Das Shimano GRX RD-RX812 Schaltwerk wurde speziell für den Einsatz an Gravelbikes entwickelt und bietet zuverlässige Schaltleistung abseits der Straße. Mit diesem Schaltwerk schaltest Du auf rauem Terrain reibungslos und leise.
Technische Details und Spezifikationen
Hier sind die wichtigsten technischen Daten und Spezifikationen des Shimano GRX RD-RX812 Schaltwerks:
- Serie: GRX RX810
- Einsatzbereich: Gravel, Cyclocross, Touring & Trekking
- Schaltstufen: 11-fach
- Befestigung: Standard (Direct Mount kompatibel)
- Kapazität: 31 Zähne
- Kompatibilität: Shimano Road 11-fach
- Kompatible Kette: HG-EV 11-fach, HG-X11
- Schalträdchen: 11 Zähne
- Material äußerer Käfig: Aluminium
- Material innerer Käfig: Aluminium
- Material weitere Bauteile: Aluminium, Kunststoff (GFRP), Stahl, Edelstahl
Das Schaltwerk ist mit folgenden Komponenten kompatibel:
- 1x11-fach:
- Schalt-/Bremsgriff: ST-RX810, ST-RX600
- Kassette: CS-M8000-11, CS-M7000-11, CS-M5100-11
- Kette: CN-9000, CN-6800, CN-HG901-11, CN-HG701-11, CN-HG601-11, CN-LG500
Besondere Merkmale und Technologien
Das Shimano GRX RD-RX812 Schaltwerk zeichnet sich durch folgende Features aus:
- Anpassbare Kettenstabilisation verhindert ein Herausspringen der Kette.
- Stabilisator mit An-/Ausschalter, um sich an das Terrain anzupassen.
- Auf Schotter angepasste Spannung.
- Lautlose und durchgängige hintere Gangschaltung auf unebenem Terrain.
- Reibungsloses und zuverlässiges Gangschalten bei wechselnder Bodenbeschaffenheit.
- Leitbleche lackiert.
- Leitrollen- und Spannrollen-Lagerung.
- 4 Gelenkbuchsen, fluorbeschichtet.
Zudem verfügt es über die Shadow RD+ Technologie. Shadow-Plus-Schaltwerke sind genauso niedrig profiliert wie die Shadow-Schaltwerke von Shimano. Darüber hinaus kommt ein Stabilisator mit Ein- und Ausschalter zum Einsatz, der das Schlagen der Kette reduziert und so einem Kettenabwurf entgegenwirkt. Zugleich führt das zu einem geräuschärmeren Antrieb. Im Vergleich zu anderen Kettenrückhaltevorrichtungen wird außerdem Gewicht gespart.
Für Dura-Ace, Ultegra, 105, GRX und andere 11-fach- bzw. 12-fach-Road- und Gravel-Schaltwerke hat Shimano die spezielle Außenhülle OT-RS900 entwickelt. Sie ist weniger steif als die herkömmliche OT-SP41 Außenhülle und eignet sich daher besser für den engen Bogen, in dem der Zug vom Rahmen zum Schaltwerk in diesen Fällen verlegt werden muss. Dank OT-RS900 lassen sich Probleme mit der Zugeinstellschraube verhindern und das Hinterrad lässt sich leichter ausbauen. Für die Verwendung auf der Schalt-/Bremsgriffseite ist OT-RS900 nicht gedacht.
Ausführungen und Kapazität
Das Schaltwerk ist in folgender Ausführung erhältlich:
- Lang:
- Maximale Zähnezahl größtes Ritzel: 42 Zähne
- Minimale Zähnezahl größtes Ritzel: 40 Zähne
- Maximale Zähnezahl kleinstes Ritzel: 11 Zähne
- Minimale Zähnezahl kleinstes Ritzel: 11 Zähne
- Maximale Differenz vorn: 0 Zähne
- Gesamtkapazität: 31 Zähne
Shimano GRX im Vergleich: SRAM Apex und andere Optionen
Die neuen Offroad-Gruppen von Shimano und SRAM sind besser auf die Bedürfnisse von Gravelbikern abgestimmt als je zuvor. Mit sinnvollen Übersetzungen, einfacher Bedienung und gelungener Ergonomie überzeugen sie Einsteiger wie Vielfahrer gleichermaßen - und folgen dennoch komplett unterschiedlichen Konzepten.
Shimanos mechanische GRX bietet mit der Zweifach-Kurbel ein breites und fein abgestuftes Getriebe, das vor allem Renn- und Reiseradler anspricht. Die elektronische SRAM Apex AXS punktet mit einfacher Bedienung sowie unkomplizierten und präzisen Gangwechseln in jeder Situation.
SRAM sieht die Zukunft im Einfach-Kettenblatt und dem elektronisch gesteuerten Gangwechsel. Die Amerikaner machten Antriebe mit einem einzelnen Kettenblatt einst salonfähig, für die neue Apex gibt es nun gar keinen vorderen Umwerfer mehr. Die Gruppe ist die bislang preiswerteste Variante, eine Schaltung auf dem neuesten Stand der Technik zu fahren: elektronisch über Funk betätigt, mit zwölf Ritzeln am Hinterrad.
Die zweite GRX-Generation von Shimano bekommt ebenfalls ein zwölftes Ritzel spendiert. Doch sie wird, wie an unserem Testrad von Arc8, bis auf Weiteres nur mit den gewohnten Schaltbremsgriffen und Bowdenzügen bedienbar sein. Eine elektronische Di2-Version, die es in der ersten Generation parallel gab, ist zum Marktstart nicht erhältlich. Der Zweifach-Antrieb mit Umwerfer dagegen ist am Gravelbike noch eine selbstverständliche Option - auch wenn Shimano das Angebot an Einfach-Übersetzungen jetzt deutlich ausgebaut hat.
Zusätzlich zur getesteten GRX 820 gibt es eine preiswertere GRX 610, die auf einige technische Finessen verzichtet. Die Gruppen sind untereinander fast uneingeschränkt kompatibel und bilden eine Art Baukasten.
Optisch sieht bei Shimano alles aus wie gewohnt, fein poliertes, dunkel eloxiertes Alu bestimmt den Eindruck. Doch schon beim Erstkontakt mit den neuen GRX-Hebeln fällt auf, dass an deren Form gefeilt wurde. Die Bremshebel sind weit nach außen angestellt, extrem breit und bieten den Fingern eine satte Auflagefläche; von oben lassen sie sich wunderbar greifen, und man kann viel Kraft aufbauen.
Im Sattel überzeugt die Apex vor allem mit präzisen Gangwechseln auf Knopfdruck. Spielerisch klickt man durchs Getriebe, drückt man links, wird’s leichter, rechts schwerer, einfacher und intuitiver geht’s nicht. Unser von SRAM aufgebautes Canyon Grizl ist mit einer sinnvoll abgestuften 11-44-Kassette bestückt, die mit der Apex neu auf den Markt kommt - sie passt im Gegensatz zu den bisherigen Gravel-Kassetten mit Zehner-Anfangsritzel auch auf ältere Laufräder mit Shimano-HG-Elffach-Freilauf.
Shimano GRX 12-fach: Ein Upgrade für die Gravel-Gruppe
Mit der Shimano GRX 12-fach Gruppe bringen die Japaner ein großes Upgrade für ihre Gravel-Gruppe. Rund vier Jahre ist es her, dass Shimano mit der GRX die erste „echte“ Gravel-Gruppe vorgestellt hat. Heute sind weder die Schotter-Allrounder noch die speziell dafür angepassten Komponenten mehr aus der Fahrradwelt wegzudenken.
Sämtliche neuen GRX Komponenten schalten auf zwölf Gängen. Das heißt auch direkt, dass ein Mischen mit den „alten“ GRX Bauteilen nicht möglich sein wird. Wie schon beim Vorgänger wird es auch bei der neuen GRX Gruppe verschiedene Kategorien geben. Die Komponenten der 800er Serie bilden dabei nach wie vor die Speerspitze und zielen auf ambitionierte Gravel-Fahrer, wohingegen sich die günstigeren 600er Bauteile eher an Einsteiger richten.
Mit dem Sprung auf zwölf Gänge und breiter abgestuften Kassetten kann Shimano einen der wahrscheinlich größten Nachteile der bisherigen GRX Gruppe ausmerzen. Wer nämlich bislang auf einen Umwerfer verzichten wollte bzw. musste (z.B. weil viele Rahmen gar keinen Platz mehr dafür haben), bekam im GRX-Kosmos zwar ein 1×11 Setup, das jedoch in puncto Bandbreite weit hinter der US-Konkurrenz von Sram zurücklag.
Abhängig von der gewählten Kassette kommt entweder ein Schaltwerk mit langem oder mittellangem Käfig zum Einsatz. Lobenswert: Erstmals bei Shimano ist eben jener Käfig austauschbar. Wer also von lang auf mittellang wechseln möchte oder einen kaputten Käfig hat, kann hier künftig selbst tauschen und muss nicht das gesamte Schaltwerk ersetzen.
Praxistest der mechanischen Shimano GRX
Im Fahreindruck überzeugte die mechanische Gruppe: Im Praxistest gab es kein Kettenschlagen, keine -abwürfe, -klemmer oder anderen Probleme. Im Gegenteil: Der Antrieb arbeitete präzise, geräuscharm - und schaltete etwas knackiger als die gewohnten Straßenkomponenten.
Gut dosierbar, auf Schotter aber fast etwas bissig zeigten sich die hydraulischen Bremsen. Sehr positiv fielen die Schaltbremsgriffe auf: Sie sind deutlich breiter und bieten mehr Auflagefläche für die Finger. Zudem wurde die Oberfläche der Hebel leicht "gummiert", um ein Abrutschen zu vermeiden - sinnvoll, um kontrolliertes Bremsen auf holprigem Untergrund zu erleichtern, da waren sich alle RB-Tester einig.
Dauertest der elektrischen GRX Di2
Knapp 2500 Kilometer hat die GRX-Di2-Gruppe im RB-Dauertest abgespult, teils unter widrigsten Bedingungen. Und damit genug für einen Testbericht, der fast durchweg positiv ausfällt.
Mit stoischer Präzision wuchtet der Umwerfer die Kette hin- und her - maximal verlässlich, untermalt vom typischen Geräusch des E-Motors. Kein Grund also, auf "Zweifach" im Gelände zu verzichten. Die Bandbreite im Zusammenspiel mit einer 11-34-Kassette überzeugte, die Abstufung ist feiner als bei jedem Einfach-Ensemble, obwohl Shimano noch immer auf elf Ritzel setzt und nicht, wie bei den MTB-Top-Gruppen, auf deren zwölf. Auch das Schaltwerk funktionierte stets geschmeidig und präzise, Kettenschlagen unterbindet es verlässlich.
Tabelle: Shimano GRX RD-RX812 - Übersicht der Spezifikationen
| Merkmal | Spezifikation |
|---|---|
| Serie | GRX RX810 |
| Einsatzbereich | Gravel, Cyclocross, Touring & Trekking |
| Schaltstufen | 11-fach |
| Befestigung | Standard (Direct Mount kompatibel) |
| Kapazität | 31 Zähne |
| Kompatibilität | Shimano Road 11-fach |
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