Shimano Gangschaltung Arten Übersicht

Für all diejenigen, die mit dem Begriff Rennrad-Gruppe noch nichts anfangen können - eine Gruppe besteht aus den Bremsen und dem Antrieb, der wiederum aus Kurbel, Kettenblättern, Kette, Kassette, Schaltwerk- und Umwerfer sowie Schalthebeln besteht. Sie stellt also ein abgeschlossenes System dar, welches das Fahrrad nach vorne bewegt und auch dank der Bremsen wieder zum Stehen bringt.

Wenn es an die Auswahl der passenden Gruppe bzw. Rennrad-Schaltung geht, gilt das grundsätzliche Prinzip: je mehr du investierst, desto bessere Qualität bekommst du. Schaltgruppen in höheren Preisklassen sind effizienter, langlebiger und ermöglichen einen leichtgängigeren Schaltvorgang, alles bei einem geringeren Gewicht. Einsteigermodelle werden nämlich häufig aus Aluminium minderer Qualität gefertigt, was zwar eine solide Funktionalität ermöglicht, aber darüber hinaus eben nicht mit teureren Gruppen mithalten kann. Hier findet man erst hochwertigere Aluminiumlegierungen, bis man bei den Top-Varianten aus federleichtem Carbon und Titan ankommt.

Der Unterschied zwischen mechanischen und elektrischen Gruppen

Die Komponentenhersteller haben alle eine breite Auswahl an Schaltgruppen im Angebot, sowohl mechanische als auch elektrische. Die drei großen im Rennradgeschäft, Shimano, SRAM und Campagnolo, haben jeweils eine eigene Technologie, mit der sie das elektronische Schalten ermöglichen. EPS von Campagnolo steht für „Eletronic Power Shift“, Shimano hat mit Di2 die „Digital Integrated Intelligence“ und SRAM nutzt eTap, was „electronic tap“ heißen soll. Während damals die großen Hersteller noch auf Signalübertragungen per Kabel setzten, um Schaltvorgänge mit einem Signal über die Hebel einzuleiten, hat SRAM mit dem eTap-System 2015 eine Weltneuheit vorgestellt, die komplett kabellos funktioniert. Mithilfe eines eigenen Protokolls läuft die Kommunikation der einzelnen Komponenten in etwa so ab wie mit ANT + oder Bluetooth.

Die Vorteile der elektronischen Schaltung liegen in einem präziseren Schaltvorgang, einer leichteren Bedienung der Schalthebel, hoher Benutzerfreundlichkeit, einer höheren Schaltgeschwindigkeit sowie hoher Funktionalität, z.B. durch programmierbaren Schaltungen sowie dem Download von Schaltvorgängen zur Auswertung des Schaltverhaltens. Die Nachteile im Vergleich zur mechanischen Variante liegen in der Notwendigkeit eines geladenen Akkus und einem höheren Anschaffungspreis.

Mechanische Schaltungen arbeiten mit Kabeln, welche die Schalthebel mit dem Schaltwerk und dem Umwerfer verbinden und am Rahmen entlang oder hindurch laufen. Indem man über die Hebel die Spannung der Kabelzüge verändert, wird der Schaltvorgang ausgelöst. Die Vorteile dieser gängigen Variante lagen lange Zeit beim leichteren Gewicht - auch weil kein Akku oder zusätzliche Kabelkästen verbaut werden müssen. Mittlerweile sind die Gewichtsunterschiede jedoch zu vernachlässigen, da es sich nur noch um wenige Gramm handelt.

Einfach-, Zweifach- oder Dreifach-Kurbel?

Traditionell wird bei Rennrädern auf die Zweifach- oder Dreifach-Kurbel gesetzt. Die Kurbel besteht dabei aus zwei Kurbelarmen die auf einer Tretlagerwelle liegen und ist in der Regel zwischen 160mm und 175mm lang. Die Zweifach-Kurbel hält zwei, die Dreifach-Kurbel drei Kettenblätter. Aus dem MTB-Sport kann in den letzten Jahren auch die Einfach-Kurbel in den Rennrad-Bereich und wird hauptsächlich bei Cyclocross-Rädern eingesetzt. Eine Einfach-Kurbel minimiert natürlich die Fehleranfälligkeit der Kurbel, da kein Umwerfer nötig ist. Die meisten Rennräder nutzen allerdings eine Zweifach-Kurbel, die Dreifach-Kurbel findet man hauptsächlich bei Einsteiger- und Freizeit-Rädern.

Zweifach-Kurbeln lassen sich in Compact-Kurbeln, Mid-Compact (oder Pro-Compact)-Kurbeln und Standard-Kurbeln einteilen. Letztere hat beim großen Kettenblatt 53 Zähne und beim kleinen 39 Zähne und wird häufig von den Profis eingesetzt. Die Compact-Variante setzt auf 50 Zähne beim großen Kettenblatt und 34 beim kleinen, was für angenehmere Übersetzungen vor allem bei Anstiegen sorgt. Die neueste Option Mid-Compact liegt dazwischen mit 52 Zähnen / 36 Zähnen. Für Freizeiträder, Fitnessbikes und Cyclocrosser wird häufig eine Zweifach-Kurbel mit 46/36 Zähnen verwendet. Eine Dreifach-Kurbel hat meistens ein großes Kettenblatt mit 50, dann eines mit 39 und das kleinste mit 30 Zähnen.

Die Kettenblätter vorne sind die Grundlage für die Übersetzungsbandbreite, die dann von der Kassette hinten komplettiert wird. Die Kassette besteht aus mehreren Ritzeln, aktuell meist 11, was bei einer Zweifach-Kurbel 22 Gänge ergibt. Einsteiger-Gruppen nutzen auch 8-10-fach Kassetten. Die Gangzahl ist auch für die Kompatibilität entscheidend - man kann beispielsweise nicht einfach eine Kette einer 11-fach Schaltung mit einer Kette einer 8-fach-Schaltung ersetzen. Am besten bleibt man der Gruppe treu und mischt die Antriebskomponenten nicht, um die maximale Performance zu erhalten.

Die Ritzel einer 11er Kassette sind dünner, damit die Extra-Anzahl an Gängen auch passt, und sorgt gleichzeitig für leichtgängigeres Schalten. Die am weitesten verbreiteten Übersetzungen bei Rennrad-Kassetten liegen bei 11-25 und 11-28, wobei das kleinste Ritzel 11 Zähne und das größte entweder 25 oder 28 Zähne hat. Die Ritzel dazwischen sorgen dafür, den Schaltvorgang vom größten zum kleinsten bzw. umgekehrt so komfortabel und reibungslos wie möglich zu machen. Je größer der Unterschied zwischen größtem und kleinsten Ritzel, desto mehr muss sich die Kette bewegen, und desto weniger konstant ist die Kadenz des Fahrers beim Schaltvorgang.

Ein Rennrad mit kleineren Kettenblättern und einer großen Kassette sorgt für eine höhere Bandbreite bei den Gängen und leichtgängigere Übersetzungen, während große Kettenblätter und kleinere Kassetten für hohe Geschwindigkeiten und weniger Gänge sorgen.

Der richtige Kurbelradius

Der Kurbelradius oder die Kurbellänge richtet sich nach der Rahmengröße des Rennrads und der Größe des Fahrers. Die meisten Schaltgruppen haben einen Kurbelradius zwischen 165mm und 180mm, häufig entweder 170mm oder 175mm. Es gibt viele Diskussionen über „den richtigen“ Kurbelradius und ein Universalrezept gibt es nicht, aber die wichtigsten Faktoren bei der Wahl sollten Komfort und Effizienz sein. Wenn du Probleme mit deinen Knien, der Hüfte oder dem Rücken bekommst, solltest du nicht nur auf die üblichen Abmessungen wie Rahmenhöhe und Sitzhöhe schauen, sondern auch auf den Kurbelradius.

Langer Kurbelradius

Der Vorteil von einem längeren Kurbelradius ist ein höheres Drehmoment durch den größeren Hebel sowie entsprechend mehr Kraft, die auf das Hinterrad übertragen werden kann. Je länger die Kurbel, desto schwieriger ist es allerdings, eine effiziente Tretfrequenz zu halten. Außerdem wird ein längerer Weg zurückgelegt und das Bein gerader beim Treten. Die Bodenfreiheit ist natürlich geringer, worauf man in Kurven achten sollte.

Kurzer Kurbelradius

Ein kurzer Kurbelradius benötigt weniger Energie, um die Kurbel zu bewegen, hat aber entsprechend auch einen geringeren Hebel und somit weniger Drehmoment. Ein Anzeigen für einen zu kurzen Kurbelradius wäre, wenn du in der Ebene Schwierigkeiten hast, genug Vortrieb zu schaffen, aber am Berg keine Probleme bekommst. Kurze Radien benötigen außerdem weniger Flexibilität da der Bewegungsumfang reduziert ist.

Shimano Schaltgruppen

Der Marktführer im Bereich der Rennrad-Gruppen ist Shimano. Die japanische Komponentenschmiede hat das größte Sortiment und wird auch von den meisten Profi-Teams der WorldTour eingesetzt. Mit der Entwicklung der STI-Schalthebel revolutionierte Shimano Anfang der 90er Jahre die Rennrad-Schaltung mit der kompakten Kombination aus Bremshebel und Schalthebel, sodass man mit nur einer Hand sowohl Schalten als auch Bremsen konnte, was bis dato mit der gängigen Unterrohrschaltung nicht möglich war.

Neben der Innovationsfreude ist auch die Kompatibilität der einzelnen Gruppen untereinander ein Aushängeschild von Shimano. Die meisten Schaltgruppen können untereinander kombiniert werden, solang sie über die gleiche Ganganzahl verfügen.

Es folgt eine Übersicht der Shimano Rennrad Schaltungen inkl. Beschreibung und Einsatzbereich.

Claris

Die Shimano Claris ist die Einsteiger-Gruppe des Herstellers und eignet sich vor allem für Rennrad-Einsteiger und Freizeitfahrer. Zu der 8-fachen Kassette hinten gesellt sich entweder eine Zweier- oder Dreier-Kurbel, was je nach Ausführung 16 bzw. 24 Gänge ergibt, was für diesen Einsatzzweck mehr als ausreicht. Die Zweifach-Kurbel ist dabei in einer sogenannten Compact-Version erhältlich, die einen kleineren Lochkreis als reguläre Kurbeln haben und somit über mehr Zähne und damit eine höhere Übersetzungsbandbreite verfügen. So wird mit der Compact Kurbel die Bergtauglichkeit deutlich verbessert, auch wenn ein bis zwei große Gänge fehlen und der Übersetzungssprung zwischen zwei Gängen etwas größer und damit unkomfortabler wird. Um den Neulingen den Einstieg zu erleichtern bietet die Claris Schalthebel mit Ganganzeige und mit RapidFire Plus optimierte Hebel für Flat Bar Rennräder.

Sora

Die Sora ist in Sachen Funktion und Qualität vergleichbar mit der Claris, kann aber mit seiner 9-fach Kassette einen Extra-Gang verbuchen. Optisch fällt die Sora mit vier Kettenblattarmen auf, verglichen mit den fünf der Claris. RapidFire Plus Schalthebel für Fla Bar Rennräder sind ebenfalls möglich.

Tiagra

Mit der Shimano Tiagra sind wir im echten Rennrad-Geschäft unterwegs. Die Schaltung mit 10-fach Kassette ist dank seiner verbesserten Performance und Widerstandsfähigkeit an vielen Rennrädern und sogenannten All-Road-Bikes zu finden, wobei letztere auch im Offroad-Bereich eingesetzt werden können. Ebenfalls erhältlich mit Zweifach- oder Dreifach-Kurbel gibt es eine weitere Zweifach-Option mit der Mid-Compact-Kurbel, welche das Beste aus den zwei Welten Compact und Standard-Kurbel vereint.

105

Die Shimano 105 ist für viele die erste wirklich brauchbare Rennrad-Schaltung, wenn es an die Wettbewerbsfähigkeit geht. Sie ist höchstsolide, zuverlässig und hat zahlreiche innovative Features von teureren Gruppen wie der Ultegra und der Dura-Ace geerbt. Mit einer 12-fach Kassette teilt sich die 105 die gleiche Gangzahl wie die gerade genannten Top-Modelle, sodass man hier bedenkenlos upgraden kann, wenn es denn Zeit wird. Bei den Kurbeln bietet Shimano seit Kurzem die 1:1 Übersetzung an, neben der klassischen Zweifachkurbel.

Die neueste Generation R7100 belebt Rennradfahren neu. Die ergonomischen Dual-Control-Hebel passen zu einer Vielzahl unterschiedlicher Handgrößen, während die 1:1-Übersetzung des Antriebs hervorragende Kletteroptionen bereithält.

105 Di2

Wem die elektronischen Schaltgruppen bisher zu teuer waren, dem macht Shimano mit ihrem Di2 Debüt im Mittelklassenbereich bei der 105 Schaltung eine große Freude. Ähnlich wie bei der mechanischen 105 Gruppe übernimmt die 105 Di2 eine Vielzahl an Eigenschaften der Top-Gruppen Ultegra Di2 und Dura-Ace Di2. Für alle, die also bisher nur mechanisches Schalten und dessen Ergonomie gewohnt sind, bietet die SHIMANO 105 Di2 ein vollkommen neues Rennraderlebnis.

Ultegra

Die Ultegra ist für ambitionierte Hobbysportler und in der Funktionalität identisch mit dem Top-Model Dura-Ace. Nur beim Material muss man Abstriche machen, was auch zu einem höheren Gewicht führt. Deswegen werden Teile dieser Schaltgruppe auch von den Profis in der Off-Season eingesetzt, um Kosten zu sparen. Die Ultegra gibt es als Rim Brake und Disc Break Version nur mit Zweifach-Kurbel, dafür aber mit vielen unterschiedlichen Kettenblattkombinationen: 52/36, 50/36, 52/34 und 50/34. Der Schaltkäfig am hinteren Schaltwerk ist länger, um auch das große 32er Ritzel in die Kassette aufnehmen zu können. Die aktuelle Version R8100 hat die Features der Vorgänger-Dura Ace im Gepäck und auch optisch einige Ähnlichkeiten. Bei den Kassetten wurde ebenfalls aufgestockt, zur Auswahl stehen 11-25T, 11-28T, 11-30T, 11-32T, 12-25T, 14-28T und eine 11-34T. Das Shadow Schaltwerk, die Schalthebel und das Synchro-Shift Feature sind ebenfalls Neuerungen der R8100.

Ultegra Di2

Die elektrische Schaltung der Ultegra trägt Shimano-typisch Di2 am Ende und nutzt statt der Spannung der Kabel motorgestützte Signale zum Gangwechsel. Die Ultegra Di2 ist ca. 80 Gramm schwerer als die mechanische Version und hat dank der Satellite Shifter den Vorteil, dass die Schalthebel an zwei Positionen am Bike untergebracht werden können, zum Beispiel innen am Lenker für Sprints und oben am Lenker für Anstiege. Die aktuellste Generationen hören auf die Bezeichnung R8150 und R8170.

Dura-Ace

Die Dura-Ace Schaltung ist die Referenzklasse von Shimano. Ein Materialmix aus Carbon, Titan und hochwertigem Aluminium sorgt für höchste Zuverlässigkeit, die präzise Fertigung nach höchsten Standards für ein unvergleichliches Schaltgefühl. Bei den Profi-Teams überwiegt die Dura-Ace, was den Status der Gruppe im Vergleich mit anderen Top-Marken untermauert. Die Schalthebel der Dura-Ace haben einen kürzeren Weg und ein ergonomischeres Design für noch mehr Komfort.

Dura-Ace Di2

Die neueste Dura-Ace Generation hat auch einige Updates für die Di2-Variante parat. Highlight ist definitiv die kabellose Kommunikation wie bei der SRAM eTap via ANT+ und Bluetooth. Zusätzlich sorgt es für die Wireless-Verbindung zu dem von SHIMANO entwickelten E-TUBE PROJECT CYCLIST für Smartphones, das die Möglichkeit zur individuellen Einstellung der Schalter, Geschwindigkeit sowie Tastenbelegung ermöglicht. Die neue Syncro Shifting Technologie ist ein weiteres neues Feature und übernimmt auf Wunsch automatisch das Schalten am vorderen Kettenblatt, wenn der Fahrer seinen hinteren Gang ändert.

Shimano MTB Schaltgruppen

Durch die große Auswahl an Shimano Schaltgruppen für Mountainbikes ist es nicht immer ganz einfach diese Wahl zu treffen. Wie gut sind eigentlich alle Shimano Gruppen und wo genau liegen die Unterschiede? Ein Mountainbike Anfänger weiß wahrscheinlich noch nicht wirklich welche Komponenten zu einer Schaltgruppe gehören.

Eine komplette Gruppe enthält nämlich alles was mit der Schaltung, den Bremsen und dem Antrieb zu tun hat. Zum einen sind das die Schalthebel für den Umwerfer und das Schaltwerk. Darüber hinaus gehören dein Kurbelsatz inklusive Kettenblätter zu einer kompletten Schaltgruppe.

Als Anfänger brauchst du dir nicht direkt die allerbeste Gruppe zuzulegen. Shimano sorgt dafür, dass die Techniken aus den teureren Gruppen langsam aber sicher auch bei den günstigeren Gruppen zu finden sind.

Es stimmt also nicht, dass du mit einer günstigeren Shimano Gruppe keine Qualität hast. Der Unterschied liegt vor allem beim Material der verschiedenen Teile und dem Gewicht der Schaltgruppe.

Hier eine Übersicht über die verschiedenen Shimano MTB Schaltgruppen:

  • Shimano Tourney: Die günstigste aller Gruppen, hauptsächlich bei sportlichen Rädern, weniger geeignet für Offroad-Touren.
  • Shimano Altus: Hauptsächlich für sportliche Fahrräder, gut geeignet, wenn man hin und wieder von befestigten Straßen abweichen will.
  • Shimano Acera: Geeignet für Freizeitfahrer und erste Erfahrungen beim Offroad-Fahren, stabile Teile aus Edelstahl, wartungsfreundlich.
  • Shimano Alivio: Am besten geeignet für Mountainbike-Anfänger, einfacher zu warten und besser entwickelt als die günstigeren Versionen.
  • Shimano Deore: Entworfen für den sportlichen Fahrer und Anfänger, geeignet für regelmäßige flotte Waldtouren.
  • Shimano SLX: Sorgt dafür, dass du mit deinem Mountainbike über alle Wege fahren kannst, ähnelt den besseren Schaltgruppen von Shimano sehr.
  • Shimano Deore XT: Perfekt für Wettkampffahrer oder den sportlichen Mountainbiker mit einem höheren Budget, Teile aus einem Mix von Aluminium und Edelstahl.
  • Shimano XTR: Die beste Wahl für Profis und fanatische Mountainbiker, sehr leicht und aus sehr hochwertigen Qualitätsmaterialien hergestellt.

Beim Antrieb und den Bremsen zählt man wiederum verschiedene Teile zu. Kassette bzw. Innenlager bzw. das Kettenblatt bzw.

Auch wenn die Bremsen immer wieder gerne als eigene Kategorie gezählt werden, so gelten diese doch als Bestandteil einer MTB-Gruppe. Gibt es doch zu jeder Schaltgruppe die passenden Bremsen.

Shimano geht genau in diese Richtung und stellt den Antrieb sowie die Bremsen unter anderem als Komplettgruppe her. Der Vorteil liegt hier darin, dass man komplett aufeinander abgestimmte Komponenten vorfindet.

Einen anderen Weg schlägt dagegen der US-amerikanische Qualitätshersteller Sram ein.

Außerdem hat man auch die Möglichkeit, Schaltungen und Bremsen verschiedener Hersteller am Mountainbike zu verbauen.

Muss man den Bremsen im Zusammenhang mit der MTB-Gruppe definitiv Beachtung schenken, so liegt der Fokus doch auf den Schaltkomponenten selbst.

Allgemein im Fahrrad-Bereich lässt sich zwischen Ketten- und Nabenschaltungen unterscheiden. Dabei handelt es sich bei einer MTB-Schaltung aber an sich immer um eine Kettenschaltung.

Bei der Anzahl der Kettenblätter gibt es zwischen den verschiedenen MTB-Modellen Unterschiede. Immer üblicher werden Mountainbikes mit einem Kettenblatt (1-fach-Schaltungen).

Auch MTBs mit zwei Kettenblättern (2-fach-Schaltungen) sind häufig anzutreffen. Nicht mehr so oft werden dagegen 3-fach-Schaltungen verbaut.

An Ritzeln finden sich in der Regel zehn bis zwölf an einer Kassette.

Teilt man die Zahl der Zähne des Kettenblatts durch die Anzahl der Zähne des jeweiligen Ritzels, erfährt man die Übersetzung.

Funktionierten MTB-Schaltungen früher ausschließlich mechanisch, so sind mittlerweile auch elektronische Schaltungen auf dem Markt.

Generell ist gegen eine mechanische Schaltung nichts einzuwenden, wobei elektronische Modelle sich als neuester Stand der Technik auch lohnen können.

Handelt es sich bei einer elektronischen Schaltung zweifelsohne um die modernste Variante, haben mechanische Schaltungen dennoch einige Vorteile.

Darüber hinaus sind mechanische Schaltungen deutlich günstiger als die technisch aufwendigen elektronischen Varianten. Wer also nicht gleich die State-of-the-art-Technik benötigt, kann hier viel Geld sparen.

Bei elektronischen Schaltungen, wo das Schaltsignal über Kabel oder gar kabellos weitergegeben wird, ist die Präzision beim Schalten sehr hoch.

Außerdem lässt sich bei der elektronischen Variante aus verschiedenen Positionen am Lenker heraus schalten, so dass der Komfort - was sich vor allem bei langen, intensiven Fahrten bemerkbar macht - größer ist.

Beim Vergleich zwischen elektronischen und mechanischen Schaltungen geht es weniger um das Level des Fahrers als um den Komfort.

So geht bei der elektronischen Variante vieles leichter, wobei allerdings auch viele Profis weiterhin auf das unanfälligere mechanische System vertrauen.

Am Ende hängt es von einem selbst als Fahrer-Typ ab, für welches der beiden Systeme man sich entscheidet.

Wer viel Wert auf Komfort und reibungslose Schaltvorgänge legt, entscheidet sich für das elektronische.

Als Marktführer in diesem Segment ist Shimano bei den MTB-Schaltgruppen ganz klar als erstes zu nennen.

Der japanische Qualitätshersteller mischt überall im Fahrradteile-Bereich vorne mit und bringt es auch bei den MTB-Schaltungen auf die breiteste Auswahl.

Shimano nutzt dabei die sogenannte Rapid-Fire-Technologie.

Individuell zusammengestellte Gruppen

Wenn die Komplettgruppen in unserem Shop Deine persönlichen Vorstellungen vom Antrieb für Dein Custom-Bike nicht abdecken, kannst Du Dir natürlich auch eine individuelle Lösung zusammenstellen.

Du kannst innerhalb eines Herstellers meist die Gruppen durchmischen, solange die Bauteile für die gleiche Anzahl Gänge ausgelegt sind.

Hier ein paar Beispiele:

  • Es ist kein Problem, eine Shimano XTR-Kurbel mit SLX-Schaltwerk und XT-Kassette zu betreiben und dazu Deore Schalthebel zu benutzen.
  • Ähnlich bei SRAM: Du kannst eine GX-Kurbel mit XX1 Kette betreiben, dazu einen NX-Schalthebel verwenden und Kassette und Schaltwerk aus der X01 Gruppe daran hängen.

Voraussetzung ist allerdings, dass alle Komponenten gleich viele Schaltstufen haben, also 10, 11 oder 12 Gänge.

Komponenten mit unterschiedlichen Schaltstufen kannst Du nicht miteinander kreuzen - da ist die Fehlfunktion vorprogrammiert.

Zudem ist zu beachten, dass Komponenten aus dem SRAM Transmission-Ökosystem nur untereinander, nicht mit den älteren SRAM Eagle Komponenten kompatibel sind.

Es liegt in der Natur der Sache, dass hochpreisige Komponenten technisch ausgereifter und oft langlebiger oder beides sind.

Doch die Relevanz ist bei den einzelnen Komponenten unterschiedlich ausgeprägt.

Wenn es um Haltbarkeit und Schaltqualität geht, ergibt es Sinn, eine sehr hochwertige Kette zu montieren.

Da die Kette sowohl Kassette als auch Kettenblatt sowie Schalträdchen umschlingt und so für den Verschleiß aller dieser Komponenten verantwortlich ist, kann eine präzise gefertigte Kette den Verschleiß des gesamten Antriebs reduzieren.

Gleichzeitig verschleißt die Kette selber auch langsamer.

So empfehlen wir bei Shimano eine XT- oder XTR-Kette und bei SRAM eine X01- oder XX1-Kette, auch wenn der Rest des Antriebs aus günstigeren Serien stammt.

Oft ist es auf Dauer kostengünstiger, auf einem Mittelklasse-Antrieb eine teure Kette zu fahren.

Achtung: Mische niemals Shimano- und SRAM-Komponenten. Dies wird unweigerlich Probleme machen - vom unsauberen Schalten bis hin zur kompletten Fehlfunktion und Totalausfall.

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