Egal, ob Sie in Ihrer Freizeit am liebsten mit Ihrem Mountainbike, dem Trekkingrad oder doch mit dem Rennrad unterwegs sind - bei allen Fahrradtypen gilt das eine: Eine große Rolle für das richtige Rollverhalten des Laufrads spielen die Fahrradfelgen, sie sind eines der wichtigsten Bauteile am gesamten Bike. Denn ohne sie ist es nicht möglich, sich auf dem Drahtesel überhaupt fortzubewegen.
Sollten Sie sich ein neues Fahrrad anschaffen, sind die Felgen natürlich schon im Bike passend verbaut. Doch nach einiger Zeit kann es bei viel gefahrenen Rädern oder älteren Modellen durchaus dazu kommen, dass Defekte im Bereich der Felge auftreten, welche zwingend einen Austausch der Felge erfordern. Doch der technische Aspekt ist bei einer Felge nur das eine. Ähnlich wie beim Auto ist die Fahrradfelge das optimale Mittel, um seinem Bike einen entsprechenden optischen Anstrich zu verpassen. Ob eleganter, sportlicher oder einfach moderner - mit der richtigen Felgenauswahl lässt sich der Look eines ganzen Fahrrads verändern.
Die Laufräder sind das zentrale Element, wenn es um die Fahrqualität geht. Kein Wunder, sie sind für die Kraftübertragung von den Pedalen auf den Untergrund zuständig. Die Auswahl deiner Laufräder sollte sich je nach Fahrstil, Terrain und bevorzugte Fahrdisziplin richten. Neue, teure MTB-Laufräder müssen nicht immer sein - mit dem Wissen dieses Ratgebers kannst du das Maximale aus deinen aktuellen Laufrädern herausholen!
1. Die Bedeutung von Fahrradfelgen
Die Fahrradfelgen sind ein wichtiger Teil des gesamten Radkomplexes. Sie dienen eigentlich dazu, im äußeren Bereich des Bikes den Schlauch und den Reifen aufzunehmen und sorgen so für eine stabile Verbindung, die eine problemlose Fortbewegung ermöglicht. Doch wie jedes andere Teil auch, kann eine Felge am Bike bei einem Unfall brechen oder es ermüdet mit der Zeit ganz einfach das Material. In letztem Fall reicht dann ein simpler Schlag auf das Bike, etwa beim Mountainbiken, und das beschädigte Teil geht zu Bruch.
Wer aufgrund eines kaputten Teils also noch kein komplett neues Fahrrad kaufen will, sollte sich nach einer neuen und passenden Fahrradfelge umschauen. Doch auch, um dem Bike einen ganz neuen und sportlichen oder eleganten Look zu verpassen, eignen sich Fahrradfelgen optimal. Die Funktion der Felge am Bike ist dabei ganz einfach erklärt. Sie sorgt dafür, dass Reifen, Schlauch und Speichen als ein Laufrad, als eine Einheit funktionieren.
2. Wichtige Aspekte beim Kauf von Fahrradfelgen
Obige Dinge gilt es also zu beachten, wenn Sie Fahrradfelgen kaufen wollen. Doch natürlich sind auch optische Aspekte beim Auswahl einer Felge nicht unwichtig. Schließlich will doch jeder bei einer Fahrradtour mit den besten Freunden etwas Schönes zum Vorzeigen haben.
Die richtige Größe
Der wohl wichtigste Aspekt beim Kauf einer Felge ist die Auswahl der richtigen Größe. Der Durchmesser, der in der Regel in Zoll angegeben ist, bestimmt, für welche Fahrräder die Felge kompatibel ist, also an welchen Bikes Sie sie montieren können. Als allgemeiner Tipp: Für Mountainbikes müssen Sie meistens 26 Zoll Fahrradfelgen verwenden, bei fast allen anderen Fahrradtypen wie auch City- oder Trekkingbikes sind dagegen 28 Zoll Fahrradfelgen üblich.
Die Breite der Felgen
Der zweite wichtige Punkt ist die Breite der Felgen. Hier gibt es große Unterschiede: Für Rennräder etwa gib es ganz schmale Felgen, für Trekkingräder oder Citybikes werden die Felgen schon etwas breiter, während sich für Mountainbikes ganz breite Fahrradfelgen eignen.
Materialien
Hinsichtlich des Materials gibt es vor allem preisliche Unterschiede. Wenn Sie eine eher preiswertere Alternative suchen, besteht die Fahrradfelge meist aus simplem Stahl. Für den ambitionierteren Biker stellen jedoch Aluminium-Flegen eine echte und höherwertigere Alternative dar. Aluminium ist als Leichtmetall deutlich weniger anfällig gegenüber Oxidation und hat im Vergleich zu Stahl ein deutlich geringeres Eigengewicht.
Hohlkammerfelgen
Mittlerweile verwenden die meisten Hersteller sogenannte Hohlkammerfelgen. Der Grund dafür ist schnell erklärt: Die ersten Fahrradfelgen bestanden fast ausschließlich aus Stahl. Um hier eine gute Steifigkeit herzustellen, war eine Menge Material notwendig. Das hatte zwei grundlegende Nachteile: Einerseits ist mehr Material natürlich auch mit höheren Kosten verbunden - andererseits erhöhte sich aber auch das Gewicht der Felge dramatisch. Die Hohlkammerfelgen verfügen dagegen über - man höre und staune - Hohlkammern im Innern der Felge, welche Sie deutlich leichter und kostengünstiger machen.
Tiefbettfelgen und V-Felgen
Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Felgenauswahl ist die Bauart, wobei es eine Unterscheidung zwischen sogenannten Tiefbettfelgen und V-Felgen gibt. Aufgrund ihrer Robustheit werden auf den meisten Bikes die Tiefbettfelgen verbaut, da diese auch große Belastungen wegstecken können. Bei Rennrädern kommen dagegen eher V-Felgen zum Einsatz, die bei ähnlicher Steifigkeit ganz einfach ein geringeres Gewicht als Tiefbettfelgen aufweisen.
Gewicht
Beim Kauf einer Felge ist es stets sinnvoll, auf das Gewicht zu achten und zwar nicht nur wegen der Auswirkung auf das Gesamtgewicht des Fahrrads (worauf Rennradfahrer ja immer ein besonderes Auge haben!).
3. Laufrad: Der Aufbau
Ein Fahrradlaufrad besteht aus vier Hauptkomponenten, die alle einen Einfluss auf das Gewicht, die Leistung und die Haltbarkeit haben. Eine Verbesserung (oder Verschlechterung) dieser Komponenten kann sich auf die Fahrqualität, deine Kraftanstrengung (Geschwindigkeit), die Bremsleistung und sogar darauf auswirken, wie gut dein Fahrrad auf das Gelände reagiert.
- Felge: Die Felge befindet sich an der Außenseite des Laufrads und hat bei den meisten Mountainbike-Laufrädern die Aufgabe, den Reifen zu halten. Die Breite der Felge wirkt sich auf die Reifenbreite aus, was sich erheblich auf die Kontrolle des Fahrers und den Grip auf dem Trail auswirken kann.
- Nabe: Die Nabe befindet sich in der Mitte des Rades und bildet die Drehachse. In jeder Nabe, vorne und hinten, befindet sich die Achse, die das Rad mit dem Fahrrad verbindet. Am Hinterrad verfügt die Nabe über eine Verzahnung, in die eine Kassette eingreift. Die Kette des Fahrrads wickelt sich um die Ritzel der Kassette und bildet zusammen mit der Kurbelgarnitur und den Schalthebeln den Antriebsstrang des Fahrrads, der es vorwärts bringt. Alle Mountainbike-Laufräder verfügen über eine Hinterradnabe mit einem Freilaufmechanismus, der es dem Rad ermöglicht, im Leerlauf zu fahren.
- Speichen: Das Material, das Nabe und Felge miteinander verbindet. Die Anzahl der Speichen variiert zwischen Vorder- und Hinterrad, wobei das Hinterrad oft mehr Speichen hat, um die Festigkeit und Steifigkeit zu erhöhen. Mehr Speichen bedeuten in der Regel ein stärkeres Laufrad, was jedoch mit einem Gewichtsnachteil einhergeht. Die Speichen von Mountainbike-Laufrädern bestehen in der Regel aus Stahldraht, können aber in Form und Durchmesser stark variieren.
- Nippel: Die Speichen werden mit einer speziellen Mutter, dem Nippel, am Laufrad befestigt. Nippel sind wichtig, um die Speichenspannung zu regulieren, die ein Laufrad "ausrichtet", d. h. es gerade macht, wenn es sich dreht.
4. Felgen-Material
Die meisten Einsteiger- und Mittelklasse-Laufräder sind mit Aluminium-Felgen unterschiedlicher Qualität ausgestattet, während hochwertige Laufräder in der Regel Felgen aus Carbon haben, die das Gewicht reduzieren und gleichzeitig die Steifigkeit erhöhen.
- Aluminium: Ist das beliebteste Felgenmaterial für Mountainbike-Laufräder der Einstiegs- und Mittelklasse. Das liegt vor allem daran, dass es viel billiger in der Herstellung ist. Obwohl es die günstigere Alternative ist, gibt es immer noch eine Reihe von Vorteilen, die mit der Verwendung dieses Materials einhergehen, vor allem die Nachgiebigkeit oder der Komfort, den Leichtmetallfelgen auf dem Trail bieten.
- Carbon: Auf der anderen Seite erfreuen sich Laufradsätze aus Carbon in allen Mountainbike-Disziplinen immer größerer Beliebtheit. Das liegt vor allem an den sinkenden Preisen und dem besseren Verhältnis zwischen Steifigkeit und Gewicht sowie der höheren Festigkeit, die sie bieten. Das bedeutet, dass ein Laufrad supersteif und gleichzeitig leicht sein kann, was besonders hilfreich ist, wenn man bedenkt, dass beim Mountainbiken die Komponenten stark beansprucht werden. Der Nachteil dieser erhöhten Steifigkeit ist, dass sie in der Regel auf Kosten des Komforts geht und die Fahrer gezwungen sind, die Einstellungen von Reifen und Federung entsprechend zu ändern.
5. Reifentypen
Es lohnt sich, die zwei verschiedenen Reifentypen zu kennen, die auf ein Rad passen. Sie benötigen eine bestimmte Felge. Mountainbike-Reifen sind entweder Drahtreifen oder Tubeless-Reifen und auf dem Laufrad ist angegeben, mit welchem Reifen es kompatibel ist.
- Drahtreifen: Sie sind häufig bei Fahrrädern der Einstiegsklasse zu finden. Wenn nicht anders angegeben, kann man davon ausgehen, dass jedes neu gekaufte Einstiegsrad mit Drahtreifen ausgestattet ist. Drahtreifen benötigen einen Schlauch, um die Luft aufzupumpen und zu halten, während der Reifen entweder einen Stahl- oder Kevlarfaserwulst an der Kante hat, um ihn in der Felge zu halten.
- Tubeless: Wie der Name schon sagt, benötigen schlauchlose Reifen keinen Schlauch, sondern verlassen sich auf enge Toleranzen und Luftdruck, um eine luftdichte Abdichtung zu schaffen. Diese Technologie ähnelt derjenigen, die in modernen Autos und Motorrädern zum Einsatz kommt. Schlauchlose Reifen werden seit langem beim Mountainbiken eingesetzt, und man kann davon ausgehen, dass die meisten Mountainbikes mit schlauchlosen Laufrädern und Reifen ausgeliefert werden.
6. Gewicht
Das Gewicht eines Laufradsatzes kann eine Reihe von Auswirkungen darauf haben, wie sich dein Fahrrad auf dem Trail anfühlt: Handling, Festigkeit und Komfort.
Da es eine Reihe von Disziplinen gibt, die unter das Dach des Mountainbike-Sports fallen, erfordern verschiedene Fahrstile Laufräder mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Für Rennfahrer oder Fahrer, die häufig bergauf fahren, ist die Investition in einen leichten Laufradsatz sicherlich eine Erleichterung, während Enduro- und Downhill-Fahrer wahrscheinlich eher von einem schwereren, stärkeren Laufradsatz profitieren werden.
Unabhängig davon, welchen Fahrstil du bevorzugst, muss beachtet werden, dass die Gewichtsreduzierung oft auf Kosten der Gesamtstärke und Haltbarkeit geht - zwei Punkte, die man auf dem Trail nicht außer Acht lassen sollte.
7. Radabmessungen: Größe, Breite und Tiefe
Größe
Es gibt drei Hauptgrößen von Mountainbike-Laufrädern, die an den meisten neuen Mountainbikes zu finden sind, und darüber hinaus noch weitere Optionen für spezielle Fahrräder. Die Laufräder werden durch Nummern bezeichnet, die ihre Größe angeben.
- 26-Zoll-Laufräder: Waren die ursprüngliche Laufradgröße für Mountainbikes und werden auch heute noch häufig verwendet, da sie wendig und leicht sind. In den letzten Jahren hat sich der Trend hin zu größeren Laufrädern entwickelt, die mehr Traktion, ein besseres Überrollverhalten und eine bessere Fahrqualität bieten, so dass 26-Zoll-Laufräder nur noch selten an neuen Mountainbikes zu finden sind.
- 27,5-Zoll-Laufräder: Die auch als 650B-Laufräder bezeichnet werden, haben in den letzten Jahren die 26-Zoll-Laufräder im Wesentlichen als Norm abgelöst und bieten etwas bessere Überrollfähigkeiten, Traktion und Luftvolumen als 26-Zoll-Laufräder. 27,5-Zoll-Laufräder sind leichter, stabiler und in der Regel wendiger als 29-Zoll-Laufräder, so dass sie je nach Art des Fahrens eine gute Wahl sein können.
- 29-Zoll-Laufräder: Auch "29er" genannt, bieten dank ihrer größeren Größe und ihres größeren Luftvolumens mehr Traktion, ein besseres Überrollverhalten bei technischen Hindernissen und ein ruhigeres Fahrgefühl. 29er-Laufräder sind in vielen Mountainbike-Disziplinen die beliebteste Wahl geworden. Ihre höhere Stabilität bedeutet auch, dass sie gut für die Abfahrt sind. Allerdings wiegen sie mehr als die kleineren Laufradgrößen, können bei kleinen Rahmengrößen sperrig sein und sind in der Menge der Federung, die um sie herum eingebaut werden kann, etwas eingeschränkt. Aus diesem Grund werden 29er-Räder am besten für Cross-Country- und Trail-Fahrten verwendet, bei denen in der Regel kein großer Federweg benötigt wird. Dies ändert sich jedoch schnell, da viele der weltbesten Enduro- und sogar Downhill-Rennfahrer ebenfalls auf 29-Zoll-Laufräder umsteigen.
Breite
Der Trend geht zu breiteren Felgen, was den Komfort durch ein größeres Luftvolumen im Reifen erhöht. Dies geht einher mit der Umstellung auf größere Reifen, die das Überrollverhalten, die Traktion und die Kontrolle verbessern sollen, da sie mit einem niedrigeren Druck gefahren werden können.
Die Felgenbreite kann entweder von innen oder von außen gemessen werden, was zu einigen verwirrenden Zahlen führen kann. Traditionell war 17 mm eine beliebte Innenbreite für Mountainbike-Laufradsätze, doch in letzter Zeit hat sich der Trend hin zu breiteren Felgen verschoben, da sie mehr Stabilität, Aufstandsfläche und Luftvolumen bieten.
- Schmale Felge: Alles unter 19 mm (innen gemessen)
- Moderne Standard-Innenfelgenbreite: Typischerweise zwischen 21 und 25 mm
- Breite Felge: Alles über 28 mm
Obwohl die äußere Felgenbreite eng miteinander zusammenhängt, beeinflusst sie vor allem die Aerodynamik des Rades, während die innere Felgenbreite den Komfort, die Rollleistung oder die Reifenform beeinflusst.
Tiefe
Die Tiefe der Felge wirkt sich auf die Seitensteifigkeit des Laufrads und das Fahrverhalten des Fahrrads aus. Im Gegensatz zu ihren Vettern auf der Straße ist die Felgentiefe nicht so sehr ein Knackpunkt, da die aerodynamischen Vorteile eines tieferen Laufradsatzes nicht so sehr im Vordergrund stehen. Die meisten Laufradhersteller bieten eine maximale Tiefe von 30 bis 35 mm an. Es gibt jedoch auch Hersteller, die eine größere Tiefe anbieten, wenn das verwendete Material die Festigkeit des Laufradsatzes erhöht.
8. Speichen
Die Gesamtzahl, die Form und das Material der Speichen an einem Laufrad variieren. Eine hohe Speichenanzahl (viele Speichen) erhöht die Robustheit und Langlebigkeit des Laufrads, bringt aber auch einen Gewichtsnachteil mit sich. Speichen gibt es aus verschiedenen Materialien wie Stahl, Aluminium, Kohlefaser und Titan, wobei Stahlspeichen bei weitem am häufigsten verwendet werden.
Die Speichenanzahl von Vorder- und Hinterrad variiert, wobei Hinterräder oft mehr Speichen haben, da mehr Kräfte wirken (Antriebskräfte und zusätzliche Gewichtsbelastung). Typischerweise hat ein leichtes Vorderrad zwischen 24-28 Speichen, während das Hinterrad zwischen 28-32 Speichen hat. Mit der Verbesserung der Materialien und Herstellungsverfahren, insbesondere im Cross-Country-Rennsport (XC), ist die Anzahl der Speichen gesunken, was das Gewicht reduziert.
Normale Stahlspeichen sind entweder "straight pull" oder "J-bend". Speichen mit geradem Zug haben keine Biegung am Kopf und erfordern spezielle Naben. Speichen mit J-Biegung sind die traditionellere Variante mit einer 90-Grad-Biegung am Nabenende, die wie ein "J" aussieht.
Die Vorteile der geraden Speichen liegen darin, dass der Stressfaktor der J-Biegung wegfällt und das Laufrad dadurch wohl haltbarer ist. Der Nachteil der geraden Speichen ist, dass viele Unternehmen eigene Speichen und Naben herstellen, was bedeutet, dass die Beschaffung einer Ersatzspeiche zeitaufwändig und potenziell teuer sein kann. J-Bend-Speichen hingegen sind oft einfacher zu ersetzen und kommen in Bezug auf Qualität und Festigkeit an gerade Speichen heran.
Bei runden Speichen stößt man immer wieder auf den Begriff "butted" oder "butted". Einfach ausgedrückt, ist eine konifizierte Speiche ein Prozess, bei dem die Dicke variiert wird, so dass eine doppelt konifizierte Speiche zwei verschiedene Durchmesser entlang ihrer Länge aufweist. Doppelt konifizierte Speichen sind in der Regel stärker und haltbarer als Speichen mit einem Durchmesser, da sie Ermüdungserscheinungen besser abfedern.
Eine flache Speiche, die oft auch als Messerspeiche bezeichnet wird, hat das beste Verhältnis zwischen mechanischer Festigkeit und Gewicht und ist entweder mit geradem Zug oder mit J-Biegung erhältlich. Die flache Oberfläche ermöglicht es Ihnen, die Speiche zu halten, damit sie sich bei hohen Spannungen nicht verdreht. Diese Speichen sind häufig bei hochwertigen Laufrädern zu finden.
9. Naben
Die Naben sind ein wichtiger Bestandteil. Sie sind der Ankerpunkt für die Speichen und ermöglichen das Drehen der Räder. Während Vorderradnaben in der Regel recht einfach sind, sind Hinterradnaben komplexer und verfügen über eine Freilaufnabe. Die Freilaufnabe erfüllt zwei Funktionen: Sie treibt das Hinterrad an und ermöglicht den Freilauf.
Moderne Mountainbike-Hinterradnaben haben in der Regel eine Breite von 135 mm, 142 mm oder 148 mm. 142 mm ist der Standard bei vielen Mountainbikes in einer Reihe von Fahrdisziplinen, 148 mm (auch Boost-Spacing genannt) wird jedoch immer beliebter. Das liegt vor allem daran, dass die größere Nabenbreite die Verwendung eines breiteren Reifens und/oder kürzerer Kettenstreben ermöglicht, als dies bei einem normalen Rahmen der Fall ist.
SRAM vs. Shimano: Die Unterschiede
SRAM bietet eine Mischung aus 11- und 12-Gang-Gruppen an, für die ein spezieller Freilauf (XD Driver Body) an der Hinterradnabe erforderlich ist, um die dazugehörigen 10-42er oder 10-50er Kassetten zu verwenden. Einfach ausgedrückt, ermöglicht ein XD Driver die Verwendung eines Ritzels, das kleiner ist als ein 11T auf einer Kassette - das kleinste, das herkömmliche Shimano-Freiläufe aufnehmen können.
Alle Mountainbike-Kassetten mit dem kleinsten Ritzel von 11T, egal ob acht, neun, zehn oder elf Gänge, passen auf den Standard-Freilaufkörper mit Shimano-Keilnaben. Es ist jedoch erwähnenswert, dass Shimano derzeit der einzige Hersteller ist, der bei seinen Laufradsätzen KEINE Kompatibilität mit dem XD Driver Body anbietet. Das bedeutet, dass Sie Shimano-Naben/Laufräder am besten meiden sollten, wenn Sie planen, eine 1x SRAM-Gruppe zu verwenden.
6 Loch vs. Center Lock
Die beiden Designs der Scheibenbremsscheiben sind weitgehend identisch und erfüllen die gleiche Funktion, aber es ist die Art und Weise, wie sie an der Nabe befestigt werden, die die beiden Designs voneinander unterscheidet. Wie der Name schon sagt, werden die 6-Loch-Rotoren mit sechs Schrauben an der Nabe befestigt, während die Center Lock-Rotoren direkt an einer Verzahnung der Nabe befestigt und mit einem speziellen Sicherungsring gesichert werden.
Während Center-Lock-Naben ursprünglich vom Branchenführer Shimano auf den Markt gebracht wurden, haben sie sich inzwischen durchgesetzt, und viele Laufradmarken (und Bremsen) sind in diesem Design erhältlich. Es ist auch möglich, 6-Loch-Rotoren mit Centre-Lock-Naben zu verwenden, wenn man einen Adapter verwendet.
Die 6-Loch-Rotoren werden normalerweise mit einem T25-Torx-Schlüssel an der Nabe befestigt. Wenn es um mögliche Leistungsvorteile zwischen den beiden unterschiedlichen Ausführungen geht, sind Centre Lock-Rotoren einfacher und schneller zu entfernen und lassen sich genauer auf der Nabe zentrieren. Dies liegt daran, dass man sich beim Einbau des Rotors nicht um das gleichmäßige Anziehen der sechs Schrauben kümmern muss.
Engagement Speed
Engagement Speed bezieht sich darauf, wie schnell der Ratschenmechanismus des Hinterradfreilaufs aktiviert wird, wenn du nach dem Ausrollen in die Pedale trittst. Das Engagement wird in der Regel in Grad gemessen.
10. Laufradsatz Vergleich
Hier ist ein Vergleich verschiedener Laufradsätze, der Ihnen bei der Auswahl helfen kann:
| Modell | Größe | Einbaubreite (vorne | hinten) | Lochzahl (vorne | hinten) | Passende Kassette | Material (Felgen | Speichen) | Felgenart | Kompatibles Bremssystem | Gewicht (vorne | hinten) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Rujixu DTXT-8.0-R4 | 28 Zoll | 100 mm | 130 mm | 18 | 21 | 8- bis 11-fach | Aluminium | Edelstahl | Hohlkammerfelgen | Felgenbremsen | 850 g | 1.050 g |
| Icanian G24 | 28 Zoll | keine Herstellerangabe | 24 | 24 | 10-, 11- und 12-fach | Carbon | Edelstahl | Hohlkammerfelgen | Scheibenbremsen | 635 g | 757 g |
| Vuelta Quattro X | 26 Zoll | 100 mm | 135 mm | 36 | 36 | 7- bis 10-fach | Aluminium | Edelstahl | Hohlkammerfelgen | Felgenbremsen | gesamt 2.560 g |
| Vuelta Airtec 4 | 28 Zoll | 100 mm | 130 mm | 20 | 24 | 7- bis 10-fach | Aluminium | Stahl | Hohlkammerfelgen | Felgenbremsen | gesamt 2.080 g |
| Tomyeus VPPV-464611 | 26 Zoll | 100 mm | 135 mm | 32 | 32 | 7- bis 11-fach | Aluminium | Edelstahl | Hohlkammerfelgen | Scheibenbremsen | gesamt 2.150 g |
| Vuelta Laufradsatz XRP II | 28 Zoll | 100 mm | 135 mm | 24 | 24 | 8- bis 10-fach | Aluminium | Stahl | Hohlkammerfelgen | Felgenbremsen | 1.095 g | 1.338 g |
| Bdcp Black Dingo DMS19 | 26 Zoll | 100 mm | 135 mm | 36 | 36 | 7- bis 11-fach | Aluminium | Stahl | Hohlkammerfelgen | Felgenbremsen | 910 g | 1.130 g |
| Redondo 28-0-001+28-1-001+7-fach | 28 Zoll | 100 mm | 135 mm | 36 | 36 | 7-fach | Aluminium | Stahl | Hohlkammerfelgen | Felgenbremsen | 1.000 g | 1.150 g |
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