Funktionsweise von Shimano Schalthebeln: Eine Erklärung

Die Schaltgruppe hat maßgeblichen Einfluss auf die Performance eines Rennrads. Dabei hat man die Wahl zwischen Rennrad-Gruppen von Shimano, Sram oder Campagnolo. Bevor man sich näher mit Rennrad-Gruppen befasst, sollte erst einmal definiert sein, worum es sich dabei überhaupt genau handelt.

Insgesamt gehört also alles, was das Fahrrad sich nach vorne bewegen lässt und es wieder zum Stehen bringt, zur Rennrad-Gruppe. Somit ist sie maßgeblich für die effiziente Fortbewegung und die Sicherheit verantwortlich. Aufgrund dessen erfährt sie an den stark performance-orientierten Rädern beim Radsport sowie beim Triathlon eine besondere Bedeutung.

Bestandteile und Funktion einer Rennrad-Schaltung

Wie bereits angedeutet, kommt es bei einer Rennrad-Schaltung stark auf die Details an. An Rennrädern findet man üblicherweise vorne zwei Kettenblätter und hinten neun bis zwölf Ritzel. Aber hier gibt es zwischen den verschiedenen Modellen Unterschiede.

Von elementarer Bedeutung für die Funktion der Rennrad-Schaltung ist natürlich der Schalthebel. Dieser befindet sich vorne an der gebogenen Seite des Lenkers. In der Vergangenheit war der Markt bei den Rennrad-Schaltungen recht einfach zu überblicken. Man kam an der mechanischen Schaltung genauso wenig wie an der mechanischen Felgenbremse vorbei. Doch der Markt hat sich gewandelt, so dass einem gleich eine Reihe von Optionen erwartet.

Mechanische Schalthebel und ihre Funktionsweise

Die mechanischen Schalthebel funktionieren über Zugspannung. Bei einer mechanischen Schaltung überträgt der Schaltzug Deinen Impuls an das Schaltwerk oder den Umwerfer. Beachte: Schaltzüge verschleißen und müssen für eine optimale Performance ab und an ausgetauscht werden.

Der Bowdenzug (benannt nach seinem Erfinder, Ernest Monnington Bowden) ist ein Stahlseil, das den Schaltimpuls vom Schalthebel mechanisch an das Schaltwerk oder den Umwerfer überträgt. Ein Bowdenzug besteht aus vielen dünnen, miteinander verdrillten Stahlseiladern.

Der Schaltzug wird freigegeben, indem der Schalthebel um eine Rasterung nach innen gedrückt wird. Dadurch kommt die Kette auf das nächstkleinere Ritzel bzw. der Schaltzug wird gespannt, indem man den Hebel weiter als über die erste Rasterung betätigt. Dadurch bewegt sich die Kette auf das große Kettenblatt bzw.

Elektronische Schalthebel und ihre Funktionsweise

Elektronische Schalthebel arbeiten nahezu widerstandsfrei, sind besonders präzise und brauchen kaum Wartung. Am Rennrad sind sie heute Standard; es gibt Versionen für elektronische Schaltungen und Seilzugschaltungen sowie hydraulische Bremsen und Seilzugbremsen. Am Mountainbike ist man von der Integration wieder abgekommen, da sich so Bauteile unterschiedlicher Hersteller besser kombinieren lassen. Statt durch einen Bowdenzug wird der Schaltimpuls per Kabel oder Funk übertragen.

Bei elektronischen Schaltungen sorgen dagegen elektronische Impulse dafür, dass das Schaltwerk und der Umwerfer betätigt werden. Das Schaltsignal wird dabei über Kabel bzw. Bei der elektronischen Schaltung handelt es sich zweifelsohne um die modernste Variante.

Ein etwaiges Nachjustieren entfällt. Das Schaltsystem lässt sich einfach und problemlos montieren. Dieses Schaltsystem ist leichter als ein mechanisches.

Vor- und Nachteile mechanischer und elektronischer Schaltungen

Hier geht es schon fast um eine Grundsatzfrage, zumindest aber um eine Geschmacksfrage.

  • Mechanische Schaltungen:
    • Weniger anfällig für Schäden.
    • Guten Service und leicht Ersatzteile.
    • Deutlich günstiger als elektronische.
    • Der Grund, weswegen auch viele Profis weiterhin auf mechanische Systeme vertrauen, liegt im geringeren Gewicht desselben.
  • Elektronische Schaltungen:
    • Einfach die Gangwechsel deutlich leichter und präziser, was sich beim Fahren angenehm bemerkbar macht.

Shimano Schaltgruppen im Überblick

Shimano profitiert von seiner hervorragenden Stellung am Fahrradteile-Markt. In vielen Segmenten liegt der japanische Qualitätshersteller vorne, so auch bei den Schaltkomponenten. Bei den beiden Schaltgruppen Dura-Ace und Ultegra handelt es sich um die Top-Schalttechnologie von Shimano.

Wer sich die höchste Leistung für sein Rennrad wünscht, bekommt mit dieser Schaltgruppe genau das richtige Material. Schließlich hat Shimano die Dura-Ace derartig optimiert, dass eine optimale Gesamtperformance entstanden ist. Diese Schaltgruppe von Shimano ist in vielen Punkten mit der Top-Gruppe Dura-Ace identisch.

Dabei trumpft dieser kleine Bruder der Referenzgruppe mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis auf. Wer also ein ehrgeiziger Rennradfahrer ist, aber nicht unbedingt die absolute Top-Gruppe benötigt, findet mit der Shimano Ultegra die optimale Lösung.

Wer dagegen keine Spitzentechnologie wünscht, finden in der 105, der Tiagra oder der Sora preisgünstigere Einstiege in den Rennradsport.

Weitere Hersteller von Schaltgruppen

Der US-Hersteller Sram hat sich bislang vor allem mit Spitzen-Komponenten im MTB-Bereich einen guten Namen gemacht. Allerdings macht Sram auch mit fortschrittlichen Technologien für Rennräder auf sich aufmerksam. Für jeden, der leichte Komponenten, hohe Präzision und Innovationen im Fahrrad-Bereich mag, ist Sram ein klingender Name.

Dabei kommt das Unternehmen auf ausgefeilte, neue Lösungen und zieht seine Vorteile unter anderem aus der Adaption von MTB-Technologie in den Rennrad-Bereich. Auf diese Weise entstehen Schaltgruppen mit Alleinstellungsmerkmalen. Aufgrund dessen nimmt Sram eine sehr interessante Stellung bei der Schalt-Technologie für Rennräder ein und macht Shimano mächtig Konkurrenz.

Der italienische Hersteller Campagnolo konzentriert sich bei hochwertigen Schaltungen ganz auf den Rennrad-Bereich. Im Gegensatz zu den beiden Hauptkonkurrenten Shimano und Sram kann man hier also von einem Spezialisten sprechen.

Dabei weist die Firma eine lange Tradition und ebenso viel Leidenschaft auf. Seit mehr als 80 Jahren treibt Campagnolo bereits Innovationen im Rennrad-Bereich voran. Ihre einmalige Tradition nutzen die Italiener für High-End-Gruppen. Dabei konzentriert sich der Hersteller voll und ganz auf den High-End-Bereich, so dass man Einsteiger-Gruppen vergeblich sucht. Die Preise setzen bei Campagnolo höher als bei Shimano und Sram ein.

Das liegt daran, dass hier bereits die vermeintlichen Einsteiger-Gruppen auf einem hohen Niveau liegen. So bringt auch die günstigste Gruppe Centaur herausragende Eigenschaften mit.

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