Was war Schalten früher kompliziert. Drei Kettenblätter vorne, neun hinten: 27 Kombinationsmöglichkeiten von denen auch noch viele überhaupt keinen Sinn ergaben oder sehr dicht beieinander lagen. Seit dem Wechsel auf Einfach-Kettenblätter vorne ist das Schalten deutlich simpler geworden. Erst recht am E-Bike wo der Motor im Zweifel auch mal über einen zu dicken Gang hilft. Shimano und übrigens auch Konkurrenten wie Sram und Pinion wollen das Schalten nun noch einfacher machen.
Automatik-Schaltung ist das Stichwort. Nicht mehr der Fahrer wechselt manuell die Gänge sondern ein Algorithmus entscheidet, welcher Gang gerade der Beste ist. Im Idealfall muss man den Schalthebel dann gar nicht mehr anfassen. Aber die Schaltautomatik verspricht nicht nur mehr Komfort. Schalten soll nun auch in bislang unmöglichen Situationen möglich sein. Etwa wenn man in einer wilden Abfahrt in eine enge Kurve hineinbremst und zum Beschleunigen gern schon den passenden Gang parat hätte.
Die Fakten zur Shimano XT Di2
- Reine E-MTB-Schaltung, die mit dem Motor kommuniziert
- Automatik-Schaltfunktion (Auto-Shift)
- Schalten im Rollen ohne Treten (Free-Shift)
- Nur mit EP 801 und EP6 kompatibel
- Kabelgebundenes System, Energieversorgung über E-Bike-Akku
- Einstellbar über Display-Menü und E-Tube-App
Kompatibilität der neuen Shimano XT Di2
Grundvoraussetzung für die neuen Funktionen ist die Kommunikation zwischen Schaltung und Motor. Die neue Shimano Di2-Gruppen XT und Cues funktionieren daher ausschließlich mit der neuesten Generation der Shimano Motoren EP801 und dem EP6, die Shimano kurz vor der Eurobike 2022 vorgestellt hat. Der bisherige EP8-Antrieb funktioniert daher nicht mit der neuen XT Di2. Die größte Neuerung bei dieser Generation neben der höheren Spitzenleistung beim EP801 ist die neue Elektronik mit CAN-Port.
Für unseren ersten Fahreindruck stand uns ein Bulls Sonic EVO EN-SL des Jahrganges 2023 zur Verfügung, mittlerweile konnten wir unsere Testeindrücke mit weiteren Modellen von Bulls und Centurion deutlich ausbauen. Immer mit an Bord: Der neue EP801, die XT Di2 und die robusten Linkglide-Komponenten (Kette und Kassette). Denn nur mit der robusten Linkglide funktioniert auch die Autoshift-Funktion beim Pedalieren unter Last. Die Wahl von Kette und Kassette ist bei der elektronischen Di2 Schaltung übrigens entscheidend. Mit XT Di2 und Hyperglide ist lediglich die Freeshift-Funktion (Schalten im Rollen ohne Last) freigegeben. Gänzlich neu sind die Linkglide-Parts zwar nicht.
Doch bisher wurden sie an sportlichen E-MTBs nicht verbaut. Mit der neuen Di2 wird sich das allerdings ändern, wie unser Testbikes zeigen. Der EP801 ist optisch nicht vom Vorgänger zu unterscheiden. Die Elektronik ist aber gänzlich neu, was eine Kompatibilität der Komponenten unmöglich macht. Die Di2 ist auf die neueste Technik angewiesen. Das Kabel läuft vom Schaltwerk in die Kettenstreben und ist am E-Bike-Akku im Rahmen angeschlossen.
Verschleiß adé? Die Di2-Schaltung mit Linkglide-Komponenten
Mit den Ketten und Kassetten mit Linkglide-Technologie bringt Shimano robuste Komponenten, die explizit auf die höheren Belastungen an E-Bikes ausgelegt sind. Das bekannte Pendant dazu ist die sportlicher ausgelegte Hyperglide-Technologie. Die 11-fach-Kassette setzt auf dickere Ritzel und eine Abstufung von 11 bis 50 Zähnen (statt 10 bis 51 bei den bekannten 12fach-Hyperglide-Kassetten). Statt zwölf (Hyperglide) bietet Linkglide nur noch elf Gänge.
Die robustere Konstruktion soll die Haltbarkeit drastisch erhöhen. Außerdem wurden die Schalthilfen der Ritzel so angepasst, dass die Gangwechsel schonender, aber dafür nicht mehr so zackig vonstatten gehen. Das soll die Kräfte auf Kette und Kassette deutlich reduzieren und ist vermutlich auch der Grund, warum Autoshift nur mit diesen Parts kombiniert werden kann. Bezüglich der Schaltgeschwindigkeit können wir übrigens absolut Entwarnung geben. Die Gangwechsel sind auch mit Hyperglide für anspruchsvolle Trail-Fahrten und schwierige Uphills noch mehr als schnell genug. Grundsätzlich können E-Biker und Hersteller also künftig zwischen der haltbaren 11-fach-Linkglide und der bekannten, schnelleren Hyperglide mit zwölf Gängen wählen.
Die Automatik-Funktionen funktionieren nur mit den robusten Linkglide-Komponenten. Am E-MTB sind die wegen der besseren Haltbarkeit ohnehin eine gute Idee.
So fährt sich die neue Shimano XT Di2 Schaltung
Der erste Aha-Effekt geht gänzlich unspektakulär vonstatten, und zwar im manuellen Modus: Aufsteigen, Losrollen, Schalten - und auf Anhieb sitzen die gewünschten Gänge. Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Denn Hebelergonomie und Schaltlogik anderer Elektro-Schaltungen unterscheiden sich deutlich von den mechanischen Pendants. Sowohl beim Di2-Vorgänger als auch bei der Sram AXS ist eine Gewöhnung an die Bedienung nötig. Nicht so bei der neuen Shimano XT Di2. Die Hebel sind sehr ähnlich platziert wie Mountainbiker es seit Jahren von mechanischen Schaltungen kennen. Umgewöhnung? Braucht es nicht! Einzig die Zwei-Wege-Bedienung mit dem Zeigefinger entfällt bei der Di2.
Die beiden Hebel der Shimano XT Di2 können unabhängig voneinander eingestellt und auf die persönliche Wohlfühl-Position angepasst werden. Mit dem Knopf unterhalb des XT-Logos kann zwischen manuellem Schalten und zwei Automatik-Modi gewechselt werden. Das Kabel wird bei unserem Bulls-Bike elegant im Inneren des Lenkers geführt. Der Druck mit dem Daumen auf den zwei Hebeln ist definiert und landet vom Charakter zwischen dem superdirekten, elektronischen Klick einer Sram AXS und dem mechanischen Gefühl der Vorgänger-Di2. Der gewählte Gang wird im Steps-Display angezeigt.
Die Schaltvorgänge sind knackig, gehen aber eine Nuance langsamer über die Bühne als bei Srams alter AXS. Srams Transmission geht hier mit etwas geringerer Schaltgeschwindigkeit zugunsten der Haltbarkeit mittlerweile einen ähnlichen Weg. Und ganz klar: Die Schaltgeschwindigkeit ist durch die Linkglide-Kette und -Kassette begrenzt, nicht durch die Di2-Komponenten. Doch selbst mit den auf Haltbarkeit getrimmten Linkglide-Verschleißteilen ist das Schalten auch für sportlichste E-MTB-Einsätze und knifflige Uphills absolut schnell genug. Doch was können die revolutionären Automatik-Funktionen?
Di2 Schaltung mit Free-Shift: Schalten ohne Treten
Wer kennt es nicht: Im Auf und Ab eines welligen Trails rauscht man auf einen steilen Gegenanstieg zu. Mit Free-Shift reicht ein Druck auf den Di2-Hebel, und der Motor lässt den Antriebsstrang auch ohne Pedalumdrehung rotieren. Keine Chance, jetzt noch in die Pedale zu treten, um den richtigen Gang einzulegen. Solange das Bike rollt, ermöglicht das Gangwechsel, ohne zu treten. In der Praxis funktioniert Free-Shift einwandfrei, wenn auch die Schaltvorgänge etwas länger dauern als aus dem Pedalbetrieb gewohnt. Allerdings: Free-Shift hat seine logischen Grenzen. Bei sehr langsamem Rollen benötigen die Gangwechsel also deutlich länger. Die Kassette kann sich nur so schnell drehen wie das Laufrad. Blockiert das Hinterrad beim Bremsen, schaltet das Shimano Di2 System nicht. Im Stillstand ist Schalten ebenfalls nicht möglich.
Auto-Shift: Ghost-Shifting 2.0
Der Automatikmodus ist die revolutionärste Neuerung der elektronischen Shimano Di2 Schaltung. Damit man sich mit dem System wohlfühlt, ist eine Einstellung mit der App aber nahezu unumgänglich. Im ersten Schritt muss die gewünschte Trittfrequenz ausgewählt werden, an der sich die gesamte Regelung orientiert. Sehr schön: Seit einem Update geht das auch unkompliziert am E-bike-Display und kann daher auch leicht bei einem kurzen Stopp während der Tour angepasst werden.
Wer mit einem unpassenden Wert startet, wird mit Autoshift nicht glücklich. Und klar ist: Bei der Trittfrequenz sind die Geschmäcker verschieden. Entweder er strampelt wie im Hamsterrad oder knetet unangenehm dicke Gänge. In Shimanos E-Tube-App können zwei Automatik-Modi vorprogrammiert werden. So kann man beispielsweise im Modus 1 mit lässiger Trittfrequenz zum Traileinstieg oder zur Arbeit pendeln und im Modus 2 mit deutlich sportlicherem Tritt in einen langen Anstieg oder in einen steilen Trail gehen. Durch den zusätzlichen Knopf am Schalthebel kann man auch während der Fahrt durch die zwei Automatik-Modi wechseln oder gleich ganz manuell die Kontrolle übernehmen.
Über die E-Tube-App kann die Schaltautomatik eingestellt werden. Neben der Trittfrequenz kann auch die Reaktionsfreudigkeit und der Anfahrgang angepasst werden. Die Ziffer 5 zeigt den aktuellen Gang an, direkt darunter die Anzeige für die Automatik-Modi oder manuelles Schalten (A1, A2, M). Mit dem unscheinbaren Knopf unter dem XT-Logo kann zwischen manuellem Schalten und zwei Automatik-Modi gewählt werden. Das funktioniert auch während der Fahrt.
Nur zu Anfang ungewohnt: Die Schaltautomatik im Alltag und auf leichten Trails
In der Praxis fühlt sich Auto-Shift nur zuerst ungewohnt an. Die Gangwechsel laufen unvorbereitet ab, nicht immer passt die Trittfrequenz exakt zu den eigenen Vorstellungen. Doch lässt man sich auf die Automatik ein, erledigt sie auch im Gelände die Schaltvorgänge erstaunlich zuverlässig. Eine Runde Isar-Trails, ohne den Schalthebel auch nur ein einziges Mal zu berühren? Das klappt überraschend gut, wenn nur die Grundeinstellung einmal passt.
Echten Mehrwert liefert Auto-Shift dabei gerade auf flachen Trails oder in Downhills. So muss man sich beim Antreten nach Kurven oder in schnellen Abfahrten nie Gedanken über einen passenden Gang machen. Denn beim Abbremsen legt die Di2 im Rollen dank Free-Shift gleich den passenden Gang. Insbesondere weniger versierte Biker, denen das Schalten in anspruchsvollen Passagen zusätzlichen Stress bereitet, können profitieren. Denn ihnen bleibt mehr Kapazität, um sich auf das Gelände zu konzentrieren. Zuckt anfangs der Finger noch manchmal zum Schalthebel, pedaliert man bald gelassen dahin und vermisst die Automatik beim Umstieg auf klassisch geschaltete Bikes sogar ein wenig. In Abfahrts-Trails mit stark wechselnder Geschwindigkeit ist Free-Shift sogar ein ein echter Flow-Boost. Einfach nur noch Bremsen, Antreten und den Trail genießen. Gerade wenn das Terrain nicht zu anspruchsvoll ist, haben auch echte Profis ihren Spaß an der Automatik. Bergab zu Schalten hat uns vorher nie gestört, entsprechend ist der Komfort-Gewinn durch die Automatik ist hier überraschend groß.
Lange gab es kaum MTB-Modelle mit Shimanos XT Di2. Auf Testbikes von Bulls und Centurion konnten wir aber mittlerweile umfangreiche Praxis-Erfahrungen mit Shimanos neuer Automatik-Schaltung im Serienzustand sammeln. Allerdings fühlt sich die Automatik in manchen Fällen noch immer etwas unausgereift an: Nicht immer erkennt die Elektronik Situationen schnell genug. Auch Piloten, die eine eher aggressive Fahrweise pflegen, werden ihr Geschick nicht gänzlich dem Automatik-Modus überlassen. Zum Beispiel: Wechselten sich Abfahrten, enge Kurven und Uphills in schneller Folge ab, landeten wir trotz Automatik ab und zu im zu dicken Gang und mussten manuell nachsteuern. Kurzes, hartes Anbremsen vor Kurven, mit Schlupf am Hinterrad, und anschließend kerniges Antreten - da kommt die Schaltautomatik nicht schnell genug mit. Das Gute: Auch im Automatik-Modus kann man immer manuell schalten und der Di2 damit auf die Sprünge helfen.
Shimano Di2 Autoshift ist keine Lösung für alle(s)
Auf Drehmomentänderungen und Antritte reagierte die Automatik in einigen Situationen ebenfalls unpassend. Beispiel: Geht man im Uphill einfach mal in den Wegetritt, um zu beschleunigen, will man dazu nicht unbedingt den Gang wechseln. Die Schaltautomatik aber schaltet aufgrund des höheren Fahrerinputs in einen leichteren Gang. Über die Einstellung der Reaktionsfreudigkeit in der App kann man diesen Effekt beeinflussen, allerdings reagiert die Automatik dann auch in Fahrsituationen träger, in denen das nicht gewünscht ist. Beispielsweise wenn man aus voller Fahrt in einen Gegenanstieg geht und dann die Automatik nicht schnell genug herunter schaltet.
In der E-Tube-App können zwei Profile mit unterschiedlichen Automatikeinstellungen für verschiedene Einsatzbereiche hinterlegt werden. Hier nimmt Auto-Shift keine Rücksicht auf die Fahrsituation und schaltet zum Beispiel mitten im Antritt vor einer Stufe oder beim Pedalieren in Kurven. In anspruchsvollen Uphills kann es besonders kniffelig werden. Das stört den Fahrfluss. Erfahrene Biker wählen mit einer manuellen Schaltung den passenden Gang bereits vor der Einfahrt in die Schlüsselstelle, dieses Vorausschauen hat Auto-Shift logischerweise nicht drauf. Tipp: In der App kann die Automatik so programmiert werden, dass die Di2 Schaltung im Rollen selbstständig agiert (Freeshift), im Pedalierbetrieb aber der Fahrer manuell schaltet. So können versierte Biker aus unserer Sicht das meiste aus den Automatik-Funktionen herausholen. Autoshift während dem Rollen soll auch mit den Hyperglide-Verschleißteilen und damit 12-fach-Systemen funktionieren, da hier die Kräfte geringer sind, als bei vollem Fahrer- und Motorschub.
Automatisches Schalten im Rollen und automatisches Schalten während dem Treten - diese zwei Funktionen können separat aktiviert und deaktiviert werden.
Q'Auto: Die Autarke Shimano Di2-Schaltung für Alltagsräder
Shimano stößt mit dem neuen Q’Auto-System in bisher unerschlossenes Terrain vor. Der japanische Komponentenhersteller präsentiert eine automatische Di2-Schaltung, die speziell für nicht-motorisierte Alltagsräder konzipiert wurde. Im Gegensatz zu bisherigen elektronischen Schaltsystemen kommt Q’Auto ohne separaten Akku aus. Stattdessen erzeugt eine in die Hinterradnabe integrierte Dynamofunktion die benötigte Energie selbst. Damit richtet sich das System gezielt an Gravel-, Urban-, Trekkingbiker, die von den Vorteilen einer elektronischen Schaltung profitieren möchten, ohne sich um das regelmäßige Aufladen eines Akkus kümmern zu müssen.
Das Herzstück des Systems bildet die neu entwickelte Shimano Cues FH-U6060 Freehub Hinterradnabe. Sie vereint die Funktionen einer klassischen Freilaufnabe mit einem integrierten Dynamo sowie Sensoren für Geschwindigkeit, Trittfrequenz und Neigungswinkel. Diese Daten nutzt die Steuereinheit, um in jeder Fahrsituation den optimalen Gang zu wählen. Durch die Energieerzeugung direkt in der Nabe entfällt die Notwendigkeit eines externen Akkus, was das System besonders wartungsarm und alltagstauglich macht.
Eine weitere Besonderheit von Q’Auto ist die integrierte Selbstlernfunktion. Das System analysiert kontinuierlich das Fahrverhalten und passt die Schaltvorgänge an die individuellen Vorlieben des Fahrers an. Wird ein automatischer Schaltvorgang beispielsweise manuell überstimmt, merkt sich Q’Auto diese Präferenz für zukünftige vergleichbare Situationen. So soll sich das System an jeden Fahrstil anpassen können. Je mehr das Fahrrad genutzt wird, desto präziser wird laut Shimano die Abstimmung auf die persönlichen Anforderungen.
Über den kabellosen SW-EN605-R Schalter lässt sich jederzeit manuell in die Gangwahl eingreifen. Trotz der automatischen Funktion behält der Fahrer stets die volle Kontrolle. Diese Interaktionen fließen wiederum in den Lernprozess des Systems ein. So verspricht Shimano, dass jeder Nutzer mit der Zeit ein auf seine Bedürfnisse zugeschnittenes Schalterlebnis erhält.
Kompatibilität & Komponenten des neuen Q’Auto Systems
Q’Auto wurde mit Blick auf eine breite Kompatibilität entwickelt. Das System lässt sich mit Linkglide 1x10- oder 1x11-fach Kassetten kombinieren. Das speziell entwickelte RD-U8050-SGS/GS Schaltwerk ist zudem mit der kompletten Palette an kabellosen Shimano Di2 Schaltern und Schalt-/Bremshebeln für Flat- und Rennlenker kompatibel. Dies ermöglicht eine flexible Integration in verschiedene Fahrradtypen und Cockpit-Konfigurationen.
Die Shimano Cues FH-U6060 Freehub Hinterradnabe ist in Versionen mit 28, 32 und 36 Speichenlöchern erhältlich und nutzt den 142 x 12 mm E-Thru-Standard. Ein integrierter Li-Ionen-Kondensator speichert genügend Energie, um das System auch bei längeren Standzeiten betriebsbereit zu halten. Shimano gibt an, dass die gespeicherte Energie für mehr als ein Jahr ausreiche.
Einsatzbereich & Zielgruppe
Mit Q’Auto zielt Shimano besonders auf Alltagsradler und Pendler ab, die von den Vorteilen einer elektronischen Schaltung profitieren möchten, ohne sich immerzu um das rechtzeitige Laden von Akkus kümmern zu müssen. Mit dem System will Shimano unabhängig von Erfahrung oder Fahrkönnen noch mehr Menschen zum Radfahren motivieren, indem es eine stets optimale Gangwahl anbietet.
Auch für Trekkingräder und Gravelbikes sieht Shimano Potenzial. Hier könnte Q’Auto besonders auf längeren Touren oder bei variablem Gelände seine Vorteile ausspielen, indem es den Fahrer entlastet und eine effiziente Kraftübertragung sicherstellt. Die Shimano CUES Schaltung ist eine 11-fach oder 10-fach Gruppe für einen Einsatzbereich zwischen spaßorientiertem Trail Mountainbiken oder sportlichen Alltagsfahrten. Es ist konzipiert für intuitive und leichtgängige automatische Schaltvorgänge die dafür sorgen das du dich voll auf die Fahrt konzentrieren kannst.
Dabei wurde der Hauptaugenmerk auf die Zuverlässigkeit und Haltbarkeit gelegt um den Ansprüchen der Biker zu genügen. Die Komponenten der Schaltung lassen sich nahtlos in das System der Antriebseinheiten EP600 und EP801 von Shimano integrieren. CUES Di2 ermöglicht allen eBikern sportlichen Fahrspaß im Zusammenspiel mit den neuen Funktionen AUTO SHIFT und FREE SHIFT.
Auto Shift und Fee Shift Funktion
Die Auto Shift Funktion sorgt in Kombination mit einem elektronischen Schaltwerk für einen automatischen Schaltvorgang, sodass du immer im optimalen Gang unterwegs bist. Free Shift ist bei eMTB Fahrten die perfekte Unterstützung, wenn du in Kurvenreichen Trails unterwegs bist. Diese Funktion sorgt dafür, dass der Schaltvorgang ohne pedalieren erfolgt und du voll Konzentration auf das planen und halten deiner Linie legen kannst.
Shimano LINKGLIDE Technologie
Extra langlebige Haltbarkeit durch Shimanos LINKGLIDE Technologie. Diese Fähigkeit ist entscheidend für drehmomentstarke e-Bikes um den Schaltkomponenten eine gewisse Haltbarkeit zu gewährleisten.
Shimano Di2: Alle Gruppen für MTB, Rennrad & Gravel im Überblick
Shimanos elektronisches Schaltsystem ist länger am Markt als alle anderen und unter anderem bekannt für seine hohen Schaltgeschwindigkeiten. Die Abkürzung Di2 steht für „Digital Integrated Intelligence“. Waren die Di2-Gruppen zunächst semi-wireless, hat Shimano im Sommer 2025 auch neue Schaltgruppen eingeführt, die komplett ohne Kabel auskommen.
Je nach Fahrradtyp stehen Dir folgende Gruppen zur Auswahl:
| Radtyp | Gruppe | Schaltstufen | Übertragung | Mount-Type | Erscheinung |
|---|---|---|---|---|---|
| MTB | XTR Di2 M9200 XT Di2 M8200 Deore Di2 M6200 | 1 x 12 | wireless | Konventionell (Schaltauge, UDH) | 2025 |
| E-MTB | XTR Di2 M9200 XT Di2 M8200 Deore Di2 M6200 | 1 x 12 | wireless | Konventionell (Schaltauge, UDH) | 2025 |
| Rennrad | Dura Ace Di2 R9200 Ultegra Di2 R8100 105 Di2 R7100 | 2 x 12 | semi-wireless | Konventionell (Schaltauge, UDH) | 2021 2021 2022 |
| Gravel | GRX Di2 RX827 GRX Di2 RX825 | 1 x 12 2 x 12 | wireless semi-wireless | Konventionell (Schaltauge, UDH) | 2025 2024 |
Aufgepasst beim E-MTB: Die neuen Shimano E-MTB-Schaltwerke bieten Dir mit einem Shimano-EP8- oder -EP6-Motor ein optimal aufeinander abgestimmtes System. Dadurch kannst Du smarte Funktionen, wie etwa automatisches Schalten, nutzen.
Aufgepasst bei der Shimano-CUES-Di2-Gruppe: Die CUES Di2 mit ihrer automatischen Schaltfunktion wurde für urbane E-Bikes entwickelt, aber auch schon an anderen E-Bike-Kategorie verbaut. Zusammen mit Shimanos 2025 vorgestelltem Q'AUTO-System bringt die CUES Di2 automatisches Schalten nun auch an nicht-motorisierte Urban- und Gravelbikes. Durch einen Dynamo in der Hinterradnabe wird das System mit dem notwendigen Strom versorgt - Du brauchst also nicht mal mehr einen Akku.
Shimano Di2: Ergonomie
Die Belegung der Schalter ist in der Standardkonfiguration an mechanische Schalthebel angelehnt: Du hast zwei Taster, einen zum Hoch- und einen zum Runterschalten. Beim Mountainbike sind die beiden Taster, wie gewöhnlich, unter dem Lenker montiert. Beim Rennrad befinden sich die beiden Schalter direkt hinter dem Bremshebel. Das gemeinsame Bewegen von Schalt- und Bremshebel entfällt - Kraft gespart!
Shimano bietet bei Di2 drei verschiedene Schalt-Modi:
- „Synchronized“
- „Semi-Synchro“
- „Manuell“
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