Eigentlich nehmen viele Radfahrer gerne Kettenschlösser her. Doch die Frage stellt sich, ob man Kettenschlösser nur einmal verwenden sollte.
Grundsatzfragen zur Wiederverwendung von Kettenschlössern
Was versteht man unter "nur einmal verwenden"? Nur einmal verschließen oder nur einmal pro Kettenleben?
Manche Schlösser haben in irgendeiner Form eine Verriegelungsnase, die bei jeder Benutzung ein Stück abgeschliffen/abgenutzt wird und die Sicherheit der Verriegelung reduziert. Also Grund für die Hersteller ist einfach die Sicherheitsvorgabe.
Kettenverschlussglieder sind auch Kettenglieder und unterliegen dem selben Verschleiß wie die damit verschlossene Kette. Ist die Kette verschlissen, sollte auch das Verschlussglied ausgemustert werden.
Bauformen von Verschlussgliedern
Es gibt nun verschiedene Bauformen von Verschlussgliedern. Die von Shimano sollten nur einmalig verschlossen werden, da sie keinen Rastpunkt haben, sondern sich verklemmen und nach dem Öffnen nicht mehr die gleiche Passung besitzen und nicht erneut fest genug schliessen.
Die Verschlüsse von Sram und Wippermann haben einen solchen Rastpunkt und lassen sich mehrmals öffnen und schliessen. Sie lassen sich also auch mehrfach verwenden, doch das Material ist bereits geschwächt und stellt für die Lebensdauer der zweiten und jeder folgenden Kette einen Schwachpunkt dar, für die der Hersteller nicht mehr garantiert und die auch mit zunehmender Wahrscheinlichkeit die Laufeigenschaften der Kette negativ beeinflusst. Ich würde dem Verschlussglied durchaus eine zweite Kette zumuten, mehr jedoch auch nicht.
Ganz so teuer wie manchmal angeboten, sind Verschlussglieder allerdings nicht. 2-3 Euro kosten sie im Schnitt im Einzelhandel. Auch der Bolzen wird ja im Grunde nicht beschädigt und unterliegt keinem Verschleiß.
Verschleiß und Dehnung von Kettenschlössern
Doch, tut er. Das Kettenschloss dehnt sich genauso wie der Rest der Kette. Letztens hatte ich eine ziemlich abgeranzte Kette gewchselt und das Kettenschloss für die neue genommen.
Das war ganz deutlich zu merken, jedes mal, wenn das Kettenschloss über die Ritzel lief, gab es ein ungutes Klacken. Nach dem Einbau eines neuen Kettenschlosses lief wieder alles geräuschlos.
Ich verniete meine Ketten übrigens nur und spare mir so das Voodoo um Kettenschlösser. Ich verwende übrigens nur Kettenschlösser für meine Ketten und spare mir so das Voodoo um Nieten. Mir war nicht klar, dass bei einem verwendeten Kettenschloss der Verschleiß doch zu berücksichtigen ist, gerade, wenn man es bei einem Kettenwechsel mit einer nagelneuen Kette (mit seinen sonst um die 100 neuen Gliedern) wiederverwendet.
Warum sollte an dem Schloss kein Verschleiß entstehen? Es ist ein Teil der Kette. Um den Bolzen drehen sich die Kragen der Innenlaschen, Schmutz und Abrieb kommen da dran und auch auf die Innenseite der Außenlasche, die im Bericht des Kontakts zur Innenlasche dünner werden. Wie der Rest der Kette auch.
Das Schloss ist ein Teil der Kette mit derselben Funktion und derselben Belastung wie sie die anderen Kettenglieder auch haben. (Wenn du mit 100 Leute wandern gehst, dann haben wahrscheinlich alle Wanderer einen (minimalen) Verschleiß an der Schuhsohle am Ende der Tour. Warum solltest du keinen Verschleiß haben? Weil die anderen hundert schon Verschleiß hatten?)
Fährst du 10 oder 11fach? Die kosten schon etwas mehr (habe sie aber auch schon für unter 2€ kaufen können, die anderen kosten 1€ Klick und Klack Diese Koten sollten aber auch nur recht selten anfallen, denn bei den meisten Ketten ist ja ein Schloss bereits dabei (mittlerweile auch wieder bei manchen Shimano Kettenschaltungsketten).
Mehrfaches Verschließen und Öffnen
Wechseln? Wie oft wechselt du eigentlich die Schlösser? Gerade das Verschließen finde ich einfacher und sicherer. Zum Öffnen gibt es spezielle Zangen ab 4€ Klick (Beim Kettentest finde ich gerade das einfache wechseln der Ketten dank der Schlösser so angenehm.)seht ihr auch beim eigentlichen mehrfachen Verschließen/ Öffnen eines Powerlinks ein Problem (dadurch ggf. zusätzlicher Verschleiß)?
Ich für mich sehe da kein Problem drin. Ich sehe aber ein Problem dadrin, ein und dasselbe Schloss über mehrere Kettenleben zu verwenden.
Weder noch, ich schiebe lediglich die Originalbolzen hin und her (mit einem normalen Nietdrücker. Da ist noch nie etwas aufgegangen. Sehr häufig nehme ich die Ketten aber auch nicht ab. Ach ja, ab 10fach sind die Bolzen teilweise ab Werk deutlich stärker vernietet und es kann so einen Ring abscheren, wenn man den Bolzen raus drückt. Da war ich etwas skeptisch, ob es hält, ging aber auch.
Bei Nabenschaltungen/Singlespeed ist das o.k. aber bei Kettenschaltungen gehst du ein hohes Risiko ein. Durch das Überlaufzahnprofil moderner Kassetten kann beim Gangwechsel eine Zahnspitze direkt auf den Spalt zwischen Innen-und Aussenlasche treffen und die Außenlasche abhebeln. Gerade wenn diese Verbindung schon spanabhebend geöffnet und erneut gefügt wurde ist das eine absolute Schwächung - von Nietung kann nicht mehr gesprochen werden.
Die C9 ist wohl noch die einzige Kette, die sich aufgrund des Bolzenüberstands fachgerecht mit dem Revolver erneut vernieten lässt(so die Anleitung von Rohloff). Ab 10-f. fehlt auch einfach ausreichender Bolzenüberstand zum vernieten. Hier sollte man wirklich nur Kettenschlösser bzw. Der Fuhrpark ist gemischt, etwa 50:50 Naben-:Kettenschaltung und auch bei den Kettenschaltungen ist da noch nie etwas aufgegangen. Ketten waren u.a.
Alternative zur Kettenschloss-Nutzung
Wohl genau das ist mir vor 3 Wochen in Avignon vorm Bahnhof passiert. Kräftig angetreten und da lag die KMC-Kette schon auf dem Asphalt. Eine Aussenlasche war verbogen. Die 10-fach-Kette lief da gerade mal ca. 2000 km. Ich schiebs auf KMC, mit Shimano-Ketten kenn ich so was bisher nicht.
Auch wenn in so einer Situation kein Kettenschloss mehr benötigt wird um die Kette zu lösen, habe ich immer welche verbaut. Vor Jahren hatte ich in den Bergen hinter Lloret das Vergnügen, dass mir die Kette vom kleinsten Kettenblatt nach innen abgesprungen ist und sich zwischen Kettenblatt und Kettenstrebe nach unten durchgequetscht hat. Selbst mit brachialer Gewaltanwendung konnte ich sie nicht mehr aus diesem Eck hochholen.
Damals ohne Kettenschloss, aber wenigstens mit Werkzeug unterwegs. Das hat gedauert, ich war verdreckt und bockig.
Praktische Erfahrungen und Bewertungen
Einfach anzuwenden und bisher keine qualitativen Problem. Auch bei mehrfachem Verwenden. Macht was es soll in zuverlässiger Qualität. Wie erwartet gut. Macht was es soll. Topp! Wie gewohnt von Shimano.
Habe das Kettenschloss zur Sicherheit gekauft, falls auf einer Tour die Kette reisst, habe es noch nicht verwendet, sieht aber gewohnt hochwertig aus.
Kettennieten gibt es für 12-fach seltsamerweise noch nicht. Die Hersteller / Anbieter raten meist davon ab. Ich nutze sie stets nur einmal. Für den Fall der Fälle habe ich immer Quick-Links in der Hütte liegen.
Wenn Du nun die gebrauchte und demgemäß abgenutzte Kette reinigst, gehen jeglicher Schmierstoff und feinster Abrieb raus.
Ja, kannst du mehrmals verwenden, jedenfalls die von KMC. Abnehmen zum Reinigen muss ich die Ketten allerdings nicht. Wenn sie nicht ganz so eingesaut ist (sind meine Ketten nie), wird sie mit einem trockenen alten Lappen sauber gerieben, dann wieder mit einem Lappen mit Öl eingerieben und schließlich, am besten nach einer Runde fahren, wird überschüssiges Öl wieder abgenommen.
Ketten, an denen sich der berüchtigte, schwarze Kniest gebildet hat, weil jemand immer wieder frisches Öl auf die dreckige Kette gegeben hat, machen natürlich mehr Arbeit. Nach dem Abreiben werden sie gründlich eingeölt, eine Spur Öl über jedes Glied, das Öl bleibt dann über Nacht drauf, so dass es den ganzen Kniest und Dreck löst und dann erst wird sie abgerieben. Vorsicht! Ketten haben eine Grundfettung. Im Werk werden sie durch heißes Fett gezogen und dieses Fett möchte man behalten.
Kannst du auf jeden Fall wieder verwenden ! Ich weiß nicht wie oft ich meins schon auf und zu gemacht habe. Bestimmt 20-30 mal. Ist halt wie ein Vorhängeschloss, daß schmeißt man ja auch nicht weg,wenn man es einmal wieder aufgeschlossen hat.
Grundlegende Techniken beim Verschluss einer Fahrradkette
Irgendwie muss die neue Kette an das Fahrrad. Oder aber Du fragst dich, wie Du die alte Kette abmachst? Im Prinzip gibt es zwei grundlegend unterschiedliche Techniken beim Verschluss einer Fahrradkette. Man kann die Kette mit einem Kettennietstift schließen, oder aber man benutzt ein Kettenschloss, um die beiden Enden der Ketten miteinander zu verbinden.
Je nachdem, mit welcher dieser beiden Methoden die Kette geschlossen wurde, muss man beim Öffnen der Kette anders vorgehen. Doch das ist schon eine recht starke Pauschalisierung - denn nahezu jeder Kettenhersteller hat seine eigenen Kettenschlösser, die sich im Verschlusssystem voneinander unterscheiden und somit anders zu schließen und zu öffnen sind.
Manche Kettenschlösser haben den Vorteil, dass man sie auch ohne Werkzeug öffnen und schließen kann, während andere trotzdem noch ein Werkzeug benötigen. So entsteht oft Verwirrung zwischen Radfahren bei Gesprächen und in Internetforen - der eine benötigt zum Öffnen des Kettenschlosses eine Zange, während der andere die Hände dazu nimmt.
Wir klären auf zum klassischen Kettennietstift und zu den verschiedenen Kettenschlössern je nach Hersteller.
Kompatibilität von Kettenschlössern
Fahrradteile sind selten standardisiert, nicht jeder Bremsgriff passt an jeden Lenker. Nicht jeder Lenker an jeden Vorbau. Deshalb unsere Tipps zu Kettenschlössern - darauf musst Du achten:
Kettenschlösser sind mit den Ketten anderer Hersteller kompatibel. Es kommt nur auf die Breite der Kette an - was wiederum auf die Anzahl der Ritzel hinten am Fahrrad ankommt. Jedes Kettenschloss kommt mit einer entsprechenden Angabe.
Der Unterschied zwischen Kettennietstift und Kettenschloss
Doch erst wollen wir nochmal erklären, worum es sich hier eigentlich wirklich handelt und wo der Unterschied zwischen Kettenbolzen und Kettenschloss besteht.
Bei Kettennietstiften handelt es sich um einen Bolzen, mit dem sich die beiden losen Enden der Kette miteinander verbinden lassen. Somit lässt sich dieses Verschlussglied nachher praktisch nicht mehr von den anderen Gliedern unterscheiden.
Ein Kettenschloss jedoch verbindet die beiden Enden der Kette auf eine andere Weise. Im Prinzip erhält man so ein zusätzliches Glied, das die beiden Enden der Kette verbindet. Anders als beim Kettennietstift lässt sich das Verschlussglied also von den anderen Gliedern unterscheiden.
Das ist auch ganz sinnvoll - denn die Kette lässt sich hier auch wieder öffnen. Kettenschlösser werden oft auch als „Masterlinks“ bezeichnet, doch die Hersteller verwenden oft ihre eigenen Bezeichnungen, wie „Missing Link“ oder „Snap On“.
Viele Radfahrer sind negativ eingestellt gegenüber „dem Kettenschloss“. Doch wie anfangs erklärt ist das eine Pauschalisierung - jeder Kettenhersteller hat ein individuelles Kettenverschluss-System.
Manche Kettenschlösser sind schwieriger zu verwenden als andere. Wenn man pauschal bleiben möchte, lässt sich sagen, dass die Befestigung eines Kettenschlosses sehr viel leichter vonstatten geht als das Schließen mithilfe eines Nietstifts.
Das Öffnen eines Kettenschlosses benötigt jedoch manchmal etwas Fummelei, während das konventionelle Öffnen der Kette mit Kettennieter relativ leicht funktioniert, wenn man sich schon mit der Anwendung des Kettennieters befasst hat.
Wie schließt man eine Kette mit Kettennietstift?
Um eine Kette mit dem Nietstift zu schließen, benötigt man - wie auch zum Öffnen einer Kette ohne Kettenschloss - einen Kettennieter. Der Kettennietstift besteht aus zwei Teilen, die an einer Sollbruchstelle später auseinander gebrochen werden. Der eine Teil weist ein runderes oder spitzes Ende auf - dieses wird danach abgebrochen.
Doch zunächst schiebt man die Laschen des einen Endes der Kette über die Innenrolle des anderen Endes der Kette. Hier hindurch schiebt man das Teil des Nietstifts, welches ein runderes oder spitzes Ende hat.
Dann legt man die - so zunächst hilfsmäßig geschlossene Kette - an die Ansatzstelle des Kettennieters und presst dann das hervorstehende, flache Ende des Bolzen mit dem Kettennieter in die Kette hinein. Nun sollte das andere, runde Ende des Bolzen hervorstehen. Dieses bricht man mithilfe einer Zange oder eines ähnlichen Werkzeugs an der Sollbruchstelle ab.
Das Verschlussglied sollte sich im Aussehen und im Spiel am Ende nicht mehr groß von den anderen Kettengliedern unterscheiden lassen. Hier ist man eigentlich fertig - doch manche Kettennieter verfügen noch über eine zusätzliche Einstellung.
Anstelle dass der Bolzen der Kette auf der einen Seite durch ein Loch herausgepresst wird, wird der Bolzen bei dieser Einstellung gegen eine Fläche gedrückt, die gekreuzt ist. Dies dient dazu, um den Kettennietstift zu beiden Seiten noch zu spreizen und auszuweiten - dadurch sitzt er noch etwas sicherer in der Kette und kann nicht herausrutschen.
Das heißt, man legt das Verschlussglied in diese Einstellung und presst den Nietstift des Kettennieters nochmal gegen den Verschlussbolzen. Dadurch verformt sich der Bolzen und man sieht danach, dass das eine Ende gekreuzt ist. Somit werden die Enden ein wenig gespreizt.
Wie öffnet man eine genietete Kette?
Um eine so genietete Kette wieder zu öffnen, legt man einfach die Kette an den Kettennieter. Ähnlich wie beim Schließen bzw. Spreizen presst man mit dem Nietstift des Kettennieters gegen den Kettenbolzen, sodass er aus der anderen Seite hinausgeschoben wird. Dies tut man solange, bis sich die Kette öffnen lässt.
Sollte man die Kette später wiederverwenden wollen, kann man diesen hinausgepressten Stift wiederverwenden, um die Kette wieder zu schließen!
Kettenschloss Kompatibilität
Im Regelfall wird eine Kette entweder mit einem passenden Kettennietstift oder Kettenschloss geliefert, um die Kette am Fahrrad zu montieren. Doch im Prinzip sind Ketten auch mit den Kettennietstiften und Kettenschlössern anderer Hersteller kompatibel.
Es kommt darauf an, dass die Größe passt! Kettenschlösser geben normalerweise eine Angabe darüber, ob sie z.B. für 7fach oder 8fach Ketten geeignet sind. Dabei handelt es sich - wie bei der Größe der Kette - um die Anzahl der Ritzel hinten am Rad.
Befestigt man ein unpassendes Kettenschloss an der Kette, kann es vorkommen, dass die Kette unter Belastung oder bei bestimmten Gängen von den Ritzeln abspringt.
Connex Kettenschlösser
Der Kettenhersteller Connex hat vorteilhafterweise eine starke Online-Präsenz mit Online-Shop und PDF-Anleitungen für ihre neueren Kettenschloss-Designs.
Die Montage und Demontage des Connex Link Kettenschlosses wird ohne Werkzeug bewältigt. Den Connex Link gibt es momentan in vier verschiedenen Größen: für 8-fach, 9-fach, 10-fach und 11-fach Ketten. Und das in zwei verschiedenen Farben: Silber oder Gold.
Die Montage und Demontage des Connex Snap On Kettenschlosses wird ohne Werkzeug bewältigt. Der Connex Snap On eignet sich nur für 7-fach Ketten. Es gibt ihn in Stahl, Nickel und mit Anti-Rost-Beschichtung, welche vor allem der Seeluft standhalten soll.
Die Montage des Connex Federverschlusses funktioniert ohne Werkzeug. Für die Demontage benötigt man eventuell noch einen Schraubenzieher, um den Verschlussbolzen hinauszuschieben. Kompatibel zu 1-fach-System wie Singlespeed und Nabenschaltungsketten.
Das Connex Kröpfglied ist eigentlich kein Kettenschloss an sich - es handelt sich hier um ein spezielles Anbauteil. Und zwar ist das Kröpfglied ein halbes Kettenglied für ein Singlespeed/Nabenschaltung-Fahrrad, um dadurch die perfekte Kettenlänge und somit die perfekte Kettenspannung zu erreichen. Man benötigt zusätzlich noch einen Kettennieter und einen Kettennietstift, um das Kröpfglied zu verbauen.
Connex Kettenschloss Übersicht
| Name | Connex Link | Connex Snap On | Connex Federverschluss |
|---|---|---|---|
| Hersteller | Connex | Connex | Connex |
| Preis | 4,50€ - 19,90€ | 1,10€ - 1,20€ | 1,10€ - 2,90€ |
| Größe | 8-fach, 9-fach, 10-fach, 11-fach | 7-fach | 1-fach; auch für BMX und Moped |
| Ausführungen/Farben | Stahl / Gold | Stahl / Nickel / Anti-Rost-Beschichtung | Stahl / Nickel / Anti-Rost-Beschichtung |
| Werkzeugfreie Montage? | Ja | Ja | Ja |
KMC Kettenschlösser
Der Kettenhersteller KMC hat zwar auch eine recht starke Online-Präsenz mit Montage-Anleitungen, doch nur ein Bruchteil ihres Kettenschloss-Sortiments lässt sich direkt bei ihnen bestellen.
Bei den KMC-Kettenschlössern hat man nämlich eine riesengroße Auswahl - je nach Fahrradtyp, Größe und Extras wie Farbe und Reusable / Non-Reusable. Dabei geht es darum, ob man das Kettenschloss bloß als Einweg-Kettenschloss verwenden möchte oder ob man es eventuell nach der Demontage wiederverwenden möchte.
Es kann jedoch schwierig sein, den gewünschten KMC-Kettenverschluss online zu finden - im Zweifelsfall raten wir dazu, den örtlichen Fahrradfachhandel zu kontaktieren.
Der KMC Missing Link ist wohl der beliebteste und universellste Kettenverschluss, den KMC anbietet. Dieses Kettenschloss gibt es in nahezu allen erdenklichen Größen und Ausführungen - egal ob Mountainbike oder Stadtrad, ob 1-fach oder 11-fach-Kette. Der Missing Link unterscheidet sich in Reusable und Non-Reusable - also wiederverwendbar und einweg. Die Montage und Demontage ist bei diesen beiden Variationen unterschiedlich!
Der Reusable Missing Link lässt sich ohne Werkzeug verbauen. Der Non-Reusable Missing Link benötigt zusätzlich eine spezielle Zange. Den Missing Link gibt es in silber, schwarz und gold.
Der KMC Snap On ist wesentlich weniger verbreitet als der Missing Link. Den KMC Snap On gibt es nämlich nur für 1-fach-Systeme, also Nabenschaltungen oder Singlespeeds/Fixies. Zu unterscheiden sind die Snap On-Kettenschlösser jedoch in solche für schmale und solche für breite Nabenschaltungen. Die schmalen Snap On-Kettenschlösser haben eine Bolzenlänge von 7,3mm, die breiten eine Bolzenlänge von 8,6mm. Die Montage und Demontage erfolgt ohne Werkzeug.
Der KMC Spring Clip - auch als KMC Uni-Connector und KMC Inox SC bekannt - ist eine weitere Besonderheit. Dieses Kettenschloss von KMC eignet sich nur für 1-fach-Systeme und hat eine Bolzenlänge von 10,4mm - hier geht es also um eine besonders breite Kette, wie man sie manchmal bei BMX, Fixies oder Bahnrädern vorfindet. Für die Montage benötigt man eine übliche Flachzange.
Bei dem KMC Half Link handelt es sich - dem Connex Kröpfglied ähnlich - um ein halbes Kettenglied für Singlespeed/Nabenschaltung-Fahrräder. Damit lässt sich die perfekte Kettenlänge einstellen. Zur Montage benötigt man Kettennieter und Kettennietstift.
KMC Kettenschloss Übersicht
| Name | KMC MissingLink Reusable | KMC MissingLink Non-Reusable | KMC Snap On | KMC Spring Clip |
|---|---|---|---|---|
| Hersteller | KMC | KMC | KMC | KMC |
| Preis | ab 0,50€ | ab 0,50€ | ab 1,50€ | ab 0,95€ |
| Größe | alle! | alle! | 1-fach schmal / 1-fach breit | 1-fach extra-breit 10,4mm Bolzenlänge |
| Ausführungen/Farben | Schwarz / Silber / Gold | Schwarz / Silber / Gold | Silber | Silber |
| Werkzeugfreie Montage? | Ja | Nein | Ja | Nein |
Shimano Kettenschlösser
Shimano-Ketten schließt man klassischerweise mit dem Kettennietstift. Doch neuerdings hat nun auch Shimano ein eigenes Kettenschloss auf den Markt gebracht: den Shimano Quick-Link. Diesen gibt es in zwei unterschiedlichen Ausführungen: den SM-CN900 für 11-fach Ketten und den SM-UG51 für 6-fach, 7-fach und 8-fach Ketten.
Die Anleitungen zur Montage des Quick Links sieht auf den ersten Blick sehr technisch aus mit vielen Hinweisen zur fachgerechten Nutzung - doch im Prinzip geht die Montage nicht viel schwieriger vonstatten als bei anderen Kettenverschlüssen. Man benötigt kein Werkzeug.
SRAM Kettenschlösser
Der SRAM PowerLock ist das Kettenschloss-Design von SRAM. Er ist dem SRAM PowerLink im Aussehen sehr ähnlich. Den SRAM PowerLock gibt es für 10-fach, 11-fach und 12-fach Ketten. Die Montage erfolgt ohne Werkzeug. Für die Demontage jedoch benötigt man eine spezielle Kettenschloss-Zange. Der PowerLock ist nämlich nicht dazu gedacht, wieder verwendet zu werden.
Der SRAM PowerLink sieht dem PowerLock eigentlich nahezu identisch aus. Doch der PowerLink lässt sich erheblich leichter öffnen als der PowerLock und während der PowerLock für 10-fach, 11-fach und 12-fach Ketten ist, sind die PowerLink-Kettenschlösser für 6-fach, 7-fach, 8-fach und 9-fach Ketten. Der PowerLink ist wiederverwendbar.
FAQ zum Kettenschloss
Ein Kettenschloss lässt sich nur an einer offenen Fahrradkette einbauen. Denn das Kettenschloss ist ein zusätzliches Kettenglied, das die beiden offenen Enden der Fahrradkette verbindet.
Kettenschlösser verschiedener Hersteller unterscheiden sich - doch im Prinzip haben sie immer zwei Bolzen, mit denen man das Kettenschloss an den beiden offenen Kettengliedern verbindet. Das Schließen eines Kettenschlosses funktioniert meistens ohne Werkzeug.
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