Shimano Schaltwerk Halterung Arten: Ein umfassender Überblick

Ein Schaltauge ist die Verbindung des Fahrradrahmens zum Schaltwerk. Die Funktion des Schaltauges ist, den Fahrradrahmen im Fall von Stößen auf das Schaltwerk (z. B. durch Umfallen oder Stürze) vor Beschädigungen durch Verbiegen oder Abbruch zu schützen. Ein Schaltauge kann gebrochen bzw. verbogen oder das Gewinde vom Schaltauge bzw. der Befestigung am Rahmen defekt sein. Schaltaugen haben eine unterschiedliche Anzahl Löcher, manche dienen zur Befestigung am Rahmen, andere zur Befestigung des Schaltwerks.

Durch die steigende Anzahl an verschiedenartigen Fahrrädern und Rahmen werden auch immer mehr unterschiedliche Varianten aller möglichen Fahrradkomponenten angeboten, um allen Zweiradliebhabern möglichst individuell gerecht zu werden.

Aufbau und Funktionsweise einer Mountainbike-Schaltung

Eine Mountainbike-Schaltung ist in der Regel eine Kettenschaltung. Indem die Kette in Fahrtrichtung über verschiedene Kombinationen von Kettenblättern und Ritzeln geführt wird, ergeben sich verschiedene Übersetzungsverhältnisse. An der Kurbel sind ein bis drei Kettenblätter montiert, während sich an der Hinterradnabe eine Ritzelkassette befindet mit meist 10 bis 12 Ritzel. Beim Schalten zieht oder hebt der Umwerfer die Kette auf das gewünschte Kettenblatt.

Das Schaltwerk hingegen ist dafür zuständig, die Kette auf eines der Ritzel zu leiten. Je größer das Kettenblatt und je kleiner das Ritzel, über das die Kette läuft, desto größer ist die Übersetzung. Ein Ritzel am Hinterrad, das größer ist als das Kettenblatt, bewirkt dagegen eine Untersetzung.

Um die Übersetzung zu berechnen, teilt man die Anzahl der Zähne des Kettenblatts durch die Anzahl der Zähne des Ritzels. Das Ergebnis gibt an, wie viele Umdrehungen das Hinterrad bei einer Kurbelumdrehung macht.

Für einen schnellen Schaltvorgang sind die Teile der MTB-Schaltung wie Kette, Ritzel und vor allem Schaltwerk und Umwerfer aufeinander abgestimmt. Außerdem sorgen Umwerfer und Schaltwerk im optimalen Zusammenspiel für präzise Schaltvorgänge, bei denen auch Gänge übersprungen werden können. Spitzengruppen können dies unter widrigsten Bedingungen und lassen sich zudem an Vorlieben oder ergonomische Besonderheiten des Fahrers anpassen.

Mechanische oder elektrische Schaltung?

Für die Betätigung von Schaltwerk und Umwerfer gibt es derzeit zwei Systeme, die hauptsächlich bei einer Schaltung eingesetzt werden:

  • mechanisch
  • elektronisch

Bei Mountainbikes ist die mechanische Schaltung noch am weitesten verbreitet. Hier sind die Schalter über Schaltzüge mit Schaltwerk und Umwerfer verbunden. Durch Betätigung des Schaltgriffs wird der Schaltzug um eine bestimmte Länge verkürzt oder freigegeben. Dies führt zu einer horizontalen Bewegung der Schaltkomponenten, die die Kette in die gewünschte Position bringt. Shimano (Rapid Fire) und SRAM (Trigger) bieten Schalthebel an, die während der Fahrt leicht zu bedienen sind. Sie können mit Daumen und/oder Zeigefinger bedient werden.

Eine andere Variante sind Drehschalter wie bei der Grip Shift von SRAM oder Revoshift von Shimano. Bei diesem System wird durch Drehen des Griffes um den Lenker geschaltet. Dadurch wird der Schaltzug auf- oder abgewickelt, was zum Gangwechsel führt.

Beide Hersteller haben auch elektronische Schaltungen im Sortiment, bei der die die Schaltimpulse elektronisch an die Schaltkomponenten übertragen. Kleine Motoren sorgen dann für die nötige Bewegung. Während Shimano seine beiden Spitzengruppen in einer elektronischen DI2-Variante anbietet, gibt es Srams AXS-System bereits in der Einstiegsgruppe. Zudem hat Sram in Deutschland eine elektronische Steuereinheit entwickelt, die mit einem Servomotor und eigenem Akku den Schaltimpuls direkt per Funk überträgt, Shimano setzt weiterhin auf Kabel.

Clutch-Technologie

Shimano und SRAM setzen seit einigen Jahren auf die sogenannte Clutch-Technologie. Was bei Shimano „Shadow Plus“ und bei SRAM „Type 2“ bzw. „Type 3“ heißt, beschreibt eine erhöhte Federspannung, bei der der Schaltwerkkäfig durch eine zusätzliche Feder nach hinten gezogen und die Kette auf höherer Spannung gehalten wird. Kettenschlagen und ungewollte Schaltsprünge können so deutlich reduziert werden.

Die Clutch-Technologie findet sich bei Mountainbikes, die für den sportlichen Einsatz konzipiert sind. Bei SRAM sind alle Schaltwerke ab der X7 Gruppe in der Type 2 Version erhältlich. Shimano konstruiert die Schaltwerke ab der Deore Gruppe als Shadow Plus.

Übersicht: Die Schaltungen von Shimano und SRAM

Der Schaltungsmarkt ist groß und manchmal unübersichtlich. Das liegt daran, dass die beiden großen Schaltungshersteller Shimano und SRAM mittlerweile nicht nur Schaltungen in unterschiedlichen Qualitätsstufen anbieten, sondern ihre Gruppen auch auf verschiedene Einsatzbereiche im Mountainbikesport abgestimmt haben. Die richtige Schaltgruppe für das eigene Bike zu finden, ist meist gar nicht so einfach.

Die folgende Übersicht gibt dir einen Überblick über die verschiedenen Gruppen und ihre Position in der Schaltungshierarchie der beiden Hersteller. Die Reihenfolge orientiert sich dabei von der hochwertigsten und auch teuersten Schaltung hin zu den preiswerteren Varianten.

Doch was zeichnet nun eine teure High-End-Gruppe aus, die ein Vielfaches einer günstigeren Schaltung kostet? Die Funktion des Gangwechsels wird letztlich von allen Schaltungen erfüllt. Unterschiede gibt es bei:

  • Übersetzungsbereich
  • Materialien
  • Anpassung an Fahrer und Einsatzgebiet
  • Kompatibilität bzw. Kombination mit anderen Gruppen
  • Steuerung und Bedienbarkeit
  • Gewicht
  • Genauigkeit
  • Leichtgängigkeit
  • Abstufung der Gänge untereinander

Die teuren, hochwertigen Gruppen sind in jedem Fall deutlich leichter als die preiswerteren. Das liegt an der Menge und Masse der verwendeten Materialien, außerdem gibt es mehr Anpassungsmöglichkeiten an Fahrer und Einsatzzweck. Hochwertige Antriebe erreichen auch einen wesentlich größeren Über- und Untersetzungsbereich. Wo bei preiswerten Gruppen Druckguss und einfache Kunststoffe anzutreffen sind, finden sich bei den höherwertigen Gruppen verschiedenste Legierungen in aufwendigen Fertigungstechniken verarbeitet. Wo bei den preiswerten Modellen Aluminiumlegierungen zum Einsatz kommen, sind es bei den höherwertigen Schaltungen sogar Legierungen aus Titan, Magnesium und Kohlenstoff. Diese werden beispielsweise im von Shimano selbst entwickelten Hollowtech-Schmiedeverfahren hergestellt.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass immer alle Teile der Schaltgruppen benötigt werden. Vielmehr ist es sinnvoll, die Schaltgruppe dem Einsatzzweck anzupassen. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass Du statt einer teuren SRAM XX1 Eagle mit 1x12 Gängen eine günstigere Deore mit 2x10 Gängen verwendest. Pendler und Vielfahrer können z.B. auf feine Abstufungen verzichten, wollen aber einen möglichst geringen Verschleiß. Der Cross-Country-Racer hingegen kann sich alles außer Gewicht leisten und wird sich über die Dauer eines Rennens keine Gedanken über Verschleiß machen müssen.

Als Entscheidungshilfe gehen wir hier auf die einzelnen Gruppen von Shimano und SRAM ein.

Shimano MTB Schaltgruppen

Abfahrtsorientierte Gruppen von Shimano

Im abfahrtsorientierten Bereich des Mountainbikesports, Freeride und Downhill, sind die Anforderungen an die Schaltung dadurch definiert, dass man auch in den ruppigsten Passagen die Kette nicht „verlieren“ möchte und auch bei hohen Abfahrtsgeschwindigkeiten noch schalten und beschleunigen kann. Dementsprechend ist hier keine große Übersetzungsbandbreite erforderlich.

Shimano bietet mit den Gruppen „Saint“ und „Zee“ Gruppen an, die diesen Anforderungen gerecht werden.

Shimano Saint

Die Shimano Saint ist eine Freeride- und Downhillgruppe auf XTR-Niveau. Sie ist für 1x10 Gänge ausgelegt. Die Gruppe ist mit einer Kettenführung ausgestattet, die ein Abspringen der Kette verhindert.

Shimano Zee

Stürze und Defekte gehören im Gravity-Bereich zum Alltag. Die Zee-Gruppe mit ihrem guten Preis-Leistungs-Verhältnis ist daher eine gute Wahl, wenn du von deinen Komponenten hohe Leistung zu einem fairen Preis erwartest. Von der Qualität und vom Preis her ist die Zee-Gruppe mit der SLX-Gruppe vergleichbar. Sie schaltet ebenfalls 1x10 Gänge.

SRAM MTB Schaltgruppen

Komponenten und Zubehör für Shimano Schaltwerke

Schaltwerkadapter - Spezial-Hohlschraube - Reparaturbuchse

Der Schaltwerkadapter ist eine spezielle Reparaturbuchse, die entwickelt wurde, um beschädigte Gewinde am Schaltwerkauge zu reparieren. Dieser Adapter ermöglicht eine sichere und zuverlässige Montage des Schaltwerks, selbst wenn das ursprüngliche Gewinde ausgerissen oder ausgebrochen ist.

Installationshinweise:

  1. Ausbohren: Das defekte Gewinde des Schaltwerkauges muss zunächst mit einem 12 mm Bohrer ausgebohrt werden, um Platz für die Gewindehülse zu schaffen.
  2. Einsetzen der Gewindehülse: Die Gewindehülse wird von hinten in das ausgebohrte Schaltauge gesteckt.
  3. Montage des Schaltwerks: Das Schaltwerk kann nun wieder eingeschraubt werden, wobei ein 14 mm Schraubenschlüssel zur Unterstützung benötigt wird.

Schaltwerksschutzbügel

Der Schaltwerksschutzbügel ist ein essentielles Zubehörteil für Fahrräder mit Kettenschaltungen. Er schützt das Schaltwerk vor Beschädigungen, die durch Stöße oder Kollisionen entstehen können. Die Aufnahme erfolgt an der Hinterradachse, wodurch eine stabile und sichere Befestigung gewährleistet ist.

Schutzbügel für Schaltwerk zur Verschraubung am Ausfallende

Der Schutzbügel für Schaltwerke ist ein unverzichtbares Zubehör für jeden Fahrradfahrer, der die Langlebigkeit und Funktionsfähigkeit seines Schaltwerks sichern möchte. Dieser Schutzbügel wird direkt am Ausfallende des Rahmens montiert und bietet zusätzlichen Schutz vor Stößen und Beschädigungen.

Shimano Schaltwerke im Detail

Shimano Tourney RD-TX800 ohne Halter 7/8 fach

Das Shimano Tourney RD-TX800 ist ein zuverlässiges Schaltwerk, ideal für Einsteiger im Mountainbike-Bereich. Mit einem Pantograph-Doppelservomechanismus bietet es präzise Schaltvorgänge und eine hohe Leistung bei jedem Schaltvorgang.

Shimano Schaltwerk 9-fach Alivio schwarz RD-M3100

Das Shimano Alivio RD-M3100 Schaltwerk ist ein hochwertiges 9-fach Schaltwerk, das speziell für den Einsatz im Mountainbiking entwickelt wurde. Mit seinem Shadow RD-Design bietet es ein flaches Profil, das nicht nur die Aerodynamik verbessert, sondern auch in anspruchsvollem Gelände eine zuverlässige Leistung gewährleistet.

Shimano Schaltwerk Acera 7/8-fach ERDM360SGSL schwarz

Das Shimano Schaltwerk Acera (Modell ERDM360SGSL) ist eine zuverlässige und robuste Schaltlösung für Einsteiger und Fortgeschrittene. Es wurde für den Einsatz an Mountainbikes und Trekkingrädern konzipiert und bietet eine präzise Schaltperformance für 7- und 8-fach Kettenschaltungen. Mit integrierter Ganganzeige für eine einfache und schnelle Kontrolle der gewählten Gangstufe.

Shimano Schaltwerk Alivio 9-fach ERDT4000SGSL schwarz/silber

Das Shimano Alivio ERDT4000SGSL ist ein hochwertiges Schaltwerk, das speziell für Trekkingräder entwickelt wurde. Mit seiner 9-fach Kompatibilität und der innovativen Double Servo Technology sorgt es für ein weicheres und präziseres Schaltverhalten. Der lange Käfig unterstützt die Verwendung größerer Ritzel und sorgt für eine hohe Gesamtkapazität, was besonders bei steilen Anstiegen von Vorteil ist.

Shimano Schaltwerk Altus 7/8 fach

Das Shimano Altus ERDM310DL ist ein robustes Schaltwerk, das speziell für 7- und 8-fach Kettenschaltungen konzipiert wurde. Mit der bewährten Top Normal-Technik bietet es zuverlässige Schaltleistungen und eignet sich hervorragend für MTB- und Trekkinganwendungen.

Der Umwerfer

Der Umwerfer ist bei Kettenschaltungen zu finden. Der Mechanismus steuert den Lauf der Fahrradkette auf den vorderen Kettenblättern. Er besteht aus einem Parallelogramm das einen Umwerferkäfig bewegt. Die Kette verläuft durch diesen Käfig und wird über den Schaltzug von Leitblechen zum jeweils gewünschten Kettenblatt gelenkt.

Wird der Schaltzug gespannt, erfolgt die Beförderung der Fahrradkette mittels Steighilfen auf das nächstgrößere Kettenblatt. Eine Feder zieht die Kette auf das nächstkleinere Kettenblatt wenn der Zug gelöst wird. Ist der Umwerfer elektronisch gesteuert, führt ein digital gesteuerter Servo- oder Linearmotor diese Bewegung aus.

Klassifizierung nach Kapazität

Umwerfer werden nach Kapazität klassifiziert. Die Umwerferkapazität ist abhängig von der Größe des Umwerferkäfigs und beschreibt die größtmögliche Differenz an Zähnen zwischen dem kleinsten und dem größten Ritzel (Kettenblatt) die der Umwerfer verarbeiten kann.

Zugführung

  1. Top Pull: Die Schaltzugführung erfolgt von oben.
  2. Down Pull: Die Schaltzugführung erfolgt von unten.
  3. Dual Pull: Viele Umwerfermodelle sind auch in der Dual Pull Version erhältlich. Hierbei ist die Zugführung sowohl von oben als auch von unten möglich.

Montagearten

  1. Down Swing: Down Swing ist die am häufigsten zu findende Montageart.
  2. Top Swing: Aufgrund von neuen, unterschiedlichen Rahmendesigns wurde im Laufe der Entwicklung auch eine Alternative zum Down Swing notwendig.
  3. E-Type: Hierbei wird der Umwerfer zwischen Rahmen und Tretlager befestigt, anstatt am Sitzrohr. Eine Schelle ist nicht notwendig.

Wichtige Begriffe rund um die Schaltung

Bowdenzug

Der Bowdenzug (benannt nach seinem Erfinder, Ernest Monnington Bowden) ist ein Stahlseil, das den Schaltimpuls vom Schalthebel mechanisch an das Schaltwerk oder den Umwerfer überträgt. Ein Bowdenzug besteht aus vielen dünnen, miteinander verdrillten Stahlseiladern. Als Widerlager des Zugs fungiert die Schaltzughülle, weshalb sie vom Schalthebel durchgängig zum Schaltwerk verlegt oder von paarweisen Zuganschlägen am Rahmen unterbrochen werden muss.

E-Schaltungen

Bei E-Schaltungen sparst Du Dir das Verlegen und Warten der Bowdenzüge und profitierst von einer erstklassigen Schalt-Performance. Statt durch einen Bowdenzug wird der Schaltimpuls per Kabel oder Funk übertragen. Den Schaltvorgang selbst lösen elektrische Stellmotoren in Schaltwerk und Umwerfer aus, wodurch das Schalten präziser und schneller wird. Zudem kann sich der Umwerfer passend zur Position des Schaltwerks ausrichten.

Einfach-Antriebe

Der Name leitet sich vom einzelnen Kettenblatt an der Kurbel ab, darum sagt man im englischen Sprachraum auch „one-by“ (1x). Weite Verbreitung vor allem am Mountainbike fanden diese Schaltungen durch Kassetten mit großer Spreizung von bis zu 520 Prozent vom kleinsten zum größten Ritzel, was deutlich mehr ist, als viele Zweifach-Schaltsysteme bieten. Einfach-Antriebe bieten Dir eine simple Schaltlogik, einfachere Reinigung und weniger Gewicht.

Entfaltung

Die Entfaltung gibt an, wie viel Weg ein Fahrrad mit einer Kurbelumdrehung effektiv zurücklegt. Sie berechnet sich aus dem Außenumfang des (hinteren) Laufrades und der Übersetzung des eingelegten Ganges.

Freilaufkörper (XD, XDR, Microspline & Co.)

Der Freilaufkörper ist ein zentrales Bauteil der meisten Naben an Mountainbike und Rennrad. Er bewirkt, dass man über die Kette im Uhrzeigersinn Kraft in die Nabe einleiten und so das Fahrrad antreiben kann. Gegen den Uhrzeigersinn gibt der Freilauf die Verbindung frei, sodass man ohne Kurbelbewegung rollen kann.

Grip Shift

Der Begriff ist ein eingetragener Markenname von SRAM, wird aber übergreifend für alle Schaltgriffe dieser Funktionsweise verwendet. Die Technik wurde in den Neunzigern populär und ist bis heute für aktuelle MTB-Gruppen von SRAM erhältlich. Der rechte Griff schaltet das Schaltwerk am Hinterrad, der linke den Umwerfer, sofern vorhanden.

Kapazität

Die Kapazität ist eine sehr präzise Angabe der Übersetzungsbandbreite aller Gänge einer Schaltung. Meist wird die Kapazität benötigt, um die Kompatibilität von Schaltwerken herauszufinden. Sie wird aus der Differenz der vorhandenen Zähne an Ritzeln und Kettenblättern errechnet.

Kettenlinie

Die Kettenlinie gibt an, um wie viel Millimeter rechts von der Rahmenmitte die Kette auf dem Kettenblatt läuft. Um bei Mountainbikes größere Reifenfreiheit zu ermöglichen, wurde der Boost-Standard entwickelt, der nicht nur die Naben breiter machte, sondern auch die Kettenlinie um drei Millimeter nach außen versetzte.

Kettenschaltung

Zum Übersetzungswechsel wird die Kette von einem Schaltwerk (am Hinterrad) und bei Bedarf einem Umwerfer (an der Kurbel) über diese Ritzel und Kettenblätter bewegt. Die ungeschützte Lage der Bauteile bedarf einer intensiveren Pflege als sie bei Nabenschaltungen notwendig ist. Hauptargumente für die Dominanz von Kettenschaltungen am Sportrad sind ihr geringes Gewicht und die Möglichkeit des Schaltens unter Last.

Lineares / Sequenzielles Schalten

Lineares Schalten beschreibt die direkte Abfolge von auf- oder absteigenden Übersetzungen beim Schalten. Bei Einfach-Antrieben etwa schaltet man Gang eins bis zwölf nacheinander durch. Beim sequenziellen Schalten hingegen werden zwei oder drei Kettenblätter berücksichtigt: Um die rechnerisch nächste sinnvolle Übersetzung einzulegen, müssen teilweise Schaltwerk und Umwerfer zugleich bedient werden. Man spricht auch von Ausgleichsschaltschritten.

Lochkreisdurchmesser

Der Lochkreisdurchmesser ist eine eindeutige Angabe der Kompatibilität von Kettenblättern. (Ausnahme: 94 mm existiert mit vier und fünf Schrauben.) Das Anbaumaß beschreibt einen virtuellen Kreis durch die Mitte aller Kettenblattschrauben.

Nabenschaltung

Es gibt Nabenschaltungen ab zwei und bis 14 Gängen. Sie zentrieren das Gewicht der Schaltung auf die Hinterradnabe und lassen sich nicht unter Last, dafür aber im Stand schalten. Darum finden sich Nabenschaltungen oft an Stadt- und Reiserädern.

Narrow-Wide

Narrow-Wide beschreibt das Zahnprofil der Zähne an Kettenblättern von Einfach-Schaltungen. Die Zähne sind abwechselnd schmaler und breiter, korrespondierend zu den Zwischenräumen in den Kettengliedern. Dieses Design sorgt für einen optimalen Halt der Kette auf dem Kettenblatt auch bei heftigen Schlägen.

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