Shimano RSX Schaltzug Wechseln: Eine Detaillierte Anleitung

Damit die Gangschaltung am Fahrrad reibungslos funktioniert und sich alle Gänge sauber schalten lassen, muss neben Schaltwerk, Schalthebel und Umwerfer auch der Schaltzug inklusive seiner Außenhülle intakt sein. Hakt die Gangschaltung, ist gegebenenfalls der Schaltzug verschlissen und/oder mit der Außenhülle verklebt. In diesem Fall ist es Zeit, den Schaltzug am Fahrrad zu wechseln.

Wann sollte man den Schaltzug wechseln?

  • Wenn die Gangschaltung hakt oder schwergängig ist.
  • Wenn die Gänge nicht sauber geschaltet werden können.
  • Wenn der Schaltzug sichtbar beschädigt oder korrodiert ist.
  • Bei einer verklebten oder verschlissenen Außenhülle.

Allgemeine Hinweise zur Schaltungswartung

Eine nicht funktionierende Schaltung macht ein Fahrrad unfreiwillig zum Singlespeed. Wenn die Schaltung mal wieder hakt und ihr Gänge nicht hoch oder runter schalten könnt, liegt das bei einer indexierten Schaltung nicht selten an einem verdreckten bzw. verklebten Innenleben des Schalthebels durch altes Fett. Wenn ihr Glück habt, könnt ihr das Problem beheben, ohne, dass ihr den Schalthebel zerlegen müsst.

Viele Hebel haben kleine Wartungsöffnungen (kleines Loch). Nehmt euch einfach einen Entfetter oder WD-40 und sprüht dies in die Öffnung und am besten auch in jede andere Ritze, die ihr am Hebel finden könnt. Danach betätigt ihr die Schaltung ganz oft nach oben und nach unten. Wenn das Fett im Schalthebel schon sehr alt ist, werdet ihr dieses kaum von außen lösen können. Dann könnt ihr den Schalthebel nur noch zerlegen und reinigen. Meistens reicht es dabei aber schon, wenn ihr die größeren Abdeckungen entfernt.

Grundlagen der Kettenschaltung

Die meisten modernen Fahrräder verwenden Kettenschaltungen. Der Umwerfer vorne besteht aus einem Stahlkäfig, der seitlich bewegt werden kann. Umwerfer und Schaltwerk bewegen die Kette seitlich, so dass sie nicht gerade, sondern in einem Winkel auf die Ritzel trifft. Wird der Winkel spitz genug, greifen die Zähne der Ritzel nicht mehr in die Kettenglieder.

Wenn eine Kette von einem kleineren auf ein größeres Ritzel geschaltet wird, ist es ein wenig anders. Neuere Ritzel haben normalerweise speziell geformte Zähne und kleine Rampen auf den Seiten, die diesen Vorgang ruhiger ablaufen lassen. Dies ist der Hauptgrund dafür, dass moderne Schaltsysteme besser funktionieren als ältere.

Schaltwerk richtig einstellen

Bevor man versucht, ein Schaltwerk einzustellen, sollte man sicherstellen, dass es nicht verbogen ist. Wenn ein Schaltwerk verbogen wird, biegt es sich nach innen, in Richtung der Speichen. Ein manchen Fällen landet es zwischen den Speichen des Hinterrads, während das Rad sich dreht. Es ist immer sehr schlecht, wenn so etwas passiert. Wenn man Glück hat, bricht das Schaltwerk ab. Wenn man weniger Glück hat, nimmt es dabei einige Speichen mit und runiert leicht das Hinterrad.

Wenn man wirklich Pech hat, biegt der Zug der Speichen das Schaltwerk so kräftig nach hinten, dass das Ausfallende (der Teil des Rahmens, in dem die Hinterradachse und das Schaltwerk montiert sind) sehr stark verbogen oder gar zerbrochen wird. Wenn das Schaltwerk gestossen wird, ist es oft nicht das Schaltwerk selbst, das sich verbiegt, sondern eher das Schaltauge, der Teil am Ausfallende, an dem das Schaltwerk befestigt ist.

Dies ist so, weil der Teil des Schaltwerks, der normalerweise die Stöße abbekommt, der stärkste Teil ist, das Parallelogramm, das den Schaltkäfig vor und zurück bewegt. Wenn ein Schaltauge verbogen ist, ist es normalerweise notwendig, das Schaltwerk zu demontieren, um das Schaltauge wieder gerade auszurichten.

Fahrradwerkstätten verfügen dafür über ein spezielles Werkzeug, ein Metallstab mit einer verschiebbaren Lehre, die in das Schaltauge an Stelle des Schaltwerks geschraubt wird. Dieses Werkzeug bietet einen grossen Hebel, mit dem das Schaltauge zurechtgebogen werden kann und ermöglicht mit der Lehre die genaue Überprüfung, ob es parallel zum Hinterrad steht.

Die Begrenzungsschrauben

Die Begrenzungsschrauben sind zwei Schrauben, mit denen festgelegt wird, wie weit das Schaltwerk sich nach rechts und links bewegen kann. Diese Schrauben befinden sich normalerweise auf der Rückseite des Parallelogramms, manchmal auf der, vom Fahrrad aus gesehen, Seite nach rechts. Die Begrenzungsschrauben sind nicht dafür gedacht, das Schaltwerk zu bewegen. Sie begrenzen die Bewegung durch den Schalthebel. Das lockern einer Schraube ermöglicht dem Schaltwerk eine größere Bewegung des Schaltwerks durch den Schalthebel in eine bestimmte Richtung.

Normalerweise werden die Begrenzungen eingestellt, wenn ein neues Schaltwerk montiert wird und sollten später keine weitere Einstellung benötigen. Wenn hier eine Korrektur nötig wird, nachdem das Fahrrad bereits einwandfrei funktioniert hat, ist dies normalerweise ein Zeichen dafür, dass das Schaltwerk verbogen ist. Bei neueren Schaltwerken sind die Begrenzungsschrauben beschriftet: „H“ (high) und „L“ (low). Bei manchen älteren Modellen gibt es keine Beschriftung, da die Enden der Schrauben im Inneren sichtbar sind.

Wenn man das Schaltwerk auf einen grossen Gang wechselt, sollte man sich merken, welche der beiden Schrauben an ein innenliegendes Teil des Schaltwerks anstößt. Dabei handelt es sich nicht um besonders heikle Einstellungen. Haben Sie keine Scheu, es jeweils mit einer halben und ganzen Umdrehung zu probieren. Die einzige Position, wo Gefahr droht, ist die Begrenzung des kleinsten Gangs am Schaltwerk, die dazu führen kann, dass das Schaltwerk in die Speichen gerät, wenn sie zu locker eingestellt ist.

  • Die untere Begrenzung (normalerweise mit dem Buchstaben „L“ gekennzeichnet) verhindert, dass das Schaltwerk die Kette über das größte Ritzel hinaus in die Speichen drückt.
  • Die obere Begrenzung (normalerweise mit dem Buchstaben „H“ gekennzeichnet) verhindert, dass das Schaltwerk die Kette über das kleinste Ritzel hinaus zwischen Ritzel und Ausfallende drückt.

Die Indexeinstellung

Die Indexeinstellung ist die am häufigsten benötigte Einstellung für Schaltwerke. Die einzelnen Raststufen („Klicks“), die die Indexierung bewirken, werden durch die Schalthebel vorgegeben. Die Indexeinstellung ist eine Justierhülse, die sich an einem Ende der Zughülle befindet. Viele Schaltungen weisen mehr als eine Einstellmöglichkeit auf. Alle Schaltwerke für Index-Schaltungen haben eine Justierhülse am Anschlag für die Zughülle.

Viele Fahrräder haben zusätzlich eine weitere Einstellmöglichkeit, so dass die Schaltung während der Fahrt nachgestellt werden kann. Bei MTB-Schalthebeln findet diese Einstellung direkt am Schalthebel statt, dort, wo die Zughülle auf den Schalthebel trifft. Bevor man versucht, die Indexierung einzustellen, sollte man in den höchsten Gang (das kleinste Ritzel) schalten. Bewegen Sie den Hebel zum ersten Klick nach der lockersten Position und drehen Sie dann die Pedale vorwärts. Die Kette sollte auf das zweite Ritzel wechseln.

Einstellung des Winkels

Die meisten besseren Schaltwerke verfügen über eine Schraube zur Einstellung des Winkels (Shimano bezeichnet diese Schraube als „B-Tension“). Diese Schraube verändert die Spannung der oberen Feder des Parallelogramms und dadurch die Höhe der Führungsrolle. Der Winkel muss passend zur Größe des größten Ritzels eingestellt werden. Wenn ein Paket mit größeren oder kleineren Ritzeln eingesetzt wird, muss diese Einstellung angepasst werden.

Kettenlänge prüfen und anpassen

Wenn die Kette oder die Ritzel ausgetauscht werden, sollte die Kettenlänge überprüft werden. Neue Ketten werden normalerweise länger als nötig hergestellt, damit sie für die meisten Fahrräder passen. Neue Ketten müssen daher fast immer gekürzt werden, bevor sie auf einem Fahrrad montiert werden. Wenn die Kette zu kurz ist, besteht das Risiko einer Blockade und einer möglichen Zerstörung des Schaltwerks, wenn man unbeabsichtigt auf die gross-gross-Kombination schaltet. Wenn die Kette zu lang ist, wird sie in den klein-klein-Kombinationen durchhängen.

Kettenverschleiß erkennen

Ketten nutzen sich ab, üblicherweise nach einigen tausend Kilometern. Durch die Abnutzung längen sie sich leicht. Sie sollten regelmässig auf diese Zeichen der Abnutzung überprüft werden.

Umwerfer einstellen

Die Einstellung des Umwerfers ist keine exakte Wissenschaft. Wenn man Kraft auf die Pedale ausübt, wird die Kraft durch den oberen Teil der Kette auf die Ritzel übertragen. Der untere Teil der Kette ist nur der Rückweg und die einzige Spannung, die auf diesen Teil ausgeübt wird, ist die Federkraft des Schaltwerks. Da der Umwerfer Schaltvorgänge durch den oberen, kraftübertragenden Teil der Kette ausführt, hat er eine schwierigere Aufgabe zu erfüllen.

Position des Umwerfers

Bei einem Fahrrad mit kleinem Hinterrad, hohem Tretlager oder steilem Sattelrohr, verläuft die Kette stärker nach unten in Richtung des Hinterrads und der Umwerfer muß weiter nach hinten sitzen. Die Bedienungsanleitungen für viele Umwerfer geben einen Bereich von Winkeln an. Der Umwerfer mancher Fahrräder ist an einer speziellen, geschlitzten Halterung angebracht, die am Rahmen angenietet, angelötet oder aufgeschweißt ist. Die Halterung begrenzt den Bereich für die verwendbare Kettenblattgröße, aber sie sind ideal für das jeweilige Fahrrad.

Die kritischste Einstellung des Umwerfers ist die Befestigung am Rahmen. Diese Position muss richtig sein, bevor man die Begrenzungen anpasst. Der Winkel des Umwerfers kann geprüft werden, indem man von oben darauf blickt. Moderne Umwerfer haben aufwendiger geformte Schaltkäfige, so dass es nicht immer ganz einfach ist zu beurteilen, ob die richtige Einstellung gefunden wurde.

Höhe des Umwerfers

Die Höhe des Umwerfers ist ein entscheidender Faktor dafür, wie gut er schaltet. Die Hersteller empfehlen in der Regel einen Abstand von 2 mm zwischen dem unteren Rand des Schaltkäfigs und dem äusseren Rand des größten Kettenblatts. Dies ist etwas zu sehr vereinfacht. Die beste Funktion ergibt sich aus der niedrigsten Position, die möglich ist ohne dass der Schaltkäfig die Zähne des größten Kettenblatts berührt.

Begrenzungsschrauben des Umwerfers

Die untere Begrenzung verhindert, dass der Umwerfer die Kette über das kleinste Kettenblatt drückt und sie auf das Innenlagergehäuse schiebt. Wenn die Begrenzung zu locker eingestellt ist, wird die Kette abspringen, wenn man versucht, auf das kleinste Kettenblatt zu schalten. Die grundlegende Einstellung der unteren Begrenzung ist die, bei der die Kette die innere Seite des Schaltkäfigs gerade nicht mehr berührt, wenn der kleinste Gang (vorne kleinstes Kettenblatt, hinten größtes Ritzel) eingelegt ist.

Die Einstellung der oberen Begrenzung ist in der gleichen Weise vorzunehmen. Sie sollte so angepasst werden, dass die Kette die Außenseite des Schaltkäfigs gerade nicht mehr berührt, wenn der größte Gang (grosses Kettenblatt vorne, kleinstes Ritzel hinten) eingelegt ist.

Spezifische Anleitung zum Wechseln des Schaltzugs am Shimano RSX-Schalthebel

Im Prinzip geht es immer genauso. Du löst ihn hinten und schiebst ihn vorn raus. Wie genau es bei diesen RSX-Hebeln geht, weiß ich nicht mehr, obwohl es erst ein halbes Jahr her ist, dass ich die hatte. Schwierigkeiten haben sie mir keine gemacht. Vielleicht muss noch eine Kappe entfernen oder so.

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