Shimano Infinium Primaloft Handschuhe im Test: Komfort und Performance unter dem Gefrierpunkt

Wenn es darauf ankommt, setzt Shimano gerne auf namhafte Komponenten, wie bei den Infinium Primaloft Gloves. Diese Handschuhe sind für Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts bis -5°C ausgelegt.

Material und Verarbeitung

Die für Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkt bis -5°C ausgelegten Handschuhe, sind mit einer Primaloft Gold 200 Isolierung an der Oberhand und am Daumen versehen. Dies soll dauerhaft warme Finger garantieren. Damit kein eisiger Wind die Wärme aus der Isolierung treibt, besteht die Außenhaut aus winddichtem Gore-Tex Infinium. Doch aufgepasst, wer hier bei dem Namen Gore-Tex an eine wasserdichte Membran denkt, irrt sich. Der Anspruch von Gore-Tex Infinium ist es, Komfort und Performance zu vereinen. Die aus Kunstleder gefertigte Handfläche ist am Handballen und am Übergang von Mittelhand zu den Fingern mit einem Polster aus PORON XRD, einem stoßabsorbierendem Schaumstoff, bestückt.

Erster Eindruck und Tragekomfort

Hält man die Shimano Infinium Primaloft Gloves das erste Mal in den Händen, so erinnern sie doch sehr an einfache Skihandschuhe. Der Stretchbund lässt sich weit dehnen und ermöglicht ein Einfaches anziehen. Angezogen fühlt man sich sofort vor Kälte geschützt, dabei ist die Bewegungsfreiheit uneingeschränkt verfügbar.

Fahreigenschaften und Funktionalität

Auf dem Rad hält die Gore-Tex Infinium Technologie ihr Versprechen. Die Finger bleiben angenehm warm und Fahrtwind schafft es nicht einzudringen. Dabei ist das Griffgefühl, dank des stretchigen Obermaterial, für einen Handschuh mit Isolationsschicht gut. Bremse und Schalthebel lassen sich mit dem Shimano Infinium ebenfalls gut bedienen. Das PRODON XRD steigert den Komfort zusätzlich, da es neben der Polsterung für eine zusätzliche Isolation an den angebrachten Stellen sorgt.

Für reflektierende Sichtbarkeit sorgen neben den Markennamen Shimano und Gore-Tex Infinium auch die aufgedruckten Silikonstreifen. Jedoch fällt der Reflexionsgrad der Streifen geringer aus als bei üblichen Reflektor Materialien. Abschließend sei positiv, das gewählte Obermaterial am Daumen zu erwähnen, welches als Wischfinger besonders gut für Brillen geeignet ist.

  • Touchscreen kompatibel: Ja

Fazit zum Shimano Infinium Primaloft Handschuh

Diesen Handschuh kann man jedem an Herz legen, der Unterhalb des Gefrierpunktes Radfahren möchte. Oberhalb des Gefrierpunktes funktioniert er auch bis 5°C gut für gemütliche Radtouren. Jedoch sollten lange Regenschauer gemieden werden. Grundsolider Handschuh, der das hält, was er verspricht: Performance und Komfort bei Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkt.

Die Qual der Wahl: Fahrradhandschuhe im Überblick

Wer sich auf die Suche nach Fahrradhandschuhen im Winter begibt, wird im Internet mit einer Flut an Handschuhmodellen konfrontiert. Dabei gibt es Ihn nicht, der Handschuh, der für alle immer perfekt funktioniert. Dazu haben wir Biker:innen allein schon zu unterschiedliche Erwartungshaltungen. Denn nicht jeder erwartet von einem Handschuh, dass er bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mollig warme Hände hat. Schönwetterfahrer benötigen keine wasserfeste Membran in einem Handschuh.

Die Handschuhhersteller haben darauf reagiert und Modelle entworfen, die auf die verschiedensten Vorlieben und Einsatzgebiete abgestimmt sind.

Passform und Größen

Keine Kompromisse solltet ihr bei der Passform eingehen. Leider sind Handschuhgrößen nicht genormt und jeder Hersteller hat seine eigene Größentabelle. Dabei werden unterschiedliche Größenangaben wie die US-Größen XS-XXL oder das in Europa weit verbreitete numerische Maßsystem von 1-11 verwendet. Zusätzlich unterscheiden einige Hersteller bei Ihren Größenangaben nach Geschlecht. Der Hersteller SQLab geht sogar noch einen Schritt weiter und bietet seine Handschuhe in Slim (schmale Hände) und Wide (breite Hände) an.

Aus diesen Gründen solltet ihr für eine ideale Passform eures Wunschhandschuh die spezifische Größenermittlung der Hersteller befolgen.

Testkriterien

Wir haben für euch eine Reihe von verschiedensten Handschuhmodellen getestet und eine Bestenliste erstellt. Jeder Handschuh wurde von uns auf Passform, Wetterschutz und Griffgefühl geprüft. Welche weiteren Features die einzelnen Modelle mit sich bringen könnt ihr in den einzelnen Berichten nachlesen.

Arten von Fahrradhandschuhen

Sommerhandschuh, Winterhandschuh, Handschuh für die Übergangszeiten - auf dem Markt tummeln sich viele Fahrradhandschuhe zwischen rund 10 und 80 Euro. Wir haben 69 Handschuhe herausgepickt und genauer untersucht.

Verschlüsse

Um die Handschuhe am Handgelenk verschließen, fixieren und unangenehmen Luftzug verhindern zu können, kommen Klett- und Reißverschlüsse zum Einsatz. Einige Modelle haben auch nur einen Stretch-Bund. Am besten funktioniert in unseren Augen ein Klettverschluss wie ihn die meisten Hersteller verwenden. Er lässt sich je nach Wunsch etwas fester verschließen und erlaubt ein gewisses Maß an Flexibilität.

Polsterung

Gelpolster an der Handinnenfläche werden von einigen, aber längst nicht von allen Herstellern eingesetzt. Die meisten setzen aus Kostengründen auf Schaumstoffpolster, so auch im Test.

Touchscreen-Kompatibilität

Selfie auf dem Rad trotz langen Handschuhen? Kein Problem! Viele Hersteller versehen ihre Fingerhandschuhe mit Touchscreen-tauglichen Einnähern - meist am Zeigefinger. Das Wischmaterial funktioniert mal besser und mal schlechter, in den meisten Fällen ließ sich unser Smartphone im Test jedoch ganz gut bedienen.

Weitere nützliche Features

Radfahrern läuft häufig die Nase. Taschentuch raus, Nase putzen, fertig - so geht die etwas hygienischere Variante. Wer allerdings fast jeden Tag auf dem Rad sitzt, wird für das Abwischen des »Nasentröpferls« nicht jedes Mal ein Taschentuch aus der Tasche ziehen wollen - Radprofis können ein Lied davon singen. Natürlich kann man es auch zum Abwischen beschlagener Brillengläser verwenden - je nachdem, was einen mehr plagt.

Sommerhandschuhe im Detail

Fahrradhandschuhe für den Sommer zeichnet in erster Linie eines aus: Eine leichte, luftige Konstruktion, gute Dämpfungseigenschaften und ein möglichst einfaches Handling. Sie machen Radtouren komfortabler: Wer einmal den feinen Unterschied zwischen »nackt« und »behandschuht« schätzen gelernt hat, wird auf einen Fahrradhandschuh nicht mehr verzichten wollen. Zudem sorgen Radhandschuhe auf Ausritten im Gelände für besseren Schutz. Wen es wider Erwarten auf die Nase legt und wenn man beim unfreiwilligen Abstieg mit dem Handballen bremst, verhindern sie schmerzhafte Schürfwunden.

Beispiele für Sommerhandschuhe

  • Ziener Canso: Der fair bepreiste Handschuh punktet mit einer Gelpolsterung, schöner Verarbeitung und guten Trockenungseigenschaften. Gut gefallen hat uns auch das geringe Gewicht.
  • Chiba BioXCell Super Fly II: Schön verarbeitete Allrounder im Programm, die mit viel Elastizität, durchdachten Details und einer effektiven, aber noch moderaten Dämpfung aufwarten können, die nicht zu wulstig ist.
  • Roeckl Isar: Robuste Fahrradhandschuhe mit komfortabler Polsterung.
  • Alé Asphalt: Wunderbar leichte, flexible und preisgünstige Radhandschuhe für den Hochsommer.
  • Kinetixx Lenja: Komfortable, günstige und flexible Kurzfinger-Handschuhe mit tollem Klimamanagement und breitem Einsatzbereich.

Winterhandschuhe im Fokus

Kalte Finger sind wohl eines der unangenehmsten Erlebnisse beim Radfahren im Winter oder in der Übergangszeit. Das kann nicht nur zu einer verminderten Sicherheit und einem unangenehmen Fahrerlebnis führen, sondern das Radfahren bei frostigen Temperaturen kann dadurch abschreckend sein. Abhilfe könnten hier die Shimano Windstopper Primaloft Gloves schaffen.

Shimano Windstopper Primaloft Gloves im Detail

Das windabweisende Gore-Tex-Material soll den kalten Wind abhalten, während die PrimaLoft-Isolierung dafür sorgen dürfte, dass die Hände warm bleiben. Die Handinnenfläche ist mit einer robusten Polsterung ausgestattet und die Fingerspitzen seien touchscreen-tauglich, so Shimano. Die Rippenbündchen sollen ein schnelles An- und Ausziehen der Handschuhe ermöglichen. Reflektierende Elemente auf dem Handrücken sollen außerdem die Sichtbarkeit bei Dunkelheit erhöhen.

Auffällig ist, dass sie am Handgelenk gestrafft sind, dadurch etwas enger anliegen und somit effektiv Zugluft fernhalten. Das weiche Innenfutter fühlt sich gut an. Beim ersten Anziehen wirken die Finger noch etwas steif, das legt sich jedoch schon nach kurzer Zeit. Eine Polsterung am Handballen bietet effektive Dämpfung und schont die Hände. Das hochwertige Kunstveloursleder in der Handinnenfläche ist mit rutschhemmenden Silikonstreifen am Zeigefinger und Daumen versehen.

Unter trockenen Bedingungen funktioniert das Tippen auf dem Smartphone-Display sehr gut, bei Tropfen darauf naturgemäß etwas schwieriger. Wer sich die Nase zwischendurch schnäuzen muss, der findet an beiden Daumen standesgemäß Frottee-Material vor, welches gut zu waschen ist.

Dank des Gore-Tex-Windstopper-Materials und der PrimaLoft Gold-Isolierung sind die Hände bei kalten Außentemperaturen noch nach Stunden im Sattel schön warm. Die Atmungsaktivität zeigte keinerlei Schwäche, außer an den Bündchen. Dort kann es etwas schwitziger werden.

Weitere Aspekte bei der Auswahl von Fahrradhandschuhen

Der ideale Handschuh hat eine gute Passform und ergonomische Konstruktion, ist angenehm belüftet und aus hochwertigen Materialien gefertigt. Die Oberhand besteht in der Regel aus hochfunktionalen Synthetikstoffen, die für Atmungsaktivität und Belüftung sorgen und schön elastisch sind.

Was den Touren-Handschuh jedoch so besonders macht, ist seine Polsterung, die die Handinnenseite, den Ballen und die ersten Fingerglieder abdeckt. Gelpolster sind meist hochwertiger als solche aus Schaumstoff, da ihre dämpfenden Eigenschaften homogen und von Dauer sind. Manchmal wird auch beides kombiniert.

Und ja, ein Handschuh sollte relativ eng sitzen - aber ohne einzuengen, wenn man eine Faust bildet oder den Lenker greift. Sitzt er jedoch zu locker und wirft Falten, leidet der Komfort ebenfalls, auch geht der nötige Grip verloren.

Pflegehinweise

Oft ist schon nach einer Tour der Handschuh verschwitzt und hat Dreck aufgenommen, dann ist eine Wäsche dran. Auf Mehrtagestouren geht das natürlich nicht immer, dann ist Auslüften sinnvoll. Schonender ist das Waschen von Hand. Immer sollten vorher Klettverschlüsse geschlossen werden. Der Trockner ist in der Regel tabu.

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