Shimano Deore Mega Drivetrain Einstellen: Eine Anleitung

Shimano Rapidfire Schalthebel sind ein aus den 90ern geprägter Begriff und auch heute noch sehr gefragt. In diesem Beitrag versuchen wir zusammen einen Shimano Rapidfire Schalthebel mit Ganganzeige zu reparieren. Dazu brauchen wir evtl. einen Kreuzschlitz-Schraubenzieher und/oder einen Inbus-Schlüssel (4 oder 5mm), etwas Öl, Sprühfett und WD-40 oder ein ähnliches Präparat. Ich arbeite sehr gerne mit WD-40 (nicht als Öl- oder Fettersatz, aber in diesem Fall ist es recht nützlich).

Shimano Rapidfire Know-How

Der Shimano Rapidfire Schalthebel ist ein spezifisches Design von Fahrradschalthebeln, das von der Firma Shimano entwickelt wurde. Diese Schalthebel sind vor allem bei Mountainbikes und einigen anderen Fahrradtypen beliebt. Das Hauptmerkmal des Rapidfire-Systems ist, dass es dem Fahrer ermöglicht, mehrere Gänge mit nur einem einzigen Hebelzug zu wechseln, was einen schnellen und reibungslosen Gangwechsel gewährleistet. Meistens gibt es zwei Hebel pro Schalthebel: einen zum Hochschalten und einen zum Herunterschalten.

Shimano Rapidfire Schalthebel sind ein Schaltmechanismus, der in einer Vielzahl von Fahrradtypen zu finden ist. Hier sind einige Punkte zu beachten:

  • Fahrradtypen: Shimano Rapidfire Schalthebel sind hauptsächlich an Mountainbikes zu finden, können aber auch an einigen Hybrid- und Trekkingrädern vorkommen.
  • Modelle: Shimano produziert eine breite Palette von Fahrradkomponenten, die in verschiedenen Qualitäts- und Preiskategorien eingeteilt werden. Dazu gehören beispielsweise die Deore, SLX, XT und XTR Linien für Mountainbikes. Jede dieser Linien kann ihre eigene Version eines Rapidfire Schalthebels haben, die sich in Material, Gewicht, Design und Preis unterscheidet.
  • Schaltungstypen: Rapidfire Schalthebel gibt es sowohl für Ketten- als auch Nabenschaltungen.
  • Herstellungsdatum: Shimano hat den Rapidfire Schalthebel in den späten 1980er Jahren eingeführt, und er ist seitdem ein populäres Feature in vielen ihrer Schaltungs-Produktlinien geblieben. Das Design und die Technologie der Rapidfire Schalthebel haben sich über die Jahre hinweg weiterentwickelt, aber das grundlegende Prinzip des schnellen und einfachen Gangwechsels ist geblieben.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass, obwohl Shimano einer der größten und bekanntesten Hersteller von Fahrradkomponenten ist, es auch andere Marken gibt, die ähnliche Schaltsysteme produzieren. Es ist also nicht unbedingt so, dass ein Mountainbike oder Hybridrad mit einem Rapidfire-ähnlichen System ausgestattet sein muss, nur weil es solche Schalthebel hat. Es könnte auch von einem anderen Hersteller sein.

Reparatur des Schalthebels

Manchmal ist der Shimano Schalthebel einfach verklebt oder ausgetrocknet. Sprüht oder tropft etwas leichtgängiges Öl („Kriechöl“ wie zB WD-40) in den Schalthebel. Schaltet alle Gänge nach oben und unten mehrmals durch. Manchmal „löst“ sich das Problem so fast wie von selbst.

Wenn das nicht der Fall ist, müsst ihr das Gehäuse entfernen und mal einen Blick ins Innere riskieren. Es gibt zwar viele unterschiedliche Varianten dieses Schalthebels, aber das grundsätzliche Konzept (die Funktionsweise) ist überall gleich. Ihr wollt sicher nicht alle Schrauben entfernen müssen. Davon gibt es jede Menge. Besser ist es die Schraube zu suchen, die den Staubschutz befestigt und nur diese zu lösen.

Im Inneren sind viele kleine Rädchen und Federn. Wenn die sich mal alle selbständig machen, ist es sehr schwer, alle wieder in der richtigen Reihenfolge zusammen zu setzen. Wenn der Staubschutz mal entfernt ist, seht ihr einen (vielleicht kompliziert erscheinenden) Mechanismus aus Zahnrädchen und eine federbetriebene „Kralle“.

Ihr werdet sehen, dass, wenn ihr in leichtere Gänge schaltet, die Feder die Kralle gegen die Zahnräder drückt bis es in die nächste Position „klickt“. Das baut Spannung auf die Feder auf und drückt so das Kabel in seine nächste Position, was dazu führt, dass das Schaltwerk hinten genau ein Ritzel weiterspringt. Genauso funktioniert es in die andere Richtung. Nur das hier der Seilzug gelöst wird und so das Schaltwerk die Kette um ein Ritzel in den leichteren Gang bringt.

Wenn bei diesen Abläufen irgendetwas nicht funktioniert, schaut euch die Rädchen und Federn und Krallen im Inneren des Schalthebels genau an. Vielleicht könnt ihr hier etwas entdecken, was defekt ist oder nicht wie gewollt funktioniert. Wenn dem so ist, braucht ihr in der Regel einen neuen Gangschalter. Wenn alles gut aussieht, könnte ein wenig Öl und Schmiermittel Abhilfe schaffen.

Schalthebel komplett demontieren und wechseln

Sollte es nach dieser Methode dennoch nicht funktionieren, dann ist vermutlich der innere Mechanismus zu stark abgenutzt und die Zähne des Rädchens greifen nicht mehr. Hier muss meist der komplette Schalthebel getauscht werden. Dazu müsst ihr diesen ausbauen und einen neuen wieder einbauen und die Gangschaltung neu einstellen (mit dem neuen Schaltzug).

Gangschalter ausbauen

  1. Zuerst entfernt ihr den Schaltzug. Wir bevorzugen hier die Stellung des höchsten Ganges.
  2. Baut jetzt den Gangschalter vom Lenker ab.
  3. Jetzt müsst ihr allerdings alle restlichen Schrauben entfernen, um an den inneren Mechanismus zu kommen. Aber Vorsicht beim Auseinanderbauen. Merkt euch genau die Reihenfolge, in der die Teile im Mechanismus wieder eingebaut werden müssen. Hier sind viele kleine Schrauben, Federn und Zahnrädchen. Die falsche Reihenfolge und es kann wirklich nervig werden.

Reinigen und zusammenbauen

  1. Nutzt zuerst das WD-40, um die Teile von Schmutz und Unrat zu befreien.
  2. Wischt anschließend alles wieder ab und lasst alle Teile lufttrocknen.
  3. Anschließend sprüht alles mit Sprühöl oder Fett ein - besonders zwischen die sich bewegenden Teile, und baut dann alles wieder so ein, wie es vorher auch rausgenommen wurde.
  4. Baut den Schalthebel wieder an den Lenker und befestigt das Schaltkabel.
  5. Falls nötig, stellt die Schaltung nochmal ein und testet, ob alles wieder wie gewünscht funktioniert. Wenn nicht, werdet ihr wohl um einen neuen Schalthebel nicht herum kommen.

Kurbeln und Kettenblätter

Bei den ersten Fahrrädern war die Kurbel noch als einziges Bauteil gestaltet. Im Laufe der Zeit, hatte man die Kurbel von der Achse komplett getrennt. Bei der neuesten Generation, ist jedoch die Achse an mindestens einem Kurbelarm, fest angeschraubt. Am rechten Kurbelarm befindet sich ein Stern, der als Kettenblattaufnahme dient. Üblich sind 4- oder 5-Stern Aufnahmen. Je nachdem in welchem Radius sich die Befestigungslöcher befinden, wird der Lochabstand angegeben.

Die Kurbelarme sind meist aus Aluguss und bei den hochwertigen Modellen in einer Gesenkschmiede bearbeitet, um die Festigkeit zu erhöhen und Dehnung zu verringern. Bei den Shimano Hollowtech Kurbeln, werden diese hohlgeschmiedet. Kurbeln wie die Race Face Turbine sind CNC gefräst.

Kurbeln brechen relativ häufig im Vergleich zu anderen Teilen. Gefährdete Stellen sind das Pedalauge, Vierkantaufnahmen, Einprägungen, wo der Stern anfängt oder generell an Stellen die einen Formübergang haben.

Der Q-Faktor gibt den Pedalabstand bzw. die horizontale Breite der Kurbel an. Je breiter die Achse und je größer die Kröpfung an der Kurbel, desto größer ist der Q-Faktor, denn nicht jeder sitzt gerne wie John Wayne auf dem Fahrrad. 3fach Antriebe, viele Ritzel und breite Kettenstreben erfordern ein breiteres Innenlager.

Früher war die Angabe des Q-Faktors nicht üblich, weil es verschiedene Innenlagerlängen gab. Statt dessen bekommt man aber oft "optimierter Q-Faktor" zu lesen und keine konkreten Daten. Zusätzlich kommt dann noch die Breite für E-Type hinzu.

Da die Überschneidungen der Gänge mit Umwerfer höher und weil Umwerfer schwieriger zu schalten sind, geht der Trend zu weniger Kettenblättern. SRAM bietet mit der XX1 sogar eine 1fach Kurbel bei der ein Ritzel mit unglaublichen 42 Zähnen zum Einsatz kommt. Völlig unverständlich ist es auch warum Shimano bei den 3fach Kurbeln jetzt auf 26 oder 24 statt einem 22 Kettenblatt setzt.

Kurbeln mit der Aufschrift IG only, was für Interactive Glide steht. gefahren werden, da sonst die Kette selbstständig abgeworfen werden könnte. Heute wird diese Technik nicht mehr verwendet.

Kettenblätter halten zwar deutlich länger als Ritzel, aber sind auch irgendwann hinüber. verschlissenem Kettenblatt die Last auf der Kette, gleich verteilt sein sollte, wenn man eine neue Kette aufzieht. Die Kette scheint dann rauher zu laufen.

Mit aufkommen der HG-Ritzel, kamen auch Steighilfen sog. Diese ermöglichen der nun heute dünneren Kette ein leichteres aufsteigen. den indexierten Schalthebeln, kein überschalten mehr möglich. aus Alu und somit sehr weich sind, die Kette wiederum sehr hart, hat man auf dem Kettenblatt zusätzliche Pins, im Bereich der höchsten Belastung. Dies soll den Verschleiß an den Rampen geringen halten.

Manche Kettenblätter wie von T.A. die Bolzen aussen und die Kettenblattschrauben einfetten. verwenden um vorzeitiges lösen zu verhindern. die Kurbelarme berühren um knarzen zu verhindern. auch immer auf die Innenseite. nicht zwischen Kettenblatt und Kurbelarm verkeilen kann. Oft haben die Kettenblätter auch "Laschen" z.B. Auch das innere Kettenblatt ohne Steighilfen hat eine Drehrichtung (oben/unten) und wird meist so montiert das die Schrift von innen lesbar ist. haben manchmal an der Aussenseite eine Markierung (ein Dreieck oder Pfeil) oder Beschriftung z.B. ansonsten können die Steighilfen nicht mehr richtig arbeiten. stellen um zu sehen welche Stellen verbogen sind. gerade klopfen. wenn die Zähne teilweise schief sind oder wenn ein neues Blatt einen Grat hat.

Narrow Wide bzw. Die sog. Der Vorteil dadurch ist, dass man nicht unbedingt eine extra Kettenführung montieren muss bzw. In der Praxis funktioniert dies erstaunlich gut, nur im Enduro/Downhillbereich kommt man damit an die Grenzen. nur zögerlich angenommen wurde. und vermarkten diese unter dem Namen Narrow Wide, wegen den abwechselndem schmal-breiten Zähnen. Der dicke Zahn ist nur ca. Großer Nachteil dieses Systems ist der hohe Verschleiss bei Kettenblätter aus Aluminium. Die Zähne werden regelrecht verbogen und seitlich abgewetzt.

dieses seitliche abwetzen dadurch das die Kette irgendwann nicht mehr gut auf der Kette hält, wenn die Zahndicke ca. Durch das verbiegen der Zähne bleibt die Kette beim verlassen des Kettenblatts noch ein Stück hängen. Insbesondere Kettenblätter aus Aluminium sind betroffen. SRAM hat bei der Eagle Gruppe mit X-Sync 2, ein neues Zahnprofil herausgebracht. sonst stellen sich die merkwürdigsten Effekte ein. Kette nach aussen auf die Kurbel fällt, weil die InnenlagerWelle zu kurz ist. Auch ist es ungünstig für den Verschleiß. innen. Die Kettenlinie beträgt bei 2fach etwa 43.5mm und bei 3fach ca. 45.5 - 47.7mm.

Dadurch wird es an der Kettenstrebe enger und das Kettenblatt muss weiter nach aussen. Mittig wäre bei 10fach 45mm und bei 11fach 44mm Kettenlinie. noch 2mm nach aussen addieren damit die Kette nicht das nächstgrößere Ritzel berührt, wenn diese auf dem kleinsten Ritzel läuft. Es wäre daher besser wenn die Kettenblätter je nach Größe mit verschiedenen Offsets verfügbar wären, so wie es z.B. Boost benötigt eine 3mm größere Kettenlinie. Die Kettenlinie ist hier um 7mm versetzt.

noch weit aussen liegen, es wurden Lager mit relativ hohen Breiten verwendet z.B. 123mm. wandern mussten, weil sonst die Kettenlinie nicht mehr stimmt. bei den kürzeren Lagern z.B. bezeichnet. Relativ neu gibt es Kurbeln, bei denen es möglich ist den Stern abzumontieren und ein spiderless Kettenblatt zu montieren. Der Vorteil ist hier vor allem das man keinen festgesetzten Lochkreisdurchmesser hat, der die kleinste Kettenblattgröße limitiert.

insbesondere für Antriebe mit kleineren Kettenblätter von Bedeutung z.B. 1x11 und es kann dort leichter eine obere Kettenführung montiert werden, weil der Spiderarm nicht im Weg ist. Ein anderer Vorteil ist das der Spider gewechselt werden kann, um z.B. Beim Race Face Cinch-System lässt sich sogar die Achse tauschen. seine eigene Kettenblattaufnahme hat. Desweiteren lässt sich das Kettenblatt nicht versetzen (Kettenlinie, bei Absolute Black GXP/BB30 long Kettenblättern wird berichtet das diese ca. mit 101.5mm langer Welle und 15.4mm Spacer. Die Kettenblätter haben daher verschiedene Offsets (0mm bei kurzer Welle und 6mm bei langer Welle). Je nach Aufnahme verschiebt sich die Kettenlinie um 6mm wenn man das falsche Kettenblatt oder den falschen Spider montiert.

Die Kurbelarme brechen häufig an den Pedalaugen und das gar nicht selten. wird an der flachen Seite der Kurbel, regelrecht abgetragen durch den Pedalanschlag. Jobst Brandt hat die Kurbelaufnahme etwas modifiziert, um dem Materialabtrag entgegen zu wirken. Eine Einfräsung mit 45° an der Kurbel und am Pedalgewinde eine konische Metallhülse.

min. 34 (33 T.A. ca. fallen kann. kürzere Kette. fällt. das kleine Kettenblatt schaltet. innen gedreht ist. mit der sog. B-Schraube kann dies eingestellt werden. könnten auch ein Auslöser sein. Kettenblatt passiert. Das TA Kettenblatt ist ca. zur Zahnitte und die Rampe zum hochschalten auch etwa 0.2mm dünner. Mit einer etwas breiteren Connex Kette ist dies nicht mehr passiert. Wenn der Zahnunterschied geringer ist z.B. mit z.B. belächelt aber ich bin mit Compact 50/34 einfach nicht sehr gut zurecht gekommen.

Shimano Schaltung einstellen

An einer Shimano Ketten-Schaltung das Schaltwerk 8/9/10-Fach richtig einstellen wie XT, SLX, LX, Deore, Alivio und XTR. Die Anleitung zeigt wie man die Einstellung an einer SHIMANO Schaltung/Schaltwerk durchführt und diese richtig und perfekt einstellt.

Einstellung heißt, die Anschlagsschrauben für den Schwenkbereich des Schaltwerkes auf das kleine- und große Ritzel einstellen. Hat man das gemacht, wird der Abstand der oberen Schaltungsrolle zum größten Ritzel eingestellt, dieser sollte 5 bis 6 mm sein. Dieser Abstand wird durch die entsprechende Anschlagschraube justiert.

Anschließend wird die Feineinstellung der Schaltung vorgenommen durch die richtige Zugspannung. Der Ablauf bei der Einstellung ist bei allen Shimano Schaltwerken wie XT, XTR, LX, SLX, Dore und Alivio gleich. Hochschalten mit Zugspannung auf das größte Ritzel. Kann die Schaltung nicht richtig und perfekt eingestellt werden siehe mögliche » Fehler-Ursachen. Siehe auch Funktion und Sitz der » Anschlagschrauben.

1.0 Text-Anleitung Shimano Schaltung & das Schaltwerk 7/8/9-Fach einstellen

1.1 Grundeinstellung vom Schaltwerk

Auf den Bildern sehen Sie die unterschiedliche Lage der Anschlagschrauben je nach Modelljahr und Typ. Siehe auch unter Punkt 1.6 die Funktion der » Anschlageschrauben. Schaltwerk in folgende Position bringen: Hinten kleinstes Ritzel und vorne mittleres Kettenblatt.

  1. Schaltzug aus Zugklemmschraube lösen.
  2. Prüfen ob die Zugeinstellschraube am Schaltwerk (4) und die am Schalthebel (Bild 2) sich in beide Richtungen drehen lassen.
  3. Drehen Sie nun die Kreuzschlitzschraube (2) so, dass das Schaltungsröllchen genau unter das kleinste Ritzel steht (Bild 1 und 3) .
  4. Drehen Sie nun die Kurbel, jetzt sollte die Kette geräuschfrei über das kleinste Ritzel laufen.
  5. Jetzt den Schaltzug anklemmen (mit 5-7 Nm). Achten Sie darauf, dass der Zug im Klemmbereich in dem dafür vorgesehenen Schlitz liegt und das der Innenzug richtig stramm ist. Der rechte Schalthebel sollte sich dabei im kleinsten Gang befinden.
  6. Schalten Sie jetzt auf das größte Ritzel und stellen den Schwenkbereich des Schaltwerkes für diese Position ein (Bild 2). Drehen Sie die äußere Anschlagschlagschraube (3) soweit rein, bis Sie den Anschlag wahrnehmen, jetzt die Anschlagschraube wieder eine viertel Umdrehung zurück drehen.

1.2 Feineinstellung des Schaltwerkes

Bei einigen Shimano-Schaltwerken ab Modellreihe 2007 gibt es die Feineinstell-Schraube am Schaltwerk nicht mehr. Eine Feineinstellung ist dann nur möglich über die Spannschraube am Lenker (Bild 2). Jetzt kommt die Feineinstellung der Schaltung.

Schalten Sie nun einige Male herauf und herunter. Springt die Kette beim rauf Schalten nur schlecht auf das nächste Ritzel, dann die Einstellschraube (4 am Schaltwerk siehe Bild 1) oder die Einstellschraube (Bild 2 am Schalthebel) rausdrehen (links gegen Uhrzeiger) Zug wird STRAMMER. Schalten Sie jetzt auf das mittlere Ritzel. Läuft hier alles geräuschfrei? Wenn nicht verändern Sie die Spannung an der Einstellschraube (4 oder 2).

Springt die Kette beim runter Schalten nicht sauber auf das kleinere Ritzel, ist die Zugspannung zu hoch, oder der Zug klemmt in der Außenhülle. Spannung verändern Einstellschraube reindrehen (rechts im Uhrzeiger) weniger Zugspannung. Wenn das nicht hilft, neuen Schaltzug montieren und Außenhüllen mit Silicon-Spray behandeln oder beides erneuern. Siehe hierzu die Seiten « Außenhüllen « Innenzüge.

Kann die Schaltung nicht richtig eingestellt werden könnten auch noch folgende Fehler vorliegen:

  • a) Schaltauge oder Schaltarm ist verbogen
  • b) Schaltwerk ist ausgeschlagen
  • c) Schaltungsrollen sind verschlissen

Siehe auch die Seite » Fehler-Ursachen Schaltung-Antrieb.

1.3 Feineinstellung bei Sram-Schaltwerken

Die Einstellung von Sram-Schaltwerken erfolgt in den gleichen Arbeitsschritten wie bei Shimano. Einen kleinen Unterschied gibt es doch: Die Justier-Schraube am Schalthebel für die Feineinstellung reagiert nicht so spontan da das Schaltwerk von Sram ein anders Übersetzungsverhältnis hat.

1.4 Feineinstellung nochmal prüfen

Ist die Schaltung richtig eingestellt, ist es ratsam eine kurze Probefahrt zu machen um zu prüfen ob unter Last auch noch alles reibungslos klappt. Oft ist es so, wenn man den Schaltzug aus dem Klemmbereich gelöst hat, oder falls ein neuer Innenzug montiert wurde, dass sich das Ganze erstmals richtig setzten muss und das die Außenhülle nicht richtig in den Endanschlägen anlag. Dann muss die Feineinstellung nochmal wiederholt werden.

1.5 Abstand der oberen Schaltungrolle zum großen Ritzel einstellen

Macht die Kette Geräusche (rasseln) bei der Kombination kleines Kettenblatt und hinten großes Ritzel, dann stimmt der Abstand der oberen Schaltungsrolle zum großen Ritzel nicht. Dieser sollte bei einem Ritzel hinten bis 42 Zähne 5-6 mm und bei einem Ritzel mit 46 Zähne 8-9 mm sein. Der Abstand wird eingestellt durch die Einstellschraube Nr. 1 (siehe Bilder 1-2-3 ). Die Schraube rein drehen und der Abstand wir größer.

1.6 Sitz der Anschlagschrauben am Schaltwerk

  • Shimano: kleines Ritzel = innen und großes Ritzel = außen
  • Sram: kleines Ritzel = außen und großes Ritzel = innen

Hinweis: Je nach Modelljahr des Schaltwerkes können die Anschlagschrauben eine geringfügige andere Position haben.

Umwerfer einstellen

Die Kette klettert nur dann schnell und reibungslos von einem Kettenblatt aufs nächste, wenn der Umwerfer präzise eingestellt ist. Zur perfekten Einstellung sind nur wenige Schritte nötig.

  1. Schritt 1: Leitblech kontrollieren: Bevor Sie den Umwerfer einstellen, sollten Sie überprüfen, ob das äußere Leitblech des Umwerfers parallel zum großen Kettenblatt steht.
  2. Schritt 2: Abstand Leitblech zum Kettenblatt messen: Der Abstand zwischen der Unterkante des äußeren Leitblechs und den Zähnen des großen Kettenblatts, sollte 1-3 Millimeter betragen.
  3. Schritt 3: Modus-Wandler anpassen: An der Unterseite aktueller Shimano-Schalthebel befindet sich der sogenannte Modus-Wandler. Je nach Art der Kurbel sollte er auf 2- oder 3-fach eingestellt sein.
  4. Schritt 4: Einstellen der unteren Begrenzung: Schalten Sie zur Einstellung der unteren Begrenzung aufs kleine Kettenblatt und größtes Ritzel. Dann stellen Sie mit der L-Schraube das innere Leitblech so ein, dass es die Kette gerade nicht berührt.
  5. Schritt 5: Einstellen der oberen Begrenzung: Schalten Sie aufs große Kettenblatt und kleinstes Ritzel. Justieren Sie nun mit der H-Schraube die äußere Begrenzung des Umwerfers. Die Kette soll einen minimalen Abstand zum äußeren Leitblech aufweisen.
  6. Schritt 6: Zugspannung einstellen: Als letztes stellen Sie die Zugspannung an der entsprechenden Schraube am Schalthebel ein. Drehen Sie hierfür die Zugspannungsschraube so weit, dass die Kette das Außenleitblech gerade nicht berührt.

Umwerfer-Standards von Shimano

Einfach schnell einen neuen Umwerfer kaufen, ist schon lange nicht mehr drin. Allein bei Shimanos Dauerbrenner XT gibt es 18 verschiedene Varianten. Darauf müssen Sie achten:

  • Top Swing/Low Clamp: Diese Variante wird kurz oberhalb des Innenlagers geklemmt und verlangt ebenfalls ein klassisch rundes Sitzrohr. Den Durchmesser gleichen bei Shimano Spacer aus.
  • Down Swing/High Clamp: Diese Version ist für die Montage an runden Sitzrohren geeignet. Bei Shimano werden verschiedene Rohrdurchmesser durch die beiliegenden Spacer ausgeglichen.
  • E-Type: Der E-Type-Umwerfer wird über eine Montage-Platte auf das Innenlager geschraubt. Dafür fällt ein Distanzring auf der Montage-Seite weg. Vor allem bei ungewöhnlichen Rahmenformen, aber nur bei BSA Lagern geeignet.
  • Direct Mount Low/Top Swing: Dieser Shimano-Umwerfer wird ohne Schelle direkt am Rahmen montiert. Die Umwerfer sind an verschiedene Kettenblattabstufungen (36, 38, 39, 42 Zähne) angepasst.
  • Direct Mount High/Down Swing: Diese Umwerfer-Variante wird ohne Schelle am Rahmen montiert, jedoch schwenkt der Schaltkäfig nach unten. Die Klemmung verfügt über einen kleinen Verstellbereich. Achten Sie aber beim Kauf auf die Kapazität beim großen Zahnkranz.

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