Shimano Deore Nabe Lager wechseln – Eine detaillierte Anleitung

Die Nabe sitzt unscheinbar im Zentrum jedes Rades, spielt aber eine entscheidende Rolle für die Funktion und Fahrqualität eines Fahrrads. Ob beim Rollen über Asphalt oder bei anspruchsvollen Geländefahrten - die Nabe trägt maßgeblich zur Stabilität, Leichtgängigkeit und Sicherheit bei. Ist sie beschädigt oder verschlissen, wirkt sich das sofort auf das Fahrverhalten aus.

Warum die Fahrradnabe so wichtig ist

Die Fahrradnabe ist das Herzstück eines Laufrads und verbindet Felge, Speichen und Achse miteinander. Die Nabenhülse bildet das äußere Gehäuse, das meist aus Aluminium oder Stahl gefertigt ist. Im Inneren sitzen Kugellager oder Industrielager, die für einen reibungslosen Lauf sorgen. Durch die Lager verläuft die Achse, die das Rad mit dem Rahmen verbindet. Die Nabe ist das zentrale Bauteil des Rads, um das sich die Felge und Speichen drehen.

Auch ohne Defekt kann ein Ausbau nötig sein, etwa zur Reinigung und Pflege. Gerade bei sportlicher Nutzung, wie etwa im Gelände oder bei Nässe, ist die Pflege der Nabe besonders wichtig. Dabei wird vor allem das Kugellager gewartet.

Wird die Nabe eines Laufrads gegen ein Modell mit abweichendem Durchmesser ausgetauscht, passen die bisherigen Speichen meist nicht mehr. Deshalb sollte man vor dem Umbau neue Speichen in der passenden Länge besorgen.

Wer sein Fahrrad gut pflegt und frühzeitig reagiert, verlängert nicht nur die Lebensdauer des Rades, sondern sorgt auch für mehr Sicherheit beim Fahren.

Aufbau einer Fahrradnabe

Die Fahrradnabe ist das Herzstück des Laufrads und ermöglicht dessen Drehung um die Achse. Sie verbindet die Speichen mit dem Radzentrum und sorgt für reibungsloses Rollen.

Es gibt verschiedene Arten von Naben, darunter:

  • Vorderrad-Nabe
  • Hinterradnabe mit Kettenschaltungsnabe (Schraubkranznabe oder Kassettennabe)
  • Nabenbremse
  • Nabendynamo

Werkzeuge und Vorbereitung

Wer die Nabe eines Fahrrads ersetzen möchte, sollte als erstes dafür sorgen, dass das passende Werkzeug zur Hand ist - besonders ein Speichenspanner ist dabei unverzichtbar. Dafür eignet sich ein spezieller Speichenschlüssel, den man in gut sortierten Fahrradgeschäften oder im Baumarkt findet.

Benötigtes Werkzeug:

  • Schraubenschlüssel
  • Konusschlüssel (eventuell)
  • Spezialwerkzeug für Zahnkranz
  • Kettenpeitsche
  • Kassettenabzieher
  • Inbusschlüssel (8 / 9 / 10 / 12 / 14 mm je nach Freilauf-Variante)
  • Torx-Schlüssel (25er)
  • Meißel
  • Hammer
  • Putzlappen
  • Fett für die Lager
  • Lösungsmittelbad (für Zahnkranzpaket)
  • Pinzette

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Wechseln der Lager

  1. Hinterrad ausbauen: Dafür ist es notwendig, sämtliche angeschlossenen Kabel zu lösen, sodass das Rad vollständig entnommen werden kann.
  2. Zahnkranzpaket demontieren: Zahnkranz-Zerlegewerkzeug über Ritzel legen. Nachdem die Ritzel gelockert sind, die Ritzel abnehmen und ggf. reinigen.
  3. Bremsscheibe lösen: Die Bremsscheibe mit einem 25er Torx-Schlüssel lösen. Bei Shimano-Naben mit Centerlock ein Kassetten-Werkzeug verwenden.
  4. Freilauf demontieren: Mit einem 25er Torx-Schlüssel oder Inbusschlüssel den Freilauf ausbauen. Vorsicht, Teile können herausfallen.
  5. Nabe öffnen: Als nächstes wird die Nabe geöffnet. werden ein paar Unterlegscheiben und der Lagerkonus zum Vorschein. Sie nun den 13 mm Konusschlüssel am Lagerkonus an. ist die unterste Mutter. Sie damit die oberste Kontermutter. festgehalten, damit sich die Achse nicht mit dreht. des Konus die Achse sofort herausfällt. damit die Kugeln nicht rausfallen und wegrollen.
  6. Lager demontieren: jetzt die Kugel einzeln aus den Lagerschale genommen. Sie später wieder in die gleiche Lagerschale kommen. der Kugeln eignen sich zwei flache Gefäße. nehmen.
  7. Reinigung: Seite 9 Stück) reinigen Sie die Kugeln. und die Achse reinigen. Modell zu Modell verschiedenen Dichtungen achten. kann.
  8. Lager prüfen: der Nabe, sollte man prüfen, ob alle Lager in Ordnung sind. Dazu prüft man jede Kugel auf Kratzer und Riefen. Riefen erkennbar, sollte man diese Austauschen. Lagerschalen in der Nabe auf Riefen untersuchen.
  9. Fetten: und Konen einfetten. das Fett auch mit dem Finger verteilt werden. wieder herausfallen (von den schlechteren Laufeigenschaften abgesehen). Auch den Konus auf der Achse fetten.
  10. Lager montieren: die Kugeln (neun Stück) mit der Pinzette in die Lagerschalen legen. kommen (rechte und linke Seite). in die Fettschicht eindrücken. so verfahren. einfügen und leicht drehen.
  11. Achse montieren: Lage. Achse mit Konus von der Antriebsseite einfügen. Unterlegscheiben auf die Achse stecken. auf die Achse drehen. außen ist.
  12. Lagerspiel einstellen: Nun muss das Lagerspiel eingestellt werden. des Lagerspiels wird es schwierig. die Lager nicht zu stramm eingestellt werden. Spiel haben. der Schnellspanner wieder kompensiert. muss der Lagerkonus passend eingestellt werden. mit der Hand oder den Konusschlüsseln anziehen . wenn Sie rau läuft, ist der Konus zu fest angezogen. Konus nicht mehr rau läuft, überprüfe das Spiel am Lager. dazu an der Achse. vorhanden, Kontermutter festziehen.
  13. Hinterrad einbauen: Rahmen einbauen. Am Hinterrad wackeln ob Spiel vorhanden ist. ausbauen und das Lagerspiel korrigieren. gefunden, die Kontermutter festziehen. Konus sich nicht verdreht bzw. verstellt hat. prüfen Sie noch mal das Lagerspiel.
  14. Staubkappe montieren: die Nut für die Staubkappe und Kappe wieder auf die Nabe schieben. von Wasser und Dreck.
  15. Bremsscheibe montieren: Bremsscheibe wieder anbringen und mit dem entsprechenden Drehmoment festziehen.
  16. Zahnkranz montieren: Zahnkranzpaket wieder aufsetzen und Verschlussring festziehen.
  17. Hinterrad einbauen: Hinterrad wieder in den Rahmen einsetzen und Schnellspanner oder Steckachse sichern.

Besonderheiten bei Vorderrad-Naben

Vorderrad-Nabe. beide Laufflächen der Lager im Nabenkörper gleich. die Achse nur 100 mm lang. lang. Der Zusammenbau ist einfacher. Einstellen ist gleich.

Lagerspiel prüfen und einstellen

Das Lagerspiel zu kontrollieren und gegebenenfalls anzupassen, gehört zu den regelmäßigen Wartungsaufgaben am Fahrrad. Falls Spiel spürbar ist, ist häufig ein gelockerter Konus die Ursache. Sobald kein Spiel mehr vorhanden ist, wird die Kontermutter festgezogen, ohne dass sich der Konus mitdreht - so bleibt die Einstellung stabil.

Schnellspannernaben mit Industrielagern lassen sich oft einfacher vom Lagerspiel befreien. Entfernen Sie den Schnellspanner und ziehen Sie die links und rechts in der Achse liegenden Inbus-Schlüsselflächen gegeneinander fest.

Wartung und Pflege

Um die Lebensdauer der Nabenlager zu verlängern, ist regelmäßige Wartung wichtig. Dazu gehört das Reinigen und Fetten der Lager. Äußere Einflüsse wie das Wetter greifen naturgemäß das Material an und können daher sogar zu Brüchen führen. Unterschätze also keinesfalls dieses Unfallrisiko.

Empfohlene Wartungsintervalle:

  • Regen- und Schlammfahrten: alle 5000 bis 6000 km
  • Regenfahrten: alle 10000 bis 11000 km

Freilaufkörper

Man sieht ihn nicht, aber man hört ihn mehr oder weniger laut surren, sobald man mit dem Pedalieren aufhört und das Fahrrad vor sich hin rollt: den Freilauf. Ganz gleich, ob Wartung, Austausch oder Reparatur, die Arbeiten am Freilauf sind aufwändig und erfordern passendes Werkzeug und Know-how.

Der Freilauf ist nichts anderes als eine Kupplung zwischen der Hinterradnabe und dem Antrieb. Pedalierst du vorwärts, wirkt er als Mitnehmer und überträgt das Drehmoment. Pedalierst du rückwärts oder gar nicht, rutscht sie durch. Dann „überholt“ das Hinterrad den Antrieb. Bei einer Hinterradnabe für Kettenschaltung (Bild) befindet sich dieser Freilauf auf der rechten Seite und nimmt die Kassette (das Ritzelpaket) auf.

Arten von Freiläufen:

  • Sperrklinken-Freilauf
  • Zahnscheiben-Freilauf
  • Walzen- / Rollen-Freilauf
  • Klemmkörper-Freilauf

Die Demontage des Freilaufs erfordert spezielle Werkzeuge wie Konusschlüssel, Kettenpeitsche und Kassettenabzieher. Der Freilaufkörper ist per Hohlschraube auf dem Nabenkörper verschraubt. Hier benötigst du zur Demontage einen Inbusschlüssel mit 8 / 9 / 10 / 12 / 14 mm (je nach Freilauf-Variante).

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