Shimano Nabendynamo mit Scheibenbremse: Vor- und Nachteile

In erster Linie dient der Dynamo zur Versorgung der Lichtanlage des Fahrrades. Nabendynamos sind (gegenüber Seitenläuferdynamos) unanfälliger für Defekte, die durch Nässe, Schmutz oder falsche Einstellungen auftreten können. Auch bei nicht eingeschaltetem Licht können über den Nabendynamo mittels einer externen Schaltung Verbraucher mit Strom versorgt werden.

Grundlagen und Kaufaspekte

Eine Grundfrage beim Kauf ist auch, ob irgendwann (oder natürlich sofort) eine Scheibenbremse geplant ist. Falls ja, nimmt man einen Nabendynamo mit Scheibenbremsaufnahme. Diesen kann man für beide Bremsenarten verwenden (Scheiben- und Felgenbremse). Die wichtigsten Aspekte für einen Nabendynamo sind Effizienz, Gewicht, Bauqualität und natürlich Preis.

Jeder hat eine andere Gewichtung für diese Kategorien und sie können nicht alle immer ermittelt werden, besonders Bauqualität und Effizienz. Ein Nabendynamo lässt sich nicht so ohne weiteres nachrüsten.

Wartung und Reparatur

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass mit Ausnahme von Shimano alle Hersteller ihre Modelle mit eingepressten Rillenkugellagern ausstatten. Diese sind im Betrieb wartungsfrei und werden im Reparaturfall komplett ausgetauscht.

Ein Reparaturservice des Herstellers ist bislang von den Firmen Renak, Schmidt und Shutter Precision bekannt; hier kann der Nabendynamo zu Reparatur und Wartung eingeschickt werden. Auch Shutter Precision bietet auf seiner Homepage einen Kugellageraustauschservice an. Die Nabendynamos von Shimano sind mit herkömmlichen Konuslagern ausgestattet, welche im Gegensatz zu sonstigen Shimano-Naben nur bedingt zu Demontage und Wartung geeignet sind.

So ist auf den technischen Explosionszeichnungen von Shimano die rechte Seite immer als unzerlegbare Einheit von Achse und Rotor dargestellt. Für technisch Versierte besteht dennoch die Möglichkeit, die Lagerseite zu öffnen, ggf. muß je nach Modell das Kontaktblech des Anschlußkabels abgelötet werden, um den Konus von der Achse zu lösen.

Dabei sollte darauf geachtet werden, den dünnen, isolierten Draht, welcher den Pluspol des elektrischen Anschlusses mit Strom versorgt, nicht zu zerbrechen, bzw. die Isolierung zu beschädigen.

Hinweise zur Lagerwartung am Beispiel Shimano DH-3N80

Der Aufbau eines DH-3N80 ähnelt sehr stark dem eines DH-3N71, daher ist die Anleitung von Trinity Bicycles sehr empfehlenswert. Löten ist nicht erforderlich, aber wie in der Anleitung beschrieben muss darauf geachtet werden, beim Lösen der Konterung auf der Steckerseite ein Verdrehen des Steckeranschlusses zu verhindern, um das Kabel nicht zu beschädigen.

In der Anleitung wird der (IMO verwirrende) Begriff "Drive side" verwendet - damit ist die Seite mit dem Anschluss für den Stecker gemeint. Theoretisch etwas einfacher als die in der Anleitung empfohlene, komplette Zerlegung des Dynamos sollte es sein, zunächst das Lager auf der Steckerseite zu öffnen, zu fetten und die Seite vollständig wieder zusammenzubauen.

Anschließend kann auf der Nicht-Steckerseite das Lager geöffnet, gefettet und eingestellt werden. Dann wird auch kein 32mm Schlüssel benötigt. Etwas Vorsicht ist beim Kontern geboten, da die Aluachse etwas empfindlicher ist.

Für die Lagereinstellung ist ein Schraubstock hilfreich, um die Achse zu fixieren, da das Lagerspiel ansonsten nur im eingebauten Zustand des Laufrades geprüft werden kann.

Scheibenbremsen: Hydraulisch vs. Mechanisch

Den Artikel im radreise-wiki habe ich auch schon gelesen. Trotzdem würde ich gerne nochmal die Meinung der Menschen hören, die solche Bremsen einsetzen: Wo sind die Vor- und Nachteile von Hydraulischen vs Mechanischen Scheibenbremsen?

Geschlossene Bremssysteme gibt es bei Scheibenbremsen üblicherweise nicht. Die beim Bremsen entstehende Wärme kann nicht so leicht abgeleitet werden, wie bei der HS33. Dies würde zu einer Ausdehnung des Öles in der Leitung führen, die Bremse blockiert. Daher muss ein Ausgleichsbehälter sein. Meiner Meinung nach ein klares Plus: Die Shimano-Bremsen arbeiten wie die Maguras mit Hydrauliköl als Übertragungsmedium. Diese Flüssigkeit zieht im Gegensatz zu den Brewmsflüssigkeiten (DOT) kein Wasser und altert nicht. Es muss daher nicht ausgetauscht oder überprüft werden. Zudem ist es nicht giftig und Aggressiv.

Shimano verwendet in Teilen Magura-Patente. Man kann also die gleichen Ersatzteile für Leitungen und Fittings verwenden. Radwechsel ist einfacher als bei allen anderen Bremssystemen. Man muß die Bremse nicht irgendwie öffnen. Evtl. ist es hilfreich vor dem Radausbau die Bremskolben nach aussen zu drücken. Dann hat man beim Einbau mehr Platz. (geht nur bei hydraulischen Bremsen) Probleme hatte ich noch keine.

Erfahrungen mit hydraulischen Scheibenbremsen

Ich benutze bislang hydraulische Scheibenbremsen, deshalb kann ich zu mechanischen Scheibenbremsen nix sagen. Ich war da auch ganz zufrieden bis auf gelegentliche Schleifprobleme. Das dürfte daran liegen, daß die Aufnahmen nicht plangefräst wurden. Mittlerweile habe Hope Bremsen an dem Rad. Diese sind nochmals eine Klasse besser, was den Druckpunkt und die Bremsleistung betrifft.

Ich habe an meinem Birdy Magura Hs33 und an meinem Crossrad mechanische Mini-V Bremsen. Deshalb kann ich gut zwischen den Bremssystemen vergleichen. Ich würde deshalb, wenn es sich nicht um Leichtbau und Räder auf Rennbasis handelt, immer hydraulische Scheibenbremsen bevorzugen. Diese haben mit Abstand das beste Bremsverhalten.

Alle hydraulischen Scheibenbremsen haben bauartbedingt ein offenes System, da aufgrund der Wärmeausdehnung Öls durch die Bremswärme ein Ausgleichsbehälter notwendig ist, wohin sich das Öl ausdehnen kann.

Herausforderungen und Lösungen

Allerdings ist es ganz wichtig, daß die Aufnahmen plangefräst werden, sonst dürfte es mit jeder Art von Scheibenbremsen Probleme geben. Der Radaus- und Einbau geht ganz problemlos. Ich fahre seit knapp 2500 km ein Velotraum mit Shimano-Deore-535-Bremsen. Bis jetzt habe ich absolut keine Probleme mit den Teilen und ich finde, dass das Bremsen so effektiv ist, dass ich nichts anderes mehr verbauen würde.

Bremsbeläge und Verschleiß

Vermutlich ist im Frühjahr oder spätestens nach Ende der nächsten Saison ein Tausch der Bremsscheiben fällig. Ich fahre seit über 5.000km hydraulische Shimano LX. Magura Julie seit gut 9.500 km - keine Probleme. Nachteil: bei mir hält ein Belagsatz nur rund 3.000 km (vorn kürzer, hinten länger). Wohne aber auch in hügeliger Umgebung und bremse gerne Von seilzugbetätigten Scheibenbremsen halte ich nicht viel. Viele bewegliche Teile, schlechtere Dosierbarkeit, höherer Wartungsaufwand.

Meine Erfahrungen decken sich mit den Vorschreibern. Die Haltbarkeit der Bremssohlen hängt sehr von den Einsatzbedingungen ab. Im Gebirge dürften so etwa 4-6000km realistisch sein, in der Ebene kann ich das noch nicht sagen. Beim Matschbock ist die Bremse von 2004, die Sohlen sind nicht wesentlich runter.

Schwierig kann es mit dem Gepäckträger werden. Über den Rahmen außen überstehende Bremszangen sind eher die Regel. Eine Distanzbuchse ist dann das Mindeste. Ist der Einbauraum der Zange zwischen Sattel- und Kettenstrebe, dann passt der Gepäckträger, dafür wird es mit Hinterbauständern eng. Ein durchdachter Reiserahmen ermöglicht alles zugleich, ist aber leider selten.

Gibt der Rahmen keine Hinterradbremszange her, dann ist es sinnvoll, nur das Vorderrad umzurüsten, da dort 70-80% der Bremsleistung erzielt werden. Bevor du den Bock in Rückenlage transportierst, solltest du die Bremshebel mit Einweckgummis an den Lenker ziehen.

Erfahrungen im Detail

Es bremst wirklich in jeder Situation, die Funktion ist über jede Kritik erhaben und ist wunderbar schmutzunempfindlich. Bisher zweimal kompletter Druckverlust: Einmal war der Griff undicht, einmal war der Druck nach Entlüften wieder da und blieb es auch, eine Erklärung hab ich noch nicht dafür.

Bresmbeläge sind *deutlich* schneller unten als bei den HS33, sie dürften gerade so eine durchschnittliche Urlaubsreise überstehen. Es gibt immer mal wieder Schleifgeräusche, die genauso plötzlich auftreten wie verschwinden. Ich finde den Radeinbau durchaus fummelig (Kombination mit Rohloff-Nabe und Speedbone).

Hat sich aber deutlich verbessert, seit wir den Kettenspanner durch ein Schaltwerk ersetzt haben. Ich persönlich möchte die Bremsen nach wie vor nicht an einem Reiserad haben. Diese Schwierigkeiten treten natürlich besonders auf bei voluminös bauenden Bremskörpern, z.B. der Magura Julie. Generell muss man bei Scheibenbremsen mit einem höheren Belagverschleiß rechnen als bei der HS33.

Alternative Meinungen

Bei mir kommen z. B. drei Sätze Scheibenbremsbeläge auf einen Satz bei der HS33. nach 2500-3000km sehr wenig Verschleiß wenn ich das auf die Ursprüngliche Dicke umrechne und einen linearen Verlauf der Verschleißkurve annehme, halten die mind. 6000km, eher meh. Oh doch, das geht! Bei meiner Stadtschlampe, die täglich bei jedem Wetter in Gebrauch ist und im Stadtverkehr nicht geschont wird, also auch häufig und stärker gebremst wird, hat die letzte Felge zwei Jahre gehalten.

Vielleicht doch: Von Hebie gibt es auch ein Modell zur Montage am Ausfallende auf der Spannachse. Das müßte funktionieren. Dann wird der Radausbau allerdings noch fummeliger ... Nachdem diese richtig montiert und eingestellt waren, funktionieren sie so gut und problemlos, dass ich nicht weiss, warum man den Mehrpreis für eine hydr. "Too much smoke, too much gas. Too little green and it's goin' bad!".

Persönliche Erfahrungen und Empfehlungen

Wenn es die Scheibenbremsen in der heutigen Form schon vor 10 Jahren gegeben hätte, dann würde ich mich in den Ar... beißen, dass ich mich mit der restlichen Bremstechnologie noch solange rumgeärgert hätte. Sicherlich ist es so, dass am Anfang der Scheibenbremsen-Zeit die damaligen Benutzer Lehrgeld zahlen mußten. Aber heutzutage ist die Technologie ausgereift und man kann sie eigentlich nur empfehlen.

Probleme habe bzw. hatte ich mit einer mehrmals von der undichten Rohloff verölten Bremse. Kann die nix für; ist aber -denke ich- indirekt auch interessant, denn das macht richtig Ärger und kostet neue Beläge, und das hat man natürlich nicht in dem Ausmaß mit einer Felgenbremse.

Manche Bremsen neigen laufend zum Schleifen. Ansonsten bescheinige ich den Dingern gerne zuverlässige und gute Funktion, bis jetzt. Sind allerdings max. 3000 km drauf. Bei Belägen fast kein Verschleiß - hatte ich eigentlich mehr befürchtet.

Bei mir genau so. Meine Bremsen (Louise 2005) sind absolut dicht, definitiv keine Luft drin, definitiv genug Öl. Kolben mobilisieren hilft nicht auf Dauer. Diese Bremse hat drei konstruktive Schwachstellen:- Montage mit Scheibchenjustage- Kolbengängigkeit- Belagsnachstellung Meine nächste ist wohl eine LX oder XT Scheibenbremse.

Abgemacht habe ich die Sättel noch nicht, bin aber bis jetzt einfach mal davon ausgegangen, daß Utopia die Aufnahmen schon planfräst. Neulich habe ich gemerkt, daß vorne - Stahlstarrgabel - schon bei forciertem Einlenken die Scheibe einen Schleifer macht. Nicht steif genug??? Und die verschiebbaren Ausfaller sind natürlich, wie Du schreibst, Mist, - zumindest in dieser Hinsicht.

Felgenauswahl

Die wichtigste Frage bei der Wahl der richtigen Felge: Soll Dein Rad eine Felgenbremse haben? Oder doch eher eine Scheibenbremse? Felgen für Felgenbremsen können zwar auch als Disc-Laufradsatz verbaut werden. Umgekehrt sind jedoch Disc-Felgen nicht kompatibel mit Felgenbremsen.

Die Angaben wie 29 Zoll oder 27,5 Zoll sind gerundete Werte des Reifenaußendurchmessers. Im Rahmen der ETRTO (European Tyre and Rim Technical Organisation) findest Du den Felgen-Durchmesser oft zusammen mit der Maulweite angegeben.

Mit dem ERD (Effective Rim Diameter) wird ein weiterer Durchmesser angegeben, nämlich der des Felgenbodens. Da hier die Speichennippel sitzen, ist das Maß unerlässlich für die Berechnung der korrekten Speichenlänge Deiner neuen Laufräder.

Achte beim Bestellen unbedingt darauf, dass Du Felgen mit der korrekten Anzahl an Speichenlöchern auswählst! Die Anzahl muss zu der an Deinen Naben passen. Generell verleihen mehr Speichen Deinem Laufrad mehr Stabilität und Haltbarkeit. Der Preis dafür ist ein leicht höheres Gewicht.

Während am Mountainbike 32 oder seltener 28 Speichen üblich sind, werden am Rennrad gerne 24 oder weniger verbaut. Für ein mit viel Gepäck beladenes Reiserad oder ein Cargo-Bike bist Du mit 36 oder mehr Speichen gut beraten. Bei einigen Felgen, etwa von Marktführer DT Swiss, sind solche Unterlegscheiben schon im Lieferumfang enthalten.

Materialien: Aluminium oder Carbon?

Ein entscheidender Aspekt bei der Felgenwahl ist die Materialfrage: Carbon oder Alu? Beide Werkstoffe haben Vor- und Nachteile. Felgen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (Carbon) können bei gleichem Gewicht deutlich steifer oder bei gleicher Steifigkeit deutlich leichter gebaut werden.

Aluminium ist in erster Linie günstiger, doch auch andere Argumente sprechen für das Leichtmetall: Mit dem Mountainbike im Gelände kann es schon mal zu härteren Durchschlägen kommen und wenn Du beispielsweise bei einem Platten nicht sofort bremsen kannst, muss Deine Felge im unglücklichsten Fall einiges einstecken.

Alu wird sich dann eher verformen, bevor es bricht. Mit einer Delle in der Felge kannst Du eine Ausfahrt oft noch zu Ende fahren, mit einer gebrochenen Felge nicht. Felgen waren früher oft aus Stahl, werden mittlerweile meist aus Aluminium und immer öfter aus Carbon hergestellt.

Felgenbreite und Maulweite

Parallel zum Trend breiterer Reifen haben sich sowohl auf der Straße als auch im Gelände in den letzten Jahren breite Felgen durchgesetzt. Hatten Mountainbikes vor zwanzig Jahren oft noch 17 bis 19 Millimeter schmale Felgen, so sind heute 25 oder sogar mehr als 30 Millimeter normal. Bei Rennrädern sind um die 21 Millimeter keine Seltenheit mehr.

Dabei sprechen wir nicht von der Breite der Felgen außen, sondern von der sogenannten Maulweite. Das ist der Abstand zwischen den beiden Felgenflanken, also innen gemessen. Die Maulweite bestimmt, wie Dein Reifen sitzt und beeinflusst dessen Querschnitt.

Man kann den Querschnitt eines breiten Reifens auf einer schmalen Felge mit der Form einer Birne vergleichen. Auf einer breiten Felge hingegen wird der gleiche Reifen mehr Volumen aufbauen. Die Reifenflanken laufen nicht so weit zusammen, sondern stehen aufrechter und stützen den Reifen insgesamt besser ab.

Aspekte der Aerodynamik

Richtige Hochprofilfelgen findet man vor allem an Zeitfahrmaschinen. Das hochgezogene Profil verringert Luftstromabrisse und Verwirbelungen. Je höher Deine Felgen, desto windschnittiger wird Dein Rad. Im Englischen spricht man hier übrigens nicht von der Höhe, sondern der Tiefe der Felge.

Komfort und Stabilität

Nahezu alle modernen Felgen sind mit doppeltem Boden konstruiert - man spricht von Hohlkammerfelgen. Die Hohlkammern tragen entscheidend zur Steifigkeit der Felge bei. Die Verstrebungen der Hohlkammern sorgen für eine höhere Steifigkeit der Felge. Nach den Reifen müssen die Felgen mehr einstecken als alle anderen Komponenten am Fahrrad. Haltbarkeit und Stabilität sind also ein wichtiger Aspekt.

Tubeless-Ready Felgen

Mittlerweile sind die meisten Felgen Tubeless-Ready, also für die Benutzung ohne Schlauch und mit Dichtmilch geeignet und vom Hersteller freigegeben. Das bedeutet, dass der Reifensitz genauer gefertigt ist und Dein Tubeless-Reifen exakt darauf passt. Tubeless-Felgenband dichtet die Felgen ab, so dass die Luft nicht durch die Speichenlöcher entweichen kann.

Zusätzliche Informationen zur Fahrradbremse

Welchem Anspruch müssen die Fahrradbremsen bei Ihrer Fahrweise gerecht werden? Ein Mountainbiker benötigt sicherlich einen anderen Wirkungsgrad als der Gelegenheitsfahrer, der sich vorwiegend bei schönem Wetter auf Asphalt bewegt. Denn sobald Nässe, Schmutz und ein gewisses Gefälle auf der Strecke ins Spiel kommt, müssen die Bremsen Höchstleistungen bringen können.

Auf befestigten Strecken und bei trockenem Wetter ist die Leistung einer guten Felgenbremse in aller Regel völlig ausreichend. Bei Feuchtigkeit und Dreck kann die Bremsleistung rapide nachlassen, so dass Sie das Bike mitunter nicht mehr ausreichend kontrollieren können.

Die Bremsleistung von Scheibenbremsen hingegen wird bei widrigen Wetterbedingungen nahezu gar nicht beeinträchtigt. Feuchtigkeit und Dreck können diesen Geschwindigkeitsreduzierern nichts anhaben.

Scheibenbremsen hingegen gelten als äußerst wartungsarm und extrem haltbar. Aber natürlich sollten Sie die Beläge auch hier von Zeit zu Zeit kontrollieren. Diese sollten eine Dicke von einem Millimeter nicht unterschreiten.

Scheibenbremsen sind in den meisten Fällen teurer als Felgenbremsen. Aus diesem Grund sollten Sie sich vorab gut überlegen, ob Sie diese Investition wirklich benötigen.

Um die Fahrradlampen mit Strom zu speisen, können Sie die modernen und praktischen LED-Batterielampen nutzen oder die Leuchten mit einem Fahrraddynamo betreiben.

Dynamo-Arten im Vergleich

Eine immer noch sehr gängige Variante für die Stromerzeugung bei Fahrrädern ist der Seitendynamo (auch Seitenläuferdynamo genannt). Seit Jahren übernehmen aber immer mehr die modernen und effektiveren Nabendynamos seinen Platz, auch immer mehr in günstigeren Segmenten. Verglichen mit dem Nabendynamo wiegt er deutlich weniger.

Ein weiterer Vorteil ist wohl der niedrige Preis und der geringe technische Aufwand. Ein defekter Seitendynamo kann in wenigen Minuten ausgetauscht werden. Nachteilig bei dem Seitenläuferdynamo ist die übermäßige Abnutzung des Reifenprofils an der Flanke.

Die modernste Art der Stromerzeugung für die Fahrradbeleuchtung ist wohl der Nabendynamo. Auch im Billigpreissegment löst dieser nach und nach die Seitendynamos ab. Der Nabendynamo bietet sehr viele Vorteile und nur wenige Nachteile.

Der Dynamo in der Nabe ist komplett witterungsunabhängig, da er von äußeren Einflüssen wie Nässe, Matsch und Schnee geschützt ist. Nabendynamos am Fahrrad erlauben den Einsatz von Fahrradlampen mit Sensorfunktion die sich bei Dämmerung bzw.

Der Nabendynamo hat ein höheres Gewicht als ein vergleichbarer Seitenlaufdynamo, welches für die meisten Fahrradfahrer aber sicher vernachlässigbar ist. Auch wenn diese moderne Dynamoart wenig reparaturanfällig, kommen bei einer Reparatur höhere Kosten auf einen zu.

Ein defekter Seitendynamo ist deutlich schneller ausgetauscht, was in der Regel auch selbst zu bewerkstelligen ist. Die Reparatur eines Nabendynamos kann nur durch einen Fachmann durchgeführt werden. Auch wenn die Fahrradbeleuchtung nicht angeschaltet ist, läuft der Nabendynamo im Leerlauf trotzdem immer mit, was eine sehr leichte Bremswirkung mit sich bringt.

Mittlerweile gibt es sogenannte "Nabendynamos mit auskoppelbarem Getriebe". Hier wird der Antrieb im Leerlauf komplett abgetrennt und es entstehen keinerlei Leerlaufverluste mehr. Nabendynamos sind immer noch etwas teurer als Seitendynamos.

Nabenbremse vs. Felgenbremse

  • Nabenbremsen überwölben nicht den Reifen.
  • Die Hitzeableitung funktioniert, ohne dass der Reifen überhitzt werden kann. Das ist insbesondere bergab bei Schleppbremsen von tandems oder Lastenrädern wichtig.
  • Man kann das Laufrad modifizieren, mit Dingen, die bei Felgenbremsen unmöglich wären.
  • Bei manchen Rahmen kann man keine Felgenbremsen anbringen (fehlende Cantisockel).
  • Eine Nabenbremse wird wesentlich heißer als eine Felge bei einer Felgenbremse. Man riskiert Verletzungen, wenn man sie berührt.
  • Die Bremswirkung einer Nabenbremse hängt vom Durchmesser der Trommel oder Scheibe ab.

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