Die Wahl der richtigen Schalthebel für ein Reiserad ist entscheidend für Komfort und Zuverlässigkeit auf langen Touren. Ursprünglich wurden Deore Rapidfire-Hebel in Betracht gezogen, doch Drehgriffschalter (wie Sram Attack) sind ebenfalls eine interessante Option. Dieser Artikel beleuchtet die Erfahrungen von Radfahrern mit Drehgriffschaltern im Reisealltag und vergleicht die Vor- und Nachteile gegenüber anderen Schaltsystemen.
Erfahrungen mit Drehgriffschaltern
Viele Radfahrer haben unterschiedliche Erfahrungen mit Drehgriffschaltern gemacht. Einige sind seit Jahren treue Nutzer und schätzen die einfache Bedienung und die Möglichkeit, mehrere Gänge auf einmal zu schalten. Andere berichten von Problemen, insbesondere bei Nässe oder mit fettigen Händen.
Vorteile von Drehgriffschaltern
- Bessere Optik (klarere Linie): Viele schätzen das aufgeräumte Erscheinungsbild am Lenker.
- Niedrigeres Gewicht: Drehgriffschalter können leichter sein als andere Schaltsysteme.
- Mehrere Stufen durchschalten können: Ermöglicht schnelles Anpassen an wechselnde Fahrbedingungen.
- Haltbarkeit: Viele Nutzer berichten von einer langen Lebensdauer der Drehgriffschalter.
- Geräusch beim Schalten: Ein sanftes "Klick" wird oft als angenehm empfunden.
Nachteile von Drehgriffschaltern
- Schalten mit fettigen, nassen oder klammen Händen: Kann im Hochsommer bei hoher Luftfeuchtigkeit problematisch sein.
- Abnutzung des Drehgriffs: Der Grip kann im Laufe der Zeit nachlassen.
- Hohe Bedienkräfte: Können bei bestimmten Konstellationen die Nutzung erschweren, besonders bei Gesundheitsproblemen.
- Schaltrichtung: Einige Nutzer kommen mit der Schaltrichtung nicht zurecht.
Detaillierte Betrachtung der Vor- und Nachteile
Ein gravierender Nachteil kann sein, dass man mit fettigen, nassen oder klammen Händen manchmal gar nicht mehr schalten kann. Dieses Problem kann je nach Schwitzneigung des Nutzers gar nicht hoch genug eingestuft werden. Im Hochsommer bei hoher Luftfeuchte im schaltintensiven Gebirge kann das zum echten Problem werden. Obendrein greift sich der Drehgriff so langsam ab (wie ein Lenkergriff auch), damit lässt der Grip zusätzlich noch nach. Allein deshalb hält der nicht ewig und muss irgendwann getauscht werden. Der Vorteil, alle Gänge auf einmal nutzen zu können, ist natürlich auch gewaltig.
Die Haltbarkeit dieser Griffe ist über jeden Zweifel erhaben. Am Fitnessrad habe ich die hochwertigeren X9 (nicht shimanokompatibel) seit etwa 7000 km, die sind noch wie neu! Und! für denn Umwerfer sind die Dinger einfach besser.
Ein weiterer Nachteil: teilweise hohe Bedienkräfte, die bei bestimmten Konstellationen die Nutzung erschweren. Besonders bei Gesundheitsproblemen kann dies hinderlich sein.
Beim Schalten muss man die Hand locker lassen und hat so weniger Kontrolle? Das klingt sehr theoretisch. Tatsächlich muß man die Hand nicht “locker lassen“, man muß nur den äußeren Teil des Handgriffes locker lassen, dafür aber den inneren Teil fester anfassen ( der eigentliche Drehschaltgriff ist ja immer nur der innere Teil, der Äussere ist ein fester Griff wie bei jedem anderen Rad auch). Insgesamt resultiert daraus kein Problem.
Alternativen und persönliche Präferenzen
Die Entscheidung für oder gegen Drehgriffschalter hängt stark von den persönlichen Vorlieben und den typischen Einsatzbedingungen ab. Rapidfire-Hebel sind eine bewährte Alternative, die von vielen Radfahrern bevorzugt wird. Es ist ratsam, beide Systeme auszuprobieren, um die individuell beste Lösung zu finden. Persönlich mag ich sie aber nicht so sehr. Gefällt dir das Schalten damit, dann wären sie für dich die richtige Entscheidung.
Einige Radfahrer ziehen es vor, immer mit Handschuhen zu fahren, was das Problem mit rutschigen Griffen minimiert. Andere legen Wert auf eine klare Optik und ein aufgeräumtes Cockpit, was für Drehgriffschalter spricht.
Ich bin jahrelang Drehgriff (8-fach / 3-fach vorn) gefahren. Ich war damit eigentlich zufrieden, aber seit ich gripship 9-fach XT fahre, möchte ich nicht mehr zurück zum Drehgriff. Am Reiserad blieb mir mit Rohloff nichts anderes übrig, als Drehgriff (neuer Drehgriff seit letzem Jahr). Zufrieden bin ich damit jedoch nicht. Ich freue mich jedesmal wieder, wenn ich XT-Schalter bedienen kann.
Technische Aspekte und Montage
Bei der Montage von Drehgriffschaltern gibt es einige technische Aspekte zu beachten. Die Zugverlegung sollte korrekt sein, und die Bowdenzüge sollten aufgeweitet werden. Es ist auch wichtig, die Griffe richtig zu positionieren und die Zugspannung zu verringern, um die Bedienkräfte zu minimieren.
Die Federspannung in den Griffen kann man nicht verändern, oder ? (zumindest hab ich in der Anleitung nix dazu gefunden). Komisch ist auch, dass beide Griffe recht schwer gehen (schließt also Produktions- bzw. Montagefehler meinerseits ziemlich aus).
Shimano Nabenschaltungen im Detail
Die Wahl der Gangschaltung entscheidet maßgeblich darüber, in welchem Einsatzgebiet Dein CONTOURA glänzt. Im Konfigurator von CONTOURA bieten wir insgesamt mehr als ein Dutzend verschiedene Gangschaltungen an. Aber keine Sorge: Du musst nicht alle kennen. Wir haben für jedes Radmodell diejenigen ausgesucht, die zu seinem Charakter passen. Meistens hast Du die Wahl zwischen zwei oder drei Varianten pro Rad.
Mehr Gänge sind sinnvoll, um einen großen Übersetzungbereich in passende Einzelschritte zu unterteilen. Der Übersetzungbereich ist der Unterschied zwischen leichtestem und schwerstem Gang. Bei besonders bergtauglichen Schaltungen liegt er über 500 Prozent - wer im leichtesten Gang mit seiner Trittfrequenz 10 Stundenkilometer fährt, saust im schnellsten Gang mit über 50 Sachen dahin. Hätten solche Schaltungen nur acht Gänge, wären die Sprünge zwischen ihnen zu groß. Den größten Übersetzungsbereich im CONTOURA Angebot hat die Pinion-Schaltung mit 636 Prozent und 18 Gängen, den kleinsten bieten (bei den muskelgetriebenen Bikes) die Shimano-Achtgangnaben mit 309 Prozent.
Die verschiedenen Schaltsysteme haben sehr unterschiedliche Gewichte. Während ein Pinion-Getriebe ohne Riemen und ohne Bedienelemente oder das Zusatzgewicht des speziellen Rahmens schon etwa 3.1 Kilo wiegt, sind es bei einer hochwertigen 1×12-Kettenschaltung wie der Shimano GRX 820 nur ungefähr 1,6 Kilo für Kurbel, Ritzel und Schaltung. Natürlich ist ein leichtes Rad im Handling faszinierend. Doch für die Fahrgeschwindigkeit ist das Gewicht nicht so bedeutend, wie es beim Hochheben scheint.
Für die Nabenschaltungen (und auch die beiden Piniongetriebe) sprechen vor allem zwei Dinge: Sie sind sehr wartungsarm, zumal in Kombination mit einem Riemenantrieb von Gates statt einer Kette. Und sie lassen sich ohne jede Erfahrung bedienen, sogar im Stand. Kettenschaltungen wechseln die Gänge, während man tritt, auch mit voller Kraft.
Shimano Nexus und Alfine
Schaut man sich die Eckdaten der Shimano Achtgangnaben an, fallen die Ähnlichkeiten sofort ins Auge: Beide Baureihen beruhen auf derselben Grundkonstruktion und haben denselben Übersetzungsumfang von 306 Prozent. Sie unterscheiden sich vor allem durch eine leicht unterschiedliche Form der Nabenhülse und eine etwas höherwertige Oberflächenbearbeitung bei Alfine-Komponenten.
Eine 11-Gang-Alfine steigert gegenüber den 8-Gang-Naben das Fahrvergügen spürbar. Das wesentliche Argument für die Elfgangnabe sind ihre sehr gleichmäßig gestuften Schaltschritte. Bei den Achtgangnaben bemängeln Rad-Feinschmecker die großen Sprünge in den mittleren, häufig benutzten Gängen (5,6,7). Das kann die Alfine 11 deutlich besser - im Alltagsbetrieb glänzt sie.
Geschaltet wird per Drehgriff, also auf Wunsch schnell über mehrere Gänge hinweg. Wer von einer hochwertigen Kettenschaltung auf die Rohloffnabe umsteigt, könnte sich jedoch am ruppigeren Gangwechsel unter Last und dem Fahrgeräusch in manchen Gängen stören.
Shimano Cues
Cues ist nicht gleich Cues. Auch die Cues gibt es in mindestens drei verschiedenen Ausführungen mit teils extrem unterschiedlicher Wertigkeit. Wer sich für ein Bike mit der neuen Allround-Schaltung interessiert, muss hier also genau hinschauen. So ist das Topgruppe Cues U8000 mehr als doppelt so teuer, wie die Einstiegsgruppe Cues U4000.
Das offensichtlichste Unterscheidungsmerkmal der drei Schaltgruppen ist trotzdem erstmal die Anzahl der Gänge. Die Einsteigergruppe Cues U4000 schaltet nur neun Ritzel am Hinterrad. Die Mittelklasse Cues U6000 hat schon zehn oder sogar elf Ritzel hinten. Die Topgruppe Cues U8000 schaltet immer elf Gänge im Heck und ist sogar als Di2-Variante mit elektronischer Ansteuerung verfügbar.
Zusammenfassung
Die Wahl zwischen Shimano Drehgriffschaltern und anderen Schaltsystemen ist eine Frage der persönlichen Präferenz und der individuellen Bedürfnisse. Drehgriffschalter bieten eine klare Optik und die Möglichkeit, mehrere Gänge auf einmal zu schalten, können aber bei Nässe oder mit fettigen Händen problematisch sein. Es ist ratsam, verschiedene Systeme auszuprobieren und die eigenen Erfahrungen zu sammeln, um die beste Lösung für das eigene Reiserad zu finden.
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