Shimano LX Schaltwerk im Test: Eine detaillierte Analyse

Auf der Suche nach einem neuen Fahrrad oder passenden Komponenten stößt man oft auf unbekannte Bezeichnungen. Dieser Artikel beleuchtet das Shimano LX Schaltwerk im Detail, vergleicht es mit anderen Serien und gibt Aufschluss über seine Eignung für verschiedene Einsatzbereiche.

Trekking-Schaltgruppen im Überblick

Während Kettenschaltungen bei Rennrädern und Mountainbikes dominieren, stellen Nabenschaltungen eine echte Alternative für Trekking- und Reiseräder dar. Dies führt zu einer größeren Vielfalt an Schaltsystemen in diesem Marktsegment.

Für Trekking- und Reiseräder stehen Langlebigkeit und Flexibilität im Vordergrund, wichtiger als geringes Gewicht oder höchste Effizienz. Dies spiegelt sich in der Auswahl der Schalt- und Bremskomponenten wider. Die Marktführer Shimano und SRAM bieten komplette Gruppen für Trekkingräder an, während Getriebeschaltungen von Rohloff und Pinion ebenfalls beliebt sind.

Kettenschaltung oder Getriebeschaltung?

Kettenschaltungen sind leicht und effizient, aber anfälliger gegen Schmutz und Verschleiß. An Trekkingrädern werden daher oft Getriebeschaltungen bevorzugt, bei denen die Übersetzung durch ein internes Getriebe angepasst wird. Hier kann alternativ zur Kette ein Riemen zur Kraftübertragung verwendet werden.

Vor- und Nachteile von Kettenschaltungen:

  • + Hohe Effizienz
  • - Wartungsanfällig
  • + Geringes Gewicht
  • - Verschleiß hoch
  • + Preiswert
  • - Empfindlich gegen Verschmutzung

Vor- und Nachteile von Getriebeschaltungen:

  • + Zuverlässig
  • - Relativ schwer
  • + Wartungsarm
  • - Weniger effizient als Kettenschaltungen
  • + Verschleißarm
  • - Relativ teuer
  • + Immer optimale Kettenlinie

Nabenschaltungen haben eine lange Tradition und werden seit Anfang des 20. Jahrhunderts genutzt. Produkte wie die 14-Gang Rohloff Nabe, Shimano Alfine und Nexus sowie die Getriebekurbel von Pinion sind vor allem im Trekkingradbereich zu finden. Die gerade Kettenlinie ermöglicht den Einsatz von Riemenantrieben wie dem Gates Carbon Drive.

Kettenschaltungen von den Marktführern

Shimano und SRAM bieten komplette Gruppen für den Trekking-Bereich an, wobei oft Komponenten verschiedener Hersteller kombiniert werden.

Shimano

Das Angebot von Shimano ist größtenteils dem Mountainbike-Bereich entliehen und wird durch Kurbeln mit passender Übersetzung an das Trekkingrad angepasst. So finden sich hier Teile der bekannten XT- und Deore-Gruppe wieder.

Shimano XT

Die XT-Gruppe ist seit über 25 Jahren bekannt und wird stetig weiterentwickelt. Ihre hohe Präzision, Zuverlässigkeit und ein vernünftiger Preis machen sie zu einer Top-Wahl für das Trekkingrad. Sie wird mit 3x10 Gängen angeboten und umfasst weiterhin Scheibenbremsen und einen Nabendynamo.

Shimano LX

Die LX-Gruppe war lange Zeit die kleine Schwester der XT am Mountainbike. Im Laufe der Zeit wurde sie zu einer reinen Trekking-Gruppe umfunktioniert. Sie ist etwas schwerer, dafür jedoch auch preiswerter. Sie bietet ebenfalls 3x10 Gänge und einen Nabendynamo. Bei den Bremsen hat man die Wahl zwischen hydraulischen Scheibenbremsen und preiswerteren V-Brakes. Ihr Status als „kleine Schwester“ bleibt hier bestehen.

Shimano Deore

Am Mountainbike markiert die Deore-Gruppe den Einstieg in den sportlichen Bereich. Ähnliches gilt für die Trekkingrad-Gruppe. Sie bietet die gleichen Spezifikationen wie die teureren Gruppen: 3x10 Gänge und die Wahl zwischen V-Brakes und hydraulischen Scheibenbremsen. Nur wenn man einen Nabendynamo haben möchte, muss man auf den aus der LX- oder XT-Gruppe zurückgreifen.

Shimano Alivio

Bei der Alivio-Gruppe handelt es sich seit jeher um eine gute Einsteigergruppe. Sie bietet 3x9 Gänge, einen eigenen Nabendynamo und die Wahl zwischen hydraulischer Scheibenbremse und V-Brake.

Shimano Acera

Die Acera-Gruppe stellt die Einsteigergruppe von Shimano dar. Die preiswerteste Trekking-Gruppe schaltet 3x9 Gänge. Auch hier hat man die Wahl zwischen V-Brake und Scheibenbremse und kann optional einen gruppenspezifischen Nabendynamo bekommen.

SRAM

SRAM bietet mit den „VIA“ Gruppen GT, Centro, 27 und 24 vier Kettenschaltungsgruppen für das Trekkingrad an. Zu diesen gehören teils Scheibenbremsen (GT), teils V-Brakes (27 und 24), der Centro-Gruppe sind keine Bremsen zugeordnet.

Sram Via GT

SRAM tauft seine Spitzengruppe im Trekkingbereich „Via GT“. Bei der Entwicklung bediente man sich sowohl an den hauseigenen Technologien der Rennrad- und der Mountainbike-Schaltungen und -Bremsen. Die Via GT ist mit einer 2-fach Kurbel ausgestattet, deren beiden Kettenblätter sich beliebig mit jedem der 10-Ritzel der Kassette kombinieren lassen. Gebremst wird mit Scheibenbremsen.

Sram Via Centro

Ebenfalls mit 2x10 Gängen ausgestattet, jedoch ohne eine der Gruppe zugeordneten Bremse, stellt die Via Centro die kleine Schwester der Via GT dar.

Sram Via 27

Die Via 27 hat ihren Namen von den 27 Gängen, die sie seiner Nutzerin oder seinem Nutzer zur Verfügung stellt. Diese basieren auf 3 Kettenblättern, die mit 9 Ritzeln kombiniert werden. Gebremst wird hier mit V-Brakes.

Sram Via 24

3x8 ergibt 24. Die Via 24-Gruppe greift zum Großteil auf die gleichen Komponenten zurück, wie die Via 27, schaltet jedoch nur 8 statt 9 Ritzel.

Nabenschaltungen und Getriebe

Neben den Kettenschaltungen von Shimano und SRAM sind auf dem Trekkingrad-Markt Nabenschaltungen unterschiedlicher Hersteller zu finden. Auf jeden Fall genannt werden müssen hier die Getriebeschaltung von Pinion sowie die Nabenschaltungen von Rohloff und NuVinci. Diese Schaltungen sind aufgrund ihres - durchaus gerechtfertigten - hohen Preises ausschließlich an sehr hochwertigen Trekking- und Reiserädern zu finden. Wer bereit ist, Abstriche hinsichtlich der Übersetzungsbandbreite und/oder der Gang-Abstufung zu machen, kann wiederum bei SRAM und Shimano fündig werden.

Enviolo NuVinci

Die Enviolo NuVinci Schaltung bietet die Möglichkeit, stufenlos Übersetzungen auszuwählen. Unterschiedliche Modelle der Nabe sind erhältlich, das Modell mit der größten Übersetzungsbandbreite bietet 380% zwischen größter und kleinster Übersetzung. Damit liegt die Schaltung im Mittelfeld auf dem Markt der Nabenschaltungen. Allerdings ist sie öfter an E-Bikes als an Trekkingrädern zu finden. Dies ist hauptsächlich auf die verhältnismäßig hohen Reibungsverluste der Schaltung zurückzuführen. Dieser Kraftverlust fällt an E-Bikes weniger ins Gewicht, da er durch den Elektromotor ausgeglichen werden kann.

Pinion

Mehrere Hersteller haben sich bereits daran versucht, ein internes Getriebe direkt in der Kurbel anstelle der Hinterradnabe zu installieren. An dem Umstand, dass sich nur das Getriebe von Pinion durchsetzen konnte, erkennst du, dass alle anderen Versuche gescheitert sind. Pinion bietet sein Getriebe in vier Varianten an.

Die Sprünge von einem Gang in den nächsten sind bei allen konstant:

  • P1.18: 636% Übersetzungsspektrum bei einer Abstufung von 11,5%
  • P1.12: 600% Übersetzungsspektrum bei einer Abstufung von 17,7%
  • P1.9 XR: 568% Übersetzungsspektrum bei einer Abstufung von 24,3%
  • P1.9 CR: 364% Übersetzungsspektrum bei einer Abstufung von 17,5%

Das Pinion Getriebe wird dort montiert, wo normalerweise das Tretlager sitzt. Daher lässt sich diese Getriebeschaltung nicht an herkömmlichen Rahmen montieren. Man benötigt einen Rahmen mit einer speziellen, für das Pinion-Getriebe abgestimmten Aufnahme. Da Pinion Getriebe ohnehin ausschließlich direkt an Radhersteller verkauft werden, besteht auch keine Möglichkeit dieses nachzurüsten.

Rohloff Speedhub 500/14

Die Rohloff Speedhub Nabe revolutionierte die Nabenschaltung. Bis heute ist die Zuverlässigkeit mit, der sie durch die 14 gleichmäßig abgestuften Gänge schaltet, unerreicht. Mit einem Sprung von 13,6% von einem Gang in den nächsten deckt die Rohloff Speedhub eine Bandbreite von 526% ab. Die Unterbringung der Schaltkomponenten in der geschlossenen Hinterradnabe macht sie weitgehend unempfindlich gegenüber äußeren Einflüssen. Dies führt dazu, dass sie nahezu wartungsfrei ihren Dienst verrichtet. Der größte Nachteil der Nabe liegt in ihrem, im Vergleich zu einer (gut gepflegten) Kettenschaltung, etwas geringeren Wirkungsgrad. Auch das verhältnismäßig hohe Gewicht der Schaltung - im Verhältnis zu den kettengeschalteten Spitzengruppen - empfiehlt sie nicht unbedingt für Leichtbaufans. Da diese beiden Faktoren für Trekking- und Reiseräder nicht allzu bedeutsam sind, ist diese Schaltung in diesen Bereichen durchaus weit verbreitet.

Shimano: Alfine und Nexus

Shimano hat mit der Nexus eine Nabenschaltung auf den Markt gebracht, die für all diejenigen interessant sein dürfte, die auf die volle Funktionalität der Rohloff Nabe, ein breites Übersetzungsspektrum und gleichmäßige Abstufung zwischen den Gängen, zugunsten eines deutlich niedrigeren Preises verzichten können. Auch für den Einsatz im Gelände ist die Alfine Nabe anders als die Rohloff Nabe und das Pinion Getriebe nicht freigegeben.

Shimano hat eine komplette Gruppe um die Alfine Nabe entwickelt. Diese umfasst alle Komponenten, die zu einer Gruppe dazugehören - von der Kurbel über Scheibenbremsen bis hin zu Naben. Als für den Trekkingbereich ausgelegte Gruppe bietet die Alfine-Gruppe selbstverständlich optional einen Nabendynamo.

Die Alfine Nabe, das Herzstück der Gruppe, ist wahlweise mit 8 oder 11 Gängen erhältlich. In der 11-fach Variante beträgt die Übersetzungsbandbreite 409%, die 8-fach Alfine schaltet 307%. Die Sprünge von einem Gang zum nächsten sind unterschiedlich. Bei der 8-fach Ausführung liegt er zwischen ungefähr 14 und 22%, die 11-fach Variante ist gleichmäßiger abgestuft. Hier beträgt der Sprung vom ersten in den zweiten Gang 29%, danach wird recht gleichmäßig mit 13 bis 14% geschaltet.

Shimano LX und XT im Vergleich

Wer ein Trekking-Bike ausstatten oder aufrüsten möchte, nutzt nicht selten verschiedene Serien der Shimano Deore Linie und kombiniert diese miteinander. Dabei muss gesagt werden, dass sich die XT- und die LX-Serie zwar nur fein unterscheiden - ein Unterschied ist aber eben vorhanden und muss berücksichtigt werden. Gerade in Bezug auf das Gewicht und die Haltbarkeit bzw.

Die Shimano LX-Serie bietet eine ausreichende Robustheit in der Praxis und damit eine genügende Qualität, um mit dem Bike Spaß zu haben und sich auf das Rad verlassen zu können.

Unterschied Shimano LX und XT

Die Shimano Deore Linien lassen sich untereinander mischen, wobei die einzelnen Teile dann allerdings unterschiedlich robust sind und verschieden lange halten. Besonders gut lassen sich die Shimano Deore LX- und die XT-Serie mischen, was auch durchaus Sinn macht.

Gerade die Elemente aus der LX-Serie sind viel schwerer als zum Beispiel die aus der XTR-Reihe. Das Rad wird durch Leichtgewichte aber weniger belastet und verschleißt mitsamt seiner Einzelteile weniger schnell.

Die XT-Elemente sind aus doppelt anodisiertem Kohlefaser-Stahl oder aus anodisiertem Aluminium gefertigt. Die LX-Serie ist aus anodisiertem Alu-Stahl oder aus einem Fiberglas-Stahl-Mix gebaut.

Die XT-Reihe empfiehlt sich als Komplettausstattung für alle, die im Jahr mindestens 20.000 Kilometer zurücklegen. Wer nur kurze Strecken fährt und pro Jahr gerade einmal sechs- bis siebentausend Kilometer schafft, wird mit der teureren Reihe nicht glücklich.

Alternativen zu Shimano LX und XT

Für die/den Durchschnittmountainbiker:rin reicht auch eine Alivio oder Deore Schaltung völlig aus, um sportliche Touren zu machen oder Spaß auf den Trails zu haben. Auch diese Schaltungen haben sich lange bewährt und garantieren lang anhaltenden Fahrspaß.

Oftmals kommt in den günstigeren Schaltgruppen die gleiche Technik zum Einsatz, lediglich das Material unterscheidet sich.

Shimano Tourney ist für den Einsatz auf Einsteiger- und Freizeit-Fahrrädern konzipiert ist. Sie bietet eine einfache Schaltung mit ausreichend Gängen und ist in der Regel preisgünstiger als andere Schaltgruppen von Shimano.

Die Shimano Altus Schaltgruppe ist eine der Einstiegs-Schaltgruppen von Shimano und bietet eine solide Leistung zu einem erschwinglichen Preis.

Mit der Acera-Schaltung kannst du erste Erfahrungen im Gelände sammeln.

Die Shimano Alivio Schaltgruppe ist eine hochwertige Komponentengruppe, die für Alltagsfahrten und leichtes Gelände geeignet ist. Sie zeichnet sich durch reibungslose und präzise Schaltvorgänge aus.

Die Shimano Deore ist eine hochwertige und leistungsstarke Schaltgruppe, die für den Einsatz im Gelände und für Mountainbike-Touren geeignet ist. Sie zeichnet sich durch ihre Robustheit und Zuverlässigkeit aus, die auch bei schwierigen Bedingungen und rauem Gelände eine hervorragende Leistung bietet.

Die Shimano SLX Schaltgruppe bietet viele Vorteile für Mountainbiker:innen. Zum Beispiel ist sie sehr langlebig und zuverlässig, sodass du dich auf sie verlassen kannst, wann immer du unterwegs bist. Sie ist leicht und kompakt, was sie zu einer sehr guten Wahl macht. Darüber hinaus ist sie sehr präzise und bietet ein reibungsloses Schaltverhalten, sodass du immer mit der richtigen Übersetzung unterwegs bist.

Die Shimano Deore XT Schaltgruppe ist eine hochwertige Komponentengruppe für Mountainbikes, die sich durch ihre zuverlässige Schaltleistung, ihre präzisen Gangwechsel und ihre robuste Bauweise auszeichnet.

Die XTR Schaltgruppe ist für Fahrer entwickelt, die höchste Anforderungen an die Leistung ihres Mountainbikes stellen. Sie bietet eine schnelle und präzise Schaltung und eignet sich für anspruchsvolle Trail-Sessons oder auch den beliebten Alpencross.

Fazit

Die Wahl des richtigen Schaltwerks hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Einsatzzweck, das Budget und die persönlichen Vorlieben. Die Shimano LX-Gruppe bietet eine gute Balance zwischen Preis und Leistung und ist eine solide Wahl für Trekking- und Alltagsräder. Für anspruchsvollere Einsätze und höhere Laufleistungen empfiehlt sich die XT-Gruppe oder sogar die XTR-Gruppe.

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