Shimano LX Hinterradnabe Test: Erfahrungen und Haltbarkeit

Die Shimano LX Hinterradnabe ist bei Trekking- und Reiserädern eine beliebte Wahl, da sie Langlebigkeit und Flexibilität bietet. Im Vergleich zu Rennrädern und Mountainbikes, bei denen Kettenschaltungen dominieren, stellen Nabenschaltungen für Trekking- und Reiseräder eine echte Alternative dar. Dies führt zu einer größeren Vielfalt an Schaltsystemen auf diesem Markt.

Erfahrungen mit Shimano Naben

Viele Radfahrer haben unterschiedliche Erfahrungen mit Shimano-Naben gemacht, von Exage bis XTR. Die Entwicklung reichte von einfachen Spaltdichtungen über Gummilippendichtungen bis hin zu Labyrinth-Systemen. Besonders die Antriebsseite der HR-Naben war oft anfällig, während die gegenüberliegende Seite zuverlässiger vor äußeren Einflüssen geschützt war. Bei Wartungsbedarf war meist die rechte Seite betroffen.

Freilaufprobleme

Die Freiläufe laufen neu immer gut, sind aber innen nur geölt und haben oft zu wenige Kugeln. Beim Zusammenbau hätte man oft mehr Kugeln verwenden können. Die Hauptschwierigkeit beim Zerlegen war, dass die Blechringabdeckungen der Achslager nicht verformfrei entfernt werden konnten. Belastungsgeometrisch sind diese Konusnaben zwar gut, aber schmiertechnisch problematisch, da Freilaufschmierung und Konuslager räumlich ineinander übergehen. Es ist erstaunlich, wie lange diese Konstruktionen oft halten.

Aluachsen und Alternativen

Mit dem Aufkommen von Aluachsen wechselten einige Radfahrer zu DT Swiss. Andere fanden die Silent Clutch Naben der LX klasse, obwohl dieser technologische Seitenstrang nicht weiterverfolgt wurde. Im Gegensatz zu vielen Nutzern fand ich auch die Silent Clutch Naben der LX klasse.

Vergleich mit anderen Shimano-Naben

Die Baugruppen Shimano Deore LX und XT unterscheiden sich unter anderem in der Verwendung verschiedener Materialien und in der Konsequenz dann auch in der Belastbarkeit, im Gewicht und im Preis. Shimano bietet verschiedene Baugruppen an, sodass für jeden Geldbeutel das Passende dabei ist.

Shimano XT

Die XT-Gruppe ist vom Mountainbike bekannt und wird seit über 25 Jahren weiterentwickelt. Eine hohe Präzision und Zuverlässigkeit gepaart mit einem vernünftigen Preis machen sie zu einer Top Wahl für das Trekkingrad. Zur kompletten XT Trekking-Gruppe gehören weiterhin Scheibenbremsen und ein Nabendynamo.

Shimano LX

Die LX Gruppe war lange Zeit die kleine Schwester der XT am Mountainbike. Im Laufe ihrer Evolution wurde sie zu einer reinen Trekking-Gruppe „umfunktioniert“ und am Mountainbike durch die SLX abgelöst. Ihr Status als „kleine Schwester“ bleibt hier bestehen. Etwas schwerer, dafür jedoch auch preiswerter, bietet sie ebenfalls 3x10 Gänge und einen Nabendynamo. Bei den Bremsen hast du die Wahl zwischen hydraulischen Scheibenbremsen und preiswerteren V-Brakes.

Shimano Deore

Am Mountainbike markiert die Deore-Gruppe den Einstieg in den sportlichen Bereich. Ähnliches gilt für die Trekkingrad Gruppe. Sie bietet die gleichen Spezifikationen wie die teureren Gruppen: 3x10 Gänge und die Wahl zwischen V-Brakes und hydraulischen Scheibenbremsen. Nur wenn du einen Nabendynamo haben möchtest, musst du auf den aus der LX oder XT-Gruppe zurückgreifen.

Shimano Alivio und Acera

Die Alivio Gruppe ist eine gute Einsteigergruppe mit 3x9 Gängen, einem eigenen Nabendynamo und der Wahl zwischen hydraulischer Scheibenbremse und V-Brake. Die Acera Gruppe stellt die Einsteigergruppe von Shimano dar und schaltet 3x9 Gänge. Auch hier hast du die Wahl zwischen V-Brake und Scheibenbremse und kannst optional einen gruppenspezifischen Nabendynamo bekommen.

Konuslager vs. Industrielager

Die Diskussion um Konus- und Industrielager hat viele Radfahrer skeptisch gegenüber Shimano-Naben gemacht. Shimano-Kassettennaben haben seit Anbeginn der Zeit vier Lager. Die Abstützung des Freilaufs am Flansch durch das weit außen liegende Lager war DER geniale Kunstgriff, der mit dem Elend der verbogenen Achsen in der Schraubkranzära ein Ende aufgeräumt hat.

Die Shimano-Naben, die ich kenne, haben zwei Lager für den Antrieb auf der Achse, ein Lager ganz aussen rechts, und ein Lager ganz aussen links auf der Achse. Dadurch wird die Verbiegung der Achse minimiert, die bei deiner präferierten Konstruktion viel stärker ist.

Reparatur vs. Neukauf

Einige Radfahrer empfehlen, die Lager der alten Nabe zu tauschen, um das Spiel zu beheben und ohne großen Aufwand weiterzufahren. Es gibt auch Service-Handbücher für den Lagerwechsel.

Alternativen zu Shimano

Neben Shimano gibt es auch andere Hersteller wie SRAM, Rohloff und Pinion, die hochwertige Schaltungen für Trekking- und Reiseräder anbieten. Insbesondere Rohloff und Pinion sind für ihre Zuverlässigkeit und Wartungsarmut bekannt, jedoch auch teurer.

Fazit

Die Wahl der richtigen Hinterradnabe hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Budget, bevorzugtes Terrain und gewünschte Wartungsarmut. Shimano bietet eine breite Palette an Naben für unterschiedliche Bedürfnisse, aber auch andere Hersteller können eine gute Alternative darstellen.

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