Kettengelenke im Zuge der Prüfung durch Verschleiß gelängt haben. Ketten unter 0,02 Millimeter Längung pro Gelenk sind nach der Prüfung mit Kettenlehre, die auch den Rollenverschleiß erfasst, noch nicht austauschpflichtig.
Die 13 Ketten im Verschleißtest
Nachfolgend finden Sie die Testergebnisse zu den 13 Fahrradketten im MYBIKE-Verschleißtest.
Testergebnisse im Überblick
| Kette | Preis | Gewicht | Verschleiß | Testurteil |
|---|---|---|---|---|
| KMC E10 | 52,95 Euro | 285 Gramm | 0,078 Millimeter | BEFRIEDIGEND |
| KMC X10 | 33,90 Euro | 264 Gramm | 0,017 Millimeter | SEHR GUT (Testsieger 3/2019) |
| KMC X10 EL Gold | 54,90 Euro | 259 Gramm | 0,054 Millimeter | GUT |
| Miché E-Bike | 48,38 Euro | 337 Gramm | 0,111 Millimeter | AUSREICHEND |
| Miché 10 Speed | 36,50 Euro | 279 Gramm | 0,035 Millimeter | GUT |
| Shimano CNE 6090 | 42,95 Euro | 303 Gramm | 0,017 Millimeter | SEHR GUT |
| Shimano Deore HG 54 | 29,95 Euro | 276 Gramm | 0,016 Millimeter | SEHR GUT |
| Shimano HG 95 | 32,95 Euro | 277 Gramm | 0,016 Millimeter | SEHR GUT |
| SRAM PC 1031 | 22,00 Euro | 272 Gramm | 0,102 Millimeter | AUSREICHEND |
| SRAM PC 1071 | 48,90 Euro | 260 Gramm | 0,026 Millimeter | SEHR GUT |
| Wippermann 10 S1 | 67,50 Euro | 256 Gramm | 0,023 Millimeter | SEHR GUT |
| Wippermann 10 SE | 57,90 Euro | 286 Gramm | 0,024 Millimeter | SEHR GUT |
| Wippermann 10 SO | 34,90 Euro | 264 Gramm | 0,028 Millimeter | SEHR GUT |
10-fach-Kassette Vergleich
Die besten 10-fach-Kassetten im Vergleich:
- Shimano HG50 (Vergleichssieger)
- Fomtor 10-fach-Kassette (Preis-Leistungs-Sieger)
- Shimano Ultegra CS-6700
- Tbest 10-Fach Kassette
- Cysky 10-fach-Kassette (Bestseller)
- Bolany MTB-Kassette
- Keenso 10-fach-Kassette
- Shimano Tiagra 4700
Hier eine tabellarische Übersicht:
| Modell | Verwendung | Übersetzung (Anzahl Zähne) | Gewicht | Material | Vorteile |
|---|---|---|---|---|---|
| Shimano HG50 | Mountainbike | 11-36 T | 454 g | Beschichteter Stahl | Robust und korrosionsbeständig, sehr leicht, in weiteren Varianten erhältlich |
| Fomtor 10-fach-Kassette | Mountainbike, Rennrad | 11-42 T | 475 g | Beschichteter Stahl | Besonders gute Übersetzung, aus rostfreiem Stahl |
| Shimano Ultegra CS-6700 | Keine Herstellerangabe | 11-28 T | ca. 340 g | Beschichteter Stahl | Besonders leicht, Hyperglide-Technologie für leichte Fahrweise |
| Tbest 10-Fach Kassette | Mountainbike | 11-42 T | 315 g | Beschichteter Stahl | Besonders leicht, robust und korrosionsbeständig, hohe Übersetzung |
| Cysky 10-fach-Kassette | Mountainbike | 11-36 T | 489 g | Beschichteter Stahl | Aus rostfreiem Stahl, in weiteren Varianten erhältlich |
| Bolany MTB-Kassette | Mountainbike | 11-42 T | 460 g | Beschichteter Stahl | Mit korrosionsbeständiger Nickel-Chrom-Beschichtung, besonders hohe Übersetzung, in vielen Varianten erhältlich |
| Keenso 10-fach-Kassette | Mountainbike, Rennrad | 11-36 T | 418 g | Beschichteter Stahl | Aus rostfreiem Stahl, in weiteren Varianten erhältlich |
| Shimano Tiagra 4700 | Keine Herstellerangabe | 11-34 T | 459 g | Beschichteter Stahl, Aluminium | Sehr leicht, gute Verarbeitung |
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