Shimano Felgenbremse Montage Anleitung

Jede noch so neue und qualitativ hohe Bremse kann die 100%ige Bremsqualität nicht entfalten, wenn eventuell die Felgenflanken abgenutzt, verzogen oder zerbeult sind. Daher ist es unbedingt nötig, die Felge auf einen einwandfreien Zustand zu checken; sie darf keine „Acht“ oder ähnliches aufweisen.

Grundlagen der Felgenbremsen

Zangenbremsen sind Felgenbremsen. Im Zusammenhang mit diesem Artikel solltest Du auch Das 1x1 der Felgenbremsen lesen. Zangenbremsen vs. Felgenbremsen lassen sich in zwei generelle Typen aufteilen. Zangenbremsen sind selbsttragende Mechanismen, die am Fahrradrahmen (oder der -gabel) mit einer einzelnen Schraube je Bremse befestigt werden. Die Bremsarme reichen von oberhalb des Reifens abwärts.

Bremsen zur Montage an Anlöstockeln, werden an beiden Seiten des Rahmens (oder der Gabel) separat befestigt. Sie benötigen spezielle angelötete oder geschmiedete Sockel am Rahmen bzw. an der Gabel. Die Bremse besteht je Laufrad aus zwei getrennten Armen, die beide individuell am Rahmen bzw. Beide Bremsarme schwenken um eine zentrale Schraube, die die Bremse mit dem Rahmen oder der Gabel verbindet.

Eingelenk-Bremsen

Die Bremsenzughülle ist an einem Bremsarm befestigt und der innenliegende Zug ist am anderen Arm befestigt. Der Mechanismus ist asymmetrisch aufgebaut. Die Bremsschuhe von Eingelenk-Bremsen bewegen sich nur wenig (abwärts) während sie verschleißen und folgen auch gut verzogenen Felgen. Jedoch kann das zentrieren schwierig sein, da jeder Arm einzeln von einer Feder zurückgezogen wird.

Zweigelenk-Seitenzugbremsen

Ein Arm schwingt um die zentrale Schraube und ein Arm um ein Gelenk, dass sich dem Zug gegenüber oberhalb des Reifens befindet. Eine Kupplung verbindet die beiden Arme, so dass sich immer um den gleichen Weg in entgegengesetzter Richtung bewegen. Zweigelenk-Seitenzugbremsen lassen sich wegen der Kupplung zwischen den Bremsarmen sehr leicht zentrieren. An der Kupplung kann sich eine Zentrierschraube befinden.

Wenn dieser Bremsentyp eine verzogenen Bremse folgen muss, rotiert sie um die zentrale Schraube und tendiert dazu, diese zu lockern. Jeder Bremsarm rotiert um ein Gelenk auf seiner Seite oberhalb des Laufrads.

Mittelzugbremsen

Mittelzugbremsen waren in den 1960er und 1970er verbreitet und sind weiterhin recht beliebt bei Fahrrädern, die eine große Bremsenreichweite benötigen. Diese Bremsen haben einen Querzug und setzen einen Zuganschlag voraus, der an Rahmen oder Gable montiert ist.

Reichweite der Bremsen

Reichweite ist die effektive Länge der Arme einer Zangenbremse. Diese wird vom der Mitte der Befestigungsschraube diagonal bis zur Mitte der Bremsschuhe gemessen. Die Größenordnungen für die reichweite gehen von 39 mm bis 108 mm. Die notwendige Bremsenreichweite hängt von der Rahmenkonstruktion (wie niedrig ist das Befestigungsloch für die Bremse) und dem Felgendurchmesser ab.

Im Allgemeinen funktionieren Bremsen mit kurzer Reichweite besser, da ihr Potenziel sich zu verbiegen recht gering und ihre Hebelübersetzung sehr hoch ist. Bremsen mit hoher Reichweite benötigen eine stabilen Konstruktion und haben lange Ausleger unterhalb der Gelenke und zur Zugbefestigung, um diesem Problem entgegenzuwirken.

Diese Zangenbremse hat eine Reichweite zwischen 39 und 45 m9. Wie man sieht sind hier die Bremsschuhe gnaz nach oben geschoben. Diese Gabel- und Felgenkombination verlangen nach einer Bremse mit einer Reichweite die auf 45 mm eingestellt werden kann. Bei den meisten moderneren Bremsen ist die Reichweitenangabe auf der Rückseite eingestanzt.

Montage der Zangenbremsen

Zangenbremsen haben einen zentralen Gewindebolzen mit 6 mm (bzw. 1/4 Zoll) Durchmesser, die durch ein entsprechendes Loch in der Gabelkrone oder der Bremsbrücke des Rahmens. Klassische Bremsen haben Gewindebolzen, die so lang sind, dass sie komplett hindurchpassen und mit Unterlegscheiben und Sechskantmuttern festgeschraubt werden können. Bei der Befesitigung am Rohr der Bremsbrücke, das einen sehr kleinen Durchmesser hat, mus man wegen der starken Rundung des Rohrs gekrümmte Unterlegscheiben benutzen (siehe Bild unten), damit man nicht die Bremsbrücke zerstört.

Falls die Montagefläche der Bremse nicht passend zur Gabelkrone gekrümmt ist, benötigt man gekrümmte Unterlegscheiben, um unnötige Kräfte auf den Gewindebolzen zu vermeiden. Die vordere Bremse sicher zu montieren ist sehr wichtig. Eine lose Vorderradbremse erkennt man am Klappern.

Unglücklicherweise sind manche Fahrräder jedoch eine Klappersymfonie und weitere Instrumente werden nicht bemerkt. Falls sich die Bremse löst, wird die Vorderradbremse mit dem Reifen mitgerissen und verfängt sich in den Speichen. Der Bremszug wird gespannt und reißt den Lenker plötzlich in eine Richtung. Der Vorderradbremsenbolzen bzw. Die meisten neueren hochqualitativen Fahrräder mit Zangenbremsen haben versenkte Bremsenbefestigungen, um Gewicht zu sparen und ein eleganteres Aussehen zu erzielen.

Zangenbremsen für versenkte Befestigung haben einen deutlich kürzeren Gewindebolzen, die nicht vollständig durch Rahmen- bzw. Gabelbohrung verlaufen. Rahmen für versenkte Befestigung haben abgestufte Bohrungen (6 mm vorne und 8 mm hinten). Weil der Trend zu versenkten Befestigungen und Zangenbremsen mit kurzer Reichweite gleichzeitig einsetzte, haben die meisten Bremsen mit kurzer Reichweite versenkte Befestigungen.

Besonderheiten bei der Montage

Man kann die Hinterradbremse mit versenkter Montage vor den Sitzstreben montieren, wenn man die Rückseite der Bremsbrücke gefahrlos aufbohren kann. Das funktioniert wahrscheinlich eher mit Eingelenk- oder Zweigelenk-Bremsen, weil man bei Mittelzugbremsen Probleme mit der Zugführung bekommen wird. Zum Aufbohren nimmt man am Besten einen 8 mm Bohrer (Größe "0" in den USA). Ein 5/16 Zoll Bohrer ist minimal zu klein und das Bohrloch muss noch ausgerieben werden.

Falls die Bremsbrücke keine abgeflachte Montageflächen hat, sollten hier die gebogenen Unterlegscheiben der klassischen Bremse eingesetzt werden. Die Unterlegscheibe auf der Seite der Mutter muss ebenfalls aufgebohrt werden. Das gleiche gilt für die Abstützung des Gepäckträgers, die mit dem Bremsenbolzen verbunden wird.

Die Bremsbrücke kann bei den meisten Rahmen auch von vorne aufgebohrt werden, wenn man einen (90°) gewinkelten Bohrer einsetzt. Vorderradbremsen mit versenkter Befestigung haben sehr lange Gewindebolzen, die man auch hinten montieren kann. Das war's schon, wenn man Zugriff auf zwei Vorderradbremsen hat.Zumeist hat man es jedoch mit einem Bremsenpaar zu tun, das einen langen und einen kurzen Bolzen hat. Bohre die Rückseite der Gabelkrone auf und setze eine extra lange versenkbare Mutter ein. Montiere die versenkbare Mutter nicht von Außen.

Bei Fahrradrahmen für die Montage von klassischen Bremsenbefestigungen ist es gleich, in welche Richtung man die Bremse montiert. Bei einem Mixte Rahmen kann die Hinterradbremse entweder oberhalb oder unterhalb den Mittelstreben montiert werden.

Zugführung bei Mittelzugbremsen

Bei einer Mittelzugbremse kann ein offen liegender Zug vom Zuganschlag direkt hinter dem Steuerrohr bis zum Querzug der Bremse geführt werden, der auf beiden Seiten des Sitzrohrs verläuft. Das führt zu einer ungewöhnlich effizienten Hinterradbremse, weil sehr wenig Bewegungsenergie im Zug verloren geht. Eine andere oft angewandte Methode ist eine Umlenkrolle hinter dem Seat Cluster, die den Zug abwärts auf eine Mittelzugbremse an den Sitzstreben umlenkt.

Bei einem Tiefeinsteiger Rahmen, Mixte Rahmen oder einem Rahmen mit nur einem Rohr kann der Zug am obersten möglichen Rohr entlang geführt werden und muss dann aufwärts zu den Sitzstreben zur Bremse geführt werden. Dies ist auch bei klassischen Damenärdern der Englischen Drei-Gang-Fahrräder der Fall.

Ältere Seitenzugbremsen lassen konventionell eine Positionsänderung der Zugklemmschraube und Zugeinstellschraube zu. Viele neuere Bremsen haben die Zugeinstellschraube direkt in den oberen Arm geschraubt. Bei diesen Bremsen kann eine aufgeschraubte Zuggegenhalter die Zugklemmschraube am unteren Arm ersetzen.

Bei einer Mittelzugbremse kann man den Zug von unten heranführen, indem man die Zugeinstellschraube am Querzugträger befestigt. Der innere Draht muss in der Seat Cluster Gegend mit einer Zugklemmschraube befestigt werden. Das macht man bequem an einem Sitzstrebenzuggegenhalter.

Züge von unten an den Zuggegenhalter am oberen Ende des Steuerrohrs heranzuführen kann bei vorderen Mittelzugbremsen oder Cantilever Bremsen eines Faltrads notwendig sein, so dass man genug Zuglänge zur Verfügung hat, um den Lenker und den Vorbau herauszunheemen und entlang des Rahmens abzulegen. Die Zughülle wird an den Querzugträger befestigt.

Die Hinterradbremse wird gewöhnlich bei Falträdern und Liegerädern an den Kettenstreben montiert, da die Zugführung an den Sitzstreben unbequem sein kann.

Wartung und Pflege der Felgenbremsen

Jedem ist wohl klar, dass die Fahrradbremse eines der wohl wichtigsten Bauteile am Rad ist - sie ist im höchsten Maß mitverantwortlich für die Sicherheit im Straßenverkehr. Eine 100 % Funktionalität ist mehr als wichtig; Geschwindigkeit muss auf Wunsch (schnell) reduziert werden. Daher ist eine gute Pflege der Bremsen wichtig, insbesondere regelmäßig zu kontrollieren und entsprechend zu warten.

Die üblichen Verschleißteile (z.B. Shimano Bremsbeläge) am Bike müssen entsprechend der Abnutzung von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden. V-Brakes (= V-Bremsen) sind die wohl am häufigste Bremsenart, die verbaut wird.

Einstellen der Shimano V-Brake Felgenbremse

Wenn die Shimano V-Brake Felgenbremse neu eingestellt werden soll, darf Ihr Blick nicht nur die Bremse an sich beachten. Auch die weiteren betroffenen Fahrrad-Komponenten, wie z.B. die Fahrradfelge muss mit einbezogen werden. Ebenso müssen die Bremsbeläge im nächsten Atemzuge überprüft werden.

Für das Einstellen der Fahrradbremse benötigen Sie nur wenig Werkzeug: Meist reicht ein Kreuzschraubendreher und ein Satz Innensechskantschlüssel. Die Schrauben müssen Sie nun am Bremshebel mittig einstellen: Einmal voll anziehen; dann werden sie mit ca. 7 Umdrehungen gelockert.

Jetzt muss die Schraube gelockert werden, welche den Bowdenzug bzw. Den Shimano Bremsbelag bringen Sie in die richtige Position, indem der Bremsarm Richtung Felge gedrückt wird. Im nächsten Schritt ziehen Sie die Schraube des Bremsbelages vorsichtig wieder fest. Den Kabelbinder mit der Zange bzw. Nun wird der Bowdenzug zurück in die Führung gesetzt: Drücken Sie beide Bremsarme zusammen und ziehen die Schraube wieder fest. (Abstand der Bremsarme zur Felge ca.

Sie können die Zugspannung über die Schraube an der Feder regulieren.

Regelmäßige Kontrolle der Bremsen

Sein Fahrrad ab und an zu putzen, ist eine Sache. Sich jedoch wirklich aktiv um sein geliebtes Bike zu kümmern, eine andere. Neben der regelmäßigen (!) Reinigung und Pflege, gehört noch mehr dazu: Nämlich die Kontrolle der bekannten Verschleißteile. Speziell die sicherheitsrelevanten Bauteile (z.B. die Bremsen), dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Wer viel mit dem Fahrrad unterwegs ist und die Bremse somit häufig benutzt und daher stark beansprucht, sollte diese Kontrolle in kürzeren Abständen durchführen.

Scheuen Sie also nicht, sich regelmäßig bzw. öfter mit Ihrem Fahrrad auseinander zu setzen; so lernen Sie es immer besser kennen und können sich im Ernstfall selber helfen bzw. diverse Reparaturen und Wartungsarbeiten selbst durchführen.

Austausch der Bremsbeläge

Zu den klassischen Fahrrad-Verschleißteilen gehören unter anderem die Bremsbeläge der Felgenbremse. Wenn diese nach einer entsprechenden Zeit abgenutzt sind, ist ein zügiger Austausch dringend nötig, damit Sie Ihre Sicherheit nicht riskieren. Oftmals sind die Bremsbeläge von Shimano mit Linien bzw. anderen Markierungen gekennzeichnet, so erkennen Sie auch als Laie recht gut, dass ein Wechsel nun nötig ist.

Wenn ein gewisser Abrieb erreicht ist, ist es somit nötig auszutauschen, damit Ihre Sicherheit beim Thema Bremsen weiterhin gewährleistet ist. Aber es geht auch darum, dass die Felge nicht durch einen komplett abgenutzten Bremsklotz beschädigt bzw. zerkratzt wird. Die wichtigen Bremsklötze kosten lediglich ein paar Euro, sind also keine teure Investition. So kann man sich also auch ruhig immer mal ein Paar in der Fahrradgarage beiseitelegen, um Sie dann im benötigten Falle schnell zur Hand zu haben. So müssen Sie bei akutem Bedarf nicht erst Material einkaufen bzw.

Der Wechsel der Bremsschuhe von Shimano ist in recht kurzer Zeit selber durchführbar. An vielen Fahrrädern sind die vorderen Bremsbeläge bei den Felgenbremsen viel stärker abgenutzt als die hinteren. Dies kommt daher, da die vorderen Bremsen viel öfter benutzt werden. Jedoch darf die Kontrolle auch bei den hinteren Klötzen nicht vergessen bzw. vernachlässigt werden.

Teils sind die hinteren Bremsbeläge daher auch gar nicht abgenutzt, sondern sind lediglich aufgrund des Alters rissig und spröde und sollten daher schleunigst ausgewechselt werden. Wenn Sie dann neue Bremsbeläge von Shimano kaufen, achten Sie dabei unbedingt darauf, dass diese in die Aufnahmebügel Ihres „Drahtesels“ passen.

Schritte zum Wechseln der Bremsbeläge:

  1. Öffnen Sie als erstes die Befestigungen der Bremsklötze. Je nach Herstellerbauart ist hierfür ein Schraubendreher oder auch ein Innensechskantschlüssel nötig.
  2. Beim Ausbau unbedingt auf die Reihenfolge der Bauteile achten - z.B. bei den Unterlegscheiben. Legen Sie die Kleinteile sicher beiseite - am besten in kleine Schälchen in Griffweite.
  3. Die neuen Bremsklötze werden entsprechend in die Halter eingesetzt. Achten Sie darauf, dass der Belag gerade an der Felge aufliegt.
  4. Nun werden die neuen Beläge befestigt. Bauen Sie die beiseitegelegten Kleinteile in umgekehrter Reihenfolge genauso an, wie Sie diese vorher entfernt haben.
  5. Nun können Sie eine Probefahrt mit den neuen Shimano-Bremsbelägen am Fahrrad durchführen.

Achte Sie immer auf eine regelmäßige Reinigung, denn Dreck und Schmutz wirken wie Schmirgelpapier.

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