Shimano Revoshift Bedienungsanleitung: Perfekte Einstellung für reibungsloses Schalten

Rasselnde Ketten und springende Gänge müssen nicht sein! Eine korrekt eingestellte Shimano-Schaltung sorgt für ein angenehmes Fahrerlebnis. Ob Mountainbike oder Cityrad, die präzise Justierung von Umwerfer und Nabenschaltung ist entscheidend für optimale Performance.

Umwerfer einstellen in 6 Schritten

Die Kette klettert nur dann schnell und reibungslos von einem Kettenblatt aufs nächste, wenn der Umwerfer präzise eingestellt ist. Zur perfekten Einstellung sind nur wenige Schritte nötig:

Schritt 1: Leitblech kontrollieren

Bevor Sie den Umwerfer einstellen, sollten Sie überprüfen, ob das äußere Leitblech des Umwerfers parallel zum großen Kettenblatt steht.

Gute Voraussetzung: das äußere Leitblech des Umwerfers steht parallel zum großen Kettenblatt.

Schritt 2: Abstand Leitblech zum Kettenblatt messen

Der Abstand zwischen der Unterkante des äußeren Leitblechs und den Zähnen des großen Kettenblatts sollte 1-3 Millimeter betragen.

In dem abgebildeten Fall ist der Abstand vom Leitblech zu den Zähnen zu groß.

Schritt 3: Modus-Wandler anpassen

An der Unterseite aktueller Shimano-Schalthebel befindet sich der sogenannte Modus-Wandler. Je nach Art der Kurbel sollte er auf 2- oder 3-fach eingestellt sein.

Die Wandler-Schraube für Zweifach- oder Dreifach-Schaltungen sitzt an der Unterseite der Schalthebel.

Schritt 4: Einstellen der unteren Begrenzung

Schalten Sie zur Einstellung der unteren Begrenzung aufs kleine Kettenblatt und größtes Ritzel. Dann stellen Sie mit der L-Schraube das innere Leitblech so ein, dass es die Kette gerade nicht berührt.

Zum Einstellen der unteren Begrenzung muss die L-Schraube am Umwerfer soweit gedreht werden, dass die Kette das innere Leitblech gerade nicht berührt.

Schritt 5: Einstellen der oberen Begrenzung

Schalten Sie aufs große Kettenblatt und kleinstes Ritzel. Justieren Sie nun mit der H-Schraube die äußere Begrenzung des Umwerfers. Die Kette soll einen minimalen Abstand zum äußeren Leitblech aufweisen.

Mit der H-Schraube den Abstand der Kette zum äußeren Leitblech einstellen.

Schritt 6: Zugspannung einstellen

Als letztes stellen Sie die Zugspannung an der entsprechenden Schraube am Schalthebel ein. Drehen Sie hierfür die Zugspannungsschraube so weit, dass die Kette das Außenleitblech gerade nicht berührt.

Im letzten Schritt wird an der Schraube am Schalthebel die Zugspannung justiert.

Umwerfer-Standards von Shimano

Einfach schnell einen neuen Umwerfer kaufen, ist schon lange nicht mehr drin. Allein bei Shimanos Dauerbrenner XT gibt es 18 verschiedene Varianten. Darauf müssen Sie achten:

  • Top Swing/Low Clamp: Diese Variante wird kurz oberhalb des Innenlagers geklemmt und verlangt ebenfalls ein klassisch rundes Sitzrohr. Den Durchmesser gleichen bei Shimano Spacer aus.
  • Down Swing/High Clamp: Diese Version ist für die Montage an runden Sitzrohren geeignet. Bei Shimano werden verschiedene Rohrdurchmesser durch die beiliegenden Spacer ausgeglichen.
  • E-Type: Der E-Type-Umwerfer wird über eine Montage-Platte auf das Innenlager geschraubt. Dafür fällt ein Distanzring auf der Montage-Seite weg. Vor allem bei ungewöhnlichen Rahmenformen, aber nur bei BSA Lagern geeignet.
  • Direct Mount Low/Top Swing: Dieser Shimano-Umwerfer wird ohne Schelle direkt am Rahmen montiert. Die Umwerfer sind an verschiedene Kettenblattabstufungen (36, 38, 39, 42 Zähne) angepasst.
  • Direct Mount High/Down Swing: Diese Umwerfer-Variante wird ohne Schelle am Rahmen montiert, jedoch schwenkt der Schaltkäfig nach unten. Die Klemmung verfügt über einen kleinen Verstellbereich. Achten Sie aber beim Kauf auf die Kapazität beim großen Zahnkranz.

Shimano Nabenschaltung einstellen

Wenn die Kette nur widerwillig von einem Ritzel zum nächsten hüpft oder ständiges Kettenrasseln Ihre Fahrt begleitet, wird es Zeit, die Shimano Schaltung an ihrem Mountainbike korrekt einzustellen. Wer kennt es nicht: Vor einem liegt ein satter Gegenanstieg, man rotiert den Drehgriff zwei oder drei Raster zurück, freut sich schon auf die passende Übersetzung, doch außer einem ungesund klingenden Rattern passiert nicht viel. Der richtige Gang will einfach nicht reinspringen und man selbst verzweifelt an der Steigung. Falls deine Shimano Nabenschaltung momentan solche Symptome zeigt und etwas störrisch ist, kannst du hier nachlesen, wie man die Schaltung wieder korrekt einstellt.

Wann muss eine Shimano Nabenschaltung eingestellt werden?

Es ist in der Regel recht deutlich bemerkbar, dass eine Nabenschaltung neu eingestellt werden muss. Meistens lässt sich der gewünschte Gang nicht bzw. nur mit sehr viel Kraft einlegen oder du musst den Drehgriff weiter drehen, als es die aufgedruckte Anzeige vorgeben würde. Auch ungewollte Schaltvorgänge gehören zu den gängigen Problemen.

Es muss jedoch nicht immer an der Einstellung der Schaltung liegen. Vor allem bei Schwergängigkeit kann es auch manchmal an einer alten, verdreckten oder beschädigten Zughülle liegen. Dadurch kann der Schaltzug nicht mehr ordentlich im Inneren gleiten, was bei jedem Schaltvorgang viel Kraft erfordert. Es lohnt sich also, hier nachzusehen. Solltest du keinen Mangel feststellen können, lese dir einfach im nächsten Abschnitt durch, wie deine Schaltung einzustellen ist.

Wie wird eine Shimano Nabenschaltung eingestellt?

Die Einstellung einer Shimano Nabenschaltung ist für alle Modelle recht ähnlich, im Detail gibt es aber Unterschiede. Die passenden Handgriffe für jede Nabe haben wir dir nachfolgend Schritt für Schritt aufgeschrieben.

  1. Den richtigen Gang einlegen: Um eine Shimano Nabenschaltung richtig einzustellen, musst du immer den passenden Referenzgang am Drehschaltgriff einlegen.
  2. Gelbe Markierung überprüfen: Bei einer Shimano Nexus 3-Gang Nabe findet man die Markierung an der silbernen Nabenschaltbox direkt am Ausfallende. Hier sollte der gelbe Streifen mittig zwischen den beiden weißen Begrenzungslinien liegen. Bei Nexus 7-/8-Gang und Alfine Modellen sind die Markierungen hingegen direkt am Nabenkörper angebracht. Um den gelben Streifen einsehen zu können, muss lediglich der Kettenschutz etwas verschoben werden. Jetzt sollte der kleine Streifen mit der zweiten gelben Markierung eine Linie bilden.
  3. Spannung des Schaltzugs einstellen: Je nach Modell wird die Spannung des Schaltzugs am Schalthebel oder an der Nabe eingestellt. Bei der Nexus 3-Gang Nabe ist letzteres der Fall, weshalb du entweder mit der Hand oder mit einem 10er Maulschlüssel die Mutter an der Nabenschaltungsbox lösen musst. Nun kannst du an der Stellschraube drehen, bis die gelbe Markierung mittig zwischen den weißen Begrenzungsstreifen steht. Dann ziehst du die Befestigungsmutter wieder an, damit sich die Stellschraube nicht verstellen kann. Bei den übrigen Shimano Modellen kannst du die Zugspannung direkt werkzeuglos an der Stellschraube am Schaltgriff einstellen. Auch hier drehst du so lange nach links oder rechts, bis die gelbe Markierung passt.
  4. Einstellung testen: Wenn sich die gelben Markierungen wieder an Ort und Stelle befinden, solltest du die Schaltperformance testen. Das geht denkbar einfach: Schalte langsam durch alle Gänge, ohne den Drehgriff über die jeweilige Anzeige zu drehen. Lassen sich alle Gänge präzise, knackig und ohne großen Kraftaufwand einlegen, scheinst du alles richtig gemacht zu haben.

Referenzgänge für Shimano Nabenschaltungen

Um die Shimano Nabenschaltung richtig einzustellen, ist es wichtig, den korrekten Referenzgang zu kennen. Hier ist eine Übersicht für verschiedene Modelle:

Nabenmodell Referenzgang
Alfine 11-Gang Nabe Sechster Gang
Alfine 8-Gang Nabe Vierter Gang
Nexus 7-Gang Nabe -
Nexus 8-Gang Nabe -
Nexus 3-Gang Nabe Zweiter Gang

Die richtige Einstellung des Schaltwerks wird durch drei Schrauben gewährleistet. Am Schaltwerk selbst, können drei Dinge eingestellt werden, oberer Anschlag, unterer Anschlag und die Umschlingung. Über die Anschläge stellen Sie die Maximalauslenkung der Schaltung ein.

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