Shimano Klickschuhe montieren: Eine detaillierte Anleitung

Klickpedale sind besonders bei Mountainbikes und Rennrädern beliebte technische Hilfsmittel, die die Kraftübertragung beim Treten in die Pedale noch effektiver machen. Die feste Verbindung zwischen Kurbel, Pedal, Schuh und Fuß hat nicht nur spürbare Vorteile bei der Kraftübertragung, sondern auch positive Effekte, was den sicheren Halt auf dem Fahrradpedal und die biomechanisch korrekte Positionierung des Radschuhs auf der Pedalachse angeht. Damit alles reibungslos funktioniert, ist es wichtig, die Cleats auf die für Sie optimale Position einzustellen und die Platten an den Fahrradschuhen zu montieren.

Was sind SPD-Cleats?

Das Kürzel „SPD“ bezeichnet einen sehr verbreiteten Klickpedalstandard des japanischen Fahrradkomponenten-Herstellers Shimano. Es gibt aber auch andere Marken, die Pedale und Schuhplatten mit diesem System vertreiben, und sie sind untereinander kompatibel. Kennzeichnend ist die spezielle Form des Cleats mit zwei nebeneinander liegenden Löchern beziehungsweise den entsprechenden Gewinden in der Schuhsohle. Verwechslungen mit den Shimano Rennrad-Pedalen namens SPD SL mit drei Schrauben ist daher nur namentlich möglich.

Benötigtes Werkzeug

Haben Sie neue Fahrradschuhe, wollen Sie Ihre alten Cleats durch neue ersetzen oder haben Sie Ihre allerersten Klickpedale angeschafft? Zur Montage benötigen Sie eigentlich nur einen Inbus- oder Innensechskantschlüssel (4 Millimeter), wie er - vielleicht innerhalb eines Multitools - in jede gute Satteltasche gehört. Hilfreich sind zusätzlich ein Lineal, ein Bleistift und etwas Klebeband.

Neue Cleats liegen beim Kauf den Pedalen bei, nicht den Schuhen. Man kann sie aber auch separat kaufen. Neben den zwei Schuhplatten bekommt man die vier passenden Schrauben und zwei Unterlegscheiben in Form einer Art Brille.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Montage

Bei neuen Schuhen muss man oft vor der Montage der Schuhplatten je eine verschraubte Blende aus dem vorderen Teil der Profilsohle entfernen, darunter befinden sich dann die Gewinde. Statt der benötigten zwei Gewinde tauchen dort meist vier auf, man nutzt je nach Anatomie des Fußes entweder die vorderen oder hinteren beiden.

Es gibt bei Cleats keine linke und rechte Version, dafür markiert ein Pfeil die Platzierung in Fahrtrichtung.

Ausrichtung der Platten

In Schritt zwei erfolgt die Ausrichtung der Platten. Damit wird die spätere Stellung des Fußes auf dem Pedal definiert, leichte Rotationsbewegungen von vier Grad lässt das Spiel zwischen SPD-Pedal und Cleat später noch zu. Trotzdem sind die folgenden Schritte recht entscheidend für den späteren Fahrkomfort und nicht zuletzt auch für die Leistung und den gesundheitlichen Nutzen beim Radfahren.

Die SPD-Pedalplatten können längs, quer und in rotierender Weise ausgerichtet werden. Am Ende sollte die Mitte des Cleats zentral unter dem sogenannten Quergewölbe des Fußes sitzen, das entspricht dem Verlauf vom Großzehgelenk, auch als Fußballen bekannt, zum entsprechenden Pendant am Kleinen Zeh.

Auch zu Fuß wird die Kraft beim Abdruck über dieses Quergewölbe in den Boden geleitet, eine andere Positionierung, zum Beispiel mit dem Mittelfuß auf der Pedalmitte, könnte Taubheit, Muskelbrennen und vorzeitige Ermüdung der Füße mit sich bringen.

So finden Sie die richtige Position

  1. Radschuhe anziehen: Ziehen Sie Ihre Radschuhe an.
  2. Position des Großzehballens markieren: Ertasten Sie auf der Innenseite Ihres Fußes die Mitte des Großzehballens und markieren Sie die Stelle dann unauffällig mit einem Stift oder der Spitze eines Aufklebers auf Höhe der Schuhsohle.
  3. Position des Kleinen Zehs markieren: Vollziehen Sie das gleiche Prozedere auf der Fußaußenseite mit dem äußersten, also fünften Zehengrundgelenk. Dieser Punkt ist weniger prominent und schwerer zu ertasten. Kleine Hilfe: Die Zehen mehrmals auf und ab bewegen und versuchen, das Drehzentrum des Kleinen Zehs zu verorten. Markieren Sie diese Stelle ebenfalls.
  4. Linie zwischen den Punkten ziehen: Sind beide Schuhe mit je zwei Markern versehen, ziehen Sie sie aus und drehen Sie die Sohlen zu sich. Finden Sie mittels Lineal oder Klebebandstreifen die exakte Linie zwischen den zwei Punkten jedes Schuhs, ein Bleistiftstrich mittig über die Sohle legt die spätere Längsposition des Cleats fest.
  5. Mittellinie finden: Finden Sie nun die exakte Mitte dieser Linie von der einen Außenkante der Schuhsohle bis zur anderen und ergänzen Sie die bestehende Linie genau auf dieser Höhe mit einer senkrecht dazu stehenden. Dieses Kreuz bildet den Ausgangspunkt für individuelle Feinkorrekturen der Cleat-Position.
  6. Winkel bestimmen: Für den korrekten Winkel des Cleats kann man sich an der Mittelachse des Schuhs von seiner Ferse zur Schuhspitze oder an den Montageschienen für die Schuhplatten orientieren. Das Cleat wird entweder exakt daran ausgerichtet oder mit seiner vorderen Spitze leicht zur Schuhinnenseite weisend verdreht montiert.

Tipp: Ertasten Sie im Vorfeld auch die Lage von mittlerem und zweitem Zeh im Schuh, die Cleat-Spitze sollte maximal auf einen dieser Beiden oder auf den Spalt dazwischen zeigen.

Endgültige Montage

Sind beide Cleats nach diesen Vorgaben ausgerichtet, nun alle vier Schrauben mit einem Inbus-Werkzeug fest anziehen, empfohlen werden je nach Schuh-Hersteller 5 bis 8 Nm mittels Drehmomentschlüssel, bitte an deren Vorgaben halten.

Feinjustierung

Die exakt mittige Positionierung kann im Nachhinein in Grenzen an persönliche Bedürfnisse angepasst werden und muss rechts und links nicht identisch sein. Wer schon länger mit Klickpedalen fährt, möchte seine Schuhplatten nach dem verschleißbedingten Tausch meistens an die gleiche Position montieren.

Bist du noch nicht mit der Position deiner Cleats zufrieden? Nachbesserungen im Millimeter- oder Gradbereich sind problemlos möglich.

Sportliche Radfahrer und Radfahrerinnen können das Cleat etwas weiter außen auf der eingezeichneten Linie montieren, damit die Füße für einen kleineren, effizienten Q-Faktor* nah an die Kurbel rutschen, kräftig gebaute Biker*innen können für etwas mehr Platz zwischen Rahmen und Schenkeln die Platten zwei, drei Millimeter weiter einwärts verschieben.

Ambitioniertere Mountainbiker, Cyclocrosser und Gravelbiker mit höheren Trittfrequenzen sollten die Cleats so ausrichten, dass die Füße parallel zum Rad stehen. Wer seltener und eher gemütlich pedaliert, darf die Außenrotation der Füße auf dem Klickpedal gerne etwas vergrößern.

In Längsrichtung spielen Trittfrequenz, Untergrund und die Kraft in den Waden eine Rolle, das Cleat zwei Millimeter vor der eingezeichneten Linie bedarf mehr Ausdauer im Unterschenkel, dafür fällt es vielen so leichter, flüssig und explosiv zu treten. Mehr als zwei Millimeter Richtung Ferse versetzt spart man etwas Energie, neigt aber eher zu stampfendem Pedalieren.

Weitere Tipps und Hinweise

  • Füße nach innen oder nach außen? Die exakt mittige Positionierung kann im Nachhinein in Grenzen an persönliche Bedürfnisse angepasst werden und muss rechts und links nicht identisch sein.
  • Schuhplatten vor und zurück setzen: In Ausgangsstellung liegt der Fußballen über der Pedalachse. Die Schuhplatte kann deutlich zurückgesetzt werden, damit der Fuß mittiger auf dem Pedal steht. Das entlastet die Wade und verringert die Haltearbeit - besonders für Langstrecken eine Option. Die Spritzigkeit im Antritt leidet etwas bei zurückgesetzten Schuhplatten, aber die Dauerleistung wird nicht beeinflusst. Wenn Sie die Schuhplatten mittiger platzieren, sollten Sie den Sattel um einige Millimeter tiefer stellen. Für kraftbetontes Pedalieren und volle Sprint-Power fixiert man die Pedalplatten eher weiter vorne, so dass der Ballen über der Pedalachse steht.
  • Schuhplatten zur Seite: Der seitliche Abstand der Füße orientiert sich an der Hüftbreite, die Beine sollen sich in der Senkrechten möglichst parallel bewegen. Das kann man auf der Rolle vor einem Spiegel kontrollieren, Markierungspunkte an den Gelenken und ein Linienlaser können beim Feintuning helfen. Mit unterschiedlich langen Pedalachsen lässt sich der Abstand zwischen linkem und rechtem Pedal ebenfalls in Grenzen beeinflussen. Ziel ist es, die Beine gerade und parallel zu führen.
  • Der Winkel der Pedalplatten: Der Fersenwinkel orientiert sich am natürlichen Gang. Eine leichte Außenrotation der Knie ist weit verbreitet, entsprechend dürfen die Schuhspitzen auf den Pedalen etwas nach außen zeigen. Bei Schuhplatten mit seitlicher Bewegungsfreiheit kann sich der Fuß frei positionieren.

Überblick über verschiedene Pedalplatten-Systeme

Es gibt verschiedene Pedalbauarten, die jeweils andere Pedalplatten erfordern. Die Schuhplatten sind Teil des Bindungssystems, werden mit dem Schuh verschraubt und rasten ins Pedal ein; eine Drehung der Ferse gibt den Fuß frei. Die meisten Rennradschuhe sind nur für eines der drei Bindungssysteme ausgelegt. Mit Adaptern sind Anpassungen möglich, erfordern aber Kompromisse.

Drei-Loch-Schuhplatten

Diese Befestigung ist bei Rennradschuhen am weitesten verbreitet. Typische Pedale, deren Platten auf die drei Bohrungen in der Schuhsohle passen, kommen von Shimano (SPD SL) und Look (Kéo). Die besten Schuhplatten baut Shimano: Sie verschleißen am wenigsten, sind am leichtesten zu montieren, und man kann im Vergleich mit den anderen Systemen am besten damit gehen. Alle Hersteller bieten Pedalplatten an, welche den Fuß entweder starr auf dem Pedal fixieren oder seitliche Bewegungsfreiheit erlauben.

Speedplay (Vier-Loch-System)

Speedplay baut besonders leichte und minimalistische Pedale mit sehr leichtgängiger, einstellbarer Drehfreiheit. Für minimalen Fußabstand zur Pedalachse sind allerdings spezielle Sohlen mit vier Gewindebuchsen notwendig. Per Adapter gelingt auch der Anschluss an Drei-Loch-Sohlen. Der Mechanismus zum Verriegeln sitzt in der Schuhplatte. Nachteil: Ein Tritt in den Dreck, und das System kann streiken. Auch der Gehkomfort der Schuhplatten ist schlecht; aufsteckbare Gummikappen helfen, den Landgang zu verbessern.

SPD-MTB-System (Zwei-Loch-System)

Shimano und diverse Nachahmer bauen Mountainbike-Pedale, die ebenso für Gravelbikes und Rennräder geeignet sind. Eine kleine, verschleißfeste Stahlplatte, die vertieft zwischen den Profilblöcken der Sohle montiert wird, rastet ins Pedal ein. Dadurch stören die Pedalplatten kaum beim Gehen und sind weitgehend unempfindlich gegen Verschmutzung. Nachteil: Man steht etwas kippeliger auf dem Pedal als bei den anderen Systemen - abhängig vom Verschleiß des Schuhprofils.

Die meisten Schritte können aber exakt so auch auf Systeme von Crankbrothers, Time, Look und anderen übertragen werden. Kleine Ausnahme: Bei der seitlichen Ausrichtung und im Winkel sind manche Cleats anderer Hersteller etwas eingeschränkt.

Zusammenfassung der Schritte zur Einstellung von Shimano SPD Cleats

  1. Zehengelenke ertasten: Damit das Cleat an der ergonomisch richtigen Stelle sitzt, ertastet man zuerst die Grundgelenke von großem und kleinem Zeh ohne Schuh.
  2. Zehengelenke im Schuh ertasten: Dann schlüpft man in den Schuh, erfühlt die beiden Grundzehengelenke und markiert die entsprechenden Stellen mit einem Marker auf einem Stück Tape, das man zuvor am Schuh angebracht hat.
  3. Cleats ausrichten: Für optimale Kraftübertragung sollte das Cleat mittig unter den Zehengrundgelenken stehen. Dazu verbindet man die beiden Markierungen mit einem Lineal und verschiebt das lose montierte Cleat so in den Langlöchern, dass es mittig unter dem Lineal liegt.
  4. Knieposition einstellen: Um Schmerzen beim Pedalieren zu verhindern, sollte das Knie senkrecht über dem Pedal oder den Zehen stehen. Am besten lässt sich die richtige Position überprüfen, indem eine zweite Person von vorne mit einem Lot über die gedachte Linie vom Knie zu den Zehen peilt.
  5. Winkel der Cleats ermitteln: Zeigen die Füße nach innen oder außen, sollte sich das auch an den Cleats widerspiegeln. Die Fußstellung auf dem Pedal sollte dem natürlichen Stand entsprechen.
  6. Längsposition: Fühlt sich die Cleat-Position noch nicht richtig an, kann man mit der Längsausrichtung experimentieren. Hier ist natürlich ein Schuh mit möglichst langem Pedalkanal von Vorteil.
  7. Cleats fixieren: Sobald die ideale Position feststeht, zieht man die Cleats mit circa 4 bis 5 Newtonmeter Drehmoment fest. Ein Tropfen Schraubensicherung verhindert, dass sich die Cleats während der Fahrt lösen.

Sinnvolles Zubehör

Mit ergonomisch korrekt platzierten Cleats lässt sich nicht nur die Kraft besser auf das Pedal übertragen. Die anatomisch richtige Ausrichtung verhindert auch Schmerzen in den Gelenken oder andere Beschwerden wie brennende Fußsohlen. Hier einige praktische Tools für die Cleat-Montage.

  • Ergon Fitting Box Mtb Exp: In wenigen Schritten zu mehr Komfort auf dem Bike.
  • Bikefit Foot Fit Calculator: Über die App des Bike Fitters lässt sich die Neigung der Füße ermitteln.
  • Ergon TP1: Mit der TP1-Schablone lassen sich die drei elementaren Cleat-Einstellungen (Längsorientierung, Q-Faktor und Fußwinkel) präzise und im Handumdrehen einstellen.
  • Shimano SH-SM51: Neue Shimano-Cleats kosten ca. 10 Euro. Normalerweise verwenden Biker die Version SH-SM51, die auslöst, wenn man die Ferse zur Seite dreht.

Werkstatt-Tipps

  • Schraubenkleber: Es ist durchaus möglich, dass sich mal eine Schraube aus dem Gewinde löst. Das kann schnell gefährlich werden, weil man mit lockeren Cleats nicht mehr zuverlässig aus dem Pedal ausklicken kann. Ein Tropfen blaues Loctite schafft hier bei der Montage Abhilfe.
  • Auslösehärte einstellen: Bei Shimano-Pedalen lässt sich die Auslösehärte des Klickmechanismus’ anpassen. Anfänger sollten für einen leichteren Ein- und Ausstieg die Federspannung reduzieren. Dazu dreht man die 3-Millimeter-Inbus-Schraube gegen den Uhrzeigersinn. Profis wählen eine härtere Einstellung.
  • Verschleiß: Klappert der Schuh im Pedal oder rutschen Sie beim Treten oder im technischen Gelände leicht aus dem Pedal, obwohl die Auslösehärte schon am Anschlag ist? Dann sind vermutlich die Cleats verschlissen. Wir raten zum frühzeitigen Wechsel, damit die Cleats stets sicher und zuverlässig funktionieren.

Montage von Cleats: 9 Schritte für Anfänger

  1. Ziehe deine Schuhe an.
  2. Nimm ein Klebeband und klebe einen Streifen horizontal an der Sohle entlang im vorderen Bereich auf die Innenseite des Schuhs.
  3. Zeichne auf dem Klebeband mit einem Filzstift auf Höhe des Knochens des großen Zehs ("des sogenannten ersten Mittelfußknochens") eine Markierung.
  4. Ziehe deine Schuhe wieder aus und platziere deine Cleats auf den Sohlen.
  5. Füge die 3 als Zwischenstück zwischen Cleat und Schraube dienenden Platten hinzu.
  6. Drehe die Schrauben, ohne sie ganz festzuziehen. Du musst die Cleats noch bewegen können.
  7. Richte die Achse der Cleats so aus, dass sie mit der Markierung übereinstimmt (erstes Zehenglied).
  8. Ziehe die Schrauben zum Abschluss fest.

Austausch von Cleats: 7 wichtige Schritte

  1. Nimm ein Blatt Papier sowie einen Stift oder einen Filzstift zur Hand.
  2. Zeichne sorgfältig die Konturen deiner Cleats unter den Sohlen deiner Schuhe nach.
  3. Löse die Schrauben und entferne deine Cleats.
  4. Reinige deine Sohlen mit einem Lappen und entferne Verschmutzungen aus den Löchern.
  5. Bringe deine neuen Cleats auf deinen Schuhen in Position.
  6. Platziere sie entsprechend den Konturen, die du nachgezeichnet hast.
  7. Ziehe schließlich die Schrauben wieder fest.

Hinweise

Achte bei Schuhen mit Carbonsohlen darauf, im letzten Schritt unserer Beschreibung die Schrauben nicht zu fest anzuziehen, damit die Sohlen nicht beschädigt werden bzw. reißen.

Nach der Montage bzw. dem Austausch deiner Cleats empfehlen wir dir eine kurze, nicht zu intensive Tour. So kannst du feststellen, wie sich die neu montierten Cleats anfühlen und ob evtl. Schmerzen auftreten.

Vergiss nicht, dein Multitool oder einen Innensechskantschlüssel auf die Tour mitzunehmen, falls du die Cleats noch einmal verstellen musst.

Im Anschluss an diese erste Tour solltest du noch einmal prüfen, ob die Schrauben der Pedalplatten fest sitzen.

Wenn du regelmäßig auf deinem Fahrrad unterwegs bist, solltest du den Sitz der Schrauben monatlich überprüfen.

Worauf Sie achten sollten, um zu wissen, ob Ihre Cleats richtig eingestellt sind

  • Schmerzen an den Knieaußenseiten: Cleats leicht nach außen drehen.
  • Schmerzen an den Knieninnenseiten: Cleats ein wenig nach innen verstellen.
  • Schmerzen im Bereich der Achillesferse: Fuß weiter nach vorne bringen, indem du die Pedalplatte nach hinten schiebst.

Farbcodierungen der Cleats verschiedener Marken

Bei der Suche nach der passenden Rennradausrüstung wirst du feststellen, dass es mehrere Marken mit verschiedenen Farbcodierungen gibt. Die Farben entsprechen jeweils einem bestimmten Winkel zwischen Pedal und Cleat, also in anderen Worten wird ausgedrückt, wie weit sich der Fuß im Pedal bewegen lässt. Es gibt feste Verbindungen, Verbindungen mit wenig Spiel und solche mit viel Bewegungsfreiheit.

Hier ist eine Liste mit den bekanntesten Marken und ihrer Farbcodierung:

Marke Farbcodierung Bewegungsfreiheit
Look Schwarz Fest (0°)
Look Grau Etwas Bewegungsfreiheit (4,5°)
Look Rot Viel Bewegungsfreiheit (9°)
Shimano Rot Fest (0°)
Shimano Blau Etwas Bewegungsfreiheit (2°)
Shimano Gelb Viel Bewegungsfreiheit (6°)
BBB Grau Fest (0°)
BBB Rot und Schwarz Etwas Bewegungsfreiheit (6°)
BBB Rot Viel Bewegungsfreiheit (9°)
Time & Speedplay Keine Farbcodierung Bewegungsfreiheit von 0° bis 15° (Angabe direkt auf den Cleats)

Welche Gradangabe ist für dich geeignet?

  • Starre Cleats: Empfohlen für Radprofis bzw. Sportler mit einem gewissen Niveau. Sie bieten optimale Kraftübertragung, besonders bei Sprints, und eignen sich für Radsportler ohne Knieprobleme.
  • Cleats mit „etwas Bewegungsfreiheit“: Geeignet für Fahrer, die bereits über Erfahrung mit Cleats mit viel Bewegungsfreiheit verfügen oder keine starren Cleats fahren können. Diese Cleats bieten ein wenig Bewegungsfreiheit und sind beim Treten trotzdem noch sehr effizient.
  • Cleats mit „viel Bewegungsfreiheit“: Empfohlen für Radsportler, die den Einstieg in das Fahren mit Klickpedalen wagen. Mit diesen Pedalplatten können Fahrer ihre Füße relativ frei bewegen und dank des großen Bewegungswinkels gibt es nur wenig Beschränkungen für die Gelenke.

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